Mineralienatlas - Fossilienatlas
Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Dies und Das / this and that => Thema gestartet von: Grenzton am 02 Mar 08, 20:27
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Hi.
Mich würde es mal interessieren wie Ihr es haltet mit der Sammlerehre.
Stellt Euch vor, Ihr seit in einem Aufschluß, sucht nach Fossilien/Mineralien und entdeckt an einer exponierten Stelle ein Fossil/Mineral das auf einem Stück Zeitungspapier liegt oder ein Meißel dabei abgelegt wurde.
Oder ähnliche Situation, Ihr findet ein Fossil/Mineral das noch insitu in der Wand steckt aber jemand hat z.B. eine Visitenkarte darüber befestigt.
Würdet Ihr es dort belassen oder würdet es mitnehmen wenn es niemand sieht?
Ich würde mich auf ehrliche Antworte von Euch freuen.
Kalle
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Hallo,
wenn es mir zusagt, virtuell mitnehmen, also fotografieren.
Gruß
Zippy
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Hallo
Also mit Sicherheit nicht mitnehmen, ich käme mir wie ein Dieb vor.
Gruß Robert
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Ich nochmal,
also mit Aufschluss meine ich nicht unbedingt ein Steinbruch aus dem das Material in einen Brecher kommt.
Es geht mir auch nur grundsätzlich um "markierte" Funde, ob nun mit einem Meißel, Hammer, Zeitungspapier oder einer Visitenkarte ist da ganz egal.
Stelle Dir einfach mal vor Du entdeckst einen Ammoniten in einem großen Brocken oder in der Wand, aber Du hast nicht das geeignete Werkzeug dabei und mußt nach Haus.
Zur "Sicherheit" informierst Du noch einen Verantwortlichen bzw. Genehmigungsgebenden.
Aber wenn Du wiederkommst findest Du nur noch ein Loch vor...
Kalle
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In der Schweiz wurde jemandem eine Kluft geleert, obwohl ein Werkzeug dort deponiert wurde.. anscheinend sei der Wert der Kluft enorm gewesen.. 2-3 Monatseinkommen.
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Wir haben auch mal Stufen unter Moos und Bäumchen versteckt, weil die Rucksäcke bis zum Rand voll waren. Zwei Tage später waren wir wieder dort (2Std. Aufstieg), aber von den versteckten Stufen war nichts mehr vorhanden...... Tut schon weh...........
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He Kalle,
Du fragst so,ist Dir so etwas passiert,oder so ähnliches?
Zu Deiner Frage.Für mich ist das genau so wie Kameraden-Diebstahl.Obwohl man die Person vielleicht gar nicht kennt und vielleicht auch nie kennen lernen wird.
Gruß
Donat
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Hallo,
denkst du ernsthaft, hier würde irgendwer zugeben, sich NICHT ehrenhaft zu verhalten und die Funde anderer Sammler unangetastet zu lassen? Da packe ich lieber meinen Rucksack so voll, dass er fast platzt, und quäle mich keuchend und schwitzend zu meinem Pkw, als auf die Ehrenhaftigkeit anderer Sammler zu vertrauen. Natürlich sind die meisten fair und respektieren das Glück sowie die geleistete Arbeit erfolgreicher Kollegen, die einen Teil der Ausbeute zurücklassen mussten. Wenn du aber einmal an deinen Fundort zurückgekommen bist und festgestellt hast, dass nicht nur die erarbeiteten Stufen sondern auch noch das als Hinweis vor Ort gelassene Werkzeug neue Besitzer gefunden hat, ist das mehr als ärgerlich. Wenn du einen Teil dieser Stücke dann aber später sogar auf einer Mineralienbörse wiederentdeckst und sich der Verkäufer mit debil-ahnungslosem Grinsen blöd stellt, könntest du kotzen.
Carsten, der sowas schon erlebt hat :(
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Moin,
dem, was Carsten da gesagt hat, muss ich mich anschließen: Wer auch immer ein schwarzes Schaf wäre und die Sachen trotz abgelegtem Werkzeug mitnehmen würde, der würde es doch sowieso hier nicht zugeben, insofern bringen die Antworten auf die Frage "Würdet ihr es mitnehmen" nicht gerade zuverlässige Informationen, fürchte ich ...
Auch an anderer Stelle muss ich mich Carsten anschließen: Mein eigenes Vertrauen in andere Menschen wäre in dieser Hinsicht gleich null. Wenn ich einen tollen Fund an einer unwegsamen Stelle machen würde, dann würde ich auch eher das Platzen des Rucksackes riskieren oder andere Dinge, die Platz in selbigem wegnehmen, zurücklassen, bevor ich mich darauf verlassen würde, dass die Stücke nicht angerührt werden, bis ich sie abholen kann ...
Gruß
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Hallo,
ich glaube dem Kalle geht es nicht darum ,das man das,was man tragen kann auch wegschleppt(Wär`s liegen lässt ist selber Schuld,oder vielleicht doch lieber ein Loch machen),sondern um eine Arbeit die man nicht an einem Tag;oder weil man,wie Grenzton meint,kein geeignetes Werkzeug zur Hand hat,bewältigen kann.
Aber Rudi_stolz und Tobi haben schon Recht.Zugeben wird das keiner.
Gruß
Donat
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Eine sichtbar belegte Fundstelle auszuräumen ist völlig unakzeptabel. Allerdings teile ich die Meinung derer, die nicht auf die Sammlerehre anderer vertrauen. Es reicht ja schon ein " unehrenhafter " und die Sachen sind weg.
Eigenes Erlebnis:
Zwei Tage an einer Fundstelle gegraben, um an die interessante Schicht zu kommen. Am morgen des dritten Tages sollte es ans Abbauen gehen. Das Werkzeug blieb im Loch. Am nächsten Morgen kurz nach Sonnenaufgang an der Stelle angekommen, sitzt einer in unserem Loch. Das Werkzeug hat er einfach an die Seite geschmissen. Der muß uns vorher beim buddeln schon beobachtet haben und bereits beim ersten Tageslicht an der Fundstelle aufgetaucht sein. Kleiner Disput, aber der Kerl wollte nicht aus dem Loch kommen. Da haben wir halt begonnen, das Loch wieder zuzuschaufeln. Er war dann doch recht schnell draußen. Dann wurd der auch noch frech. Er hat aber wohl doch gemerkt, dass ich inzwischen zur Hochform aufgelaufen war und - ich schwöre - kurz davor war, ihn mit meiner Schüppe zu verdreschen. Dann ist er abgezogen.
