Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Gesteine / Rocks / Rocas => Thema gestartet von: Druide am 16 Nov 08, 21:51
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Fundort:
Odenwald
Buntsandstein, löss,Lehm
Hallo,
ich habe hier ein Kalkstein.
Die kleinen runden Dinger sind kaum 1 mm groß.
Ich habe sie Ooide getauft damit sie einen Namen haben?
.
Kann mir jemand etwas näheres zu den kugeligen Gebilden sagen?
Danke für mögliche Antworten
Gruß Marie
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Hallo Marie,
das ist in der Tat ein Oolith (= Gestein, das überwiegend aus Ooiden besteht).
Gruß,
Triassammler
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Hallo,
Braust das Gestein mit Salzsäure? Ritzt es Glas?
Könnte nämlich gut ein Kieseloolith aus dem Muschelkalk sein. Leider hab ich noch keinen selber gefunden, so dass ich kein Vergleichsmaterial habe. Für einen Kalkoolith aus dem Jura ist ´der Stein zu grau (wenn die Farbe stimmt).
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo,
das ist interessant: Im Buntsandstein Norddeutschlands sind oolithische Bildungen ja wohl weit verbreitet, aber im Odenwald waren mir solche Funde bisher unbekannt. War das ein Einzelfund, oder liegt da noch mehr davon herum?
Gruß,
Holger
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Hallo,
ja das Teil schäumt bei Säure,
ja ich habe noch mehr von den Steinen
die Farbe hellgrau stimmt,
die anderen Steine haben ebenfalls diese Farbe
Danke für die Antworten
Gruß Marie
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Hallo,
Könnte dann unterer Buntsandstein oder unterer Muschelkalk sein. Aus beiden Schichten sind Oolithe bekannt. Jura schließe ich wegen der Farbe mal aus. Und weil der nächste Jura-Aufschluss mit Oolithen im Kaiserstuhl ist. Ein Kalkstein hätte den weiten Transport wohl weniger gut überstanden.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo,
das wird immer interessanter. Könntest Du den Fundort ggf. etwas weiter präszisieren?
Gruß,
Holger
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Hallo ,
laut geologischer Karte gibt es hier nix muscheliges.
Die Fundorte der Oolitensteine beschränken sich auf wenige Plätze und befinden sich östlicher Richtung
der Gemarkung. Gegen Westen kommt nur Sandsteingeröll vor .
Wertheim ist die nächst "größer" Stadt
Gruß Marie
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wenn es der buntsandstein ist, dann würde ich sagen: rogenstein oolithe kommen an sich recht oft vor. auch da wo man es nicht glaubt (schönes besispeil dafür ist der schrattenkalk)
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Hallo,
ich bin mir nicht sicher aber ich habe vom Mu gelesen das es eine Grenzgelbbank gibt. Augenscheinlich würde ich die hier vorkommende Fläche als solche nennen. Kann mich natürlich auch täuschen. Die ersten 2 Bilder zeigen Steine aus einer sehr gelben Lehmschicht.
Die hier vorkommenden Kalksteine haben alle diese fusseligen Fossilien.
Gruß Marie
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.....
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Hallo Maria,
ich glaube nicht, dass das von dort stammt. Das "Schaffeld" (wenn der Dateiname stimmt) befindet sich knapp im Oberen Buntsandstein, der Wald wenig nördlich sollte noch Mittlerer B. sein. Das nächstgelegene isolierte Vorkommen von Unterem Muschelkalk befindet sich etwa 5km entfernt bei Nassig (südöstlich, das kleine Waldgebiet mit Deponie(?)). Da es aber von dort bis zu Dir kaum ein nennenswertes Gefälle gibt, bin ich mir sicher, dass der Kalk nicht auf natürlichem Weg als Schutt bis zu Dir gelangt ist, sondern, warum auch immer, durch Menschen dorthin gebracht wurde.
Das ist überhaupt nichts Ungewöhnliches, man findet an den unmöglichsten Stellen immer wieder die unmöglichsten Gesteine. Ein Beispiel: neulich kam ich beim Kartieren an einer Fläche vorbei, die gerade frisch aufgeforstet wird. Der Ort befindet sich sicher im Mittleren Buntsandstein, die gesamte Fläche - immerhin etwa 1ha - wurde aber bis 20cm mächtig mit Material aus dem Unteren Muschelkalk abgedeckt. Warum weiß ich nicht - vielleicht wachsen die Bäume besser, vielleicht war es auch einfach nur eine kostengünstige Möglichkeit Bauaushub zu deponieren. Aber, hätten die das bereits im letzten Jahr gemacht und es hätte sich eine Vegetation gebildet, wäre ich jetzt wohl, zumindest eine Zeitlang, sehr verwirrt davor gestanden und hätte mir die absonderlichsten Verwerfungen zusammenphantasiert.
Wenn ich das richtig herausgelesen habe, hast Du doch die geologische Karte Deiner Umgebung. Vertraue auf das, was dort eingetragen ist, denn das Gebiet ist viel zu unkompliziert aufgebaut, als dass sie richtig falsch sein könnte. Vielleicht sind die Grenzen mal um 10m verrutscht, aber das war es dann auch schon...
Grüße, Erik
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Hallo Erik,
danke für deine Antwort..
.
Möglich ist alles ....:-)
Gruß Marie
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Hallo,
das Bild schaffeld_vorder_9065.jpg ,
ocker farbene Tonsandstein mit Grabspuren,
den habe ich unter die Lupe genommen. Der Stein fällt durch seine gelb rote Farbe auf. Näher betrachtet finden sich
gelbe Glimmerblättchen. Augenscheinlich haben sie
einen ockergelben bis dunkelbraunen Hof.
Glimmerblättchen:
1.
gelb, glassig, durchschimmernd, permuglänzend, in Blätter zerteilend
2.
gelb, undurchsichtig, matt "goldglänzend", herzförmig, formlos zerdrückbar
3.
pfirsichfarben, matt durchsichtig, glänzend, in Schuppen teilbar
4.
flache schwarze (dunkelgrün?!))matte Plättchen, formlos zerdrückbar
Kann ich bitte ein paar Stichworte zu gelben Glimmer haben?
Danke für eine mögliche Antwort
Gruß Marie
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ja, gelben glimmer gibt es soweit ich weiß nicht. wenn man glimmer hat, dann mit sehr hoher wahrscheinlichkeit immer muskovit oder biotit und +/- frisch oder gammlig. die anderen glimmer sind schon mehr exotischer natur. im buntsandstein wird das vermutlich hellglimemr, also muskovit sein.
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@caliastos
Warst schneller als ich!
@Druide
Du hast sicher Glimmer in verschiedenen Verwitterungsstadien gefunden.
Biotite bleichen auch aus. Die sind sonst dunkel.
Der Spessart ist so ein " kristallines Gemisch", da sind Biotit und Muskovit überall vertreten.
Da die Sedimente über dem Kristallin aufgearbeitetes Grundgebirge sind, ist auch viel Glimmer enthalten. Wenn das Liefergebiet nicht zu weit entfernt ist. Ansonsten gibt es nur noch Tonminerale. Sprich: Matsch! :)
VG
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Hallo,
super, danke für die Antworten.
Gruß Marie