Mineralienatlas - Fossilienatlas

Arbeitsmittel / Means for work => Mikroskope (Beleuchtung, Zubehör) / Microscope (Light, Accessory) => Thema gestartet von: tbillert am 19 Apr 09, 09:29

Titel: Optika-Mikroskope
Beitrag von: tbillert am 19 Apr 09, 09:29
Guten Morgen,

da ich momentan auf der Suche nach einem preiswerten und guten Stereomikroskop bin - gibt es hier Erfahrungen mit den italienischen Optika-Geraeten, die zum Beispiel bei Mikon angeboten werden? Preislich sind die ja sehr attraktiv, aber taugen sie auch was?

Fuer alle Hinweise dankbar gruesst

Thomas.
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: Xyrx am 19 Apr 09, 17:24
Hallo,

habe so ein Gerät (SL-10-L). Bitte verstehe, das du dem Preis eine angemessene Leistung bekommst. Also kein Zoom-Objektiv, nur feste Vergrößerung. Ich habe mir auch noch die anderen Objektive und das 20x-Okular dazu gekauft. Im Prinzip kann man aber auf das 20xOkular verzichten, das Bild wird zu dunkel. Objektive gibts 2x, 3x, 4x. Das 2x ist dabei beim Gerät. Die Anschaffung der beiden anderen lohnt unbedingt. Bitte wähle das Mikroskop mit der Beleuchtung, macht das Arbeiten etwas einfacher. Für Fotografie ist diese Lampe jedoch zu schwach. So hast du für ca. 200 Euro ein relativ gutes Gerät incl. verschiedener Vergrößerungen. Du kannst also 20, 30, 40fach einstellen durch den Objektivwechsel, bei dem 10x-Okular. Nachteilig ist auch der senkrechte Blick von oben, aber bei dem Preis des Gerätes kann man damit leben.

Viele Grüße
Xyrx
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: tbillert am 19 Apr 09, 23:45
danke Dir - das klingt ja erstmal alles gar nicht so schlecht. Klar dass ich fuer 200 EUR kein Aequivalent eines perfekten hochprofessionellen Zeiss-Geraetes bekomme, aber ich denke, dass das fuer meine Zwecke mehr als ausreicht...

Gruss,

Thomas.
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: tbillert am 20 Apr 09, 00:39
Hallo nochmal, Xyrx,


habe so ein Gerät (SL-10-L). Bitte verstehe, das du dem Preis eine angemessene Leistung bekommst. Also kein Zoom-Objektiv, nur feste Vergrößerung. Ich habe mir auch noch die anderen Objektive und das 20x-Okular dazu gekauft. Im Prinzip kann man aber auf das 20xOkular verzichten, das Bild wird zu dunkel. Objektive gibts 2x, 3x, 4x. Das 2x ist dabei beim Gerät. Die Anschaffung der beiden anderen lohnt unbedingt. Bitte wähle das Mikroskop mit der Beleuchtung, macht das Arbeiten etwas einfacher. Für Fotografie ist diese Lampe jedoch zu schwach. So hast du für ca. 200 Euro ein relativ gutes Gerät incl. verschiedener Vergrößerungen. Du kannst also 20, 30, 40fach einstellen durch den Objektivwechsel, bei dem 10x-Okular. Nachteilig ist auch der senkrechte Blick von oben, aber bei dem Preis des Gerätes kann man damit leben.


ich habe mir die Mikroskoppalette nochmal angesehen und ich wuerde rein von den technischen Daten das ST-45-2L auswaehlen. Das hat einen um 45° geneigten Einblick, ein schaltbares 2x/4x-Objektiv und 10x-Okulare dabei und regelbare Halogenbeleuchtung. Ich denke, da braucht man keine weiteren Okulare, 20x und 40x sind schon vernuenftig. Zoom ist zwar ne tolle Sache, aber dafuer zahlt man mindestens das doppelte, das isses nun auch wieder nicht wert.

