Mineralienatlas - Fossilienatlas

Arbeitsmittel / Means for work => Fototechnik / Photo technique/ la tecnología foto => Thema gestartet von: Hans-Joachim am 31 Jan 09, 18:25

Titel: Fotografieren
Beitrag von: Hans-Joachim am 31 Jan 09, 18:25
Hallo !

Ich habe eine EOS 350 D mit  einem EFS 18-55 mm Objektiv und ich habe mich schlau gemacht was ein Makro Objektiv
kostet naja 5x Tanken . Jetzt habe ich bei Ebay eine oder mehrere Makro Vorsatzlinsen gesehen .
Meine Frage lohnt der Kauf oder ist das Spielerei , nennt sich 0,45 x Weitwinkel Makro .

Gruß Achim
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: tamtal am 31 Jan 09, 18:44
Hallo Achim,
ich habe eine Vorsatzlinse, finde aber nicht, dass es so viel ausmacht und sich extrem lohnt. Viel bessere Ergebnisse sind mit einem Retroadapter zu erzielen. Dieser kostet um die 20 Euro. Ich weiß nicht, ob ich hier einen Link setzen darf, aber in bekannten Fotoforen sind einige Fotos zu sehen, die mit Hilfe eines Retroadapters gemacht wurden. Dabei wird das Objektiv umgekehrt am Body befestigt, was viel viel mehr bringt als eine normale Vorsatzlinse.
Meine Vorsatzlinse liegt im Schrank. Ich habe sie nur zweimal benutzt,wofür ich 28 Euro bezahlt habe.
Wenn Du richtig nah ran willst, ist ein Retroadapter nicht verkehrt.
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: noudi am 31 Jan 09, 19:11
Hallo Achim

Eine Vorsatzlinse von raynox könnte die Lösung sein.

http://www.raynox.co.jp/german/dcr/dcr250/dcr250indexgm.htm (http://www.raynox.co.jp/german/dcr/dcr250/dcr250indexgm.htm)

Die Schärfetiefe ist aber sehr gering.
Beispiel-Bild wurde mit der raynox 250 gemacht.


Gruss Noudi
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: BobbyDD am 31 Jan 09, 19:16
Hallo Achim,

ich beschäftige mich auch etwas mit Makrofotografie. Ich habe die 450D und auch das EFS 18-55. Ich benutze fast ausschließlich den Retroadapter.
Als Alternative wären noch die Zwischenringe zu empfehlen, die gehen auch ganz gut.

Hier mal 3 Bilder die ich mit dem EFS 18-55 in Retrostellung geknipst habe. Sind sicher nicht perfekt aber ein Anfang.
Der Proustitkristall ist vielleicht 1mm gross.  Bild 1 ist Arsen, Bild 2 Proustit und Bild 3 Natrolith.

Viele Grüsse
Mike
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: BobbyDD am 04 Feb 09, 17:26
Hallo,

ich hate mal diese 3 Bilder als Beispiele eingestellt. Das sind aber einige meiner ersten Versuche zur Makrofotografie.

Ist hier ein Fotospezialist, der mir evtl. noch Tipps geben könnte was ich besser machen kann?

Danke
BobbyDD
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: Goldi85 am 04 Feb 09, 18:00
Hallo,

bin zwar kein Spezialist, aber ich finde die Bilder schon recht gut. Beim Proustit könnte man die Reflektionen noch etwas absenken... durch nen Polfilter vielleicht? Ansonsten würde ich nur die "Rahmen" um die Bilder weglassen.

Gruß  Daniel
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: minuwe am 04 Feb 09, 20:14
Hallo Mike,

das kann sich aber sehen lassen, wenn nur alle Bilder so gut wären wie deine! Habe mal Daniels Vorschlag mit der Reflexion gemacht,  Ergebnisvorschlag hier. Ist vom Farbstich befreit, Konturen nachgeschärft, Reflexe verringert, dunkle Partien aufgehellt, beschnitten. Beim Arsen kann man nachschärfen, fototechnisch durch kleinere Blende und vibrationsärmere Kamera erreichbar.
Bei dem Proustit scheint die Lichtquelle auf einer Seite zu dein, durch mehrseitiges Beleuchten gehen die Reflexe nicht so in eine Richtung.
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: hornstein am 04 Feb 09, 20:46
Ich benutze fast ausschließlich den Retroadapter.

