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Mineralien / Minerals / Minerales => Fluoreszenz, Lumineszenz / Fluorescence, Luminescence => Thema gestartet von: Helicat135 am 17 Jan 09, 18:01

Titel: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Helicat135 am 17 Jan 09, 18:01
Hi,

habe mir vor einigen Tagen -in der Hoffnung sie in einem UV Kasten verbauen zu können- eine UV-Dioden Taschenlampe bestellt.
Da ist die noch nicht...
Nun bin ich gerade dabei auf meine Gärtnerprüfung zu lernen und da heißt es, dass die UV-Diodenlampen ein eher schwaches UV Licht haben und sog. Schwarzlichtlampen effekiver sind.
Meint ihr, ich kann sie trotzdem für gewünschten Effekt einsetzen? Hat da wer Erfahrung? Evt. auch mit Befestigung im Kasten?
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: caliastos am 17 Jan 09, 18:11
ich denke eher nein. die dioden haben ein an sich schwaches licht. selbst eine normale taschenlampe mit dioden ist mies im vergleich zu einer standarttaschenlampe. ob die energie ausreicht um den effekt zu erzielen... gerade bei der kleinen lichtquelle.
ich wollte mir dieses jahr in münchen eigentlich eine kleine uv-lampe in tragfähiger größe kaufen. hab' mir dann bei krantz das mal zeigen lassen... sehr enttäuschend. von fluoreszenz war kaum was zu sehen. dagegen ist die 30 jahre alt schwarzlichtröße der reinste stern. hier stört halt nur das streulicht, welches einen lila schleier verursacht. aber der effekt war hier 10x größer. ob eine diodenfunzel überhaupt an die handlampen von krantz kommt... naja, witzlos.

lieber eine röhre. wobei ich nur immer gerne wüsste welche sich da eignet. bei den ganzen schaukästen sieht man immer die röhre oben und die leuchtenden steine ohne störenden violettschleier. da wüsste ich gerne wie die das anstellen. ansonsten hätte ich mir längst ne neue röhre geholt. aber durch den schleier un die erfahrung in münchen erst mal nicht. so kleinzeug ist witzlos.
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Helicat135 am 17 Jan 09, 18:18
Hmmm...
Habe mal vor einiger Zeit eine Schwarzlichlampe bekommen, die aussieht wie eine Energiesparlampe. Vielleicht geht die?
Wo bezieht man denn solche Röhren? Habe zwar jede Menge UV-Lichtquellen bei mir verteilt, dass sind aber allesamt welche im sichtbaren Bereich...
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: caliastos am 17 Jan 09, 22:54
energiesparlampen halte ich für einen witz, auch wenn die nun gesetzlich vorgeschrieben werden sollen, damit andere lampen nicht mehr produziert werden. wenn die schwarzlichtlampe genauso idiotisch arbeitet, dann wird das wohl auch nichts, da vermutlich die energie kaum zur fluoreszenzanregung reicht.

krantz hat z.b. für 40€ eine schwarzlichtlampe mit langwelligem licht + 20€ für passende halterungen, sofern du noch keine hast (sind ja universell die dinger). was das für welche sind weis ich nicht. die schwarzlichtlampe von mir ist eben schon 30 jahre alt und man sieht im ausgeleuchteten bereich einen violetten schleier. meinst du das mit sichtbarem uv? an sich macht die gefahr von uv licht seine unsichtbatkeit für's auge aus. kurzwellen kenne ich nur als traglampe. und da geht es dann richtig ins geld.

jedenfalls suche ich selber schon eine passable langwellige uv-qelle, da mich der schleier tierisch nervt. der überstrahlt die fluoreszenz.
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Helicat135 am 18 Jan 09, 09:20
Hi,

danke für die Info.
Was ich meinte: ich habe hier UV Lampen für Reptilien und Pflanzen. Dieses typisch blaue Solariumlicht.
Selbst das hat aber ausgreicht, um einen Autunit dezent anzuregen...
Habe die UV-Taschenlampe das erste mal bei Heinz gesehen. Bei ihm fluorizierten Calcite (?) zumindest grün und Uranglas reagierte sehr intensiv...
Deswegen dachte ich, es könnte gehen...
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: smoeller am 18 Jan 09, 11:44
Hallo,

Habe einen Taschengeldprüfer (gabs mal für 20 Euro) mit einer UV-Röhre. Funktioniert recht gut, wenn du die Stücke recht nah ran hältst. Hatte Calcit, Willemit, Aragonit, Baryt, diverse sekundäre U-Mineralien (inkl. Novacekit), Fluorit usw. damit angeregt. Aber für ein UV-Kabinett ist es zu schwach. Der maximale Abstand ist wenige cm. Hatte das mit Heinz im Oktober auch mal ausgetestet mit seiner Lampe, die ist schon recht gut geeignet. Für ein UV-Kabinett brauchst du aber was stärkeres, z.B. Schwarzlichtröhren.

Glück Auf!
Smoeller
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: thdun5 am 18 Jan 09, 12:06
Hallo,

von UV-Dioden Taschenlampen halte ich nicht so viel. Wenn man irgendetwas kleineres testen will, dann vielleicht, aber sonst nicht. Da würde ich schon die Röhre bevorzugen.
Wenn du einen richtigen UV-Kasten machen willst, dann brauchst du schon ordentliche Röhren, die auch richtig ins große Geld gehen. Praktisch wäre dann schon ein umschaltbare Lampe zwischen kurzwelligem und langwelligem UV.
(siehe dazu auch http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,19297.msg163481.html#msg163481 (http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,19297.msg163481.html#msg163481)).

