Mineralienatlas - Fossilienatlas

Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: franksch am 28 Feb 09, 16:23

Titel: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: franksch am 28 Feb 09, 16:23
Hallo liebe Gemeinde der Mineraliensammler, die ihr hauptsächlich Kleinmineralien oder MM's bevorzugt,

Was macht Ihr eigentlich mit Eurem überzähligen Material ?

Jeder Sammler, der auch selber Fundorte aufsucht und Mineralien findet, dürfte folgende Situation bekannt vorkommen:   Als eifriger Clara- Fan komm ich einmal im Jahr nach Oberwolfach. Zu finden gibt es ja meist etwas; erstmal nimmt man die Stufen mit nach Hause, bei denen man auf der Halde schon etwas erkennt. Es könnt sich ja zu Hause noch etwas Tolles beim Knacken auftun. War man noch nicht so oft in der Clara, wandern diese Funde natürlich zunächst in die Sammlung. Nun, nach ein paar Clara Besuchen findet man des öfteren auch die gleichen Mineralien. Als Beispiel möchte ich hier den Olivenit anführen. Ich freue mich zu Hause über jeden Hohlraum, in dem schöner unbeschädigter Olivenit zum Vorschein kommt. Aber: die Anzahl in der Sammllung übersteigt deutlich die 30 Stück und ich überlege, ob die nächsten noch den Weg in die Sammlung finden sollen. Was nun?
-   in unserem kleinen Mineralienverein hat keiner mehr Interesse an Olivenit aus der Grube Clara
-    eBay: für das Einstellen (mit Turbolister geht das ja recht fix, da man mit Vorlagen arbeiten kann) mit einem ansprechenden Foto -mit schlechtem Foto kann man das gleich vergessen- dauert das um die 20 Minuten. Macht 3 Auktionen in der Stunde. Für die große Anzahl an Material brauch ich dafür Monate oder Jahre. Eins-Zwei-Drei-Meins: nach Ablauf der Auktion hat man vielleicht einen Käufer für EUR 1,00 oder 2,00 gefunden. Abzüglich der Verkaufsprovision 8% vom Verkaufserlös und der Kosten für das Kästchen bleiben dann noch EUR 0,80 für mich. Verpackungsmaterial muss selbstverständlich der Verkäufer tragen. Wählt man den kostengünstigsten Versand über die Warensendung, bekommt man eine schlechtere Bewertung, da die Ware so lange unterwegs war. Nimmt man das normale Porto für den schnelleren Maxibrief, sind die Transportkosten zu hoch. War ich vor 2 Jahren froh, wenn ich von jedem 2. überhaupt eine Bewertung bekam, bin ich heute froh, wenn überhaupt jemand (oft aber erst nach Mahnung) bezahlt. Also eBay: Toll- ist ja richtig lohnend! Herzliche Glückwünsche zum 10jährigen Jubiläum! Ach ja, und zur Post muss ich auch noch und mich anstellen, da 5cm dicke Maxibriefe nicht in den Schlitz eines Briefkastens passen.
-   Früher hat man Listen geschrieben und an alle möglichen Leute versand. Werde ich so meinen Olivenit los? Vielleicht, vorrausgesetzt, man kennt die richtigen Empfänger der Listen. Ok- man spart das Foto und bekommt vielleicht EUR 1,00. Oder gar keine Antwort auf die Dubletten-Liste.
-   Nächste Möglichkeit: verschenken. Alle Leute möchten etwas geschenkt bekommen- auch hier im Atlas. Möglichst noch Frei Haus; und was ist mit den Kosten für die Kästchen? Bekomm ich die auch geschenkt? Wohl kaum. Oder kennt jemand eine Adresse?
-   Nächste Möglichkeit: wegschmeißen. Ausdosen und weg damit. Wegschmeißen entlastet ungemein. Man hat sofort Platz und wieder leere Döschen. Schade nur um die schönen Olivenite. Bring ich es allen Ernstes übers Herz, diese Kunstwerke der Natur in satten, schönen Farben und Formen einfach dem Hausmüll zuzuführen?

Schau ich in Listen von einigen gewerblichen oder teilgewerblichen Händlern, darf ich für Olivenite in der preisgünstigsten Lage EUR 2,00 bis 3,00 bezahlen. Ob das jemand tut, weiß ich allerdings auch nicht und so hält sich mein Frust darüber auch in Grenzen.
Wohlgemerkt: hier geht es um die häufigen Mineralien. Weitere Beispiel für die Grube Clara wären: Cornwallit, Malachit, Chalkopyrit, Silber, Arsenopyrit, Mimetesit/Pyromorphit, Cerussit und ähnliche. Seltene Mineralien wird man über eBay schon los oder man stellt sie hier im Atlas mit seiner Preisvorstellung ein.

Wie seht Ihr das? Was macht Ihr mit ähnlichem Material? Liege ich mit meiner Ansicht jenseits von gut und böse?

