Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => erledigte Bestimmungen / completed determinations => Thema gestartet von: Druide am 21 Nov 08, 16:29
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Fundort:
Odenwald
Buntsandstein, Lehm, Löss
Hallo,
am Steilhang in der Klinge fand ich im Lehm zwischen mag. Kieselsteinen diese kleinen weißen Teile.
Sie ritzen Glas.
mit Säre mag ich nicht dran gehen sonst sind se vielleicht wech :o
Ist es eventuell auch so möglich dieses Mineral zu bestimmen?
Danke für mögliche Antworten
Gruß Marie
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vermutlich eine gipskongretion.
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Hallo Caliastos,
danke für deine Antwort. Gibs....ja gibts den so was? ;)
Mal was ganz neues
Gruß Marie
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Servus,
wenn das weisse Etwas wirklich Glas ritzt (d.h. es bleibt ein KRATZER auf der Glasoberflaeche), dann kann es kein Gips sein (Gips: Haerte 2. mit dem Fingernagel ritzbar; Glas: Haerte 5.5).
Gips loest sich auch nicht in verd. Salzsaeure auf und entwickelt auch beim Saeuretest keine Gasblasen.
GA
Harald
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Chalcedon würde ich sagen. Auch aus der Grenze sm-so
Gruß, Erik
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hmm, das mit dem glas habe ich irgendwie überlesen. wenn es die weißen spitzen sidn die da ritzen, dann paßt schon mehr calcedon. alternativ die sandkörner.
gips in sedimentgesteinen ist gar nicht mal so selten.
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Calcedon mit solchen Flächen? Wie sieht es mit einem Feldspat aus?
MfG
Frank
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Wie sieht es mit einem Feldspat aus?
Aus dem Buntsandstein? Nee...
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Hallo,
danke für die Antworten.
Gibs habe ich nachgelesen und verworfen. Zu weich
Calcedon habe ich nach gesehen und auch verworfen.
All diese Krümmels vor mir haben tafelige Formen und keine weichen.
In meinem Mineralienbuch bin ich auch auf Feldspat gekommen.
Auf den weißen Tafeln sitzt eine schwarze Masse die mir all zu gut bekannt ist
Regel der Fall bildet diese schwarze Masse blumenkohlartige Wucherungen. Manchmal hart wie Eisen, dann wieder als Kristalle oder wachsartige Supstanz.
Gruß Marie
Ach ja..... jo die Spitzen sins die ritzen :-)
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Wie sieht es mit einem Feldspat aus?
Aus dem Buntsandstein? Nee...
Durch den Lehm und die Kiesel dachte ich an eine "Transport"-lösung. Sprich durch ein Bach etc dorthin...
MfG
Frank
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Durch den Lehm und die Kiesel dachte ich an eine "Transport"-lösung. Sprich durch ein Bach etc dorthin...
Nein, es gibt dort weit und breit nichts, was solche Feldspatbrocken liefern könnte. Das nächstgelegene Kristallinvorkommen ist der Vorspessart - aber dann müsste der Feldspat über mehrere Berge klettern, Täler überspringen und den Main überqueren können ;)
Mal zur Verdeutlichung, wie die Geologie dort aussieht: www.geologie.lfu.bayern.de (http://www.geologie.lfu.bayern.de/shop/produkte/geographischeRecherche.html?TK25_Kartenblatt=6322). Es geht um das nordwestliche Kartenblatt (Quadrat), S des Mains
(hoffe der Link funktioniert?)
Eine Nachfrage: über welche Größe reden wir hier eigentlich?
Gruß, Erik
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Hallo,
der Link geht:-)
Nach langem grübeln und studieren hätte ich noch Orthoklas als Vorschlag.
Im MA lese ich das die wichtigsten Begleiter unter anderem Muskovit und Biotit ist.
In der Lehmmasse ist kaum größeres Gestein vorhanden. Die Sandsteinchen haben zum Teil einen hohen Glimmeranteil.
Ins Auge fällt auch der ockerfarbene Lehm, der gangartig auf den Felder zu finden ist, samt dem eisenschüssigen Sandsteingeröll.
Spessart hin Spessart her, augenscheinlich sieht es aus als wäre eine Masse von Norden nach Südwest gelaufen...eher zähflüssig vorwärts bewegt.
Gruß Marie
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orthoklas ist wieder ein feldspat. feldspäte sind mitunter die ersten minerale die beim transport zerrieben werden. die halten nichts aus. erst recht keinen langen transport.
muskovit und biotit sind neben quarz und diversen tonmineralen hauptbestandteil klastischer sedimente. die zu finden ist völlig normal. ebenso anreicherungen. die ockerfarbe ist eisenbedingt (limonit).
der buntsandstein ist eine schüttung und keine lavaartige, zähe masse. es gibt zwar schlammströme, muren, turbidite, aber zähflüssig kenne ich nur von schmelzen her. um schüttungsrichtungen zu ermitteln müssen großflächig hinweise zusammengetragen werden, da kleinräumig vieles unübersichtlich wird.
für viele gebiete gibt es +/- aktuelle, geologische karten nebst erläuterungen, die die aktuellen kenntnisstände enthalten wie eine region entstanden ist. leg dir doch mal sowas zu. das beantwortet doch sehr viele auch ungestellte fragen auf einen schlag. ist allemal besser als spekulationen zur orientierung zu verwenden. das geht gerne daneben. nur eindeutige, hinweise, die nicht lokal begrenzt sind taugen dazu.