Gruß
Daniel
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: caliastos am 18 Jan 09, 13:51
ja aber gerade die umschaltfähigen bzw. die kurzwelligen sind ja schweinisch teuer. selbr würde mir schon langwellig reichen. ist auch wenig gefährlich für die augen.

aber haben die röhren, die man jetzt so bei krantz und co kaufen kann nun ebenfalls einen violettschleier oder nicht? würde die alte gerne gegen eine röhre ohne schleier tauschen. das violett auf den stücken nervt. es sollte nur die fluoreszenz zu sehen sein, nicht das röhrenlicht.
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: berthold am 18 Jan 09, 19:22
Hallo,

also ich habe (auch) einen UV-Schlüsselanhänger mit Leuchtdiode (auch Geldscheinprüfer und Kranz-KW/LW Handgerät). Den Anhänger habe ich an die Lupe rangehängt, praktisch immer zur Hand und der eigent sich zur schnellen LW-UV Prüfung bestens. Vorteil gegenüber einem UV-Gerät mit Röhre ist der geringe Strom- und Platzbedarf und der Umstand dass der Anhänger mechanisch sehr robust ist. Nachteil ist die geringe Leistung, es geht nur auf wenige cm und bei viel Umgebungslicht muss man notfalls mit der Hand abdunkeln. Für einen UV-Kasten mit Sicherheit ungeeignet.

Gruß
Berthold
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Helicat135 am 21 Jan 09, 18:00
Hi,

also, die Lampe ist da.
Bin mal eben alles durchgegangen:

einige Calcite werden rosa/orange. Autunit leuchtet sehr stark. Ebenfalls Fluorit und Rubin (!?!).

Ich finde das Ergebnis beeindruckend. Bin mehr denn je überzeugt, mir so einen Schwarzlichtkasten zu bauen.
Aber dann wohl doch mit einer richtigen Röhre.

Die Taschenlampe ist auf jeden Fall gar nicht sooo schlecht.

Grüße.
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: turmalin77 am 21 Jan 09, 18:09
bau dir doch einen kasten aus holz - innen auskleiden mit schwarzem samt und
an die decke machst du ein paar uv-leds.

Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: caliastos am 21 Jan 09, 18:28
hmm, dazu fällt mir ja an sich noch was alternatives ein. allerdings keine ahnung wie das auf minrale wirkt. es gibt doch für die casemodder auch kaltlicht-uv-röhren. wenn man die entsprechend verkabelt müsste das ja an sich auch gehen.
nur woran schliest man die außerhalb eines rechners an ohne dass die durchbrennen. ebenso unklar ist ob die auch so einen leuchtenden uv-halo erzeugen wie die besagte schwarzlichtlampe.

denke der kasten ust das einfachste, nur wie verhindert man diesen gräßlichen halo ohne teure polfilter?
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Helicat135 am 21 Jan 09, 19:50
Mit einem Schirm? Da sehe ich das geringste Problem.

Weiß einer, in welchen Längen es die UV-Röhren gibt? Bin eher davon überzeugt, mir eine Birne zu holen - da kenne ich mich mit den Anschlüssen besser aus.
Ich habe allerdings noch eine Vormontierte Leiste aus dem Terrarium für 45cm Röhren... Paßt da was rein?

"Tagsüber" könnte man dann eine zweite mit Normallicht dahinterschalten. Da habe ich immer welche aus den Terrarien über, die keine UV-Leistung mehr haben aber
noch lange Licht liefern...

und... What the hell sind Casemodder?
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: caliastos am 21 Jan 09, 20:04
die röhren sind meist stadartformate.

case modding sagt es ja an sich schon selbst, aber zur nachhifle 2 sec suchmaschine nutzen --->

http://en.wikipedia.org/wiki/File:Casemodding_microwave.JPG
http://images.google.de/images?q=casemodding&sourceid=navclient-ff&rlz=1B3GGGL_deDE274DE274&um=1&ie=UTF-8&sa=N&tab=wi


und das sind besagte kaltlichtkathoden: http://www.caseking.de/shop/catalog/Modding/Kaltlicht-Kathoden/AC-Ryan-Overboost-Kaltlicht-Kathoden-Twinset-UV-30cm::3286.html

wenn das damit geht ist das billiger als ne röhre bezogen auf lebensdauer.
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: thdun5 am 21 Jan 09, 20:07
Hallo,

Zitat
Mit einem Schirm? Da sehe ich das geringste Problem.
das würde mich schon interessieren, wie du das so einfach mit einem Schirm machen willst. Hast du so ein Ding schon (vllt. vom Terrarium oder so) ? Dieses UV-Streulicht wird ohne Filter schon ein kleineres oder größeres Problem sein.

Zitat
Weiß einer, in welchen Längen es die UV-Röhren gibt?

da würde ich einfach im Internet herumschauen oder beim Elektroniker um die Ecke einmal nachfragen. Der kann dir dann auch genau sagen, wie man die Röhren oder die Lampe anschließen muss.

Zitat
Bin eher davon überzeugt, mir eine Birne zu holen - da kenne ich mich mit den Anschlüssen besser aus.

