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Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: berthold am 17 Mar 08, 21:05
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Hallo,
ich suche Info's über die sog. Gonderbacher Platten, also Galenit in dieser Form. Besonders interessiert mich Kristalltracht, Habitus, Paragenese und Bildungsbedingungen (Temperatur, Lösungsgenossen, ...). (Wissenschaftliche) Literatur dazu wäre auch nicht schlecht.
Gruß und vielen Dank vorweg
Berthold
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Hallo Berthold,
http://web.uni-marburg.de/zv/news/archiv/muj22/UJkomplett.pdf (http://web.uni-marburg.de/zv/news/archiv/muj22/UJkomplett.pdf) edit Mod.: Link gebrochen
in dem verlinkten Dokument auf Seite 47 ist ein Bild und eine vielleicht interessante Adresse. Der hat das Stück selbst gefunden, sollte also auch mehr darüber wissen.
Glück Auf
Uwe
edit: Paar Hinweise auf Literatur im Forum der GAG: http://forum.untertage.com/viewtopic.php?f=1&t=3131 (http://forum.untertage.com/viewtopic.php?f=1&t=3131)
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Hallo Berthold,
hätte hir noch
http://www.grube-gonderbach.de/plaintext/geologie/mineralien/index.php edit Mod.: Link gebrochen
aber besonders viel steht da auch nicht ansonsten nur noch die Adresse von minuwe.
Glück Auf
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Hallo,
Gonderbacher Platten sind letztlich stark verzerrte Oktaeder. Dabei werden zwei parallele Flächen zu den Tafelflächen.
Entstehung: hydrothermal in Erzgängen.
Kann zur Paragenese jetzt nur was zu meinem Fund von der Grube Clara beitragen. Da war Quarz dabei und wenig Gersdorffit. Wenn mir eines gelingt, kommt vielleicht heute Abend noch ein Foto davon.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo,
vielen herzlichen Dank für die Hinweise.
Zu dem Thema habe ich im Aufschluss (2000, S.211) gelesen, dass "Gonderbacher Platten" eine Zwillingsform von Bleiglanz wären. Andere, ältere Literatur spricht von verzerrten Kristallen mit {111} Vormacht.
Verzerrt oder/und verzwillingt, das ist die Frage. Weiterhin, ob diese sonderbare Form durch Kristallisation oder Auflösungerscheinungen entstanden ist.
Gruß
Berthold
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weitere threads zu diesem Thema:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,48433.0.html
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,13696.0.html
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,17871.0.html
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Glück auf,
Zu dem Thema habe ich im Aufschluss (2000, S.211) gelesen, dass "Gonderbacher Platten" eine Zwillingsform von Bleiglanz wären. Andere, ältere Literatur spricht von verzerrten Kristallen mit {111} Vormacht.
Verzerrt oder/und verzwillingt, das ist die Frage. Weiterhin, ob diese sonderbare Form durch Kristallisation oder Auflösungerscheinungen entstanden ist.
Letzteres ist mW sicherlich nicht maßgeblich. Es handelt sich um Kristallzwillinge mit Zwillingsebene (111), deren Habitus erheblich durch plattige Verzerrung, hier Dominanz von (111) und (-1-1-1) bestimmt wird.
Man beobachtet schon bei Galeniten hier und da rundliche, "geflossene" oder kavernöse Formen, auch bei diesen Zwillingen. Diese Erscheinungen können die Form etwas nachgestalten, genetisch maßgeblich ist das aber nicht. Sie sind auch nicht zwingend auf Auflösung zurückzuführen.
Was nun reproduzierbar abgesichertes Wissen über Kristallkeimsituationen, Chemie des Mediums, Druck. Temperatur und evtl deren Verläufe angeht, habe ich leider keine Kenntniss diesbezüglicher Arbeiten.
Spaß: Gonderbacher Platten aus dem Autoklaven wären auch mal spannend... :.(
Viele Grüße Uwe