Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: raritätenjäger am 26 Feb 08, 13:37
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Hallo,
Kann mir irgendjemand von Euch sagen, wie Hydroxylbastnäsit vom Steinbruch Oßling, Kamenz/Oberlausitz aussieht? Zwar hab ich den schon oft in den Listen zum Fundort gesehen, aber noch keine Beschreibung. Und wenn er mir nun über den Weg laufen sollte, erkenne ich ihn gar nicht...
Glückauf
Andreas
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Hallo,
Meine, in dem Buch Haake/Flach/Bode: Mineralien und Fundstellen Deutschland Teil 2 ist ein Bild drin. Schaue nachher mal nach. Sonst kann ich dir morgen das Bild und die Beschreibung einscannen.
Glück Auf!
Smoeller
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Hi Andreas,
ich habe 1991 von Roland Noack in Großräschen so ein Teil (MM) eingetauscht. Das sind richtige schöne braungelbe hexagonale Tafeln, wie es sich für einen ordentlichen Bastnaesit gehört in Paragenese mit reichlich Chamosit
Gruß
Helmut
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Hallo Anatasi
Nun nach 17 Jahren muß ich mich korrigieren.Damals wurden diese gelb-braunen hexagonale Kristalle für Hydroxylbastnäsit gehalten.
Erst eine Untersuchung an der Bergakademie Freiberg brachte die Bestätigung das es sich nicht um Hydroxylbastnäsit sondern um den damals und für diese Fundstelle noch unbekannten Monazit handelt der dem Hydroxylbastnäsit sehr ähnlich sieht.
Siehe dazu auch im Lexikon unter Oßling.Dort ist der Monazit mit mehreren Bildern vorhanden.
Am einfachsten in der Mineraltabelle unter Monazit auf das grüne B klicken und alle Bilder vom Monazit werden angezeigt (oder auch bei "weiter" - letzte Bild schön blättern)
Beste Sammlergrüße vom Mineralroli (Roland Noack)
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Hallo Roland, schön, dass man sich hier nach so langer Zeit wieder trifft. Habe meinen H. sofort umbenannt in Monazit-Ce, und meine Fehlliste ist wieder um einen Namen reicher.
Und die Frage von Andreas ist auch wieder offen: Wie schaut der Hydroxylbastnaesit von Oßling nun wirklich aus - wenn es ihn überhaupt gibt?
Glückauf
Helmut
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Hallo,
Laut dem oben genannten Buch: gelbliche bis braune, 0.2-0.3 mm große hexagonale Plättchen mit Allanit-(Ce) und Chamosit auf Quarz.
Nun stellt sich natürlich die Frage, ob das nicht die Beschreibung für den von Roland genannten Monazit ist.
Glück Auf!
Smoeller
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Nach der Beschreibung wohl eher eine Pseudomorphose von Monazit nach Bastnäsit oder Synchisit.
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Hydroxylbastnäsit-(Ce) und Monazit-(Ce) sind visuell hier praktisch nicht zu unterscheiden. Monazit ist auf einer Reihe von Exemplaren nachgewiesen worden und offenbar nicht so selten in Oßling, Hydroxylbastnäsit ist bisher nur auf einem Exemplar nachgewiesen worden (von Lutz Nasdala).
Glück Auf
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Hallo an alle Interessierten
Anbei ein Foto vom Hydroxylbastnästit als REM-Aufnahme.
Man sieht die große Ähnlichkeit.
Ich gehe mal davon aus das diese Probe nicht nur fotografiert wurde sondern auch untersucht wurde.
In diesem Heft "Die Minerale der Oßlinger Berge" stand noch nichts vom Monazit.Auch nicht im Buch "Mineralfundstellen Ostharz und Lausitz" (1991).Als ich meine ersten Stücke dort gefunden habe war dieses Foto der Grund für die anfängliche Beschreibung.Später schickte ich die Stufen nach Freiberg wo klar gestellt wurde das es Monazit ist.
Beste Grüße
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und wer das Heft nicht kennt.
Hier ist es.
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Hier noch drei Besonderheiten aus dem Oßlinger Bruch.
- Apatit (farblose xx) erstmals von mir gefunden und von der Bergakademie Freiberg untersucht und bestätigt
- die Pseudomorphosen von Anatas nach Titanit (Auflösung bzw. Umwandlung der Titanit xx vom Zentrum her in blaue Anatas xx
- Baryt xx (1991 wurde nach einer Sprengung ein Barytgang freigelegt der eine absolute Seltenheit für
diesen Fundort war)