Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Helicat135 am 19 Feb 08, 17:47
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Vor gut 1,5 Jahren hat es mich ( zum Glück) dienstlich nach Idar-Oberstein verschlagen. Dort konnte ich auf einem Mineralienmarkt von privat für sehr wenig Geld ein paar grandiose Stufe ergattern, unter anderem ein riesiges tiefviolettes Stück Amethyst mit großen Kristallen und ein Stück versteinerten Ton mit Kupferkies(?). Der Mann hat mir ganz freundlich erklärt, man würde diese Tonlinsen in alten Tongruben finden und wenn man sie spalte dann ist da oftmals so ein "Überraschungspacket" enthalten. Habt ihr sowas schomal gefunden? Wo gibt es denn überhaupt Tongruben in BW?
Thanks :).
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Servus,
meinst Du eine Konkretion bzw. einen Laibstein (sprich: eine "Knolle" mit Kugel - bis Brotlaibform) die nach dem Aufschlagen bzw. dem Zerteilen in zwei Haelften ihr Innenleben preisgegeben hat ?
GA
Harald
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Hallo,
Im Bereich der westlichen schwäbischen Alb gab es Bereiche mit schwarzem Jura (Lias), der solche Konkretionen, sog. Toneisensteine enthält. Habe mal welche gesehen, die waren aus der Gegend von Donaueschingen. Auch weiter südlich im Bereich der Wutach (Achdorf) gab es solche Bildungen. Wie es heute mit den Fundmöglichkeiten dort aussieht, kann ich nicht sagen. Die Chancen sind aber wohl eher gering.
Glück Auf!
Smoeller
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Ja, genau die mein ich. :o Was Ihr alles wisst :).
Kann es sein, dass sich da Buntkupferkies angelagert hat?
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Hallo,
Ist wohl bunt angelaufener Kupferkies (Chalkopyrit). Bornit(Buntkupferkies) aus Sedimenten ist mir nur aus dem Mansfelder Kupferschiefer (da gibts aber keine derartigen Toneisensteine) und einem auch nicht in Frage kommenden Vorkommen bei Karlsruhe bekannt. Dürfte dann aber eher aus Niedersachsen sein. Kenne aus BW jetzt keine Toneisensteine mit Kupferkies. Allerdings kann es auch Pyrit sein, der ist in diesen Gesteinen weiter verbreitet.
Glück Auf!
Smoeller
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Das werden mit ziemlicher Sicherheit Pyrit oder auch Markasitknollen sein, wie sie stellenweise häufig in dunklen Tonsteinen vorkommen. Gelegentlich zeigen diese auch bunte Anlauffarben !
Glück Auf
Thomas
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Hallo,
kanne Tonsteinformationen aus den Kalkalpen mit solchen Konkretionen. Dort immer als Pyrit. Am besten Kupferkies und Pyrit anhand der Härte, ggf. chemisch unterscheiden.
Glück Auf
Uwe
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So, hier das Foto des Produktes:
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Das ist Pyrit, der ist leicht limonitisch angelaufen. (Habe Bild bearbeitet, da besser zu sehen).
Glück Auf
Uwe
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typisch für dunkle tone, die reduzierende bedingungen hatten. anders wäre pyrit nicht stabil.
ps: "versteinerten ton" gibt es in dem sinne nicht. nur ton und tonstein. versteinern meint, daß jetzt organisches material wie holz und viecher luftdicht zusedimentiert wird und das organische material entweder imprägniert wird, oder durch anorganische minerale ersetzt wird. wäre bei ton komisch.
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Moin, Moin,
siehe
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,6674.msg89430.html#msg89430
Diese Knollen werden auch Septarien genannt. Eine gute Fundstelle war in Geisingen, links neben der Autobahn, Blickrichtung Norden.
Viele Septarien waren hohl, mit schönen Calciten und auf deren Spitzen, Pyrite saßen. Auch Dolomit war teilweise dabei.
mfg
Jürgen