Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: prismatinum am 20 May 08, 16:51
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Hallo,
dieser Artikel stand heute im Döbelner Anzeiger. Dürfte demnach nicht angebracht sein im besagten Gebiet nach Achaten zu schürfen.
Gruß Heiko
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Hallo Leute!
Ich bin ganz neu hier im Forum!
An St. Egidien hab ich schon lange nen "Haken" gemacht.
Auf den Artikel bezogen, hab ich eine Geschichte aus den 90igern.
1995 war ich das letzte mal dort. Kaum stiefelten wir mit dem Spaten über den Acker (erstmal Kontrollbefahrung) kam einer der Eigentümer und hat uns weggejagt. Der Typ ging ja noch, aber seiner "Ollen", die mit im Auto saß, hätte ich gerne "nen Scheitel" gezogen. Die hat uns auf niederstem Niveau angeblöckt und nach den "Bullen" gerufen. Wir sind sachlich und höflich geblieben und von dannen gezogen.
Natürlich gibt man ja nicht auf, wenn man 100km Anfahrt hat. So haben wir am Feldrand gebuddelt. Da kam der "nächste Besitzer" und der war ganz zugänglich. Er hat uns zwar auch nicht auf dem Acker buddeln lassen! Hab mich dafür gut mit ihm unterhalten. Hatte ihm 100DM für ne Genehmigung geboten (für einen damaligen Schüler ne Menge Geld). Ging auch nicht, da die Fläche ner Erbengemeinschaft gehörte und die waren sich spinnefeind.
Ein paar Jahre früher, war dort "rechtsfreier Raum". Da waren Löcher, in denen hätte man einen Panzer verstecken können. Allerdings konnten wir unsere Funde nur mit dem Zug abtransportieren. Für die Mitreisenden waren wir sicher ein "schöner" Anblick.
Wie siehts denn am "Heiteren Blick" aus? Oder dreht dort der Forst am Zeiger?
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mancheiner lernt es nie. in schutzgebieten gibt es immer fix was auf den deckel. was aber noch schlimmer ist, ist wieder mal diese miserable vertextung. die bei der zeitung werden immer blöder und schreiben immer schlechtere texte. auch die medien. alles halbwissen, kein peil und übertreiben. 10-30 euro kommt ja hin, ist aber nur der schnitt und sagt nichts aus. mal davon abgesehen daß wieder mal keiner die kosten der bearbeitung davon abgezogen hat. klingt wieder so wie: sammelte um reich damit geld zu verdienen. bin ich jetzt der große händler, nur weil ich knapp 100kg geschnittene achate bei mir herumliegen habe, die noch zu schleifen sind, oder was? klar verkauft man doppelte hälften, da man nur begrenzt platzt hat. aber viel verdient man nicht dran. mal reicht es etwas mehr als die kosten zu decken, mal nicht.
ich weiß schon warum ich seid fast 2 jahren zeitungen, fernsehen und radio weitestgehend meide. nur noch dreck dort.
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Vielleicht solltest Du da mal nicht so voreilig sein, Caliastos, es gibt auch hier Leute die bei der Presse arbeiten und jeden Tag viel Zeit damit verbringen, sachliche und sinnvolle Texte zu schreiben.
Ich mag keine Verallgemeinerungen ::)
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Ja, ich glaub da soll heute 19.00 Uhr auf mdr auch ein Beitrag im Fernsehen drüber kommen!
Wie nun auch immer, mich kotzt es nur an das man damit als Sammler gleich wieder in die kriminelle Ecke gedrängt wird...da die Allgemeinheit bekanntlich eh alle über einen Kamm schert :(
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@ helicat
naja, die presse schert sammler über einen kamm, ich die presse. der unterschied: mein einfluß ist um vielfaches geringer. die medien sind in der lage die welt zu verändern und könnten wohl auch kriege beginnen.
es gibt zwar ausnahmen, aber die mehrheit der berichte sind an sich nun einmal grottig, da es um quoten und verkauf geht. und was wird mehr gelesen? na etwas über katastrophen und co.
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Musst Du wissen :o
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Hallo Freunde der runden Steine ;D
hab hier noch zwei Artikel dazu gefunden:
Achat-Pirat gefasst: Er buddelte im Wald nach Schätzen
SANKT EGIDIEN - Der Polizei ging ein Achat-Pirat ins Netz. Auf seiner illegalen Schatzsuche im Rüsdorfer Wald hatte er 60 Kilo vom wertvollen Achat ausgegraben und zerstörte dabei große Teile des Jungpflanzenbestandes - tausend Euro Schaden.
Der Burgstädter war am Nachmittag mit seinem Mitsubishi-Transporter in den Rüsdorfer Wald gefahren, auf Schatzsuche gegangen. Er sammelte die wertvollen Steine, deponierte sie auf der Ladefläche seines Autos. Dabei wurde er von einem Forstarbeiter beobachtet, der die Polizei rief. Die Beamten ertappten ihn auf frischer Tat. „Nicht nur, dass durch die Suche Neuanpflanzungen zerstört wurden, auch ist das Graben nach Bodenschätzen verboten“, warnt Polizeisprecherin Heidi Hennig (52).
Dabei war der 51-Jährige richtig fleißig: 60 Kilo des Minerals standen zum Abtransport bereit. „Der Wert der gesammelten Steine wurde auf etwa 500 Euro geschätzt“, sagt Frau Hennig. Auf Sammlerbörsen hätte der Mann für einen einzelnen geschliffenen Stein bis zu 30 Euro bekommen.
Der Schaden für den Wald, ein Landschaftsschutzgebiet, ist weitaus höher. Der Achat-Pirat zerstörte mit seinem Buddeln den Jungpflanzenbestand im Grabungsbereich. „Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Gefährdung schutzbedürftiger Gebiete“, sagt die Polizeisprecherin. cka
( Quelle: http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1831742 )
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Mann sammelte illegal 60 Kilogramm Achatsteine im Wald
Die Polizei hat im Rüsdorfer Wald einen 51-jährigen Mann beim illegalen Sammeln von Achatsteinen erwischt. Der Burgstädter hatte am Sonntagnachmittag bereits etwa 60 Kilogramm der Steine zusammengetragen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Ein Forstmitarbeiter hatte die Beamten zuvor auf den Sammler hingewiesen. Das Graben nach Bodenschätzen ist laut Polizei verboten.
St. Egidien (ddp-lsc). Die Polizei hat im Rüsdorfer Wald einen 51-jährigen Mann beim illegalen Sammeln von Achatsteinen erwischt. Der Burgstädter hatte am Sonntagnachmittag bereits etwa 60 Kilogramm der Steine zusammengetragen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Ein Forstmitarbeiter hatte die Beamten zuvor auf den Sammler hingewiesen. Das Graben nach Bodenschätzen ist laut Polizei verboten.