Die Fassungen von "Birnen" sind zwar geläufiger, aber eine Röhre ist wirklich für einen UV-Kasten besser geeignet. Die Birnen haben einen sehr großen Durchmesser und die sind auch nicht so lang. Oder willst du etwa nur einen 10cm langen UV-Kasten haben ? ... bestimmt nicht  ;). Solche Lampen waren vor ca.1/2 Jahr noch ziemlich preisintensiv und haben auch nicht die Leistung, die man sich für so einen UV-Kasten wünscht.

Und wenn der Kasten einmal fertig ist: hier im Forum ein Bild davon hochladen. Bitte  ;)

Gruß
Daniel
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Helicat135 am 21 Jan 09, 20:19
Klar kriegt ihr ein Foto.

ABER: das wird dauern. Und ich habe erst ca 8 Minerale, die UV Aktiv sind.

Mir war zB völlig neu, dass Rubin auf UV Licht reagiert.

Murr mal schauen, was noch alles "leuchtet".

(Wenn ich hier frage, kriege ich wieder eins auf den Deckel  :-\ )
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: thdun5 am 21 Jan 09, 20:40
Zitat
Wenn ich hier frage, kriege ich wieder eins auf den Deckel

wer hat das gesagt ??

Und noch etwas: einige Briefmarken fluoreszieren auch grell gelb-grün, ähnlich Uranocircit.
Dann noch ein frohes schaffen.

Gruß
Daniel
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: caliastos am 21 Jan 09, 20:42
calcit, achat, uranminerale, fluorit, aragonit, cerrusit, hyalit, pyromorphit zum bleistift.
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Helicat135 am 21 Jan 09, 20:45
 ;D Danke...

Ich habe gerade mal geebayt. Da gab es 60cm Leuchten komlett montiert. Hoffe, die Wellenlänge stimmt...

Jaaa, muss ich den Kasten schwarz auskleiden oder reicht schwarz/matt anstreichen. Habe gesehen, die in Tucson hatten den wohl nur lackiert...

Und die Schilder- wie mache ich die? Sollte ja weiße Schrift auf schwarzem Grund sein... Wenn ich das einfach ausdrucke... Geht das? Hätte sonst so ein Prägegerät...

Edit: ich habe gerade nochmal Taschenlampenuntersuchungen gefahren: bei mir reagieren nur 4 von meinen ganzen Calciten und kein Aragonit. Der Hyaltih auch nicht, ebenso wie die Achate und die Pyromorphite. Liegt das jetzt an meiner Lampe oder an meinen Mineralien?
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: caliastos am 21 Jan 09, 21:27
kannst weißes papier nehmen und dort die schrift weiß, und den hintergrund schwarz formatieren. geht nur auf die schwarze patrone oder mach es im copy-shop. dabei solltest du die ränder umknicken, da die sonst mitleuchten.


warum manche minerale nicht reagieren hat diverse gründe.

- nicht jedes mineral reagiert auf die gleiche wellenlänge
- nicht jedes leuchtet gleich stark
- nicht jedes mineral muss fluoreszieren
- die intensität variiert

die alte schwarzlichtröhre von mir war langwellig --->

hyalit ist für grüne fluoreszenz bekannt. nur muß man entsprechende stücke bekommen. meines tut's auch nicht.
fluorit, dessen name an sich programm ist... gerade die hälfte meiner fluorite fluoresziert
calcit: an sich auch gerne aktiv teilweise nichts. manche dafür gelb, weiß und rosa
von 7 aragoniten leuchtet 1 stück
cerrusit und pyromorphit beide
von hundert achaten fluoreszieren ca. 10% bei mir. meist grün, darunter auch gelb und weiß

bei achat und hyalit hängt das etwas daran wie hoch der gehalt einer bestimmten phase ist.



ah, gips hat ja auch ab und an fluoreszenz
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: smoeller am 21 Jan 09, 22:02
Hallo,

Hyalith ist sehr tricky. Überall in der Literatur steht, dass die im Kaiserstuhl reicjlich zu findenden Hyalithe schön grün fluoreszieren (wie das angesprochene Uranglas). Aber von den schätzungsweise 50 Hyalithen in meiner Sammlung (von diversen Fundorten) fluoreszieren gerade mal 2 vom Fohberg bei Bötzingen (dort ist das Sammeln leider verboten) mit meinem Taschengeldprüfer. Vielleicht mit einer stärkeren Leuchte. Ebenso Calcit, Aragonit, Baryt u.a. Selbst vom selben Fundort. Rubin hätte ich noch da, ebenso Willemit/Calcit. Sind aber nur Stücke von ca. 2 cm.

Glück Auf!
Smoeller
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Krizu am 21 Jan 09, 22:07
Hallo,

Rubin floresziert bei Anregung mit ca 515nm +/-xnm gnadenlos mit 638nm.

Jedem der einen Argon-Ionen-Laser und einen Rubin zur Verfügung hat sei dieses Experiment mit einer Laserschutzbrille; DAMIT DAS GRÜN FEHLT - nicht wegen der Sicherheit  8) - empfohlen.

Echt geil so ein rot leuchtender Kristall frei schwebend im Laserlabor...

