Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Gesteine / Rocks / Rocas => Thema gestartet von: Druide am 09 Feb 09, 17:33
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Fundortt
BaWü
Odenwald
Buntsandstein
im Acker
Hallo,
ich gehe davon aus das es ein Flint ist.
Wissen und vermuten sind zwei paar Schuhe
meine Frage woher kommt die dunklgraue Farbe?
Wer sonst noch etwas zu dem Stein weis, ich höre gerne zu:-)
Danke für mögliche Antworten
Maria
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und noch einer
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Hallo Maria
Erinnert mich stark an Chalcedon. Flint habe ich in diesem Farbton noch keine gesehen, aber ich bin kein Fachmann.
Glaube für unsere Mineralienkenner ist es ein Kinderspiel, diesen Stein zu bestimmen.
Gruss
Hans
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danke für deine Antwort
Chalcedon wäre wahrscheinlicher.......aber aussehe.....
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Sieht aus wie ein Silex. Das 2te kleiner Stück hat auch eine typische Kluft.
Befindest sich das Feld nahe am Grenzbereich vom Buntsandstein? Oder gar in einem Flusstal.
Typisch für Buntsandsteinkarneol wär es nicht aber ein Stück aus einer anderen Periode wäre denkbar.
Was die Farbe angeht habe ich schon viele Baltische Feuersteine oder an sich Kreidefeuersteine gesehen, die solch eine Färbung besaßen.
MFG, Markus
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Hallo Mark,
Der Stein lag in der Nähe des Grenzbereich Buntsandstein.
Danke für deine Antwort
Maria
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Hallo Maria!
So, wie der Flint aussieht, könnte der auch mit eiszeitlichen Schmelzwässern dorthin transportiert worden sein.
Ziemlich abgerollt...
Da sind auch ziemliche Transportentfernungen möglich. Schließlich, waren die Gletscher bis an den Odenwald ran, bzw. sogar dahinter.
Auf Rügen kannst du Feuersteine, in solcher Farbe, in Tonnen aufsammeln.
Nimm doch einfach mal nen harten Stein, oder Hammer, und versuch "Klingen" aus dem Stück zu schlagen. Die Splitter sind bestimmt "tierisch" scharf. Kannst ja mal am Finger probieren (auf eigene Gefahr). ;)
Wenn es gut schneidet und auf Stahl Funken schlägt, hast du einen Feuerstein.
Übrigens, die Leute, die die das Fernsehexperiment am Bodensee mitgemacht haben, waren von der Qualität der (Flint-)Feuersteinmesser überzeugt.
@Mark77
Sieht aus wie ein Silex.
Du kannst es nennen, wie du willst, es ist und bleibt ein Feuerstein. Im Studium haben wir den Begriff "Silex" nie verwendet. Selbst die Profs haben von Feuersteinlagen in der Kreide geredet.
Das 2te kleiner Stück hat auch eine typische Kluft.
Der Begriff Kluft bezieht sich immer auf das umgebende Gebirge und nicht auf den Stein! Da sind es nur Risse. ;)
Glück auf!
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silex verwendet man, wie schon mal gesagt, nur in der archäologie für werksteine. ob das ein flint, hornstein, quarzit, obsidian, chert oder was auch immer ist ist einerlei. der begriff silex unterscheidet da nicht und ist für eine gesteinsansprache schlicht falsch. anders gesagt, wer damit ein gestein anspricht würde standesrechlich erschossen werden.
ich hoffe du meinst mit periode nicht jure, kreide und co. wäre auch nicht korrekt.
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... anders gesagt, wer damit ein gestein anspricht würde standesrechlich erschossen werden.
Das sind ja rohe Sitten...
Hm, hm...
Flint ... Silex
standrechtlich ... standesrechtlich ;D
( und schwupps, schon ist man tot :-* )
Es gibt noch keine verbindlichen Streckeisen-Diagramme für diese Gesteine und Konkretionen.
