Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Geschiebe / Glacial erratic => Thema gestartet von: Isarkiesel am 30 Oct 08, 18:55
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Hallo Geschiebesammler an Nord- und Ostsee,
ich habe aus meinem letzten Urlaub einige Funde mitgebracht, die ich zwar klar als Ignimbrite einordnen kann, bei der näheren Charakterisierung jedoch Schwierigkeiten hatte. Frage: Kennt jemand Literatur zu dieser Geschiebeart, die über die Information aus dem"Smed" bzw. dem "Schulz" hinausgeht?
Danke für jeden Hinweis!
Gruß,
Holger
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Tja....
allgemein den "Zandstra"
dann gibt es diverse Publikationen in den Sverig. Geol. Unders.
Und bei www.kristallin.de kannst Du ja auch mal nachfragen. Der Autor (impressum!) gibt bestimmt gerne das eine oder andere Zitat weiter...
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ach ja, auf das Naheliegendste kommt man natürlich zuletzt ;) :
Es gab so manchen Artikel in der ga (geschiebekunde aktuell), und über die bei der GfG (Gesellschaft für Geschiebekunde) auf CD erhältlichen Kaerlein-Geschiebebibliographie dürfte sich auch das eine oder andere Zitat finden lassen......
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Glück auf Isarkiesel
Eine umfassende Einführung zu Ignimbriten mit dazu passenden Fotos findest Du in: SCHMINCKE: Vulkanismus. (Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt.)
Zu den Ignimbriten im Geschiebe: Für die Bestimmung von Hand wird man sich auf die Varianten mit eutaxitischen Gefügen beschränken müssen. Das sind die Ignimbrite, die eine Grundmasse aus feinster vulkanischer Ascher mit eingelagerten, meist kurzen und gewellten Fiammen (=Flammen) und kleinen Bruchstücken sowie Kristallen (Quarz und Feldspäte) zeigen. Die allermeisten dieser Eutaxite kommen aus Dalarna und sind gut erkennbar. Es ist nötig, die Gefüge um die Einsprenglinger herum mit der Lupe genau zu kontrollieren, da es auch Gneise gibt, die recht ähnlich aussehen.
Andere Ignimbrite sind überwiegend aus Bruchstücken in Aschmatrix (plus Glas) aufgebaut. Die kommen aus dem Oslograben. Die sind aber nicht leicht von Sedimentiten mit eckigen Klasten zu unterscheiden. Wenn man letztere in Norddänemark findet, mag es angehen, denn da ist der norwegische Anteil noch groß. Aber schon in Norddeutschland gibt es zu viel Material aus anderen Gebieten, als daß man sedimentär aussehende Ignimbrite sicher von Hand bestimmen kann.
Letztlich ist eine wirklich sichere Bestimmung von den Geländeverhältnissen abhängig: Ignimbrite sind des Ergebnis von Glutlawinen, die wie Flüssigkeiten fließen. Ignimbrite sind also an ihrer Ausbreitung im Gelände erkennbar. (Das ist im Geschiebe "etwas schwerig".)
Alternativ beleiben noch Dünnschliffe - das ist aus anderen Gründen wenig ersprießlich.
Hast Du ein Foto?
Suchst Du was bestimmtes?
Saxigfragus
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Hallo Saxifragus (und Mitleser)!
Nun, die Dünnschliffe schrecken mich nicht - die Fundstücke sind sogar schon zurechtgesägt; mal sehen, wann ich dazu komme, die auch zu schleifen... ;D Das Zeug ist teilweise verteufelt hart und braucht Zeit bei der Bearbeitung.
Was ich konkret suche, ist folgendes: Ich habe einen (wie ich denke) ziemlich "untypischen" Ignimbrit gefunden. Er ist weder dunkelgrau, violett oder dunkelrot (wie sonst die meisten Funde, die in den Tafelwerken als Beispiele von Ignimbrit-Geschieben abgebildet sind), sondern richtig schön "aschefarben", jedoch mit deutlich erkennbarem eutaxitischem Gefüge. Zuerst habe ich den Fund auch als Sediment oder Gneis angesehen, da er stark verwittert war und die Bimsstreifen und Einsprenglinge auf der Oberfläche stark hervortraten - die anderen Ignimbrite, die ich gefunden habe, waren alle galtt, kieselig hart, fast wie Feuerstein, wie es auch in der Literatur beschrieben ist. Beim Schneiden leisteten diese auch entsprechenden Widerstand - durch den "Aschgrauen" ging die Säge wie durch Butter. Zudem ist er recht porös.
