Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Meteorite, extraterrestrische Geologie / Extraterrestrial Geology => Thema gestartet von: Philip Blümner am 27 Oct 04, 15:53
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Tach!
Vielleicht interessant für einen Meteoriten-Fan....
Ich habe auf der HP der Uni Würzburg folgenden Bericht gesehen:
http://www.uni-wuerzburg.de/presse/mitteilungen/p04-079w.html
Es geht um einen Meteoriteneinschlag am Chiemsee zur Zeit der Kelten. Sehr interessant!
Gruß
Philip
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Hallo Philiph,
das finde ich super interessant. So einen Krater hatte ich in meiner Kindheit auch schon etdeckt, dachte damals aber immer an Bomben aus dem Krieg obgleich er dazu eigentlich zu klein gewesen wäre. Vielleicht war er dann auch von einem Metoriten das Bild hat mich auf jedenfall sofort daran erinnert. Die Gegend passt aber nicht so genau, war im Perlacher-Forst bei München. Muss mich direkt auf die Suche danach machen, obgleich ich nicht glaube das Loch, bzw. es waren sogar 2 wenn ich mich recht erinnere, nochmal zu finden. ;)
Gruß Stefan :D
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Hallo
Exakt gleiche "Löcher" gibt es hier im Sauerland auch. Sehr exakt sogar.
Nur, hier sind das Relikte aus dem 2. Weltkrieg. Flakstellungen und/oder MG-Stellungen(die dann etwas kleiner).
Ich muss zugeben, solchen Löchern mit aufgeworfenem Rand hätte ich keine Beachtung geschenkt.
Das die überhaupt noch erhalten sind, wundert mich zusätzlich. Habe mich ne Zeitlang mit Altertum befasst. Aus Unterlagen geht hervor, dass z. B. Ringwälle, Hünengräber u. a. in Deutschland innerhalb von 100 Jahren zu 85 % zerstört und eingeebnet wurden.
Folglich muss es von den beschriebenen Meteoritenkratern tausende gegeben haben.
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Ich finde es auch interessant, dass sich die Löcher über 2000 Jahre gehalten haben. Vielleicht ist es eine Waldgegend, Wälder wurden eigentlich nicht bebombt ;)
Wenn ich das dem Bericht korrekt entnommen habe, dann könnten noch keltische Artefakte gefunden werden, wenn Forscher sie nicht schon alle weggeklaubt haben.
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Hallo Philip
war gerade vor einer Woche eine Reportage im Spiegel, mit Skizze.
Nicht unwesentlich wie die von der Uni-Würzburg, aber es werden im Zusammenhang mit dem metallischen Material auch zwei (analysierte ? ) Mineralien erwähnt: Gupeiit und Xifengit (wie vom Yanshan / China-Meteoriten).
Könnte das interessant für Systematiksammler sein ? Material solls ja geben ( laut Spiegel).
Gruss collector
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Sind das irdisch entstandene Mineralien oder außerirdische Mineralien?
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Hallo Philip
die beiden Fe-Silizide Gupeiit und Xifengit dürften nach heutigem Wissenstand ausserirdisch sein.
Allerdings, so wird berichtet, wurden in Russland Fulgurite gefunden, welche diese Mineralien enthielten. Diese Fulgurite sind durch Blitzschlag entstanden.
Hier wirds akademisch. Sind Mineralien, welche durch ausserirdische Blitze auf der Erde gebildet werden, ausserirdich oder irdisch ?
Oder für den Sammler: Gehören ausserirdische anerkannte Mineralien in eine irdische Mineraliensammlung ?
Wenn, wie es den Anschein hat, dass es bei dem entdeckten Chiemgauer Meteoriteneinschlag genug Material gibt, wirds ja wohl auch bald die beiden Mineralien bei Mikon geben.
gruss
collector
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Hallo!
Sind vielleicht diese Mineralien durch die enorme Hitze eines Blitzes entstanden?
Oder durch die Elektrizität? Was sind denn außerirdische Blitze?
Könnten vielleicht auch diese russischen Fulgurite durch einen Meteoriteneinschlag
verursacht worden sein, die auch Blitze erzeugt haben? Bei Vulkanausbrüchen
entstehen ja oft Blitze in den großen Staubwolken. ;D
Gruß
Philip
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Hallo Philip
hier ist der Fachmann für Meteoriten gefragt . Das überspannt meinen Bogen als Mineraliensammler.
Ich kann Dir nicht sagen, ob diese Blitze ( ausserirdische Blitze - sollte ein Witz sein ) im Zuammengang mit Impakten oder mit Vulkanausbrüchen standen. Da müsste man bei den russischen Autoren nachfragen.
Zur Bildung der Fe-Silizide in Fulguriten hab ich nur gelesen, dass dies bei sehr kurzfristigen Temperaturen um 1710 Grad passiert.
Wenns Dich echt interessiert, da gibts ne Veröffenlichung:
Sheffer, et.al.,2003; Reduction of fulgurites at high temperatures. Fulgurite and thermodynamic models.
Im übrigen wurde Gupeiit auch in Meteoritresten in der Antarktis gefunden.
gruss
collector
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Hallo collector!
vielen dank, sooo sehr interessiert mich das momentan nicht.
Ja, da müsste mal ein Meterologe ;D hier ran.
Wo sind sie denn?
Gruß
Philip
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Ich finde es auch interessant, dass sich die Löcher über 2000 Jahre gehalten haben. Vielleicht ist es eine Waldgegend, Wälder wurden eigentlich nicht bebombt ;)
Es wurden in den Wäldern die Bomben abgeworfen die bei Diversen Bombenangriffen im zweiten Weltkrieg nicht über dem Zielgebiet abgeworfen konnten,weil sie bei der Rückkehr und Landung des Flugzeugs ein erhebliches Risiko darstellten!
Diese Bombentrichter findet man heute noch im Umkreis von mehr als 20 KM vom eigendlichen Angriffsort!
Gruss Joachim
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Wieso das denn?
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;oin,
Tach!
Vielleicht interessant für einen Meteoriten-Fan....
Ich habe auf der HP der Uni Würzburg folgenden Bericht gesehen:
http://www.uni-wuerzburg.de/presse/mitteilungen/p04-079w.html
Es geht um einen Meteoriteneinschlag am Chiemsee zur Zeit der Kelten. Sehr interessant!
Gruß
Philip
Darüber hatte das bayrische Fernsehen vor ca. zwei Wochen berichtet. Es gibt dort tatsächlich etwas zu finden, nur:
es ist alles Privatgrund. Die Besitzer sehen es gar nicht gerne, wenn dort herumgesucht und gegraben wird...
Grüße
Jürgen