Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Mikroskope (Beleuchtung, Zubehör) / Microscope (Light, Accessory) => Thema gestartet von: Jochem am 11 Nov 04, 23:39
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Hallo alle die wissen wie m Mikroskop fotographiert.
Ich besitze ein MBS10 und würde gerne meine kleinen Steinchen fotografieren. Leider hab ich von vom Fotografieren so wenig Ahnung, dass mir die Beiträge in diesem Forum und sonst wo im Internet nicht weiterhelfen, da ich sie schlicht nicht verstehe. Aber vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen. Also..
1. Ich überlege mir, den zuschaltbaren Fototubus für´s MBS10 zu kaufen. Der Verkäufer sagte mir, da wäre ein Okular dafür dabei. Aber fotografiert wird ohne Okular, also bei einer niedrigeren Vergrößerung, als man mit dem Auge sieht. Stimmt das? Das hört sich so wiedersinnig an, find ich.
2. Ich habe ein Spiegelreflexkamera (Minolta Dynax 4), und es gäbe für ca. € 20.- einen Adapter, so dass die an den Fototubus dran passt. Hat da wer Erfahrung, ob das dann so funktioniert? Oder brauch man noch mehr Kram?
3. Perspektivisch würde ich mir auch eine Digitalkamera zulegen. Sollte natürlich nicht zu teuer sein, aber was anfangen soll man auch damit können. Auf was muß man beim Kauf achten? Was könnt ihr mir empfehlen?
4. Wenn man die Beiträge hier liest oder sich Mineralienbilder im Internet anschaut, bekommt man den Eindruck, dass es ziemlich schwer ist, scharfe Bilder zu erzeugen. Vertragen sich manche Konstellationen Kamera - Mikroskop nicht oder wie kommt das? Und wie kann ich vermeiden, beim Kauf einer Kamera reinzufallen?
So. Wenn Ihr mir weiterhelfen könnt und es klappt, gibt´s als Belohnung viele bunte Steinefotos. Da dürft ihr dann raten was es ist (ich weiss es allerdings oft auch nicht).
Dann wünsch ich euch noch nen schönen Abend.
Bin gespannt, Jochem
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Hallo,
schau doch mal unter folgendem Link nach:
http://www.imageshare.org/
Dort sind einige gute Erklärungen, Beispiele
und Geräte aufgelistet.... ;)
Glückauf
Klaus
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Hallo,
also ich habe das MBS10 mit dem trinokularen Fotoadapter. Darauf habe ich meine Spiegelreflex, die Fujifilm S1 (digital) montiert. Geht soweit ganz gut, hat aber technisch bedingt den Nachteil, dass man nicht abblenden kann. Das führt dazu dass man praktisch keine Schärfentiefe hat und alles, was nicht in einer Ebene liegt eben unschaft abgebildet wird. Zu den Fragen:
1.) ja, da man fürs Auge verschiedene Okulare verwenden kann jedoch im Fototubus ohne Okular/Objektiv arbeitet ergeben sich natürlich Unterschiede
2.) nein, wenn die Kamera drauf ist brauchst du nur noch (viel) Film ;)
3.) wenn auch für das Mikroskop sein soll unbedingt ne digitale Spiegelrefelx, z.B. die D70
4.) Durchs Bino immer problematisch, weil keine Tiefenschärfe, ansosnten abhängig von der Ausrüstung, Geduld Geschick und den Mineralien. Es muss nicht sein, dass die beste Ausrüstung die besten Bilder bringt, Erfahrung und Versuche bringen oft mehr.
Gruß
Berthold
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Hallo Kraukel!
Man is ja eine gute Seite wird mir bestimmt helfen
(is auch nötig denn ich verzweifle fast).
Gruß vom Steini LDK
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Hallo und danke erstmal für die Tips!
Ich werde wohl mal die Investition wagen und die Adapter bestellen und hoffen dass es klappt. Die Webseite ist wirklich sehr aufschlussreich.
Hab ich das jetzt richtig kapiert, dass in diesen Adaptern Linden drin sind, die Größen der Linsen und den Öffnungswinkel anpassen? Ich dachte, das wären nur rein mechanische Adapterrohre. Aber so Dinger selber zu bauen nach dem Motto, man zersäge ein paar alte Fotoobjektive oder Okulare und klebe sie wieder irgendwie anders zusammen und probiere, ob´s was taugt - ist mir irgendwie suspekt. Ich fürchte, da muss man doch ein wenig mehr von der Materie verstehen...
Prinzipiell kann man wohl sowohl mit oder ohne Okulare ins Mikroskop reinfotographieren. Aber welchen Vorteil soll es bringen, die Okulare wegzumachen?