Ich wäre da nicht so streng (standesrechtlich ;D ).
Amir
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Hallo Maria!
So, wie der Flint aussieht, könnte der auch mit eiszeitlichen Schmelzwässern dorthin transportiert worden sein.
Ziemlich abgerollt...
Da sind auch ziemliche Transportentfernungen möglich. Schließlich, waren die Gletscher bis an den Odenwald ran, bzw. sogar dahinter.
Auf Rügen kannst du Feuersteine, in solcher Farbe, in Tonnen aufsammeln.
Nimm doch einfach mal nen harten Stein, oder Hammer, und versuch "Klingen" aus dem Stück zu schlagen. Die Splitter sind bestimmt "tierisch" scharf. Kannst ja mal am Finger probieren (auf eigene Gefahr). ;)
Wenn es gut schneidet und auf Stahl Funken schlägt, hast du einen Feuerstein.
Übrigens, die Leute, die die das Fernsehexperiment am Bodensee mitgemacht haben, waren von der Qualität der (Flint-)Feuersteinmesser überzeugt.
@Mark77
Sieht aus wie ein Silex.
Du kannst es nennen, wie du willst, es ist und bleibt ein Feuerstein. Im Studium haben wir den Begriff "Silex" nie verwendet. Selbst die Profs haben von Feuersteinlagen in der Kreide geredet.
Das 2te kleiner Stück hat auch eine typische Kluft.
Der Begriff Kluft bezieht sich immer auf das umgebende Gebirge und nicht auf den Stein! Da sind es nur Risse. ;)
Glück auf!
Woher nimmst du deine Informationen bezüglich der Vergletscherung des Odenwaldes? Meine Karten zeigen alle keine Vereisung des Odenwaldes an und by the way: http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Hessen/Odenwald/Beedenkirchen/Felsenmeer (http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Hessen/Odenwald/Beedenkirchen/Felsenmeer)
Was das Experiment am Bodensee angeht, da kann man sich lange über die Authentizität streiten. Was auch anderenorts oft genug getan wurde (habe mit den Leuten perönlich geredet).
Wie wir schon in einem anderen Thread hier im Forum diskutiert haben ist Silex in der Archäologie der Oberbegriff für alle solche SiO2-Gesteine. Danke Caliastos! (siehe )
Zum Gebrauch des Wortes "Kluft" in der Rohmaterialanalyse in der Archäologie empfehle ich mal Werke wie Deecke 1933, Floss 1994, Holdermann 2004, uvm.
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silex verwendet man, wie schon mal gesagt, nur in der archäologie für werksteine. ob das ein flint, hornstein, quarzit, obsidian, chert oder was auch immer ist ist einerlei. der begriff silex unterscheidet da nicht und ist für eine gesteinsansprache schlicht falsch. anders gesagt, wer damit ein gestein anspricht würde standesrechlich erschossen werden.
ich hoffe du meinst mit periode nicht jure, kreide und co. wäre auch nicht korrekt.
Wenn du einen Oberbegriff für all diese Gesteine verwenden willst da du dich nicht zeitlich festelegen willst dann verwende schlicht Silex (pl. Silices) und du machst keinen Fehler. Ich find es eine glatte Unverschämtheit mir eine PM zu schicken und so etwas reinschreiben: "da sich hier viele sehr schnell unangebracht äußern". Wenn man sich dann aber genauso verhält, weiß ich auch nicht was dieses Verhalten an den Tag legen soll. :o >:(
Was die Einteilung mit Periode, etc. angeht: http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Geologische%20Zeittafel (http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Geologische%20Zeittafel) ::)
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Danke für die Antworten,
der Bruch ist scharf und muschelig
Gruß Marie
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Woher nimmst du deine Informationen bezüglich der Vergletscherung des Odenwaldes? Meine Karten zeigen alle keien Vereisung des Odenwaldes an und by the way
kann zwar auf die schnelle nicht sagen ob der odenwald mal unter eis war, aber:
- karten, die die ausbreitung der gletscher zeigen gibt es nicht viele. auf einer GK sieht man das auch nicht unbedingt. schönes beispiel. haben gerade ein gebiet vor der nase, bei dem alle welt bisher sagt: hier war nie eis. komischerweise findet man aber dort alles was zu bildungen des eises gehört. derartige sedimente findet man nur in speziellen karten. diese sind jedoch echt rar.