Viele Grüße aus dem verregneten Berlin
franksch
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: Haldenschreck am 28 Feb 09, 17:22
hallo,

die sache stellt sich für mich wie folgt dar:


weitere möglichkeit: beim händler in kommission verkaufen lassen; lohnt sich wahrscheinlich auch nur für "nicht-allerweltszeugs".
noch eine möglichkeit: tausch mit ausländischen sammlern, die nicht die fundstellen deiner stücke besuchen können.

sehen wir das mal realistisch: wenn die teile partout keiner haben möchte: hau' wech das zeuchs!

ein mitfühlender
haldenschreck
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: trommeln am 28 Feb 09, 17:26
Wir werfen die Steine (nicht Mineralien) an den Bahndamm... da ist auch artfremdes Material ... werden dann von den vorbeiziehenden Kindergärtlern aufgelesen und dem Mami heimgebracht  ;D
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: Helicat135 am 28 Feb 09, 17:41
Ich mache das auch so:
kommt ab in die Hecke. Ist schon eine richtige Halde da. Stört hier auch keinen - im Gegenteil..
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: caliastos am 28 Feb 09, 18:37
wegwerfen ist so ne sache. irgendwie ist es immer schade um die stücke. wobei, früher oder später sind die eh irgendwie wieder aufgearbeitet. die minerale werden im gestein gebildet, zerrieben, aufgeschmolzen und neu gebildet. solange der motor des universums weiter läuft bis ans ende aller zeiten. da man aber nicht in den dimensionen agiert erscheint das nun doch etwas schade.
stell dich halt auf flohmärkte (sofern die hier noch billiger sind), frag bei vereinen an, schalte zeitungsanzeigen, frage schule usw. wenn du nichts verdeinen willst, dann verschenke es. wer den versand nicht zahlen will, der braucht auch das geschenkte stück nicht, denn er verkennt den begriff des geschenkes.


selber hatte ich bei ebay aber schon ab und an den fall, dass ich mir gesagt habe: ich stell's mal einfach so zu 1€ ein, ehe ich das stück halt dann wegwerfe. vieles davon wurde dann für schulen als lehrmaterial gekauft und auch nch mehr gefragt. man einigt sich und legt was drauf.

wenn keine wirklichen kosten anfallen, so kann man's machen.


ein typisches problem ist, dass sammeln aus der mode kommt. das klientel fehlt. die alten verschwinden, die zwischen 30-50 haben die zeit und den willen nicht mehr. geld, erfolg, macht. das zählt. die jungen sind ihrer zeit voraus. das typische einstiegsalter fürs steinchensammeln lag an sich immer zwischen 10-16 jahren. inzwischen aber aber braucht man das geld für alk, kippen und anderes.

weiterhin haarig ist die aktuelle situation, naja, sagen wie die situation seid paar jahren. jeder hat von jahr zu jahr weniger in der tasche. sammeln, egal was es ist, zählt zu luxus, den man sih erst leisten können muss (will).


ebay war früher an sich ok. nur die gebühren steigen stetig und der verkäufer wird mehr und mehr verarscht. kaum ein käufer bewertet doch noch bzw. zahlt ewig nicht. zusätzlich will jeder einen diamenten, der den cullinan übertrifft zu 1€ kaufen, ihn aber zu einen 5-fachen des wertes wieder verkaufen.

du hast insgesamt eine kombination als falschem geiz mit geldgier, leeren taschen, eigenartigen vorstellungen und anderen prioritäten.


merke das ja selber. habe insgesamt an die 30+ achate, die ich zu meist zu selbskosten anbiete. grund ist das eingeschränkte platzangebot. was dabei reinkommt wird dann wieder für die weitere sammlung verwendet. ohne dass könnte ich seid 4 jahren nichts neues mehr in die sammlung integrieren.


was ich so feststelle ist, dass durchaus interesse und geld vorhanden sind. dies gilt aber nur für seltenes und spektakuläres. nicht selten höre ich, dass preis und qualität vollkommen in ordnung sind, es aber nicht das gesuchte spektakuläre ist.