Hallo BobbyDD

welchen Retroadapter verwendest du? Die Ergebnisse finde ich sehr gut.

Gruß Franz
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: BobbyDD am 04 Feb 09, 21:32
Hallo,

Danke erstmal für eure Hinweise.

@Minuwe: Stimmt, so sind die störenden Reflektionen weg und das Bild kommt besser. Da der Blick auf den Kristall gelenkt wird und nicht auf die hellen Reflektionen. Na ja, die Kamera ist schon recht gut, wahrscheinlich der Stand vom Stativ noch nicht so optimal, muss ich noch bissel ausprobieren. Ich habe auch nur mit einem Blitz von links gearbeitet. Habe nur den einen. Ich werde es noch mit einem 2. Probieren um das Objekt besser auszuleuchten. Ideal wäre da ein Ringblitz aber die sind teuer.

@Franz: Der Retroadapter ist nur ein Metallring der auf der einen Seite den Canon typischen Bajonet-Anschluss hat und auf der anderen Seite ist ein 58mm Filtergewinde. Dort schraubt man das Objektiv seitenverkehrt drauf. (Man kann auch Umkehrring dazu sagen, schau mal in der von dir favorisierten Suchmaschine, da findest du bestimmt etwas.)

Vielleicht hat ja noch jemand die eine oder andere Anregung.

Viele Grüsse
BobbyDD

Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: minuwe am 04 Feb 09, 21:41
Zitat
mit einem Blitz von links
Müsste doch eigentlich auch funktionieren, wenn man schräg gegenüber einen Spiegel aufstellt, oder? Kann momentan leider nichts probieren, muss erst eine neue Kamera her.

Gruß
Uwe
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: guefz am 04 Feb 09, 21:44
Hallo,

versuch mal an Stelle des Blitzes statische Beleuchtung zu verwenden, dann kannst du schon vor dem Auslösen sehen, ob Reflektionen vorhanden sind und bei Bedarf die Lichtquelle ein wenig verdrehen. Ganz kriegt man diese hellen Stellen nie aus den Bildern rausgerechnet, besser ist es, sie von vorn herein zu vermeiden. Es ist auch viel leichter ein etwas zu dunkles Foto am Rechner zu korrigieren, als ein zu helles. Was einmal zu hell ist, bleibt immer zu hell.

Günter
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: hornstein am 04 Feb 09, 22:00
Hallo BobyDD

ich hab deshalb nach dem Umkehrring (Retroadapter) gefragt, weil es von Novoflex eine aufwändigere Form von einem Umkehrring gibt. Hier wird nämlich auch auf die Hinterseite des Objektives (die jetzt vorne ist) ein zweiter Ring befestigt. Dieser Ring ist mit dem ersten Ring mit einem Kabel verbunden. Somit bleiben alle Automatikfunktionen der Kamera erhalten. Mit einem Preis um die 300 Euro ist er natürlich viel teuerer als deine Ausführung. Aber noch einmal, wenn ich deine Ergebnisse sehe, werde ich mir auch die einfache Ausführung zulegen.

Gruß Franz
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: aca am 04 Feb 09, 22:20
Hallo,

da kann ich Günter in allem nur zustimmen.
Wenn man blitzen will, braucht man eigentlich eine "Hilfsbeleuchtung".
Ist wahrscheinlich nicht ganz billig.

Ansonsten:
Der Natrolith "säuft im dunklen Hintergrund ab".
Da hilft es eventuell schon etwas, wenn man die Beleuchtung möglichst weit vom Objekt positioniert.
Wie weit, hängt natürlich davon ab, wie gross das Objekt ist, ich wúrde sagen mindestens 3-5 x der Durchmesser vom Bildausschnitt/Stufe.
Wenn man mit nur einer Lampe arbeitet.

