Mineralienatlas - Fossilienatlas
Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Dies und Das / this and that => Thema gestartet von: wolfilain am 22 Oct 04, 19:48
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thermolumineszens gesehen?
Zb. bei fluorit
Wie sehr leuchtet der ?
und wie sehr mus das zeug erwärmt werden ?
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Die Kristallstücke, die man am besten in ein Reagenzglas gibt, zerplatzen und es gibt im Reagenzglas ein Minifeuerwerk. Ist nur kurzzeitig.
Glück Auf
Uwe
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Hallo,
Thermolumineszenz zeigen viele Fluorite. Einchfach Raum total abdunkeln und einen Fluorit auf eine (alte !) Herdplatte legen (kein Ceranfeld!). Bei so ca. 130° fangen manche Fluorite an zu leuchten (ist schon zu sehen aber schwach, Auge sollte sich an die Dunkelheit angepasst haben, kann mehrere Minuten dauern). Aber Vorsicht, bei höheren Temperaturen leuchten die Kristalle zwar etwas kräftiger, aber zerspringen irgendwann (Verletzungsgefahr !). Diese Leucht-Erscheinung kann man im Normalfall nur einmal beobachten, angeblich könnte der Fluorit mit radioaktiver Strahlung wieder "aufgeladen" werden, das kenne ich aber nur aus der Literatur. Mehr Info's wieder einmal auf meiner Seite http://www.berthold-weber.de/w_f_flu.htm :)
Gruß Berthold
[gelöscht durch Administrator]
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danke =)
mich würde aber auch der physikalische bzw chemische vorgang der "reaktion" interessiern
(edit)
2.) Thermolumineszens
Diese Methode beruht darauf, dass in einem Kristallgitter durch radioaktive Strahlung freie Elektronen dauerhaft angeregt werden können. Dabei werden die Elektronen auf ein höheres Niveau angeregt, und können dann, unter Emission von EM-Wellen, wieder auf ihr Ursprungsniveau zurückfallen. Bei bestimmten Stoffen fallen sie aber nicht gleich auf ihre alte Bahn zurück, sondern geraten in ein Zwischenniveau, von dem aus sie sich nicht weiter hinunter bewegen können. Um dem Zwischenniveau zu entkommen, ist eine bestimmte Energiemenge notwendig. Wird diese Menge nicht angeboten, so bleiben die Elektronen wie in einer Falle stecken. Werden diese Kristalle im Labor über eine bestimmte Temperatur (etwa 300°C) erhitzt, so kehren die Elektronen in ihren Ausgangszustand zurück und emittieren Lichtwellen. Aus der Temperatur, der Intensität, dem Spektrum und anderen Parametern lässt sich dann das Alter der Probe ermitteln. Diese Methode ist für Quarz- und Feldspatkristalle geeignet, und findet in der Archäologie bei der Datierung von Keramiken Verwendung.
quelle:
http://www.google.de/search?q=cache:chPmoFbcGhAJ:www.crazygeologs.de/referate/GeochronologieReferat.doc+thermolumineszens&hl=de