Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Gesteine / Rocks / Rocas => Thema gestartet von: Stefan am 12 Dec 08, 15:23
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Hallo Leute,
wir haben ja schon zahlreiche Gesteine bei und im Lexikon. Es wäre wohl an der Zeit eine Gesteinsdatenbank analog der Mineraliendatenbank aufzubauen.
Haben wir berufene Fachleute die mir ein wenig Input geben könnten wie wir das machen sollten.
Auf der einen Seite brauchen wir eine Aufstellung aller Gesteinsnamen, auf der anderen Seite welche eigenschaften müssten wir bei den Gesteinsnamen mit angeben um ein Gestein trefflich zu beschreiben. Über Input von Euch würde ich mich freuen.
Gruß Stefan
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Hallo,
Erstmal: Die Idee ist nicht schlecht.
Aber:
Das ist leider nur nicht so einfach wie bei den Mineralen. Bei den Magmatiten gibt es schon Kriterien (TAS-Diagramm, CIPW-Normen, Streckeisen-Diagramm), nach denen man Gesteine charakterisiert. Hier gibt es dann auch festgelegte Namen. Bei den Metamorphiten ist es viel schwieriger. Hier gibt es insbesondere den Faziesbegriff, aber innerhalb einer Fazies können sehr unterschiedliche Gesteine mit unterschiedlichem Mineralbestand auftreten. Beispiel: Granulitfazies. Es gibt Granulite, die sehr granitähnlich sind und in dieser Form eben als Granulit bezeichnet werden. Darunter fallen dann Granulite im eigentlichen Sinne (Quarz, Kalifeldspat, Plagioklas, z.T. Orthopyroxen), aber auch Pyroxengranulite, Disthengranulite, Prismatingranulite. Dann gibt es aber halt auch Gneise (z.T. Cordierit-Biotit-Gneise), die ganz anders aussehen und ganz andere Minerale beinhalten, aber dennoch zur Granulitfazies zu zählen sind. Wo sollte man da den Trennstrich ziehen? Was ist ein eigenständiges Gestein und was nur eine Varietät. Gneise können in Aussehen, Struktur, Ausgangsgestein, Mineralbestand, Korngröße usw. sehr variabel sein. Sollte man hier für jede Variante eine eigene Seite aufmachen oder eher nur eine mit dem Überbegriff Gneis?
Glück Auf!
Smoeller
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ähm? aufstellung allergesteinsnamen? dir ist klar, daß das um einiges mehr sind als minerale? von den unterschiedlichen lokalbezeichnungen mal abgesehen.
grundunterteilung wieder:
magmatische (plutonit/vulkanit getrennt), metamorphe (xy-faziell, ht/lp, lt/lp...) und sedimentäre (marin/terrestrisch/biogen/abiogen/klastisch...) gesteine. dazu dann wieder die weiteren untergruppen. z.b. am streckeisen-diagramm für magmat. festgemacht: http://de.wikipedia.org/wiki/Streckeisendiagramm
die namen variieren natürlich durch mineralbestand, gefüge, entstehung, lokalität, komponnenten usw. die gesteinseigenschaften einzeln aufzuzählen ist wahnsinn. nimm 10 stofflich gleiche granite und die eigenschaften variieren alle. der eine ist poröser, der andere gröber, der andere fester usw. ---> nur als spanne möglich
wichtig generell sind:
mineralbestand, korngröße/-form, gefüge, bindemittel...
+/- farbe, dichte, 1-axiale festigkeit, porosität,
dazu unterschied von frisch zu verwittert...
um nur paar zu nennen.
am sinnvollsten halte ich für die beschreibung die klassische aus der literatur. viele andere werte variieren definitv mit jedem vorkommen, teilweise cm-weise. vieles davon sind speziell an eine gegend gebundene analyseergebnisse.
bsp: ich habe gerade paar salzproben (eine einzige schicht) zum bearbeiten. alle aus einer bohrung aus einem bereich von 20m länge. da sind unterschiede dabei, das ist wahnsinn.
bei so einem datenbankteil würde ich erst einmal zu beginn die gültigen petrogliederungen zur hand nehmen und die zahlreichen gruppen festlegen. darauf aufbauend die vorkommen mit den klassischen gesteinsbeschreibungen, wie sie gültig in jeder gk-erläuterung stehen. darunter dann, sofern vorhanden die laborwerte.
und keine sorge, ein gestein eines vorkommen ließe sich mit mehrerer hundert seiten beschreiben.
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Hallo Stefan,
meine Vorredner haben bereits einige Probleme angedeutet, die sich im Zusammenhang mit Gesteinen stellen. Als (einer der wenigen?) Gesteinssammler hier im Forum möchte ich noch aus praktischer Sicht etwas beisteuern:
Bei den Mineralien haben wir über die verschiedenen physikalischen und chemischen Eigenschaften in vielen Fällen genügend Parameter, mit denen sich eine Bestimmung auch an einem isolierten Einzelstück durchführen läßt. Zwar kann das problematisch und aufwendig sein - unsere Mineralienexperten verweisen oft genug auf eine EDX-Analyse, die dem Amateur normalerweise nicht zur Verfügung steht -, aber grundsätzlich machbar ist es.
Bei Gesteinen stellt sich die Lage nun oft genug so dar, dass die Kenntnis des geologischen Rahmens, in dem ein Gestein auftritt, für seine exakte Einordnung viel bedeutender ist als - sagen wir mal - der tatsächliche Mineralbestand (den man, wenn auch mit einigem Aufwand, herausbekommen könnte). Und der fehlt nur zu oft.
Zudem ist in zahlreichen Fällen die makroskopische Ansicht einfach nicht genug. Überspitzt ausgedrückt: Was dem Mineraliensammler seine Röntgenstrukturanalyse, ist dem Gesteinssammler sein Dünnschliff - nur dass es ohne diesen manchmal eben gar nicht geht (und manchmal auch mit diesem begründete Zweifel übrigbleiben).
Das hindert zwar nicht grundsätzlich die Erstellung einer Datenbank, schränkt jedoch IMHO ihre praktische Anwendbarkeit weitgehend ein. Man läuft Gefahr, eine lange Liste von Namen zu erstellen, die niemandem wirklich etwas nützt. Das Problem ist von den klassichen Bestimmungsbüchern bekannt: Es gibt gute Abbildungen repräsentativer Vertreter bestimmter Gesteinstypen zuhauf - aber was nützt das dem Sammler, wenn die Variationsmöglichkeiten so vielfältig sind, dass nach äußerer Anschauung -zig Interpretationen möglich sind?
Gruß,
Holger
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wenn ich mich jetzt nicht ganz verkehrt erinnere, so hat allein deutschland ca. 30.000 (oder waren es 300.000?) verschiedene gesteine, ohne anspruch auf vollständigkeit und klar bestimmt. das wird etwas heikel. die anzahl der bekannten minerale ist dagegen lachhaft.
man kann vielleicht die wichtigsten gesteine nehmen, dazu ein wirklich repräsentatives bild. nah + etwas distanziert + dünnschliff im durchlicht und mit pol x (+/- Nx gedreht) und als spaß rem-bilder, falls vorhanden. die eigenschaften sind schon sehr heikel.
wie gesagt würde ich mich da am besten an die normalen geolog. erläuterungen halten was die beschreibung angeht. ist noch am besten. gut ist auch das heft kieselsteine im alpenvorland. in der form kommt evtl. noch das meiste raus. der rest wäre als gimmik gut, sonst wird das zu komplex.
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Danke Euch für die Anmerkungen und Anregungen
Eine Datenbank wäre primär erst mal eine Tabelle mit zahllosen Gesteinen. Die Anzahl spielt dabei keine Rolle. Dazu können wir verschiedene Eigenschaften mit aufnehmen.
Da wäre es wichtig zu wissen welche Eigenschaften es gibt die man z.B. auswählen kann da es nur eine Begrenzte Anzahl gibt. Wie z.B. Magmatisch, metamorph ...sediementär..
Dann wäre es wichtig zu wissen welche Eigenschaften können welche Werte annehmen. Wo braucht es Freitext.
Mir ist klar dass der Nutzen evtl. begrenzt ist, aber es gibt derzeit nicht so viele Informationen die frei zugänglich sind. Insofern wäre es eine Bereicherung.
Was mir ungemein weiter helfen würde ist eine Aufstellung wie bei den Mineralien, welche Eigenschaften wir vorhalten müssen und mögl. auch welche Werte Sie annehmen können.
Ich denke wir werden dann einfach mal ganz pragmatisch anfangen und die Fehlenden Feler etc. ergänzen oder bestehende anpassen wenn etwas nicht passt.
Funktionieren wird das Ganze natürlich nur, wenn ein paar Leute Ihr Wissen mit einbringen.
Gruß Stefan
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Finde die Idee gut und auch praktikabel und nutzbringend. Gerade der Regionalsammler will sich über die Gesteine seines Suchgebietes informieren. Es stimmt zwar, dass das Thema Gesteine wie ein Fass ohne Boden ist. Man kann sich aber bei der Aufstellung zu nutze machen, dass erstens die Sammler gut über die Gebiete verteilt sind und zweitens viele Sammler (von Fossilien und Mineralien) die Gesteine ihrer jeweiligen Gegend recht gut kennen. Und zwar in Hinblick auf Entstehung, Alter, Zusammensetzung und sogar wirtschaftliche Nutzbarkeit. So kann der regionale Sammler, der sich bei Suche und Bestimmung der Mineralien und Fossilien fast zwangsläufig mit den damit verbundenen Gesteinen auseinandersetzt, dieses Wissen in Form von Daten und Bildern einbringen. Untersuchungen über die meisten Gebiete sind ja vorhanden. Vielleicht ist das größte Problem die Erreichung der erforderlichen Bildqualität, denn wie oben gesagt, sind die Details klein, ähneln sich sehr und sind oft unscheinbar. Die Galerien dürfen nicht wie ein Schotterhaufen wirken, die Einzelbilder müssen das charakteristische Aussehen zeigen. An die Bildqualität wären also höhere Anforderungen zu stellen, als bei Mineralien- oder Fossilienbildern.