Anderes Beispiel:
Vor Jahren kommen wir am frühen Vormittag in einem Steinbruch an ein interessante Calcitkluft. Es gab frische Abbauspuren und die Kluft war auch zum Teil ausgeräumt. Es lag aber kein Werkzeug rum und auch sonst keine Belegungsspuren. Gegen Mittag, wir hatten schon kräftig gemeißelt und wollten grade beginnen den nun zugänglichen, hinteren Kluftinhalt zu bergen, taucht ein anderer Sammler auf. Er war sichtlich angefressen und meinte, er habe die Kluft gestern bearbeitet und wollte heute den Rest holen. Kann ja jeder sagen. Da zeigte er uns ein paar Meter weiter sein Depot, wo er einige der gestrigen Stufen versteckt hatte. Also war er wirklich Tags zuvor da gewesen. Da wir aber nun schon einige Stunden an der Kluft gearbeitet hatten, wollten wir das nicht umsonst getan haben. Wir haben ihm den Vorschlag gemacht, den Rest der Kluft gemeinsam zu bergen und durch drei zu teilen. Hat prima funktioniert und nachher waren wir alle zufrieden. Wir haben ihm natürlich gesagt, dass er die Kluft hätte belegen sollen. Er meinte nur, dass er das schon mehrfach gemacht hätte, aber sich niemand daran stört und das Belegungswerkzeug in der Regel auch noch geklaut wird.
Ich respektiere jede belegte Fundstelle, verlasse mich aber nicht darauf, das andere das auch tun.
Ralf
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Hallo,
zumindest vor schweizer Gerichten gilt das als Diebstahl, Sammlerehre hin oder her.
Interessanterweise gibt es beim Verhalten der (kriminellen) Leute anscheinend regionale Unterschiede.
Ich habe schon mit mehreren Strahlern gesprochen, die alle gemeinsam in einem bestimmten Gebiet arbeiten und die meinten, dass ihnen dort noch nie etwas entwendet wurde.
In anderen Gegenden kommt es wieder öfter vor.
Gruss
Amir
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Vielen Dank zunächst für Eure rege Teilnahme.
Also meine Frage beruht auf folgende Begebenheit.
Für eine große Baustelle habe ich mir eine Genehmigung zum Fossilien suchen mit der Maßgabe besorgt, die Fossilfunde einer wissenschaftlichen Bearbeitung zur Verfügung zu stellen.
Nach einigen Gesprächen mit Verantwortlichen, Arbeitern, Bauingeneuren und sogar dem Sicherheitsdienst, bin ich der einzige der eine Genehmigung bekommen hat.
Seit fast 2 Monaten verbringe ich nahezu jede freie Minute dort.
An jenem Tag als ich in einem Baugraben einen Nautiloiden in der Wand entdeckte hatte ich leider kein geeignetes Werkzeug dabei, um Ihn zu bergen.
Es wären ein großer Vorschlaghammer entsprechende Meißel und eine große Brechstange nötig gewesen.
Das Teil verstecken ging auch nicht da er ca 1,00 Meter über der Sohle in der fast glatten Grabenwand hing.
Also nahm ich eine meiner Visitenkarten und einen Fundzettel, und nagelte sie neben dem Fossil ins Gestein.
Als es dunkel wurde begab ich mich dann noch in den Baucontainer und sprach mit dem zuständigen Polier der Baustelle.
Ich erklärte ihm den Sachverhalt und bat ihn auch den Arbeitern bescheid zu sagen, das es nicht angerührt werden soll.
Er sagte mir zu, am nächsten Morgen allen Bescheid zu sagen.
Als ich am übernächsten Tag dann kurz nach Feierabend auf der Baustelle mit Werkzeug "Heavy-Duty" eintraf, war vom Nautilus nichts mehr zu sehen.
Schade eigentlich....
Einige Wochen vorher hatte ich mit einigen Arbeitern der Baustelle gesprochen, und ihnen erklärt wer was findet kann es gerne behalten, nur
Bitte bescheid sagen und mir kurz zum katalogisieren und für Fotos vorlegen.
Von einem der Bauleiter habe ich einen Ammoniten bekommen, den ich zunächst präpariere, dann aufnehme und fotografiere.
Anschließend bekommt er ihn fertig präpariert zurück und kann ihn sich ins Wohnzimmer stellen.
So würde ich es auch mit anderen Fossilien tun.
Wie auch immer, er ist nu wech, ich weiß nicht welcher Art er war und wie er aussah.
Kalle
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Hallo Kalle,
tja, du hast alles getan. Trotzdem kann man solche ärgerlichen Vorfälle nie ganz vermeiden. Denke an die schönen Funde, die du dennoch hattest, was wäre, wenn es die Baustelle nicht gäbe? Verstehe dich da aber gut.
Glück Auf
Uwe
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Als es dunkel wurde begab ich mich dann noch in den Baucontainer und sprach mit dem zuständigen Polier der Baustelle. Ich erklärte ihm den Sachverhalt und bat ihn auch den Arbeitern bescheid zu sagen, das es nicht angerührt werden soll. Er sagte mir zu, am nächsten Morgen allen Bescheid zu sagen.
hallo,
aha, und was hat das mit "sammlerehre" zu tun, wenn - wie vermutet - bauarbeiter ihrer finger im spiel hatten?? ohne sammler keine sammlerehre. ich nehme an, dass waren keine "sammler".
haldenschreck
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Hi.
Ich kann ja nicht einfach behaupten es seien die Arbeiter gewesen!
Es soll ja Leute geben die sich über alle Verbote hinweg in Steinbrüchen und Baustellen aufhalten...
zumal diese Baustelle weit sichtbar ist.
Eure Antworten haben mir gezeigt das es wohl besser ist entweder alles zusammen zu raffen und es mitnehmen.
Oder wenn es an Ort und Stelle bleibt mental aufzugeben.
