Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Schluchti am 29 Apr 09, 15:03
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Ich habe hier ein Stufe vom Steinbruch Dörfel, die zwei für mich interessante Quarz Kristalle zeigt, die auf den ersten Blick parallelverwachsen sind. Interessanterweise teilen sich beide Kristalle jedoch eine der rechteckigen Seitenflächen, die für beide Kristalle optisch durchgängig ist, d.h. keinerlei "Nähte" oder ähnliches zu sehen sind. Die "Dächer" der Quarze sind dann bei beiden Kristallen wieder individuell ausgebildet. Auf der gegenüberliegenden Seite stoßen die Flächen der beiden Kristalle in einem Winkel von rund 120° aneinander. Wie würde man eine solche Bildung kristallographisch bezeichnen? Nur Parallelverwachsung, Polysnthese oder doch Zwillingsbildung?
Ich habe nur ein paar sehr schlechte Fotos mit dem Handy machen können. Ich hoffe, man erkennt trotzdem, worum es geht.
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Würde das als Parallelverwachsung bezeichnen. Viele Grüsse Richi
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Hallo,
Interessantes Stück. Habe mal in der Quarz-Monografie geblättert. Dort werden solche Kristalle aus Sedimentgesteinen als orientierte Verwachsungen beschrieben, wobei erstgebildete Kristalle durch Adsorbtion von Fremdstoffen in ihrem Wachstum behindert wurden. Von den Kanten mit verbliebener freier Oberflächenenergie wuchsen dann jüngere Kristalle.
Gruß Daniel
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Von den Kanten mit verbliebener freier Oberflächenenergie wuchsen dann jüngere Kristalle.
Oberflächenenergie?
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Hallo,
ja, Oberflächenenergie: http://de.wikipedia.org/wiki/Oberfl%C3%A4chenenergie
Wobei ich sagen muss, ich habe das Ganze gestern nur schnell aus dem Buch übernommen, habe mich damit noch nicht wirklich auseinandergesetzt.
Gruß Daniel
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Interessant. Den WIKI- Artikel verstehe ich dann bezogen auf unser obiges Beispiel so, dass sich wegen des Strebens der Herabsetzung der Oberflächenenergie bei der Verwachsungen innerhalb ein und derselben Mineralart der Verwachsungswinkel aus der jeweiligen Oberflächenspannung der Flächen ergibt, also Fläche niedriger Oberflächenenergie an Fläche hoher Oberfächenenergie.
Wenn dann diese Oberflächenenergien bekannt sind, kann man aus den Winkeln und den möglichen Mineralkombinationen eventuell bestimmungsmäßig bestimmte Minerale ausschließen?
Gruß
Uwe
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Danke für den Input! Also spricht alles eher für eine Parallelverwachsung. :)