Gruß
Uwe
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Ich kann mich Minuwe nur anschließen. Ich würde eine Gesteinsdatenbank regional aufbauen, z.B.:
Region: Harz
Fundort: St. Andreasberg
dann das wesentliche zum Gestein, bzw zu den Gesteinen, also Entstehung, Gefüge, Korngröße, Mineralbestand, usw,
das ganze mit aussagekräftigen Bildern (!) so das ein Geologielegasteniker wie ich auch sieht
welches Gestein er da vor sich hat. ;D
Eine Datenbank aufzubauen mit der Unterteilung in die Entstehung wird ein Faß ohne Boden,
das kann man schon sehen wenn man sich mal ein "Gesteinbestimmungsbuch" ansieht.
Alleine wie viele Sorten es von Granit gibt! :o
Vielleicht kann man sich ja erstmal auf Deutsche Fundorte konzentrieren (wird schon schwer genug)
und dann die wichtigsten Fundorte im Ausland.
Ich lass mich überraschen was aus dieser Idee wird.
Glück auf!
Dierk
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Was daraus wird, hängt von uns allen ab, wichtig ist erst mal die allg. gültigen Kriterien zu finden, die beschrieben werden müssen.
Eine Einschränkung auf Region ist überflüssig, da die Datenbank vom Mitwirken lebt und nie den Anspruch auf Vollständigkeit haben wird.
Gruß Stefan
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Grundsätzlich ist die Idee mir auch sympathisch.
Allerdings sehe ich das auch so, dass man einfach die Gesteine einer Region fotografiert und dazu schreibt was man weiss.. So ähnlich wie die Mitgliederkarte ;D.. sollte man da auch noch Linien oder Regionen einzeichnen können wäre es super.. gibt es ev. eine geologische Grundkarte auf der man aufbauen könnte?
In diesem Rahmen wären wir gerne dabei etwas zu liefern..
http://tiss.zdv.uni-tuebingen.de/webroot/eg/egime01_W98_1/exkursionsprotokolle/nsw98/bilder/geokarte.jpg
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Zusätzliche Idee:
Man könnte sich eine Messlatte anfertigen, wo alle 10 cm ein Strich ist und die Felder mit einer Grundfarbe bemalen. Rot, Grün, Blau, Gelb, ev. Weiss und Schwarz. So dass man eine Idee der Fotogrösse bekommt, z.B. bei einer Schicht/Band und eine Idee ob die Farben auf dem Foto stimmen.
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Hallo Jacqueline,
die Karten sind zwar recht anschaulich - aber nur für einen ersten Überblick. Allein auf dem von Dir verlinkten Exemplar finden sich in dem kleinen orangefarbenen Klecks, der den Kaiserstuhl markiert, mehr interessante Gesteine als auf der ganzen blauen Fläche der Schwäbischen Alb (die ist nämlich wirklich ziemlich einheitlich). Als Ordnungskriterium für eine Datenbank dagegen scheidet der Fundort wohl aus.
Gruß,
Holger
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Ich wollte damit nur aufzeigen, was es schon auf dem Markt gibt..
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Hallo,
mir hat sich noch nicht ganz erschlossen wo der Nutzen von so einer Datenbank liegen soll. Gesteinsbestimmung wird über Bilder nur in den wenigsten Fällen möglich oder sinnvoll sein. Wenn ich mir die existierende Gesteinsdatenbanken ansehe (z.B. das weltgrößte Natursteinarchiv in Wunsiedel): Da steht nicht die Bestimmung sondern die Verwendung im Vordergrund. Als Ordnungskriterium kann man eigentlich nur - wie die das auch gemacht haben (siehe Fotos unten) - die Herkunft nehmen.
Gruß
Berthold
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Um noch einmal auf Stefans Frage zurückzukommen, welche Informationen man als Gliederungskriterien für Gesteine verwenden könnte: Ich habe im Hinblick darauf mal in dem Buch von G. Markl "Minerale und Gesteine" nachgeschaut.
Für magmatische Gesteine verwendet der Autor dabei als durchgehende Kategorien "Hauptbestandteile" und "Untergeordnete Bestandteile". Bei Metamorphiten und Sedimentiten gibt er auch diese Gliederung auf. Der Rest ist eine Beschreibung im Freitext.
Weitere Untergliederungen scheinen mir auch - im Hinblick auf die vollkommen unterschiedlichen Fragestellungen, denen man bei der Begutachtung von Magmatiten, Metamorphiten und Sedimentiten begegnet - kaum durchführbar. Sprich: Neben dem Gesteinsnamen bleibt gerade noch die genetische Spezies als systematische Kategorie; dann ist Schluß.
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Hallo,
Bei Metamorphiten und Sedimentiten gibt er auch diese Gliederung auf.
Jetzt denke ich mal an die Gneise, da dürfte es einige tausend geben. Wenn man da die Bestandteile (über 5%) in abfallender Reihenfolge nennst - und "-Gneis" hinten dranstellst dann hat man schon die Bezeichnung. Teilweise bezieht man noch die Gemengteile unter 5% ( in der Form xxx-haltiger ...Gneis) in die Bezeichnung mit ein. Problem ist nur, die Prozent-Anteile zu bestimmen...
Als schwierig sehe ich auch die Bezeichnung selbst an. Wir haben (nicht wie bei Mineralien, wo es durch die IMA eine gewisse Norm gibt) ein rechtes Durcheinander. Bezeichungen nach Typ-Lokalität, Bezeichnungen nach Mineralbestand, historische Bezeichnungen, Bezeichnungen nach Ausbildungs/Texturformen und natürlich auch noch Handelsnamen (und die sind im petrologischen Sinn oft irrwitzig -mehr irr als witzig).
Aber, wie gesagt, ich würde vorschlagen erst den Anwendungszweck zu definieren - und dann die Sortierung und Inhalte entsprechend festlegen.
Gruß
Berthold
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so würde ich das nicht sehen. ein kalkstein ist immer noch ein kalkstein, auch wenn der steinmetz ihn marmor nennt, weil er gut polierbar ist. petrographisch ist das eindeutig. namen wie beim regensburger grünsandstein oder dem rapakivi-granit sind auch deutlich genug. oder wettersteinkalk, dachsteinkalk, buntsandstein. das sind an sich die offiziellen namen. blöd' wird es bei unterschiedlichen lokalnamen, aber an sich ist das nicht so das problem.
das bei magmatischen gesteinen nach habupt- und nebengemenge die ansprache erfolgt ist vollkommen üblich. genaugenommen geht es nur nach den wenigen hauptbestandteilen im streckeisendiagramm. und wenn die auch nur 10% der masse ausmachen, so definieren diese dennoch den namen.
sinnvoll an sich wären die großen gruppen wie granit, pegmatit, diorit, basalt, gneis, schiefer, kalkstein, marmor und co. unter diese die lokalnamen, also bozener quarzporphyr, regensburger grünsandstein, treuchtlinger marmor usw.
für sedimente gibt es ähnliche diagramme wenn es um die frage sandstein, tonstein, arkose und co geht. für klastische gesteine ebenso, dabei extra eine unterteilung für bioklastische gesteine.
metamorphite werden an sich durch die metamorphosestufe unterteilt, also z.b. grünschiefer-faziel
es gibt also an sich schon definierte wege der ansprache für alle drei gruppen. an die sollte man sich halten
für magmatische gesteine hätte man ja schon über die streckeisen- und phasendiagramme die gruppen vorgegeben ohne großartig in fachwerken suchen zu müssen.
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Hallo caliastos,
dass man die Gesteine nach beliebigen Kriterien ordnen kann steht ausser Frage. Eine genetische Ordnung z.B. die Metamorphite nach Metamorphosestufe (da kommt zwingend eine Beschreibung des Protoliths dazu) ist aber beispielsweise witzlos wenn man bei der Suche in einer so geordneten Datenbank beide (oder eine der beiden) Daten/Info's nicht hat.
Aber nochmal, das Festlegen einer Sortierung macht erst Sinn wenn wir sagen wozu.
Gruß
Berthold
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Aber nochmal, das Festlegen einer Sortierung macht erst Sinn wenn wir sagen wozu.
Hallo Berthold,
zunächst stimme ich Dir zu, dass eine Datenbank zur Bestimmung von Gesteinen eher wenig hilfreich sein wird. Ich hatte Stefan allerdings auch so verstanden, dass er eher "akademische" Zwecke im Auge hatte; also eine "Lücke" im Informationsangebot des Mineralienatlas systematisch zu füllen (und nicht auf ungeordnete Einzelbeiträge im Lexikon angewiesen zu sein).
Gruß,
Holger
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das Festlegen einer Sortierung macht erst Sinn wenn wir sagen wozu.
Hierzu versetze man sich in jemand, die/ der in so ein Medium wie dieses hier schaut und etwas über ein Gestein wissen will. Diese Person dürfte über den Fundort einsteigen oder über einen Gesteins- Oberbegriff (Schiefer) in Verbindung mit einem Fundort. Auf einem Lexikonfoto wiederzuerkennen dürfte ein Gestein nur in Verbindung mit einem Fundort sein, denn das optische Erscheinungsbild definiert sich oft über das konkrete Vorkommen. Als nächstes sieht sich die Person die Zusammensetzung und ev, die Verwendung oder weitere Informationen an. Deshalb mein obiger Hinweis, dass hier Leute die Vorkommen ihrer Wohnregion oder Sammelregion am ehesten kennen und Infos geben können.