Ich denke auch an eine gebrauchte Philips ToUCam fuer die Fotografie, die gehen fuer 30 EUR bei eBay weg und man kann sie wunderbar per Adapter am Mikroskop und auch am Teleskop benutzen. Hat evtl. jemand hier Erfahrungen mit diesen Webcams fuer die Mineralienfotografie am Mikroskop? In Hobbyastronomenkreisen sind diese Cams beliebt, da der CCD-Chip fuer eine Webcam wirklich gut und lichtstark ist.

Gruss,

Thomas.
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: guefz am 20 Apr 09, 21:30
Ich denke auch an eine gebrauchte Philips ToUCam fuer die Fotografie, die gehen fuer 30 EUR bei eBay weg und man kann sie wunderbar per Adapter am Mikroskop und auch am Teleskop benutzen. Hat evtl. jemand hier Erfahrungen mit diesen Webcams fuer die Mineralienfotografie am Mikroskop? In Hobbyastronomenkreisen sind diese Cams beliebt, da der CCD-Chip fuer eine Webcam wirklich gut und lichtstark ist.

Jede etwas besser ausgestattete digitale Kompaktkamera dürfte bessere Ergebnisse liefern als eine solche Webcam. Wenn aber 30 € Verlust für dich kein Problem sind, probier es halt aus. Es gibt jedenfalls auch preiswerte Adapter für Kompaktkameras mit Stativgewinde, die man ans Okular klemmen kann.

Günter
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: tbillert am 20 Apr 09, 22:37
Hallo Guenter,

die Dinger sind gar nicht so schlecht. Die astrofotos mit der ToUcam, die ich gesehen habe, sprachen fuer sich. Und schau mal hier

http://www.jaurich-online.de/Mikroskopie/digital.htm

Vorteil der Webcam ist halt, dass sie klein und leicht ist, sich leicht ans Mikroskop montieren laesst und man sie ueber den Rechner fernsteuern kann. Alle meine Digicams sind entweder zu gross oder liessen sich maximal mit Objektiv benutzen, wobei ich nicht wirklich gute Resultate erwarten wuerde.

Hast Du eine solche Kombination im Einsatz?

Gruss,

Thomas.
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: guefz am 20 Apr 09, 23:12
Mittlerweile benutze ich eine Nikon Coolpix P5100 auf dem Fototubus eines Zeiss Stemi2000C. Angefangen habe ich mit einer Coolpix 995 und einem Okularadapter auf einem russischen MBS10. Das Problem war da nicht die Kamera, sondern das Mikroskop. Ich habe die Kamera auch noch eine Zeit lang am Stemi benutzt und da bessere Bilder erhalten.

Das Problem an der Webcam dürfte die schlechtere Optik und geringere Sensor-Auflösung im Vergleich zu einer Kompaktkamera sein. Bei Astrofotos ist das wahrscheinlich weniger ein Problem, da die Dreidimensionalität der Strukturen grundsätzlich nicht abgebildet werden kann und daher auch keine Probleme mit der Schärfentiefe bestehen. Eine mittlere bis höhere Pixel-Auflösung des Sensors kann bei der Bildbearbeitung hilfreich sein, da so mehr Reserve für die Berechnungen da ist.

Günter
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: tbillert am 20 Apr 09, 23:56
Das klingt ja nicht besonders vorteilhaft fuer das MBS-10. Das hatte ich auch ins auge gefasst, gibts aber nur noch gebraucht via ebay. Klar hinkt der vergleich mit deinem zeiss, aber preis/leistung sollte doch bei diesem mikroskop ganz gut sein?

Dein kommentar zu astro stimmt schon, die objekte Und ansprueche sind deutlich andere. Ohne jetzt die details deiner kameras nachgeschaut zu haben, wie hast du diese am mikroskop montiert? Mit/ohne objektiv? Adapter? Oder stativ?