- der verweis auf das forum bringt nur bedingt was. da steht nur: während der leten eisziet. schön und gut, und was ist mit den eizeiten davor? geschiebematerial landet auch da, wo nie das eis gewesen ist, stichwort transport (anderweitig)
Silex in der Archäologie der Oberbegriff für alle solche SiO2-Gesteine
mir und anderen durchaus klar, nur geologisch schlicht falsch, da unterschiedliche gesteine in einen top geworfen werden. obsidian z.b. ist, vereinfach gesagt, erstarrtes gesteinsglas aus der schmelze. hornstein entsteht z.b in sedimenten. silex wirft das alles in einen top und gibt allen den gleichen namen, ohne rücksicht auf mineralbestand, struktur, entstehung...
man liest silex und fragt sich schlicht: was meint der damit? hornstein, quarzit und obsidian sind schon gravierend anders. und da kann man im geologischen sinn einfach nicht sagen: alles silex.
"Kluft" in der Rohmaterialanalyse in der Archäologie
kluft ist aber immer noch ein geologischer begriff. damit meinst du immer die echte kluft, egal ob offen, geschlossen oder verheilt. die unterscheidet sich nun einmal von rissen, scherflächen und störungen.
geologie und archäologie vertragen sich nicht in der verwendung der begriffe. im bezug auf gesteinsansprache und beschreibung ist die archäologie unpräzise und einiges schlicht falsch. die begriffe kluft und silex zeigen es ja. geologisch orientierte themen kann man nicht archäologisch beantworten.
das mit der periode ist ok, war nur verdreht herum geschrieben. a gedacht und b getippt.
und nochmal zum silex (den plural kenn ich selber). mit hornstein, quarzit, obsidian und co. legt man sich auch nicht zeitlich fest und bleibt trotzdem präzise mit der ansprache.
die unterschiede hatte ich dir in der pm an sich schon mal am beispiel des radiolarits erklärt. das unangebracht war auch bewusst gesagt, da sliex in geologie und mineralogie falsch ist. in dem fall mag man nun mal auch selbst dementsprechend reagieren, weil du mit silex alle gesteine rücksichtslos in einen topf wirfst, die nichts miteinander zu tun haben. für die frage: was ist das für ein gestein also untauglich. man kann auch einfach sediment sagen, schön, hilft als gruppe dem fragenden auch nicht weiter.
die pm ist übrigens dazu da eine Private Message zu bleiben. d.h. der inhalt hat in den foren nichts zu suchen. und damit hat es schon mal gehörig ärger gegeben als der inhalt von PMs gepostet wurde.
@aca
joa, sind sie. standartspruch von dozenten für bestimmte antworten. z.b. einen ton als granit zu bezeichnen, breckzie als konglomerat usw.
um es mal auzuformulieren: "der nächste, der hierzu nochmal grünsandstein sagt oder fragt was der unterschied zu einem sandstein ist, wird standesrechtlich erschossen".
@ druide
würde zu feuerstein passen, aber genauso zu kieseligem kalkstein
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aber genauso zu kieseligem kalkstein
Genau- an verkieselten Kalk dachte ich auch schon. Nur, womit unterscheidet man das?
Uwe
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Obs Kalk ist oder Flint "löst" etwas verdünnte Salzsäure.
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aber genauso zu kieseligem kalkstein
Genau- an verkieselten Kalk dachte ich auch schon. Nur, womit unterscheidet man das?
