Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Helicat135 am 16 Apr 08, 20:12
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Ihr seht schon, ich steh auf blöde Fragen ;D.
Was ist das gefährlichste Mineral? Sei es der Giftigkeit wegen oder weil es strahlt oder explodiert...
Bin gespannt. :o.
Danke.
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Hallo,
Spontan würde ich Uranpechblende (Uraninit) als eines der Top-10-Minerale in der Liste nominieren. Grund: Hoher Gehalt an radioaktiven Elementen, inklusive solcher mit geringer Halbwertszeit (gemessen in geologischen Zeiträumen, nicht in menschlichen) und hoher Strahlungsintensität wie Radon, Radium, Polonium sowie der ganzen Flöte von Spaltprodukten.
Glück Auf!
Smoeller
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hmm schon mal an Auripigment gelutscht?
ne ? dann lass es auch lieber bleiben. ;D Soweit ich weiß wurde das früher mal als Farbstoff benutzt.
ah habs wieder gefunden:
"Viele Quellen warnen vor der hohen Giftigkeit des Auripigments. 1738 beschrieb Sprong es: „Königsgelb: Dies ist aus den besten Auripigmentstücken gemacht und deshalb sehr giftig. Der Nutzer sollte daher nicht versuchen daran zu riechen indem er die Nase darüber hält“. Auch Valentin Boltz warnt in seinem Illuminierbuch 1549 explizit: „Und hüt dich du kein pensel dieser Farb leckest, denn es ist schedlich“. Cennini bezeichnet es als "propio tosco", wahrhaft giftig, und in vielen Büchern (Schramm) sowie Listen von Pigmentherstellern (Kremer) wird es in die Giftklasse 1 bzw. 2 eingeordnet."
Zitat:http://de.wikipedia.org/wiki/Orpiment
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Soweit ich weiß, ist Arsenolith eines der giftigsten. Zitat aus dem Lexikon:
Arsentrioxid ist ein sehr starkes Gift und krebsserregend. Es zählt wohl mit zu den giftigsten Mineralien. Beim Menschen vermag es bösartige Geschwulste zu verursachen. Oral aufgenommen können bereits weniger als 0,1 g tödlich sein.
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Hallo,
Ich würde mal spontan sagen Villiaumit. Mit NaF ist sicher nicht zu spaßen und dann ist das ganze auch noch leicht wasserlöslich... Da gibt es aber sicher noch viele weitere Mineralien, die einem irgendwie gefährlich werden können.
Gruß Daniel
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hallo,
der gemeine quarz in/an einer kluft an der glatten felswand wurde für mich in aue
zu einem gefährlichen mineral. der krafteinsatz und der schwung des meißel der keinen halt mehr hatte,
ließen meine 90 kg im 3,5 m weiter tiefer an einem felsgrat wiederfinden. die schurfstellen und blauen flecken
sind dann nach 6 wochen vergangen.
guß
bodo
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Mir fällt da Witherit ein.Eine Bariumverbindung die schon in der historischen Literatur genannt wird.Ausserdem Arsenolith und viele Blei,Uran und Kupfersekundärverbindungen.
Und man sollte nicht die fallenden Klötzer aus der Firste vergessen ! ;)
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Greenockit und andere Cadmiumverbindungen sind sicherlich auch nicht zu verachten.
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Quecksilber ist bei regelmäßiger Anwendung auch nicht ohne ... ;D
Rein wurde es bis ins 20. Jahrhundert gern als Abführmittel benutzt. Quecksilbersalze wurden bis in die frühe Neuzeit u.a. gegen die Syphilis verwendet. :-*
Neue Frage: wo ist die gefährlichste Fundstelle? ;)
Glück Auf!
Troglo
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Ich schließe mich der Meinung von Smoeller an. Wirklich gefährlich sind eigentlich nur stark strahlende Minerale, wobei hier die Gefährlichkeit relativ zu betrachten ist. Bei sorgsamen Umgang damit sind diese durchaus attraktive Sammelobjekte, solange man sie nicht tagelang in der Hosentasche herum trägt. Giftige Minerale, die es zahlreich gibt, sind nicht gefährlich. Gefährlich ist in letzteren Zusammenhang dann höchstens das Verhalten der Sammler. Man leckt eben nicht an Mineralen herum und wäscht sich vor dem Essen die Hände. Solange man das befolgt geht von giftigen Mineralen keine Gefahr aus.