MfG

Frank
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Helicat135 am 27 Jan 09, 13:29
Hi Leutz,

ich habe scheinbar kein Glück. Hatte mir bei Ebay eine UV Röhre ersteigert. Der Verkäufer hat extra dazu geschrieben, die wäre für Min geeignet.
Nun kam die: kaputt. Habe ihm gemeilt und heute kam eine neue. Nun die Ernüchterung; die hat fast gar kein Licht und regt keines meiner Mineralien auch nur ansatzweise an.
Ich gebe es auf!!! ::)
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: thdun5 am 27 Jan 09, 17:16
was war es denn für eine "Röhre" ?
(evtl. ebay--Nummer)
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Helicat135 am 27 Jan 09, 17:35
Von Omnilux, 230V 18W G13 T8.

Laut einem anderen Verkäufer hat sie sogar Kurzwelliges Licht und auf der Packung steht was von extrem Leuchtstark. Wenn ich die Lampe anschakte, kaufen mittig immer "KLichtwellen" auf und ab. Evt. liegt es ja auch an der Faßung?!?
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: caliastos am 27 Jan 09, 18:08
also entweder ist die nicht stark genug, hat nur eine kurze reichweite oder deine stücke reagieren nicht die wellenlänge.
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Helicat135 am 27 Jan 09, 18:16
Alsooo,

auch, wenn ich meine def. Fluorizierenden Stücke dran halte und zwar richtig nah, dann passiert nix. Habe aber im ganzen www nur bei Conrad was vergleichbares gefunden und die wollen gleich mal 29,- dafür. Bin ratlos...
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: thdun5 am 27 Jan 09, 18:24
http://www.semtek.de/xtc/Licht/Leuchtmittel/UV-Lampen/OMNILUX-Roehre-18W-G13-600x26mm-T8-6400K::1295.html?XTCsid=v2d7j4fo0sc361nt1ebduqpa70 (http://www.semtek.de/xtc/Licht/Leuchtmittel/UV-Lampen/OMNILUX-Roehre-18W-G13-600x26mm-T8-6400K::1295.html?XTCsid=v2d7j4fo0sc361nt1ebduqpa70)
mit 18W müsste im dunklen Raum alles weiße leuchten. So kann man erst einmal testen, ob die defekt ist oder nicht.

Und ich gehe davon aus, dass du die auch richtig angeschlossen hast... (also mit Vorschaltgerät und evtl. Starter (kommt auf das Vorschaltgerät drauf an)) .

Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Helicat135 am 27 Jan 09, 18:34
Also, ich habe die halt einfach in das mitgelieferte Vorschaltgerät eingesteckt. Ich vermute auch, dass es evt. daran liegt. Mit dem ist mir ja auch die erste Röhre kaputt geliefert wurden. Evt. hat´s was abbekommen...
Will es morgen mal in das Vorschaltgerät meines alten Aquariums einsetzen. Müßte da auch reinpassen. Theorethisch...
Ist das mit den "Wellen" normal? brauchen die Röhren evt etwas, bis sie voll "bumms" haben?
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: thdun5 am 27 Jan 09, 18:51
vllt. helfen ja die Antworten auf dieses Thema weiter:
http://www.spotlight-wissen.de/archiv/message/1142557.html (http://www.spotlight-wissen.de/archiv/message/1142557.html)

Zitat
Also, ich habe die halt einfach in das mitgelieferte Vorschaltgerät eingesteckt.
das verstehe ich jetzt nicht so ganz.
Also: Die Lampe kommt in die zwei Fassungen und der Starter mit Fassung wird parallel zur Lampe geschaltet. Die eine Seite der Lampe geht zum einen 230V-Pol und der andere Anschluss der Lampe über das Vorschaltgerät zum anderen 230V-Pol. Der Starter müsste (wenn er ganz ist) beim Einschalten flackern und dann muss die Lampe leuchten. (so die Theorie)

Zitat
Will es morgen mal in das Vorschaltgerät meines alten Aquariums einsetzen
ich weiß nicht, ob das so gut für die Lampe ist... Aber probieren geht über studieren  ;).

Gruß
Daniel
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: caliastos am 27 Jan 09, 18:55
also bei den lampen kann man an sich nichts verkehrt machen. röhre in die fassung und gut ist's. bei guten fassungen ist der vorschalter schon eingebaut. klappt wie ne normale neonlampe. wenn die lampe leuchtet ist alles ok. wenn die stücke sich nicht rühren liegt es an was anderem. halt an der wellenlänge oder der lampenstärke...


@thdun5 was ist das denn für ne uv-lampe? ist ja irre billig. kenne das zeug nur saumäßig teuer. violettschleier?
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Helicat135 am 27 Jan 09, 18:59
Das ist das Ding, dass ich hier habe  ;D
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Heinz am 27 Jan 09, 19:27
Hallo Helicat,

hast du ein Fahrzeug,
dann könntest du zur mir kommen.