Gruss,

Thomas.
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: Tapir am 21 Apr 09, 05:51
Da das MBS 10 nur etwa ein Zehntel von dem kostet was Du für ein gebrauchtes STEMI hinblätterst hast Du auch da ein gutes P/L-Verhältnis (Wobei ich mich da eher für ein Zeiss SM XX entscheiden würde)...

Wenn Du (viel) mehr zahlst bekommst Du halt auch mehr.... ;)  Mit dem MBS 10 bekommst Du m.E. die beste Leistung in dieser Preisklasse (oder halt die erwähnte Alternative die gebraucht im Schnitt 80 Euronen mehr kostet, aber ist ja auch Onkel Z.).......
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: tbillert am 21 Apr 09, 11:52
Da das MBS 10 nur etwa ein Zehntel von dem kostet was Du für ein gebrauchtes STEMI hinblätterst hast Du auch da ein gutes P/L-Verhältnis (Wobei ich mich da eher für ein Zeiss SM XX entscheiden würde)...

genau - aber das Stemi waere mir doch zu teuer. Auch hier gilt die 80/20-Regel: mit 20% finanziellem Einsatz bekommst Du 80% des Ergebnisses... :-)

Zitat
Wenn Du (viel) mehr zahlst bekommst Du halt auch mehr.... ;)  Mit dem MBS 10 bekommst Du m.E. die beste Leistung in dieser Preisklasse (oder halt die erwähnte Alternative die gebraucht im Schnitt 80 Euronen mehr kostet, aber ist ja auch Onkel Z.).......

den letzten Satz mit der erwaehnten Alternative verstehe ich nicht ganz - kannst Du den bitte erlaeutern...?

Danke + Gruss,

Thomas.
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: Tapir am 21 Apr 09, 12:46
Die erwähnte Alternativ (Zeiss SM XX oder auch SM 20) habe ich hier stehen.... Mir gefällt sie weil sie kompakter ist als das MBS 10, die Optik (des Produktes) ist m.E. großartig, die der Linsen akzeptabel.... Gibt es auch ab und an in der Bucht, dann aber meist etwas teurer als das MBS 10. Und da ich eine teilweise feinmechanische Ausbildung hinter mir habe traue ich mir bei dem Ding auch noch die Reinigung und Justierung zu....Bei neueren Geräten wird das schon schwieriger......

Außerdem Finde ich dass das SM noch etwas robuster als das MBS ist.... Die Vergrößerungen waren glaube ich identisch.


Besten Gruß

Johannes
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: tbillert am 21 Apr 09, 12:49
aaaah, danke - okay, das mit dem Zeiss SM hatte ich ueberlesen. Ich schau da auch mal bei eBay, habe ja dafuer alle Zeit der Welt... :-)

Gruss,

Thomas.
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: guefz am 21 Apr 09, 19:38
Bei dem alten Mikroskop habe ich die Kamera mit einem Klemmstativ am Okular befestigt. Das sind kleine Stative, die einen primitiven Kreuztisch mit einer Klemmschraube fürs Okular kombinieren. Über den Kreuztisch kannst du die optische Achse der Kamera auf die des Okulars ausrichten. Die Kamera braucht dazu nur ein Stativgewinde, sonst nichts. Eine zusätzliche Papptülle, um das Streulicht zu minimieren, kann nichts schaden, war bei mir aber nicht nötig, da der Objektivdurchmesser der Nikon-Kameras recht gut zum Okulardurchmesser passte.

Sobald man ein Mikroskop mit eigenem Fototubus hat, kann man eine Kamera mit geeigneten Adaptern auch fest montieren. Entweder bei SLR mit T2-Adapter oder bei Kompaktkameras mit Filtergewinde über passende Gewinde-Umsetzringe.