Aber eigentlich wird man vor dunklen Hintergründen zusätzliche Lampen
oder Reflektoren benutzen, die das Objekt von hinten oder von der Seite anleuchten.
Regeln gibt es da aber nicht.
Reflektoren (Alufolie, Glas, Silberpapier, Papier, gibt alles sehr unterschiedliche Effekte)
sind sehr mächtige Werkzeuge, aber man braucht viel Geduld, um mit ihnen zu arbeiten.

Amir
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: Klinoklas am 04 Feb 09, 23:27
Ja ja die Alufolie.  ;)
Ich war zu knauserig mir Reflektorfolie zu kaufen. Nehme ich doch die Alufolie habe ich mir gedacht.
Jetzt habe ich mich daran geschnitten und gebracht hat es auch noch nichts.
Garnicht so einfach das ganze. Aber wenn es einfach wäre wo wäre dann der Spass.   ;D
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und Übung macht den Meister. :D

Gruß
René
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: aca am 05 Feb 09, 01:40
Reflektorfolie, aha, kenne ich noch gar nicht.
Bis jetzt bin ich mit Billigmaterial aus dem Bastel-Laden
recht weit gekommen, allerdings ist es nicht immer ganz leicht,
z.B. silbrige Plastikfolie auf Fotokarton zu kleben, da muss man
erstmal den passenden Kleber finden.

Vieles was man braucht, gibt's nirgends zu kaufen.
Viel Bastelei eben. Mit Schere und Klebstoff, wie vor Weihnachten
goldene Sterne für den Baum.

Über Reflektoren könnte ich mich seitenweise auslassen
(wenn ich nicht so ein fauler Sack wäre).  ::)
Wo man sie hinstellt und wenn ja, warum nicht.

Bei richtig kleinen Stufen wird das aber immer schwieriger.
Reflektoren funktionieren gut bei Stücken über 1-2cm ,
darunter wird das "handling" sehr anstrengend.

Amir
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: Hans-Joachim am 05 Feb 09, 07:52
Hallo aca

Das mit den Folien ist keine schlechte Idee , habe eine die ist mattiert aber selbstklebend müsste mann auch hochglänzent bekommen  ;D

Gruß Achim
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: Hans-Joachim am 06 Feb 09, 07:09
Guten Morgen !

Die Idee mit dem Retroadapter ist sehr gut , Ich habe mir einen Gekauft Die Gips stufe ist ca 2 mm wenn ich das mit dem wackeln
noch in den Griff bekomme sieht das Ergebnis schon ganz gut aus
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: guefz am 06 Feb 09, 19:10
Sieht ganz ok aus, den weißen Rand solltest du aber noch wegschneiden, der enthält so wenig Information  ;)

Günter
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: BobbyDD am 06 Feb 09, 19:26
Hallo Achim,

sieht toll aus. Das mit dem Rand stimmt, ist ein kleines bissel breit  ;D

Was hastest du für eine Blende eingestellt?

Viele Grüsse
BobbyDD
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: Hans-Joachim am 06 Feb 09, 20:48
Hallo !

Das mit dem Rand muß ich noch ausprobieren , es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen (wären ja die Lehrer arbeitslos )
habe noch ein Bild probiert (wieder mit Rand)

Gruß Achim
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: smoeller am 06 Feb 09, 21:20
Hallo,

Nimm IrfanView (kostenfreies Programm), lade das Bild damit und markiere den oberen Eckpunkt des auszuschneidenden Bildes. Nun kannst du mit der gedrückt gehaltenen linken Maustaste den Bereich markieren. Dann gehe dann auf Bearbeiten. Mit der Funktion Freistellen (bzw. Tastenkombination strg + y) kannst du das Bild ausschneiden.

Glück Auf!
Smoeller
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: minuwe am 06 Feb 09, 21:31
Auch toll fand ich PICASA2 von Google, ebenfalls kostenlos bei den Googletools zu finden.
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: Hans-Joachim am 07 Feb 09, 08:37
Hallo !

Danke für die Tipps werde es mal ausprobieren .

