Mineralienatlas - Fossilienatlas
Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición => Schlacken, Gläser, Verhüttungsprodukte / slags, glasses, smelting products => Bestimmungsanfragen zu Schlacken/Gläsern/Kunstprodukten => Thema gestartet von: Druide am 25 Apr 09, 18:36
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Hallo,
was hängt da weiß an der Schlacke?
Das Weiße befindet sich auch zwischen der Schlacke
läßt sich nur unter Druck mit Quarz ritzen
schäumt nicht mit Salzsäure, wird nur gelb
das Gefüge hat Hohlräume ist aber nicht porös oder brösselig, es ist "steinhart"
Kann mir bitte jemand bei der Bestimmung helfen?
Danke für mögliche Antworten
Gruß Maria
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.....
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Hallo,
Wenn es Schlacke ist, ist das weiße vermutlich Glas. Die Gelbfärbung mit Säure kommt von Eisen.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo Smoeller,
danke für deine Antwort.
Dann ist das wohl auch Glas auf diesem Teil.
Das schwarze sieht aus wie Kohle...aber wenn ich an den Abrieb einen Magneten halte springt er dran.
Was könnte das sein?
Gruß Maria
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und hier die Innenseite
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Hallo,
Sieht sehr nach Schlacke aus. Wohl aus einem Hochofen. Dann ist oft Magnetit mit drin, daher der Magnetismus. Meine Eisenschlacken von Joldelund springen auch zum Magneten hin, wegen des Magnetits (und möglicherweise metalischem Eisen). Das weiße ist Glas.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo,
zu den ersten Bildern: Du hast ein Stück Schlacke mit einem Ofenrandstück erwischt. Könnte unter Umständen von einem Rennofen stammen. Bei dem weißen Teilchen kann es sich um alles mögliche handeln. Je nach dem was die damals zum Bau des Ofens benutzt haben. Wenn wir manchmal einen Ofen nachbauen geraten kleine Ryolithstücken in den Lehm und die sehen dann später genau so aus.
Gruß
Gerdchen
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Hallo Gertchen,
gerade eben hatte ich die Schlacke nochmals in der Hand. Die weißen Stellen lassen sich eher unter Druck ritzen als jene die im Inneren noch etwas gräulich sind. Da geht nichts. Die Stelle habe ich mit einem Ryolith ritzen wollen. Keinen Strich unter dem Bino zu sehen.
Und einen wiederholten Gang über das Feld habe ich solche Steine gefunden. Der Stein auf dem Bild hat eine Stelle
die mich doch sehr an das weiße auf der Schlacke erinnert.
Danke für deine Antwort
Gruß Maria
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Hallo,
"...Die Stelle habe ich mit einem Ryolith ritzen wollen..."
- Vorsicht mit solchen "Ritzversuchen", mit Gesteinen "ritzt" man nicht, da sie ja Gemenge div. Min. sind.
(das eine mal ritzt du da mglw. mit nem Quarz-einsprengling, das andere Mal vlt. mit nem Feldspat und
das nächste mal vlt. mit der Grundmasse ... was soll das bringen ? )
Auch Strichfarben machen nur Sinn, wenn es um einzelne Minerale geht, nicht bei Gesteinen.
Gruß -M-
edit: "...Der Stein auf dem Bild hat eine Stelle die mich doch sehr an das weiße auf der Schlacke erinnert..."
- das täuscht, ist sicher nicht das selbe.
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Hallo,
es tut sich auch nix mit Quarz. So eben aus probiert.
Und da hätte ich noch was ......
Ein Stück Kohle....wäre da nicht eine auffällige Stelle.....würde ich sie nicht zeigen.
An der rechten Seite des Loches findet sich eine gläsrige Struktur die augenscheinlich dem Glas der Schlacke gleicht.
Hat die Kohle eventuell etwas mit der Schlacke zu tun ?
Gruß Marie
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Hallo,
hier habe ich noch Schlackenteile die möglicherweise dazu beitragen zu klären.
ob Rennofenschlacke oder nicht.
Das erste Teil finde ich interessant da das Gestein übergangslos ins Blasige übergeht.
Bei allen Schlacken ist fest zu stellen. Das schwarze Glasige läßt sich von einem Magneten anziehen und sieht angeschliffen metallisch aus.
Danke für mögliche Antworten
Gruß Maria
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eine bunte Schlacke.....
an ihr läßt sich nur die schwarze Kugel von einem Magneten anziehen
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Bild 040 b zeigt das schwarze blättrige was auch immer
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und so was kommt vor
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Hallo Maria,
die Kohle wird ja so viel ich weiß auch den Schmelzöfen beigegeben, so dass das Stüch schon daher kommen kann und sich wohl mit der Schlacke verbunden hat.