Beispiel: Jemand findet einen Gesteinsbrocken und schaut nun beim entsprechenden Fundort, was es da so gibt. Die Seite wurde von jemand erstellt, der die wesentlichen Gesteine des Ortes gut kennt und er hat ordentliche Bilder beigefügt. Der sich nun informiert kann anhand von Bild und Beschreibung nun die Zuordnung in den meisten Fällen treffen, da sich Gesteine eines Fundortes meist gut unterscheiden, zumal dann auch strukturelle u. a. Beschreibungen dabei sind.
So in etwa strukturiert sollte es nicht schwer sein, damit voranzukommen. In einigen Fällen kann ein Gesteinsvorkommen natürlich mit den zugehörigen Mineralienseiten verlinkt werden.
Gruß
Uwe
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Hi
gar nicht so übel finde ich die Aufmachung wie sie z.B. auf der page gesteine.ch vorgestellt wird. Unübersichtlich wirds halt nur, wenn auf wenigen Hektar Dutzende verschiedener Gesteine vorkommt, da kommt man schnell in den Wald und die Karte mit den roten Fundortpunkten wird mehr als unübersichtlich, aber dafür gibts ja Geologische Karten mit Erläuterungen, anhand derer man sich erst mal einen ganz guten Überblick über die Gesteine der Region verschaffen kann, da brauchen wir die Milchsau nicht neu erfinden. Was in den Geologischen Kartenwerken halt fehlt, sind Aufschlußfotos, Handstückfotos, in denen z.B. die Komponenten des Mineralbestandes mit Pfeilen und Mineralnamen versehen sind oder sogar mit aussagekräftigen Mineralienfotos verlinkt sind (wie im Dünnschliffbild von gesteine.ch .
Machbar, was meint Ihr?
Glück Auf
GEOMAXX
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Unübersichtlich wirds halt nur, wenn auf wenigen Hektar Dutzende verschiedener Gesteine vorkommt, da kommt man schnell in den Wald ...
hallo geomaxx,
wie sollte das bei geschiebe aussehen? da können auf einen quadratmeter hunderte unterschiedlicher gesteine vorkommen... oder soll nur das ursprüngliche anstehende portraitiert werden?
unter einer gesteinsdatenbank stelle ich mir etwas anderes als nur eine tabellarische auflistung einiger eigenschaften (ausgangsfrage) vor.
haldenschreck
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Hi
logisch, Sekundärlagerstätten sind davon natürlich ausgenommen ! Wobei natürlich die glazigenen Gesteine schon mit aufgeführt werden sollten, quasi als "Familie" der Sedimentgesteine, "Unterfamilie" klastische oder mechanische Sedimentgesteine, "Gattung" glazigene klastische Sedimentgesteine, "Art" Geschiebemergel, dann halt die beschreibenden Eigenschaften, die stefan ja schon angerissen hat mit Farbe, Textur, Grobgefüge, Korngefüge, etc. Klar herauszustellen ist dann aber, daß die Kornzusammensetzung sich halt am Liefergebiet orientiert.
Glück Auf!
GEOMAXX
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Hi
logisch, Sekundärlagerstätten sind davon natürlich ausgenommen !
warum? weil es zu komplex ist? ???
--> warum alles neu erfinden, das hier reicht doch aus: http://www.naturstein-netz.de/index.htm (http://www.naturstein-netz.de/index.htm)
haldenschreck
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Hallo,
gar nicht so übel finde ich die Aufmachung wie sie z.B. auf der page gesteine.ch vorgestellt wird.
Als reine Regionalordnung mit dem Kärtchen ist das schon in Ordnung (wenn auch nicht wirklich genau, es fehlen GPS-Koordianten). Aber suche da mal nach einem bestimmten Gestein(-namen) oder nach Gruppen (z.B. Sedimente) - keine Chance. Und was die Frage der hinterlegten Infos angeht ist die Seite eher ein negatives Beispiel.
Zur Beschreibung vieler Gesteine gehören meiner Ansicht nach Dünnschliffe dazu wie die Henne zum Ei. Dazu natürlich Foto von einem nicht zu kleinen polierten Anschliff und Foto einer frischen Bruchfläche. Sehr wensentlich ist die Größenangabe zu diesen Bildern und im Dünnschliff die Bezeichnung der Minerale (mit den üblichen Abkürzungen, im Dünnschliffbild verlinkte Kristallfotos sind Schnickschnack den es nicht braucht).
oder soll nur das ursprüngliche anstehende portraitiert werden?
ja, nur so, denn schonst scheitern wir schon am ersten Bachgeröll.
Gruß
Berthold
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Das Ziel ist es doch u.a. so wie wir Mineralien in ihrer typischen Form mit Fundstellen verbinden, auch Gesteine mit Fundstellen zu verbinden. Es geht uns neben der Klassifizierung der Gesteine doch auch darum zu wissen welche Gesteine kommen an einer Lokation vor, welche Gesteine sind für uns interessant, wo ist was zu erwarten.
Wenn wir eine Fundstelle beschreiben ist es doch ein leichtes noch ein paar Bilder der Vorkommenden Gesteine mit zu dokumentieren. Eine Gesteinsdatenbank die industrielle Zwecke verfolgt um den besten Bodenbelag zu finden ist sicher nicht unser Ziel.
Im Prinzip ist es völlig analog der Mineraldatenbank
- Jedes Gestein ist erst mal ein einzelner isolierter Datensatz
- Über Systematiken werden Gesteine gruppiert
- Jedes Gestein hat bestimmte Eigenschaften
- Jedes Gestein hat bestimmte Fundorte -> Verknüpfung zu den Fundstellen
- Jedes Gestein hat einen bestimmten Mineralbestand -> Verknüpfung zu den Mineralien
- Zu den Gesteinen gibt es Bilder -> Verknüpfung zu den Bildern
Was ich hier vermisse ist der praktische Ansatz. Es wird viel über Sinn und Unsinn diskutiert aber keine praktischen Fortschritte erzielt.
Daher ganz konkret die Frage: Welche Eigenschaften sollten Dokumentiert werden und welche Werte können diese Eigenschaften annehmen. Daraus baue ich dann eine Tabelle auf, das ist dann der erste Grundstock, der für Verbindungen heran gezogen werden kann. Dieser Grundstock kann dann ggf. um weitere fehlende Eigenschaften erweitert werden.
Im ersten Schritt ist die Gruppierung der Gesteine nicht so wichtig. Systematiken können wie bei Mineralien auch später darüber gelegt werde und beliebig erweitert werden.
Gruß Stefan
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Stefan, du gehst also vom Gestein aus.. ich würde vom Fundort ausgehen - den Fundort kennt man, das Gestein meist (noch) nicht
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Hallo,
@Stefan:
Folgende Eigenschaften zuerst:
-Name des Gesteins (hier in jedem Fall den vollständigen Namen (z.T. Talk-Chlorit-Schiefer oder Jadeit-Phengit-Gneis, da Begriffe wie "Schiefer" oder "Gneis" nur Gefüge angeben, bei Schiefer kommen zusätzlich zu den metamorphen noch sedimentäre Gesteine (Posidonienschiefer z.B.) dazu). Man könnte diese Begriffe aber mit in die Datenbank aufnehmen und über Links mit den entsprechenden Seiten verbinden.
-Gefüge (massig, Schieferung/Schichtung usw., aber auch Gleichmäßigkeit (z.B. porphyrisches Gefüge))
-Korngröße
-typische Minerale (ein Punkt, bei dem gerade bei einigen Metamorphiten wohl kaum eine Vollständigkeit erzielbar ist, da ihr Mineralbestand von Lokalität zu Lokalität wechselt), bei Sedimentiten typische Fossilien.
-bei Magmatiten Farbzahl (Anteil dunkler Minerale).
-Klassifikation (Streckeisen, Fazies, TAS, Geochemie)
-Magmatite: Herkunft, Differentiation, Quelle;Metamorphite: Ausgangsgestein (Protolith), Sedimente: chemisch, biogen, physikalische Verwitterung
-Typische Lokalitäten, an denen das Gestein beobachtet werden kann (auch typische, für Exkursionen oder Touren interessante oder historisch bedeutsame (z.B. Originalfundort) Aufschlüsse)
Glück Auf!
Smoeller
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Stefan, du gehst also vom Gestein aus.. ich würde vom Fundort ausgehen - den Fundort kennt man, das Gestein meist (noch) nicht
Hi,
Du gehst stillschweigend davon aus (wenn ich Dich richtig verstehe), dass die Datenbank unter anderem auch als Bestimmungshilfe dienen soll. IMHO wird das nicht funktionieren. Die Bestimmung eines Gesteins kann sehr einfach sein, ist es aber in der Mehrzahl der Fälle nicht. Auf keinen Fall funktioniert sie über einen einfachen Vergleich eines Fundes mit einer Abbildung - da gibt es zu viele Irrläufer.
Gruß,
Holger
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Natürlich wird die Datenbank auch als Bestimmungshilfe dienen und das auch sehr effektiv.
Meist hat man eine Lokation und ein dort gefundenes Gestein. Ein Blick in den Fundort und ich habe Vergleichsbilder der dort vorkommenden Gesteine. Dann eine Bestimmung anhand von Bildern durchzuführen dürfte nicht mehr so schwierig sein.
Gruß Stefan
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Hallo,
Natürlich wird die Datenbank auch als Bestimmungshilfe dienen und das auch sehr effektiv.
Meist hat man eine Lokation und ein dort gefundenes Gestein.