Der Mann muss sich nun wegen Gefährdung schutzbedürftiger Gebiete verantworten. Durch seine Sammelaktion seien Neuanpflanzungen in dem Landschaftsschutzgebiet zerstört worden. Der Wert der gesammelten Steine wurde auf 500 Euro geschätzt. Geschliffen werden Achate den Angaben zufolge auf Sammlerbörsen für 10 bis 30 Euro je Stück gehandelt. (ddp)
( Quelle: http://www.ad-hoc-news.de/drucken.html?art_id=16985953 )
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hab eben den Bericht im MDR dazu gesehen. Da sprach man schon von Preisen zwischen 10 und 500 € pro Stück.... irgendwie muss ich caliastos mit seiner Meinung Recht geben
Grüße
Jens
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also nach dem gesehen bericht muß ich sagen: aussage wieder mal bestätigt. diesmal je größe 10 bis 500 euro (solche preisklassenstücke gibt es ja auch zu hauf...). nichts davon, daß der gesamtwert 500 euro gewesen sein soll.
dann noch die bezeichnung achatstein... oder achatedelstein... für "ge"stein hat's nimmer gereicht. edelstein isses nicht und achatstein ist genauso dämlich wie amethyststein stein, gestein, mineral, edelstein und co sind eben nicht das gleiche.
und der abschuß: da zeigen die die großen sammlungsexponate des dortigen naturkundemuseums aus den alten tagen. nichts vom durchschnitt. kein ton davon, daß auch ausschuß darunter ist.
--> armutszeugnis. und so geht es immerzu. halbwahrheiten und fehlende kenntnis. da denkt doch wieder jeder ohne ahnung: "boah, 2x60x250 euro im schnitt, so ne sauerei".
60kg an sich finde ich jetzt nicht so dreist. da ist immerhin auch viel nebengestein dabei. ich habe auch mal 40kg einer achatsorte gekauft, war aber auch nur ein volumen von 50x50x50cm, darunter ein 7kg stück. viel ist das nicht. wenn man glück hat geht das. schau nur mal die forenbilder durch.
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Hallo Sammlergemeinde
Also ich finde es nicht gut in einem Schutzgebiet oder auf privatem Gelände zu graben oder sonst irgend wie die Natur zu verändern. Aber auf freiem Gelände sieht es dann für mich ganz anders aus. Das heißt ja, ich darf nirgends nach >Bodenschätzen< graben? Achat ein definierter Bodenschatz? Mal ehrlich welcher Ordnungshüter erkennt schon einen Achat in der Rohform? Es sei denn er sammelt selber. Typische Bodenschätze sind für mich Eisen, Kupfer, Gold, Zinn u.s.w., aber Achat? Wenn ich einen am Rheinstrand finde beklaue ich dann Vater Staat? Geht das nicht langsam ein bisschen weit in diesem Staat, vorrausgesetzt es hat so seine Richtigkeit. Ich meine wenn ich mit Achaten handeln würde muß ich doch sowieso Steuern bezahlen. Gibt es etwa Firmen die Achate schürfen? Wenn ich in den Alpen Bergkristall finde kann ich dann bestraft werden? Immer natürlich an freien Stellen gemeint. Fragen über Fragen.
Glück Auf Ingo
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Leut. Ehrlich. ::)
Nochmal zur Rechtfertigung der Presse: wenn nicht 90% der Menschen so sensationsgeil währen, dann würde auch der Inhalt der Meldungen Niveau haben.
Von mir aus schimpft auf die Bild, aber die Redaktion arbeitet auch nur, wie jeder andere. Geschäft ist, was Geld bringt.
Regt Euch lieber über die Leute auf, die so ein Zeugs kaufen und/oder lesen.
Und mit der Diskussion hat man ja sein Ziel erreicht: die Leute lesen es. Ihr inklusive.
Bevor ihr hier über eine Berufsgruppe meckert solltet ihr mal auf die Allgemeinheit schauen. Nicht jeder weiss was ein Achat ist. Wurde ja nicht jeder als Mineralienfreak gebohren.
Das hat doch hier kein Niveau dieses Gemeckers ::).
Und als jemand aus der Lsndwirtschaft kann ich nur sagen: es ist eine echte Frechheit eine Anpflanzung wegzubuddeln. Mineralien hin oder her. genauso, wie man nicht über Wiesen trampelt und Kühe freilässt. Möchte Euch mal hören, wenn jemand auf Eurem Grundstück anfängt die Blumen wegzubuddeln :o.
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da könnte man aber auch sagen: würde man nicht dauernd so nen mist bringen, würden 90% der leute dass nicht wollen. angefangen hat damit definitiv die presse. dann gemerkt es zieht und nun hört keiner mehr auf. wie du sagst: geschäft ist, was geld bringt. aber dann soll sich die presse nicht den ruf der wahrheit auf die stirn schreiben. sry, aber mit geschäft ist was geld bringt kann auch jeder waffen- und drogenhändler argumentieren. die frage ist nur: auf welche seite steht man. die mediuen inzwischen auf der falschen. fällt besonders auf, wenn man die nachrichten von 15-30 jahren sieht, die auf manchen sendern gezeigt werden. da wird es grausig.
das lesen an sich ist ja noch ok, aber es ist doch ärgerlich, wenn es sich dann immer nur als der totale blödsinn voller halbwahrheiten zeigt. wenn ich nicht weiß was ein achat ist, dann mache ich mich entweder vorher schlau oder halte mich zurück. aber es wird einfach immer was dazu gesagt. auch eines meiner favoritenbeispiele ist das immer wieder bei amokläufen aufflammende killerspielthema. da reden auch nur leute ohne peil. und sowas darf an sich nicht sein.
beschädigungen sind was anderes. in dem punkt haben die ja mal wieder +/- recht.
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Nicht jeder weiss was ein Achat ist. Wurde ja nicht jeder als Mineralienfreak gebohren.
Stimmt. Aber bei der Ausbildung zum Journalisten bekommt man auch das Wissen zu einer gründlichen Recherche vermittelt.
Wenn ich mir die Berichterstattung der letzten Monate über unser Hobby ansehe dann kommt mir das große Grausen. Illegale Schatzsucher, Raubgräber und Schatzgräber etc. Sicher mag es hier und da schwarze Schafe geben, aber ich möchte mit denen nicht über einen Kamm geschoren werden.
Schon gar nicht wenn es um mein Hobby geht!
Grüße und weiterhin erfolgreiches Schatzgraben...
Jens
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Hallo Gemeinde!