Günter
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: Xyrx am 21 Apr 09, 20:45
Hier meine Bastellösung mit dem Mikon-Mikroskop (Optika SL-10-L)  und einer älteren Canon-Knipse.
Der Tubus ist Eigenfertigung, experimentell an die Kamerabrennweite (mit Makrolinse) angepasst. Die Beleuchtung des Objekts erfolgt mit 70-Watt-HQI-Licht. Ich bastele noch an einer Lösung für Mehrebenenfotografie, also Meßuhr dran und so. Auch die Beleuchtung wird noch verändert (diffuses Licht und zweite Lampe). Bei sehr viel Licht muß mit Filtern gearbeitet werden, das habe ich noch nicht raus. Im zweiten Bild die Ausstattung mal einzeln. Alles zusammen an Material (ohne Kamera) knapp unter 200 Euro, die Arbeitsleistung mit den Drehteilen (Tubus) mal ausgenommen, weil selbst gefertigt.

Viele Grüße
Xyrx
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: tbillert am 23 Apr 09, 11:08
Moin alle,

ich hab mal noch ein bisschen weitergelesen. Ihr habt schon Recht, eine Webcam muss man nicht benutzen, eigentlich kann man jede Digicam mit Stativanschluss an's Mikroskop schrauben. Dazu bedarf es nicht mal einer festen Verbindung zwischen Digicam und Mikroskopoptik in Form eines in beide Geraete gesteckten/geschraubten Tubus, sondern ein Adapter wie dieser hier

http://cgi.ebay.de/Mikroskop-Universal-Digital-Kamera-Adapter_W0QQitemZ330274515566QQcmdZViewItemQQptZDE_Computer_Elektronik_Foto_Camcorder_Optik?hash=item330274515566&_trksid=p3286.c0.m14&_trkparms=72%3A1229|66%3A2|65%3A12|39%3A1|240%3A1318

tut es auch. Gibt es wohl auch zum Wegklappen der Kamera vom Okular, hab ich aber bisher nur von Zeiss fuer deren Spektive gefunden.

Gruss,

Thomas.
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: tbillert am 23 Apr 09, 11:59
ah, sogar noch besser, kann man wegklappen, ohne die Einstellung der Kamera auf das Okular zu verlieren:

http://www.baader-planetarium.de/sektion/s18/s18.htm

Ist eigentlich fuer Teleskope, sollte aber auch fuer Mikroskope gehen...

Gruss,

Thomas.
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: guefz am 23 Apr 09, 16:53
Eben, so was ähnliches hatte ich für das alte Mikroskop auch. Funktionierte ziemlich gut, wenn man mal vom regelmäßigen Umbau zwischen Fotos und normalem Betrachten absieht (ich hatte keinen Schwenkmechanismus).

bis denn

Günter
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: tbillert am 20 May 09, 21:03
Hallo alle,

so, es ist dann doch ein Zeiss SM XX von ebay geworden - danke fuer den Tip! Klasse Teil, ich kann mich gar nicht satt sehen. Fototests mit dem Adapter folgen, ist ja zum Glueck gleich langes Wochenende... :-)

Gruesse,

Thomas.
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: guefz am 20 May 09, 21:13
Na denn mal viel Spaß  ;D

Günter
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: tbillert am 20 May 09, 23:33
ja, danke :-)

Hier mal die ersten Bilder: Fluorit aus Caaschwitz, der Kristall hat ca. 2 mm Kantenlaenge. Erstes Bild 10x, zweites Bild 25x vergroessert.

Gemacht mit einer Casio Exilim EX-Z1000 und einem Baader-Kameraadapter durch das 6.3x-Okular des Mikroskops.

Die Originallampe ist etwas Gelbstichig, da sollte ich mal eine Beleuchtung mit LEDs basteln, die weisseres Licht liefern. Ich hatte so meine Probleme, die optischen Achsen von Kamera und Mikroskop vernuenftig auszurichten, aber das wird wohl noch mit ein bisschen Uebung. Scharfstellen ist Glueckssache - wenn man das Objekt im Okular scharf hat, heisst das noch lange nicht, dass das die Kamera auch so sieht... Aber ich arbeite dran :-)

Gruss,

Thomas.
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: tbillert am 20 May 09, 23:35
und hier noch ein paar Coelestine aus dem Jagdbergtunnel. Die Pyrit-Inklusion habe ich mit 25x Vergroesserung aufgenommen. Die anderen Bilder bei 10x.