Ja, das wir oft funktionieren, da brauchen wir auch keine Dünnschliffe usw. ;) Allerdings ist das auch die leichteste Übung und beim Geschiebe oder Flussgeröll wird das nicht hinhauen.
dass die Datenbank unter anderem auch als Bestimmungshilfe dienen soll. IMHO wird das nicht funktionieren.
...das sehe ich auch so - mit obiger Ausnahme.
Gruß
Berthold
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@smoeller
der Ansatz ist doch ein erster Schritt - Danke
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Natürlich wird die Datenbank auch als Bestimmungshilfe dienen und das auch sehr effektiv.
Meist hat man eine Lokation und ein dort gefundenes Gestein. Ein Blick in den Fundort und ich habe Vergleichsbilder der dort vorkommenden Gesteine. Dann eine Bestimmung anhand von Bildern durchzuführen dürfte nicht mehr so schwierig sein.
Okay. Fangen wir also mit dem Problem "Lokation" an: Wie genau soll eine solche angegeben werden? Wenn man im Hinterkopf hat, wie schnell sich an manchen Orten die Natur des Gesteins ändert (caliastos hat bereits darauf hingewiesen), werden einem die Grenzen dieser Methode sehr rasch klar. Im Grunde braucht man für diese Methode einen FundPUNKT. Und das dann über die ganze Erdoberfläche... ;D
Dann: Bestimmt hat einer unserer Geologen mal ausgedehnte Vulkanitgebiete kartiert - etwa im Vogelsberg. Wer sich die alten geologischen Karten dieser Region anschaut, ist von der Vielfalt der dort vorkommenden Effusiva überrascht; aber ich möchte wetten, dass niemand hier (ich übrigens auch nicht) in der Lage ist, diese Gesteine anhand des makroskopischen Erscheinugnsbildes auseinanderzuhalten.
Davon abgesehen, mal eine Frage: Wer von uns ist in der Lage, die Information mit dem gewünschten Grad an Genauigkeit zu liefern?
Sorry, dass ich hier den "advocatus diaboli" mache, aber ich sehe da wenig Chancen.
Gruß,
Holger
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Holger
ich seh das so, dass man eine "Mitgliederkarte" anfertigen könnte - wie im Forum oben.. und dann dem Fundort einen Link geben ,der dann in eine Datenbank führt.. ev. gleich das Foto sichtbar..
Und man nun also auf das Wort: Gneise klicken könnte und dann Info bekäme
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Bei so vielen Bedenken, frage ich mich ein wenig wie wir soweit gekommen sind.
Es ist doch bei den Mineralvorkommen und den Mineralien nicht anders, eine sichere Bestimmung ist nur durch eine Analyse möglich. Und dennoch scheint es zu funktionieren. Entschuldigung wenn ich das so sage, Bedenkenträger sind nicht der Inovationsmotor der diese Plattform zu dem gemacht hat was sie ist. Auch zielt dieser Thread nicht darauf ab Bedenken zu sammeln sondern die Informationen um zu starten. Ich wäre insofern dankbar, könnten wir uns darauf konzentrieren.
Wir generieren auch jetzt Karten wo welches Mineral vorkommt und ähnliches wird automatisch bei den Gesteinen passieren. Die Technik haben wir permanent im Einsatz.
Gruß Stefan
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Bei so vielen Bedenken, frage ich mich ein wenig wie wir soweit gekommen sind.
Es ist doch bei den Mineralvorkommen und den Mineralien nicht anders, eine sichere Bestimmung ist nur durch eine Analyse möglich. Und dennoch scheint es zu funktionieren.
Mineralien sind 1. als chemische Entitäten einigermaßen sauber definiert - daran hapert es bei den Gesteinen noch an vielen Stellen. 2. sind sie ABSOLUT SICHER nur durch eine Analyse zu bestimmen; allerdings kommt man mit den "altmodischen" physikalischen Parametern auch schon ganz hübsch weit. Auch das sieht bei Gesteinen anders aus. 3. (auch wenn es schon wiederholt gesagt wurde) drängen sich die Ordnungsprinzipien bei den Mineralen geradezu auf; auch das ist bei Gesteinen anders.
Entschuldigung wenn ich das so sage, Bedenkenträger sind nicht der Inovationsmotor der diese Plattform zu dem gemacht hat was sie ist. Auch zielt dieser Thread nicht darauf ab Bedenken zu sammeln sondern die Informationen um zu starten. Ich wäre insofern dankbar, könnten wir uns darauf konzentrieren.
Sieh' es einfach so: Das ist mein Beitrag zur Qualitätssicherung ;D Wenn wir hier nicht aufpassen, kommt an dieser Stelle ganz schnell ein großer Haufen Datenmüll zusammen (sorry für das harte Wort). Und ich meine mich an einen Beitrag zu erinnern, Stefan, in dem Du Wert darauf legtest, dass der Mineralienatlas ein gewisses Niveau hält un auch Fachleute ansprechen kann/soll. So leid es mir tut: Das ist IMHO bei Gesteinen schwieriger als bei Mineralien.
Aber damit auch genug der Qualitätssicherung. Ab jetzt weine ich stillschweigend vor mich hin :'(
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Hallo,
... da kann ich mich nur anschließen. :'(
Gruß
Berthold
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Ja aber "advocatus diaboli" nervt und ist nicht produktiv. Es gäbe auch genug Beispiele
wo eine Zuordnung zu einem Gestein bzw. Fundort keine Probleme bereitet. Warum so kompliziert und erstmal schreien geht nicht?
Es hat doch keiner gesagt das es nicht auch Ausnahmen gibt wo es schwierig wird, wie aber auch die Mineralien haben Gesteine ihre Eigenschaften.
Man könnte die Gesteine zusätzlich zum gesagten Verwendungszweck auch z.B. für eine Selbstbestimmung folgender Maßen ordnen.
1. Klärung ist das Vorliegende Gestein magmatisch, metamorph oder sedimentär?
2. Ist das Gestein Grobkörnig, mittelkörnig oder feinkörnig
3. Ist es hell, mittel oder dunkelgefärbt.
So oder ähnlich könnte ein Bestimmungsschlüssel aussehen. Man kann über eine Suchmaske und diesen Kriterien sich in Frage kommende Gesteine inklusive Foto anzeigen lassen. Ich fände es praktisch.
Bei den Fundorten könnten ebenfalls Bilder & Informationen der vorkommenden Gesteine angezeigt werden.
Ich habe hier ein Matrixbild von einer Magnetitstufe (Rückseite) aus Bolivien. Ich habe keine Plan um was es sich handelt.
Da ich aufgrund von Sichtungen solcher Magnetitstufen behaupten würde das sie in der Regel an diesem Fundort in diesem Gestein vorkommen wäre es doch nett wenn auf der Fundstellenseite auch das Gestein benannt wird oder?
Dann legt mal los, wer frei ist von Sünde der werfe das erste Gestein.
Gruß
René
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Hallo,
@Klinoklas: Das ist ein Vulkanit, da wird es ohne Dünnschliff schon schwierig. Dürfte Richtung Dacit/Andesit gehen.
Glück Auf!
Smoeller
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Qualitätssicherung und globale Bedenken äußern hat nichts miteinander zu tun.
Ich denke das gehen lernt man nicht indem man an einem Wettkampf teil nimmt sondern erst mal aufsteht. Eine Sprache lernt man auch Wort für Wort und dieser pragmatische Ansatz bringt vielleicht nicht gleich das beste Ergebnis, aber es bringt die Sache in Gang. Verfeinern können wir immer noch.
Was gefragt ist sind tragfähige Konstrukte, kein fertiges Bauwerk. Hilfreich wäre ein Liste der gängigsten Gesteinsnamen.
Gruß Stefan
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Ein Blick in den Fundort und ich habe Vergleichsbilder der dort vorkommenden Gesteine. Dann eine Bestimmung anhand von Bildern durchzuführen dürfte nicht mehr so schwierig sein.
hallo, da fängt die krux der geschichte an: bilder.
bilder von handformatierten stücken, angenässte oder vielleicht sogar polierte schnittflächenbilder, dünnschliffe ? nach welchen kriterien soll man da bestimmen. bestimmung der groben stufen ist sehr sehr problematisch ... schneiden und polieren, ja sogar dünnschliffe: wer soll hier für input sorgen?
schön anzusehen ist z.b.: http://www.geologie.uni-frankfurt.de/gesteine/Seite3.html (http://www.geologie.uni-frankfurt.de/gesteine/Seite3.html), aber wer kann danach wirklich eindeutig seine funde bestimmen? alle ernstzunehmenden seiten im netz zeigen ausschlielich dünnschliffe/texturen, und diese nur als anschauung, was möglich ist, aber nicht als datenbank.
Das ist ein Vulkanit, da wird es ohne Dünnschliff schon schwierig. Dürfte Richtung Dacit/Andesit gehen.
wer macht den dünnschliff oder andersherum: wer legt hier seine hand ins feuer für eine belastbare bestimmung und zuordnung?
skeptisch: haldenschreck
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Ok nochmal - ich danke den Bedenkenträgern für Ihre Einwände, zur Kenntnis genommen! Damit ist das Thema Bedenken endgültig abgehakt und ausgereizt.
Ich habe eine eindeutige Bitte geäußert und dies bezüglich hätte ich gerne Input. Bedenken interessieren mich nicht!
Ob das ganze einen Nutzen haben wird wird sich zeigen, aber sicher nicht bei theoretischen Diskussionen.