Hinsichtlich dieser Begebenheit ging mir dieses ungeschriebene Gesetz durch den Kopf das ich seit 35 Jahren kenne.
Markierte Funde nicht anzurühren.
Ich kann mich zu denen zählen die naiv genug waren, daran zu glauben :'(
Kalle
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Hallo Kalle,
Eure Antworten haben mir gezeigt das es wohl besser ist entweder alles zusammen zu raffen und es mitnehmen.
Oder wenn es an Ort und Stelle bleibt mental aufzugeben.
Für mich geht das aus den Antworten nicht hervor. Auch ich unterwerfe mich diesem ungeschriebenen Gesetzt, es ist für mich so selbstverständlich, dass ich es nicht noch mal extra ansprach. In deinem konkreten und in ähnlichen Fällen, wenn der Fund schon weg ist, ist es für sich selbst aber sicher praktischer, das Ding zu vergessen. Und was Haldenschreck schrieb, kann schon so sein. Vielleicht ist tatsächlich ein Mitarbeiter (vielleicht erst durch die Karte) aufmerksam geworden, da hat er sich gedacht: so'n Ding nimmste auch mal mit. Sammlerehre kann man da nicht zu sehr erwarten, da ihm der Fall eigegen Verlustes fremd ist, und er das Gefühl hat, wenn er da arbeitet, hat er auf "seiner" Baustelle Vorrang. Könnte so sein, muss nicht.
Finde es auch gut, dass du das Thema angesprochen hast, ist schon 450 mal gelesen worden :D
Glück Auf
Uwe
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Hallo,
also mir ist so etwas noch nicht passiert und ich bin auch noch nie an eine Stelle gekommen, wo jemand Werkzeug oder sonstige hinweisende Dinge hinterlegt hatte.
Aber gehen wir die Sache mal sachlich an:
Wo gibt es ein solches Gesetz, eine solche Regelung hier bei uns in Deutschland ?
Ich weiß das es in alpinen Gebieten durchaus üblich ist sein Werkzeug zu hinterlegen und dass die Strahler sich auch normalerweise daran halten. Doch was ist der Hintergrund. Dort hat man oft einen stundenlangen Anmarsch zu einer bestimmten Fundstelle. Oft arbeitet man dort über mehrere Monate zum Teil auch unter sehr kostenintensiven Gegebenheiten ohne auch nur ein Stück zu bergen. Dann sind die viele dieser Strahler Berufsstrahler und leben von dieser Arbeit. Da ist es auch verständlich wenn man solch eine Regelung gefunden hat.
Bei uns ist es doch überwiegend so, dass man irgendwo auf einer alten Halde oder in einem Steinbruch arbeitet. Diesen kann man meistens mit einem Auto und eventuell 30 Minuten Fußmarsch erreichen . Dieser ist überwiegend das ganze Jahr zugänglich. So dass ich viele Möglichkeiten habe, dort aktiv zu werden und meine Aktivitäten entsprechend planen kann. Ich selbst würde niemanden aus einem Loch das ich ausgegraben habe am nächsten Tag verjagen, genausowenig würde ich mich von jemandem verjagen lassen! Wobei wir in der Regel wenn wir irgendwo graben das Loch beim verlassen wieder zu machen. Und wenn die Grabung über zwei oder drei Tage geht, wir durchaus dann vor Ort bleiben. So dass eine solche Situation nicht entsteht.
Natürlich ist es ärgerlich wenn das passiert, dass jemand am nächsten Tag an einer Stelle gräbt wo ich am Tag zuvor tätig war. Aber geht mal in euch hinein, ist es genauso ärgerlich, wenn dort nichts gefunden wurde. Oder ist die Sache dann nicht mehr so schlimm. Wir betreiben ein Hobby, müssen nicht davon leben und arbeiten auch nicht das ganze Jahr über an einer bestimmten Stelle, die meisten von Euch, würde ich jetzt behaupten geben eine Fundstelle nach mehreren Besuchen und intensiver Arbeit ohne entsprechende Funde sowieso auf.
Anders ist das aber bei den Berufsstrahlern, die durchaus ein Jahr oder einen Sommer irgendwo Aktiv sind ohne ein Ergebnis.
Auch anders sehe ich es in dem hier vorliegenden Fall, wo nur einer eine Genehmigung zum Suchen an einer Baustelle hatte und dann wissenschaftlich über Monate arbeitet und dann so etwas passiert. Wobei es da auch nicht klar ist ob es Sammler waren die dann das Teil geborgen haben.
Gruß loparit
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Glück Auf!
Ich denke es ist eine Frage der persönlichen Einstellung und wenn ich auf einer Halde wie Antonstal bin und Haufen finde sollte man sie liegen lassen!!!!!!!!!!!!
Mir würde es auch nicht gefallen wenn einer meine Sammelergebnisse so einfach mitnimmt!
Das ergibt sonst eine Kettenreaktion und man kann dann keinen mehr trauen.
Irgendwan trifft man den Sammler und da lässt sich bei einen guten Gespräch bestimmt was tauschen oder einfach mal schnorren.
Es fällt ja einen nicht schwer wenn man etwas doppelt hatt abzugeben.
Alles Gute oder Schlechte kommt immer Dreifach zurück, fast immer und das sollte einem zu denken geben.
Bergbaumaulwurf
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Irgendwie geht diese Diskussion vor lauter Ehrenhaftigkeit ins Leere.
Es ist selbstverständlich, daß man eine Kluft oder einen Schurf, in dem Werkzeug liegt respektiert und sich darin nicht vergreift. Es gehört wohl auch zu den Anstandregeln, daß man keine offensichtlich neben der Ausrüstung zurechtgelegten Funde hinter dem Rücken des Schürfers stielt.
Es ist allerdings nicht nachvollziehbar, daß ich einen angelegten Schurf, den ich am frühen Morgen antreffe und der somit als verlasssen anzusehen ist nicht weiter ausbeute. Woher soll man wissen, daß irgendwann mal jemand auftaucht, der behauptet, die Schürfrechte für diesen Claim zu besitzen. Die hat er nämlich nur, wenn er im Grundbuch eingetragen ist. Da spielt es keine Rolle, wie sehr er beim Schürfen geschwitzt hat.