Gruss,

Thomas.
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: tbillert am 21 May 09, 01:25
na, es wird doch besser. Mit meiner alten, schon lange im Schrank liegenden Pentax Optio 330GS kriege ich die Ausrichtung besser hin. Leider ist der Baader-Kameraadapter doch so gross um's Okular, dass man auch mit hochgeklappter Kamera schlecht durch beide Okulare des Mikroskops sehen kann. Er ist wohl fuer dicke 2"-Teleskopokulare gemacht... Aber die Moeglichkeit, die Kamera wegzuklappen, ist schon Klasse.

Anbei ein Karneol mit Quarz XX von Zinna und Turmalin von Bräunsdorf.

Gruss,

Thomas.
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: Klinoklas am 21 May 09, 11:09
Hallo Thomas,

hast du keine Möglichkeit den Weißabgleich an der Digitalkamera einzustellen? Da könntest du schon einiges von dem gelbstichigen rausfiltern. Durch einen Bildausschnitt kannst du auch noch den schwarzen Rand loswerden.

Gruß
René
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: guefz am 21 May 09, 11:14
Das mit dem Weißabgleich wollte ich auch gerade schreiben. Ich hatte mal ein wenig mit der Bildbearbeitung an einem der Fotos herumgespielt, aber da ich das Original und dessen Farben nicht kenne, ist es schwer, die Farben nachträglich zu korrigieren. Man kann einiges nachträglich ändern, aber das Histogramm deiner Bilder ist ziemlich daneben. Ein besserer Weißabgleich an der Kamera ist da auf jeden Fall der sinnvollere Ansatz.

Den schwarzen Rand kann man eventuell durch stärkere Zoomeinstellung der Kamera oder anderen Abstand zum Okular beeinflussen. Notfalls eben in der Bildbearbeitung wegschneiden. Mach mal ein paar Fotos von einem Lineal, möglichst mit 0,5mm Teilung, dann kannst du später auch besser die Größe der Kristalle angeben mit Hilfe der vorher ausgemessenen Bildbreite.

bis denn

Günter
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: tbillert am 21 May 09, 11:36
Moin Klinoklas & guefz,

ja, mit dem Weissabgleich muss ich mal noch ein bisschen herumspielen. Die Kamera kann das auf jeden Fall, die kann sogar ein Live-Histogramm anzeigen. Mit dem Zoom zu spielen habe ich mir auch schon ueberlegt - bisher ist das Objektiv auf minimalen Zoom eingestellt. Ich bastel heute Abend mal weiter, jetzt geht's erstmal raus in die Botanik :-)

Gruss,

Thomas.


Das mit dem Weißabgleich wollte ich auch gerade schreiben. Ich hatte mal ein wenig mit der Bildbearbeitung an einem der Fotos herumgespielt, aber da ich das Original und dessen Farben nicht kenne, ist es schwer, die Farben nachträglich zu korrigieren. Man kann einiges nachträglich ändern, aber das Histogramm deiner Bilder ist ziemlich daneben. Ein besserer Weißabgleich an der Kamera ist da auf jeden Fall der sinnvollere Ansatz.

Den schwarzen Rand kann man eventuell durch stärkere Zoomeinstellung der Kamera oder anderen Abstand zum Okular beeinflussen. Notfalls eben in der Bildbearbeitung wegschneiden. Mach mal ein paar Fotos von einem Lineal, möglichst mit 0,5mm Teilung, dann kannst du später auch besser die Größe der Kristalle angeben mit Hilfe der vorher ausgemessenen Bildbreite.

bis denn

Günter
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: tbillert am 21 May 09, 22:56
na, jetzt sieht das doch schon viel freundlicher aus. Die Kamera hat verschiedene feste Einstellungen fuer den Weisslichtabgleich, ich habe jetzt die fuer Gluehlampen-Kunstlicht genommen - passt perfekt! Danke!