Gruß Stefan
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bedenken entstehen schlicht durch die frage wie man das am ehersten angeht. der knackpunkt ist, daß nicht mal die fachwelt vollkommen klare grenzen ziehen kann ohne gewisse analysen vornehmen zu müssen. viele ergebnisse streuen ganz einfach auch gewaltig.
ne schnieke db mit gesteinen, name, fundort und eigenschaften suche ich an sich auch schon lange. allerdings: ich denke das tut sogar die ganze fachwelt.
die hauptfrage sehe ich erst mal so: wie gliedern?
den fundort zu nehmen halte ich für eine ziemlich schlechte idee. wie will man das machen? bei mineralen ist das einfach. ich sage "grube clara" und dann haste die mineralliste ganz fix, das gebiet ist begrenzt. jetzt mache ich aber mal das gleiche mal sagen wir mit dem solnhofner plattenkalk. der ist relativ eng begrenzt und man käme über den ort zum gestein. was aber wenn das das gestein sehr weit verbreitet ist? wie will man da einsteigen? über ein vorkommen? über das gebiet, welches erfaßt wird? würde ich quatär suchen, so könnte ich nahezu ünerall auf der welt irgendeinen ort als einstieg nehmen.
wenn es ein ort sein muß, dann nur den der erstbeschreibung bzw. typlokalität. ist aber auch wieder so eine sache.
wenn dann lieber über lithologie und gesteinsnamen. rein der ort klappt nicht, dazu ändert sich der untergrund zu radikal. und da vergessen wir sogar faziesverzahung, störungen, die gesteine versetzen, irgendwelche plutonischen körper, metamorphosebereiche, falten, mulden usw. da liegt man mit der lokalität leicht gewaltig daneben. die lohnt erst als weitere unterteilung.
was jedenfalls nicht so ganz klappt ist die bestimmung durch vergleichen. so kommt man bestenfalls auf das gestein. die herkunft aber nicht. nimm die molasse. da hat man den schutt der ganzen alpen. steigt jemand über münchen als lokalität ein, so wird er sicher andere gesteine als in landsberg vorfinden. beide kommen da aber nicht vor, sondern wurden dort abgelagert. ginge, wenn man im lokalen bleibt. aber wie findet man die verbindung zu den anstehenden bereichen oder anderer ablagerungsgebiete? doch nur wieder über den gesteinsnamen.
lokale vorkommen sind einfach zu bestimmen.
das problem sind nun einmal die kleinräumigen möglichkeiten. wo zieht man die grenze? was ist der maßstab?
was auch ginge wären die an sich offiziellen großstrukturen. diese lassen sich auf den entsprechenden geologischen karten nachschlagen. z.b. nord/süd/west/ost alpen, molasse, bayerischer wald, fichtelgebirge, harz, odernwald usw. da vermeidet man den ärger mit dem fundort und kann doch alle gesteine aufzählen. hier vielleicht nun wirklich nach entstehung geteilt und darunter die gesteinsnamen und danach erstbeispielvorkommen.
die namensgebung kann nur nach den standarts erfolgen. wenn diese als einführende orientierung mit erklärung sind gegeben, ginge das evtl. der laie wird es immer etwas schwer haben. ich sage es mal so, mann könnte eine ganze vorlesung über nur ein einziges gestein halten und hätte nur wenig von dem ganzen themenkomplex geklärt.
um da halbwegs ordnung zu haben muß über das +/- diskutiert werden. nicht umsonst wird das schon seid ewigkeiten versucht.
kleiner tipp: nehmt mal die profile, wie sie zum gotthard-basistunnel zu sehen sind. das ist ein nadelstich im nichts, aber allein was da an gesteinen aufkommt...
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Hallo,
sollte im Prinzip nicht anders, als bei den Mineralen funktionieren, sämtliche Strukturierung und Systematisierung kann -
nachträglich überlegt werden.
Erstmal von A-Z , eine Seite pro Name, mit definiertem und prophylaktischem Platz.
Zum definierten (ich denke mal darum geht es bei der Frage) fallen mir ein paar grundlegende Sachen ein:
- Name(n)
-übergeordnete Art / Familie
-übergeordnete Gruppe
-Genese
-allgemeine Beschreibung des/r äußeren Erscheinungsbildes/r
-Mineralbestand inklus. regelm. und evtl. irregul. Nebengemengteile
-Gefüge - Körnung, Textur, etc.
-physikalische Parameter, wie z.B. Festigkeit, etc.
-Vorkommen
-Sonstiges (woraus dann ersichtlich wird, welche Sachen evtl. generell eine eigene Zeile,etc. bekommen sollten)
- dann halt mglst. viele verschiedene Bilder - warum nicht - Natur neben Poliert neben Dünnschliff - der Zweck
der Datensammlung ist ja nicht ausschließlich die Bestimmung, die funktioniert auf dem Weg ja eh nicht.
Eine Hilfestellung fürs grobe Bestimmen wäre aber vlt. auch schon eine große Hilfe für viele - dafür kann
man nat. schon einen Bestimmungsschlüssel erstellen, der dann nat. nur über die rel.einfach zu ermittelnden
Eigenschaften funktionieren kann.
Gruß -M-
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So in etwa stelle ich mir das auch vor. Wenn nun jemand ein Stück in der Hand hält, und nicht weiß was es ist, kennt er ja zunächst nur sicher den Fundort. Also geht er doch wohl über den Fundort rein (so er angelegt ist), gelangt auf die von da aufgeführten Gesteine, kann nun von diesen per Bild und Eigenschaftenvergleich zwischen z. Bsp. fünf beschriebenen i. d. R. leicht zum richtigen zuordnen. Was nicht geht ist, dass er das Gestein durch Vergleich mit 100 ähnlichen Bildern oder womöglich zwei drei Eigenschaften zuordnen kann. Der Fundort wird also meistens die Tür sein, oder anders gesagt, ein Gestein ist ein Ort, wo sich verschiedene Minerale zusammengefunden haben :D ::)
Will jemand wissen was ein Leucittephrit ist, geht er eben über den Namen rein.
Gruß
Uwe
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Wer weiss von euch, wie man ein Gestein bestimmt?
Wem darf man trauen? einem Gesteinspfad? einem Steinmetz? Der Uni, die einem eine Untersuchung macht? Wer bezahlt die Untersuchung?
Wie genau muss der Stein beschrieben werden?
Beispiel: Ich sehe eine Felswand, die aus Kalk besteht.
Was kann ich tun?
Ich kann ein Foto der Wand machen und sie auf einer Karte einzeichnen. Ich kann dazu schreiben, dass es Kalkstein ist. Und dann? Ev. ist der Kalk von Linien durchzogen.. ev. irgendwo heller oder dunkler.. ev. gibt es eine Schicht die über oder unter dem Kalk liegt..
Sag Stefan.. was hättest du in diesem Fall gern?
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Wenn Du das Gestein nicht kennst wirst Du das Bild nur der Fundstelle zuordnen und keinem Gestein.
Ist halt dann ein Fundstellenbild wie jetzt auch.
Gruß Stefan
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ok.. und das kommt in das Lexikon, oder machst du da eine neue Datenbank auf?
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Hallo,
@ Trommeln - "...wer weiß von euch, wie man ein Gestein bestimmt?" - verstehe die Frage nicht so recht,
zu wissen, wie man ein Gestein bestimmt, heißt ja noch nicht, daß man die Bestimmung auch tatsächlich
durchführen kann.
In der Praxis dürfte es die Regel sein, daß ein Gestein nicht ohne weiteres vollständig und exakt zu
bestimmen ist. Eine mehr oder weniger weit reichende, aber dafür rel. sichere Einordnung kann z.B.
mittels so eines Bestimmungsschlüssels im Prinzip jeder erreichen.
In deinem Bsp., könntest du :
- den (nicht genau bestimmten) Stein dem Fundort zuordnen
- den (nicht genau bestimmten) Stein - einer der Gruppen oder gar Familien zuordnen, bis zu der du
ihn sicher einordnen kannst - in deinem Bsp. dann eben - z.B. den Kalksteinen
"...Wie genau muß der Stein beschrieben werden - na, generell so genau wie mgl.natürlich -
eine Beschreibung gibt doch nur Fakten - und die sollten ja gesammelt werden.
Mit ner Beschreibung - so sie denn mglst. objektiv ist - kann man im Grunde nichts falsch machen,
man sollte aber nat. darauf achten, daß man Beobachtungen nicht mit Deutungen vermengt.
Zu der Frage "...Wem darf man trauen ?" - wem traust du denn bei Mineral-bestimmungen ?
(ist doch im Prinzip dasselbe)
Gruß -M-
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Hallo,
nachdem nun einige Zeit vergangen ist (und alle Beteiligten Gelegenheit hatten, sich zu beruhigen ;D), möchte ich doch noch etwas (hoffentlich) Produktives beitragen:
Wie aus der bisherigen Diskussion imho hervorgeht, besteht eines der Probleme bei einer systematischen Gesteinsdatenbank in der Vielzahl potentiell zu berücksichtigender Gesteine, die es u.a. schwer macht, eine "Liste der häufigsten Gesteinsnamen" zusammenzustellen.
Vorschlag zur Lösung: Man beginnt bei der Erstellung der Datenbank nicht mit einer Auflistung von Spezies (=einzelnen Gesteinsnamen), sondern versucht zunächst, generische Gruppen zu definieren und zu beschreiben. Unter diesen generischen Gruppen können dann spezielle Vertreter beispielhaft in aller Ausführlichkeit beschrieben werden, ohne dass unbedingt der Eindruck entsteht, diese Beispiele seien unbedingt als repräsentativ anzusehen.
Nun könnte man einwenden, dieser Ansatz würde das grundsätzliche Problem nur "eine Ebene weiter nach oben" verschieben: Immer noch besteht die Notwendigkeit, eine Liste zu produzieren, mit der man beginnen kann. Und dieselben (oder doch ähnliche) Schwierigkeiten, die bereits diskutiert wurden, bestehen natürlich auch hier. Dennoch: Da der Umfang der Liste zunächst einmal kleiner würde, glaube ich, dass man diese Schwierigkeiten leichter in den Griff bekommen könnte.