Uwe
solange noch etwas karbonat enthalten ist sollte 10% salzsäure ne reaktion zeigen. allerdings. bruchfläche erst mal säubern und auf das gestein selbst und keine trennfläche auftragen
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Hallo,
das Stück auf Bild 05. würde ich aufgrund der zu erkennenden, sehr typ. Außenhaut , als regulären Flint bezeichnen.
Die Stücke von Bild 01. - 04. sehen für "normalen" Flint schon etwas merkwürdig aus ...
Gruß -M-
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Hallo,
nein mit Salzsäure reagiert er nicht
Gruß Marie
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Ich kann erst jetzt antworten.
Erst mal Danke an caliastos, der hat dass, was ich meinte, in die richtigen Worte gefasst! Kluft usw, ist eben eine Frage der Definition. Kommt nur auf die Berufsgruppe an.
Lt. meiner Literatur war der Odenwald auch nicht vereist. Dass es die Alpen waren, ist ja kein Geheimnis.
Der Flint kann doch auch von Süden gekommen sein. Es sind ja Fundstellen, für Flint, im Alpenraum bekannt ...
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Also meiner Meinung nach könnte es auch einfach Muschelkalkhornstein aus dem mm sein.
Laut meinen bisherigen Beschreibungen vom mm-MKH gibt es eine bläuliche Variante davon.
Was den Odenwald angeht und ja Caliastos, klar kann so ein Silex auch über die Moränen, Geltscherschmelze oder was-weiß-ich-wie dort hingelangt sein.
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äh, sprach eigentlich davon, dass auch mal ein gletscher hat drauf liegen können, aber odenwald kenne ich sonst nur randlich, nicht in der form.
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NEIN! Das ist weder Flint noch Muschelkalkhornstein und hat schon gleich gar nichts mit dem antstehenden Gestein zu tun. Und Gletschergeschiebe ist ebenfalls völliger Unfug! Der Odenwald war nie vergletschert! Schaut mal in den Diercke-Atlas, S. 115 (Weichsel-/Würmeiszeit), den hat jeder Gymnasiast in Bayern zuhause liegen. Der lag im PEriglazialbereich zwischen Alpen- und Skandinavischer Vereisung! Hier war Tundralandschaft und Lebensraum des paläolithischen Menschen! Hier sind Neandertaler durch die Gegend gezogen und wurden später von unseren eigenen Vorfahren abgelöst. Beide haben zur Artefaktherstellung auf das Material zurückgegriffen, welches unmittelbar vor Ort oder zumindest in Reichweite lag. Es handelt sich dabei um ein angeschlagenes Kieselschiefergeröll aus dem Flusstal. Damit ist es ein typisches paläolithisches Artefakt, wie sie hier bei uns in Unterfranken auf flussbegleitenden Höhenzügen des Mains immer wieder liegen.
Muschelkalkhornstein ist nichts anderes als verkieselter Muschelkalk und daran erkennbar, dass er übersäht ist mit kleinen Oolithen und Muschelschalen. Manchmal wurden auch daraus Werkzeuge hergestellt. Das vorliegende Gestein reagiert natürlich nicht auf Salzsäure, weil es aus Siliziumdioxid besteht, das Zeug ist aus Quarzgel. Kieselschiefer ist der versteinerte Rest von winzigen abgelagerten Meerestierchen, den Radiolarien. Unsere Mittelgebirgsflüsse, speziell der Main hat das Zeug aus dem Frankenwald bzw. Fichtelgebirge herantransportiert.
"Silex" ist in der Tat die Bezeichnung für alle Arten von verkieseltem Gesteinsmaterial. Die Archäologen fassen diese Gesteinsgruppen zunächst ohne Rücksicht auf Verluste zusammen, erst dann wird genauer unterschieden. Es handelt sich dabei also um Silex, genauer gesagt um Radiolart, genauer gesagt um Kieselschiefer. Das ist wohl auch der Grund, weshalb Geologen und Archäologen nie wirklich Freunde werden können...
Und wie gesagt, so wie das Stück ausschaut, hast du sogar ein richtiges Werkzeug aufgelesen.
