Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Fototechnik / Photo technique/ la tecnología foto => Thema gestartet von: Xyrx am 14 Sep 08, 18:30
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Hallo,
ich probiere mich nun auch an Makros. Ich habe eine Canon PowerShot 90 IS, also eine digitale Spiegelreflex mit 2,6 MPixel. Dazu schraube ich ans Objektiv der Kamera eine Raynox Makrolinse M-250, dazwischen eventuell einen Polarisationsfilter wegen Ausblendung von Reflexen. Die Beleuchtung erfolgt durch eine oder zwei 70-Watt HQI-Lampen in 40cm Abstand. Soweit zur Technik. Ich lade mir die RAW-Dateien der Kamera auf den Rechner, konvertiere die zu TIF-Dateien. Diese werden bearbeitet, dann als JPG fürs Netz verwendet. Wenn ich richtig gerechnet habe, komme ich auf eine 35fache Vergrößerung an der Optik der Kamera. Unten ein Bild Tobernit auf Rauchquarz, Bildbreite ca. 7mm.
Meine Probleme habe ich mit der Schärfe allgemein, insbesondere der Tiefenschärfe. Farben sind kein Problem. Kann mir jemand Tips geben?
Viele Grüße
Xyrx
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Hallo,
Mach mehrere Fotos mit unterschiedlicher Schärfeebene und füge sie mit Combine ZM (Freeware) zusammen. Zur Anleitung: Digitale Mehrebenen-Fotografie im Lexikonteil.
Glück Auf!
Smoeller
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Soweit wollte ich es nicht treiben. Klar geht diese Software. Aber ich kann die Kamera nicht so genau auf verschiedene Ebenen einstellen. Was kann ich grundsätzlich besser machen?
Viele Grüße
Xyrx
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Hallo,
also, 35fache Vergrößerung - ähh glaube ich nicht. 35-fach auf den Sensor würde eine Bilddiagonale im Original um/unter 0,5 mm bedeuten.
Aber zu der Fage der Schärfentiefe: Das geht nur sehr begrenzt über die Blende, und - fast unbegrenzt - über die angesprochene Mehrebenentechnik. Die DMF ist heute aus der Fotografie von Mineralien und hier besonders im extremen Makrobereich nicht mehr wegzudenken. Wenn Du Probleme mit der Cam-Einstellung hast: Montiere doch die Cam fest und bewege das Objekt (ich habe mir da einen Schlitten mit Mikrometerschraube gebaut ;D)
Gruß
Berthold
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Hallo,
gibt es da eigentlich auch eine Variante für die einfachen Kompakt-Digitalkameras ?
Hier erfolgt die Scharfeinstellung doch automatisch. Wie bekommt man da die Schärfe auf verschiedene Bereiche, um nachher mit der Software arbeiten zu können ?
Hat da einer eine Idee ?
Gruß
Psaronius
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du muß die Scharfeinstellung manuell vornehmen können - mit autofokus hast du keine change die DMF zu nutzen
udo
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Hallo,
Mehrebenenfotografie geht auch mit manchen kompakten Digitalkameras, wenn auch nur ansatzweise. Die Canon Ixus verfügt z.B. über einen "intelligenten" Autofocus, der das Hauptmotiv im Vordergrund scharfstellen soll, auch wenn sich dieses nicht in der Bildmitte befindet. Wenn man mehrere Aufnahmen des gleichen Ausschnittes macht, werden dabei (zumindest häufig) verschiedene Bereiche scharfgestellt. Danach kann man über das Menü noch zum "normalen" Autofocus wechseln, der nur die Bildmitte scharfstellt. Wenn diese wenigen Bilder dann mit CombineZ kombiniert werden, ist meistens eine deutliche Verbesserung zu erkennen. Sollte so eigentlich auch mit der passenden Makrolinse funktioniernen. Welche Kamera hast du denn genau?
Gruß Daniel
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Ich mache das mit der Serienbildfunktion (Canon A640), da sich der Autofocus nicht abschalten lässt. Funktioniert eigentlich ganz gut
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Bei einigen Kameras lässt sich der Focus fest auf unendlich stellen. Dann muss man eben die ganze Kamera oder das Objekt bewegen. Bei Aufnahmen durch ein Bino ist das kein Problem, ansonsten braucht man den schon erwähnten Schlitten mit präziser Verstellschraube.
Günter
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Hallo,
ich fotografiere mit einer Olympus, die hat ein Fokus Bracketing-Funktion. Ich stelle die Kamera manuell auf einen Punkt scharf und dann macht die Kamera je nach Einstellung im Menü, 5 bzw. 7 Aufnahmen, die vor dem eingestellten Fokuspunkt und dahinter liegen. Dies funktioniert allerdings nur im Makrobereich, da ich auf alle Fälle ein Autofokus-Objektiv benutzen muß. Theoretisch müßte das dann auch im Mikrobereich mit einer Vorsatzlinse funktionieren, habe ich allerdings noch nicht probiert.