Gruß
Heinz

Ps: Rest per PM
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Lapislazuli am 27 Jan 09, 19:52
Hallo Helicat, wie kommst du da drauf, das es sich bei der Lampe um eine Schwarzlichtlampe handelt? Ich glaube das nicht so recht. Diese Lampen haben meist ein dunkellilafarbenes Glas. Die Farbtemperatur 6400 K (Kelvin) gibt die Lichtfarbe z.B. Weiß (es gibt verschiedene Weißtöhne) an. Die Leistungsintensität 940 Lm (Lumenmeter) gibt die Leuchtkraft an. Für dich ist aber der nicht sichtbare Bereich von 1-380 nm (Nanometer) wichtig. Diesen Wert kann ich aber nirgends auf der Produktbeschreibung finden. (Der sichtbare Lichtbereich geht von 380 - 780 nm). Ich vermute es handelt sich hierbei um eine ganz normale Röhre. Das sich solche Wellen in deiner Röhre bilden, ist auch normal. Das Phänomen ist besonders bei neuen Lampen ausgeprägt, die sich erst richtig einbrennen müssen, ist aber auch eventuell später noch etwas zu beobachten. Ich würde einfach in einen Baumarkt gehen und mir so eine Schwarzlichtröhre kaufen. Hat bei mir auch funktioniert (leider mit lila Schleier, aber wie oft benutzt man das Ding schon). Im übrigen muss deine Lampe auch keinen Starter haben, wenn ein elektronisches statt einem konventionenllen Vorschaltgerät eingebaut ist. Dies ist bei immer mehr Lampen der Fall. Es grüßt der Elektriker.

Glück auf

Edgar
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: caliastos am 27 Jan 09, 19:56
ha, genau den lila schleier hat das alte ding auch. dafür aber noch viel uv, da 30 jahre alt. daher muss auch was neues her.
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Helicat135 am 27 Jan 09, 20:30
Soo,

der reihe nach:

@ Heinz, bin erstmal 1 Woche in Ingolstadt, Danach kann ich vorbei kommen - mit dem Firmenwagen. Mein Autole ist noch in weiter ferne.

@ Lapis, weil ich Augen habe?!? 1. das Glas ist violett. 2. das Ding regt Stoffe an. Mein Autunit leuchtet sehr stark, habe ich vorhin gesehen. Fluorit ebenfalls. Nur Calcit rührt sich nicht. Also, ganz so technisch unversiert bin ich dann ja doch nicht...

@Caliastos. Also, ich habe jetzt nochmal untersucht. Einen Schleier habe ich da nicht. Wie oben gesagt: gaanz so schlecht scheint sie doch nicht zu sein. Überlege, ob ich die mit der Taschenlampe, die die Calcite anregt, kombinieren kann.
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Lapislazuli am 27 Jan 09, 21:19
@ Helicat: Was bist du so agressiv? Du schreibst doch oben, dass überhaupt kein Stück fluoresziert und jetzt auf einmal doch wieder. Entscheide dich mal.
Gut, deine Lampe ist schwarz, die von dem Link oben ist aber weiß (ich dachte, das ist deine Lampe). Das währe in dem Fall ja dann die falsche Lampe.

Glück auf

Edgar
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Helicat135 am 28 Jan 09, 06:45
Nein- ich bin nicht aggressiv. Ich muß ja gestehen, ich habe den Link nur gelesen, nicht geöffnet.

Zuerst habe ich die Lampe mit den Calciten getestet - weil die unter der Taschenlampe nur schwach fluorizierten. Ich dahcte halt: juhuuu, ich habe jetzt das ideale.
Naja, sch... war´s . Nix tut sich. Gaaar nix. Dann habe ich - aus Frust halt mal alles in meinem Zimmer gescannt. Da viel mir auf, dass der Joghurtfleck auf meiner Couch leuchtet. Na toll... es geht doch.... Also wieder zum Min Schrank und siehe da: es tut sich doch was. Nur bei den blöden Calciten nicht.

Ich bin also nach wie vor gefrustet - nicht sauer. ;)
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: caliastos am 28 Jan 09, 09:37
naja, wie gesagt hat nicht jedes mineral den gleichen hang bei gleicher lampe aufzuleuchten. uv-lampen haben halt nicht immer die gleichen wellenlängenbereiche. wenn deine stücke nun nicht in diesem bereich liegen, dann ist das halt so. reagiert eben nicht alles gleich. abgesehen davon ist die frage inwiefern die stücke vorher auf die lampe reagiert haben. manches ist auch nur farbverfälschung statt fluoreszenz
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Lapislazuli am 28 Jan 09, 12:56
Noch ein Nachtrag zum violetten Schleier: Den wird man wohl nie ganz wegkriegen, weil halt das Licht in der Farbe strahlt. Wenn man einzelne Stücke in einer Sammlung damit bestrahlen will und die normalen Stücke sollen nicht lila leuchten, kann man ja eine Blende anfertigen, so das nur die betreffenden Mineralien bestrahlt werden. Unter dem Link http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Fluorescent_minerals_hg.jpg&filetimestamp=20060211132423 ist noch ein Bild mit tollen fluoreszierenden Mineralien zu sehen, weiter unten deren Beschreibung (diese Mineralien strahlen unter verschiedenen Wellenlängen; UV-A, UV-B und UV-C).

PS: Gestern wollte ich noch einen Beitrag über den Unterschied / unterschiedliche Funktionsweise / unterschiedlicher Aufbau  von weißer und schwarzer Röhre schreiben, hab ihn aber aus Frust gelöscht. Wenn jemand daran Interesse hat, kann er das aber auch unter Wiki nachlesen.