Außerdem halte ich es auch für zur Sammlerehre gehörend, für nach mir kommende etwas zurück zu lassen. Von Berufsstrahlern mal abgesehen sollte jedem das genügen, was er im Rucksack wegschleppen kann. Ich suche nicht nach Depots anderer Sammler, wenn ich aber durch Zufall eines entdecken würde, hätte ich nur geringe Skrupel mir ein Stück davon mitzunehmen. Ein verlassenes Depot ist nichts anderes, als eine Bergwerkshalde. Der Eigentümer des betreffenden Gebietes hätte sogar das Recht, das Depot komplett auszuräumen.
Gruß
Uwe
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Hallo,
also mir ist so etwas noch nicht passiert und ich bin auch noch nie an eine Stelle gekommen, wo jemand Werkzeug oder sonstige hinweisende Dinge hinterlegt hatte.
Aber gehen wir die Sache mal sachlich an:
Wo gibt es ein solches Gesetz, eine solche Regelung hier bei uns in Deutschland ?
Ich selbst würde niemanden aus einem Loch das ich ausgegraben habe am nächsten Tag verjagen, genausowenig würde ich mich von jemandem verjagen lassen! Wobei wir in der Regel wenn wir irgendwo graben das Loch beim verlassen wieder zu machen. Und wenn die Grabung über zwei oder drei Tage geht, wir durchaus dann vor Ort bleiben. So dass eine solche Situation nicht entsteht.
Gruß loparit
Ich nehme an, das ist auf mein Erlebnis bezogen. Wenn Du zwei volle Tage graben musst, um überhaupt erst mal an die fündige Zone zu kommen, macht es wenig Sinn das Loch jeweils am Abend wieder zuzumachen. Weil dann kommst Du nie an die Schicht. Logisch oder ?
Auch war das ganze Werkzeug im Loch, bzw. hatten wir Schüppen und Hacken quer darübergelegt und auch noch große Steine drumherum, damit niemand versehentlich reinplumst. Wenn man dann am dritten Tag in aller Frühe ankommt um die Früchte harter Arbeit zu ernten und da sitzt ein Schmarotzer im Loch, dann soll das in Ordnung sein. Oder anders gefragt, wärest Du in unserem Loch gesessen, Du hättest es nicht freiwillig geräumt ??? Dann hättest Du es unfreiwillig geräumt, Ganz sicher !!
So ein Verhalten ist durch nichts zu entschuldigen und kann eigentlich nur durch maßlose Gier ausgelöst werden.
Ralf
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Wenn man dann am dritten Tag in aller Frühe ankommt um die Früchte harter Arbeit zu ernten und da sitzt ein Schmarotzer im Loch, dann soll das in Ordnung sein. Oder anders gefragt, wärest Du in unserem Loch gesessen, Du hättest es nicht freiwillig geräumt ??? Dann hättest Du es unfreiwillig geräumt, Ganz sicher !! So ein Verhalten ist durch nichts zu entschuldigen und kann eigentlich nur durch maßlose Gier ausgelöst werden.
hallo,
hoppla, lieber den ball flach halten.
auch wenn ich den frust verstehen kann, ist die hier vorgebrachte drohung (auf gewaltanwendung) völlig fehl am platze! :-[
rein rechtlich kannste, ralf, dagegen nichts machen, auch die "räumung" würde ich mir sehr gut überlegen. mancher zeitgenosse schiesst mit einem haufen klagen zurück, da haste keine chance vor gericht. soweit zur "ehre".
haldenschreck
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wobei ich da nicht so sicher wäre. mach das dann mal in österreich oder der schweiz. da haben die strahler an sich immer eine lizenz, die das aufsuchen und bergen von mineralen gestattet. ohne diese lizenz bewegt man sich in einer grauzone. wenn du dann dich allerdings an einer strahlerfundstelle vergreifst... die zahlen immerhin für die lizenz und auch anteilig angaben gemäß dem bergungswerk.
das strahlergesetz ist da z.b. in der schweiz (strahlerpatent) offiziell gültig. abgesehen davon ist das schon ziemlich alt und immer respektiert worden. wem das nicht paßt ist da fehl am platz. der andere hat die arbeit, man selber die beute. offensichtlich frische werkzeugspuren läßt man eben in ruhe. unabhängig davon ob der sammler nun zurückkommen wollte oder nicht. sind die spuren alt, keine markierung (die übrigens für 1 jahr lang gelten) da ---> FINGER WEG. da finde ich rauswerfen legitim. was wenn der wildwühler z.b. den schat untergräbt, instabil macht oder verschüttet wird? da sind die, die ihn angelegt haben meistens dran. glaubt ihr echt der verschüttete wird sagen mein fehler? der sagt dann sicher der schatanleger war schuld. oder falls dadurch schaden entsteht, wenn bei einem gemeldeten schurf gewühlt wird, na wer wird da wohl belangt?
das ungeschriebene gesetz hat da schon seinen sinn. muß das jetzt echt jemand sagen, der garantiert 10-20 jahre jünger ist und kaum selber sammeln kann (gesammelt hat) als die meisten, die sich gegen diese regelung aussprechen? kommt das nicht etwas peinlich?
oder liegt das daran, daß man hier in alpennähe wohl schlicht mehr respekt zeigt, was solche dinge angeht?
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Hallo,
Ich weiss zwar nicht, ob es in Deutschland ein Gesetz gibt, welches das "ausbeuten" einer belegten Fundstelle verbietet, aber wenn du der einzige warst, der eine Sammelgenehmigung hatte, dann kann man hier mindestens von "unbefugtem Betreten" sprechen. Und das ist eigentlich eine Straftat?
Gruß Daniel
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Ich würde mal sagen,
bevor wir uns hier noch ereifern, sage ich mal abschließend;
Dank an Euch allen für Eure Meinungen und Anregungen.
Sicher werde ich in Zukunft nicht mehr so naiv mit solchen Dingen umgehen.
Was heißt das ich "markierte" Funde nach wie vor liegen lassen, und selber die Funde verstecke, mitnehme oder gleich aufgebe.
Wenn ich wiederkomme und es ist noch da kann ich mich freuen.
Gruß, Kalle
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Hallo,
warum ist denn mancheiner hier direkt oben wieder? Es gibt einen Spruch: Getroffene Hunde Bellen!!!
