Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Sonstiges / Others => Thema gestartet von: caliastos am 17 Aug 08, 21:46
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da es mich aktuell wieder ein wenig beschäftigt nun mal die frage:
wie schaffe ich es von uv-mineralen fotos zu machen? das problem ist, daß ich bislang eine knapp 30 jahre alte schwarzlichtlampe verwendet habe, die einen relativ hohen anteil an uv-licht ausgesendet hat.
dieses licht scheint aber gleichzeitig als streulicht zu stören, auch wenn ich abseits der lampe ohne sichtkontakt zu ihr bilder mache.
gibt es da irgendeine einfache möglichkeit? diese normalen uv-lampen für uv-sammlungen sind doch etwas teuer.
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Hallo,
ich hatte mal den Fall einer grossen Linse, die bei UV Strahlung anfing zu floureszieren. Vielleicht ist es bei Dir auch so etwas?
MfG
Frank
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Ja, das könnte ein Grund sein...ich weiß, Pentax vergütet seine neueren Objektive z.B. mit einer Fluorverbindung (Das müßte ich fast mal testen ;) ). Vielleicht gehts ja mit den richtigen Filtern?
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nun, meist habe ich so nen hellen schatten über dem bild liegen. aber diesen halo sieht man auch so schon. also sowas wie streulicht. man sieht zwar die fluoreszenz recht gut, aber dennoch schafft die cam es nicht auch nur ein bischen was davon einzufangen.
aber wie schafft man es dann bilder zu bekommen? einer dieser teuren uv-strahler ohne streulicht anschaffen?
taugt eigentlich das hier?
http://www.krantz-online.de/de/online_shop/produkte/16.html?product=1546&showCat=113
denn das hier ist an sich zu heavy http://www.krantz-online.de/de/online_shop/produkte/16.html?product=293&showCat=113
und das eher witzlos http://www.krantz-online.de/de/online_shop/produkte/16.html?product=289&showCat=113
suche halt auch was ohne dämliches streulicht
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nun, meist habe ich so nen hellen schatten über dem bild liegen. aber diesen halo sieht man auch so schon. also sowas wie streulicht. man sieht zwar die fluoreszenz recht gut, aber dennoch schafft die cam es nicht auch nur ein bischen was davon einzufangen.
Hallo,
Hast du mal ein Beispiel?
MfG
Frank
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Hallo,
hmm, verwendest Du keinen UV-Sperrfilter? Wenn dem so ist (der Sensor ist möglicherweise im UV-Bereich noch empfindlich) wäre das mein erster Versuch. Der Filter lohnt sich auf jeden Fall, den die Aufnahmen werden dadurch kontrastreicher.
Gruß
Berthold
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Möglicherweise ist das Licht der Schwarzlichtlampe nicht gerichtet genug, sondern wird allseitig abgestrahlt? Vielleicht mal ein schwarzes Blatt Papier als Abschirmung zur Kameraseite hin davorhängen, so daß die Kamera möglichst wenig direktes Licht der Lampe abbekommt. Vielleicht hilft da auch eine Streulichtblende.
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hmm, das dumme ist, daß ich weder eines der alten bilder habe, noch die schwarzlichtlampe. alles am alten wohnort. wobei die bilder evtl. irgendwo zufällig mitgewandert sind.
sperrfilter habe ich nicht. aber diffuses streulicht wäre bei röhren logisch.
aber wie steht es mit denen vom krantz? taugen die was?
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Hallo,
ich habe diese hier (I335)
http://www.krantz-online.de/de/online_shop/produkte/16.html?product=469&showCat=113 (http://www.krantz-online.de/de/online_shop/produkte/16.html?product=469&showCat=113)
zum Ansehen ganz ok, nicht so teuer und notfalls auch transportabel. Fotos habe ich damit noch nicht probiert, könnte eventuell etwas zu klein sein.
Günter
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Hmm, ich habe mal für einen Vortrag Bilder von der UV-Floureszenz diverser Minerale gemacht und hatte ansich keine Probleme, weder in LW- noch in MW- oder KW-UV. Ich verwende eine Canon EOS 20D, die UV-Lampe hatte ich so platziert, das sie über der Kamera aber von ihr weg zur zu fotografierenden Stufe gerichtet war. Grade im KW-UV flouresziert schon das normale Fensterglas und auch die Objektivlinsen könnten floureszieren was natürlich zu streulicht führt. Auf der anderen Seite ist ein floureszierendes Glas sicherlich auch ein effektiver UV-Sperrfilter, allerdings nur für MW und KW.