Als Beispiel für eine solche generische Einteilung füge ich hier eine Liste an, die im Wesentlichen auf einer Arbeit von Meyer-Marsilius im Aufschluß 1981, 32, 155, beruht, von mir aber an verschiedenen Stellen geändert und ergänzt wurde. Kritik und Änderungsvorschläge sind willkommen; insbesondere die Gliederung der Metamorphite bedarf einer kritischen Durchsicht.
Gruß,
Holger
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Holger, wir haben bereits über 100 Grobgesteinsnamen in der Datenbank. Ich arbeite immer recht pragmatisch und der Plan ist schon etwas weiter gediehen. Dein Ansatz entspricht aber ziemlich genau dem was ich umsetze :-)
Es geht im ersten Schritt nicht darum jedes Gestein bis ins kleinste Detail zu beschreiben, eine Grobklassifizierung ist sicher ein guter erster Schritt und bei weitem nicht so dramatisch, aber schon sehr nützlich. Viele der Gesteinsklassen sind eh schon im Lexikon beschrieben und müssen nur in die Datenbank importiert werden.
Guten Rutsch
Stefan
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Hallo Holger / Stefan
sorry, aber die generische Einteilung der Gesteine nach Meyer-Marsilius von 1981 ist seit langem überholt, ganz besonders die Systematik der Metamorphite.
Um dem Wirrwar aus unübersehbaren Namen, Familien, Gruppen und total überflüssigen (obsoleten) Namen Herr zu werden, hat es sich ein Gremium internationaler Geowissenschaftler zum Ziel gesetzt, sich auf ein weltweit verbindliches System zu verständigen, zu einigen und festzulegen.
Dieses Gremium ist die Commission on the Systematics in Petrology (CSP), ein Organ der IUGS (International Union of Geological Sciences) .
Bisherige Resultate der IUGS-CSP und deren Sub-Kommissionen SSIR (Subcommission on the Systematics of IGneous Rocks) und SCMR (Suncommission on the Systematics of Metamorphic Rocks) sind die verbindliche Systematik und Nomenklatur für magmatische und für metamorphe Gesteine. Die Systematik der Sedimentite ist noch nicht abgeschlossen und wird von der SSSR (Subcommission on the Systematics of Sedimentary Rocks) wahrgenommen.
Zu den lunaren (Erdmond)-Gesteinen und den Hoch-Mg-Gesteinen gibt es separate Arbeiten.
Die Subkommissionen der IUGS kann man als das petrographische Pendant zur IMA sehen. Die erst (SSIR) begann ihre Arbeit im Jahr 1970, mit dem Ziel, eine Nomenklatur der magmatischen Gesteine zu erarbeiten. Das Resultat waren 145 Fachbeiträge und Kommentare und lag 1988 vor; eine aktualisierte Version wurde 2002 gedruckt.
Die Subcommission on the Systematics of Metamorphic Rocks (SCMR) begann ihre Tätigkeit 1985, bestand aus 33 Mitgliedern, 11 Studiengruppen und einer Arbeitsgruppe aus mehr als 100 Geowissenschaftlern aus der ganzen Welt. Das Ziel der SCMR war, die bis dato weltweit uneinheitlichen Begriffe der metamorphen Petrologie und lokal unterschiedliche Begriffe zu systematisieren und eine weltweit akzeptable Nomenklatur zu erarbeiten. Die Ergebnisse der SCMR liegen seit 2007 als Klassifizierungssystem und Glossar vor (Fettes,D., Desmons,J., 2007; > s.u.)
Neu ist, dass auch Gesteine, welche bisher eine Sonderstellung als Schmelzen, verbunden mit metamorphen Prozessen und welche nicht durch die IUGS - SSIR (s.o.) definiert wurden, in die Nomenklatur der Metamorphite aufgenommen wurden (u.a. Fulgurit, Tektite, Buchit; Blitzschlags- und Brand-(Verbrennungs)-metamorphe Gesteine i.w.S.). Desweiteren wurde der Begriff "Verwerfungsgesteine" (fault rocks; z.B. Kataklasite, Mylonite, Pseudotachylite etc.) eingeführt und die Impaktite systematisiert (wenngleich sie streng gesehen nicht metamorph sind, aber bisher nirgendwo von der CSP definiert wurden).
Gesteins-Datenbank
Die Subcommission on Data Bases in Petrology (SDBP) wurde 1985 gegründet, und etablierte die Grundsätze für eine petrologische Datenbank.
Die SDBP erarbeitete den Rahmen einer Datenbank der magmatischen Gesteine. Diese dann als IGBADAT bezeichnete Datenbank enthält allein von der Familie der magmatischen Gesteine bisher fast 25.000 Gesteinsbeschreibungen in mehr als 3 Millionen Berichten . (http://www.ige.csic.es/sdbp/sdbp.htm (http://www.ige.csic.es/sdbp/sdbp.htm)).
1988 begann man, die Möglichkeiten zu untersuchen, inwieweit eine Datenbank der sedimentären Gesteine machbar ist; dazu gibt es eine Prototyp-Datenbank (SEDBA (Sedimentary Base) http://www.koka.ac.jp:8080/ss2/yamamoto/sedba/sedba.htm. (http://www.koka.ac.jp:8080/ss2/yamamoto/sedba/sedba.htm.) )
Es gibt zudem 2 internationale Publikationen über eine Sandstein-Datenbank.
Meine Meinung
Eine Gesteins-Datenbank, welche dem aktuellen und geowissenschaftlich verbindlichen Stand entspricht, sollte im Sinne einer international verbindlichen Nomenklatur ohne Kompromisse dem System der Gesteinsfamilien-und gruppen sowie den Begriffen und der Nomenklatur der Gesteinsnamen der jeweiligen IUGS-Kommissionen folgen - auch wenn Meyer-Marsilius und Wimmenauer drunter leiden mögen und wohl einige hundert obsolete Gesteinsnamen verschwinden und neuen Definitionen Platz machen werden (müssen). Hierbei spielt besonders die Protolith-Terminologie die ausschlaggebende Rolle und wird von den Mineralienatlas-Gesteinsdatenbankorganisatoren 8) so einiges an Neudenken 8) erfordern.
Ansätze dazu finden sich jedoch schon in diesem Lexikon .
Alles andere ist überflüssig und letztlich verwirrend - so wie Grünbleierz und Buntkupferkies bei den Mineralien.
Die aktuelle Systematik der Magmatite und Metamorphite findet sich in folgenden gedruckten Publikationen:
* Le Maitre, R.W.; (Hrsg), 1989; A Classification of Igneous Rocks and Glossary of Terms; Recommendations of the IUGS, Subcommission on the Systematics of Igneous Rocks (update 2002)
* Fettes, D., Desmons, J., (Hrsg.), 2007: Metamorphic Rocks: A Classification and Glossary of Terms; Recommendations of the IUGS-SCMR.
Gruß
collector
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Hallo Peter,
selbstverständlich werden wir der IUGS folgen, Du hast das ja bereits mit Deinen Gesteinseinträgen vorgemacht und ich habe mich auch bei den Testeinträgen bnisher daran gehalten.
Danke für den wichtigen Einwand
Guten Rutsch
Stefan
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Na das nimmt ja jetzt schon große Züge an mit der Gesteinsdatenbank.
Aber mal ehrlich die Namen sind doch schon ganz schön Plemplem.
Haben die denn keine Marketingabteilung?
IUGS ?
CSP?
SSSR?
SCMR?
SSIR?
Diese dann als IGBADAT ??? bezeichnete Datenbank
http://www.ige.csic.es/sdbp/sdbp.htm
http://www.koka.ac.jp:8080/ss2/yamamoto/sedba/sedba.htm.
Sind das wirklich Internetadressen? Ich verliere den Glauben!
www.mineralienatlas.de ist eine Internetadresse nur mal so als Beispiel. ;)
Wie die Seiten verkauft werden mit dem blauschwarzen Times New Roman Schriftgröße 12
auf weißem Hintergrund ist auch nicht mehr ganz aktuell, oder?
Alles besteht nur noch aus Abkürzungen :-(
Was mir am Atlas wirklich gut gefällt ist das die Themen gut verständlich und nachvollziehbar geschrieben sind.
Dieser Stil sollte wenn möglich auch bei den Gesteinen beibehalten werden. So kommt auch jeder Interessent mit.
Gruß
René
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schon mal auf den gedanken gekommen, dass amis abkürzungen über alles auf der welt lieben? und warum ewig lange namen immer aussprechen? haben wir hier doch auch. nimm nur mal die ganzen behörden. oder eben die autowerke. bmw z.b. hat sicherlich eine nicht gerade kleine marketing abteilung, dennoch kennen nur wenige lustigerweise mehr als die abkürzung.
sind halt internationale vereinigungen, deren aufgabe im name steht. schon mal kurze kommissionsnamen gesehen? marketing-leute und wissenschaftler erfinden nicht selten so einen blödsinn. schon mal einen 7 zeilen langen satz verfassen müssen, bei dem man mehrmals luftholen muß, nur weil 3 ewig lange namen auszuschreiben sind?
die seiten sind soweit ich weiß datenbankseiten. da wird sicher nicht jeder zugang zu haben. sehen mit dem entsprechenden zugangsrechten vermutlich anders aus. kenne da schon so paar andere beispiele.
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Wir schreiten in großen Schritten mit der Gesteinsdatenbank voran.