Gruß Achim
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: Xyrx am 07 Feb 09, 19:36
Als Reflektor geht schon Alufolie. Man nehme eine Pappe, so 30 x30 cm, dann mit Tapetenkleber die Alufolie draufgepappt. Hält einigermaßen. Der Trick dabei ist, die Alufolie vor dem Aufkleben völlig zu zerknittern, niemals glatt aufziehen. Daher sollte die Folie so stark wie möglich sein, damit sie nicht reißt, wenn man sie nach dem Zerknüllen wieder auffaltet.

Viele Grüße
Xyrx
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: Hans-Joachim am 09 Feb 09, 21:06
Hallo !

Ich habe mal einwenig gebastelt !
Hatte mal im Forum ein Fotostattiv (Bohrständer) gesehen und überlegt was es noch für Möglichkeiten gibt . Habe dann mein Teilelager geplündert .
Mit Comptergehäuseteilen , edelstahl- und Kupferrohr habe ich mir ein Fotografierdings gebaut . Die Antriebsspindel und die Schlittenbespannung fehlt noch
ach so licht muß auch noch ran .Da muß ich noch überlegen . Ist als Anregung für schmale Geldbeutel gedacht  :P

Gruß Achim
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: Hans-Joachim am 09 Feb 09, 21:07
Bild 3
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: Hans-Joachim am 09 Feb 09, 21:09
Bild 1
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: guefz am 09 Feb 09, 21:16
Hmmm, sieht soweit schon gut aus und wenn du schon am Ausschlachten von Rechnern bist: den Antrieb könnte man vielleicht aus einem Drucker oder Scanner nehmen.

Günter
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: Xyrx am 09 Feb 09, 21:32
Hallo,

die Lösung ist einfach, aber gut. Wegen Beleuchtung. Da gibt es diese HQI-Lampen für Schaufensterbeleuchtung. Zum Beispiel mit 70 Watt ist man gut im Spiel. Die Lampe mit einem einfachen Reflektor kostet 40 Euro (15 der Reflektor, 25 die Lampe, Lampe Typ Warmton), dazu kommt ein Billigstativ für 5 Euro und 25 Euro fürs (elektronische) Netzteil. Insgesamt also 70 Euro für gute Beleuchtung. Dazu eben Bastelware, also Reflektorwände, Befestigungen, Hintergrundmaterial.

Hier mal im Anhang meine Lampe, einfach aber sehr gut:. Das zweite Bild zeigt die Calzit-Druse (im oberen Bild als greller Fleck  ;D sichtbar), eben genau mit der dargestellten Einstellung (keine nachträgliche Bearbeitung).

Viele Grüße
Xyrx

Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: Hans-Joachim am 09 Feb 09, 22:03
Hallo Xyrx

Auch keine schlechte Idee , ich dachte so an zwei Halogenstrahler a 50 Watt rechts und links neben der Kamera mit Schwahnenhals wegen der
Beweglichkeit . Strahler habe ich noch aus meiner Elektrikerzeit und wegen dem Rest muß ich mal zu Obeta .

Gruß Achim
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: Xyrx am 09 Feb 09, 22:25
Hallo Achim,

Halogenstrahler sind Mist, die flimmern im Bild der Kamera wie verrückt und bringen zu wenig Leistung. Und Obeta müßte die Komponenten schon haben, muddu nachfragen  ;D

Viele Grüße
Xyrx
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: Hans-Joachim am 10 Feb 09, 07:59
Hallo !

Danke für die Tipps .
Schau ma mal  :P

Gruß Achim
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: Hans-Joachim am 13 Feb 09, 07:47
Hallo !

Ich habe jetzt meine Konstruktion fertig , die Trockenübungen klappen schon ganz gut - vonwegen Schlitten bewegen und so .
Am Wochenende geht es dann richtig los .
Das Flimmern bei Halogenstrahlern ist die Netzspannung wegen der 50 Herz -Gleichrichten und Glätten dann ist das Problem gelöst .

Gruß Achim
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: minuwe am 13 Feb 09, 11:55
 :D

Wie wird denn die Antriebskraft von der Welle mit dem Handrad auf die Y- Achse übertragen, ist das ein Gummizylinder?
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: Klinoklas am 13 Feb 09, 12:23
Sieht gut aus die Konstruktion. Da hast du viel Erfindergeist gezeigt, willst du es dir patentieren lassen? ;)

Ich weiß hier gibts immer wieder haue wegen Glühbirnen sind völlig ungeeignet und so aber ich bin bis jetzt mit den
Ergebnissen ganz zufrieden. Man muss halt mit dem Weißabgleich der Kamera arbeiten. Ich habe in meinem Regal 3 Glühbirnen. Eine links eine mittig und eine rechts. Sieht das wirklich schlimm gelbstichig aus?