Vielleicht kannst Du uns einfach nochmal ein Bild zeigen um das Ausmaß des Streulichts zu sehen. Ich hatte auf meinen Aufnahmen auch ein leichtes violettes "Hintergrundleuchten", hab das aber einfach mal als gegeben hingenommen - es störte allerdings auch nicht wirklich.
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Hallo,
Auf der anderen Seite ist ein floureszierendes Glas sicherlich auch ein effektiver UV-Sperrfilter,
...aber natürlich kontraproduktiv denn das Fluoreszenzlicht macht dann einen Schleier über das Bild. :P
Gruß
Berthold
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Ich war vor einige Wochen 3 wochen im Illimaussaq complex unterwegs,
und habe dort in Grunland alle meine Stufen fotografiert (etwa 400 bilder in tageslicht und in UVlicht LW/KW)
sehr einfach: digitalcamera Canon Ixus 75, UV licht im komplette dunkelheit, schwarzes plastic als boden, so bis 1 stop unterbelichten und fertig
keine Filter, kein bildbearbeitung hinterher, nur schiessen... :-)
ich finde die bilder ziemlich gut gelungen ; viele sind schon hier: http://www.strahlen.org/smf/index.php/topic,1889.0.html
(es braucht 10 bilder um ein scharfes zu schiessen...
Cheers!
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Super UV Bilder .. wären auch was fürs Lexikon ;) :D
Cheers ;) Stefan
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kannste gerne benutzen hier im lexikon ;-)
ich habe nur zeit fur reisen, nicht fur lexikon bauen hahaha
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Hallo,
ja, mit einer guten UV-Lampe KANN es problemlos gehen, muss aber nicht sein (z.B. Linsenfluoreszenz). So ein UV-Sperrfilter ist ja nicht so teuer und verbessert in aller Regel die Aufnahmen (den Kontrast). Selbst bei Landschafsaufnahmen bringt der UV-Filter oft viel, schadet also praktisch nie, deswegen verwenden manche Profis solche Filter als "Objektiv-Schutzfilter" (um Schmutz und Spritzwasser von der Frontlinse fernzuhalten) grundsätzlich.
Mit geeigneten Filtern kann man aber noch mehr bewirken: Beispielsweise bei der Fotografie von Fossilien. Helmut Tischlinger hat beispielsweise mit UV-Licht und besonderen Filtern (auch) den Berliner Archaeopterix fotografiert. Dabei wurden Weichteil- Knoch- und Federstrukturen sichtbar die -bis zu diesen Aufnahmen- unbekannt, weil unsichtbar waren. Die Bilder sind echt beeindruckend.
Gerade bei UV-Fotografie kommt es in erster Linie auf die Lichtquelle, zweitens auf die Filter und erst nachrangig auf Kamera/Objektiv an. Es macht natürlich einen großen Unterschied ob mit einer "Schwarzlichtlampe", mit einer LW, MW oder KW-UV-Strahler gearbeitet wird denn deren Spektrum ist sehr unterschiedlich. Schwarzlichtlampen (um die ging es ja in der Frage) haben einen relativ hohen Anteil von Licht im violett-Bereich. Dass damit andere Effekte / Beobachtungen möglich sind als mit "echten" UV-Lampen liegt auf der Hand, ich hatte dazu mal ein paar Zeilen im Aufschluss geschrieben (1). Bei der Fotografie muss man auf jeden Fall versuchen, dass nur ein möglichst geringer Teil des UV-Lichts im Objektiv ankommt.
Gruß
Berthold
(1) WEBER, B. (1977) Beobachtungen mit einem preiswerten UV-Gerät, Der Aufschluss 28, Heft 10, S. 403-404
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Danke Berthold,
ich werde 100%ig mal ein Filter kaufen wenn ich die gute Bilder machen werde.
Tim Welting hat vor einige Monate meine Funde aus Franklin/Sterling Hill fotografiert, und dann hat er auch ein Filter benutzt
ich weiss aber nicht welcher
wir diskutieren gerade ein bissel hier uber UV-fotografie ;-)
http://www.strahlen.org/smf/index.php/topic,610.0.html
cheers!