Da ich ja
1. gelegentlich ;) auch im Gelände unterwegs bin und
2. mich erst neulich in Vorbereitung eines Vortrages zu Thüringer Achaten
"etwas intensiver" mit der rechtlichen Situation zum Schürfen u. ä. beschäftigt habe folgende Frage:
nach welchem Gesetz darf in Deutschland/ Sachsen nicht nach Mineralien gegraben, gesucht u. ä. werden? Sagt ja sinngemäß die Polizei dort- Oder?
Bitte die genauestmögliche Gesetzes-und Paragrafen-Angabe!
Zur Erläuterung:
Zu Thüringen habe ich in den für mich relevanten Gesetzen, welche meiner Meinung sind
1. Das Thüringer Bergbau Gesetz
2. Das Thüringer Waldgesetz
Nichts gefunden, was ein "Buddeln" im Wald (mal die ganzen GEschichten mit Schaden anrichten durch Bäume/ Setzlinge untergraben, Landschaftsschutzgebiet- ist dort übrigens eines?) unter Strafe stellt.
Bin mal auf Eure Rückmeldung gespannt
Grüße aus Thüringen
Frank
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Also, mir als gebürtige Thüringerin, hat mal der Jagdpächter die Hölle heiss gemacht, als ich für meine Blaubeeren Waldboden geholt habe.
Angeblich dürfe man im Wald nicht graben.
Aber wer weiss. :o
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Bin mal auf Eure Rückmeldung gespannt
hallo,
ohne hier eine rechtberatung abzugeben - bin schließlich krabbenpuhler und nicht rechtsanwalt ;D : alle deine aspekte sind im bgb und und strafgesetzbuch eindeutig geregelt!
natürlich hast du schwierigkeiten, die wörter mineralien, achate, buddeln usw. zu finden. das wird allgemein behandelt.
im übrigen: ist ja schon eine sauerei dieser auswuchs; 60 kg ist läppisch, das trage ich an guten tagen innerhalb von 3-4 stunden von einer halde weg (übrigens auch das ist nicht gesetzeskonform), aber neuanpflanzungen, vielleicht/bestimmt durch solizuschlag finanziert, zu zerstören, gehört bestraft. sorry.
haldenschreck
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Nehmt doch ganz einfach mal die Fakten.
Da hat jemand ohne Genehmigung auf fremden Land nach irgendetwas gegraben. Dabei hat er außerdem noch Flurschaden angerichtet.
Das alleine reicht doch schon, um sich strafbar zu machen. Ob das jetzt " Bodenschätze " sind, oder Kieselsteine ist vollkommen wurscht. Ob die Sachen 10 € wert sind oder 10.000 ist auch wurscht, es ändert nichts daran, dass er ohne Genehmigung des Eigentümers etwas von dessen Grund und Boden entwenden wollte.
Was die Presse angeht, ist doch vollkommen klar dass die so schreiben. Eine gute Recherche gibt es - wenn überhaupt - nur bei großen Themen. Kein Journalist wird sich die Mühe machen, für einen so kleinen Artikel stunden- oder taglang zu recherchieren. Sein Chef würde das wohl auch nicht mitmachen.
Einzig und alleine der Gräber hat hier Bockmist gebaut. Alle anderen haben - im Rahmen Ihres Wissens, Pflicht und Können - nur Ihren Job gemacht.
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Wo habt ihr hier nen Problem?
Da brauch man doch nur nen bisken zu googeln!
Landschaftsschutzgesetz des Landes Sachsen:
§ 19 Landschaftsschutzgebiete
(1) Als Landschaftsschutzgebiete können durch Rechtsverordnung Gebiete festgesetzt werden, in denen ein besonderer Schutz von Natur- und Landschaft erforderlich ist
zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes oder der Nutzungsfähigkeit der Naturgüter,
wegen der Vielfalt, Eigenart oder Schönheit des Landschaftsbildes oder
wegen ihrer besonderen Bedeutung für die Erholung.
(2) Im Landschaftsschutzgebiet sind nach Maßgabe der Rechtsverordnung alle Handlungen verboten, die den Charakter des Gebietes verändern, den Naturhaushalt schädigen, das Landschaftsbild und den Naturgenuß beeinträchtigen oder sonst dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen.
So wie ich das interpretiere, ist das Buddeln von Löchern in dem Gebiet verboten, das Aufsammeln von lose rumliegenden Achaten allerdings nicht.
Es macht also keinen Unterschied, ob ich dort nen Loch grabe um meine Notdurft zu verrichten, oder um Achate zu suchen. Vom Landschaftsschutzgesetz her gesehen sind beide gleich schuld.
St. Egidien macht dick Reklame für ihre tollen Achateauf seiner HP:
http://www.sankt-egidien.de/Steckbrief-main.htm
und wenn die Sammler dann kommen, werden sie angezeigt.
Ich glaube eher, daß dies eine Mentalitätssache der Bevölkerung ist. Die Gewohnheit der jahrzehntelangen gegenseitigen Bespitzelung , kann man nicht von heut auf Morgen aufgeben und Toleranz gegenüber dem Nachbarn zeigen. Besonders wenn vermeintliche Werte mit im Spiel sind, wie die Zeitungsmacher der Meinung sind, ist das ganze noch gepaart mit Neid und Mißgunst und man gönnt dem Gegenüber nicht das Schwarze unterm Fingernagel.
Ich würde mal sagen, daß hier im Westen gut 90% aller Halden in Landschaftsschutzgebieten liegen, doch hier gibt´s solche Bespitzelungen und Denunziantentum zum Glück noch nicht, wenn überhaupt, dann nur in reinen Privatgebieten, jedenfalls nach meiner Erfahrung.
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Werbung für Funde der Region machen und selber abbauen sind zwar Paar Stiefel. Wenn die großen Edelsteinminen Werbung für ihre Produkte machen, so heißt das noch lange nicht "freies Sammeln für Jedermann".
In Schutzgebieten ist graben eben nicht gestattet und Punkt. Achate suchen an sich ist auch nicht verboten, nur darf man das eben nicht überall. Liegt die Fundstelle nun in so einem Bereich dann hat man Pech. Wenn da wer erwischt wird ist das sein Problem. Das gewisse Personen es nicht für nötig halten, sich bei ihrer medialen Informationsverbreitung angemessen kundig zu machen ist was anderes. Das läuft eher unter dem allgmeinen vorgehen in derartigen Dingen. Und ein bischen Flunkern ist immer erlaubt. Als Ergebnis ergeben sich Halbwahrheiten. Und das ist weltweit zu sehen.
Im Übrigen sollte man nicht vergessen: Landschaftsschutzgebiet heißt auch: Abseits der Wege gehen um Achate zu sammeln ist auch nicht gerne gesehen, weil man ja kleine Pflanzen zertreten kann. Ist zumindest bei uns so. Hier werden die Kontrolletties von der Stadt schon sauer, wenn man nur einen Ast versehentlich abknickt. Abseits der Wege gehen oder Hunde frei ehrumlaufen lassen kostet auch schon ab 15 Euro.