Grüße,
Thomas
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Hallo Thomas,
vielen Dank für deine Antwort.
Hatte auch den "Neandertaler" im Auge. War aber nur eine Vermutung von mir....
Kaum 2 km entfernt befinden sich zwei Hügelgräber.
Bei dem zweiten Fund lagen Splitter dabei. Und auch diese kleinen seltsamen Schlackenteile. Weis der Geier....vielleicht gehören sie zusammen.
Egal wie ich freu mich über deine Antwort
Maria
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Also wenn es Neandertaler waren dann gehören weder die Schlackenteile noch die Hügelgräber dazu.... ;)
Das vorliegende Gestein reagiert natürlich nicht auf Salzsäure, weil es aus Siliziumdioxid besteht, das Zeug ist aus Quarzgel. Kieselschiefer ist der versteinerte Rest von winzigen abgelagerten Meerestierchen, den Radiolarien.
Quarzgel ist eher SiO2 (bzw 4) x n H2O, oder? Und Kieselschiefer sind nicht immer biogen gebildet worden (s.u.). 8)
Da es sich bei dem Stück nicht um einen definierten Werkzeugtyp handelt, ist es höchstens ein "benutzter Gesteinsbrocken", laut archäologischer Definition. Da das Gebiet anscheinend mit Fremdmaterial kontaminiert ist könnte es sich durchaus auch um kreidezeitliche Feuersteine handeln (Ich habe Feuersteingerölle aus der norddeutschen Kreide auch schon in den südlichen Alpen gefunden, beim "human impact" hilft dann auch der beste ungenaue Schulatlas nichts... Egal in welchem Bundesland man ihn liest ;) )
Bei dem zweiten Fund lagen Splitter dabei.
Könnte es sein, dass den dann jemand kurz vor dir schon gefunden hat? Die Schlagflächen sehen nämlich verdächtig frisch aus für jungsteinzeitliche o. auch bronzezeitliche Werkzeuge.....
Mich erinnert das Gestein an die Kieselschiefer der Büchenbergfolge im Harz. Diese sehr harten, splittrig brechenden Kieselschiefer sind häufig auch noch als Gerölle anhand ihrer orthogonalen Form, die auf der Klüftung beruht, zu erkennen. Sie haben eine hellgraue Farbe. Petrographisch handelt es sich bei ihnen um sedimentierte Kieseltuffe (HAAGE 1967) mit hohem Glastuffanteil die unter oxidierenden Bedingungen abgelagert wurden. Feldspäte wurden in Quarz und Tonminerale umgewandelt (ZELLMER 1996). Mitunter sind Radioloarien zu erkennen, die jedoch, im Vergleich zu den Ahrensfelder Kieselschiefern, nicht gesteinsbildend auftreten. Sie verwittern gelblich und mitunter ist an angewitterten Stücken noch die ursprüngliche Schichtung zu erkennen.
Bei den verkieselten Bereichen des Muschelkalks kenne ich mich nicht aus, kann diese also nicht per se ausschließen. Aber bei verschlepptem Material kann das Zeug aus allen möglichen Regionen kommen. Siehe die Flinte von Helgoland oder die Feuersteine aus Deutschlands ältester Bergbaufolgelandschaft: dem Aachener Stadtpark ;) )
Die Archäologen fassen diese Gesteinsgruppen zunächst ohne Rücksicht auf Verluste zusammen
Danke für diesen Satz ;)
edit: Schreibfehler... :(
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Hallo Tapir,
Zitat:
Könnte es sein, dass den dann jemand kurz vor dir schon gefunden hat?
Es gibt nichts das es nicht gibt........aber kaum vor zu stellen. Bei uns gibt es nur die "Marie" die quer über den Acker schlappt ;)
Bei all dem angelieferten Schutt sollte der sich nicht auch auch irgendwie auf den Feldwegen spiegeln? Ich habe die ältesten Feldwege "zerlegt"
Jo grauer splittriger Muschelkalk den find ich und manchmal noch nicht mal den.