Die Magmatite (Grobklassifizierung) ist teilweise bereits angelegt. Ich denke wir werden uns erstmal auf die Grobklassifizierung beschränken und erst mal sehen, dass wir diese ausreichend beschrieben bekommen. Peter (Collector) hat schon viel Material vorgelegt, ich ergänze derzeit und übertrage die Daten in die Gesteinsdatenbank. Ihr könnt sehr gerne Daten hinzufügen.
Es ist nun möglich Gesteinsbilder dem Gesteinsnamen zuzuordnen, diese werden dann auch in einer separaten Bildertabelle bei der Fundstelle angezeigt. Ich bitte derzeit davon abzusehen neue Gesteinsnamen anzulegen, diese bitte vorab erst mal in Absprache mit mir.
Gruß Stefan
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also ohne meckern zu wollen, so hätte ich da doch eine oder andere anregung, die mir nach einem ersten überblick wichtig erscheint.
sinnvoll erscheint mir da fast eine unterteilung der bilder in aufschluss, handstücke und ähnliches.
manche nahaufnahmen sind allerdings auch stark verpixelt, unscharf oder über- bzw. fehlbelichtet. da erkennt man kaum die typischen gesteinsmerkmale. dagegen gibt es auch richtig gute aufnahmen.
für gesteine würde ich schon eine strengere regelung machen als für die minerale im lexikon. sowas wie eine qualitätskontrolle. sowohl was bildqualität als auch ansprache angeht. der grund ist der, dass minerale für viele verhältnismäßig leicht erkennbar sind. bei gesteinen kann sich selbst ein fachmann mitunter schwertun. wenn nun jeder reinstellt wie im lexikon entsteht mit sicherheit bald ein durcheinander, das keinem mehr hilft.
für jedes handstück oder bildausschnitt sollte an sich eine kleine gesteinsbeschreibung dabei sein um fehldeutungen zu erkennen und die ansprache nachzuvollziehen. die gesteinsbeschreibung gehört zu einem handstück wie das amen in der kirche da verweise ich gerne nochmal auf das kleine heftchen "kieselsteine im alpenvorland".
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So hier der erste Prototyp Anfang, so wird, könnte es aussehen.. Ergänzungen stehen natürlich an.
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/RockData?rock=Dacit
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Saarland/Freisen/Oberkirchen/Weiselberg
@caliastos
Eine Aussagefähige Bildqualität ist wünschenswert aber oft ist ein schlechteres Bild besser als keines. Wir werden wohl kaum den Anspruch erheben können das Gesteinsnachschlagwerk zu werden es sei denn wir bekommen Unterstützung von fachkundiger Seite mit den entsprechenden Aufnahmen. Aber Du hast natürlich recht, die Bildqualität ist wichtig. Von einer Unterteilung in Aufschluss, Handstück etc, werde ich erst mal absehen, kann aber ggf. in bei den Bildern unter "Schlüsselwort zuordnen" bereits gemacht werden. Das können wir ggf. auswerten.
Welche Informationen werden wir aufzeigen können?
- Wo kommt welches Gestein vor
- Welche Gesteine kommen an welchem Fundort vor
- Kartendarstellungen
- Überblick wie sieht ein Gestein in etwa aus (ohne Feinunterscheidungen)
- Bestimmen von Gesteinen wenn der Fundort bekannt ist (eingeschränkt)
Es geht nicht darum ein Gestein anhand einer endlosen Liste von Gesteinen zu bestimmen. Das geht bei Mineralien ohne Sachkenntnis auch nicht. Was aber gehen wird ist anhand einer kleinen Liste an einem Fundort vorkommender Gesteine ein Gestein einzuordnen. Sicher nicht immer aber immer öfter ;)
Welche Gesteine wo vorkommen kann einschlägiger Literatur entnommen werden und fachkundige Leute können diese ggf. auch selbst bestimmen und dann eintragen.
Der Anfang ist gemacht, es kann und wird interessant werden.
Zu jedem Gestein-Fundorteintrag können auch spezifische Informationen hinterlegt werden. Wie: "Im auftretenden Dacit sind zahlreiche kleine Almandine zu finden".....
Gruß Stefan
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Hallo,
und Kompliment an die Macher! Das sieht doch sehr gut aus.
Gruß,
Holger
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Danke und es wird noch besser ;)
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naja, aber wer ersetzt das schlechte bild ehe es eine karteileiche wird? wenn man das wesentliche nicht oder nicht richtig erkennt, dann ist es doch fast mit nicht vorhanden gleichzusetzen.
was die eingeschränkte bestimmbarkeit angeht, genau darauf war mit der bildbeschreibung in form einer ordentlichen ansprache die rede. allein die vielzahl an möglichkeiten schränkt die bestimmbarkeit ein. aber textlich untermauert macht es für den leien besser, da er weis wo in hinzusehen hat.
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In diesem Zusammenhang vielleicht noch eine Anregung an die Bildautoren: Bei den Gesteinsbildern wäre es imho wichtiger als bei den Mineralien, einen Abbildungsmaßstab anzugeben bzw. mit aufs Bild zu bringen. Bei manchen Fotos dachte ich nämlich beim ersten Betrachten, es handele sich um Nahansichten, während es in Wahrheit Aufschlußwände waren ;) Und auch bei den Nahansichten wäre ein Vergleichsmaßstab (Lineal, Millimeterpaper oder dergl.) oft hilfreich.
Gruß,
Holger
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Bevor wir zu sehr in die Diskussion der Qualität von Bildern einsteigen (waren alles ganz sinnvolle Anregungen) möchte ich dazu auffordern sich an der Dokumentation der Gesteine zu beteiligen.
Bei zahllosen Gesteinsarten/Gruppen fehlen ausführliche Beschreibungen. Ich würde mich freuen, wenn sich ein paar Leute die Zeit und Lust nehmen das ein oder andere Gestein mit Leben zu füllen.
Hier die Liste der Gesteine die bisher in der Datenbank sind. Es sind aber noch nicht alle Gesteine aus dem Lexikon übernommen, so dass der ein oder andere Text noch mit Hilfe des Lexikons ergänzt wird.
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Gesteine-Alle
Es wird auffallen, dass die Gesteine teilweise "doppelt" und in allen möglichen Sprachen vorkommen. Doppelt kommt wenn das Gestein in mehreren Sprachen gleich geschrieben wird. Fett dargestellt wird das Gestein in der jeweils eingestellte Sprachversion.
Auch wäre es sinnvoll Fundstelleneinträge um die bakannten Gesteine vor Ort zu ergänzen. Aus diesen Einträgen enstehen die Übersichtskarten und Fundortlisten bei den Gesteinen.
Ich hoffe auf Eure Mithilfe.
Gruß Stefan
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Hallo Stefan,
Du könntest ruhig mehr Sorten von Gestein reinstellen. Ich meine, daß er "Chloritschiefer" nicht angenommen hat.
Doc Diether
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Ich denke es fehlen nur noch ca. 60.000 Einträge ;) Wir können nur nach und nach ergänzen. Da sich bisher sehr wenige Leute an der Geschichte beteiligen, wird es auch noch sehr lange dauern bis wir hier zu einer befriedigenden Datenbasis kommen. Ich werde aber einzelne Gesteine nach Euren Anregungen bevorzugt einpflegen.
Leider ist es oft schwierig die aktuelle von historischen Klassifikationen abzugrenzen und unterschiedliche Bezeichnungen für das Selbe zusammen zu fassen.
Gruß Stefan
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Ich habe den Chloritschiefer schon mal angelegt ...
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Um noch ein wenig auf die Felder in der Gesteinsdatenbank einzugehen, was wir hier durchaus diskutieren können/sollten.
Hauptgruppe
Angedacht ist hier eine gribe Klassifizierung in der Form:
-Magmatit
-Sedimentit
-Metamorphit
zu treffen...
Untergruppe/Gesteinstyp
Hier ist angedacht die nächste Ebene der Klassifizierung zu wählen bei
- Magmatit
-Vulkanit
-Plutonit
-Ganggesteine und Subvulkanite
-Pyroklastite
...
Diese Unterteilung sollte natürlich an die aktuellen Gegebenheiten der IUGS angepasst werden. Hier wird es sicher Diskussionsbedarf geben.
Die beiden Felder sind jeweils in der Länge begrenzt und sind NICHT als Freitextfeld gedacht. Die einmal eingeschlagene Struktur sollte beibehalten und immer identisch formuliert werden. Daher wird in dem Feld automatisch nach bereits getroffenen Kategorisierungen gesucht und diese Vorgeschlagen. Ist die passende dabei sollte diese identisch übernommen werden.
Noch besser wäre,, wir könnten gemeinsam eine Solche Struktur festlegen und ich pflege diese dann zur Auswahl ein.
Es wird später automatische Übersichten anhand dieser Struktur geben. Es wird möglich sich Gesteinslisten nach Typ etc. anzeigen zu lassen.
Ergänzungen wie .. das ist in Überarbeitung wird bald so oder so aussehen sind bitte im Text vorzunehmen.
Die Gesteinedatenbank ist noch wachsweich und wird so modelliert, dass sie den Ansprüchen genügt, daher ist es wichtig jetzt anhand der ersten Erfahrungen Anpassungen vorzunehmen bevor wir später wieder nacharbeiten ohne Ende.
Ich freue mich auf Eure Anregungen
Gruß Stefan
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also im moment fehlt einem in der datenbank etwas der überblick um da was neu einzurichten.
die unterteilung magmatite, metamorphite und "sedimente bzw. sedimentgesteine" passt an sich. die teilung für magmatit in vulkanit, plutonit auch. aber ganggestein, subvulkanit und pyroklastika kann man nicht auf eine ebene mit plutonit und vulkanit stellen.
ganggesteine können z.b. plutonisch sein oder hydrothermal ---> passt schon mal nicht direkt oder überhaupt unter magmatit
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Hallo caliastos
die Ganggesteine wurden definitiv von der USGS als magmatische Gesteine definiert; die aktuelle Auffassung ist, dass die Bildung mit Subduktion und Restschmelzen zusammenhängt.