Gruß
Uwe
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Das gefährlichste Mineral dürfte wohl, je nach Sichtweise, entweder der Quarz oder die Pechblende sein :
- Quarz, weil er in Form von Quazstaub bei Tausenden von Bergleuten weltweit zur Silikose und somit zu einem qualvollen Tod geführt hat
- Pechblende und seine Oxydationsmineralien, weil es über den Umweg der Anreicherung in Bombenform ebenfalls zu einem geleichfalls qualvollen Tod vieler Tausender Menschen in Japan...und einige Jahrzehnte später in Tschernobyl geführt hat
Da kommen andere Mineralien trotz in der Tat mitunter beträchtlicher Toxizität wohl kaum mit...
Glück Auf
Thomas
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Hallo,
Bisher haben wir den Asbest ganz vergessen... :o
Gruß Daniel
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Hallo,
man sollte überlegen, dass die Gefährlichkeit mit der Gefahr der Aufnahme/Einnahme in Zusammenhang steht. Also Uraninit ist weitaus weniger gefährlich, als ein Uranglimmer, der möglicherweise durch de-/re-Hydration in lungengängigen Staub zerfallen ist. Und ebenso hätte ich vor Quecksilber (Dämpfe!) mehr Respekt als vor einem Brocken Pechblende. Aber für wirklich gefährlich halte ich so Zeug wie Coccinit (kann über die Haut aufgenommen werden!), da sind die Uranmineralien harmlos dagegen.
Gruß
Berthold
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"Neue Frage: wo ist die gefährlichste Fundstelle?"
Auf einen längeren Zeitraum hinweg gesehen sicher diejenige, die zu Silikose oder Verstrahlung führt.
Bei einem einmaligen Suchaufenthalt vielleicht eine alpine Kluft in sehr steilem Gelände?
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Auf einen längeren Zeitraum hinweg gesehen sicher diejenige, die zu Silikose oder Verstrahlung führt.
Bei einem einmaligen Suchaufenthalt vielleicht eine alpine Kluft in sehr steilem Gelände?
ja ich dachte da auch mehr an den Förster, welcher mit geladener Flinte hinterm Baum steht und auf uns Sammler wartet 8)
Grüße
Troglo
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dieses Leben ist eines der gefährlichsten, es endet zwangsläufig mit dem Tod!
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Bei einem einmaligen Suchaufenthalt vielleicht eine alpine Kluft in sehr steilem Gelände?
Ich würde mir da weniger Gedanken über die Steilheit als über die Stabilität des umgebenden Gesteins machen...
Günter
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Für gefährlich weil hinterhältig halte ich Stufen mit gediegenem Quecksilber wegen der Dämpfe, welche über einen langen Zeitraum die Raumluft anreichern wenn die nicht dicht eingedost sind. Aber da haben, wie auch Quecksilberverbindungen, die wenigsten Sammler welche. Sich bildende Stäube bei Uranglimmern dürfen nicht in die Atemluft gelangen. Pechblende sollte nicht in Räumen mit dauerndem Aufenthalt von Menschen oder Tieren stehen. Gefährlich ist das (Trocken-) Sägen ohne Mundschutz von Kettensilkaten wie Asbest oder von diversen Erzen (Co, Ni, As), deren Staubpartikel schaden können.
Bei den Fundstellen sind die Bereiche unterhalb von Steinbruchwänden gefährlich, besonders nach Sprengung (natürlich auch wärend ;D ), sowie nach Frost.
:D Dann gab es einen Fall wo der Jäger beinahe auf einen Pilzsammler schoß, weil im Halbdunkel erst die Sau, nach deren Verschwinden aber ein Pilzsammler in gebückter Haltung aus dem Gebüsch hervor kam, der Schuß konnte in letzter Sekunde abgewendet werden. Dies ging mir durch den Kopf, als ich letztes WE bis zum Halbdunkel auf dem Plateau der Halde 371 war und im Wald Schüsse hörte :o
Glück Auf
Uwe
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Gefährliche Fundstelle... also ich bin einmal beim Sammeln von einem Bussard attackiert worden. War irgendwie wütend, der Vogel.