Also dürfte Achate aufsammeln nicht ganz unproblematisch sein. Ist halt Stadtangelegenheit.
Und wenn einen der Förster bei Grabungsaktionen sieht, dann sehe ich da auch keine Bespitzelung. Denn der Förster wird dir ja sicher erst mal 1-2 Stunden unbemerkt folgen, ein Life-Video deiner 2 Grabungsstunden drehen und dich dann melden. Also das glaubst du ja wohl selber nicht. Wenn der Förster einen sieht, dann schmeißt er dich sofort raus, wenn er einen Grund dazu hat oder fragt erst mal nach was man da tut.
Bei uns im Westen wird das vielerorts mit Landschaftsschutzgebieten auch so sein. Die Frage ist nur: Wird man bei seiner Sammeltätigkeit gesehen oder nicht. Und wenn, macht sich die Person dann die Mühe einen des Platzes zu verweisen oder nicht.
Das kannst du vergleichen mit bei Rot über die Ampel gehen oder mit dem Fahrrad auf dem Fußgängerweg fahren, während ein Polizeiwagen in sichweite ist. Der eine Beamte sieht es, der andere nicht. Und nicht jeder (meist die Mehrheit) macht sich die Mühe einen deswegen anzuhalten, aber manche sind eben so überkorrekt und halten einen sofort an.
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Hallo tothie,
Ich glaube eher, daß dies eine Mentalitätssache der Bevölkerung ist. Die Gewohnheit der jahrzehntelangen gegenseitigen Bespitzelung , kann man nicht von heut auf Morgen aufgeben und Toleranz gegenüber dem Nachbarn zeigen. Besonders wenn vermeintliche Werte mit im Spiel sind, wie die Zeitungsmacher der Meinung sind, ist das ganze noch gepaart mit Neid und Mißgunst und man gönnt dem Gegenüber nicht das Schwarze unterm Fingernagel.
Ich würde mal sagen, daß hier im Westen gut 90% aller Halden in Landschaftsschutzgebieten liegen, doch hier gibt´s solche Bespitzelungen und Denunziantentum zum Glück noch nicht, wenn überhaupt, dann nur in reinen Privatgebieten, jedenfalls nach meiner Erfahrung.
Ich hoffe nicht, dass diese pauschale Verurteilung der gesamten sächsischen Bevölkerung wirklich deine Meinung ist. Einige von uns hier im Atlas geben sich wirklich Mühe, die ostdeutschen Fundstellen für alle zu präsentieren, damit auch alle was davon haben. Ich denke also, doch, dass wir anderen was gönnen. Ansonsten glaube ich, dass du die von dir erwähnte Toleranz in diesem Fall hier von der falschen Seite forderst. Wieso soll der Waldeigentümer Toleranz gegenüber einer erheblichen Schädigung seiner Anpflanzungen zeigen? Sollte nicht eher der Sammler Toleranz gegenüber den Eigentumsrechten an den Tag legen? Ich für meinen Teil wollte sogar zunächst deinem Beitrag gegenüber Toleranz walten lassen. Deine pauschalen Angriffe konnte ich dann aber doch nicht auf sich beruhen lassen. Mehr will ich dazu aber eigentlich nicht schreiben. Wenn das weiterhin deine Meinung ist, dann bin ich tolerant, gönn dir diese und werde dich weder anzeigen noch sonst denunzieren.
Viele Grüße
Sebastian
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Hallo Gemeinsam!
Ich habe eine ganze Weile überlegt ob ich mich noch einmal rein hänge.
Vielleicht so viel; ein, zwei Fragen und ein zwei Meinungen:
1.Ist die Gegend dort denn ein Landschaftsschutzgebiet?
2. Kann man die ganzen Landschaftsschutzgebiete denn zusammen gefaßt auf einer Übersicht, Karte o. ä. einsehen- speziell Thürinegn und natürlich Sachsen?
und weiter
Wer von Euch kann denn den sog. ersten Stein werfen?- Ich nicht!
Wer noch nicht ganz versteht was ich meine noch einmal so: Wie viele von Euch sind denn in diesem Sinne Gesetztestreu und holen Sich eine Genehmigung des Wald, Wiesenbesitzers o. ä. (Wer ist das im Einzelfall???), erkundigen sich nach einem evtl. Landschafts (nicht Naturschutzgebiet- die sind ja meist bekannt und ausgeschildert) -Gebiet und zieht dann los- Jetzt mal ehrlich raus mit der Sprache.
Leute das ist doch völlig am Leben vorbei.
Bis auf Ausnahmen, spezielle Fundpunkte oder besondere Kontakte- macht das hier in Thüringen (fast) Keiner...
Aus meiner Sicht viel wichtiger ist es eine Fundstelle wieder (halbwegs) so zu verlassen wie vorgefunden oder wie man sie vorfinden möchte, keinen Müll hinter lassen, keine Bäume, Wege usw. untergraben, Löcher wieder verfüllen- alles eigentlich eine für mich normale Sache.
Geschrieben von einem auch heute in Thüringen unterwegs gewesenem ;)
Frank
PS.: Bei Interesse kann ich ja noch mal einen Auszug aus dem Thüringer Bergbau und/ oder Waldgesetz einfügen- s. v.
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Hallo Frank,
was ist denn das Thüringer Bergbaugesetz?
Grüße
Troglo
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Hallo,
also, ich weiss nicht, ob Ihr das schon wisst, aber, wo kein Kläger, da kein Richter. Ich meine, der Mann war einfach zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Sein größter Fehler war vielleicht, Neuanpflanzungen umzugraben, würde mir auch nicht gefallen, wenn es mein Grundstück wäre. Im übrigen: wer noch nie eine (illegale) Grabung auf einem fremden Grundstück gemacht hat, ...der werfe den ersten Stein. Achso, ich komme auch aus Sachsen, obwohl wir Vogtländer das nicht so gerne hören und bespitzeln anderer ist auch nicht mein Ding. Manch einer hier scheint da eine völlig falsche Vorstellung von den Menschen in der ehemaligen DDR zu haben.
Glück Auf
Ralf
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Ich werfe, wird mir nämlich jetzt zu bunt!
Was heißt da "wo kein Kläger, da auch kein Richter" :o ??? So nach dem Motto "man kann alles machen, man darf sich nur nicht erwischen lassen?" ??? Also ich habe noch niemandem illegal sein Grundstück umgegraben. Ich hatte höchstens mal Konflikte wegen unklarer Genehmigungen (von A im Büro erteilt, aber nicht an B vor Ort weiterkommuniziert und sowas), aber jemandem in genauer Kenntnis der Rechtswidrigkeit die Neuanpflanzungen umzuwühlen... Mensch, kein Wunder, dass man Sammler immer öfter schräg anguckt! Bei so einer Einstellung kann ich nur den Kopf schütteln!