Fotos folgen demnächst. Aber die Frage, die mich umtreibt, ist zunächst mal: Ist das Stück einfach stark verwittert, oder gibt es in Skandinavien evtl. auch derartige, relativ wenig verfestigte Ignimbrite?
Danke auch an Dich und Tapir für die Literaturtipps - ich denke, man wird sich da vielleicht in die schwedische/norwegische Literatur einlesen müssen (wenn man es denn könnte ;D), um Angaben zu den einzelnen Typen zu finden. Also ein wenig zu viel für einen Amateur.
Gruß,
Holger
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hallo,
ich muss mich mal dazwischendrängeln mit folgender frage:
anhand welcher eigenschaften kann ich makroskopisch (hier: mit bloßem auge) einen ignimbrit von einem porphyr mit schlieren unterscheiden? am liebsten wäre mir eine checkliste für dummies ::)
bsp. für egnimbrite: http://www.kristallin.de/rapakiwis/31_3_v.jpg (http://www.kristallin.de/rapakiwis/31_3_v.jpg)
http://www.kristallin.de/rapakiwis/bilder/Alandignimbrit-de-Jong.jpg (http://www.kristallin.de/rapakiwis/bilder/Alandignimbrit-de-Jong.jpg)
haldenschreck
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Moin allerseits!
Zu Deiner Frage, Isarkiesel:
Ich kenne einige Ignimbritvorkommen in Skandinavien, aber ein so weicher, wie der von Dir beschriebene, ist nicht dabei. Die am wenigsten verfestigten kommen noch aus dem Oslograben, die sind auch noch jung (Perm). Kannst Du bitte den Fundort des Geschiebes präzisieren?
Ansonsten warten wir mal auf Dein Foto.
Was das Einlesen in die Primärliteratur betrifft: Ich will Dich nicht bremsen, aber da hast Du viel vor. Es gibt nur wenige Publikationen, in denen die äußeren Merkmale aufgelistet werden. Meist sind sie im Text nebenbei erwähnt, so daß man viel lesen muß, um an einige Beschreibungen zu kommen.
Eine löbliche Ausnahme ist: "Sven Hjelmqvist: The Porphyries Of Dalarna Central Sweden"
(Uppsala 1982, SGU Serie C Nr. 782). Die Schrift ist bei der SGU zu bekommen.
Die Adresse der SGU ist auf der folgenden Seite unten:http://www.sgu.se/sgu/sv/produkter-tjanster/produkter/sgu_publ/oversikt.html (Anfragen ijn englisch)
An Haldenschreck: Du fragst, wie man "einen Ignimbrit von einem Porphyr mit Schlieren unterscheiden" kann. Ähem: GAR NICHT, Ignimbrite sind zum Teil Porphyre mit Schlieren.
In Deiner Frage gehen zwei unterschiedliche Betrachtungen in eins zusammen. Ignimbrit bezeichnet die Entstehung. "Porphyre mit Schlieren" sind Gefügebeschreibungen. Beides schließt sich nicht aus. Die eutaxitischen Gefüge sind mit Lupe und nur ganz selten mit bloßem Auge dann sicher zu erkennen, wenn man sehen kann, daß bei der Ablagerung der Glutlawine die einzelnen Bestandeteile aufeinander "geklatscht" sind. Die Bruchstücke oder Kristalle (meist sind es Feldspäte) waren beim Ausbruch des Vulkans schon auskristallisiert und als einigermaßen feste Bestandteile in der Asche-, Bims-, Glasmasse enthalten. Wenn das alles den Hang des Vulkans abwärts fegt und dann in Sekunden unsortiert (!) übereinander abgelagert wird, ergibt das ein sedimentäres Gefüge. Die Kristalle oder Xenolithe werden im Ignimbrit als feste Bestandteile ohne Beschädigungen von der Aschenmatrix und den Bimsfladen umflossen. Das ist im Grunde das entscheidende Detail.