Gruß
René
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: minuwe am 13 Feb 09, 12:39
Sieht gut aus! Es geht aber ja nicht nur um den Gelb- oder andere Farbstiche, wichtig ist eine gute Farbwiedergabe an sich. Mit Nachbearbeiten oder Weißabgleich kann man zwar den Farbstich beseitigen, aber die Farbwiedergabe hängt von der Beleuchtung ab.

Neben Tageslicht geben die so genannten Vollspektrumlampen (in Röhrenform oder Energiesparlampenform) ein sehr gutes Licht. Die haben einen Ra > 95%. Die verwende ich für die Vitrinenbeleuchtung. Nachteil ist, dass das Licht sehr weich ist, was bei Mineralien wie Kristallgruppen nachteilig sein kann weil es interessante Reflexe eher schluckt. Die Fotografen entschuldigen bitte die laienhafte Ausdrucksweise.

Gruß
Uwe
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: Krizu am 13 Feb 09, 12:46
Hallo,

korrekt, die Vollspektrumlampen haben eine Farbwiedergabe über 90 (meien hier hatte 92 ;-) ). Halogenlampen haben als Schwarzkörperstrahler 100 :-) .  Leuchtstoffröhren aber schon mal nur eine 60 bis 65.

MfG

Frank
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: Klinoklas am 13 Feb 09, 13:09
Und in welchem Bereich liegen Glühbirnen?

@Uwe

was meinst du mit Farbwiedergabe? Ich kann versichern das die abgebildete Stufe auf dem
Bild farblich mit dem Original übereinstimmt.

Gruß
René
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: aca am 13 Feb 09, 16:22
Im Spektrum einer Glühbirne oder Halogenbirne als "Schwarzkörperstrahler" sind
alle Frequenzen/Wellenlängen des sichtbaren Lichts im Spektrum vorhanden,
aber in unterschiedlicher Intensität, mehr rot als blau, das gibt den rötlichen Farbton.

Bei einer Leuchtstoffröhre und bei LEDs, aber auch bei der Sonne ist das Spektrum nicht vollständig,
sondern es gibt (bei Leuchtstoffröhren auch sehr grosse) Lücken im Spektrum.

Wie sehr sich das in einem Foto auswirkt, hängt im wesentlichen von 3 Faktoren ab:
- dem Spektrum bzw. dessen Lücken bei der Lampe
- dem Spektrum des reflektierten Lichts des Minerals
- dem "Spektrum" (d.h. der Kennlinie) des Sensors in der Kamera

Wenn der Sensor ähnlich "sieht" wie das menschliche Auge, oder wenn er das gesamte Spektrum
kontinuierlich abbilden kann, dann entspricht das Ergebnis nach einem Weissabgleich
auch sehr der menschlichen Wahrnehmung.

Oft ist das aber nicht so, weil eine Lücke im Spektrum der Lampe oder der Kennlinie des
Sensors mit einem Maximum in den Reflexionen des Minerals zusammenfällt.

Deshalb macht Dioptas fotographieren ja auch so einen Spass.
In anderen Fällen sieht man den Unterschied nicht sehr deutlich, v.a. wenn die
Farben eher blass sind.

Ich glaube Günter Frenz hat mal irgendwo hier im Forum Spektren verscheidener Lampen gezeigt.
Oder war es Frank (Krizu)?

Gruß
Amir


 
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: Krizu am 13 Feb 09, 16:22
Farbwiedergabeindex Ra=>95 für Glühlampen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Farbwiedergabeindex

Das Problem ist, dass weiss dann nciht weiss sein muss. Der Farbwiedergabeindex beschreibt eigentlich nur, wie "stetig" und "Glatt" das Spektrum ist.

