Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Reinigung (Präparieren, Konservierung) / Cleaning (Prepare, Conservation) => Thema gestartet von: Haldenschreck am 18 Nov 08, 11:24
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hallo,
beim durchmustern der alten jugendsünden, die jetzt nach jahrzehnten wieder an das tageslicht geholt werden, fand ich u.a. einige (meist unansehnliche) stüfchen aus einer karsthöhle der fränkischen schweiz: kleine calcit-igel, sinterbildungen, exzentriques und "makkaronis" (sinterröhrchen). die matrix ist kalkgestein. manche stücke haben keine matrix. heute würde ich diese nicht mehr mitnehmen, aber in der sturm-und-drangzeit hat man vor nichts zurückgeschreckt.
problem: auf den stufen befindet sich ein leicht fettiger, russartiger belag, der durch waschen nicht abgeht. ich vermute hier russablagerungen und sonstige "ausdünstungen" durch carbid-lampen der höhlengänger.
wie bekommt man das zeugs schonend vom calcit runter? jetzt kommt mir aber nicht mit vollständiger nachverbrennung ... ;D
haldenschreck
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Hallo,
ich würde einen Plasmaverascher nehmen ;-) steht im Keller unter mir :-)
Ultraschall mit Tensidlösung hilft nicht?
Mfg
Frank
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Hallo,
Ultraschall versuchen oder Industriereiniger, danach ev. eine schwache Säure, die die oberste feine Schicht samt Belag weglöst probieren?
Gruß
Uwe
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Vielleicht funzt auch sowas wie Chloroform, Trichlorethylen oder Tetrachlorkohlenstoff. Das sind hervorragende Fettlöser und wenn die Ablagerungen wirklich fettig sind, könnte es was bringen.
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Hallo,
mit Ultraschall wäre ich vorsichtig, weil Speleotheme nach der Entnahme aus ihrer angestammten Umgebung austrocknen und von Mikrorissen durchzogen werden. Es könnte bröseln...
Ich habe gute Erfahrungen mit langem Einlegen in Tensiden bzw. konzentriertem (essigfreien)Haushaltsreiniger gemacht.
Gruß,
Triassammler
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Vielleicht funzt auch sowas wie Chloroform, Trichlorethylen oder Tetrachlorkohlenstoff. Das sind hervorragende Fettlöser und wenn die Ablagerungen wirklich fettig sind, könnte es was bringen.
Das sind genau die richtigen Chemikalien fuer den Hausgebrauch :o !
Trichlorethylen darf laut Chemikalien-Verbotsverordnung (ChemVerbotsV, Anhang zu § 1, Abschnitt 20) als krebserzeugender und erbgutverändernder Stoff nicht an private Endverbraucher abgegeben werden.
Trichlorethylen und seine Zubereitungen unterliegen als gefährliche flüssige Stoffe der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV, Anhang IV, Nr. 10, Herstellungsverbot für Dekorationsgegenstände mit gefährlichen flüssigen Stoffen und Zubereitungen).
Für fast alle leichtflüchtigen Chlorkohlenwasserstoffe, z.B. Dichlor-, Trichlor- und Tetrachlormethan, besteht begründeter Verdacht auf krebserzeugendes Potential . Die Abgabe von 8 aliphatischen Chlorkohlenwasserstoffen (darunter: Tetrachlorkohlenstoff = Tetrachlormethan) an den Verbraucher ist nach Chemikalien-Verbotsverordnung (Anhang: Abschnitt 16) verboten.
GA
Harald
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hallo,
früher, während des praktikums für das studium, habe ich meine hände in tri gewaschen, anders ging der dreck nicht mehr runter ... ::)
so, jetzt habe ich mal probiert:
(1) die behandlung im aldi-ultraschallbad brachte nur wenig, aber immerhin einen kleinen sichtbaren "erfolg".
(2) nach durchmustern der häuslichen giftküche fiel mir eine flasche henkel bref ultra fett-löser (auch für ruß geeignet) in die hände. kurz raufgesprüht, 60 sec einwirken gelassen und dann gespült. achtung: das zeug reizt stark die augen, eigentlich sollte man dabei querlüften oder sich eine abzugshaube anschaffen! aber: geiles zeug !! der rußbelag ist fast vollständig weg. inwieweit der calcit gelitten hat kann ich erst nach dem trocknen der stufe sagen - vielleicht morgen abend.
da bref ziemlich hochpreisig ist, werde ich mal die alten gartengrillrost-reiniger ausprobieren. vielleicht klappt das auch.
haldenschreck
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hallo,
früher, während des praktikums für das studium, habe ich meine hände in tri gewaschen, anders ging der dreck nicht mehr runter ... ::)
haldenschreck
Na, da kannst Du echt stolz drauf sein ! Gott sei Dank hast Du ja jetzt den hochpreisigen Fettloeser !
Uebrigens, frueher wurde der Wein auch mit Bleiacetat gesuesst ... und Arsenik wurde vor noch gar nicht einmal so langer Zeit von unseren Schweizer Nachbarn als leistungssteigerndes Mittel benutzt. Die Liste laesst sich sicher endlos fortsetzen ...
Viel Spass weiterhin beim Entrussen
Harald