Ich habe doch nur versucht, die Angelegenheit ganz sachlich anzugehen. Wenn ihr meinen Text ohne Vorurteile gelesen habt dann habt ihr das sicherlich auch erkannt.
Meines Wissens gibt es in Deutschland diese Regelung nicht. Also explizit dass eine Fundstelle nicht angetastet werden darf, wenn dort Werkzeug oder sonstige Hinweise sind.
Ob es solche Regelungen in der Schweiz und in Österreich gibt weiß ich nicht, aber ich habe durchaus davon gehört und hatte auch geschrieben, dass es dafür auch gerechtfertigte Gründe gibt.
Ich habe ebenfalls geschrieben, dass ich noch nie in einer solchen Situation war, also irgendwo einen Fundstelle angetroffen habe, die bereits offensichtlich belegt war.
Auch habe ich doch ganz klar geschrieben, dass wir wenn wir eine Grabung machen oder früher mal gemacht haben, die von vornherein mehr als 1 Tag dauert, meistens auch über Nacht an der Fundstelle bleiben.
Auch kann ich es durchaus verstehen, dass jemand wütend ist, wenn er dann am 3 Tag an die Fundstelle kommt und jemand anderes im Loch sitzt. Aber warum sollte dieser Sammler nun ein Schmarotzer sein. Nur weil ihr Euer Werkzeug habt liegen lassen ::)
Vielleicht waren eure Rucksäcke so voll dass ihr auf das Werkzeug verzichtet habt 8)
Das liegengelassene Werkzeug besagt nicht, dass man nun alles liegen lassen muß. Wenngleich ich persönlich das wohl tun würde, kann ich aber durchaus andere verstehen die das nicht tun.
Absolut nicht verstehen kann ich Leute die am nächsten Tag kommen und auf Ihr Recht pochen, dass man die Fundstelle räumen muss, wenn es sein muss auch noch unter Gewaltanwendung ??? ???
Da ich allerdings überwiegend Bergbaulich tätig bin, wird die Wahrscheinlichkeit sehr gering sein, dass ich Dich "Ralf" in einer solchen Situation antreffen werde. ;D
Wenn wir gerade beim Bergbau sind! Wenn wir einen alten Stollen ausfindig machen und über Wochen freigraben, heißt das dann dass da auch keiner rein darf um Mineralien zu suchen :D ::)
Da kann ich euch garantieren, dass es jede Menge Sammler gibt denen ist das absolut egal und die Räumen Fundstellen aus ohne -Rücksicht auf Verluste-. Und nun versucht mir mal zu erklären wo da ein Unterschied sein soll ???
Es grüß mit einem herzlichen GLÜCKAUF, ein amüsierter
LOPARIT
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http://www.svsmf.ch/index.php?id=50
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Hallo Herman.
Danke für den Link.
Diesen Kodex würde ich jederzeit unterschreiben.
Kalle
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@Loparit
Es erstaunt mich ehrlich, das gerade Du scheinbar keinen Wert auf die Sammlerehre legst, bzw. Verstöße dagegen gutheißt.
Die Sammlerehre gilt übrigens nicht nur für das Ausbeuten belegter Fundstellen, sondern auch in puncto Raubbau. Auch dagegen gibt es keine juristische Grundlage, also ist das nach Deiner Argumentation auch ok. Na Danke.
Aber die Gier siegt halt oft über den Charakter.
PS. Das Ausgraben von alten Stollen ist m.W. in D illegal. Aber selbst wenn eine Genehmigung vorliegt ist es bodenloser Leichtsinn einen alten Stollen offen zu lassen. Alleine die Gefahr, dass kinder da reingehen, sollte so ein Vorgehen verbieten. Ungeachtet dessen besteht da schon ein himmelweiter Unterschied, ob ich eine Fundstelle erschließe, also zugänglich mache, oder ob die Grabung die Fundstelle selbst ist.
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auch beim sammeln gibt es an sich regeln, die einem der gesunde menschenverstand vorgibt und die an sich daher keiner regelungen bedrüfen sollten. dazu zählt halt sichtbar genutzte fundstellen zunächst in ruhe zu lassen, nicht in fremde löcher zu hüpfen, in stollen oder brüchen wild herumzuwühlen.
daß viele sich halt nicht so verhalten sieht man ja eben an den strahlerpatenten in der schweiz, welche auch für sicherheit sorgen sollen. hier ist deutschland natürlich mal auch wieder hintendran. bei uns ist doch jedem alles irgendwie egal. fremdes loch? egal, nun bin ich drinnen. sammelverbot? wen schert das schon. in jeder ecke, in jedem bereich geht es doch nur noch um vorteil und beschiß. der, der nicht dem folgt ist der dumme. man schaue nur mal kurz in die nachrichten und sehe die ganze mogelei. sollte zumindestens bei sammlern nicht so sein, zumal bekannte größen sich schon daran hielten.
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@Ralf
also, zeige mir mal wo ich geschrieben habe:
- dass ich scheinbar keinen Wert auf Sammlerehre lege ??? Du kennst mich nicht persönlich, sonst würdest du so etwas hier sowieso nicht schreiben :'(
- dass ich Verstöße gegen die Sammlerehre gut heiße ???
- wo schreibe ich, dass es ok ist, wenn es keine juristische Grundlage gibt ???
Dass du aus meinen Antworten "Gier" resultierst ??? Da sage ich besser nichts dazu :P und zeige nur was du geschrieben hast, denn das sagt alles:
>>>....Du hättest es nicht freiwillig geräumt Dann hättest Du es unfreiwillig geräumt, Ganz sicher !!...<<<
Du sprichst das Ausbeuten und den Raubbau von Fundstellen an. Das ist etwas das ich bisher nicht praktiziert habe.
Aber erkläre mir mal warum Du Kistenweise Achate von einer Fundstelle einpackst ???
Bitte nicht wieder falsch verstehen! von mir aus kannst du Dein ganzes Auto voll Achate mitnehmen interessiert mich nicht, aber sprich dann nicht über Themen wie Gier, Raubbau und Ausbeuten!
Zeige mir mal wo ich geschrieben habe, dass wir geöffnete Stolleneingänge offen lassen ???
