Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Reinigung (Präparieren, Konservierung) / Cleaning (Prepare, Conservation) => Thema gestartet von: Haldenschreck am 07 Apr 08, 18:03
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hallo,
einige meiner geschiebe-findlinge im garten fangen an, partiell zu rosten :-[. Das sieht nicht schön aus, deshalb müssen die rostfahnen weg. Während einer internet-recherche stieß ich auf folgende möglichkeiten der rostentferung auf säurefesten natursteinen- im wohn-und gartenbereich:
- zitronensäure 1:5
- "steinsäure" (= 2 T phosphorsäure, 1 T salzsäure und 1 T wasser); einwirkzeit: 15 - 20 min. nur auf säurefesten steinen anwenden
- rostentferner der fa. akemi
- rostentfernener „BeroN“ der fa. lithofin
holla, warum nicht auch zur fe-oxid-entfernung auf mineralstufen verwenden??
ich habe mit keiner der vorgestellten möglichkeiten erfahrung. früher nahm ich mal kleesalz, brachte auch nicht so viel; der limonitdreck auf meinen alpinen quarzen wollte nicht weg.
frage an die forums-runde:
hat einer konkrete erfahrungen beim einsatz der vier o.g. mittelchen bei der entfernung von limonit (u.ä.) von mineralstufen – die entfernung auf natursteinbelägen im wohnbereich soll hier nicht zur diskussion stehen.
vielen dank.
es grüsst haldenschreck
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Hallo,
ich habe mal Pyromorphit und Fluorit mit Phosphorsäure gut "aufbessern" können. Sehr starke Beläge gehen aber nicht gut ab. Bei einem Pyro sah die Stufe anschließend wesentlich schlechter aus wie vorher. Naja, war vorher nichts dolles... Wurde dann ein "Wegwerffit" .Ich tendiere dazu nur leichte Beläge zu entfernen, aber das auch nur im Ausnahmefall wenn ich mit dem Aussehen nicht nicht "glücklich" war. Die 75 % ige Phosphorsäure habe ich Kostengünstig bei Ebay im kaufen können. Meine beste Erfahrung war 4 Teile Wasser plus 1 Teil Säure.
Gruß Peter
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Ich habe ganz gute Erfahrungen mit Oxalsäure (als Pulver in der Apotheke erhältlich) gemacht, bin mir aber nicht sicher, ob die nicht mit dem zitierten Kleesalz identisch ist.
Gruß Ronny
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hallo,
nachtrag: ein ortsansässiger fliesenleger versicherte, dass die inhaltsstoffe des rostentferners "lithofin bero" identisch sind mit denen handelsüblicher zementschleierentferner (auch aus dem baumarkt). wäre mal ein versuch wert.
haldenschreck
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Ich habe ganz gute Erfahrungen mit Oxalsäure (als Pulver in der Apotheke erhältlich) gemacht, bin mir aber nicht sicher, ob die nicht mit dem zitierten Kleesalz identisch ist.
Gruß Ronny
Kleesalz ist meines Wissens das Kalium-Salz der Oxalsäure. Vielleicht wiess Andreas mehr ;-)
Mfg
Frank
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Hallo,
Kleesalz ist, wie Frank schon richtig gesagt hat, das Kaliumsalz der Oxalsäure. Da kann man auch nicht wirklich erwarten, dass sich etwas tut. Mit Oxalsäure habe ich persönlich bisher ganz gute Erfahrungen gemacht.
Phosphorsäure bildet mit Eisenverbindungen farblose und lösliche Komplexe. Bei richtig hartnäckigen "Rostbelägen" wird man vermutlich aber auch nicht besonders glücklich.
Gruß,
Andreas
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hallo,
nachtrag 2: der tipp mit dem zementschleierentferner war ein flop. gemäß datenblatt auch zur rostentfernung einzusetzen, aber im praxistest: :( :( :( :(
haldenschreck
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Servus,
dieses Thema hatten wi ja nun schon des oefteren, deswegen gibt es jetzt nur eine Kurzantwort ;)
Du kannst entweder:
(1) mit verduennter Salzsaeure (ca. 20 - 25 %) (bei sehr dicken Belaegen)
(2) mit warmer Oxalsaeure (bei dicken Krusten)
(3) oder mit gepufferter Dithionit-Lsg.
arbeiten.
