Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Schneiden, Spalten, Schleifen, Polieren / Cutting, Grinding, Polishing => Thema gestartet von: Helicat135 am 10 Jun 08, 19:50
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Hallo,
ich habe mal wieder Probleme mit meinem Kamsdorffundus.
Es sind einige Klumpen dabei, die wiegen um die 1,5 Kg und haben an einer einzigen Stelle eine Druse mit Mineralien.
Wie kann ich die kleiner machen? Geht das überhaupt?
Sägen will ich nicht und mit Hammerschlägen- naja... dann geh vielleicht alles in die Hose...
Was macht ihr in solchen Fällen?
Also nochmal: auf einem Handgroßen Stein sitzt eine MM-Kristallansammlung: so lassen oder kleiner machen? Wenn ja, wie?
Danke für die Antworten.
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Hallo heli,
habe einige positive erfahrungen mit einem großen spannstock gemacht.
spanne dann das stück ein und drehe die schenkel soeinander, das die mineralstufe an der grenze zu den backen wegknackt. notfalls hilft auch ein hammerschlag. bei größeren stücke musst du die prozedur wiederholen.
gruß bodo
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Oder eben eine professionelle Steinknacke kaufen. Die Zuber MP5 funktioniert nach meiner Erfahrung recht gut mit Brocken bis 10cm. Ob bei all diesen Werkzeugen das Stück allerdings an deiner Wunschstelle reißt, kann man nicht mit Sicherheit sagen. Mit einer Steinknacke ist die Chance dafür aber größer als bei Verwendung von Hammer und Meißel, da man den Druck gleichmäßiger aufbauen kann.
Günter
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Glück Auf,
es kommt ja immer auf das Grundgestein an.Ich habe mir für einen Schraubstock Einlegebacken mit Meißel gemacht,geht gut bei relativ weichen Gestein.Bei recht hartem Gestein mach ich mit der Flex Einschnitte wo ich den Meißel ansetze und wen die Stufe mein Format erreicht hat,verbreche ich die Kanten,so das nichts mehr von den Einschnitten zu sehen ist.Mit etwas Übung bekommt man das gut hin und kostet nicht die Welt.
Glück Auf
Lutz
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Hallo Lutz,
wie hast Du denn diese Einlegebacken gefertugt? Kannst Du mal ein Foto machen?
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Hallo Helicat135,
bin zwar nicht der Lutz, habe mir aber vor etlichen Jahren auch zwei solche Backen gefertigt.
Was du dafür brauchst sind zwei Meißel gleicher Bauart, ein Stück "0815" Bandstahl und ein Schweißgerät bzw. jemanden der einigermaßen mit einem Schweißgerät umgehen kann.
Man sollte darauf achten daß die Meißelschneiden möglichst genau aufeinander zulaufen!
Grüße
Jens
anbei noch Bilder meines "low cost" Spalters:
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Detail:
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Mir hat mal ein Sammler den Tip gegeben, große Stücke mit aufsitzenden Kristallen unter Wasser zu bearbeiten. Durch das Wasser werden die Schwingungen der Meiselschläge gedämpft. Ich habe es allerdings selbst noch nicht probiert. Wie gesagt, das soll nur gegen das Abplatzen von Kristallen helfen. Es wird aber nicht helfen, wenn die Textur des Steines so angelegt ist, daß die Spaltrisse ins Zentrum einer Druse laufen. Leider ist das bei sehr vielen Stücken der Fall. Hier hilft wohl nur, mit einer Diamantscheibe von der Rückseite Schritt für Schritt das ungewünschte Material abzuschneiden. Wenn man keinen einzigen, geraden Schnitt durch die Stufe führt und am Ende die Kanten der vielen kleinen Schnitte mit einem kleinen Hammer bricht, sieht das Ergegnis ganz manierlich aus.
Gruß
Uwe
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Ach so, da fällt mir gerade noch ein: Ein handtellergroßes Stück mit einigen Mikromounts an einer Ecke "muß" man verkleinern. Die Kristallfläche sollte in einem ansprechenden Verhältnis zum Gestein der Matrix stehen. Auch ein Mikromount sollte als Stüfchen ästhetisch sein. Leider sieht man in vielen Privatsammlungen, daß dies nicht beachtet wird. Die gesammte Sammlung hat dann, trotz vieler seltener und schöner Mikrominerale, den Charakter eines Packlagers beim Straßenbau.
Gruß
Uwe
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bin zwar nicht der Lutz, habe mir aber vor etlichen Jahren auch zwei solche Backen gefertigt.
Was du dafür brauchst sind zwei Meißel gleicher Bauart, ein Stück "0815" Bandstahl und ein Schweißgerät bzw. jemanden der einigermaßen mit einem Schweißgerät umgehen kann.
Man sollte darauf achten daß die Meißelschneiden möglichst genau aufeinander zulaufen!
Glück Auf,
genau so sollte DAS aussehen :D
Wünsche viel Erfolg bei Deiner FORMATIERUNG!
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hier steht auch noch etwas zum Formatieren von Mineralien: http://www.mineralogie-erleben.de/esammlung.htm#5.1.
Grüße
Jens
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Hi alle
das mit den zwei separat herausnehmbaren Meißelbacken hat den enormen Vorteil, daß man bei Bedarf auch nur eine Meißelspitze benutzen kann, nämlich in Fällen, in denen mit zwei Meißelspitzen kein "Knackpunkt" gefunden werden kann und die Mineralstufe nach den Seiten ausweicht.
Glück Auf!
GEOMAXX
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Na, dann versuche ich mir sowas mal zusammenzubauen ;).
Kann ja mal berichten, wenns was geworden ist ::) ;D
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Na dann viel Spaß Heli!
Immer schön auf die Finger achten und Schutzbrille verwenden! ;D ;D
Grüße
Jens
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Hallo,
ich habe in den Anfangsjahren lange Zeit mit Meißelbacken gearbeitet, bei weicherem Gestein war der Erfolg ganz gut. bei härteren Brocken merkt man, dass die Kraft nicht direkt auf den zu teilenden Stein geht, sondern sich in Höhe der Spindel abspielt. Folge ist, dass das Gewinde des Schraubstockes leidet und schlimmstenfalls sich die Spindel verbiegt. Irgendwann kann dann nicht mehr genügend kraft auf den Stein einwirken. Also nicht allzu sehr spannen, damit der Schraubstock nicht leidet.
Konsequenz: Seit 1996 arbeite ich mit der Zuber MP5. Die Ausgabe hat sich jedenfalls gelohnt.
Gruß Kilo