Sieht das Gefüge nach Ablagerung aus, ist es ein Ignimbrit. Sieht es deformiert aus, dann nicht. Im zweiten Fall wurden die "Schlieren" durch eine Verscherung des Gefüges erzeugt - also in einem Gneis. Das Gegenstück zu einem Ignimbrit, mit dem ihn verwechseln kann, sind Augengneise oder Mylonite, also metamorphe Gesteine.
Das ist aber nicht immer erkennbar! Es gibt Geschiebe, die kann man nur wegschmeißen, da man es einfach nicht sehen kann.
Ich bin dabei, eine Zusammenfassung zu diesem Thema auszuarbeiten - mit Bildern. Wenn Ihr noch zwei bsi drei Wochen wartet, gibt es das, was ich jetzt eben umrissen habe, als ausformulierte und bebilderte Seite im Netz.
Übrigen habe ich heute an einer Exkursion an der Ostsee teilgenommen und passenderweise einen Ignimbirt mit einem so groben Gefüge gefunden, daß man die Gefügedetails aus einem Meter Entfernung sehen kann. Ich suche mal eben das Bild raus.
Saxifragus
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Hier das Foto:
Das gute Stück ist ein besonders grob ausgebildeter Ignimbrit aus (sehr wahrscheinlich) Dalarna. Der Bildausschnitt ist etwa 12- 15 cm breit.
Die mit Pfeilen markierte quer laufende braune Schliere ist ein überdimensionaler (ehemaliger) Bimsfladen (= Fiamme, = Flamme). Normalerweise sind die nur einige Millimeter dick und wenige Zentimeterbreit, aber oft gewellt, so wie hier.
Diese Flammen schmiegen sich um die Kristalle herum, die auber und scharfkantig bleiben. Das kann man im oberen Bildteil etwas besser erkennen. Allerdings sind dort die Fladen nicht so superscharf ausgebildet. Die Kristalle sind Feldspäte. Das Gestein ist makroskopisch quarzfrei.
Das Bild beantwortet nicht die Frage von Isarkiesel, sondern illustriert nur, daß "schlierige" Porphyre auch Ignimbrite sein können.
Mit dem "schlierig" muß man übrigens vorsichtig sein. Es gibt auch Porphyre, in denen die Grundmasse verschmiert ist, ohne daß es Ignimbrite sind. Das sind dann nur farbige Inhomogenitäten innerhalb der Grundmasse.
Saxifragus
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Hallo Saxifragus,
der Fundort ist die Hörnum-Odde auf Sylt. Da ich dort auch schon Rhombenporphyr, Larvikit und Oslobasalt gefunden habe, hätte ich mit einer Einordnung des Ignimbrit-Fundes in dieselbe Gegend keine Probleme.
Das Foto unten zeigt ein kleines Plättchen des ursprünglichen Steins; Farbe und Gefüge sind jedoch einigermaßen gut zu erkennen, hoffe ich.
Gruß,
Holger
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Als Ergänzung zu Saxifragus' Ausführungen über das Gefüge der Ignimbrite hier noch eine Übersichtsaufnahme eines Ignimbrit-Dünnschliffes, der von einem anderen als dem oben vorgestellten Stüch stammt. Bimsfladen (gelblich), Xenolithe (rechts unten) und einzelne Plagioklaskristalle, umflossen von der Matrix, sollten zu erkennen sein. Fundort des Stückes war der Lister Ellenbogen auf Sylt.
Gruß,
Holger
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Aber die Frage, die mich umtreibt, ist zunächst mal: Ist das Stück einfach stark verwittert, oder gibt es in Skandinavien evtl. auch derartige, relativ wenig verfestigte Ignimbrite?
hallo isarkiesel,
vor langer zeit laß ich einmal etwas von einem "ignimbritischen tuffit"; vielleicht kommst du damit weiter.
haldenschreck
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Hallo Isarkiesel!
Danke für das Bild. Leider ist es nicht richtig scharf, so daß ich die entscheidenden Stellen nicht genau beurteilen kann.
Dein Stein könnte durchaus ein Gneis sein, denn um etliche der Einsprenglinge herum sieht es so aus, als sei das Material "verschmiert". Genau das wäre aber für heftig deformierte metamorphe Gesteine typisch.