Bei Mikroaufnahmen arbeite ich wie berthold schreibt mit einem Mikroskoptisch der sehr genau hoch und runter bewegt werden kann. Das heißt ich habe bisher noch keine Aufnahmen gemacht (einfach keine Zeit). Warte im Moment noch auf einen Adapter von Zeiss um meine Kamera am Mikroskop anschließen zu können (soll diese Woche noch kommen).
@berthold
wie ist das, wenn man den Tisch, also letztendlich das Objekt bewegt, verändert sich der Abstand zum Sensor und dadurch auch der Aufnahmewinkel. Rechnet combineZ oder HelikonFokus diesen Faktor mit ein oder ist das so gering dass es nichts ausmacht.
Der Zeissmitarbeiter der vor zwei Wochen bei mir war meinte nur, dass es da spezielle Software gibt die das mit berücksichtigt aber die sei sehr teuer.
Gruß
Edgar Müller -loparit-
Hier mal noch ein Bild zur Verdeutlichung des Fokus-Bracketing
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Hallo Edgar,
ich bin schon der Meinung das Combine ZM das kompensiert.
Ich konnte die Schärfe bei meiner alten Digitalkamera nicht auf unendlich stellen
und da habe ich es dann über das Mikroskop gemacht.
Zwischen der ersten und letzten Aufnahme in dem Stapel liegen Welten.
Die Software Combine ZM sucht ja nach Übereinstimmungen in den Bildern
rechnet, rechnet und rechnet nochmal. ;-) inklusive Anpassung.
Ergebnis ist ein Bild mit durchgängiger Schärfe.
Gruß
René
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Hallo,
Rechnet combineZ oder HelikonFokus diesen Faktor mit ein
schlicht und ergreifend: Ja (habe ich im Normalfall immer eingeschaltet, der Faktor wird als "Skalierung" angezeigt)
Gruß
Berthold
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gibt es da eigentlich auch eine Variante für die einfachen Kompakt-Digitalkameras ?
Hallo Psaronius,
ich habe bei meiner alten Canon Ixus V3 (habe mittlerweile eine Powershot A590 IS mit besserer Makro-Funktion) immer mit Klebeband eine Lupe vor die Linse geklebt (als Pseudomakro-Linse) und dann die Finger so vor die Lupe gehalten, dass nur das 'Objekt der Begierde' frei war und die Kamera somit darauf fokussieren MUSSTE (denn meine Finger waren zu nah und nicht fokussierbar)... Das ist zwar nichts im Vergleich zu einer DSLR, aber so habe ich das Beste aus meiner Kompaktkamera geholt, denke ich.
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Hallo Frey,
mache mit meiner Kompaktkamera (und einigen selbstgebauten Zusatzmaterialien) eigentlich auch ganz gute Mikroaufnahme durchs Mikroskop. Mir ging es eigentlich um die Möglichkeit, das Prinzip der Mehrebenenfotografie samt der dazu benötigten Software zu nutzen...
Trotzdem würden mich mal Ergebnisse Deiner Variante (Lupe vor Objektiv geklebt) interessieren,
da das ja eine Möglichkeit zum Improvisieren für unterwegs wäre...
Gruß
Psaronius
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Hallo Psaronius,
oh, dann habe ich das wohl etwas falsch verstanden; nun gut, hier dennoch ein paar meiner Aufnahmen als Beispiel...
Wie gesagt, die Aufnahmen habe ich mit meiner alten Ixus V3 gemacht; meine neue Powershot A590 IS macht selbst ohne Makroobjektiv aehnlich gute Aufnahmen... aber zur Zeit der Ixus war das halt eine enorme Verbesserung. ;)
(Hmm, die "Max. Dateigröße" scheint sich auf alle Dateien insgesamt zu beziehen, also muss ich zwei mal Posten...)
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(Hmm, die "Max. Dateigröße" scheint sich auf alle Dateien insgesamt zu beziehen, also muss ich zwei mal Posten...)
PS: Ups, hab ich das Zahlengewurschtel falsch umbenannt, das duerfte ein (Meta-) Autunit sein, kein Uranocircit... erstmal Kaffee trinken. :-[
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Hallo,
danke für die schnelle Reaktion.
Ich habe damals meine "Digi-Kompakt" nach den Makroqualitäten ausgesucht. Und die sind ganz gut.
Im Prinzip komme ich schon ohne Bastelei recht dicht an die Aufnahmeobjekte und auch mit dem Mikroskop funktioniert das recht gut. Das einzige Problem ist die Tiefenschärfe. Dieses Problem existiert übrigens genauso bei den Spiegelreflexkameras. Nur da hat man eine Alternative, - man kann mit der entsprechenden Software und einer Folge von Aufnahmen die Sachen aufmotzen.
Bei den Kompakten ist, wie schon oben erwähnt, das Autofokus da ein Hindernis...
