Mineralienatlas - Fossilienatlas
Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Dies und Das / this and that => Thema gestartet von: Druide am 11 Jan 09, 12:41
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Hallo,
das Teil (Fensterband?) habe ich aus dem Acker gezogen. Nachdem ich es von seiner Rostkruste einigermaßen befreit hatte
landete es in einer Schüssel mit Wasser dem ich ein Stück Alufolie dazu gab.
Horido das hat nach faulen Eiern gestunken.
Kann mir bitte jemand erklären warum? (bitte einfache Worte :-)
Danke für mögliche Antworten
Maria
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Hallo,
vielleicht war der Beschlag versilbert und es befinden sich Reste von Silbersulfid, also Akanthit am Teil. Dann hat sich des H2S gebildet.
Vom Rost an sich kann es nicht kommen.
??? Uwe
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Hallo,
das scheint mir ein geschmiedeter Beschlag zu sein, eher von einer Truhe. Von der Form her würde ich den in das 15./16./17. Jh. legen. Die eher einfache, nicht verzierte Zweckform spricht dagengen dass es mal versilbert war. Eine Erklärung für den Geruch kann ich nicht geben.
Gruß
Berthold
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Hallo Uwe,
danke für deine Antwort.
Und wenn ich schon mal beim Eisengeraffel bin
noch eine Frage zu diesem Teil.
Als ich diesen "Nagel" von der dicken Kruste befreit hatte
konnte ich fest stellen das die Spitze nach wie vor spitz wie ein Nagel war.
Ist das "normal"
Marie
auch dir Berthold danke für deine Antwort
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Hallo Marie!
Wie hast Du denn den Rost von dem Nagel entfernt? Ich habe hier noch einen alten Bohrkopf rumliegen, der sich hartnäckig der Entrostung mit handelsüblichen Rostentfernern und Cola widersetzt. Wie hast Du das hingekriegt? ???
Gruß,
Triassammler
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Ach, und zur "Spitzigkeit" des Nagels: Dem Bild nach hat das Verrosten nur ein Skelett von dem Nagel übrig gelassen. Dass das eine Ende so spitz ist, hat m. E. nur mit Zufall zu tun.
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hallo,
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;)
haldenschreck
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einen alten Bohrkopf rumliegen, der sich hartnäckig der Entrostung mit handelsüblichen Rostentfernern und Cola widersetzt.
Bohrköpfe und ähnliche Bergbaurelikte haue ich immer einfach mit dem Hammer. Da platzt die Kruste meist sauber ab und bei vergüteten Stählen wie bei Bohrköpfen kommt oft eine saubere Trennschicht aus herausgewittertem Graphit bezw. reduziertem Eisen zum Vorschein, welche im Prinzip die Originaloberfläche zeigt. Hat der Stahl nicht viel Kohlenstoff, so unter 1 %, wie bei Nägeln, platzt zwar der Rost auch ab, aber meist ist die Oberfläche stark eingerostet, hier heißt es vorsichtig mechanisch entfernen (leicht klopfen, Drahtbürste) und nachher chemisch reduzierend arbeiten.
@ Maria: Die Spitze wurde durch die vom Schmieden entstandene Längsfasrigkeit und den damit verbundenen längsgerichteten Festigkeitserhöhungen und Gefügeverdichtungen erhalten. Es ist also ein geschmiedeter Nagel. Industrieelle Nägel rosten gleichmäßig nach der Dicke weg.
Was den Beschlag betrifft, hat Berthold natürlich Recht, Versilberung solcher Teile in ländlichen Gegenden nicht sehr wahrscheinlich. Weiss nicht ob sowas auch bei Verzinnung o. ä. auftreten kann -> Chemiker? Irgendwoher muss der Schwefel ja kommen.
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Hallo,
@ Haldenschreck
danke für die Links. Da war ich
nach dem ich mir "dort" erlaubt hatte zu sagen das mich der "Nagel" an ein med. Instrument erinnert. und die Reaktion nicht besonders "nett" war
war mir nicht mehr nach Fragen.
Es wurde angeraten das Menschen mit blühender Phantasie sich nicht nach Eisen bücken sollen.......das war noch nett....
@Triassammler
auch ich hämmere mit einem kleinen Hammer den Rost weg.
Dann nehme ich einen Klumpen Aushublehm, lasse ihn trocknen und poliere so lange das Eisen bis es glänzt.
Dann hole ich mir eine frische Bienenwabe aus dem Stock die noch nicht bebrütet ist,
schmelze den Wachs und reibe das Eisen damit ein, damit es nicht schwarz oder rostig wird.
Marie
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Der Schwefel kann doch auch aus dem Acker kommen. In tonig lehmigen Sedimenten bildet sich doch auch oft Pyrit oder Markasit.
Das reduzierende Umfeld hat dabei das Eisen gegeben, so das im Acker vorhandener Schwefelwasserstoff zu Pyrit werden konnte.
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Hallo Joachim
,
danke für deine Antwort
Gruß Maria
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Hallo,
bitte noch ein paar Fragen zu Schlacke.
Auf dem ersten Bild sieht man ein Eisenstück das unter dem Bino eine Schichtung auf weist. Darum bin ich so frei und ordne das Teil als etwas "älter" und geschmiedet ein.
Und nun habe ich einen Gedankengang .......
Meine Frage ist,
die weiteren Bilder, die kleinen Knuddels, magetisch und glasig, könnte es sich hier um Schmiedeschlacke handeln?
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Knuddels von nah.....
Kann man erkennen was das weiße Mineral ist?
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Dann wäre noch diese Schlacke , die auf der Rückseite ein Stück Backstein eingeschlossen hat.
Könnte sie zu einem Verhüttungsofen oder Schmiede passen?
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und kann man diese Steine verhütten? Gehört all das eventuell "zusammen"?
Danke für mögliche Antworten
Maria