Aber man kann ja nicht wissen wieviel Apelwoi der Bauer intus hatte und den Acker anstatt mit Saat
mit Geröll bestückt hat ;D
Wie gesagt nichts das es nicht gibt...das Menschenleben gibt es ja schon ne Weile ;)
Gruß Marie
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Hallo zusammen,
ich bitte sauber auseinanderzuhalten: Neandertaler - Grabhügel - Schlacke, v.a. wenn 2 km dazwischen liegen.
Die ganz alten Steinwerkzeuge sind als Flussgeröll einfach aufgesammelt worden, (nötigenfalls einmal in der Mitte auseinander geknackt), dann einseitig grob retuschiert worden. Reicht zum Zerlegen und läuft als "Chopper". Wenn man schon beidseitige Retuschen erkennen kann, geht es als "Chopping Tool" durch. Solche groben Sachen kommen schon mal vor. Man kann solche Dinger aber auch als Halbfabrikate ansprechen, d.h. da hat jemand getestet, ob das Material was taugt und bei Nichtgefallen das Stück angeschlagen wie es war einfach wieder verworfen. Heißt bei uns dann "angeschlagene Gerölle". Oder es ist ein Kern. Man findet an solchen Plätzen alle möglichen ortsfremden Überbleibsel aus dem besagten Material. Gelegentlich ist dann auch mal ein absolut gut ansprechbares, komplett erhaltenes Werkzeug dabei; manchmal aus Altersgründen patiniert, manchmal nicht, manchmal vom Windschliff dezent überformt,...
Was Marie da gefunden hat, geht, so wie ich das sehe, auf jeden Fall mal als Artefakt durch. Müsste halt dranbleiben und die Fundstelle mal gut im Auge behalten. Hab letzte Woche Ähnliches gefunden und bei genauerer Untersuchung kamen zwei ganze handvoll Trümmerstücke, Kerne, Abschläge, Klingen und sogar ein echt feiner Kratzer herein. Man braucht halt einen Blick dafür...
Marie, schau dich mal hier um: http://www.sucherforum.de/smf/index.php?PHPSESSID=12c262dcbe3c84ea8249515f315bfe7f&board=111.0
Schöne Grüße,
Thomas
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die Marie ist dort bekannt. Da hatte ich diese Funde schon vorgestellt
samt gepinselte Scherbe und allerlei ;)
Der Flintbeitrag war unbefriedigend. Aber auch zu verstehen ...alles ist augenscheinlich. Ich bewundere eh alle die Antworten geben.
Gruß Marie
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Hallo
In der Lausitz gibt es viele Flintarten-und nach dem Bruch zu urteilen,ist es ein dunkelgrauer Flint --Feuerstein
oder manchmal auch Silex genannt.
Flint ist ein Sedimentgestein(Kieselstein)bestehend aus Calcedon(siliciumdioxyd)
Flint tritt in vielen Farben auf zB. durch Kohlenstoffeinschlüsse ist er schwarz --- durch Lufteinschlüsse ist er weisslich
usw. Da er ja aus SIC -dioxid besteht also aus Calcedon kann er Jaspisartig-- Opalartig--Achatartig--Quarzig sein.
-also farbenvielfältig
Die beste Prüfung zum erkennen ist eine Schlagprüfung,wobei mit einem anderen harten Stein auf den Flint ein
kurzer harter Schlag ausgeführt wird. Durch diese Schlagenergie breiten sich Wellen aus, die zu einem sehr
scharfen Bruch führen!!!!!!!! (Augen unbedingt schützen)
Gruss Gerhard
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Hallo Gerhard,
ich habe deinen Rat befolgt, Stein auf Stein ....na das ist ein Ding, das klappt tatsächlich. Ich muß Heunenblut in mir haben ;D
Feinste Splitter gingen ab, scharf wie eine Rasierklinge. Und das ohne Übung....... :D
Gruß Marie
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Hallo,
mir ist aufgefallen das der "Flint" auf gleicher Höhen liegt
ich habe gegoogelgeeartht
und bin die Höhemeter abgeflogen und anschliesend abgelaufen.
