Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: eddi am 11 Sep 08, 10:57
-
Letzten Sonntag war ich mal wieder in den Beckumer Brüchen unterwegs.
Da ist schon seit ca. 3 Jahren so ziemlich tote Hose, aber man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben.
Wie zu erwarten, waren in den Abbaubereichen keine Störungen oder Anzeichen von Klüften zu sehen, die Kalkmergel-Bänke liegen alle schön waagerecht aufeinander.
Find ich gar nicht schön ;D
Weil ich noch Zeit hatte, fing ich in dem alten Kluftbereich zu buddeln an.
Nach 3 Stunden und ein paar Zentner Gestein hatte ich endlich Glück, eine Calcit-Kluft tat sich auf. Noch ein paar Kalkplatten beiseite gestemmt und ich konnte einen
Teil unbeschädigt bergen. Solche XX habe ich aus Beckum noch nicht gesehen. Sie wuchsen wie in einer Scherkluft von Wand zu Wand, darunter auch typische
Faden-XX, wie man sie vom Quarz kennt. Bild 4 zeigt die Wachstumsrichtung.
Es lohnt sich also doch, ab und an alte Fundstellen aufzusuchen. Insgesamt konnte ich 20 Klein- und Handstufen bergen, alle hochglänzend, schöne XX-Gruppen und
dazu die Fadencalcite!
Anbei ein parr vorgereinigte XX.
Nächsten Sonntag ist der Rest der Kluft dran ;)
Grüße
Eddi
-
1
-
2
-
3
-
4
-
5
-
6
-
7
-
Hi,
die sehen ja wirklich interessant aus ! :D
Glückwunsch und viel Glück noch beim Ausbeuten des Restes.
Glückauf
Klaus
-
Gutentag Eddi,
Die Calciten sehen ja schon aus. Gratuliert mit dieser schöne funden. In welchen bruch haben sie diese schöne Calciten gefunden?
Grüße von Bert
-
Das würde mich auch mal interessieren. Ich war vor ein paar Wochen in dem großen Bruch bei Beckum und hab doch recht brauchbare Strontianite gefunden. Mag vielleicht sein, das ein Sammler, der dort schon häufiger Unterwegs war, sie liegen gelassen hätte (ich war das erste mal dort), aber ich bin ganz zufrieden - auch wenn ich zweimal gehen musste. Außerdem hab ich extrem viele, zum Teil auch recht große Calcite gesehen. Leider lagen die alle schon etwas länger offen rum und waren daher allesamt beschädigt, zudem hatte ich meine Priorität auf Strontianit gesetzt. Klüfte und Störungszonen hab ich überall in dem Bruch gesehen; mal mehr, mal weniger gut auskristallisiert...
-
Der "Rest" der Kluft brachte fast noch bessere Groß-, Hand- und Kleinstufen ebenso kleine Schwimmer.
Nun aber zum Grund dieses Beitrags, Frage an die Experten: Habe ich da wirklich etwas Seltenes gefunden
(schön und interessant sind die Stufen durch die Halbtransparez und Rundumausbildung allemal) aber Fadencalcit
kenne ich nur aus Ilfeld/Harz und dort auch "nur" als MM. Und warum sollte der Formenweltmeister keine Faden-XX bilden?
Falls jemand Interesse hat, gerne auch Tausch, bitte melden
Eddi
-
@eddi: mit was könnte man dich beim tausch 'beglücken' ???
udo
-
Hallo,
wirklich schöner und interessanter Fund. Also Fadencalcite muss es auch von anderen Fundorten geben, in der Quarz-Monografie vom Rykart stehen als "fadenbildende" Mineralien aus alpinen Klüften noch Adular, Albit, Epidot, Hessonit,..., und eben Calcit. Vorraussetzung für ein solches Wachstum ist wohl, dass der Calcit genau dann kristallisiert, wenn sich die Kluft öffnet (dadurch dann imer wieder Bruch/Rekristallisation=>Fadencalcit).
Gruß Daniel