für deinen olivenit bedeutet dies: wenige interessieren sich für belegtstücke. wäre es ein faustgroßes, farbintensiver, fehlerfreier kristall, der als schöne stufe da steht, dann kauft man dir den sofort ab. so aber ist es nur ein olivenit unter vielen. schade an sich.
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: Psaronius am 28 Feb 09, 18:56
Hallo,
das Problem kennen wohl alle Sammler, die schon zig Jahre sammeln.
Auch ich habe mittlerweile einen ganzen Kellerraum mit Stiegen und Kartons voller Steine bis zur Decke vollgestapelt.
Irgendwann spezalisiert man sich, und vieles was man vor Jahren mit Begeisterung nach Hause schleppte erscheint jetzt als "dritte Wahl" weil besseres später gefunden wurde. Dazu das permanente
Platzproblem...
Auch ich habe dafür keine Lösung. Ständig wird um- und aussortiert. Einiges kann man vertauschen, etliches verschenken, beim Verkaufen wird der Aufwand (auch zeitlich !) größer als der Gewinn.
Also bleibt die Masse der Dubletten doch erst mal liegen.
Eine Lösung, das Platzproblem etwas zu mildern,- ich nehme ständig bei Reisen zu Sammler- oder Naturfreunden Stücke als Begrüßungsgeschenke mit. Natürlich müssen das aber immer vom Optischen her recht attraktive Stücke sein...
Ansonsten, eine optimale Lösung für dieses Problem gibt es wohl nicht.
Das ist "das Los des Steinesammlers" !
Gruß
Psaronius   
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: loismin am 28 Feb 09, 19:44
Hallo.

Da fällt mir noch eine möglichkeit ein, die immer noch besser ist als wegschmeißen !
Allerdings muß man da schon viel am Ball bleiben und immer wieder was unternehmen.
Das Internet bietet viel Kommunikation mit Sammlern von anderen Ländern .
Da gibts oft die Möglichkeit, daß diese Sammler gerne das Material nehmen was bei uns so Alltagszeug ist, weils bei denen halt dann doch was eher seltenes ist.
Aber das ist natürlich auch mit viel Arbeit und Optimismus verbunden und die päckchen ins Ausland sind auch nicht so billig.
Aber insgeamt hab ich das meistens nicht bereut, weil ich auch Material kriege , das vielleicht woanders sehr häufig ist und bei uns halt selten.
Größere probleme hat man da, wenn man sich mit der sammlung auf bestimmte Fundgebiete beschränkt , dann ist das
Problem  meist nur mit Verkauf oder wegschmeißen zu lösen.
Bei uns gibts Gott sei Dank immer noch genügend MM Gruppen, wo auch ältere Leute dabei sind, die nicht mehr so gut sammeln gehen können , die nehmen das dann manchmal auch gerne an, da kann man halt dann nur herschenken.
Aber immer besser wie wegschmeißen !

gruß
Loismin
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: geomueller am 28 Feb 09, 20:39
Hallo,
ich wundere mich beim Durchlesen der Beiträge das niemand auf die Nachwuchsförderung gekommen ist. Was bei mir überzählig ist bekommt eine Jugendgruppe eines Mineralensammlervereins, die freuen sich immer und das ist allemal besser wie wegschmeißen. ;)

Ohnehin bin ich ein Sammler der nur für seine Sammlung sammelt, ich habe wirklich fast nur das was in der Sammlung ist, der Rest passt auf einen Tisch ;D

Gruß Jürgen
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: Doc Diether am 28 Feb 09, 20:46
Halloo,
meine Angewohnheit ist das Aufbewahren. Ein kleiner Teil wandert zum Verschenken an Abnehmer im Verein oder bei Bekannten.
Wenn man nicht so faul wäre, könnte man ja mehr ins Tauschen investieren. Das geht aber nur bei den Attraktiven und Seltenen. Werbeaktionen für den Verein auf einer Börse ist eine Möglichkeit. Da bekommen die Interessenten (meist Kinder) das Zeug geschenkt. Und man hat das gefühl einer sinnvollen Verwendung.
Aber: Wie wärs mal wieder stärker mit Tauschaktionen hier im Forum?!
Gruß
Doc Diether
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: Gerhard am 28 Feb 09, 20:49
Zu diesem Thema möchte ich auch einige Gedanken darlegen.
Steine und Mineralien sammeln und bearbeiten kann ein ein Hobby (steckenpferd) sein- oder man macht das ,um Geld zu
verdienen - oder es ist ein Gemisch aus Beiden.
Daraus ergibt sich schon die Frage um die Lösung dieses angesprochene Problem. ---- nämlich die Frage ob die Tätigkeit
( Hobby) ein Ziel zum Lebensunterhalt ist ----- oder ob diese ein Interesse ,eine Leidenschaft, eine Bewunderung zu dem ist,
was unsere Erde hergibt.
Es erscheint mir,dass die angesprochene Problematik aufzeigt -- viele Sammlungen werden als Geldanlage  angesehen
Und das wird immer die Frage aufwerfen - was wird mit den Belegstücken, die ich nicht mehr brauche.
Also Hobby an sich heisst --- Freude ,Weiterbilden ,Forschen ,Lernen  Sammeln , Weitergeben, Tauschen usw.
Ich gebe überschüssiges Material ab an eine Arbeitsgruppe - Mineralogie- (Schule) auch unbearbeitet. ,gebe es in einen
Sandkasten ,wo die Kinder mit einer Begeisterung buddeln und das gefundene als Schatz behandeln.
Ich habe schon Belegmaterial an einen Strand gelegt kaum zu glauben was sich dann abspielte---------.
Übrigens kann ich mir vorstellen das gerade hier im Forum nicht mehr gebrauchte Belegstücke kostenlos angeboten werden
bei Selbstabholung
Eigentlich gibt es viele Möglichkeiten -auch die,dass man Material wieder an eine Fundstelle ablegt.
Gruss
Gerhard
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: caliastos am 28 Feb 09, 21:08
Eigentlich gibt es viele Möglichkeiten -auch die,dass man Material wieder an eine Fundstelle ablegt.