Anbei nochmal der Turmalin bei 10fach.

Gruss,

Thomas.
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: tbillert am 21 May 09, 23:46
ja, und der Tip mit dem Zoom der Kamera und dem Abstand von deren Objektiv zum Mikroskopokular zu spielen war auch sehr hilfreich! Der Rand der Bilder ist weg (und der Ausschnitt natuerlich dementsprechend kleiner), und man kann sogar mittels des Kamerazooms noch dynamisch etwas Vergroesserung "nachlegen". Nachteilig ist, dass die Schaerfentiefe der Bilder noch weniger der des Anblicks mit blossem Auge durch's Mikroskop entspricht als wenn man ohne Zoom arbeitet, gerade bei Objekten, die nicht nur flach sind, ist das Scharfstellen der Bilder schwieriger. Und ich musste feststellen, dass das Knipsen von farblosen Kristallen wirklich schwierig ist (bzw. die Lichtverhaeltnisse einzustellen).

Hier nochmal zwei der Turmaline (nochmal danke an Conny, der mir dieses schoene Stueck neulich schenkte!). Diese Bilder sind fast perfekt...

Gruss,

Thomas.
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: tbillert am 21 May 09, 23:53
und hier noch ein paar Caaschwitzer Fluorite...
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: tbillert am 21 May 09, 23:57
und hier wurde es schwierig, der Coelestin mit seinen Pyrit-Inklusen. Der Kristall im Ganzen ging ja noch, aber den kleinen Pyritwuerfel scharfzustellen war wirklich kaum moeglich. Problem ist auch, dass das Auge beim Stemi "mitfokussiert", man also Sachen scharfstellt, die fuer die Kamera alles andere als scharf sind...

Bild 3 und 4 zeigen Markasitnadeln in einer Coelestindruse bei verschiedenen Vergroesserungen. Die liessen sich nun wieder recht leicht scharfstellen.
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: tbillert am 21 May 09, 23:59
und noch der Blick in eine Amethystdruse aus Zinna. Hier was das visuelle Bild sehr schoen scharf in der Tiefe der Druse, das habe ich aber mit der Kamera nicht nachvollziehen koennen. Ihr Display ist auch leider zu klein, um darueber scharfzustellen.

Gruss,

Thomas.
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: tbillert am 22 May 09, 12:55
Moin,

und so sieht die ganze Konstruktion jetzt aus...

Gruss,

Thomas.
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: guefz am 22 May 09, 20:45
Hallo,

das sieht in der Tat doch schon viel besser aus. Die Schärfentiefe kann man ja durch Schichtaufnahmen und entsprechender Software (CombineZ etc.) erhöhen. Wichtig ist, dass die einzelnen Aufnahmen immer noch einen scharfen Bereich enthalten und das ist ja bei deinen Aufnahmen der Fall.

bis denn

Günter
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: tbillert am 23 May 09, 11:01
Hallo guefz,

ja, das wuerde gehen. Ich muss nur ueben, auch den Bereich in der Kamera scharfzustellen, den ich visuell scharf sehe und halt aufnehmen will. Ist sicher nur ne Sache der Uebung bzw. von ein paar Einstellungen.

Gruss,

Thomas.
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: guefz am 23 May 09, 21:30
Üben kann nie schaden  ;) Mal sehen was noch kommt...

Günter
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: Xyrx am 25 May 09, 15:02
Hallo,

versuche mal zwischen Kamera und Okular eine Pappröhre (oder 2 ineinandergesteckt zum Verschieben) anzubringen. Das hält das Nebenlicht fern und dadurch werden bessere Kontraste.

Viele Grüße
Xyrx
Titel: Re: Optika-Mikroskope
Beitrag von: tbillert am 25 May 09, 16:41
gute Idee, danke - muss mal sehen, wie das dann mit dem Klappmechanismus des Kameraadapters harmoniert...

Gruss,

Thomas.