Mit Jägern habe ich auch schon so meine Erfahrungen gemacht. Einer hätte mich angeblich fast für'n Rehbock gehalten... hab ich Hörner?!?
Gefährliche Minerale... Uranglimmer und gediegenes Quecksilber schätze ich als problematisch ein.
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Hallo,
was ist mit Thallium, vielleicht Avicennit? LD100 laut Wikipedia umgerechnet ca 10mg/kg. AsO3 LD50 Ratte 10mg/kg.
MfG
Frank
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wäre es nicht sinnvoll zu unterscheiden welches das gefährlichste mineral in der sammlung oder allgemein ist? häufigkeit würde ich nur randlich nehmen.
ich meine, für privatleute, also sammler, werden wohl in erster linie giftige, radioaktive und fasrige minerale gefährlich sein. für tunnelbauer wäre allerdings quarz ganz vorne dabei.
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Hallo Leute,
ich habe mit Spannung-und mit einem ungutem Gefühl im Bauch-eure Berichte gelesen. Ungut deshalb weil ich habe das meiste Zeug davon und teilweise mehrfach.
Für mich ist es jetzt Schwierig einzuschätzen, ab wann sind besagte Minerale gefährlich. :-X :-X Sei es Giftig, Radioaktiv oder Staubbelastend. Meine U-und Th-Minerale sind "nichtstrahlend",
soll heißen, die Umgebungsstrahlung ist höher. Auripigment fand ich bisher richtig toll. Da spielt zwar keiner mit, nur in der Hand hatte ich das Stück schon ab und an. Bei dem Asbest-Stück ist es ähnlich.
Gruß
Kater
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Hallo,
also, abgesehen von den Thalium-Mineralien habe ich die "gefährlichen" Mineralien (auch Uraninit, Uranglimmer, Quecksilber...) in meiner Sammlung. Ein ungutes-Gefühl-im-Bauch habe ich nun wirklich nicht. Es kommt - und da liegt wirklich der Knackpunkt - auf den Umgang mit dem Zeug an. Ein Granit-Pflasterstein kann auch gefährlich sein - wenn er geflogen kommt. Ich behaupte, praktisch alle Risikofaktoren des täglichen Lebens (Verkehrs-Unfall, Unfall im Haushalt, Sportunfall, Herzinfarkt, Raubüberfall ...) führen bei Mineraliensammlern zu mehr Schäden/Todesfällen als alle von den Mineralien ausgehenden Gefahren, vorausgesetzt: Richtiger Umgang.
Gruß
Berthold
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Beim Stichwort "Unfall" fehlt natürlich noch ein gefährliches Mineral: Eis ..... Eis auf den Straßen, Wintersportler in Lawinen, ausrutschende Bergsteiger ......
Glück Auf
der Stollentroll
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Danke Leute,
ich habe verstanden.
Gruß
Kater
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gefährlich ist immer relativ. uranminerale kannste ruhig anfassen, sofern du dann nicht die finger in den mund steckst oder die stufe ableckst ober beschnüffelst. bei arsenstufen ist das gleiche. erdige blei- und nickel-verbindungen sind auch nicht ohne. asbest... naja, vorsichtig halt.
die meisten der stufen sind nur dann gefährlich, wenn teile davon in den körper gelangen.
ich habe hier auch einen schön fasrigen chrysotil stehen (sogar doppelt verdost), daneben zinnober mit zahlreichen quecksilbertropfen, eine größere auripigmentstufe mit arsenband und paar andere minerale mit den, wenn auch fälschlich, "sogenannten schwermetallen". mache mir da auch keine gedanken. der asbest und das quecksilber sind natürlich in dosen, der rest nicht. da wäscht man sich einfach gut die hände und ok is es.
radioaktive minerale habe ich jetzt nicht, zumindest nicht bewußt. und das nur, weil man da deren wirkung schlecht bestiommen kann ohne messgeräte.