das sollte aber dann schon die einstige fundstelle sein, oder wenigstens eine offizielle abraumhalde. irgendwo hinkippen ist schlecht und führt zu verwirrungen.



aber sammlungen sind auch immer geldanlagen, egal was man denkt. denn man muss in sie investieren.  da spaltet sich bereits die sammlergemeinde. der eine hat steinbrüche vor der haustür, der andere nur die möglichkeit zu kaufen, der dritte reist um die welt und sammelt da; je budget eben. tauschen geht nicht mehr so gut. auch setzt es voraus, dass beide was haben, was dem anderen gefällt. echt nicht so einfach. aus diesem grund hat sich ja einst das geld entwickelt, da sich eben nicht immer tauschpartner finden. nützt aber nichts, wenn man platz schaffen muss.

wie man sammelt und weitergibt sollte jedem selber überlassen bleiben.
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: smoeller am 28 Feb 09, 21:38
Hallo,

Vor dem Problem stehe ich auch gerade. Irgendwann nach einigen Jahren Sammelei (Schwarzwald seit 2000, vorher Sachsen und wenige Restbestände von noch davor (seit '91)) hat man so viele Dubletten, die irgendwie weg müssen.

Im Moment gebe ich eBay noch eine Chance, ist leider die einzige wirkliche Möglichkeit, Mineralien loszuwerden.

Tauschen geht in meinem Fall schlecht, da ich nur Schwarzwald/Kaiserstuhl (ohne Clara) sammle. ch hätte zwar genug zum Tausch da, auch selteneres, und wäre interessiert, aber es gibt halt nur wenig Sammler, die auch vergleichbares aus der Gegend im Tausch zu bieten haben. Dann bleibt leider nur der Verkauf.

Eine ganze Menge hab ich schon entrümpelt und zum Schuttplatz gebracht, insbesondere Gesteine.

Das Problem: Heute sucht jeder nur noch nach Billigangeboten guter Stufen. 10-20 Euro für einen Karminit oder Matildit von der Clara ist da schon zu teuer, auch wenn das Material das wert ist. Und diese 1-Euro-Auktionen bei eBay machen den Markt kaputt. Warum 10 Euro für ein Stück geben, wenn ich nächste Woche dasselbe für 1-3 haben kann.

Dann noch das rechtliche Problem: Ab einer gewissen Menge (von Gericht zu Gericht verschieden) handelt man gewerblich, dann kommen Anmeldung, evtl. Steuern, Kosten für Verpackungsverordnung usw. dazu. Ich kann dazu keinem raten (habe den Fehler mit dem Kleingewebe gemacht), ist mehr Arbeit als das es einbringt. macht man es aber nicht und verkauft be eBay und co. weiter in größerem Maßstab, kann es teuer werden.

Letztlich: Am Besten alles, was nicht über 3-5 Euro wert ist, in die Tonne oder verschenken oder -im idealsten Falle- vertauschen, den Rest versuchen, an andere Sammler über private Kontakte verkaufen oder tauschen.

Wäre auch für eine Stärkung der Tauschecke im Forum und würde mich gern beteiligen, aber ich sehe da wenig Hoffnung. ZU den oben genannten (persönlichen) Gründen kommt noch, dass es halt nur eine (an der Masse der Mitglieder hier) verschwindend geringe Zahl der Tauschwilligen sein wird. Tausch ist halt out in Zeiten, wo man seine Stücke (so man denn nicht verwöhnt und wählerisch ist) für wenige Euro im Netz kauft. Tausch scheint auszusterben in Zeiten, in denen Befriedigung von Konsumbedürfnissen per Mausklick für wenige Euros möglich ist. Ich persönlich halte das für sehr schade. Gerade heute wäre Tausch einfacher als je zuvor. Statt Briefen mit Listen einfach nur Mails schicken. Fotos inklusive, wenn nötig.