Also du mußt schon lesen was ich schreibe!
Außerdem ist es in Deutschland nicht verboten in offene Stollen hineinzugehen. Da musst Du mir mal zeigen wo das steht!
Und ob es ein himmelweiter Unterschied ist ob ich eine Fundstelle erschließe, oder ob die Grabung die Fundstelle selbst ist, ist eigentlich nur Ansichtssache!
Denn ob ein Tier oder eine Person sich in einem Stollen die Beine bricht oder in einem offen gelassenen Loch einer Grabung, ist letztlich egal.
Es sollte einfach nicht passieren. Wir verschließen unsere Eingänge immer wieder, woraus resultiert, dass sich da niemand ein Bein bricht!
Deine beiden Aussagen "Aber die Gier siegt halt oft über den Charakter" und "....Du hättest es nicht freiwillig geräumt Dann hättest Du es unfreiwillig geräumt, Ganz sicher !!..." spricht ganz sicherlich nicht für Dich!
Gruß loparit
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Hallo Ralf,
lies bitte noch einmal den Text vom loparit. Deine Auslegung kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Zum Thema: ich hatte in 30 Jahren erst zwei Erlebnisse dieser Art. Ein mal beim Sammeln von Fossilien an einer altbekannten Stelle. Da kam einer und meinte, ob ich da sammeln dürfe "wäre eine Sache der körperlichen Überlegenheit". Als ich aufstand, mit Brechstange in der Hand, ist er gegangen. Komisch....ich wollte doch nur freundlich Guten Tag sagen.
Der zweite Fall war an der bekannten Fundstelle Vizille. Da hatten Sammler eine Schnur vor eine gute Kluft gespannt mit einem 3-sprachigen Zettel. "Bitte halten Sie die international anerkannten Regeln des Mineralien-sammelns ein!" Wir haben uns daran gehalten, klar!
Also wenn ich Werkzeug(!) in einem Loch zurücklasse und jemand nimmt es weg und räumt aus, dann werde ich mich an mein erstes Erlebnis erinnern. Nur....ich gehe dann nicht!!!
Ohne Werkzeug oder Zettel kann er weitermachen.
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Ich habe diesen Beitrag grade editiert, weil mich die Beiträge von Wilhelm und Crystal Miner doch wieder etwas auf den Boden zurückgebracht haben.
Bei solchen Themen geht mir halt schnell der Hut hoch, auch und vor allem durch leidige Eigenerfahrungen.
@ Loparit
Ich entschuldige mich für eventuelle ungerechtfertigte Vorwürfe und persönliche Angriffe.
Abschließend sei allgemein gesagt, dass wir mit unserem Hobby wesentlich weniger Probleme hätten und viele Fundstellen noch zugänglich wären, wenn sich alle an die geschriebenen und ungeschriebenen Regeln halten würde.
Ralf
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Hallo Ralf,
lies bitte noch einmal den Text vom loparit. Deine Auslegung kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Zum Thema: ich hatte in 30 Jahren erst zwei Erlebnisse dieser Art. Ein mal beim Sammeln von Fossilien an einer altbekannten Stelle. Da kam einer und meinte, ob ich da sammeln dürfe "wäre eine Sache der körperlichen Überlegenheit". Als ich aufstand, mit Brechstange in der Hand, ist er gegangen. Komisch....ich wollte doch nur freundlich Guten Tag sagen.
Der zweite Fall war an der bekannten Fundstelle Vizille. Da hatten Sammler eine Schnur vor eine gute Kluft gespannt mit einem 3-sprachigen Zettel. "Bitte halten Sie die international anerkannten Regeln des Mineralien-sammelns ein!" Wir haben uns daran gehalten, klar!
Also wenn ich Werkzeug(!) in einem Loch zurücklasse und jemand nimmt es weg und räumt aus, dann werde ich mich an mein erstes Erlebnis erinnern. Nur....ich gehe dann nicht!!!
Ohne Werkzeug oder Zettel kann er weitermachen.
Dein Beitrag kam, während ich meinen schrieb, drum nochmal eine kurze Stellungnahme dazu.
Das ist doch genau was ich sage. An einer belegten Kluft oder Grabung hat niemand was verloren. Belegt heißt mit Werkzeug und/oder Zettel deutlich gemacht, das hier gearbeitet wird. Ist die Stelle nicht belegt ( wie in meinem zweiten Beispiel ) ist sie auch nicht geschützt und jeder der danach kommt kann mit Fug und Recht dort sammeln. Das wir den Sammler aus meinem zweiten Beispiel dennoch an der weiteren Ausbeute beteiligt haben, gebietet der Anstand. Immerhin konnte er ja belegen,dass er zuvor dort gearbeitet hat.
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Hallo Ralf und Edgar,
ich kann mich des Eindruckes nicht erwähren das ihr beide klar an einander vorbei redet.Ihr meint das gleiche nur habt ihr unterschiedliche Sichtweisen.In einer Kneipe beim Bier und einen netten direkten Gespräch währe dieses Mißverständnis sehr wohl nicht aufgetreten.
Nun zur Ehre noch ein Kommemtar von mir.Früher war es auch in Deutschland üblich den "Codex",der ungeschrieben war,einzuhalten.Die älteren Semester wissen was ich meine.Es gab also Werte.Diese gelden heute aber halt nicht mehr und das Problem sind primär nicht wir Sammler sondern unsere Representanten.Deutschland befindet sich im Wertewandel,in meinen Augen zum negativen,dasist aber meine Meinung.Das aber natürlich bis in alle Lebensbereiche ausstrahlt.Wie kann man es von den Bürgern verlangen sich Erhenhaft zu Verhalten,wenn es seine Representanten nicht nötig haben.........Wie schon gesagt jetzt würde es Politisch bzw. Gesellschaftskritisch werden.
Gruß Ingo
PS.:Hey Wilhelm,der Motor von unseren Auto hat versagt,so schnell klappt das wohl mit einer Tour nicht.Dieses Jahr haben wir nur Pech. :-[
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Ich habe diesen Beitrag grade editiert, weil mich die Beiträge von Wilhelm und Crystal Miner doch wieder etwas auf den Boden zurückgebracht haben.
