Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Waidler am 27 Sep 04, 21:28
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"Extrem selten konnten in nadelpyritführenden Erzbutzen milchig-weiße bis leicht grünliche, zum Teil kugelig aggregierte Kristalle nachgewiesen werden. Bislang konnte nicht geklärt werden um welches Mineral es sich hierbei genau handelt. Paragnetisch kommen Nadelpyrit, Quarz-xx und selten auch Chalkosin vor. An weiteren vorliegenden Stufen erscheint die Entwicklung von Kristallflächen deutlich geringer als in der REM-Aufnahme."
"Nach dem ersten Eindruck könnte es sich um Siderit handeln. Siderit in derartiger Ausbildung ist von anderen Fundorten bekannt. Dazu würde wohl das Eisen (Fe) und Mangan (Mg) der EDX passen; nicht aber Aluminium (Al) und Silizium (Si). Allenfalls müßte noch ein silikatischer Überzug vorliegen, so daß die Analyse Überzug und Untergrund erfassen könnte."
Fundort ist der Silberberg bei Bodenmais im Bayerischen Wald.
Tja, ich bin leider ziemlich sprachlos was die Identität dieses Minerals anbelangt. Vielleicht hat jemand Ahnung davon - EDX kann ebenfalls veröffentlicht werden (wird aber nicht viel mehr weiterhelfen ...) :-[ :'( ???
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Hallo,
endlich was aus meinem Sammelgebiet :D ! Die EDX kann vielleicht schon helfen, kannst Sie mir ja mal als Email schicken! Kennst du den genauen Fundort am Silberberg?
Sehen die Kristall aus wie "Glimmer" blos Farbe und Paragenese passen nicht, solche habe ich gaub ich auch schon mal gefunden.
Wo wurde den die EDX gemacht?
Gruß auch aus dem Waid!
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EDX wurde von Thomas Raber angefertigt; ist daher als relativ sicher einzustufen.
Zu Deiner Frage: Also wie "Glimmer" sieht es nicht aus - eher Siderit, aber die EDX, sie aber selbst ... :o
Schwefel ist am Silberberg NUR ein Durchläufer dürfte daher nicht viel mit dem Mineral zu tun haben. Auch ist mir unklar ob diese Bildung als primär oder sekundär eingestuft werden sollte. Bislang konnte ich echt nicht mehr herausfinden ??? :-\
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Hm,
schwierig so, aber probier mal im Internett das Mindat.org nach Chemie suchen und sage das nur AL, Si, Mg, Fe vorhanden sein sollen sonst nichts
Erste Vermutung:
http://www.mindat.org/min-278.html
Aphrosiderite
Aber kann ja auch alles andere sein!
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Eben - aber wenn schon eine EDX ins Leere verläuft ...
Hat noch jemand eine andere Idee?? Ich bin für alles dankbar!! :-\ :-[
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Ich würde eine Mischanalyse vermuten: ein Schichtsilikat [(Mg+/-Fe)-Alumosilikat, simpler Glimmer?] und etwas Pyrit (anders ist der S-Peak kaum zu erklären).
GA, Uwe Kolitsch
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Hallo,
Ich denke es ist etwas Chlorit/Chamosit-artiges (wie Uwe sagte, Mg-Fe-Alumoschichtsilikate, "Aphrosiderite" gehört auch dazu). Der S-Peak kann man wohl der Nadelpyrit zuordnen.
Hat der Thomas Raber die EDX-Resultate denn nicht verglichen mit bekannte Atom%/Gewicht%? Wenn man das selbst machen muß wird es ja schwierig. Natürlich kann man einfach die Al:Si:Mg:Fe:O-Verhältnisse errechnen, und damit ein "Formel" aufstellen - aber das vergleichen mit bekannte Formel gibt dann schwierigkeiten.
ps. Mg ist nicht Mangan sondern Magnesium ;)
Gruß Robin
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@Robin: Asche auf mein Haupt!
Das mit der Formelrechnerei habe ich auch schon probiert. Es scheitert aber daran, daß ich den Schwefel-Peak nicht aus schließen kann/darf ... . Seis wies ist, ich komme auf keinen grünen Zweig. ???
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Hi,
ist bei der Paragenese auch Anatas gefunden worden?
Wenn genung Material da ist lass halt eine RDA machen! Aber für mich ist es halt nur ein Glimmer, ob sich da der Aufwand lohnt?
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@Florian: Anatas im massiven Polyerz? :o
Zur RDA: Ist leider zu wenig Material vorhanden :'(
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Gibt solche Stücke mit Anatas vom Silberberg, hab auch welche Zuhaus! Erz mit viel Quarz und auch Quarz-xx mit Glimmer und halt Anatas-xx und Pyrit.
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Hinweis:
Mir wurde mal mitgeteilt, dass Eisenpeaks die Schwefelpreaks überlagern können oder war's jetzt umgekehrt.. ??? ::)
Gruß Peter... ;)