Mfrg

Frank
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: aca am 13 Feb 09, 16:46
(das ging ja fix)
Das Problem ist, dass weiss dann nciht weiss sein muss. Der Farbwiedergabeindex beschreibt eigentlich nur, wie "stetig" und "Glatt" das Spektrum ist.
Klar, aber das kann man ja durch Weissabgleich kompensieren.
Bei einem echten "Loch" im Spektrum geht das schlecht, X mal nix ist nix. ;D

Gruß
Amir
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: minuwe am 14 Feb 09, 02:37
Zitat
@Uwe was meinst du mit Farbwiedergabe? Ich kann versichern das die abgebildete Stufe auf dem
Bild farblich mit dem Original übereinstimmt.
Die Vorschreiber haben es gesagt. Ist wie die Linearität eines Lautsprechers, es wird bei Lampen halt eine möglichst glatte Kurve über das sichtbare Spektrum angestrebt, womit man möglichst alle Farben in der gleichen Intensität wiedergibt. Deshalb haben die Vollspektrumleuchtstoffröhren auch nur Energieeffizienzklasse B. Normale Röhren haben A, weil ihnen ein Teil des Spektrums fehlt. Bei deiner Stufe sind allerdings nicht viele verschiedene Farben vorhanden, wenn das Bild nicht täuscht. In meiner Vitrine nehme ich übrigens zwei Vollspektrumröhren unterschiedlicher Farbtemperaturen, eine "wärmere" 4800k und eine "kältere 5500k, was die Farbbrillianz sichtbar erhöht. So eine Röhre kostet in 30W 25 €.

Gruß
Uwe
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: Hans-Joachim am 14 Feb 09, 08:46
Hallo Minuwe

Die Y- Achse ist eine Papiertransportrolle aus einem Drucker , Wollte noch zwei Bilder reinstellen habe sie aber nicht verkleinert ,
mann sollte nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen .

Gruß Achim
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: Krizu am 14 Feb 09, 09:13
Zitat
@Uwe was meinst du mit Farbwiedergabe? Ich kann versichern das die abgebildete Stufe auf dem
Bild farblich mit dem Original übereinstimmt.
Die Vorschreiber haben es gesagt. Ist wie die Linearität eines Lautsprechers, es wird bei Lampen halt eine möglichst glatte Kurve über das sichtbare Spektrum angestrebt, womit man möglichst alle Farben in der gleichen Intensität wiedergibt. Deshalb haben die Vollspektrumleuchtstoffröhren auch nur Energieeffizienzklasse B. Normale Röhren haben A, weil ihnen ein Teil des Spektrums fehlt. Bei deiner Stufe sind allerdings nicht viele verschiedene Farben vorhanden, wenn das Bild nicht täuscht. In meiner Vitrine nehme ich übrigens zwei Vollspektrumröhren unterschiedlicher Farbtemperaturen, eine "wärmere" 4800k und eine "kältere 5500k, was die Farbbrillianz sichtbar erhöht. So eine Röhre kostet in 30W 25 €.

Gruß
Uwe

Hallo,

ich stell mal am Mo das Spektrum einer Vollspektrum-Röhre und einer normalen billigsten LSR rein. So schlimm sind die Löcher nicht ;-)
Meines Wissens haben die Dreibandenröhren z.B. die erste Ziffer eine 8 bei Osram? die Fünfbanden eine 9 vorne.

Interessantes zur Lichttechnik findet sich bei R. Miehle, www.hereinspaziert.de.

MfG

Frank
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: Klinoklas am 14 Feb 09, 11:08
In Ordnung, vielen Dank für die Antworten.

Mineralienfotografie wird entweder absolut nüchtern und wissenschaftlich betrachtet oder rein privat
und weniger trocken. (Fotografie wohl im allgemeinen)

Würde ich meine Brötchen mit dem Erstellen von Mineralienbildern verdienen so wie
Jeff Scovil zum Beispiel dann müsste ich das alles wissen und auch umsetzen.

Natürlich versuche auch ich mich als Privatmensch zu verbessern und bin daher auch neuem gegenüber offen und auch recht experimentierfreudig. Dennoch denke ich für meinen privaten Gebrauch und meine momentanen Verhältnisse reicht es aus.

