Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Deutschland / Germany => Thema gestartet von: Ostsee Igel am 28 Mar 09, 01:15
-
Moin Leute!
Ich habe vor einigen Tagen an einer Steilküste zwischen Aarhus und Greena (Dänemark) etwas gefunden, was ich (als Laie) zunächst für ein Dinoei gehalten habe. Nach Recherchen denke ich, es handelt sich um einen Lobolith (Schwebe-Ballon einer Seelilie). Da mein "Lobolith" jedoch erheblich schöner ist,, als die im Internet gefunden Bilder, hätte ich jedoch gerne Gewissheit. Da noch Kreideablagerungen zu erkennen sind, habe ich mich für dieses Forum entschieden und hoffe, dass ich nicht völlig falsch liege. Für Eure Mithilfe besten Dank im voraus!
-
Hallo,
könnte auch einfach ne Feuerstein-/ Kieselgel-konkretion sein.
Gewißheit würde vermutlich nur ein Blick ins Innere bringen.
Gruß -M-
-
Hallo,
ich setzte auf abgerollten Seeigel.
MfG
Frank
-
@ -M-: Feuerstein-/Kieselgel beschreibt das Material, glaube ich, recht gut. Im Prinzip sieht das ganze Teil aus wie versteinerter Kalk, wie man ihn auch des öfteren auf der Rückseite bzw. der Flachenseite von Seeigeln vorfindet. Kaputtkloppen mag ich das "tolle" Stück aber nicht. Hast Du mal 1 oder 2 Links für mich, wo ich mir ähnliche Stücke ansehen kann? Danke!
@ Krizu: An den abgerollten Seeigel glaube ich nicht. Das Teil ist nicht flach, sondern rund wie ein Ei und läuft auf der einen Seite etwas spitz zu (3. Bild zeigt das "Ei" von oben). Bild 1 und 2 zeigen das "Ei" jeweils liegend von gegenüber liegenden Seiten. Evtl. kommt das auf den Bildern nicht richtig rüber.
Faszinierend finde ich auch die Vertiefungen/Rillen auf der einen Seite (2. Bild). Diese erinnern an Rillen wie man sie auch von skelletierten Köpfen kennt.
Noch andere Vorschläge oder revidierte Meinungen?
Grüsse
-
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Bildanzeige?pict=1127940192
den drei Jahre in der Brandung und 3000 Jahre im Gletscher ;-)
Mfg
Frank
-
Hallo,
diese Konkretionen sind nicht selten in der Kreide. Es sind dichte-feinstkörnige Gemenge von hauptsächlich
Kieselgel und Kalk / Kreide. Runde, knollenartige Formen und auch die glatte, abgeschliffen wirkende Ober-
fläche sind charakteristisch. Oft findet man daran auch noch Reste der ursprünglichen Flint-ummantelung.
So weit mir bekannt, sind Lobolithe äußerlich oft nicht zweifelsfrei als solche zu erkennen - kenne mich damit
aber nicht besonders aus.
Solche Kiesel-Kalk-Konkretionen, für was ich dein Stück halten würde, hab ich früher öfter mal gespaltet aber
die für Lobolithen typ. Hohlräume sind mir dabei nie zu Gesicht gekommen ... waren alle durchgängig dicht.
Hänge mal ein Bild von einem ähnlichen Stück, was ich hier gerade zur Hand habe, an.
Einen abgerollten Seeigel-kern kann man bei deinem Stück vlt. nicht ganz ausschließen,
wenn man aber keinerlei Reste von der Zeichnung mehr erkennen kann und die Form dafür
auch eher untyp.ist, dann würde ich davon auch eher nicht ausgehen.
edit: die erwähnten Rillen, könnten Schrumpfungsrisse sein
Gruß -M-
(http://)
-
Hallo!
Es handelt sich sicher um eine Konkretion. Merkmale bzw. Formen oder Strukturen, die auf ein Fossil schließen lassen, sind nicht vorhanden. Der Riss entstand entweder durch diagenetische Schrumpfung oder bei der Kompaktion des umgebenden Sediments.
Gruß,
Triassammler
-
Tja, dann. Die Bilder von -M- und die Ausführung zu den fehlenden Hohlräumen (mein "Ei" hat ein vergleichbar hohes Eigengewicht) als auch die zweite Meinung von Triassammler haben mich überzeugt. Also habe ich nichts besonders gefunden; das Teil kann aber wenigstens Neudeutsch als "voll Konkret" bezeichnet werden. ;D
Vielen Dank an alle für Eure schnellen Antworten. Tolles Forum, tolle Website. Macht lusst auf mehr!!
Grüsse
Thomas