Schau Dir doch einmal die einschlaegigen Beitraege und VORSICHTSMASSNAHMEN hier im Forum an - sollten Dir diese nicht weiterhelfen, stehe ich gerne mit Rat (und Tat) zur Verfuegung ;D
Noch ein abschliessender Hinweis: alle og. Reinigungsoperationen funktionieren mehr oder weniger gut, setzen ein Mindestmass an Sachkenntnis, sowie einen geeigneten Arbeitsplatz, Schutzausruestung und natuerlich auch ein wenig Experimentiergeschick voraus.
Im Lapis-Verlag ist seit kurzem zu diesem Thema ein Buch erschienen http://www.lapis.de/shop/products/de/Mineralogie/Sammeln-suchen-reinigen/Duthaler-R-Weiss-St-Mineralien-reinigen-und-aufbewahren.html - vielleicht eine interessante Anschaffung.
GA
Harald
P.S.: Die Information bez. der Zusammensetzung des "Zementschleierentferners" war sicher nicht korrekt und kann daher nicht funktionieren
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Servus, dieses Thema hatten wi ja nun schon des oefteren, deswegen gibt es jetzt nur eine Kurzantwort
hallo axinit,
das thema wurde so nicht besprochen.
mir geht es alleine um die verwendung "nicht-bekannter" mittel zur rostentfernung. ich kann mich nicht erinnern, dass hier z.b. die beiden industrieprodukte von lithofin und akemi besprochen wurden. ich schrieb ja auch: ...hat einer konkrete erfahrungen beim einsatz der vier o.g. mittelchen. bitte hart bei der frage bleiben. danke trotzdem für dein e hinweise!
haldenschreck
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Servus Haldenschreck,
Stell’ Dir vor, ich habe tatsaechlich konkrete, praktische Erfahrung beim Einsatz zumindest der beiden ersten “Mittelchen” sowie auch bei der Verwendung (fast) aller Methoden der chemischen “Rostentfernung” von Mineralen ;)
Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Methoden um Rost von Mineralen zu entfernen, diese sind auch nicht alle fuer jedes beliebige Mineral geeignet. Alle diese Methoden sind in verschiedenen Variationen schon seit Jahrzehnten bekannt und in der einschlaegigen Literatur beschrieben.
Die Chemie, die dahinter steckt, ist meist recht einfach, was allerdings nicht heisst, dass man auf einfache und schnelle Weise ein aesthetisch befriedigendes Ergebnis, d.h. eine gereinigte Mineralstufe, erhaelt.
Industrielle Rostentferner (Salz-, Phosphor- und Schwefelsaeure bzw. deren Gemische) sind im Hinblick auf bestimmte Prozessanforderungen optimiert, Rostentferner zur Anwendung im Natursteinbereich enthalten meist verduennte Salz- und/oder Phosphorsaeure oder aber Amidosulfonsaeure. Zementschleierentferner enthalten meist auch verduennte Amidosulfon- oder Salzsaeure.
Deine Initiative, "nicht-bekannte" mittel zur rostentfernung auszuprobieren ist sicher loeblich, vielleicht ueberrascht Du uns alle demnaechst mit einem neuen Allzweck-Mittel ;D
Uebrigens, zu deiner Information - die Konkurrenz schlaeft auch nicht. Es gibt da den Herrn Daniel GOL (ist sicher auch wieder In St.Marie-aux-Mines), der hat auch ein neues Mittel "CRISTOCLINE" zur Rostentfernung bzw. zur allgemeinen Reinigung von Mineralen "erfunden" und vetreibt dieses Produkt auch ;D http://danielgol.free.fr/produits.htm.
Also lass' hoeren, wenn es soweit ist - wir warten alle gespannt ;)
Froehliches Experimentieren wuenscht
Harald
(Dipl.-Chem., Dr. etc)
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Hallo
dann lasst nen alten Mann auch mal zu Wort kommen ;)
Packt das Steinchen in Salzsäure und legt ein Stück Zinkblech dazu. Ihr werdet euch wundern.
Gruß
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Servus Wilhelm,
das ist ja mal eine originelle Methode ! Ich kannte Aehnliches bisher nur zur Reinigung von Metalloberflaechen (z. B. Silber).