Im Wald habe ich Geröll angetroffen.
Abgerollter Sandstein, Kieselschiefer, Hornstein und einen weiteren "Flint".
Wer weis wo dieser dunkle Flint vor kommt?
Und liegt bei diesem Stein eventuell eine Verwandtschaft vor?
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,21853.0.html
Danke für mögliche Antworten
Gruß Maria
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"Flint tritt in vielen Farben auf zB. durch Kohlenstoffeinschlüsse ist er schwarz "
Flint (oder welche Quarzvarietät auch immer) ist in den seltensten Fällen durch Kohlenstoffeinschlüsse schwarz oder grau! In den meisten Fällen ist der Verursacher feinst verteilter Pyrit (es genügen schon minimalste Mengen!). Der Pyrit ist allerdings so fein verteilt, daß er normalerweise auch mikroskopisch kaum erkennbar ist.
Natürlich gibts auch kohlenstoff-führende Varietäten, allerdings sehr selten.
Schönen Gruß,
stoanklopfer
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Hallo Stoanklopfer,
danke für deine Antwort
Gruß Maria
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Hallo,
der Sonntag hat diesen Stein zu Tage gebracht..
Eine Quarzvarietät welche auch immer.
Ich finde ihn interessant da er nicht abgerollt ist. Der Versuch ihn mit der Schleifmaschine an zu schleifen ....führte zu nichts.
Zu dem üblichen Chalcedon- Geröll unterscheidet er sich
er hat Kanten und der Bruch zeigt reichlich gemuschelte Flächen.
Und als wollte der Stein zu dem Thema oben anschließen ist er schwarz.
Bild hornstein 053 zeigt eine Fläche mit erdigem "Anflug". Ich kann sie
mit der Nadel leicht ab kratzen
auf Porzellan gibt es einen schwarzen Strich.
Ist es möglich diesen Stein irgend wie ein zu ordnen?
Danke für mögliche Antworten
Gruß Maria
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....
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Hallo Marie,
das Stück von gestern ist ein recht feinkristalliner Kieselschiefer.
Erinnert mich irgendwie an deine früheren Stücke..
Das hier sieht nach einem stark angewitterten oder sogar angeäzten Chalcedon aus.
Soweit meinerseits..
Grüßle, Markus
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Hallo Mark,
danke für deine Antwort.
ja vom Aussehen her gleicht der graue Flint den anderen Stücken.
Was meinst du mit
angeäzten Chalcedon
.......mit was angeätzt?
Gruß Marie
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stark chemisch angegriffen, aber warum und wie, keine Ahnung. ::) ???
Ist auch nur eine Vermutung meinerseits, da ich so eine "patinierung" bisher noch nicht gesehen habe.
Grüßle, Markus
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ja der Stein sieht seltsam aus....finde ich
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stark chemisch angegriffen, aber warum und wie, keine Ahnung. ::) ???
Langzeiteinwirkung von Huminsäuren in sauren, feuchten Böden kriegt das durchaus hin.
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Wenn die Huminsäure die Künstlerin war...schön gmacht :D
Gruß Marie
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ich möchte bitte noch einmal kurz nach hacken.
Habe ich das richtig verstanden?
Die "Patina" könnte auf eine Verwitterung deuten?
Könnte man folgende Hornsteine eventuell auch zu den Verwitterten zählen?
Danke für mögliche Antworten
Gruß
Maria
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Könnte man folgende Hornsteine eventuell auch zu den Verwitterten zählen?
In der Tat. Saures Milieu mobilisiert darüber hinaus noch Eisen und Mangan, was die Färbung der Kruste beeinflusst.
Gruß,
Rainer
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gut ...... habe ein Puzzleteil mehr ;D
Danke
Gruß Maria