Der Typ von der Webseite hält übrigens nichts von digitalen Spigelreflexkameras (Ich will jetzt lieber nicht zitieren). Vielleicht ist das ja auch eine philosophische Frage. Wahrscheinlich sind die Dinger aber eh viel zu teuer für mich.
Und wenn ich gerade am investieren bin.. Hat jemand diese Vorsatzlinse für´s MBS-10, zur Verdopplung der Vergrößerung? Bringts die?
Soweit mal und viele Grüße,
Jochem
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Hallo Jochem,
ich selbst arbeite, wie auch Ullrich, mit der Coolpix 995 von Nikon und bin sehr zufrieden damit.
Sie ist nicht nur fürs Bino geeignet, nein auch in der Natur hat sie hervorragende Qualitäten.
Im Makrobereich bis 2 cm ans Motiv. Du kannst ja gerne unter meinem Sammlersteckbrief geni
in den Bildern blättern und Dir ein Bild machen über die Qualität (die Bilder sind zu 90 % über das
Bino gemacht.
Schau mal auf foldender Adresse: http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,1248.30.html
oder www.niceus-mineralien.de (http://www.niceus-mineralien.de). Eventuell hilft Dir das weiter.
Gruß geni 8)
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Hi,
ich arbeite bei Mikrofotografien auch mit dem MBS-10 aber nur mit der unteren Linse!!! Noch eine Digitalkammera darüber gebastelt und das klappt eigentlich ganz gut!
Gruss Flo
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Hallo,
auch ich habe ein MBS- 10 und möchte damit Bilder machen.
Habe einige Testbilder unter sehr schlechten Verhältnissen versucht und bin der Meinung dass sie unter den Umständen gar nicht mal so schlecht geworden sind.
Die Gegebenheiten waren:
1. Digitalcamera Sony Cyber Shot DSC-P1
2. Fotografieren durch das Okular (14x)
3. Kamera freihändig aufgelegt auf das Okular
4. Beleuchtung, die mitgelieferte Halogenlampe (20Watt)
Es sind nicht die schärfsten Bilder geworden und auch nicht mit Tiefenschärfe aber es war auch nur ein Test.
Wie ich weitere Bilder machen werde, mit welcher Kamera und Bedingungen, weiß ich noch nicht und werde ich austesten müssen.
Als Anhang ein paar Testbilder.
Gruß
rupkla
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Hallo, nachdem ich mich nun vor ner Weile für eine (sehr günstige) Canon A75 entschieden habe, möchte ich euch auch von meinen Erfahrungen damit berichten.
Also, im großen und ganzen bin ich damit ganz zufrieden. Hab einige ganz nette Fotos hingekriegt und auch jede Menge Schrott.
Ich habe einen mechanischen Adapter drehen lassen, um die Kamera auf dem Okular zu fixieren.
Zuallererst mache ich einen manuellen Weißabgleich (wichtig für korrekte Farben). Dann zoome ich maximal ins Okular, um dann manuell die Schärfe einzustellen (Oft ist der Autofokus genausogut). Anschließend zoome ich auf den passenden Ausschnitt zurück. Abdrücken. An den Computer rennen, hochladen, angucken. Meist feststellen, dass es unscharf ist, dann nochmal versuchen...
Ihr seht schon mal den größten Nachteil: die Scharfstellung ist mühsam und ein bisschen Glücksache. Ich dachte, ich könnte online am Monitor scharf stellen, das geht aber nicht. Wenn da wer nen besseren Weg weiß...? Leider ist es auch nicht so, dass wenn man mit den Augen scharf stellt, man nur die Kamera auf unendlich stellen muß, um die gleiche Scharfstellung zu erhalten. Müsste das nicht so sein?
Den Fototubus hatte ich mir auch extra besorgt, benutze ihn aber nicht. Letztlich war dies umständlicher.
Am schwierigsten finde ich glänzende Mineralien zu fotografieren. Habt ihr dafür Tips?
Jetzt versuch ich mal ein paar Bilder hochzuladen. Mein 1. Versuch, mal schaun ob´s klappt.
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Ach übrigens.. wer weiß, was ich da fotographiert habe? Stammen aus meinem letzten Tessin-Urlaub.
Grüße, Jochem
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Hoi Jochem,
also ich mache Bilder mit einer Canon PowerShot G3. Mit der Kamera ist auch die Software für die Fernauslösung am PC mitgeliefert wurde (glaube ZoomBrowser EX oder so). Ist die Software nicht bei deiner A75 dabei? Allerdings muss ich dir sagen, dass ich für ein brauchbares Bild auch meist 5 bis 10 mal abdrücken muss und bei manchen Mineralien (besonders metallische auf hellem Hintergrund) garnichts zu Stande bring. Dies hängt auch an der Tatsache, dass ich vor allem bei meinen UMOs von der Clara oft mit einer Vergrösserung von 50- bis 60-fach arbeite, und in diesem Bereich ist es halt auch nicht mehr viel mit der Tiefenschärfe.