Das magnetische schwarze glasige Mat. ist Magnetit oder sogar zum Teil zu Eisen reduziertes Material, was der Ofen ja produzieren soll.
In den Ofen kam vermutlich FeOOH (Limonit) oder Fe2O3 (Roteisenstein/ Hämatit, welches sich zunächst zu Fe3O4, dann zu Eisen reduziert. In der Schlacke hat man dann halt noch Reste von Fe3O4 sowie Eisen vorliegen.
Bei der bunten Schlacke ist wohl Nebengestein mit in den Ofen gelangt (Schiefer- schafffeld 040b) und die silikatischen Bestandteile sind dann zu Glas geschmolzen.
Bei "schlacke_dorfw 059.JPG" könnte sich schon ein Schlackenmineral (sieht hier nach Kupferverbindung aus) gebildet haben, dies kann von einer Kupferschmelze oder Kupferbestandteilen der Eisenschmelze stammen, kann man nur raten ohne die Stücke genau zu untersuchen.
"IMG_2426.JPG" ist die Kruste auch Glas wenn hart, wenn ganz weich ist es eine sekundäre Mineralsschicht der Verwitterung.
Gruß
Uwe
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Hallo Uwe,
danke für deine ausführliche Antwort
Gruß Maria
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Hallo,
was immer das Endprodukt war bei der Schmelze, sie haben wohl alles in den Ofen geworfen.
Unter den Schlackenstücken befindet sich die Schlacke auf dem Bild.
Der Strich der Schlacke ist dunkelolivgrün und nach allen Vergleichen sage ich die Schlacke ist Basalt ähnlich. Ein Rasen winziger schwarzer Kristalle, magnetsich, eingebettet in eine weißliche Masse. Diese weiße Masse wird Richtung der Hohlräume nadelig bis schuppenartig, aufeinander liegend. Die weiße Masse läßt sich ganz leicht mit der Nadel entfernen, wie Calcit.
Eingebettet in dieser weißen Masse
ist ein glasiger Quarz der Einschlüsse von einem winzigen schwarzen Kristall hat. Je blasiger der Stein wird um so mehr verliert er an dieser hellen Masse und verdichtet sich zu einer schwarzen Masse.
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auf der Bruchfläche ist ein kleiner runder "Kristall"
Ich hätte ja zu gerne gewußt ob sie Glas oder Eisen geschmolzen haben....ja wer weis...keiner war damals dabei
Gruß Marie
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mit bei den kleineren bunten Schlacken lagen diese Teile
alle Teile sind magnetisch. Nicht wie so oft das sich die Steine nur anziehen lassen,
diese Schlackestücke auf den Bildern ziehen auch "Eisen" an. Wie man auf den Bildern
eisenschlacke 008.jpg
und eisenschlacke 103.jpg
sehen kann.
sie haben einen dunkelgrauen/schwarzen Strich auf Porzelan
mit einer Nadel kann ich die Kristalle aus dem Gefüge ritzen.
die Teile haben Blasen
die Schlackenteile sind äußerst porös
zerbrechen in splitterartige kleinste Stücke.
die nadelige Stuktur gleicht dem oben genannten Stein, als wäre hier die weiße Masse "verdampft" zurück blieben die schwarzen Kristalle....augenscheinlich
ergeben die Teile langsam ein Bild?
Danke für mögliche Antworten
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Hallo Uwe,
gut das du die grüne Schlacke angesprochen hast. Die grünliche Masse läßt sich mit einer Nadel weg ritzen.
"IMG_2426.JPG" ist die Kruste auch Glas wenn hart, wenn ganz weich ist es eine sekundäre Mineralsschicht der Verwitterung.
Gruß
Uwe
und ich hatte vergessen zu erwähnen das die Eisenschlacke mit Säure beträufelt,
die Säure Gift gelbgrün wird.
Gruß Maria
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Hallo Maria,
bei der Schlacke handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um Schlacke von einer Eisenverhüttung. Die letzten Bilder zeigen eine Schlacke wie sie in einem Rennofen entsteht. Auch die Farbe deutet auf Eisenschlacke hin. Da sie auch noch magnetisch ist, ist kaum ein Zweifel möglich.
Gruß
Gerdchen
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Hallo Gerd,
vielen Dank für deine Antwort.
Da hat sich meine Ausdauer doch noch gelohnt. :D
Und so mit wäre die Frage gelöst die den Grundstein meines Druidenwegs gelegt hat:
Haben sie hier geschmolzen.........?
Erst der mag. Kieselstein...hier die Schlacke.....und dazwischen eine lehrreiche Reise durch die Zeitalter der Erdgeschichte....
Ohne Hilfe wäre das nicht möglich gewesen..danke :-*
Gruß
Marie