Dann müssen die Sachen eben um gotteswillen mal im Boden bleiben, wenn man legal nicht rankommt. Kommt vielleicht auch noch einer auf die Idee, mittels Einbruch eine illegale "Grabung" beim Händler im Keller durchzuführen, weil man sich das eine oder andere begehrte Stück auf normalem Weg nicht leisten kann ??? So eine Einstellung öffnet Wildwestmethoden ja Tür und Tor :-X
Gruß,
Triassammler
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1.Ist die Gegend dort denn ein Landschaftsschutzgebiet?
Ja.
21,4 Quadratkilometer
Die gesamte Landschaft (Wald, Felder, Wiesen ... ) rund um Hohenstein-Ernsthal von Kuhschnappel bis Wüstenbrand und von St. Egidien bis Langenberg.
Grüße
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@triassammler
Dann wirf mal......! Und viel Spaß beim KAUFEN deiner Prachtexemplare.
Glück Auf
The Rock
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Hallo Troglo und Rest der Gemeinde!
Ich muß mich korrigieren: Ein "Thüringer" gibt es nicht- dafür ein Bundesbergbau Gesetz
Aber ein "Thüringer" Waldgesetz gibt es wirklich.
Gibt es noch Interesse an Details?
Grüße aus Thüringen
Frank
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Ich muß mich korrigieren: Ein "Thüringer" gibt es nicht- dafür ein Bundesbergbau Gesetz
dachte schon ich hätte da was verpasst 8) - Das Thüringer Waldgesetz (ThürWaldG) reicht auch so...
Glück Auf!
Jens
PS. eine gute Übersicht der Waldgesetze der einzelnen Bundesländer gibbet hier: http://www.baumpruefung.de/Neuer_Ordner/bundeslaender_2.html
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@The Rock: Danke für den Tipp, aber ich kann gut damit leben, dass nicht jedes "Prachtexemplar" in meine Sammlung wandern muss, schon gar nicht käuflich. Es heißt ja auch "Triassammler", nicht "Triaskäufer" 8) (was nicht heißt dass ich meine Sammlung nicht durch Zukäufe komplettiere, aber wenn die ebenfalls unter dem Verdacht stehen, illegal irgendwo ausgebuddelt worden zu sein, lass ich gern die Finger davon. Ich muss das ganze ja nicht noch fördern). Dann geh ich eben ins Museum und guck mir die "Prachtexemplare" dort an, das erfreut einen doch auch.
Gruß,
Triassammler
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ZITAT: Ich werfe, wird mir nämlich jetzt zu bunt! :o
Hallo Triassammler, dann wirf bitte mal schön mit den Stücken von deinen "nicht illegalen Fundstellen", da hab dann ich mehr davon. ;D
Grüße an alle
Ronny
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Natürlich möchte ich nicht alle neuen Bundesbürger über einen Kamm scheren.
Allerdings hat sich der Forstbeamte eindeutig als Denunziant verhalten. Ihm kam es nämlich keineswegs darauf an, die Anpflanzungen zu schützen und entsprechend einzugreifen, um die Untergrabung zu verhindern, indem er den Sammler rechtzeitig darauf hinwies.
Vielmehr versteckte er sich schön im Wald, ließ den "Schatzsucher" wohl stundenlang gewähren (60KG!!!), beobachtete nur und schwärzte ihn bei der Polizei an.
Für mich ist das Denunziantentum pur, sorry :'(
Was passiert eigentlich mit den 60kg "Schätzchen"? Die kriegt dann wahrscheinlich das heimische Mineralienmuseum und darf die hochoffiziell verkloppen ;D
Gruß
Thomas
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Mir bleibt überhaupt völlig verschlossen, inwieweit "alte" oder "neue" Bundesbürger im Jahre 18 nach der Wiedervereinigung in den Köpfen überhaupt noch eine Rolle spielen kann. Alles was auf dieser Unterscheidung aufbaut sind Vorurteile, und die braucht kein Mensch.
Hart formuliert: Idioten gab es schon immer und überall. Nette Menschen übrigens auch.
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nun, also wenn der den schon buddeln sieht ist es bereits eh egal. die pflanzen sind kaputt, schützen kannste dannn nix mehr. das geht nur im vorfeld. frische setzlinge kann man nicht untergraben. die sind zu schnell weg. selbst nen busch haste fix ausgebuddelt. schaut er zu was der macht, nun, was spielt das für ne rolle. das kann neben dem sammeln von mineralen auch über das verbuddeln von müll und leichen gehen. außerdem sagt keiner, daß der von anfang an alles gesehen hat. selbst wenn der den beginn gesehen hat, wenn du glück hast kannste 60kg in 10min bergen. wenn man sieht was viele aus einem 1mx1m loch rausziehen und das aus ner lage von 1m weißte was ich meine.
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nun, also wenn der den schon buddeln sieht ist es bereits eh egal. die pflanzen sind kaputt, schützen kannste dannn nix mehr. das geht nur im vorfeld. frische setzlinge kann man nicht untergraben. die sind zu schnell weg. selbst nen busch haste fix ausgebuddelt. schaut er zu was der macht, nun, was spielt das für ne rolle. das kann neben dem sammeln von mineralen auch über das verbuddeln von müll und leichen gehen. außerdem sagt keiner, daß der von anfang an alles gesehen hat. selbst wenn der den beginn gesehen hat, wenn du glück hast kannste 60kg in 10min bergen. wenn man sieht was viele aus einem 1mx1m loch rausziehen und das aus ner lage von 1m weißte was ich meine.
Du mußt es ja wissen für wen Du Partei ergreifst. Nach Deiner Theorie kann man ja nur froh sein, daß es nur um ein paar Pflanzen ging und nicht um eine alte Oma, die gerade überfallen wird. Da könnte man ja auch sagen, ach, wenn der erst mal auf die losgeht, dann ist die Frau eh nicht mehr zu retten und das Portmonai weg.