Glück Auf!
Smoeller
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: Psaronius am 28 Feb 09, 22:16
Hallo,
muss Smoeller beipflichten.
Außerdem kenne ich noch Zeiten, wo die Masse der Sammler stolz darauf war alles selbst gesammelt zu haben. Wenn irgendwas dann nicht mehr selbst zu finden war, war der Tausch die Alternative. Alles andere, - sprich Kauf, war schon fast ehrenrührig.
Ok., die Zeiten haben sich geändert, und auch ich habe etliches durch Kauf erworben, aber vielleicht sollte man das Tauschen doch wieder etwas beleben. Der große Vorteil ist u.a., das man bei Steinen,
die man direkt vom Finder eintauscht auch diverse Infos über Fundsituation usw. erhält.
Beim professionellen Händler sind die Infos immer recht spärlich.
Ein großes Problem beim Tauschen ist allerdings, dass der, der mein Material will, nicht das anbietet, was ich suche... Diese Konstellation erlebe ich ständig.
Trotzdem, auch im hiesigen Forum sollte das Tauschen eine Renaissance erleben !
In diesem Sinne,
Psaronius
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: caliastos am 28 Feb 09, 23:02
Und diese 1-Euro-Auktionen bei eBay machen den Markt kaputt. Warum 10 Euro für ein Stück geben, wenn ich nächste Woche dasselbe für 1-3 haben kann.

diese angebote machen nicht nur bei ebay den markt kaputt. warum viele 1€ startpreis machen ist klar, es kostet nichts. die gebühren für angemessene startpreise sind schon wieder unverschämt und die zeit der 10ct-auktionen oder kostenlos einstellen sind längst vorbei. und dann das mit wann gewerblich wann privat. ist der, der regelmäßig, weil's hobby ist auf den flohmarkt geht ein gewerblicher verkäufer? doch wieder nur irgendeine undurchdachte aktion, die vieles verkompliziert.


privat an sammler zu verkaufen ist nicht unbedingt so einfach. man braucht kontakte, kontakte, kontakte. und auch hier wird man zunehmend wählerischer, weil eben die alten schon alles haben und nur das exklusive in die sammlung aufnehmen und die jungen nicht mehr kommen.


wie auch psaronius sagt krankt der tausch daran, dass einer meist nicht das hat, was der andere gerne hätte. genau das ist der vorteil des geldes. das ist etwas was beide haben und tauschen können. eben nur ein schritt mehr. was soll's. tausch = kauf, schon immer.
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: joachimotto am 01 Mar 09, 09:46
Jaaa, das alte Problem.... Bei uns im Verein haben wir einige Clara Spezialisten die schon fast ihren Zweitwohnsitz auf der Clara haben. Also Olivenit haben wir ca 29013354 Stück in guten Kristallen. Versuchen das auch immer auf der Börse zu verkaufen, so für 20-30cent (da gehen dann pro Börse 2-3 Stück weg). Ist ziemlich frustrierend, denn das ist ja kein Schrott, das sind ja schon schöne Sachen.
Vielleicht könnte man versuchen grössere Mengen ins Ausland zu schaffen. Die Amis freuen sich sehr über Claramaterial und zahlen auch was dafür. Grube Clara ist Weltberühmt, da finden sich bestimmt Leute die was davon gebrauchen können.
Naja, und eBay, tja, die Leute trinken lieber ein Mass aufm Wasen für 7,50€ als 1€ für ne schöne Stufe zu zahlen. Ich kaufe viel bei eBay und wundere mich oft das keiner mitbietet. Hab schon viele schöne Sachen saubillig bekommen. Aber auch Schotter wo ich dann enttäuscht war. Ist immer Risiko, deswegen biete ich oft auch nicht soviel wie es eigendlich wert wäre.
Naja, und verkaufen? Nur die Sachen, wo es nicht wehtut wenn die fürn Euro weggehen, also Schotter, und da bin ich nicht der Einzige. Aber was soll man machen? Stücke für die ich mal 40DM bezahlt habe für einen Euro verkloppen? Das habe ich einmal gemacht und nie wieder! Dann lieber verschenken.
Naja, wir tun in unserem Verein viel für den nachwuchs, da wird auch viel an Kinder verschenkt, und die sind dann begeistert. Vielleicht fängt da der eine odere andere dann mal richtig an zu sammeln. Das ist auch irgendwie schön zu sehen, das man Kindern damit eine Freude machen kann, wenn sie irgendwie schöne bunte glitzernde Steine krigen. Die waren auch sehr faszieniert vom Binokular. Hach was war das für ne Entdeckungsreise! Ich denke, da sind die Dubletten gut investiert, gerade das was mineralogisch nicht so toll ist, aber schön aussieht.
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: franksch am 01 Mar 09, 12:31
Hallo,
vielen Dank für das Echo zu meinem Beitrag. Es zeigt mir, dass ich mit diesem Thema nicht allein dastehe. Vielen Dank auch für die PM's. Auch wenn es vielleicht so aufgefasst werden könnte: ich habe jetzt nicht griffbereit schon einen Karton voll mit Material, den ich sofort abgeben kann. Ich muss das Material auch an mehreren Stellen zusammensuchen und werde den entsprechenden Interessenten dann antworten. Einige Anmerkungen zu den Beiträgen:

- ich sehe mein überzähliges Material nicht als Geldanlage und muss auch nicht davon leben. Ich habe auch keine gewerblichen Interessen (guter Gott!)
- Nachwuchs: eine bestimmt gute Idee. Nur: will der Nachwuchs nicht eher größeres Material? Faustgroße Olivenite gibt es gar nicht. Wer hat von dem Nachwuchs schon ein Binokular, um auch kleinere Mineralien anzuschauen? Abgesehen davon- ich kenne gar keinen Nachwuchs bei uns, der sich noch mit Mineralien abgibt. Manchmal kommt es mir vor, dass ich mit meinen 45 Jahren schon der Nachwuch bin...
- Ausländische Sammler: da kenne ich "nur" Holländer oder Österreicher, und die werden bestimmt das häufigere Clara- Material auch schon haben. Außerhalb Europas kenne ich niemanden; noch nicht einmal Nicht-Mineraliensammler.
- einzelne Lots zusammenstellen und anbieten: vielleicht auch eine Möglichkeit. Wenn ich dann beim Aussortieren bin, werde ich das einmal versuchen. Ich könnte mir vorstellen, hier an gleicher Stelle kleinere Lots mit sicher bestimmten, verschiedenen Clara- Mineralien -gedost oder ungedost zum weiterverarbeiten- anzubieten.
- eBay: Lots bei eBay anzubieten bringt m.E. auch nichts. Man sieht doch die Angebote: große Lots mit einem Sofort-Kauf Preis von EUR 60,- oder so ähnlich gehen gar nicht weg und Auktionen für EUR 1,00 landen dann vielleicht bei EUR 15,00. Das lohnt doch überhaupt nicht, besonders wenn dann 2-3 seltenere "Lockvögel" darunter sind, die alleine schon mehr kosten als alles zusammen einbringt.
- Tauschen: auch nicht ganz so einfach. Was erwarte ich denn für eine Stufe Olivenit? Bestimmt doch auch eher gleichwertiges Material- und das hat man dann selber schon. Ich möchte eine weitere Möglichkeit vorstellen, die ich für gar nicht so abwegig halte:

Ich biete an (nur ein Beispiel!):    doppeltes Clara- Material. Ungefähre Stückzahl oder Gewicht, gedost oder ungedost, grob beschrieben, was ungefähr dabei ist. Also richtig viel- vielleicht sogar auch alles als Gesamtpaket. Fotos mit der Gesamtmenge sieht interessanter aus.

Suche bzw. tausche gegen:        doppeltes Clara- Material. Nehme auch noch nicht vollständig formatiertes und unbestimmtes Material aus früheren Förderzeiten (frühere 90er Jahre oder älter)

Ab und wann findet man in solchem Material, was vielleicht schon jahre- oder jahrzehnte im Keller oder Dachboden steht, noch Ausbildungen, die heute nicht mehr vorkommen und die dann schon in die Sammlung kommen.
Alles in allem: ein Tausch größerer Positionen und nicht nur eines einzelnen Olivenites. Sicherlich darf ich dann nicht erwarten, das jedes neu bekommene Stück Platz in der Sammlung findet und viel auch weitergegeben wird. Aber man hat mal anderes Material vor Augen.

Grüße aus Berlin
franksch
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: Psaronius am 01 Mar 09, 12:54
Hallo,
die Ideen im letzten Beitrag sind nicht schlecht, - und auch nicht neu, und einige davon habe ich auch schon praktiziert. Das Ergebnis war allerdings, dass ich danach immer noch mehr abgebenswertes Material hatte und nur weniges, was dann wirklich als Neuerwerb in die Sammlung marschierte...
- Im Prinzip wollte jeder seinem Tauschpartner Gutes tun und war nicht geizig mit dem Tauschmaterial,
wodurch der Dublettenberg weiter wuchs, - bei beiden !
Gruß
Psaronius
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: Tapir am 01 Mar 09, 14:22
Also ich habe schon vielfach Material (aus dem Fossilienbereich) an beginnende Sammler und auch schon an alte Hasen abgegeben. Lediglich für die Portokosten oder eine kleine Spende die letzendlich irgendeinem allgemein genutzten Medium (Serverbetrieb eines gewissen Fossilienforums, Spende an kleine Museen mit einem geologischen Ausstellungsteil, usw.) zugute kamen. Die verschickten Pakete spielten da meist so im 10-20 kg-Bereich. Würde ich meine Kosten zusammenrechnen würde das ganze gerade für die Anfänger meist nicht zu bezahlen sein. Also habe ich mit dem rechnen schnell aufgehört... :-\

Ich habe dadurch (so hoffe ich) so manche Freude gemacht, und immer darauf hingewiesen dass Material dass zuviel ist, gerne auch weitergegeben werden kann.