Gruß
collector
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sage ja auch nichts gegen magmatische entstehung. nur kannst die nicht mit vulkanit und plutonit in einer reihe stellen. die gehören an sich beiden gruppen untergeordnet. kannst doch schlecht basalt, granit ... neben vulkanit und plutonit stellen. beide können gänge bilden.
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Hallo,
mal eine Anfrage: ich habe versucht, im Netz auf den IUGS-Seiten die aktuellen Publikationen zur Gesteinsklassifikation, auf die Collector verwiesen hat, zu finden, aber die sind offenbar nicht online publiziert worden, sondern nur in Druckfassung erhältlich. Irre ich mich da? (Deren Kenntnis scheint ja dann doch die Grundlage der Arbeit an der Gesteinsdatenbank zu bilden.)
Gruß,
Holger
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Versuchs mal hier, die sind stark an die IUGS angelehnt
http://www.bgs.ac.uk/bgsrcs/
Gruß Stefan
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Wir haben ein technisches Problem, dass ich derzeit noch nicht ganz im Griff habe. Um es zu erklären, muss ich ein wenig ausholen.
Man könnte sich die Gesteine wie den Baum des Lebens vorstellen, hier nur plakativ ohne wissenschaftlichen Sinn dargestellt
Lebewesen
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Menschen Tiere
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Afro ... Hunde .......
Sehe ich dies aus Sicht des Hundes: Der Hund ist ein Tier und damit auch ein Lebewesen.
Wenn ich dies auf die Gesteine umsetze hat jedes Gestein eine Elterngruppe, die dann vielleicht wieder eine Elterngruppe hat bis hoch zu Gestein.
Gesteine
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Magmatite Sedimentite ...
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Gangest.. Plutonite ...
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Lamprophyr .... ...
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Alnöit
Jetzt betrachten wir das mal aus Sicht von Alnöit: Alnöit ist ein Lamprophyr ein Ganggestein ein Magmatit, ein Gestein.
Jetzt zur Problematik: können wir einem jeden Gestein diesen eindeutigen Weg zuweisen. D.h. kann ein Gestein nicht gleichzeitig ein Ganggestein und ein Plutonit sein. Ob das Beispiel nun Sinn macht sei dahin gestellt. Ist per Definition der IUGS jedes Gestein NUR EINER übergeordneten Gruppe zuzuordnen? Wenn dem so ist können wir sehr einfach Strukturen aufbauen und die Gesteine in diesen Ansichten darstellen beliebig darstellen.
Gruß Stefan
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naja, also offiziell unterscheidet man ja an sich immer noch die magmatite in plutonit und vulkanit. nimmt man das paar granit/rhyolith als beispiel, so hat man einmal einn plutonit und einmal einen vulkanit. beides sind aber definitiv magmatische gesteine, aber jeweils mit einer erweiterung bis hinunter zur definitiven gesteinsbezeichnung. hier ist zwischen gruppe und dem gestein an sich zu unterscheiden. nimm nur die minerale als beispiel. ein mineral kann zu den oxiden zählen, gleichzeitig ein silikat sein, gleichzeitig ein cyclosilikat, dann noch eine der beryllvarianten.. gleiches prinzip gilt bei gesteinen
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Bei Mineralien gibt es aber auch eine eindeutige offizielle Zuordnung.
Nebenzuordnungen spielen keine Rolle, die werden im Text berücksichtigt.
Gruß Stefan
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Hallo Stefan,
vorab, die Ansicht der IUGS kenne ich auch nicht - das beschriebene Problem aber schon. Ein typisches Bispiel sind die Pyroklastite: Gegenwärtig sind die unter Vulkaniten eingeordnet; mit demselben Recht könnte man sie aber als Sedimentgesteine ansehen (und in dem Buch von Fürchtbauer, Sedimente und Sedimentgesteine, werden sie auch ganz selbstverständlich mitbesprochen).
Ich vermute, man kommt diesem Problem nur bei, wenn man zunächst tatsächlich die IUGS-Definitionen durchackert und erst danach anhand dieser Informationen die Systematik für die Datenbank aufstellt. (Daher meine Frage nach einer Quelle für die Definitionen.)
Gruß,
Holger
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Hallo Holger
Pyroklastite sind definitiv Vulkanite; sie stammen aus Vulkanen. Ergo magmatische Gesteine. Sie sind durch die IUGS ganz klar erfasst, systematisiert und dargestellt.
Die IUGS-Definitionen sind klar und unmissverständlich: innerhalb jeder der Hauptgruppen Magmatite und Metamorphite gibt es eindeutig systematisiert Untergruppen, darunter wieder die einzelnen Zugehörigkeiten. Alles bei IUGSD sehr klar, tw. tabellenartig, tw. als Diagramme dargestellt.
Von einem Problem sollte man nicht sprechen, da es kein Problem gibt. Wir sollten vielmehr Möglichkeiten finden oder definieren, wie man nicht mehr Äpfel mit Birnen auf einen Baum bringt und vergleicht ( was nicht möglich ist), sondern wie man unterschiedliche Prinzipien der Definitionen und Charakteristika unter einen Hut bringt. Bei den Magmatiten ist es einfach, da gibt es QAPF und wenns schwieriger wird, TAS, alles in allem aber die chemische Zusammensetzung, ähnlich wie bei den Mineralien.
Sehr kompliziert sind die Metamorphite, wo man unterschiedlichste Kriterien verwendet - Ausgangsgesteine, Fazies, Gefüge, Korngrößen etc etc, jedoch selten oder kaum die chemische Zusammensetzung.
Diese Schwierigkeit war u.a. der Grund dafür, dass unzählige Wissenschaftler und letztendlich eine große Gruppe internationaler Geologen in Form der IUGS lange Jahre hin und her diskutiert haben, um endlich eine Basis zu schaffen, welche weltweit für alle verbindlich ist ( analog der IMA).
Und jetzt haben wir endlich diese verbindlichen Definitionen - etwas, was bis vor kurzen als undenkbar erschien - und wir sollten Sie als Basis nutzen.
Deswegen - Fürchtebauer hin, Fürchtebauer her - ist nicht relevant. Pyroklastite sind magmatische Gesteine (Magmatite > Vulkanite).
Gruß
collector
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Dann viel Erfolg. Aber ich fürchte, Du bist hier der Einzige, der keine Probleme hat - zumindest mit der Gesteinssystematik...
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Naja so ganz der einzige ist Collector sicher nicht. Ich denke viele Mitglieder der IUGS sehen das nicht viel anders ansonsten würde es nicht die Klassifizierung geben. Wenn ich mir die Übersichten so ansehe, sehe ich kein unlösbares Problem. Man muss es einfach nur anfangen umsetzen. Das dauert und wird kontinuierlich wachsen. Nur von das geht nicht, das ist schwierig, die Erde ist eine Scheibe ist keine Innovation zu erwarten.
Sorry, ich habe ein Problem damit wenn immer nur alles negativ geredet wird vor allem wenn Der- / DiejenigeN selber keine detaillierte Ahnung haben und mit Vermutungen argumentieren. Ab und an ist es besser seine Meinung für sich zu behalten.
Gruß Stefan
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Hallo,
hmm, sind dann pyroklastische Sedimente auch Vulkanite? Auch dann wenn nicht-vulkanogenes Material überwiegt?
Gruß
Berthold
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Soweit ich das bisher gelesen und verstanden habe (siehe Link und die Texte dahinter) sind die Anteile, Korngrößen wann was zu was zu zählen ist ziemlich genau geregelt.
Gruß Stefan
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also pyroklastika kenne ich nur als vulkanite und nicht mehr als sedimente. auch wenn sie ungewöhnlicherweise überwiegend aus karbonat bestehen sollten.
grund: sedimente sind ja entweder durch organismen, verdunstung und +/- chemisch gefällte gesteine. dazu noch die klastischen ersosionsprodukte. anders gesagt hat man entweder aufgearbeitetes material oder ausgefälltes.
pyroklastite sind hingegen durch vulkanische aktivität gebildete gesteine. dabei muss es nicht mal unbedingt reine schmelze sein.
nur weil ein material sedimentiert wird es als sediment zu sehen erscheint mir schon etwas komisch. vulkanisches sediment trifft das ganze schon besser. dennoch ist es in erster linie vulkanischen ursprungs. darauf zielt die einteilung vermutlich ab. ohne den auswurf von pyroklastischem material, gleich welcher zusammensetzung gibt es auch kein sediment.
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Kurzer Zwischenstand:
Derzeit haben wir 219 Gesteine und Gesteinsgruppen in der Datenbank mit über 700 Gesteinsbezeichnungen. Primär handelt es sich dabei um Magmatite.
http://mineralienatlas.de/lexikon/index.php/RockData?rock=Gesteine
Bisher ein Tropfen auf den heißen Stein, aber es geht schnell voran ...
Gruß Stefan
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warte nur mal den sediment und metamorphit-part ab. dagegen sind alle magmatischen gesteine ein witz was anzahl anbelangt.
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Hallo,
finde die Idee nicht schlecht. Habe mir die Seite angesehen, finde sie vom Aufbau her gut. Habe mir selbst bereits eine Datenbank auf Access - Basis angelegt. Besteht aus den Feldern Gesteinsart, Gestein, Gesteinnahme, für jedes der häufigsten gesteinbildenden Minerale, Dichte, Farbe, Fundort, Besonderheiten, Bild.
Gruß Helmi
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@Helmi
dann kannst Du uns ja tatkräftig unterstützen ;) :D