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erst lesen und dann schnabel aufmachen.
ich stelle mich sicher nicht auf die seite von personen, die unrechmäßig einfach auf fremder leute boden löcher buddeln. soll ich mal des nachts in deinem garten ein loch graben und das da, wo du letztes jahr vielleicht kleine bäume angepflanzt hast? davon wärst du sicher sehr begeistert. das ist der förster auch.
ob er nun zunächst zuschaut oder nicht ist ja völlig egal. ob das loch nun 30cm oder 50m tief ist auch. das beeinflußt nur die schadenshöhe, nicht die tatsache, daß ohne erlaubnis gegraben und pflanzen vernichtet wurden.
das heißt nunmal schlicht es wurden pflanzen vernichtet. und da ist es vollkommen egal wie lange der zuschaut. würde aber zugesehen werden wie da jemand vergewaltigt wird ist das hingegen logischerweise strafbar. und wenn die oma überfallen wird, nun, soweit ich weiß rät einem jede polizei von eigenmächtiger verfolgung ab, da so sehr leicht weitere straftaten, v.a. des verfolgers aufkommen werden. da geht's nur zur polizei und gut ist. oder was machste wenn der, der der oma die tasche geklaut hat und den du verfolgst eben genau deshalb eine waffe zieht und die umlegt oder du im zweikampf ihn umbringst? dann haste auch ein problem.
also vergleich mal nicht äpfel mit birnen hier. wann der förster das meldet ist an sich egal. er kann das ganze auch ruhig auf video aufnehmen. macht es der polizei noch viel leichter. 1a beweis. und was hat der förster davon, wenn er sofort zur polizei rennt? evtl. ist der betreffende schon wieder weg und er kann ihn nicht hinreichend beschreiben. spricht er den an rennt der vllt. noch weg unddie chance ist vertan. wenn er aber abschätzt wie lange der noch da sein wird sind die chance besser.
zudem steht nirgends in welchem zeitraum die 60kg geborgen wurden. du steht auch nicht genau wann der beobachtet wurde. also ob das loch frisch begonnen oder fast fertig war. dann die frage wie lange braucht der zur polizei hin und die zum tatort? allein in der zeit ließ sich viel material bewegen.
ich habe im garten binnen 3h auch schon mal ein 2m tiefes loch mit 2x1 m in 4 stunden gegraben und wieder verfüllt. also sagt das nichts. wann jemand ein vergehen meldet ist seine sache. strafbar wird es nur, wenn unterlassene hilfeleistung hinzukommt.
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Ähhm, mag ja sein, dass ich was überlesen habe.
Woher stammt Dein Wissen, dass der Förster den Sammler lange Zeit beobachtet hat ?
Er kann ja auch dazugekommen sein, nachdem der Sammler bereits stundenlang gegraben hat.
Wie gesagt, wenn ich nix überlesen habe.
Davon abgesehen ist ein Verbot ein Verbot. Und wer sich nicht dran hält und erwischt wird, muß mit Konsequenzen rechnen. Denunziantentum kann ich da nicht entdecken.
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Ich will mal versuchen etwas Licht in die Sache zu bringen von rechtlicher Seite her.
Grundsätzlich fällt die Mineraliensuche (Achate, Quarze, Goldwasche etc.) unter das BundesBergGesetz kurz BBergG siehe hier: http://bundesrecht.juris.de/bbergg/index.html (http://bundesrecht.juris.de/bbergg/index.html)
Man beachte nun § 3 Abs. (4) (http://bundesrecht.juris.de/bbergg/__3.html (http://bundesrecht.juris.de/bbergg/__3.html)) hier wird zwischen bergfreien und grundeigenen Bodenschätzen unterschieden. Dazu ist es wichtig was man sucht ob nun Gold oder Quarz/Achat. Gold fällt unter die bergfreien Bodenschätze und Quarz/Achat unter die grundeigenen.
Im Fall des Achatsammlers handelt es sich also um grundeigene Bodenschätze. Um diese bergen zu dürfen bedarf es einer Genehmigung des Eigentümers, nicht unbedingt des Pächters, da der Pächter nur Anspruch auf die in seinem Pachtvertrag festgelegten Dinge hat, z.B. Nutzung der Fläche als Wald. Getrennt davon kann der Eigentümer die Schürfrechte an andere verpachten, natürlich nur unter der Voraussetzung das die Ausübung dieser Tätigkeit den anderen Pächter nicht behindert. Ein Beispiel einer solchen Symbiose wäre z.B. die getrennte Verpachtung der Jagdrechte in dem Wald. Im Fall des Achatsammlers, ist klar, es ist ein Landschaftsschutzgebiet und es gelten zusätzliche Vorschriften die das Graben verbieten. In diesen Gebieten ist nur das aufsammeln loser Steine gestattet. Zu beachten ist noch ob zusätzliche Vorschriften in dem Gebiet das verlassen der Wege verbieten. Beispiel hierfür wäre der Schneckenstein, hier darf gar nix aufgehoben und auch kein Weg verlassen werden.
Wenn wir uns nun in einem Wald befinden, der dem Land Sachsen oder auch dem Bund gehört und nicht verpachtet ist, auch kein Landschaftsschutzgebiet oder ähnliches, dürften wir Achate suchen und mitnehmen. Grabungen sind hier im kleinen Umfang möglich (max. 50cm Tiefe) --> Stichwort Grabungserlaubnis, dabei dürfen jedoch keine Pflanzen geschädigt werden und der Urzustand ist nachher wieder herzustellen, was teilweise nicht möglich ist, z.B. bei dichtem Bewuchs mit Sträuchern oder eben von vielen nicht gemacht wird aus Faulheit.
Was das Betreten von Steinbrüchen betrifft brauche ich ja nicht viel zu sagen, ohne Erlaubnis ist es Hausfriedensbruch und das mitnehmen von was auch immer Diebstahl.
So nun noch zum Gold, nach der bisherigen Auswertung des Gesetzes dürften wir noch kein Gold waschen. Aber es machen doch so viele, machen die das illegal? Jein!
Hier kommt § 4 Abs. (1) 3. ins Spiel http://bundesrecht.juris.de/bbergg/__4.html (http://bundesrecht.juris.de/bbergg/__4.html), dieser Erlaubt das sammeln von Mineralien zu Hobbyzwecken! Ja aber warum dann das Jein? Ganz einfach, die Bäche die meist unser geliebtes Gold führen sind zum großen Teil an Angelvereine verpachtet. Diese haben 2005 oder 2006 geklagt (nach dem "Goldrausch" an der Schwarza) und erreicht dass das Goldwaschen ihre Nutzung laut Pachtvertrag (siehe oben) behindert. Somit können also keine Schürfrechte ohne Einverständnis der Angelvereine vergeben werden. Also erst kundig machen ob das Gewässer verpachtet ist und den Pächter nett fragen, kann manchmal Wunder wirken.
Sollte das Gewässer nicht verpachtet sein, weil nur so ein kleines Rinnsal und auch nicht über privaten Besitz verlaufen, da wo man waschen möchte, darf man mit Pfanne und auch Waschrinne waschen. Jedoch nur zu Hobbyzwecken!
So ich hoffe ich hab bisschen Licht ins Dunkel gebracht.