Bei solchen Themen geht mir halt schnell der Hut hoch, auch und vor allem durch leidige Eigenerfahrungen.
@ Loparit
Ich entschuldige mich für eventuelle ungerechtfertigte Vorwürfe und persönliche Angriffe.
Abschließend sei allgemein gesagt, dass wir mit unserem Hobby wesentlich weniger Probleme hätten und viele Fundstellen noch zugänglich wären, wenn sich alle an die geschriebenen und ungeschriebenen Regeln halten würde.
Ralf
Warum das jettzt nach dem editieren doppelt erscheint, weiß ich auch nicht.
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@Ralf
+++++editiert++++++
Damit auch der Punkt Bergbau zum Abschluß gebracht wird:
Es ist nicht erlaubt, alle Bergbaue, Stollen etc. zu öffnen. Das ist ganz einfach Hausfriedensbruch und hat nichts mit dem Bergamt zu tun. Unter Bergamtlicher Aufsicht stehen solche stillgelegten Bergbaue im allgemeinen nicht mehr. Viel mehr ist der Besitzer des Grundstückes auf dem das Stollenmundloch liegt dafür verantwortlich, dass dieses nicht allgemein zugänglich ist.
Wir haben bisher wenige verschüttete nicht offiziell verschlossene Stollen, zum Teil mit Genehmigung aufgegraben und dort gearbeitet. Weniger wegen Mineralien sondern mehr wegen den Bergbaulichen Aspekten.
Wenn wir zum Mineraliensammeln unterwegs waren, ich war aus zeitlichen Gründen bestimmt schon über 10 Jahre nicht mehr tätig, waren wir nur in nicht verschlossenen Stollen. Und das geschieht dann auf eigene Gefahr und ist auch nicht verboten, soweit dort nicht ausdrücklich darauf hingewiesen wird.
Sorry, wenn ich schreibe ein Stollen ist offen, heißt das für Bergbaukundige dass es die Möglichkeit gibt hineinzukommen wenn man weiß wo und wie. Wenn deine Haustür nicht abgeschlossen ist, ist der Zugang zum Haus zu aber eben doch offen. ;D
So und nun wollen wir das Thema beenden.
Gruß Edgar Müller -loparit-
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@Ralf
Hallo, ich hatte den Text gerade geschrieben, aber wir können gerne mal bei einem Bier gemeinsam darüber reden. Dann trinke ich mal ein Bier, trinke normalerweise kein Alkohol.
Den Text zum Thema Bergbau habe ich gelassen, ist eventuell für den einen oder anderen von Interesse.
Gruß Edgar
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@Ralf
Hallo, ich hatte den Text gerade geschrieben, aber wir können gerne mal bei einem Bier gemeinsam darüber reden. Dann trinke ich mal ein Bier, trinke normalerweise kein Alkohol.
Den Text zum Thema Bergbau habe ich gelassen, ist eventuell für den einen oder anderen von Interesse.
Gruß Edgar
Kaffee geht auch. Machen wir.
Gruß
Ralf
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Jungs,das nennt man glaub ich Courage,was sich hier vollzogen hat.Hut ab.Courage ist etwas was es auch leider immer weniger gibt,deshalb find ich das so gut.
Guß Ingo
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@the-crystalminer, das finde ich auch.
Zur Sammlerehre gehört auch,das man sich Entschuldigen kann. :D
Davon bin ich immer Begeistert. :)
Gruß
Donat
Und als kleiner Scherz dazu:"Hoffentlich finden wir immer nur so viel,wie wir mit einmal nach Hause tragen können! ;D
Gruß
Donat
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noch mal zu der "vorbildfunktion" der "oberen":
was interessieren mich bitte die oberen 10.000? die sind nicht viel anders als der rest. unter denen gibt es auch nicht so viele, die vorbild sein können. rang, status und geld sollten nicht die kriterien sein.
vorbild? naja, eher allgemeines verhalten. "vorbild war xy" sehe ich nur als ausrede, sein schlechtes benehmen zu rechtfertigen oder seine ignoranz zu verbergen. kenne viele, die nie irgendwelchen vorbildern nacheiferten.
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Häh? ???
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soll heißen: nur weil die oberen schichten sich schlecht benehmen ist das keine rechtfertigung oder ausrede für niedere schichten. egal ob politiker, millionär, normaler berufstätiger usw.
generell sollte man sich einfach an gewisse anstandsregeln halten.
besser so?
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He,ich hatte das schon verstanden. Meinte nur wo steht hier irgendwo etwas von einer Vorbildfunktion? ???
Aber Du hast schon Recht.Man sollte sich an gewisse Anstandsregeln halten.Und das kann eigentlich jeder!Und ist auch gar nicht schwer.
Aber in der heutigen Welt ist es manchmal ganz gesund wenn man nicht immer klein beigibt.Denn ich denke schon,wenn man irgendwo ein Haufen Arbeit reingesteckt hat und ein anderer das ausnutzen will,dem doch ruhig irgend wie zeigen sollte das man das nicht billigt.Man muss das nicht mit Gewalt machen,aber vielleicht genügt ja schon ein herrisches Auftreten,oder die passenden Worte.
Überhaupt möchte ich den Sammler sehen,der seine selbst gegrabene Fundstelle vielleicht mit den Worten aufgibt:"Schade für mich das Du in mein Loch bist,aber ich wünsch Dir schöne Funde.Bis dann Tschüß" ;D
Gruß
Donat
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Man muss das nicht mit Gewalt machen,aber vielleicht genügt ja schon ein herrisches Auftreten,oder die passenden Worte.
hallo,
und hast - schneller als du dich umsiehst - ein strafverfahren wegen nötigung am hals ...
haldenschreck
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Das Strafverfahren hat man aber nur am Hals, wenn man vorher die Visitenkarten austauscht.
Uwe
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Das Strafverfahren hat man aber nur am Hals, wenn man vorher die Visitenkarten austauscht.
hallo,
denkste, mineralien- und fossilienfundstellen sind rechtsfreie räume, an denen man die sau rauslassen und sich über grundregeln der gesellschaft hinwegsetzen kann? weit gefehlt ...
dazu braucht man keine visitenkarten!
haldenschreck
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Zitat von Haldenschreck
denkste, mineralien- und fossilienfundstellen sind rechtsfreie räume, an denen man die sau rauslassen und sich über grundregeln der gesellschaft hinwegsetzen kann? weit gefehlt ...
jetzt mal ganz ehrlich, wer spricht den davon? Und ich denke damit sollten wir das Thema lassen!
