Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Deutschland / Germany => Thema gestartet von: Mark77 am 31 Jan 09, 00:36
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Hallo alle miteinander,
hab diese beiden Steine gestern auf einem Survey in der Kiesgrube bei Hirschau (Neckarschotter) gefunden.
Kann mir jemand sagen was das ist oder Tips geben? Dankeschön schonmal!! :)
Die Größe der Stücke beträgt in etwa 4,5 L / 3 B / 2,5 H.
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Hmm, schade, hat denn keine(r) ne Idee?!?
Bei dem 2ten Stück bin ich mir nicht so sicher ob es nicht sogar fossiles Holz sein könnte.
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Hi Mark
ersteres würde ich als Kalkstein ansprechen (muka?) mit Spuren oxidischer Verwitterung ferritischer Gesteinskomponenten (Calcitadern mit Spuren von FeS2)
zweiteres würde ich als Hornsteinknolle ansprechen
Glück Auf!
GEOMAXX
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Vielen Dank Geomaxx!!
Könnte schon MK sein, wäre beim Neckar nicht untypisch..
Hab den Roten mal aufgeschlagen, muscheliger Bruch und die Färbung würden mich zu Buntsandsteinkarneol hinreissen lassen.. aber naja.
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Beim roten habe ich ähnlichen.. habe das als Jaspis betrachtet..
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Habe heute einen Experten zu Rate gezogen (meinen Magistervater), er hat Buntsandsteinkarneol für das 2te Stück bestätigt. *freu*
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Danke, dann kann ich meine Stücke umtaufen... (sind aus dem Rhein)
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Nö, bleib mal bei dem besagten (durch Flusstraqnsport patinierten) Hornstein. BS-Karneol ist rot! Schau mal, ob du durch Polieren darin kleine Fossileinschlüsse erkennen kannst. Dann geht das als Jurahornstein durch.
Grüße,
Thomas
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Hallo,
hier ein Karneol
Gruß Marie
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Siehste, rot. eben!
Gruß,
Thomas
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Hi Chlorkäfer,
das 2te Stück ist definitiv ein Buntsandsteinkarneol aus den Schichten des Buntsandsteins östlich des Schwarzwaldes durch Flusstransport abgerollt und in den heutigen Kiesgruben bei Hirschau (Kreis Tübingen) abgelagert. Ich habe das Stück aufgeschlagen und mit unserer Rohmaterialsammlung verglichen. Zudem gibt es m.W. keinen roten Hornstein und auch die Jurahornsteine haben keinen solchen Habitus! Habe selber eine bislang noch kleine Auswahl an Jurahornsteinen vond er Schwäbischen Alb (siehe Bild in der Medienbibliothek) und kenn mich mit dem Material wirklich bestens aus. Und polieren mag zwar eine nette Sache sein, hilft aber bei der Bestimmung eines Steines nicht wirklich. Aufschlagen oder Aufsägen ist immernoch die beste Methode um ein Stück geoarchäologisch als ein bestimmtes Rohmaterial zu bestimmen! Und ich glaube auch der Beurteilung meines Magistervaters (siehe: http://www.urgeschichte.uni-tuebingen.de/index.php?id=23 (http://www.urgeschichte.uni-tuebingen.de/index.php?id=23)).
MFG, Mark77