Mineraloge
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Mit den wenigen rein sachlichen Beiträgen als Ausnahme (danke es gibt sie ja doch) ist dies wieder mal ein gutes Beispiel für den Niedergang des Foren-Niveaus. Herzlichen Dank an die Mitwirkenden die mit ihren exemplarischen Beiträgen gezeigt haben was wir hier nicht wollen. Beleidigung, Verleumdung, Verallgemeinerung, Vorurteile und das alles in wenigen Beiträgen - tolle Sache.
Da wir, wie schon öfter erwähnt, Wert auf sachlich geführte Themen legen, werde ich diesen Thread bei dem nächsten emotional geführten Beitrag schließen und demjenigen eine Forenauszeit gönnen.
Ich danke für die Aufmerksamkeit
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also da ich den forstbeamten selber kenne und an diesen tag auch persönlich vor ort war kann ich euch sagen wie es war er ist durch den im wald geparkten pick up darauf aufmerksam geworten und hat im dann beim beladen des fahrzeuges zur rede gestellt, da aber seine frau ihm teils beleitggent ansprach hat er den förster verständigt der wiederum die polizei . dann wurde von der polizei drei maurerkübeln voll kugeln beschlagnahmt. er hatte mehrere löcher gegraben und zwei junge bäume gefällt und eine ca 10x 10m große fläche mit dem aushub die neuanpflanzung bedeckt wer noch was wissen möchte kann sich gern bei mir melden. auserdem sind alle Jäger und forstarbeiter ab diesen tag besonders aufmerksam und haben die anweisung jeden der da mit hammer oder so dabei erwischt wird den förster zu melden es werden auch von allen fahrzeugen nicht nur sammlern die oft im waldeingang parken fotos gemacht der förster wiederum hat die anweisung dies zur anzeige zu bringen , in den gebiet um die fundstelle sind besonders tannen und douglasien gepflanzt.
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Danke dafür, dass diese Schweinerei nach 4 Jahren in all ihrer Gesamtheit ans Licht kommt!
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Hallo Jan,
bist Du gut im Felde ? Wenn es einen erwischt und die Stelle saumäßig ergiebig ist, kommt es zu den Schweinerein. Niemand ist gefeilt! Natürlich sollte es eine Flurbereinigung danach geben.
Lade Dich ein zu einem mineralogischen Ausflug mit Fundgarantie.
Gruß
Bodo
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ich bin dabei Bodo
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Hallo Jan .
Was ist nun die Schweinerei in Deinen Augen ?
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Hallo,
wie wärs mit Punkt und Komma?
Gruß Philip
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Punkt Punkt Komma Strich,
Bodo ich bin dabei.
Glück Auf
Ralf
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Hallo Jan .
Was ist nun die Schweinerei in Deinen Augen ?
Im Prinzip die Internetnekrophilie, die hier betrieben wurde. Ich wollte nur keinen allzu fiesen Sarkasmus - speziell bezugnehmend auf etwaige Interpunktion und Großschreibung - auspacken.
Wobei... Genauer betrachtet ist das rücksichtslose Massakrieren von Douglasien nicht zu tolerieren.
Bodo: Geländepraktika habe ich bisher immer gut überstanden, auch mit 30kg Gesteinskiste bergauf. Mein Semesterticket reicht leider nicht in uran- und arsenreiche Sammelgefilde. Insofern: Wenns in Giftgruben geht, bin ich dabei! Fossilien finde ich aber doof. So Rüdersdorf und sowas.
Oder wir fahren direkt zum Ralf meine Fotos suchen ;D
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:(: Es sollte beim Mineraliensammlen grundsätzlich die Gesetze eingehalten werden.
Ich kann als aktuelles Beispiel auch nicht verstehen, wenn in Steinbrüchen gegen geringes Entgelt gesammelt werden darf und dann andere Sammler und deren Kinder gefährdet werden.
Beispiel von Ende Juli diesen Jahres Steinbruch Juchem.
1 Sammler links oben und zwei Sammler rechts oben schön mit großen Trennmeiseln große Blöcke bis 2*1*1,5 m Größe abgetrennt.
Die fallen dann runter und kommen dann wie in meinem Fall 2 m entfernt zum Stehen. Dann war unten einer der als Krönung die Druse noch für sich beanspruchte.
Übrigens ich war vorschriftsmäßig am Boden der Halde und ein Sprung zur Seite hat verhindert, daß der Felsklotz mir ins Kreutz gesprungen ist.
Durch den Sprung zur Seite ist mir auch noch die Brille auf einem Glas kaputtgegangen, von den Schürfwunden will ich nicht reden.
Zum Glück konnte sich jeder retten, leider waren die Verursacher "Sammler/Händler" mit Hunsrücker Dialekt.
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Ralf ? Fotos?
ja nee is klaar.
Wenn wir was gemeinsam machen, dann gibt es sicher auch Fotos von der Sammelaktion.
Hab Dich noch nicht vergessen Jan, ist nur momentan etwas stressig.
Glück Auf
Ralf
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Kein Problem ;D Ich erfreue momentan sowieso meine Bank mit Dispozinsen. Weihnachten war ein ziemliches Finanzmassaker, da hat das auch wirklich Zeit mit neuen Stufen.
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Hallo Jan,
immer cool bleiben, die Steinchen laufen nicht weg.
Glück Auf
Ralf
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Achatland Deutschland.
Weiss jemand, ob sich die Erbengemeinschaft inzwischen versöhnt hat und vielleicht einen Claim absteckt, damit man diesen Riesenschatz dort mal offiziell ausbuddeln kann?
tz. Vielleicht liegt auch noch eine 2. "Nebra"-Scheibe dort ...
Kann man da echt nicht "höheres Interesse" geltend machen, um die Mächtigkeit dieser Achat-Schicht zu erkunden?
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Welche Erbengemeinschaft ? ???
Welchen Riesenschatz ???
Welcher Sammler soll da höheres Intresse geltend machen??
Es gibt keine " Achatschicht" . Die lagerungsverhältnisse sind vollkommen anders ,und haben mit Schichten nichts zu tun.
Ich bin etwas erstaunt was da für Wilde Geschichten in Sammlerkreisen Kursieren , die der Wahrheit sehr weit entfernt sind .
GA Mario
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Hallo,
wie es aussieht, verschwinden auch in Sachsen immer mehr Fundstellen, welche uns Sammlern noch bleiben. Das ist bei uns leider nicht anders ::). Echt schade.