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Hallo Maria
könntest du dir vorstellen, dass deine Steine getrommelt so ausschauen würden? Beifunde im Gebiet der Lägern, wo ich Feuerstein finde und es Kalksteinbrüche gibt.
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Hallo Trommeln,
ein Teil der Steine könnte so aussehen.
Gute Frage. :D.....ich habe mir die kleinen Dinger nochmals angesehen. ......
Gruß Marie
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Hallo,
Würde auch Chalcedon sagen.
Feldspat kann ich nicht unbedingt anhand der heutigen Geologie ausschließen. Das Liefergebiet des Buntsandsteins lag im Bereich der heutigen Alpen/Voralpen. Die Schüttung erfolgte nach Norden. Was man heute an Gebirgen sieht (Schwarzwald, Odenwald etc.) ist eine Folge der Hebung im Tertiär. Zur Zeit des Buntsandsteins reichte das heute aufgeschlossene Grundgebirge wohl nur in isolierten Inseln oder gar nicht an die Oberfläche. Auch Gesteine des Perm (Arkosen und Konglomerate) führen Feldspat.
Glück Auf!
Smoeller
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Nach den letzten Bildern (sind etwas schärfer) definitiv Chalcedon. Habe selbst ne ganze Menge von dem Zeug aus dem Buntsandstein
Im MA lese ich das die wichtigsten Begleiter unter anderem Muskovit und Biotit ist.
Das bezieht sich auf eine primäre Paragenese. In einem Sedimentgestein ist das absolut kein Kriterium, denn im Sediment kann theoretisch alles mögliche zusammen abgelagert werden, auch Minerale die sonst nicht gemeinsam auftreten können
Das Liefergebiet des Buntsandsteins lag im Bereich der heutigen Alpen/Voralpen. (...) Auch Gesteine des Perm (Arkosen und Konglomerate) führen Feldspat.
Als Liefergebiet gilt hier eigentlich mehr der Südwesten, also das Gallische Land (heutige Franz. Zentralmassiv etc), als die heutigen Alpen. Feldspat im Rotliegenden - klar, ist ja Schutt aus dem örtlichen Grundgebirge, welcher nie besonders weit transportiert wurde. Aber im Mittleren Buntsandstein dürfte hier nirgends mehr Kristallin zu finden gewesen sein und einen Transport über mehrere 100km hätte ein so "großer" Feldspat sicher nicht überlebt.
Gruß, Erik
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ausschließen kannst du den feldspat aber durch das bild IMG_9313.jpg der bruch paßt da ja absolut nicht dazu. viel zu muschelig.
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Nein - der Bruch steht Feldspat nicht entgegen, wenn - dann die (zumindest augenscheinlich) fehlende (vollk.) Spaltbarkeit ,
( der zu Folge Spaltflächen auch im Bruch erwartet werden könnten )
Gruß -M-
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@ Maria,
Die Unterscheidung Feldspat- Quarz (Chalcedon) machst du am besten über die Härte. Ritzt ein scharfer Quarzsplitter das Stück unter starkem Druck leicht (-> :o Bino), ist es wohl Feldspat, wenn nicht wird es Quarz sein.
Gruß
Uwe
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Hallo
danke für die Antworten und @ Uwe danke für den Tip .
Ich habe das Teil mit Druck geritzt.......viel Druck und das Geritzte sieht eher aus als wäre der Stein nur sachte gestriffen worden. Mit blosem Auge wäre der Strich nicht zu erkennen.
Der Quarz hat beim ritzen an Substanz eingebüßt.
Gruß Marie
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Moin, moin,
ob der Lehm in den Bm gehört??? Im Buch steht
die Klinge ist mit abgeschwemmtem Lehm gefüllt.
Und ich habe doch glatt was übersehen. Der "Kristall" ist am Fuß mit Quarzkörnern verbacken.
Gruß Marie
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Also ich seh da nix "tafeliges" und auch sonst nix, was für Feldspat sprechen könnte.
Hingegen ist - am besten auf den letzten drei Bildern - ein (undeutlich ausgeprägter) muscheliger Bruch zu erkennen wie schon AW #17).
Ich stimme da Erik zu - für mich sieht das nach Hornstein (also ~ Chalzedon) aus, bei den fleckigeren Stücken - aufgrund des Glanzes - eventuell etwas "opalig".