Die Einsprenglinge (in der Regel Alkalifeldspat und/ oder Quarz) sind ziemlich stabil und halten eine Scherspannung im Gestein lange aus. Es entsteht aber im Druckschatten ein typischer tropfen- oder tränenförmiger Zipfel, der von seitlich ausgewandertem Mineral gebildet wird.
Solche Verformungen meine ich im Bild erkennen zu können. Ich habe das mal mit ein paar Pfeilen an den kritischen Stellen markiert.
Die Feldspäte in einem Ignimbrit sind scharf oder von der magmatischen Korrosion gerundet, aber auf jeden Fall passen sie sich nicht an den Verlauf des umgebenden Gefüges an. Nur das Umgebungsmaterial umfließt die Einsprenglinge.
Für eine abschließende Antwort kann ich nicht genug sehen. Andererseits sind die Details auch wirklich klein und ich weiß, das man nicht alles mit jeder Kamera alles fotografieren kann. Mit der Lupe kannst Du das besser kontrollieren.
Der Fundort liegt übgrigens so, daß Du sehr leicht Gesteine aus dem Südwestschwedischen Gneisgebiet oder der Mylonitzone in Geschiebe hast. Damit sind größere Mengen von ziemlich kräftig malträtierten Gesteinen im geschiebespektrum und Augengneise wären in jedem Fa :-\ :-\ll zu erwarten.
Saxifragus
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Hallo Saxifragus,
zunächst danke ich Dir für Deine Einschätzung. Der Stein bekommt gerade seine Vorbehandlung vor dem Aufkitten, und ich werde mikroskopische Aufnahmen des Stückes zeigen, sobald der entsprechende Dünnschliff fertig ist.
Übrigens habe ich in dem beschriebenen Fundgebiet durchaus auch zahlreiche metamorphe Geschiebe gefunden (so unter anderem Västervik-Fleckengneis), so dass ich in der Tat diese Möglichkeit nicht ganz ausschließen möchte. Aber wie gesagt: Später wissen wir mehr.
Gruß,
Holger
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Hallo,
ich habe vor geraumer Zeit ein ähnliches Stück gefunden (Stolteraa bei Rostock). Es ist insgesamt recht klein und enthält einzelne, nicht ankorodierte/angelöste Feldspäte bis 1,6 mm Länge. Bis vor kurzem war ich mir noch nicht sicher ob es sich nicht eventuell um einen Sedimentit/Metamorphit/Vulkanit handelt. Das Zeug sieht echt merkwürdig aus. Bei Deinem Stück scheint ja auch noch ein Xenolith mit drin zu sein...
Wenn Du Näheres zu Deinem Stück herausbekommst wäre ich Dir für eine kurze Info dankbar...(Vielleicht mache ich auch nochmal einen Schliff)
Glück auf!
Johannes
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Hallo,
nachdem der Dünnschliff fertig ist, meine ich das Stück endgültig als Ignimbrit ansprechen zu können.
Die Matrix des Steins besteht aus einer feinen, im Mikroskop nicht sehr gut aufzulösenden Masse, in welche Feldspatkristalle und flachgedrückte Bimsfladen eingebettet sind (vgl. untenstehendes Bild)
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Die Bimsfladen enthalten in ihrem Zentrum meist eine klare Zone, die sich unter dem Mikroskop als aus Quarzkristallen bestehend erweist. Um größere Einsprenglinge (wie etwa den unten abgebildeten Feldspatkristall) machen diese einen deutlich erkennbaren Bogen.
Auffällig ist auch das völlige Fehlen von erkennbaren Phyllosilicaten, die bei einem Metamorphit vergleichbarer Textur wohl ebenfalls zu erwarten wären.
Insgesamt dürfte die vulkanitisch-sedimentäre Natur des Stückes einigermaßen gesichert sein.
Gruß,
Holger
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Danke für die Bilder.
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Hallo Isarkiesel!
Schön, daß die Frage nach dem Status jetzt geklärt ist.
Allerdings haben wir immer noch keine Ahnung, woher der Ignimbrit stammt.
Könntest Du eventuell noch ein Bild vom Äußeren des Geschiebes machen?
Saxifragus
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Hallo Saxifragus,
mach' ich gerne, sobald ich wieder in die Nähe dieses Steins komme - er liegt zur Zeit mehrere hundert km von mir entfernt... ;D
Gruß,
Holger
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Hallo Saxifragus (und natürlich alle weiteren Leser)!
