Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Gesteine / Rocks / Rocas => Thema gestartet von: Druide am 01 Feb 09, 12:21
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Fundort:
BaWü
Odenwald
Buntsandstein
Hallo,
diese Sandsteine liegen auf dem Acker.
In seiner Farbe unterscheidet er sich merklich von dem Sandstein, der hier ansteht.
Er enthält zum Teil ein Mineral das sich von einem Magneten anziehen läßt.
Er ist feinkörnig und hart.
Kann mir jemand etwas zu dem Sandstein sagen?
Danke für mögliche Antworten
Maria
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auch wieder ordinärer buntsandstein, nur eben eisenhaltiger
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Hallo,
@caliastos
danke für deine Antwort
Den nächsten Stein kann ich wohl auch als eisenhaltiger abgerollter Sandstein abhacken?!
Marie
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Schließe mich caliastos an. Die dunklere Farbe kommt von höherem Gehalt an Oxiden. Zum Magnetimus, der in diesem Fall ja doch ungewöhnlich ist, sein auf diese Diskussion verwiesen: http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,19809.15.html (http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,19809.15.html). Also Gehalt an magnetischen Eisenmineralien wie Ilmenit, Ulvöspinell, Titanomagnetit oder Titanomaghemit im Sandstein.
Beim nächsten Stein gilt ähnliches, wenn nicht magnetisch, dann nur einfach Sandstein mit Limonit.
Gruß
Uwe
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gilt übrigens generell für den buntsandstein. dessen rote farbe ist eh ein hinweis auf eisen. manchmal sammelt es sich einfach zunehmend an.
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dann habe ich bitte noch eine Frage
ich gehe einfach mal davon aus
die Laune der Natur hat hier reichlich Eisenoxide abgelagert.
Im Boden finde ich Geröll das braune Schlieren hat, verhält sich wie Rost. Kann ich diese Schlieren einem chemischen Vorgang zu ordnen der von diesen Eisenoxiden kommt.
Oder hat das eine mit dem anderen nichts zu tun?
Danke für mögliche Antworten
Maria
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Hallo Maria!
Kann ich diese Schlieren einem chemischen Vorgang zu ordnen der von diesen Eisenoxiden kommt.
verhält sich wie Rost
Du hast die Antwort schon selbst gegeben :D Fe-Oxide und -Hydroxide werden bei der Verwitterung auch im Innern des Gerölls mobilisiert und gelangen in Lösung kapillar an die Oberfläche, wo sie ausfällen und sich stellenweise akkumulieren.
Gruß,
Triassammler
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Hallo,
ich muß einfach nochmals wegen diesem Rost nach hacken. Ich sage Rost, denn diese Schlieren lassen sich von einem Magneten anziehen.
Wie Trommeln schon fest gestellt hat
Zitat Trommeln:
Maria, ich habe einen dieser Steine, die du mir geschickt hast aufgesägt und du wirst sehen, dass er innen
"sauber" aussieht, und aussen "verschmutzt"...
also verwittert und verrostet.
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,20140.msg168934/topicseen.html#new
Ja ...., einige der Steine sind innen hell, augenscheinlich ohne Anzeichen von Eisenoxiden. Da dieses Geröll in der Nähe der gangartigen Lehmstreifen zu finden ist in dem das mag. Mineral steckt, (mag. Mineral sag ich einfach, da ohne Analyse keine genaue Bestimmug möglich ist)
wäre der Gedanke völlig abwegig das diese rostige Stellen auf den Steinen von einem Eisenhydroxid kommen und nicht durch kapillare Ausfällung?
Danke für mögliche Antworten
Maria
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Unter dem Bino hatte sich bei diesen Stücken gezeigt, dass im Inneren der abgerollten Steine die Quarzkörner hauchdünn mit den magnetischen Eisen- oder/ und Titanverbindungen übezogen sind, dadurch hell. Im Randbereich trifft beides o. g. zu: Eisenhydroxide sind (u. a.) die dunklen Bestandteile und Anreicherung durch kapillare (?) Ausfällung. Das eine ist der Stoff, das andere der Vorgang. Der Randbereich ist nicht dunkler weil verwittert, sondern es ist nur mehr Eisenmineral angereichert.
Gruß
Uwe
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Zusätzlich sei noch bemerkt, dass die punktuelle Anreicherung (den Fotos nach findet sich die Oxidschicht ja nicht gleichmässig deckend auf dem ganzen Stein) an Wassermenisken zwischen Kornkontakten stattgefunden haben könnte. Sprich, dort, wo der Stein an seiner ursprünglichen Lagerstätte (Kieskörper) lag, berührter er andere Körner; sofern er nicht in einem gänzlich und dauerhaft wassererfüllten Bereich lag, hielt sich das Wasser durch die Oberflächenspannung besonders lange im Bereich der Kornkontakte (sog. Menisken) und führte an diesen Stellen zu besonders ausgeprägtem kapillaren Aufstieg und Oxidation, so dass dort auch die stärkste Materialfällung stattfand.
Im Prinzip sind es nur wenige Prozesse, die je nach Kombination für eine Vielzahl von Verwitterungserscheinungen verantwortlich sind. Wenn man diese Prozesse kennt, lassen sich sehr viele Beobachtungen einfach erklären.
Gruß,
Triassammler
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Hallo,
vielen Dank für eure Geduld mit mir
und danke für die Antworten
Gruß
Maria