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Hallo
Mineralien Freunde :D
bei Interesse kann ich jeden als Word Datei eine professionale beschreibung auf 12 Seiten über Giftige Mineralien und dessen Klassifizierung sowie Ihre Wirkung auf den Meschlichen Körper.
Bei Interesse schreibt mich einfach an.
Schönen Tag euch noch !° ;)
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Der gefährlichste Fundort wäre wohl den Fundort den Ich besuche wenn meine Frau eigentlich will das ich zu Hause bleibe ;D
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Harjo, wie gut ich Dich verstehe ;D
Uwe
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.... zur gefährlichkeit von asbest muss man auch dazu sagen, dass asbest nicht gleich asbest ist. nicht jede asbestart ist auch zwingend schädlich.
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naja, aber wenn du antigorit, chrysotil und lizardit nimmst... ich weiß ja nicht, aber der gefährlichste ist nicht gerade selten.
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Hallo,
Die gefährlichste Asbestart ist Krokydolith, dann Amianth und andere Amphibolasbeste. Das liegt daran, dass die Fasern am Ende spitz zulaufen und die Lungenwand durchstoßen können. In den die Lunge umgebenden Luftsäcken (Mesothel) kann es zu tödlichen und nahezu unheilbaren Tumoren (Mesotheliom) kommen. Chrysotil schafftdas nicht, die xx sehen wie Teppichrollen mit stumpfen Enden aus.
Glück Auf!
Smoeller
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Hmmm, habe gerade mal im Forum nach Krokydolith geschaut. Das ist ja Tiger bzw Falkenauge. Wollte mir kürzlich je ein Stück davon (roh) kaufen...
Heisst das, ich muss die eindosen? Sing Kg Stücke... Oder macht das bei dem derben Aggregat nichts?
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Die Fasern die man einatmet sind gefährlich, nicht kompackte Blöcke. Geschliffener Falkenauge ist genauso gefährlich wie geschliffener Rosenquarz, nähmlich nur wenn er einem auf den Kopf fällt. Beim schleifen wär ich vorsichtig, aber das muss man auch nicht übertreiben, vor allem wenn man nass schleift (was ja normalerweise der Fall ist) ist es unbedenklich.
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Das sind halt Rohmineralien... ???
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Hallo Helicat,
wenn du die Rohstücke schleifen willst, wie schon angedeutet, auf jeden Fall alle Arbeitsgänge nass durchführen, vor allem das Trennen, die abgelagerten Stäube würde ich auch wegwaschen, wenn die trocken werden, können sie auch in die Luft aufwirbeln, z. Bsp. beim Maschine- einschalten. Und dafür vorgesehene Atemmaske tragen (Angabe auf der Verpackung). Krebserregend sind aber nicht nur Krokydolith- Fasern. Das sind nur die schlimmsten. Prinzipiell alle Kettensilikate können bei Partikelgrößen unter 0,003 mm in die Lungenbläschen vordringen. Selbst Schleifstaub von Eichen- oder Buchenholz und vielen tropischen Hölzern gelten als krebserregend. Ebenso Rußpartikel oder Schweißstaub aus Edelstahl.
Glück Auf
Uwe
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falken und tiegerauge ist an sich ungefährlich, da das material verkieselt und verfestigt ist. fasern haste da zwar vorliegen, aber nicht mehr frei. beim schneiden ist das auch nicht das problem. da ist jeder gesteinstaub generell schlecht, daher immer nasse schneiden und schleifen.
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fang ich mal an (soweit ich nicht Vorredner wiederhole ...)
hochgiftige Mineralien!
Erythrin oder Skutterudit - wegen Kobalt sowie Arsen
Antimonit - wegen Antimon
Vanadinit - Vanadium (Sportler aufgepaßt ... es gab mal ein Mittelchen in den 90iger DAS enthielt Vanadium! Leberschäden!)
Zinnober; Quecksilber, ... Hg ist leicht flüchtig!
Realgar, Auripigment, Proustit und Nickelin - enthalten halt Arsen ... Halden sind KEIN Platz für Kaffeefahrten mit der Schwiegermutter!
bedenkliche Mineralien
Malachit, Azurit, Chrysokoll - enthalten Kupfer! VORSICHT BEIM SCHNEIDEN!
- sterben wird man daran nicht, früher hat man in Kupfertöpfen gekocht ... allerdings heute innen mit einer Schutzlegierung aus Zinn versiegelt - warum wohl?! Schleifstaub von Malachit kann allerdings tödlich sein! Vitriol als Brechmittel im Mittelalter währe ein weiteres Beispiel ... .
Schwefel und Chlor enthaltende Mineralien - allgemein Vorsichtsmaßnahmen wie Händewaschen - KLAR!
strahlende Mineralien - Pechblende, sek. Uranoxide ... hierbei jedoch nicht im allgemeinen die Strahlung an sich, denn NIEMAND legt sich 5 kg REINE U-238 in die Vitrine (oder doch? Ich mein, wenn ich mir so manche Vitrine ansehe weiche ich oft ruckartig zurück!), sondern die entstehenden Edelgase, die ja bekanntlich in gewissen Konzentrationen tödlich wirken ... und DIE entstehen unweigerlich beim Zerfall von strahlender Materie - schaut Euch mal so eine Zerfallskette von Pechblende an! Nett, was da so rauskommt!
Flourit - löst mal Fluorit starker Säure auf und schaut mal was nun in dem Fläschchen wartet - FLUSSSÄURE in nicht gerade unbedenklicher Stärke ... aber Sammler lösen doch Ihre Stufen NICHT in Säure auf ...
Aber: Es gibt nun mal diese Mineralien und genau wegen dem Reiz sammeln Manche so was ... vielmehr sollten Wir uns hier unterhalten WELCHE Schutzmaßnahmen wir verwenden (bitte nicht übertreiben - nicht christlicher sein als der Pabst selbst!).
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Die gefährlichste Asbestart ist Krokydolith, dann Amianth und andere Amphibolasbeste.
Ist Byssolith (Amiant) wirklich so gefährlich? Sollte ich diese Stufe eindosen?
http://www.mineralienatlas.de/picturemiddle/1199473702.jpg.AAA.Byssolith%20mit%20Kupferkies%20auf%20Epidot.jpg (http://www.mineralienatlas.de/picturemiddle/1199473702.jpg.AAA.Byssolith%20mit%20Kupferkies%20auf%20Epidot.jpg)
Grüßle Martin
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asbeste und fasrige, haarige minerale an sich immer in dosen. zum einen aus selbst schutz, aber auch wegen der stufe. so beschädigt man nichts. asbest ist asbest.
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Momentan habe ich die Stufe in einer Schublade. Sollte doch eigentlich reichen oder?
Grüßle Martin
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nicht wenn du sie öffnest und dabei kleine, abgebrochene fasern aufwirbelst
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Was zähöt denn alles zu den Asbesten?
Habe mir neulich ausversehen ein Stückchen Pyromorphit in den Finger gestochen. Es ist abgebrochen und hat sich echt eklig entzündet. Auch nicht witzig ::)
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Was zähöt denn alles zu den Asbesten?
ein kleiner Blick hier ins Lexikon und schon ist man wieder ein bissel schlauer
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Asbest
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was alles z.b. asbest ist, steht auch schon in dem post.
pyromorphit ist jetzt nicht das problem. das blei darin ist nur nicht so gesund. doch die entzündung liegt wohl eher daran, daß das stück vorher sicher nicht desinfiziert war. und zudem entzünden sich solche dinge immer gerne, wenn splitter zurückbleiben. da ist es egal was für eine substanz, bei vielen entzündet sich das einfach (bei mir zum glück nicht).
achat kann übrigens genauso gefährlich sein. hab mir schon mal an einem 1,5 kg rohstück, welches mir durch ungünstiges festhalten aus der hand geglitten ist, den daumen mit 5 tiefen schnitten überzogen, wo alles schön auseinanderlappte und auch erst mal sauber gemacht und von mikrosplittern befreit werden mußte.
somit ist jedes mineral gefährlich. lasse jemand einen faustgroßen granat von 10 m höhe auf den kopf fallen und aus die maus.
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hmm schon mal an Auripigment gelutscht?
ne ? dann lass es auch lieber bleiben. ;D Soweit ich weiß wurde das früher mal als Farbstoff benutzt.
ah habs wieder gefunden:
"Viele Quellen warnen vor der hohen Giftigkeit des Auripigments. 1738 beschrieb Sprong es: „Königsgelb: Dies ist aus den besten Auripigmentstücken gemacht und deshalb sehr giftig. Der Nutzer sollte daher nicht versuchen daran zu riechen indem er die Nase darüber hält“. Auch Valentin Boltz warnt in seinem Illuminierbuch 1549 explizit: „Und hüt dich du kein pensel dieser Farb leckest, denn es ist schedlich“. Cennini bezeichnet es als "propio tosco", wahrhaft giftig, und in vielen Büchern (Schramm) sowie Listen von Pigmentherstellern (Kremer) wird es in die Giftklasse 1 bzw. 2 eingeordnet."
Zitat:http://de.wikipedia.org/wiki/Orpiment
Wenn ich zum 'Arsen noch bemerken darf....Auch Napoleon soll an dem Oxidationsprodukt (Zerfall von Realgar u.ä. ) das aus der Tapetenfarbe hergerührt hätte...
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Also ich hab durch Zufall auf mindat.org die Mineralvarietät "Radiobaryt" gefunden, ein Baryt mit deutlichem Anteil von Radium im Gitter. Keine Ahnung, wo der mal Vorgekommen sein soll, aber wenn da wirklich größere Mengen Radium drin sind, würde ich den sicherlich nur hinter viel Blei lagern wollen, oder besser gar nicht. Ansonsten hallte ich die meisten oder gar alle Minerale zumindesten in sofern ungefährlich, als das man nicht den Löffel abgibt, solange man nicht drauf rumkaut. Radioaktives Zeugs sollte man besser im Keller lagern und Quecksilber auf jeden Fall in Luftdichten Gefäßen. Das reicht mir und ich sammle fröhlich weiter...
P.S.: Ist eigentlich ja auch ein tolles Ding: Geh mal einer in die Apotheke nebenan und versuche mal, Arsen oder Quecksilber zu bekommen - NO WAY. Aber Silberdendriten aus Pöhla, schön im Arsen, oder die schönen Cinnabarite aus Almanden, wo das silberne Zeug nur so raustropft, kein Problem.
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@cmd.powell: Ich habe beim Durchforsten unserer geerbten Sammlung Radiobaryt gefunden (zumindest laut Beschriftung), ich meine, er war aus Menzenschwand.
Ich habe ja leider keinen richtigen Geigerzähler sondern nur ein Taschendosimeter - da war er schon etwas aktiver, aber ich glaube nicht, dass er an ein ähnlich großes Stück Pechblende o.ä. rankäme. Ich hatte jedenfalls kleinere Sachen, bei denen das Gerät deutlich mehr angezeigt hat. Trotzdem wurde der Baryt natürlich ausgelagert, ich weiß ja auch nicht, was er für Dämpfe abgibt...
Optisch sieht er übrigens absolut unscheinbar aus - wie ganz gewöhnliches, rosa-bräunliches Gestein (nur halt recht schwer). Ich habe noch andere Baryte aus Menzenschwand, die genau gleich aussehen, und bei denen hat das Dosimeter gar nicht reagiert. Wenn man also Mineralien von Orten, wo stärker radioaktive Sachen vorkommen, sammelt, ist es sicher sinnvoll, auch die Stücke mal zu prüfen, die eigentlich "unverdächtig" aussehen.
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@Anka: Hängt wahrscheinlich davon ab, wieviel Radium nun noch mit drin sitzt. Wenn es nur ein paar ppm sind, wird es auch nicht dolle tickern - - - allerdings würde ich dann auch nicht den Namen Radiobaryt wählen, dann sollten schon mehrere Prozente Radium drin sein. Naja, und ein Gramm Radium hat ein Curie - das ist verdammt viel Strahlung ! Vielleicht ist er auch schon saualt, wer weiß...