Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Trias / Trassic => Thema gestartet von: Druide am 09 Feb 09, 17:42
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Fundort:
BaWü
Odenwald
Buntsandstein
Acker
Hallo,
nicht schön aber ein fossiler Fund in unsere Gegend. Ein seltener Fall :-)
Kann man die Muschel eventuell ein ordnen? Das letzt Bild zeigt einen Ausschnitt der Steinfläche
Danke für mögliche Atworten
Maria
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Hallo Maria,
habe letztens sehr ähnliche Muscheln im Jenaer Muschelkalk gefunden. Sind noch nicht ganz präpariert. Ich denke, es handelt sich dabei um Plagiostoma striatum aus dem untersten Bereich des Oberen Muschelkalk (Trochitenkalk?, Vergleichsbilder z.B. bei trias-verein.de). Wenn Du ein Skalpell oder einen Stichel hast, dann probiere doch mal, ob Du noch etwas freilegen kannst. Vielleicht sind die verdeckten Bereiche auch gut erhalten?
Viele Grüße,
Jörg
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Hallo,
Muschelkalk würde ich auch sagen. Allerdings eher unterer Muschelkalk, es sei denn, das Stück ist von ganz oben heruntergerollt. Der untere Muschelkalk in BW bildet auch solche knolligen Kalke wie auf dem Foto.
Glück Auf!
Smoeller
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Danke für die Antworten,
seh mal zu das ich noch etwas von der Muschel weg machen kann.
Gruß Marie
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nach Rücksprache mit Bauern und dem Ortsvorsteher
Der Lierferant des Muschelkalks
die Trochitenschichten des Oberen Muschalkalks.
http://www.shb-schotter.de/werke/schweinberg/schweinberg.html
gruß
Marie
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Hallo,
lassen sich die Fossilien in diesem Muschelkalk bestimmen?
Danke für mögliche Antworten.
Gruß Maria
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...
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Laune der Natur???
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Muschelschill: Faust groß muschelschill.JPG
Oberfläche :muschelschill_a.JPG
Abrieb:muschelschill1.JPG
Mineral das Glas ritzt: 5muschelschill 339.JPG
Der Stein schäumt bei Salzsäure
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Hallo Marie,
Dein Handstück besteht anscheinend aus sog. sparitischem Kalk. Hierbei ist die ursprüngliche Kalkschlammmatrix (der sog. Mikrit) diagenetisch zu gröberen Calcitkristallen (Sparit) rekristallisiert.
Das Mineral, das "Glas ritzt" ist ein Sandkorn (als Größenfraktion, nicht als Materialbegriff gemeint) und könnte eines der zahlreichen Minerale sein, die als Sand vom Festland ins Muschelkalkmeer gelangten. Da man, wenn man sich etwas Mühe gibt, prinzipiell auch mit zwei gleich harten Materialien beim Ritzversuch zu einer Ritzlinie gelangt, könnte es von Quarz angefangen in der Härteskala aufwärts alles mögliche sein. Da viele dieser sog. akzessorischen (untergeordnet/in kleinen Mengenanteilen vorkommenden) Minerale sowohl farbig als auch farblos sein können und als abgerolltes Sandkorn keine charakteristischen Kristallflächen mehr zeigen, kommt man hier üblicherweise nur mit Dichtebestimmung und Polarisationsmikroskopie weiter.
Gruß,
Rainer
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Hallo Rainer,
vielen Dank für deine hilfreiche Antwort :)
Gruß Maria