Spät, aber besser denn niemals: Das Bild des Ignimbrit-Geschiebes.
Gruß,
Holger
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Hallo,
da ja ein paar Leute hier sich mit Geschiebe auskennen, eine Frage. Mit Foto.
Ist das Ingnimbrit? Habe das Stück mal auf einer Kiesgrube hier am Niederrhein gefunden. Die linke Seite ist die gesägte.
Danke für Eure Antwort.
Donat
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Naja... Mir kommen da zwei Gedanken: ein Onkoid (wenn dann Silur, in nicht ganz typischer Ausbildung, schon mal mit Säure getestet?) oder aber etwas wahrscheinlicher (vom ersten Blick her) ein akkretionärer Lapillituffit.
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An Isarkiesel
Danke für das Bild! Du hast es zwar schon geschrieben, aber auf dem Foto sieht man ziemlich gut, daß die Fiammen wesentlich härter sind als die Matrix (Asche, Glas). Solche Unterschiede kenne ich von keinem der Dalarna-Porphyre. Die sind, soweit ich sie kenne, alle gleichmäßig fest, einige sind extrem hart.
Daher würde ich den Oslograben als Herkunftsgebiet vorschlagen. Dort gibt es deutlich weichere Ignimbrite. Zwar sind die meisten eher arm an Fiammen, aber es gibt auch Varianten mit vielen Streifen. Da die Fiammen sehr oft quarzreich sind, würde eine solche Oberfläche mit rausgewitterten Fiammen gut passen.
An Donat
Das ist aber etwas ganz Spannendes!
Ich denke nicht, daß das ein Ignimbrit ist. Es könnte aber was viel Selteneres sein, ein Sphärolith. Damit bezeichnet man kleine rundliche Gebilde, die aus radialstrahlig angeordneten Mineralen aufgebaut sind. Manchmal gibt es auch zusätzlich zu den radialstrahligen Nädelchen noch konzentrische Säume.
Der Begriff „Sphärolith“ wird in der Regel auf das ganze Gestein angewandt, das aus feinkörniger Matrix und den eigentlichen Sphärolithen besteht.
Mir sind im Geschiebe erst zwei dieser Sphärolithe untergekommen, denn die sind wirklich selten. Den schöneren davon habe ich auch leider nicht selbst gefunden.
Ich "kenne" einen Sphärolith aus dem Ragundagebiet. Das liegt, ganz grob, östlich von Östersund und westlich von Sollefteå. Dieses Gestein wird als Leitgeschiebe betrachtet.
Die Farbe Deines Fundstückes paßt in die Richtung. Kannst Du mal die dunklen Flecken genauer anschauen und beschreiben?
Für diejenigen, die den Zandstra (1999) haben: Seite 155 oben. (Das ist noch keine Bestimmung, sondern nur ein Anhaltspunkt)
Zum konkretionärer Lapilli (aus Dalarna): Alle, die ich kenne, sind eher braun bis braungrau, recht homogen gefärbt und die Lapilli zeigen eine typische harte Kernzone auf den angewitterten Oberflächen. Daher sieht dieses Stück eher nicht nach einem solchen aus.
Saxifragus
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@ saxifragus: Danke für den Hinweis... Ich habe solche Sphärolithe bisher erst "persönlich" auf Island und in Thüringen kennengelernt. Dass sie auch in Skandinavien ein Leitgeschiebe stellen wußte ich bisher nicht.
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Hallo Saxifragus,
mit Geschiebe kenne ich mich so gar nicht aus. Aber die Kiesgruben hier am Niederrhein sind voll davon. Alles noch aus der Saale-Eiszeit.
Finde ich als Achatsucher gar nicht gut wenn die Bagger nur auf diesen Schichten fördern ;D Schöner wäre es für mich wenn die nur Geröll aus dem Ur-Rhein fördern würden! :D
Aber so ab und an finde ich doch so manchen Geschiebe-Stein interessant. Zumal wir hier in Kleve ein kleines Geologisches Museum haben, eben von Steinen die hier abgelagert wurden. Und da habe ich eben auch so etwas gesehen, wie hier abgebildet. Es kämme auch Sphärolith in Frage.
Die Seite, links.
Ich stell Dir mal ein Foto rein wo ich beides mal fotografiert hatte.
Gruß
Donat