Glänzende Mineralien: Die meisten arbeiten mit einer sehr guten Ausleuchtung von mehreren Seiten, wobei das Licht mit etwas diffus sein sollte. Ich selbst habe für mich die besten Erfahrungen mit einer schwachen Ausleuchtung von oben gemacht. Ach hier musst du etwas spielen in dem du die Beleuchtungsstärke variiert oder auch mal mit einem z.B. leicht mattierten Glas vor der Beleuchtung eine Streuung verursachst.
Gruss
Klaus
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Das Bild habe ich auch mit dem MBS-10 und meiner Powershot A75 gemacht. Es besteht aus vier Einzelbildern, die dann mit CombineZ nachbearbeitet wurden. Bildbreite etwa 5 mm.
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php?action=dlattach;topic=4182.0;attach=8541;image (http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php?action=dlattach;topic=4182.0;attach=8541;image)
Ich fotografiere durch das Okular, was mit etwas Übung und einem passenden Stativ recht akzeptable Ergebnisse bringt. Den Tip mit dem ZoomBrowser EX, der auch bei der A75 mit dabei ist, muß ich mal testen. Dann könnte man die manuelle Scharfstellung wohl wesentlich optimieren.
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Hoi Schluchti,
am Monitor hast du ein viel grösseres Bild als das kleine Ding von Kamera-Display (nichts gegen das Display ;D). So ist es dir auch möglich kleinere Ausschnitte besser zu betrachten bevor du abdrückst.
Nachteil: Bevor du das nächste Bild machen kannst, musst du die Datenübertragung abwarten (nicht vom PC-Abhängig, sondern von der Geschw. USB-Schnittstelle).
Gruss
Klaus
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Nachtrag
Durch die Fernauslösung via PC erhält man auch wackelfreie Bilder.
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Gelbes X-Aggregat: ?? (Siderit? - da neben verwittertem Pyrit)
Rosa X: könnte Monazit sein (blaßgelbliche XX daneben: prismatischer Xenotim??? - wahrscheinlich aber eher was Häufigeres)
GA, Uwe Kolitsch
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Hallo Thomas. Klaus, Uwe,
danke mal für eure Tips. Das zusammengesetzte Foto ist ja echt super. Diese Software ist aber nicht bei Canaon dabei, oder?
Mit dem Zoombrouser Ex hab ich schon rumprobiert, aber ich hab da nicht gefunden, wie ich Schärfe manuell einstellen kann. Wenn ich vom Urlaub zurückkomme (fahre morgen ins Binntal ;), werde ich es nochmal probieren. Wenn das klappen würde wär super.
Tschüss dann, Jochem
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Hallo Jochem!
Ich habe da von meinem Mikroskop-Hersteller eine Bedienungsanweisung zum zugehörigen Digitalkamera-Adapter und der Canon PowerShot G2.
Auszugsweise die Bedienung der Kamera ohne Fernbedienung (Fernbedienung ist bei der A75 glaube nicht dabei):
- Av (Zeitautomatik) wählen
- Mittels Pfeiltaste "links"des Omen- Blende 2.2 bzw. 2.5 einstellen
- Bildausschnitt einstellen: Zoom-Regler in Richtung "Telex" an tippen, bis das Bild beschnittfrei ist
- Fokus auf Unendlich einstellen: Taste MF gedrückt halten, mittels der Pfeiltaste "oben" des Omen- den Fokus auf Unendlich stellen (Fokus-Indikator am rechten Rand des Monitors). Der Fokus wird gespeichert. Im Display-Feld und auf dem Monitor wird das Symbol MF angezeigt
- Integrierter Blitz aushalten
- Weisabgleich einstellen: Empfehlung Kunstlicht (gilt für mein Mikroskop!)
Zur Bedienung mit der PC-Software "Remote Capture", im Lieferumfang der Kamera enthalten (meinte natürlich diese und nicht die "ZoomBrowser Ex") schreibt der Mikroskop-Hersteller:
Remote Capture setzt die Kamera immer auf Programmautomatik. Die Blende kann nicht gezielt geöffnet werden, was zu Randabschattungen führen kann.Aber im Internet soll es eine Sotware geben, die die Kamera unterstützt und alle Voreinstellungen korrekt wiedergibt.
Download unter: http://www.breezesys.com/G1/RemoteCapture/index.htm (http://www.breezesys.com/G1/RemoteCapture/index.htm)
Mal sehen ob die Software etwas taugt.
Gruss
Klaus
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Wer kennt bitte eine Quelle für den Fototubus zum MBS-10
oder nutzt seinen eigenen nicht mehr und möchte ihn abgeben?