Glück auf

Edgar
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Krizu am 28 Jan 09, 14:18
Hallo,

der Trick mit dem lia-Schleier ist etwas anders:
Die Lampen sind alle Hg-Lampen. Das Hg-Spektrum ist z.B. in http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Leuchtstoff_spektrum.jpg&filetimestamp=20050727234712 gegeben, oder hier: http://www.free-form.ch/tools/speclid.html oder auch hier: http://www.lot-oriel.com/site/site_down/ls_irradiance_dede06.pdf.

Das Hg-Atom hat eine nicht zu verachtende Linie bei 405nm, also dunkelviolett, die Wellenlänge der Hauptlinie liegt bei 365nm. Nun ist es schwierig eine niedrigenergetische Linie (405nm) zu absorbieren udn eine hochenergetische (365nm) durchzulassen. Deshalb der Violett-Schleier. Das hat nichts mit Schwarzlicht- oder Hg- oder LSR-Röhre zu tun, das ist mangelhafte Filterung des Hg-Spektrums.

Jetzt gibt es noch die 254nm-Linie im Hg-Spektrum, dass ist die kw-UV-Linie. die wird aber von normalem Glas geblockt, da kleiner als 320nm.

hth

Frank


Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Helicat135 am 28 Jan 09, 18:00
What ever.. Werde die Röhre jetzt mal verbauen und schauen, wie es rüber kommt.

Mal noch eine Frage an die Spezies:

aus der kaputten Röhre rieselte massig weißer Staub raus. Was ist das? Quecksilber ja wohl hoffentlich nicht  ::)

Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Krizu am 28 Jan 09, 22:23
Quecksilberhaltig wird es sein!

MfG

Frank
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Lapislazuli am 28 Jan 09, 23:20
@ Krizu: Danke für deine Ausführungen und die Diagramme, wirklich interessant :). 
Dass das Violett nicht von der schwarzen Röhre kommt, ist mir schon klar. In jeder Leuchtstofflampe ist UV-Licht drin (größter Anteil), der Anteil des sichtbaren Lichts ist eher gering. Nun kommt es drauf an, was man aus der Röhre machen will. Will man sichtbares (normales) Licht, wird die normale weiße fluoreszierende Schicht auf die Lampe aufgedampft. Hier wird die meiste UV-Strahlung in sichtbares Licht umgesetzt und der Anteil an schädlicher UV-Strahlung, der noch mit raus kommt, ist verschwindend gering. Will man jedoch eine Schwarzlichtlampe (UV-Licht), wird eine andere Leuchtschicht aufgedampft. Damit wird der schädlichere UV-B-Bereich (davon kriegt man Sonnenbrand) in den nicht so schädlichen UV-A-Bereich umgewandelt; Tetraborat für 370 nm, Blei-dotiertes Bariumsilikat für 350 nm (deshalb sprechen wohl einige Mineralien je nach Röhrenhersteller besser bzw. schlechter an). Ich weis nicht, weshalb man UV-B nach A umwandelt, UV-B und C kommen ja eh nicht durch das Glas (wenn ich das richtig verstanden habe). Ich vermute hier, dass das nutzbare UV-A-Spektrum einfach noch verstärkt werden soll. Gleichzeitig wird ein nickeloxid dotiertes Glasrohr  verwendet, das das sichtbare Licht absorbiert und nur das UV-A-Licht durchlässt.  Weil die Diagrammkurve bei 405 nm im oberen UV-A-Bereich und somit relativ nah am sichtbaren Bereich des Lichtspektrums liegt, erscheint es uns deshalb dunkelviolett. Hier schließen nun deine (Krizu) Ausführungen an. Ich hoffe, so kann man es stehen lassen (falls nicht, bitte um Verbesserung).

@ Helicat: Das weiße Pulver aus der Röhre ist nicht Quecksilber. Das aufgedampfte Pulver besteht meistens aus Sulfiden wie Zinksulfid-Selenid, Zink-Cadmium-Sulfid und Silikaten wie Zinkberylliumsilikat, Willemit oder Zinkoxiden, bei Schwarzlichtlampen wohl aus Bariumsilikat oder Tetraborat. Es ist schon möglich, das etwas Quecksilber vom Dampf da mit drin ist, aber solange du das Pulver nicht inhalierst und dir gleich die Hände wäschst, wird dir nichts passieren. Ich habe noch von keinem Elektriker gehört, der wegen einer kaputten Leuchtstoffröhre ernsthaft erkrankt ist ;D.