Wissenschaftlich interessante Stücke sind meist in entsprechenden Sammlungen gelandet. Und wurde da auch mit Freude entgegengenommen.


edit: gerade wenn es darum geht dass "unser" Hobby am Aussterben ist sollte dem Begeistern der jüngeren Generation für Geologische Sammlungsobjekte etwas mehr Aufwand entgegengebracht werden. Selbst ein Großteil der Geologiestudenten ist nicht wirklich an dem Fach interessiert das sie studieren! Und unter den Privatsammlern (egal ob Fossilien oder Minerale) ist der momentane Trend so dass auf 4 gestorbene ein neuer nachrückt. Selbst für die Sammler die Ihre Sammlung als Geldanlage sehen keine rosigen Zukunftsaussichten. ;)
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: uwe am 01 Mar 09, 16:34
Leute, Leute - ich bin echt entsetzt. Minerale sammeln sollte Hobby sein und bleiben - keine Geldanlage, die es ohnehin nicht ist. Es sei denn man hat wirklich sauteure Topstufen von weltweit führenden Fundstellen, und auch da ist es fraglich, ob sich die Preise weiter nach oben entwickeln.

Übrigens, ich habe am Anfang meiner Sammlerkarriere auch alles aufgehoben. Jetzt fliegt alles, was ich bereits in der Sammlung habe, weg oder wird erst gar nicht mit genommen. Es sei denn, das neue Stück ist besser als das in der Sammlung. Nur wirklich ebenbürtiges wird erst mal abgelegt und irgendwann verschenkt.

Die Rute, die Dubletten bei e-bay anzubieten oder auf der Börse zu lüften, binde ich mir nicht auf den ... .

Uwe
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: triassammler am 01 Mar 09, 17:52
Hallo!

Ich stimme im Prinzip Uwe (und einigen Vorrednern, die ganz oder teilweise in dieselbe Kerbe schlagen) zu:

Was man schon in der Sammlung hat, wird gar nicht mehr mitgenommen, ausser man kann damit ein schlechteres Stück ersetzen. Mit Dubletten, die beim Sammlungsausmisten anfallen, werden die Sammlerfreunde bedacht, von denen ich weiss, dass sie sich für das Material interessieren. Wenn es sich machen lässt, wird auch gern mal getauscht, allerdings ist es mir da lieber, wenn ich fünf Stücke abgebe und nur eines im Tausch erhalte, das dann auch wirklich in meine Sammlung passt.

Im Fossiliensektor ist es meiner Erfahrung nach so eine Sache mit der Weitergabe an Jungsammler bzw. Anfänger: Ammoniten sind natürlich immer gefragt, aber die sammle ich kaum. Der Rest (vor allem Knochen, Zähne) ist zwar auch begehrt, muss aber in der Regel mehr oder weniger aufwändig präpariert und konserviert werden, bevor er sammlungswürdig ist. Mehrere Stunden an einem Stück zu präparieren, damit ich es verschenken kann, ist mir dann doch zu aufwändig - präpariert wird i. d. R. nur das, was auch in der Sammlung verbleiben soll. Zu guter Letzt erlebe ich dann auch noch des öfteren, dass gewisse Ansprüche gestellt werden, die aber in keinem Verhältnis zu den Möglichkeiten eines Anfängers stehen, und bei allem, was darunter liegt, wird dann dankend abgewunken, auch wenn es geschenkt ist.

Die Vorstellung, Fossiliensammeln als Hobby kostenneutral betreiben zu können, ist zwar utopisch, aber wenn ich nach den Kosten und dem Zeitaufwand für Anfahrt, Bergung und Konservierung noch einmal Geld und Zeit dafür aufwenden soll, damit jemand schöne, gut präparierte Stücke geschenkt bekommen kann, hört es bei mir auf.

Andersherum habe ich als Fortgeschrittener bei Tauschaktionen gewisse Ansprüche, da ich mir den knappen Platz ja auch nicht mit sammlungsfremdem Material bzw. weiteren Dubletten auffüllen will. Trefflich, wenn man das eingetauschte Material über drei Ecken schlussendlich doch gegen etwas umsetzen kann, was man selbst gerne haben möchte, aber in der Zwischenzeit stehen die Kisten im nicht gerade geräumigen Keller... Und von Börse zu Börse zu tingeln, um mal hier und mal dort ein paar Euros mit den Dubletten zu machen, ist für mich schon zeitmäßig nicht machbar, ganz zu schweigen davon, dass ich auch dabei eher wieder draufzahlen würde. Mich interessiert ja das Sammeln, nicht das Handeln oder Geldverdienen.

Meistens landen die Dubletten dann doch in der Mülltonne (bei Kleinmengen) oder werden auf einer Bauschuttdeponie entsorgt, wenn sich nach ein paar Monaten noch kein Abnehmer gefunden hat.