Gruß
Donat
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jetzt mal ganz ehrlich, wer spricht den davon?
hallo,
du selbst - zwischen den zeilen !
haldenschreck
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@Donat,
... Überhaupt möchte ich den Sammler sehen,der seine selbst gegrabene Fundstelle vielleicht mit den Worten aufgibt:"Schade für mich das Du in mein Loch bist,aber ich wünsch Dir schöne Funde.Bis dann Tschüß" ;D
also bei mir könntest Du das erleben. Ich sammle Mineralien, aber eines habe ich immer bisher eingehalten. Nämlich das mir kein Stein so wichtig ist, dass ich deshalb mit anderen Sammlern oder Sammlerkollegen streiten würde. Das wird zwar oft ausgenutzt und man zieht den kürzeren, aber das ist für mich nicht richtig ein Problem.
Hier mal ein Beispiel: Ich war mal mit einer Gruppe Sammler in Ramsbeck ist schon gut 20 Jahre her. Wir waren gezielt an einer Stelle wo man Ramsbeckite gefunden hat. Nun war es so, dass ein Sammlerkollege und ich (beide aus dem Saarland) überhaupt noch keine Ramsbeckite in der Sammlung hatten. An der Fundstelle selbst konnte immer nur einer arbeiten. So haben wir mit 6 Personen abwechselnd gearbeitet und ein kleines Lager mit geborgenen Stücke angelegt. Die Sammlerkollegen, die uns mitgenommen haben hatten alle von vor rausgegangenen Exkursionen schon viele tolle Ramsbeckite. Als es darum ging die Stücke aufzuteilen, es waren wirklich tolle Stüfchen dabei, gab es aufeinmal Streit unter den anderen. Wir haben uns zurückgezogen und gesagt dass wir nichts wollen, sie sollen sich die Stücke teilen. Und solange die sich weiterstritten und aufteilten haben wir noch etwas gearbeitet und hatten auch jeder mein Kollege und ich einige Stücke mit Ramsbeckit. Was ich damit sagen will, ist dass mir die Mineralien nicht so wichtig sind wie Freunde, Sammlerkollegen oder auch andere Personen.
Denn meine Erfahrung hat gezeigt, dass ich früher oder später das bekommen habe was ich gesucht oder haben wollte. Und dies ohne mich mit anderen Personen anzulegen.
So nun ist das Thema aber wirklich für mich beendet.
Wünsche euch noch einen schönen Sonntag
Loparit
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@loparit.so hätte ich`s bestimmt auch gemacht.
@Haldenschreck Und den Rest hier :P Ich weiß wohl das ich keine Tastatur habe die zwischen den Zeilen schreiben kann ;D
Gruß und Ende mit der Kleinkrämerei auch für mich
Donat
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Hallo,
vielleicht mal das Gegenteil:
So geschehen als in einem Steinbruch im Sauerland schöne Baryte anstanden.
Drei Leute trafen sich, einer hatte schon Kupferkiese gefunden, einer hatte die Barytader schon gut freigelegt und ich kam wieder mal zu spät.
Also schwer ins Zeug gelegt und nach einiger Zeit verschwand ein Großteil meiner Brechstange in einer sandgefüllten Kluft. Die Temperaturen stiegen und zwei haben malocht - mehr Platz war nicht.
Die Funde wurden am Ende auf Sand ausgelegt und reihum durfte sich jeder der Drei ein Stück nehmen. Das -für mich- schönste war, das mir meine Bitte um den großen Kristall gewährt wurde. Kein Neid, kein Hauen, kein Stechen. Das Stück steht in meiner Sammlung und hat einen Ehrenplatz.
Das Loch übrigens wurde mit einigen Tipps dem nächsten interessierten Sammler, dem Dialekt nach aus Süddeutschland, überlassen.
Oder: Mein Vater ging mit mir als Jugendlicher durch einen Kalksteinbruch in Rheine - wir beide keine Ahnung und nur Zufallsfunde. Kommt ein anderer Sammler und zeigt und die Reste eines grossen Ammonits und die wohl ergiebstige Stelle für kleine Ammoniten (5-8cm) und Seeigel
in dem Bruch.
Was ich sagen will: Jeder kennt eine Geschichte wie es nicht sein sollte, meistens werden genau diese auch erzählt. Aber die schönen Stunden sind auch da!
MfG
Frank
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Ganz klarer Fall. Ich würde die Stufe und den Meißel mitnehmen. ;D
Dazu würde ich noch eine schriftliche Nachricht hinterlassen:
" Vielen Dank Blödmann!
Das Mineral fehlte mir noch in der Sammlung. Gefällt mir sehr gut, obwohl Du es ruhig vorher noch mal hättest reinigen können.
Auch den Meißel nehme ich mal mit, laß Dir dafür meinen abgebrochenen Meißel da.
Die Zeitung kannste behalten. Was soll ich damit? Die ist ja von vorgestern.
Beim nächsten mal bitte daran denken hier für eine aktuelle Zeitung zu benutzen.
Schöne Grüße
Dein ehrloser Sammlerkolege"
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Naja, was ich mal vor vielen Jahren erlebt hatte, war dann schon recht schön: Auf der Halde der Neue Hoffnung/Landeskrone in Wilnsdorf klopfte ich einen Quarzbrocken auf. Da um mich einige Kinder aus dem nahegelegenen Heim herumwuselten, war ich etwas abgelenkt und der Geohammer landete auf dem Zeigefinger. Die Sammler um mich herum sahen, dass der Tag für mich gelaufen war. Einige von ihnen legten mir was in den Korb, damit ich wenigstens etwas Erfolg mit heim nehmen konnte. Vielleicht war einer von euch ja damals dabei: Sommer 1988.
Der Finger wurde wieder, und ein paar schöne Galenite waren auch drin.
Gruß Kilo
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Das war der "Osterhase"!!! ;D ;D ;D
Gruß; war aber wirklich nett, :) ;) !
Donat