Glück auf

Edgar
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Helicat135 am 29 Jan 09, 06:43
Danke, dann bin ich beruhigt. Das Zeug war ünerall  ::)
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Krizu am 29 Jan 09, 10:10
@ Krizu: Danke für deine Ausführungen und die Diagramme, wirklich interessant :). 
Dass das Violett nicht von der schwarzen Röhre kommt, ist mir schon klar. In jeder Leuchtstofflampe ist UV-Licht drin (größter Anteil), der Anteil des sichtbaren Lichts ist eher gering. Nun kommt es drauf an, was man aus der Röhre machen will. Will man sichtbares (normales) Licht, wird die normale weiße fluoreszierende Schicht auf die Lampe aufgedampft. Hier wird die meiste UV-Strahlung in sichtbares Licht umgesetzt und der Anteil an schädlicher UV-Strahlung, der noch mit raus kommt, ist verschwindend gering. Will man jedoch eine Schwarzlichtlampe (UV-Licht), wird eine andere Leuchtschicht aufgedampft. Damit wird der schädlichere UV-B-Bereich (davon kriegt man Sonnenbrand) in den nicht so schädlichen UV-A-Bereich umgewandelt; Tetraborat für 370 nm, Blei-dotiertes Bariumsilikat für 350 nm (deshalb sprechen wohl einige Mineralien je nach Röhrenhersteller besser bzw. schlechter an). Ich weis nicht, weshalb man UV-B nach A umwandelt, UV-B und C kommen ja eh nicht durch das Glas (wenn ich das richtig verstanden habe). Ich vermute hier, dass das nutzbare UV-A-Spektrum einfach noch verstärkt werden soll. Gleichzeitig wird ein nickeloxid dotiertes Glasrohr  verwendet, das das sichtbare Licht absorbiert und nur das UV-A-Licht durchlässt.  Weil die Diagrammkurve bei 405 nm im oberen UV-A-Bereich und somit relativ nah am sichtbaren Bereich des Lichtspektrums liegt, erscheint es uns deshalb dunkelviolett. Hier schließen nun deine (Krizu) Ausführungen an. Ich hoffe, so kann man es stehen lassen (falls nicht, bitte um Verbesserung).

Hallo Edgar,

fast richtig, nach meinem Wissen: Falls du einen Lumineszenzkonverter (so nennen sich die Borate und Silikate die du nanntes offiziell),  im System hast, hast du neben den schmalen Spektrallinien breite Emissionsmaxima, siehe blaue LED mit Yttrium-Aluminium-Granat:Ce und der breiten gelben Emission. Viele Bewitterungsgeräte für Kunststoffe verwenden diese Konverter. Diese Spektren sehen dann in etwa so aus:  http://en.wikipedia.org/wiki/File:Uvbuvaandsunlight.JPG . Glaube mir einfach, diese Spektren sehen anders aus, leider darf ich die Spektren der MEssgeräte nicht veröffentlichen  :-X.

Der zweite Weg der Spektrenänderung ist das zugeben von Metallen (Salzen?) zur Lampe. Dann hast du eine HQI-Lampe ;-)

Anbei das Spektrum der LSR-Röhren an meinem Schreibtisch. Da sieht man die Hg-Linien und mindestens zwei Farbstoffe.

MfG

Frank

Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Lapislazuli am 29 Jan 09, 11:08
Wie interessant so eine Leuchtstoffröhre doch sein kann. :)Ich hoffe, wir sind jetzt nicht zu sehr in den elektrotechnischen Bereich abgedriftet.

@Helicat: Ich hätte mir eher um die Quecksilberdämpfe Gedanken gemacht. Also bei der    nächsten zerbrochenen Röhre Fenster auf, sicher ist sicher.

Glück auf

Edgar
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Krizu am 29 Jan 09, 14:43
Hallo,

beim Quecksilber ist es eher die Dauerexposition, als nur die einmaligen Dämpfe. Die kleinen Kugeln sorgen für eine stetige Belastung, klar per Dampf.
Wenn jetzt der Staub mit dem anhaftendem Quecksilber wirklich überall liegt, hast du in etwa 30mg Quecksilber in der Wohnung verteilt.

Quelle:
http://www.wertstoff-boerse.ch/information/docs/leuchtstoffroehren.pdf

Also nicht wirklich akut kritisch, aber nicht zur Nachahmung empfohlen.

MfG

Frank
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Lapislazuli am 29 Jan 09, 15:54
Hallo, ich würde den Quecksilberwert nicht so hoch ansetzen. Laut dem Text aus dem Link liegt der Quecksilberanteil von Leuchtstofflampen zwischen 15 - 30 mg, in einer anderen Tabelle weiter unten wird allgemein von 15 mg ausgegangen. Da Helicat ja eine kleine Röhre hat, würde ich beim Maximalwert von höchstens 15 mg ausgehen. Vom Pulver geht meines Erachtens weniger Gefahr aus, weil ja das Meiste Quecksilber gasförmig ist. Da der Boden durch die Pulververschmutzung ja vermutlich sowieso abgesaugt wurde, wird wohl nicht mehr so viel von den Kügelchen übrig sein, was zu einer ernsten Bedrohung führen könnte. Steht nur noch die Frage im Raum, ob die Kügelchen dann im Staubsaugerbeutel bleiben oder durch die Abluft wieder rauskommen. :P Wenn die Lampen so gefährlich währen, würden sie bestimmt nicht mehr verkauft werden. Alte Röhren können unter Umständen ja auch ausgasen, wenn sie undicht werden. Von dem Rest, der noch da sein kann, nimmt man ja nicht 100% davon auf, ein großer Teil wird sich bestimmt mit der Zeit selbst verflüchtigen.

Mir ist mal neulich ein Quecksilbertermometer auf einem glatten Steinboden zerbrochen. Ich konnte das Quecksilber nicht mit einem Taschentuch aufnehmen, es sind einfach immer kleinere Kügelchen entstanden, je mehr ich dies versucht hatte. Hab das Ganze dann mit einem Kehrblech beseitigt und dieses danach abgewaschen.

Glück auf

Edgar
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Krizu am 29 Jan 09, 16:03
Im Falle eines Falles mit Schwefel bestäuben und aufnehmen.
Oder ein Amalgam-Bilder einsetzten, zinn oder Zinkpulver so so etwas war das.