Gruß,
Triassammler

Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: Psaronius am 01 Mar 09, 18:23
Hallo,
auch den Ausführungen von Triassammler muss ich beipflichten.
Aber noch einmal zu einigen Beiträgen zuvor:
Die Variante eine ganze Kollektion als Lot anzubieten.... Von der Idee her zuerst einmal nicht schlecht.
Weiß aber selbst, dass ich schon manchmal gezwungenermaßen solche Angebote erworben habe, obwohl mich eigentlich bloß ein Stück des Sammelsuriums interessiert hat, Ich hätte eigentlich auch den geforderten Preis nur für das eine, ersehnte Stück bezahlt...
Aber so, erhielt ich außer einem Exponat für meine Sammlung wieder eine ganze Kollektion, die ich nicht brauchte, und die ich auch wieder loswerden möchte...
Wahrscheinlich gibt es für dieses Problem keine optimale Lösung.
Trotzdem, - wir sammeln weiter !
Gruß
Psaronius
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: Bergbaumaulwurf am 01 Mar 09, 20:42
Glück Auf!
Eigentlich ist das alles nicht so schwierig.
Was gut ist geht in die Sammlung, was sonst.
Noch gute Stücke werden verkauft, da gehe ich im Jahr so 2-3 auf eine kleine Börse. Da sind die Tischgebühren immer so mit 10-15 Euro im Rahmen und meistens kommt das Geld auch wieder rein. Zumal hatt man einen schönen Tag hinter sich und in den meisten Fällen an neuer Information nicht ärmer.
Dann geht noch ein Teil so als "Steingarten" an die Hauswand.
Dann bin ich bei den Geraer Mineraliensammlern und die Jugendgruppe freut sich über jede Kiste Minerale.
Einfach an den Nachwuchs denken. Zumal diese ja als Gruppe schlecht Exursionen machen können, aus Versichrungsgründen, so wie wir mal auf ne Halde usw.
Das schlechteste wäre natürlich das dann auf einer fremden Halde zu Entsorgen!
 Aber dieses Theme hatten wir schon mal!!!!  Also nicht wieder aufwärmen!!!
Bergbaumaulwurf
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: Tapir am 02 Mar 09, 09:32
Eine möglichkeit wäre noch: Fensterbretter in geologischen Instituten...  ;)


Ich habe mal einen ganzen Rucksack Proben dort ausgebreitet und ein Schildchen "Zu Verschenken" beigelegt. Nach einer halben Stunde war alles weg. Wie zu erwarten die ganzen Fossilien, aber auch ein einfaches Granitgeschiebe! Ich war relativ platt wie schnell das ging.


edit: Außerdem gibt es ja auch immer noch Anfragen wie diese hier, die durchaus unterstützenswert sind: http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,20566.msg170880/topicseen.html#new (http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,20566.msg170880/topicseen.html#new)
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: giantcrystal am 02 Mar 09, 11:32
Die Idee mit dem Fensterbrett(ern) in geologischen Instituten halte ich für nicht schlecht. In Göttingen gibt es seit vielen Jahren "die Niere" außerhalb des Institutes im relativ witterungsgeschützten Bereich unter einer Brücke. Da kommt alles rein, was weg soll...und wunder über wunder, es "verschwindet" binnen kurzer Zeit. Wäre sicherlich eine gute Idee für andere geologische / mineralogische Institute und Museen.

Noch eine andere, hier bisher nicht angesprochene Möglichkeit : Es gibt doch eine ganze Reihe ausländischer Mineralienforen wie Mindat und Geordi Fabre...warum nicht einfach das Material dort einmal gegen Porto und Verpackung anbieten...vielleicht entwickelt sich ja der ein oder andere nette Tauschkontakt dadurch

Glück Auf

Thomas
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: spotts am 02 Mar 09, 12:35
Hallo zusammen,

bei mir in der Eifel werden solche Funde im Rahmen der Exkursionen und Seminare an die Interessenten, meist Kinder oder Anfänger, verteilt. Oft besorge ich mir solche Doppelfunde auch für meine Kurse, da ja nicht alles in der Eifel vorrätig ist.
In diesem Zusammenhang: wer hat noch Sachen überzählig die für Anfängerkurse geeignet sind?

Gruss
Helge
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: Thomas Noll am 02 Mar 09, 13:39
Hallo franksch,
vielleicht für uns Clara-Sammler als Anregung
- als "Spende" für das Museum in Oberwolfach
- bei der Frau Kovac im Büdchen deponieren
- oder  bei ungedosten Material einfach wieder zurückbringen. Verbreitet bei Anfängern schon mal gerne Freude.

Gruß Thomas
Titel: Re: Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?
Beitrag von: guefz am 02 Mar 09, 20:01
Hallo Helge,

In diesem Zusammenhang: wer hat noch Sachen überzählig die für Anfängerkurse geeignet sind?

ich hätte noch zwei Brocken von unserer 2006er Tour zu den Wannenköpfen, wir müssten nur mal wieder zusammen auf Tour gehen...

Günter