Glück Auf
Thilo
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ist bei mir am kyffhäuser auch so, es gibt da immer wieder sogenannte sammler die voll den plan haben aber im
naturpark wüten und alles mögliche versuchen auszubeuten bis sie allein alles material haben und dann wundern sie sich wenn verschärfte kontrollen stattfinden und auch die bauern kaum noch jemanden auf ihren feldern suchen lassen.
ich verstehe solche sammler einfach nicht und finde traurig das die dann auch noch in publikationen oder in ihren sammlergruppen gefeiert werden.häufig machen die jungs ja auch noch ne menge geld mit dem material, wie es im harz vorallem der fall ist.
es ist schon traurig wie sich manche leute so verhalten, vorallem wo das alles hobby ist, denn für nen gewerblichen mineralienhandel sind da ein paar genehmigungnen nötig.
wenn ich mir so manche börse anschau, da sind so ne menge aussteller ständig vor ort die verkaufen für unsummen material und haben nicht mal nen gewerbeschein, geschweige das die jungs steuern zahlen.
und leider wird solch ein raubbau von fundorten auch noch durch jeden kunden gefördert, der bei solch unlauteren geschäftemachern einkauft.
ich bin da schon sehr oft angeeckt mit meiner meinung aber ich denke das daran nicht alles falsch ist.
grüsse matze
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Bei der aktuellen Rechtslage kann ich jeden verstehen, der Sammeln in seinem Steinbruch oder auch auf sonstigem Privatgelände offiziell verbietet. Eigenverantwortung ist nicht mehr gefragt, Urteile von Gerichten haben oft nichts mehr mit gesundem Menschenverstand zu tun. Höhere Gewalt oder Restrisiko darf es offensichtlich nicht mehr geben.
Ich wäre mir z. B. bei Grabungsaktionen nicht sicher, ob sich nicht irgendwer findet, der eine Mithaftung des Grundeigentümers unterstellt, wenn irgendwer verschüttet wird!
Und das alles unabhängig davon, ob man sich an einem Fundpunkt "ordentlich" verhält oder nicht.
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heli, das ist vollkommen richtig und leider gibts da noch viel mehr probleme an die kaum einer denkt.
das beste ist halt, man hat nen eigenen steinbruch da ist es viel einfacher.
grüsse matze
-
Nicht einmal dann ist die Haftung so einfach. Wenn man es genau nimmt darf in einem Steinbruch in Deutschland wahrscheinlich nur der Besitzer sammeln. Und der kriegt dann auch Probleme mit seiner Versicherung, wenn was passiert.
Er dürfte aber sicher nicht Mitarbeitern die Erlaubnis zum Sammeln geben. Und schon gar nicht einem Außenstehenden, wenn er nicht ein gewisses Haftungsrisiko eingehen will.
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ist bei mir am kyffhäuser auch so, es gibt da immer wieder sogenannte sammler die voll den plan haben aber im
naturpark wüten und alles mögliche versuchen auszubeuten bis sie allein alles material haben und dann wundern sie sich wenn verschärfte kontrollen stattfinden und auch die bauern kaum noch jemanden auf ihren feldern suchen lassen.
ich verstehe solche sammler einfach nicht und finde traurig das die dann auch noch in publikationen oder in ihren sammlergruppen gefeiert werden.häufig machen die jungs ja auch noch ne menge geld mit dem material, wie es im harz vorallem der fall ist.
es ist schon traurig wie sich manche leute so verhalten, vorallem wo das alles hobby ist, denn für nen gewerblichen mineralienhandel sind da ein paar genehmigungnen nötig.
wenn ich mir so manche börse anschau, da sind so ne menge aussteller ständig vor ort die verkaufen für unsummen material und haben nicht mal nen gewerbeschein, geschweige das die jungs steuern zahlen.
und leider wird solch ein raubbau von fundorten auch noch durch jeden kunden gefördert, der bei solch unlauteren geschäftemachern einkauft.
ich bin da schon sehr oft angeeckt mit meiner meinung aber ich denke das daran nicht alles falsch ist.
grüsse matze
Hallo Matze,
du hast ja so recht. Aber bitte keine neue Fundstellendiskussion - solch eine Diskussion nicht mehr mit mir, ihr wisst warum. Raubbau ist immer Mist und hilft uns als Sammler am wenigsten. Was kümmern mich die Anderen - ist nicht nur egoistisch, sondern schadet uns nur bei unserem Hobby.
Glück Auf
Thilo
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Nicht einmal dann ist die Haftung so einfach. Wenn man es genau nimmt darf in einem Steinbruch in Deutschland wahrscheinlich nur der Besitzer sammeln. Und der kriegt dann auch Probleme mit seiner Versicherung, wenn was passiert.
Er dürfte aber sicher nicht Mitarbeitern die Erlaubnis zum Sammeln geben. Und schon gar nicht einem Außenstehenden, wenn er nicht ein gewisses Haftungsrisiko eingehen will.
Hallo,
es gibt auch Steinbrüche, die man während der Betriebszeit in Begleitung einer Aufsichtsperson der Steinbruchfirma besuchen darf. Aber an die Bruchwand ran ist da natürlich auch tabu.
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Hallo Thilo.
An dieser Fundstelle konnte man für ein Taschengeld schürfen so lange man wollte ...
Sehr viele regionalsammler haben das auch jahrelang ausgiebig genutzt und für paar mark geschürft .
Es wurden große mengen an Achatkugeln geborgen .
dann ging das gesammte Waldgebiet in Privatbesitz über und der neue Besitzer stellte sofort ein Sammelverbot auf.
hier waren die Sammler nicht die schuldigen ;)
Wenn jetzt einer dort auf frischer tat ertappt wird , so weis er genau was auf Ihn zukommt .-
@dorypterus:
und leider wird solch ein raubbau von fundorten auch noch durch jeden kunden gefördert, der bei solch unlauteren geschäftemachern einkauft.
wie soll man das auf einer Börse ,als Sammler beurteilen
wo beginnt unlautere Geschäftemacherei ?
GA mario
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Hallo Mario,
leider war ich nie an dieser Fundstelle ??? Und jetzt darf ich nicht mehr. Ist aber mit vielen Fundstellen bei uns nicht anders, leider. Der Käufer des Waldgebietes will Holz verkaufen, das muß man dann auch verstehen. Auch wenns leider ne geniale Fundstelle ist. Ich könnte mich heute ohrfeigen, weil ich Sachsen gleich nach der Wende, da begann die Sammelleidenschaft wieder aufzublühen, nicht gesucht habe. Und jetzt ist halt viel vorbei, schade ::) :'(, aber ändern kann das keine mehr.
Glück Auf
Thilo
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Ja damit muss man einfach leben ....
Und vorallem auch lernen gewisse regeln zu befolgen .
Aber man sollte nie aufhören zu sammeln , man muss sich eben neue Herausforderungen suchen .
da gibt es noch so viel zu entdecken -
Also weg vom Aufsuchen der bekannten Lokalitäten - neue Stellen suchen und finden :)
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stimmt, ist aber nicht immer so einfach, also alte Schriften lesen und studieren :o
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Aber Hochintressant !!!!!!!!!
Und auch wenn man nichts findet ist es ein herrlicher tag in der Natur ;)