VORSICHT mit den Eheringen. Die saugen das Hg auf und können es langfristig ideal dosiert abgeben.
In diesem Fall soll Ausglühen beim Juwelier helfen, wenn kein Stein drin ist.

MfG

Frank
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: thdun5 am 29 Jan 09, 16:20
Quecksilber kann man am besten mit einem Schwamm aufnehmen.

Übrigens ist metallisches Quecksilber ungiftig. Wenn man z.B. ein Hg-haltiges Fieberthermometer zerbeißt und herunterschluckt, vergiftet man sich damit nicht.
Nur die Quecksilberdämpfe, die haben es in sich.


Aber Leute:
jetzt kommen wir doch alle ein wenig vom eigentlichen Thema ab.
Es ging um den UV-Kasten und nicht um ein Thema, in dem man Quecksilber von allen Seiten her beleuchtet !  ;)
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Lapislazuli am 29 Jan 09, 16:37
@ thdun5: Ja, wo du recht hast, hast du recht! ;D

Im übrigen habe ich mir jetzt eine neue komplette Schwarzlichtlampe von einem anderen Hersteller bestellt. Der wirbt damit, das ein Reflektor eingebaut ist, welcher die Effekte noch verstärken soll. Bin schon mal gespannt, ob das wirklich so viel besser wird.

Glück auf

Edgar
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: caliastos am 29 Jan 09, 18:17
wie wäre es einfach mal zu sagen wo man für welchen preis eine anständige röhre bekommt, die einmal gute ergebnisse liefert und andererseits kaum violette schleier wirft? die theorie bringt da schön wenig. beim autokauf ist die produktiontechnik ja auch nicht das, was der kunde wissen will, sonder ob die karre was taugt.
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Krizu am 29 Jan 09, 19:19
Hallo,

definiere:
a.) einfach mal
b.) anständig
c.) gutes Ergebnis
und dann kaum.

Jetzt sage noch UV-365 oder UV-254nm.

Sorry - dein Beitrag ist genauso überflüssig.

Damit meiner einen Sinn hat:
http://www.goehler-hplc.de/uvvisir.phtml (http://www.goehler-hplc.de/uvvisir.phtml)

Mfg

Frank
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: caliastos am 29 Jan 09, 20:47
a) logischerweise nicht drum herumreden und abschweifen sondern versuchen zu klären warum das teil nicht so will und wie es besser geht, also welches modell hat der eigenen erfahrung nach was getaugt
b) wie das wort sagt, eine anständige, also sinnvolle, brauchbare röhre ohne unsummen zu kosten und kein verschnitt, der niemanden erfreut außer den verkäufer
c) natürlich anständige fluoreszenzen hervorrufen und kaum bis null violettschleier

wenn das erinnern an das thema überflüssig ist, was ist dann abschweifen?
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Krizu am 29 Jan 09, 22:41
Hast du den Link angeschaut?

Frank
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Helicat135 am 30 Jan 09, 06:40
Hi Leute,

evt, ganz kurz zum Quecksilber: mir ist mal besagtes Thermometer zerbrochen und ganze Kügelchen unter´s Bett rerollt. Ich lebe auch noch :-)

So,das was Caliastos fragte, interessiert mich auch: wo finde ich denn eine günstige, gute Lampe? Wie schon geschriebenhabe ich gegoogelt und bin beim Conrad geendet. Nur, ob die was taugt? Who knows.

Der Link ist informativ aber liefert für obiges keine Antwort - oder sehe ich das falsch?
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Krizu am 30 Jan 09, 08:36
Der Link ist informativ aber liefert für obiges keine Antwort - oder sehe ich das falsch?

Hallo,

nur mal als Beispiel:
http://www.goehler-hplc.de/doc2/huvlamps/UV_C10A-SHK_de.pdf

MfG

Frank
Titel: Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Beitrag von: Mineraloge am 30 Jan 09, 13:33
Hallo zusammen!

Also hier eine kleiner kurzer Bericht zum Thema UV-Lampe.

Ich habe mir vor einigen Jahren eine Vitrine mit langwelliger UV Beleutung gebaut und bin sehr zufrieden damit.
Kosten für die Beleuchtung etwa 30 Euro.
Ich habe eine ~40cm Schwarzlichtröhre mit zugehöriger Fassung verbaut, gibts in jedem besseren Baumarkt.
Meine war von *OBI*. Also Fassung kaufen, gibt es meist mit "normaler" Neonröhre und zusätzlich die passende Schwarzlichröhre dazu kaufen, gibt es auch in allen Längen. Auf Nachfrage bestellen die auch, wenn gerade nicht auf Lager.
Die Vitrine habe ich mit schwarzem Samt ausgekleidet, was sehr gut aussieht, hat jedoch den Nachteil das Staub der nach und nach in die Vitrine kommt auch schlecht wieder zu beseitigen ist und mitleuchtet im UV Licht.

Zu den fluoriszierenden Mineralen, nicht jedes Mineral fluorisziert im langwelligen UV Licht (Schwarzlichtlampe aus dem Baumarkt). Es kommt immer auf die Konzentration von Fremdionen im Kristallgitter an. Daher leuchten auch nicht alle Calcite einer Fundstelle etc. Viele Fluorite z.B. fluoriszieren nur im kurzwelligen, genau wie Scheelit. Also ausprobieren!

Gruß mineraloge