Gruß
Psaronius
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Hallo Psaronius,
die Digi-Kompakt die du benutzt, kann man ganz sicher nicht umstellen auf manuellen Fokus?
Ich frage deshalb, da ich auch Kompaktkameras habe und die kann man alle auf manuellen Fokus umstellen. Allerdings ist das eine Ricoh und eine Minolta.
Gruß
Edgar Müller -loparit-
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Hallo,
nein mein Gerät läßt sich nicht umstellen. Kann mir dass auch gar nicht vorstellen, wie Du bei einer Kompaktkamera das realisieren willst. Die brauchen dann ja ein manuell veränderbarer Objektiv...
Aber kann sein, dass ich solche Typen bloß nicht kenne.
Gruß
Psaronius
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Hallo,
muss nicht, meistens sind es zwei Tasten ;-)
Mfg
frank
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Das ist dann kein vollständig manueller Focus, sondern meist eine feste Einstellung auf unendlich. Das ist aber für die meisten Macroaufnahmen ausreichend, man bewegt dann eben das Objekt...
Günter
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Also - bei mir war es (Minolta und jetz Casio) eine Menue-frage und mit taste "rauf" - Taste "runter" wurd scharf gestellt. Wichtig bei Aquarien - die Fische wurde nfast nie scharf sonst
Frank
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Also bei meiner aktuellen Nikon Coolpix P5100 ist es so wie beschrieben, bei meiner alten Coolpix 995 konnte man dafür am Rad drehen ;D
Günter
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Bei der Minolta die ich hatte, konnte ich mit einem Schalter auf manuellen Fokus umstellen und dann sogar am Objektiv fokussieren. Bei der Ricoh ist es so, dass man wie "KRIZU" schreibt im Menü umstellt und dann mit den Feiltasten fokussieren kann.
Ich habe heute mal Aufnahmen gemacht. Einen Mimetesit aus dem Erzgebirge und Aufnahmen von Baryt aus Rumänien. Der Mimetesit ist aus 7 Aufnahmen mit CZ zugerechnet. Beim Baryt habe ich zwei fast identische Aufnahmen. Die eine ohne CZ, also eine Aufnahme und die andere aus 15 Aufnahmen zusammengerechnet.
Die erste Aufnahme aus der Reihe der 15 habe ich dann hier mal zu der Aufnahme welche mit CZ bearbeitet ist zum Vergleich eingestellt. Könnte ihr mit Gewissheit sagen welche Aufnahme mit CZ bearbeitet wurde. Für mich kein großer Unterschied.
Kamera Olympus E 330 und Zuiko Digital 50 mm Makro Objektiv.
Gruß loparit
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hier mal noch die beiden Baryte-Aufnahmen
Wie gesagt, das erste Bild aus der Stack-Reihe im Vergleich zur Aufnahme bearbeitet mit CZ aus 15 Bilder
Gruß
loparit
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Wenn man den Weißabgleich noch nutzt wird es noch besser und origineller
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Na hier mal mit Weißabgleich!
:D
Gruß loparit
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Hallo loparit,
der Unterschied ist wirklich minimal. D.h., dass auch Deine Aufnahme unter "Aufpuschen" recht gut ist.
Übrigens habe meine Kamera nochmal genau gesichtet (inklusive Bedienungsanleitung). - Da gibt es wirklich keine Möglichkeit für ein manuelles Scharfstellen...
Gruß
Psaronius
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welche Kamera ist das?
MfG
Frank
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Hallo Loparit
Das sieht doch gleich besser aus und der Gelbstich ist weg.
Diese Bilder kannst Du jetzt getrost ins Lexikon stellen.
Mit Aufputschen hat das aber nun wirklich nichts zu tun.
Jeder Hobby-Fotograf der nur etwas von der Bildgestaltung versteht
nutzt den Weißabgleich den jede gute Kamera nun mal hat.
Nochmals Gratulation vom Mineralroli
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@ Krizu
Es ist eine DSL Olympus E330, mit einem 50 mm Makroobjektiv ebenfalls von Olympus.
Gruß
Edgar Müller
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Hallo,
es sollte aber gehen.
siehe:
http://www.photoscala.de/node/view/1486
und
http://www.penum.de/forum/printthread.php?id=48335
und
http://oly-e.de/test_e-330.php4
leider kann ich da nicht weiter helfen.
:'(
Frank
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@ Krizu
? verstehe nicht ganz ?
Was sollte gehen ?
Gruß loparit
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@Edgar
Entschuldige, ich meinte die Kamera von Psaronius.
Aber der Baryt ist wirklich gut geknipst!
Ic hhabe versucht die Unterschiede zu suchen. Da war nichts direkt. Bei meinen Versuchen hatten ich Tiefenschärfen von rund 5mm hier auf dem Tief. Da war CombineZ gut.
@Psaronius
Welche Kamera verwendest du?
Entschuldigung für das Durcheinander.
MfG
Frank