GA
Harald
P.S.: wie bzw. wo kommt man preiswert bzw. umsonst an Zinkblech (oder meinst Du verzinktes Blech) ?
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Hallo,
ist schon korrekt, das Fe(ii) ist besser löslich als das Fe(iii). Allerdings sollte sich das Zn schneller lösen als das Eisen. Oder meinst du nach einiger Zeit das Zn reinwerfen?
MfG
Frank
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P.S.: wie bzw. wo kommt man preiswert bzw. umsonst an Zinkblech (oder meinst Du verzinktes Blech) ?
... i.d.r. bei jedem dachdecker/sprengler....
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Hallo,
Mal als kleiner Einwurf: schon mal Cola probiert ;D
Das ging mal durch einige "höchst wissenschaftliche" Fernsehsendungen ;D ::)
Gruß Daniel
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Hallo,
ist meines Wissens nur die Phosphorsäure...
MfG
Frank
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Schoen,
lasst uns noch ein bisschen auf diesem Niveau weiterdiskutieren - wir werden bestimmt irgendwann den kleinsten, gemeinsamen Nenner finden ::)
GA
Harald
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Uebrigens, zu deiner Information - die Konkurrenz schlaeft auch nicht. Es gibt da den Herrn Daniel GOL (ist sicher auch wieder In St.Marie-aux-Mines), der hat auch ein neues Mittel "CRISTOCLINE" zur Rostentfernung bzw. zur allgemeinen Reinigung von Mineralen "erfunden" und vetreibt dieses Produkt auch ;D
hallo,
ziemlich dreist, für 1 ltr. 50%ige orthophoshorsäure 17 euronen zu verlangen. da konzentriere ich doch lieber meine braune brause auf ...
wenn dir das niveau zu gering ist, dann diskutiere/kommentiere nicht mit.
haldenschreck
(Prof.Dr.med.Dr.-Ing. hc Mag. usw.) 8)
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wenn dir das niveau zu gering ist, dann diskutiere/kommentiere nicht mit.
haldenschreck
(Prof.Dr.med.Dr.-Ing. hc Mag. usw.) 8)
Du fällst mir in letzter Zeit in verschiedenen Diskussionen durch eine eher unfreundliche bzw. unpassende Sprachwahl auf. Wenn also irgendjemand hier den Ball flach halten sollte, dann bist du das...
Günter
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Du fällst mir in letzter Zeit in verschiedenen Diskussionen durch eine eher unfreundliche bzw. unpassende Sprachwahl auf. Wenn also irgendjemand hier den Ball flach halten sollte, dann bist du das...
ich darf freundlich darin erinnern, dass der thread von mir begonnen wurde und ich klärungsbedarf habe.
wenn jemand meint, er müsse durch versteckten spott und speziellen anmerkungen meine frage ins lächerlicherliche ziehen, der muss dann flugs damit rechnen, dass von mir - auf direkte weise - "zurückgespottet" wird. dieses recht nehme ich mir (und lasse es auch mir auch durch dritte nicht nehmen). insofern halte ich ihren einwand für unbegründet.
haldenschreck
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Hallo Haldenschreck,der Einwand von guefz hat seine Berechtigung, es gab in der letzten Zeit einige Beispiele die das belegen.
Beste Sammlergrüße
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::) Also manchmal habe ich anhand der gemeldeten Beiträge das Gefühl das wir die Rubrik "Kindergarten" wieder einführen sollten.
Gruss Joachim :D :D :D
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Hallo zusammen.
Eigentlich ein guter Thread, - sieht man einmal von den scheinbar unabdingbar notwendigen???? und üblichen Zankäpfelchen ab.... ::)
Also: Da ich nicht zum 'Pseudo-Chemiker' mutieren möchte, versuche ich's halt mal mit allen möglichen Methoden, - hab auch noch keine Erfahrung mit dem Reinigen - außer einigen "prähistorischen Frühversuchen" mit der kompletten Salzsäure-Dosis...... und den unübersehbaren Folgen! ;D
Schau'n mer moal.....
@ Sauerländer
Habe dir soeben eine PM geschickt, - finde die Idee mit dem Zinkblech doch recht abenteuerlich und daher interessant.
Baryt-X (Andreas)