Gruß
René
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: minuwe am 14 Feb 09, 13:28
Zitat
normalen billigsten LSR rein. So schlimm sind die Löcher nicht
Die Unterschiede sind schon groß. Man kann nun nicht alles nur an einer Kurve ablesen. Die Unterschiede merkt der Mensch, wenn er z. B. ein Büro mit billigen Leuchtröhren betritt (schleches Licht), und eines wo man auf gute Beleuchtung wert legt (angenehmes Licht). Beim schlechten Licht fühlt man sich unwohl. Dies wird auch in der Terrarienbeleuchtung berücksichtigt. Hier sind Vollspektrumröhren sogar noch den jeweiligen Lebensräumen angepasst. Nach meinem Vergleich scheidet die Billigröhre in der Vitrine aus, beim Fotografieren sollte die Wirkung ähnlich sein, obwohl hier wie oben gesagt, der Sensor mitwirkt, aber auch der ist auf Linearität gerichtet.

Die Dreibandenröhren, da hast du Recht, sind ein Kompromiß, halber Preis der Vollspektrum, Ra um die 90.

Gruß
Uwe
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: aca am 14 Feb 09, 14:56
Das kann aber auch daran liegen, dass in solchen Räumen das Licht 100 mal in der Sekunde an- und ausgeht. Oder, wenn eine Lampe kaputt ist, 50 mal.
Ich habe das mal vor 12 Jahren mit einem schnellen Photometer an der Uni in einem Raum mit besonders "gemütlichem" Licht aus alten Röhren gemessen. Nachdem man die Anzeige des Oszilloskops gesehen hat, hat man sich lieber die Augen zugehalten - an - aus - an - aus - ...
Bei den Energiesparlampen ist das glaube ich nicht mehr so.
Amir
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: minuwe am 14 Feb 09, 15:06
Auch bei den Röhren nicht mehr, denn die haben mittlerweile immer ausgefeiltere elektronische Vorschaltgeräte, sind sogar dimmber (die Röhren).
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: opableeker am 14 Mar 09, 20:53
Hallo Freunde,

Auch ich will gerne meine Fotografie Ausrüstung und Aufstellung bekannt machen an euch alle.
Erstens habe ich zwei digital Kameras, die Nikon P5100 (preis € 375) und die JVC -Everio GZ MC 500 mit festplatte (preis € 1325).
Dazu habe ich für Micro/Makro Fotografie eine Raynox MSN 505 Super Makro Linse (preis inklusive Adapter € 96) welche mit oder ohne Adapter auf beide Kameras verwendbar sind.
Fast immer mach ich digital Bilder die ich verwende für mehrebene Fotografie mit der CombineZM Software (Freie Software)
Als Stativ Gebrauch ich ein sehr vernünftiges horizontal Aufstellung die selber gemacht worden ist (kosten € 25).
Ich fotografiere nur mit Tageslicht und habe dazu verschieden Ständer mit kleine weise paneele 200 x 250 x 6 mm welche eine unterschiedliche mattierung haben (kosten € 7,50)
Insgesamt hat es mich ungefähr 5 Arbeitsstunden gekostet.

Das ganze gefallt mir sehr gut obwohl es immer wieder schwierig ist ein schönes Bild zu machen.
Aber mit Geduld und Ausdauer klappst  immer wieder.

Als beilage ein paar Bilder welche gemacht worden sind mit beide Kameras.

Bild 1: JVC - Everio GZ MC 500 / Raynox MSN 505 / CombineZM  Foto aus 18 Bilder
Bild 2: Nikon P5100 / Raynox MSN 505 / CombineZM Foto aus 6 Bilder
Bild 3: JVC - Everio GZ MC 500 / Raynox MSN 505 /  CombineZM Foto aus 9 Bilder

Mit Freundlichen Grüße aus Sneek, Friesland, Niederlande,

Auke

Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: opableeker am 14 Mar 09, 20:54
Bild 1:
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: opableeker am 14 Mar 09, 20:55
Bilde 2:
Titel: Re: Fotografieren
Beitrag von: opableeker am 14 Mar 09, 20:56
Bild 3: