Mineralienatlas - Fossilienatlas

Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: loismin am 17 Jun 09, 21:40

Titel: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: loismin am 17 Jun 09, 21:40
Falls ich jetzt jemand auf die Füße trete bitte ich im Vorhinein schon um Verständnis !

Ich finde das Forum und die Lexikonbeiträge allmählich zum Gähnen.

Macht hier denn wirklich keiner mehr einen guten Fund oder schreibt hier niemand mehr drüber ?

Bis auf wenige Ausnahmen sind Fundberichte oder Mineralienbilder von gefundenen Sachen allmählich hier die Ausnahme.

Es treiben sich doch genug  Atlasmitglieder auch in anderen Ländern rum ( Siehe auch Forum Marokko und Spanien usw.)

aber daß da mal ein Bericht über Funde oder Mineralienbilder von dort gefundenen Mineralien  ( Fossilien ) kommt ist

leider allmählich eine Seltenheit.

Wenn wir hier nur noch über belangloses Zeug diskutieren  und im Lexikon immer nur Bilder von anderen Foren und deren Mitgliedern

eingefügt werden ist das doch auch für andere nicht mehr interessant und  wir werden zunehmend zu einem Debattierklub.

Ich finde das einfach schade und zum Kotzen wenn hier so eine Geheimnißkrämerei betrieben wird, man möge mir meine deutlichen

Worte vergeben.

Es sind doch immer noch genug gute Sammler hier vertreten die sicher auch genug finden um das ganze hier nicht so einseitig

zu gestalten, die mögen sich auch ruhig angesprochen fühlen.

Denkt da bitte mal alle drüber nach ob man da nicht doch vielleicht was verändern sollte  und könnte !


Gruß
Loismin
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: uwe am 17 Jun 09, 22:05
Ich bin zwar auch nicht für Geheimniskrämerei, aber mit den Fundpunkten ist das so eine Sache. Entweder man hat den Fundpunkt selbst entdeckt, dann kann man und sollte man schon darüber berichten. Wenn man den Tip von einen anderen Sammler bekommen hat, muß man schon vorsichtiger sein. Ansonsten bleiben solche Tips bald aus. Ich gebe Dir aber recht, daß vor Jahren dieses Forum weitaus lebendiger war.

Gruß
Uwe
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: schleifer am 17 Jun 09, 22:25
Hallo Loismin
Da gebe ich dir vollkommen recht. Und so lange hier bestimmte Leute, weshalb auch immer, eventuell frustriert sind und meinen sie müßten zu Allem immer ihren Senf dazugeben, sei es negativ oder mit erhobenem Lehrerfinger, so denke ich wird auch sehr wenig über Funde berichtet werden. Wenn dann noch Bestimmungen durchgeführt werden die abseits jeder Realität (habe das selbst erfahren) stattfinden fühle ich mich irgendwie verhohnepiepelt.
Hier sollte doch letztendlich eine Zusammenarbeit für dieses schöne Hobby, welches leider immer mehr Einschränkungen erfährt, stattfinden, anstatt sich gegenseitig die wenigen guten Fundstellen madig zu machen. Auch sieht man immer weniger Bilder der verschiedenen Mitglieder im Lexikon. Weitet sich allmählich zu einer Ein-Mann-Show aus.
Für echte Diskussionen bin ich immer zu haben, jedoch nicht wenn es in Profilierungssucht ausartet.
Ebenso halte ich mich von denen fern, die dieses Forum nur benutzen wollen um eine Preisspanne für in Ebay einzustellende Mineralien/Fossilien zu erhalten. Dies hat nämlich auch inzwischen eine zu große Größe erreicht.
Das sind meine Gedanken hierzu und bleiben es auch.
Gruß Robert

Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: limestone am 17 Jun 09, 22:37
Hallo schleifer,
irgendwo hast Du recht mit Deiner Meinung. Ich stelle mir ausserdem die Frage, was wäre, wenn ich eine neue und gute Fundstelle hier öffentlich machen würde? Ohne den Mineralienatlas-Mitgliedern zu nahe treten zu wollen, meist sind ja mehr Gäste, als Mitglieder online. Die logische Folge wäre doch absehbar. Wie schon so oft hier beschrieben, unterhöhlte Bäume, Ärger mit dem Besitzer usw. Na das schenke ich mir doch und halte lieber meine Finger von der Tastatur weg.
Glück Auf
Ralf
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Mineralroli am 17 Jun 09, 23:36
Hallo Loismin
Zitat
ch finde das Forum und die Lexikonbeiträge allmählich zum Gähnen.
Was das Forum angeht da gebe ich dir Recht. Für das Lexikon bin ich aber geteilter Meinung.
Da gibt es viele Beiträge mit guten Informationen und reichlich Bilder.
Sicherlich sind auch in letzter Zeit viele dazu gekommen die nur einen Titel haben oder der Inhalt dürftig ist.
Ich selbst habe stets versucht nur Fundstellen anzulegen die ich auch ausreichend beschreiben und bebildern konnte.
Ich bin der Meinung das eine komplette Seite erst  ihren Sinn erfüllt und jeder kann seinen Beitrag dazu leisten.
Aus dem Forum habe ich mich auch weitensgehend zurück gezogen, weil entweder keine Reaktionen kamen oder überzogen
bzw. die Themen völlig uninteressant. waren.
Meine Informationen bringe ich lieber ins Lexikon ein wo sie auch passender sind und nicht in vielen belanglosen Forenbeiträgen untergehen.
Ich halte das Lexikon immer noch für die beste Idee die man auf anderen Webseiten suchen kann.
Zitat
Es sind doch immer noch genug gute Sammler hier vertreten die sicher auch genug finden um das ganze hier nicht so einseitig
zu gestalten, die mögen sich auch ruhig angesprochen fühlen.
Denkt da bitte mal alle drüber nach ob man da nicht doch vielleicht was verändern sollte  und könnte !
Da sage ich mir immer "wir gestallten die Inhalte" und jeder sollte sich überlegen ob er schon alles in die Gemeinschaft eingebracht hat.
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Stefan am 18 Jun 09, 00:04
So ohne Einschränkung mag ich mich der Aussage nicht anschließen. Mag es daran liegen, dass ich im Lexikon sehr viel mitlese, bin ich immer wieder überrascht wie viele ausführliche Fundstellenbeschreibungen dazu kommen. Öfters entdecke ich Einträge rein zufällig und wundere mich, wie mir diese entgehen konnten. Wer hat den die letzte, zugegeben nicht so ausführliche, aber dennoch aussagefähige Beschreibung meines letzten Besuches gesehen?

Die zahlreichen Fundstellen ohne weitere Dokumentation (viele Typlokalitäten!) geben ein gutes Gerüst um sie zu ergänzen. Ist eine Fundstelle angelegt ist sie sehr einfach von jedermann zu erweitern. Dem entsprechend ist es sehr sinnvoll auch diese anzulegen. Die Fundstellendatenbank füllt sich automatisch mir jedem Bild was eingestellt wird, daher ist dieses Gerüst wichtig.

Um interessante Informationen hervor zu haben, haben wir die Möglichkeit der Zusammenfassung (Abstrakt) eingeführt. Leider wird dies noch zu wenig genutzt, so dass wir nur selten auf der Startseite neue Artikel vorstellen.

Ich verstehe die Aussage auch als Aufruf noch ein paar Leute zu motivieren um Ihre Erfahrungen kund zu tun, dem schließe ich mich an.

Besten Gruß
Stefan
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: strahler1975 am 18 Jun 09, 01:06
Naja recht hat er der Lois, aber das mit Fundstellenbeschreibungen ist wirklich so eine Sache.
Gerade im Alpinen Raum konnte ich feststellen, dass Fundstellen, die ich bekanntgegeben habe übermässig abgegrast, bearbeitet und mit "schönen" Flurschäden verziert wurden.
Darüberhinaus sind viele Fundstellen leider nur Halblegal oder nur unter biegung der Vorschriften im eigenen Interresse zugänglich und man muss mit der Veröffentlichung auch schon mal vorsichtiger sein.
Wichtigtuer gibts darüberhinaus auch genug. Viele Beträge werden einfach dazu benuzt Klugscheisserei zu betreiben. Gibt wohl zuviele die sonst nix besseres zu tun haben.
Ansonsten muss man die Leute eben so nehmen wie sie sind, auch wenn ich es nicht gutheisse, dass gute Themen oder Beiträge einfach abgewürgt werden. Die Situation, dass man zum Beispiel 10 Beiträge braucht um sich in der Karte eintragen zu dürfen fördert diesen Zustand meines erachtens zusätzlich. Denn es spielt ja in diesem Fall keine Rolle welchen Schwachsinn jemand als Beitrag verzapft.
Die Fundstellenbeschreibungen sind sofern vorhanden oft von guter qualität, wie Stefan auch richtig bemerkt.
Im Grossen und ganzen bin ich froh Midglied in diesem Forum sein zu dürfen (muss man auch mal erwähnen). Und auch ein grosses Lob an Stefan.
Der Lois ist auch sehr bemüht das ganze interressant zu halten und Liefert ja mit "neues aus Österreich" einen BESTseller.
In diesem Sinne
Ein glückliches STRAHLEN von
strahler1975 
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Mineralroli am 18 Jun 09, 10:14
Hallo Stefan
Zitat
Die zahlreichen Fundstellen ohne weitere Dokumentation (viele Typlokalitäten!) geben ein gutes Gerüst um sie zu ergänzen. Ist eine Fundstelle angelegt ist sie sehr einfach von jedermann zu erweitern. Dem entsprechend ist es sehr sinnvoll auch diese anzulegen. Die Fundstellendatenbank füllt sich automatisch mir jedem Bild was eingestellt wird, daher ist dieses Gerüst wichtig.
Ich habe diesen Hinweis verstanden, kann daher diesem beipflichten und sehe auch gleichzeitig noch Handlungsbedarf.
Wenn jemand Probleme hat Fundstellen anzulegen dann ist es selbstverständlich gut wenn diese bereits vorhanden sind und somit der Einfachkeit halber nur noch ergänzen muß.
Ich wünscht mir auch das mehr Mitglieder diesen Aufruf folgen.
Für Informationen zu Fundstellen ist das Lexikon die beste Adresse z.B. für aktuelle Hinweise und Bilder und  es ist weitaus schwieriger im Forum nach den entsprechenden Informationen zu suchen.Das wird noch erschwert wenn ein größerer Zeitabschnitt vorhanden ist.
Beste Grüße
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Hg am 18 Jun 09, 11:12
Hallo,
die Fundberichte im Forum sind leider mittlerweile so zurückgefahren, dass man annehmen könnte, die Leute hier gehen nicht mehr sammeln. Über die Gründe wurde ja von einigen Leuten schon die richtigen Aussagen getroffen (rechtliche Lage, Flurschäden, unangebrachter Senf usw.).
Zitat
Auch sieht man immer weniger Bilder der verschiedenen Mitglieder im Lexikon. Weitet sich allmählich zu einer Ein-Mann-Show aus.
Das ist ein Punkt, den ich so nicht stehen lassen möchte. Es werden auch von Mitgliedern Bilder ins Lexikon hochgeladen. Aber man sieht auch oft genug, dass immer wieder im Forum regelrechte Bilderlawinen losgetreten werden. Fragt man dann, warum die Bilder nicht auch im Lexikon hochgeladen werden, bekommt man als Antwort "da interessiert es doch keinen; da bekommt man kein Lob für seine tollen Sachen" usw. usw.
Die Lebendigkeit des Forums hängt einzig und alleine an den Leuten, die hier mitwirken! (und damit sind wirklich alle gemeint)
In diesem Sinne,
Gruß,
Andreas
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Stefan am 18 Jun 09, 11:53
Falls es noch nicht aufgefallen ist, gerade für Leute die bisher lieber nur im Fourm Ihre Bilder hochladen,  hier ein paar Gründe warum sie besser beraten wären, dies im Lexikon zu machen.
Die Bilder ...
- können in höherer Qualität hochgeladen,
- können einfacher bearbeitet werden.
- stehen in verschiedenen Vorschaumodis zur Verfügung.
- werden incl. der Beschreibung angezeigt .
- können bewertet werden.
- sind dauerhaft verfügbar und werden nicht irgend wann gelöscht.
- helfen Fundstellen zu dokumentieren.
- können auch im Forum problemlos gezeigt werden.
- lassen sich auch im Forum frei im Text platzieren.
- können auch in Lexikonbeiträgen verwendet werden.
- es können mehr Bilder pro Beitrag im Forum eingefügt werden.
- können besser im Text poitioniert werden (nebeneinander, rechts links, mittig).
Hier ein Beispiel eines Bildes aus dem Lexikon im Text positioniert ...

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1233818083.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1233818083.jpg)
Man beachte auch den Link "Origonalgröße" wenn das Bild vergrößert wird.

Passt vielleicht nicht ganz zum Thema, aber vielleicht macht es Lust es doch mal zu probieren.

... und hier das zwangsweise deutlich niedriger aufgelöset Bild aus dem Forum
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: giantcrystal am 18 Jun 09, 12:06
Hallöchen

Ich muß Louismin recht geben, zweifellos könnten hier viel mehr spannende Fundberichte stehen und das Forum beleben.

Andererseits geht es mir leider so, das ich seit etwa zwei Jahren kaum noch Zeit finde, größere Berichte zu schreiben, da ich beruflich relativ viel zu tun habe. (Außerdem gehe ich in Deutschland kaum sammeln....und Auslands- Sammelreisen mache ich auch nicht sooo häufig...)

Aber vielleicht ändert sich das ja einmal demnächst wieder (hoff, hoff...)

Glück Auf

Thomas

P.S. @ Stefan : Es tut mir leid, dies sagen zu müssen, aber ich kam in der Vergangenheit oft mit der Programmiersprache im Lexikon nicht so recht zurecht, und daher lasse ich es lieber, dort etwas einstellen zu wollen

Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Stefan am 18 Jun 09, 12:15
@Thomas P.S

Hallo Thomas, das Thema hatten wir schon - es gibt für "Normaluser" die nur Bilder rein stellen oder eine Fundstelle beschreiben wollen keine Programmiersprache. Klicken Texteintragen klicken fertig. Das war mal vor einigen Jahren so. Einzig Leute die richtig umfangreiche Portraits machen benötigen das noch, sonst niemand.

Besten Gruß
Stefan
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: minuwe am 18 Jun 09, 13:51
Hatte letztens versucht (so auf die Schnelle  ;), eine Seite Fundstelle anzulegen, man sieht da: neue Seite, draufgeklickt, nicht alle Tabellenvorlagen gesehen, in Hilfe geschaut, dort: Anleitung zur Programmierung von Tabellen  :-\ . Also man muss doch noch suchen oder genau hinsehen, instinktives Vorgehen hat nicht geklappt. Wenn man das mal gemacht hat ist es sicher einfach.

Habe aber inzwischen die Anleitung beschrieben bekommen, bitte hier nicht noch mal erlären  ;)

Gruß
Uwe
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Stefan am 18 Jun 09, 13:59
Zugegeben, an der Dokumentation muss noch gearbeitet werden  ;)
Besten Gruß
Stefan
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: loismin am 18 Jun 09, 16:14
Hallo.

Also einfügen in Lexikonseiten ist wirklich nicht mehr schwer, das hab z. Großteil sogar ich kapiert.
Nur was ich hier damit sagen will, nur Bilder ins Lexikon stellen geht meist im Wust der neuen Eintragungen unter.
Ich schau ja nicht jeden Tag alle Neueintragungen durch und was mir gefallen würde wären zu den Bildern auch Erlebnisse und Erläuterungen , das würde das Forum doch wesentlich beleben wenn das mal mehr machen würden.
Natürlich stell ich auch keine illegalen oder sehr sensiblen Fundstellen rein, aber wie man gelesen hat müßten ja einige Leute von hier
erst in Marokko gewesen sein, warum liest man da nichts von Funden oder schönen Mineralien die auch gekauft sein können ?
Manche sind in Sardinien oder Spanien und Portugal unterwegs oder auch in Frankreich und Italien, sind das alles dann sensible Fundstellen?
In Idar Oberstein sind im Sommer jedes Wochenende zig Leute legal im Bruch und finden auch was, da werden doch auch einige von hier dabei sein und da was zu veröffentlichen ist doch dann wirklich kein Problem, oder ?
Ich könnte hier noch viele Beispiele bringen aber das spar ich mir, da doch fast alle dann noch eine andere Ausrede haben.
Ich hab schon viele Fundpunkte in Österreich beschrieben und bei keiner hab ich das Gefühl die ist komplett ausgeräumt worden
oder ich hab da was versäumt.
Vergönnt doch anderen auch was !
Was anderes ist es sicher, wenn ich die Fundstelle von jemand gezeigt bekomme dann muß ich mich natürlich auch an das
halten was der mir sagt, das ist Ehrensache.
Wie gesagt soll das hier nur ein Denkanstoß sein gemischt mit gesunder Kritik.
Ich seh das Forum wie die Unterhaltung im Mineralienverein, wenn ich da nichts interessantes sehe oder höre oder mich mit interessanten Leuten unterhalten kann gehe ich halt nicht mehr hin.
Und das geht sicher nicht nur mir so.


Gruß
Loismin
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: UlrichW am 18 Jun 09, 23:57
Hi Lois,

ich habe lange überlegt ob ich mich hier in der Diskussion beteiligen soll. Wenn ich mir Gedanken über die Sammlerschaft ganz allgemein mache, kommt da etwas bei raus, wofür man mich berechtigterweise wegen Rufmord, Mobbing oder sogar übler Nachrede anklagen könnte. Meine Meinung über 80% der Sammlerschaft ist derart negativ, daß ich dazu lieber nichts schreiben will.

Dennoch ist und bleibt der Mineralienatlas unsere einzige Chance daß wenigstens die "Überlebenden" des im Aussterben begriffenen Hobbies sich zusammen rotten können.

Wichtiger als die Diskussion darüber, wo man was "holen" kann ist für mich die Diskussion um Sammlungsziele, Sammlungs-Ethik und alles was damit zu tun hat, wie man sammelt. Ich glaube nämlich, daß sich für die meisten Sammler die Zeit des aktiven Sammelns im Feld erledigt hat. Dazu gibt es einfach zu wenig interessante Fundstellen. Und im Urlaub zu sammeln ist auch nicht Jedem gegeben.

Klar kommt jetzt sofort die Antwort, daß man doch in diesem oder jenem staubigen Loch noch matschige Calcite finden kann. Ich bin mir nur nicht sicher, obn nach vielen Jahren der Sammeltätigkeit Calcit noch wirklich ausreichend für einen 100Euro-Trip ist. Und die Fundstellen, wo es eventuell noch etwas geben könnte, sind mit äußerster Vorsicht zu genießen.

Was bleibt ist die Frage, wie man Mineralien sammeln kann, ohne dabei zu einem rücksichtlosen Ars..oder arm dabei zu werden. Rücksichtslosigkeit äußert sich z.B. für mich schon darin, daß an einer Fundstelle solange Material geholt wird, bis nichts mehr da ist..

Einige werden die Fundstelle Le Montmin kennen. Ich habe die Halde über vier Jahre besammelt. Jedes Jahr eine oder zwei Kistchen Material, das reicht für ein Jahr knacken. Dann wurde die Halde bekannt gemacht. Ein Jahr später...aus die Maus!
Velbert: Jahrzehntelang eine Fundstelle, an der man immer mal was finden konnte. Ideal für einen Sonntagsausflug. Heute: Ein riesen Trichter und ein "Kollege" der sich damit rühmt dieses Loch extrahiert zu haben! Was soll man da sagen ohne Fäuste zu verwenden!
Siegerland: Es ging das Gerücht, daß es eine Fundstelle für schöne Skorodite gab. Als die Fundstelle bekannt wurde, lagen bei einem bekannten siegerländer Sammler ca. 100 Kisten im Keller.  Auf die Frage, ob man davon ein paar Brocken haben könnte, gab es ein fast beleidigendes "nein, das geht nicht?". Ob jemals davon Material auf den Markt gekommen ist entzieht sich meiner Kenntnis. jedenfalls tauchten in einer siegerländer Börse zwei Mikros, erbärmliche Mikros, zum preiss von je 20 Euro auf.

Meine Fundstelle war eine alte Halde einer Kohlenzeche, kaum 2km weg von meiner Wohnung. Da gab es Bleiraritäten wie Cottunit, Phosgenit usw.. ich habe brav den ganzen Club immer über die Lage informiert, als die Halde umgelagert wurde. Dann kam der Tag, an dem die wichtige Partie angefahren wurde. Nur leider erfuhr ich es erst 4 Wochen später von "Freunden" in meinem Club. Vier Leute hatten dort 4 Tage gearbeitet und Wahnsinnige Sachen gefunden. Die zwei km zu mir haben diese Freuden nicht geschafft. Ich besitze bis heute kein Stück aus dieser Fundphase. "Freunde" kannste knicken!

Das erging übrigens nicht nur mir so, sondern auch vielen Leuten die ich in ganz Deutschland kenne könnten Bücher darüber schreiben. Keine fröhlichen Bücher, soviel ist gewiss.. Daraus resultiert ein Verhalten der "vernünftigen" Sammler, das man als eher zurückhaltend titulieren kann.

Also ich finde es nicht erstaunlich daß es kaum Fundortberichte gibt, zumal es kaum noch Sammler gibt, die sich für etwas ausserhalb ihres Dunstkreises interessieren.
Aber wie gesagt, es mag eine Sichtweise sein, die aus der hiesigen Mentalität entstanden ist.

Ich dachte mir nur, daß auch das mal gesagt werden sollte.

Aber in Einem hast Du Recht, wenn man selber den Ar...mseligen Hintern nicht bewegt, wird das nichts. Und bewegen heist nicht unbedingt irgendwo hin fahren um benzin zu verbrennen, sondern einfach irgendwie aktiv zu werden.

So, Glück auf und Dir Lois ein Berg heil!
Ulrich

PS: wenn Du denkst ich sei aber mies drauf, dann haste fast unrecht! Nein, ich bin nicht mies drauf, nur leider realistischer geworden!
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: cmd.powell am 19 Jun 09, 00:42
Guter Post, Du sprichst mir aus der Seele. Inzwischen hat jeder Sammler nicht nur ein Hobby "Mineralien sammlen" sondern auch noch eine Riesenverantwortung für evtl. Feld- und Flurschäden, wenn er ein besonders ergiebige oder interessante Fundstelle publik macht. Ist logisch, das man da vorichtig wird.
Was die Entwicklung hier im Forum betrifft, so hatte ich vor etwa zwei Jahren eine vergleichbare in meinem eigenen Forum (inzwischen nicht mehr existent !): Problem ist bei sowas sicherlich auch, das solange sich ein Forum in der aktiven Aufbauphase befindet, viel Neues geschrieben wird und das gesammelte Wissen schnell expandiert, was jedoch eine rein subjektive Empfindung ist. Sobald das Forum nun eine gewisse Größe erreicht hat, fallen Neuzugänge in bestimmten Bereichen nicht mehr so sehr auf, weil nebenbei auch viele andere Diskussionen geführt werden etc. Im Falle der Fundortberichte mag da noch hinzukommen, das irgendwann mal der Großteil der bekannten Fundorte abgehandelt sein wird und somit auch nicht mehr viel hinzu kommen kann. Und jetzt jede Baugrube als Fundort aufzuführen kann letztlich auch nicht der Weißheit letzter Schluß sein.
Ich denke mal, hier ist es sinnvoll, eine deutlich Grenze zwischen Forum und Lexikon zu ziehen und das wird in meinen Augen auch gemacht.
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Collector am 19 Jun 09, 01:00
Hallo UlrichW

ich habe hier im Forum selten so ein herzerfrischendes und treffendes Exposé wie Deines gelesen und kann Dir unisono in allem was Du schreibst nur vollzustimmen.
Besonders was die "Überlebenden des im Aussterben begrifenen Hobby's " betrifft, e.g., dijnigen, die sich auch ohne Calcite und ohne Achate und gelegentliche Schlackenfunde zusammenrotten.
Eigentlich hatte ich überhaupt nicht vor, auf loismins' s Artikel einzugehen, da die Antworten darauf eigentlich schon seit langem zer-diskutiert wurden und das Resultat immer das gleiche ist. Das Forum ist seit mehr als 3 Jahren überschwemmt mit dem Thema "Meine Fundstelle-Deine Fundstelle".

Ich kenne sehr, sehr viele Fundstellen; wenige davon in Deutschland (dafür aber noch nicht ausgeraubt), viele in Frankreich, Spanien, Portugal und Marokko. Diejenigen dieser Fundstellen, über welche ich (leider) berichtet hatte, waren in weniger als einem Jahr komplett leer, wiederhole: komplett leer. Diejenigen, welche ich nicht weitergab, bieten auch heute noch, nach einem Zeitraum zwischen 30 Jahren und heute, ein befriedigendes Sammlerpotential, wenn man sich auf eine vernünftige Menge beschränkt.

Ich war der erste Sammler, der über spanische Aragonite in Minglanilla berichtete (Aufschluss); nur zwei Monate später wurden Wohnwagen und Kfz-Anhänger mit abertausenden Aragoniten beladen; der Trend hält bis heute an; manche Leute machen sogar Urlaub mit ihren Wohnwagen, um tonnenweise Aragonite einzubuddeln.

Ich war der erste, der über Silbermineralien in Hiendalaencina schrieb; kurz nach Erscheinen des Fundberichtes gab es ganze Karawanen deutscher sogenannter Sammler, die die Halden der alten Silberminen durchwühlten und auf Teufel komm raus die Landschaft veränderten. Hat mir von meinen spanischen Sammlerfreunden ne Menge Ärger eingebracht.

Irgend jemand verriet einem hier nicht namentlich genannten deutschen Sammler den Fundort für die schönsten blauen Baryt in Portman (Cartagena); Fazit war, dass dieser Sammler ohne Rücksicht auf Umwelt und ohne Rücksicht auf andere Sammler die Fundstelle komplett ausgebeutet hat und mit den Baryten abertausende verdiente

Dies sind nur einige wenige Beispiele. Ich hätte noch mehr, will aber nicht ausufern. Im Hinblick auf den Zeitgeist der Gier , der Rücksichtslosigkeit und der "Geiz ist geil"- Mentalität habe ich volles Verständnis für jeden ernsthaften und bewussten Sammler, wenn er keine Fundstellen-Informationen weitergibt. Warum sollte er auch ? Aus christlicher Nächstenliebe bestimmt nicht und um anderen Sammlern einen Gefallen zu tun auch nicht.

gruß
collector
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: loismin am 19 Jun 09, 08:06
Hallo.

Ich möchte da ja keineswegs anmaßend sein aber was tut ihr dann hier oder in einem Verein.
Dann geht auf " Eure" Fundstellen und beutet sie alleine aus und versteckt die Sachen dann im Keller und freut euch alleine dran
wie Dagobert Duck im Speicher ! ( Bitte auch das nicht persönlich als Beleidigung nehmen !)
Denn wenn ihr nur einem Sammler was zeigt und wenn das euer bester Freund ist dann  ist das kein Geheimnis mehr und
wird durch Mundpropaganda so weit verbreitet wie es das Internet auch nicht besser kann.
Und ich frage mich schon, ihr habt doch vorher schon an den Fundstellen dort gesammelt warum seid ihr dann neidig
auf die die nach euch noch was finden.
Beziehungsweise ( Collector) was möchtest du denn mit den Tonnen von Aragonit xx die es auch heute noch dort zu
finden gibt, wenn auch vielleicht nicht mehr ganz so leicht.
Wie gesagt vergönnt doch den anderen auch was und wenn die besser finden als man selbst, dann sind nicht die schuld
sondern man hat selber nicht gut genug gesucht !
Aber ich glaub ich laß das jetzt sein, weil ich schon sehe daß das wieder in unsinnige Diskussionen ausartet und
leider doch die meisten Sammler  keinen Teamgeist haben und nur furchtbar neidisch sind.

Schade !!!!


Gruß
Loismin
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Anatas am 19 Jun 09, 08:31
ich weiß auch nicht so recht ....

Mein Fund und Sammelbericht und Erstlingswerk im Atlas  "Stoisuichn 2007"    http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,14361.0.html    
hat zwar 2.800 clicks eingefahren aber außer Stefan und den Beteiligten hat sich keiner dazu geäußert (weder pos. noch neg.)
also war/bin  ich auch der Meinung das es hier keinen groß interessiert und habe es bleiben lassen ...

Mein pers. Problem ist , dass ich keine vernünftigen Mineralienfotos erstellen kann (mir fehlt auch in der Wohnung der Platz so
eine Anlage aufzustellen) - der Hannes Osterhammer (Micromounter München) ist so nett und macht mir ab und an ein paar Bilder -
doch der guten Mann wird von einer  Bilderwunschlawine  erschlagen....

Ich war am Wochenende mit Thomas (McBrook) unterwegs (Vogelhalt - Leogang/Austria) aber einen Fundbericht ohne Mineralien-Bilder
hier einzubringen fände ich auch etwas "fad".

Grüße    Gerhard / Anatas
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Stefan am 19 Jun 09, 09:57
@Gerhard, vielleicht hat ja auch jemand anders Bilder und ergänzt sie dann ;-) Das ist der Gednanke der hinter diesen Seiten steckt - Zusammen, Gemeinsam etwas machen!

Gruß Stefan
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: uwe am 19 Jun 09, 12:16
Natürlich stimmt es 100%ig, was UlrichW, cmd.powell, collector und Loismin geschrieben haben. Auch ich könnte diesen Erfahrungen einige gleichgelagerte hinzufügen.

Allerdings muß ich auch mal eine Lanze für einige der aktiven (ich betone aktiven) Mitglieder unseres Forums brechen. Bei vielen steht die die kameradschaftliche, gegenseitige Unterstützung im Vordergrund. Bei einem Zusammentreffen wurden stets Dubletten ausgetauscht, ohne den Gegenwert abzuwägen. Auch Fundstellentips wurden - und werden hoffentlich  auch zukünftig - genau und gern weitergegeben. Die Gemeinschaft im Forum funktioniert schon !

Auf Grund der von UlrichW genannten 80% der Sammler sollte es sich allerdings jeder überlegen, eine noch höffige Fundstelle im Forum europaweit zu veröffentlichen. Für den Austausch unter den wirklichen Sammlern dieses Forums gibt es ja die PM.

Gruß
Uwe
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: altes-gebirge am 19 Jun 09, 18:45
Hallo Lois und Hallo an alle,

bin ein Sammler der sich eher im Hintergrund aufhält, aber ohne die erwähnten 20% gehts nicht und würde sowieso nicht die Freude bereiten.Und das ist für mich einer der wichtigsten Faktoren, um schon 24 Jahre "dabeizusein"......
Ohne die von Uwe erwähnte kameradschafliche Unterstützung würde es mir keinen Spaß machen.
Möchte das Thema nicht weiter "ausschlachten" , da ich gerade was das Thema "kommerzielle Fundstellenausbeutung" betrifft, genau wie Ihr auch "Erfahrungen sammeln durfte" :(     
Es wird nur ein Versuch sein, aber ein ernstgemeinter! Siehe Rubrik Kontakte/Verabredungen
Erfahrungsbericht werde ich dann so in 2 Wochen hier posten.

Beste Grüße an alle "vernünftigen" 20%....( es gibt ja auch viele "Versteckte", d.h. die weder in Foren noch in "Zeitschriften" in Erscheinung treten, aber so manchem Museum Schweißperlen mit Ihren Sammlungen auf die Stirne treiben würden. ;)) Das bezog sich nicht auf mich....Eigenlob stinkt!  Ging ganz besonders an 2 Thüringer und einen Eifeler.

altes-gebirge


Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 19 Jun 09, 21:39

"Einige werden die Fundstelle Le Montmin kennen. Ich habe die Halde über vier Jahre besammelt. Jedes Jahr eine oder zwei Kistchen Material, das reicht für ein Jahr knacken. Dann wurde die Halde bekannt gemacht. Ein Jahr später...aus die Maus!"

Hallo Ulrich, das kann ich absolut nicht bestätigen. Ich war im Mai diesen Jahres dort und es war ohne Probleme mit etwas Graben noch sehr gutes Micromount-Material zu finden (das meiste findet man sowieso erst daheim nach dem Reinigen unter dem Mikroskop). Leute, die schön öfters dort waren, haben zwar bestätigt, dass das Haldenvolumen deutlich abgenommen hat und aber "aus die Maus!" stimmt definitiv nicht.
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: endeavour-minerals am 19 Jun 09, 22:16
Schon wieder so eine Neiddebatte........  ???   Genießt das Leben und habt Spaß an eurem  Hobby, das kann doch nicht so schwer sein.Und vor allen Dingen, gönnt anderen auch mal etwas.

Glück auf
Ingo 
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: altes-gebirge am 19 Jun 09, 22:40
Hallo crystal-miner,

Sehe ich etwas falsch,oder hat der Lois nicht eine andere Intention gehabt? Neiddebatte war bestimmt nicht seine Absicht.
kann mich aber auch irren.Mir jedenfalls hat sein "Denkanstoß" ,wie sagt man, zu denken zu geben.

Ist mir schon klar,das Bulgarien weiter weg ist als die Eifel oder das Siegerland. ;)

Das im Forum vieles entgleist bzw.anödet ist Schade, aber zum Glück nicht bei allen Bereichen.

Schlag Du doch mal was sinnvolles vor, um von der "Neiddebatte" wegzukommen.

Best Regards
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: endeavour-minerals am 19 Jun 09, 23:42
Markus,dann schau dir doch mal den Verlauf dieser Diskussion an.In seinen letzten Beitrag reist loismin das eigendliche Grundproblem an,Neid. Sicher war der Ursprung dieser Debatte ein anderer,aber erwartungsgemäß drehte sich das Thema und es ging am ende wieder mal um das eine, wie schlecht andere sind. das währen immerhin 80%.

Einen Vorschlag soll ich machen,nun gut,den besten Vorschlag den ich machen kann ist,ehrlich und respektvoll miteinander umzugehen und sich nicht immer hinter Masken zu verstecken.

Glück auf
Ingo
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: loismin am 20 Jun 09, 08:05
Hallo zusammen.

Im Grund gings mir hier wirklich nur drum wenigstens ein paar Leute wachzurütteln um das Forum etwas lebendiger zu gestalten.
Allerdings wenn ich mir hier aus der Beteiligung ein Resumee ziehe schaut es so aus daß es dem Großteil hier
wohl völlig wurscht ist oder diesem Thema sowieso negativ gegenübersteht.
Natürlich muß und soll jeder für sich entscheiden was er veröffentlicht !
Aber insgeheim frage ich mich und wahrscheinlich andere die noch so Berichte veröffentlichen auch, ob wir das überhaupt
in Zukunft noch machen sollen weil wir dann ja  gute Informationen an Leute weitergeben die nicht gewillt sind
hier auch was preiszugeben.
Es sollte doch wie immer im Leben ein Geben und Nehmen sein.
Vielleicht macht ihr euch da auch mal Gedanken drüber !


Loismin
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: UlrichW am 20 Jun 09, 14:18
Hallo Lois, Hi alle Zusammen,

es ist immer wieder interessant zu beobachten, daß wenn eine Diskussion mal anfängt an die Substanz zu gehen, Einer daher kommt und mit dem Totschlagargument "Neid" versucht die Diskussion abzuwürgen. Das lass ich nicht gelten, denn weder in meinem noch in dem Posting von Collector spielte Neid eine tragende Rolle.
Ganz im Gegenteil sogar, denn wenn viele Sammler eine Fundstelle besammeln, ergibt sich eine größere Chance Material auszutauschen, welches man selber nicht gefunden hat. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer begraben.

Bei den Ereignissen, die dazu geführt haben, daß viele Sammler recht zurückhaltend mit der Weitergabe von Informationen sind, hat aber genau dieser Austausch, nicht stattgefunden. Poste ich hier eine fündige Stelle, besteht zu 99% die Warscheinlichkeit, daß ich von dem was gefunden wurde nie mehr etwas sehe, im günstigsten Fall darf ich davon etwas kaufen...10 Jahre später!

Und das ist auch der Untertschied in meiner und Lois Meinung: Ich erzähle gerne und freizügig meine Fundstellen anderen Leuten, aber ausschließlich im pers. vis-a-vis. Dann kann man auf zwei Dinge einwirken: a) man erfährt wenigstens was die anderen gefunden haben und b) man kann demjenigen gehörig auf die Pfoten kloppen, wenn er die Fundstelle ruiniert. Da ist noch keine Sprache von "etwas abhaben wollen" oder so, sondern einfach nur die Gewissheit zu bekommen, daß man die Fundstelle jemand verraten hat, der auch bereit ist etwas zurück zu geben, und sei es nur die Info, was er gefunden hat. Hier im Forum haben ja die wenigsten den Mut wenigstens ihren richtigen Namen anzugeben, geschweige denn Familienname und Wohnort. Diese Anonymität ist für mich ein Grund richtig die Schnautze zu halten. Wer Anonym bleiben will, muss das wohl auch!

Deswegen gebe ich meine Infos im Verein oder bei pers. Kontakten bekannt...oder wenn mir die Leute pers. bekannt sind. Aber ich werde keine Infos in die Welt hinaus plärren, damit Leute, die ich überhaupt nicht kenne und die auch keinerlei Kontakt zu mir oder der Forengemeinde pflegen, schöne Funde machen können. Was bitte bekommt man dafür zurück?

Man muss diese Aussagen allerdings differenzieren,, was mit einer Neiddiskussion schwer klappen könnte. Die Differentation liegt darin, daß bei bereits bekannten allgemein zugänglichen Fundstellen, oder aber Fundstellen die drohen bei einer Baumassnahme zu verschwinden, es durchaus angebracht ist, möglichst viele Sammler zu der Fundstelle zu bewegen, damit gerettet werden kann was möglich ist.

Zwei Beispiele: Wenn ich darüber rede, was gerade wo auf den Hartensteiner Halden gefunden werden kann, ist es nur sinnvoll dies zu tun, denn der nächste Laster roten Drecks kann alles vernichten. Da muss man bergen soviel irgend möglich ist. Nun wohne ich im Ruhrgebiet, und da sind meine Infos darüber recht beschränkt, aber z.B. die Erzgebirgler unter uns, tun das ja auch ausreichend. Anders herum, wenn ich ins Erzgebirge fahren will, frage ich einfach ein paar der Erzgebirgler, und garantiert bekomme ich neben einer Führung auch alle notwendigen Infos.

Wie abstrus das manchmal ist, zeigt die Sammlerhalde Clara: Selbst wenn aussergewöhnliche Funde gemacht werden, wird keinem etwas gesagt, eventuel kann man ja noch mehr finden. Daß die fündigen Partieen eventuell zwei Tage später futsch sind, weil im Brecher gelandet, interessiert keinen, denn im schlimmsten Fall haben die anderen halt Pech gehabt....oder man selber die einzigen Stücke eines guten Fundes. Das ist dämlich, egoistisch und für mich wert richtig Zoff auf der Halde anzufangen. Anders gesagt, wer so tickt, tickt nicht richtig!

Jetzt kann man den Spiess allerdings auch umdrehen und folgende Behauptung aufstellen: Es ist doch egal wer das Material einer Fundstelle birgt, Hauptsache es kommt den Sammlern irgendwie zugute.

Beispiel: Eine kleine Pyromorphit-Halde wird von Leuten abgeerntet. Das wäre soweit noch nicht einmal schlimm, denn irgendwann wäre diese Fundstelle eh verschwunden. Das Problem dabei ist aber, daß all das gefundenen Material nur einem einzigen Zweck dient: HABEN, HABEN, HABEN!

Warum also nicht die überzähligen Sachen für eine kleine Aufwandsentschädigung anbieten, damit Sammler auch etwas von dem Inhalt abbekommen können.  Aber nein, lieber werden 70 Kisten im Keller gehortet bis die Müllabfuhr diese entsorgt oder aber die Stücke werden zu Wucherpreisen angeboten, frei nach dem Motte: Die Fundstelle haben wir erloschen!

Übrigens gab es bei uns in den 90ern noch die schöne Sitte, zum Vereinstreffen eine oder zwei Kisten eines Fundes mitzubringen, damit die älteren unter uns auch etwas davon abbekommen konnten. Das ist leider eingeschlafen, wohl eher wegen zu weniger gefundener Kisten!

Ich will zum Schluss noch einmal Lois aufgreifen. In seinem Postings schimmerte eine gehörige Portion Verzweifelung und Wut durch. Ich denke seine Wut basiert nicht darauf, daß hier keiner Fundstellen postet, sondern mehr darüber, daß die Sammler immer egoistischer und isolierter werden. Der früher allgemein übliche Kontakt von Sammler zu Sammler, deutschland und europaweit, hat massiv abgenommen (daher meine Äußerung einer Aussterbenden Art). Aber hat er das wirklich?

Ich glaube nicht, denn alle "alten Hasen" hier haben durchblicken lassen, daß ihre Kontakte auch im Ausland liegen. Und das hat nicht nur etwas mit den Fundmöglichkeiten, sondern auch mit der Mentalität der ausländischen Sammler zu tun. Man kann sogar soweit gehen, daß Ausländer geradezu den Kontakt suchen, und zwar nicht wegen der Mineralien alleine, sondern auch um in einem interessanten Gespräch mal den einen oder anderen Wein zu verköstigen oder einfach nur um interessante Leute kennen zu lernen. Dort wird Gemeinsamkeit und Gastfreundschaft noch ein hoher Stellenwert zugeschrieben.

Wieder mal ein Beispiel: Ich war vor Jahren mal an einer Schlackenfundstelle in Frankreich. Wir waren mit franz. Sammlern unterwegs. Jeder buddelte so in seinem Loch als auf einmal Einer eine fundige Schicht fand. Er füllte sich drei Tüten und liess dann den nächsten ins Loch. Der Nächste war ich. Nun die Fundschicht war sehr reich, also begann ich erst einmal eine gehörige Menge Material rauszuschaufeln, damit alle anderen auch sammeln konnten. Nach ca. 1h. sassen alle im Kreis um "mein" Loch und ich musste jedem der reihe nach eine Schüppe voll vor die Füsse schaufeln. Eine Riesengaudi war das. Bis dahin hatte ich noch keinen einzigen Bubbel in meinen Taschen. Als ich Müde wurde, sagte ein Sammler, ich soll mir mal schnell ein paar Tüten voll machen, und dann gräbt er weiter. Ok, gesagt getan, ich hatte meine Tüten voll, als mich ein Franzose aus dem Loch zog und zum Mittagessen zerrte. Jetzt wird gefuttert, sammeln können wir später noch. Das war keine Bitte, sondern ein Befehl. Da war ich natürlich nicht darauf vorbereitet, also bekam ich einen Becher Wein, eine Nuss-Wurst, ein Baguette und wir sassen zwei Stunden umd mampften. Ich war ehrlich gesagt schwer beeindruckt, zumal mir derartiges Verhalten aus D völlig unbekannt war.

Oder in Cornwall: Es hat mehrere Tage gedauert bis ich einen cornischen Sammler dazu überreden konnte, mit mir einmal einen Trip rund um die "famous Mines" zu machen. Aber da kann man gar nichts mehr finden. Es war ihm schlicht kaum zu erklären, daß ich gar nichts finden wollte, sondern einfach mal nur am Ort stehen wollte, wo meine Schätze hergekommen sind. Er lamentierte Tagelang rum, daß er mir nicht wirklich glaube, denn alle die nach Cornwall kommen wollen nur Eines: Mineralien finden. Als ich ihm ausdauernd erklärt hatte daß mir schon klar ist, daß es in Cornwall nur noch bescheidene Fundmöglichkeiten gibt, es mir aber eben um das Erleben der "Mining site" ging, glaubte er mir langsam. Mein Totschlagargument war allerdings der Besitz des Dines, die cornische Bibel! Er sagte mir später: Wer den Dines hat, weis was er macht! Wir verbrachten dann einen Tag mit der Fotografie von Chimneys und dem verputzen von Fish and Chips. So ganz nebenbei fanden wir eine Stelle, wo im Waldboden dutzende Cassiteritstufen einfach so rumlagen....von wegen nichts mehr zu finden.

Beide Beispiele sollen zeigen, daß es nicht schwer ist Kontakte zu knüpfen, wenn Gier und Neid keine Rolle spielen. Spielen diese Eigenschaften allerdings eine Rolle, spüren das die Menschen sehr schnell, und dann heist es wieder: Es ist so schwierig Kontakte  zu bekommen....ach wie schade.....


So, zum Schluss noch einmal eine Bitte an Alle: Lasst die Neiddiskussion. Wer noch nie auf die Funde eines Anderen neidisch war ist entweder tot oder kurz davor.-...oder er lügt. Die Frage ist nur, bestimmt Neid mein Handeln?

Glück auf
Ulrich
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: STIRNER am 20 Jun 09, 15:10
Hallo,
werde  mich an dieser Diskussion gar nicht groß weiter beteiligen, aber solche Aussagen wie :

"...Wer Anonym bleiben will, muss das wohl auch!..."

sind in meinen Augen eine absolute Frechheit !

Solange es hier offiziell möglich und damit erlaubt ist, anonym aufzutreten, darf  hier -nach meiner Logik - niemand, der diese Möglichkeit nutzt, deswegen irgendwelche Nachteile erfahren, geschweige denn diffamiert und in einen Topf mit den -ohne Zweifel existierenden- Idioten geschmissen werden.
Die Absahner und Egoisten, um die es in dem Zusammenhang wohl geht, haben es ja gar nicht nötig anonym aufzutreten, die müßten sich ja noch nicht mal hier als Mitglied anmelden, um Info´s abzugreifen und Fundstellen derart auszubeuten, etc. ... warum hier seit Jahren -trotz fehlender Argumente-  so uneinsichtig immer wieder auf dem Thema Anonymität  rumgeritten wird (und zwar soweit ich das mitbekommen z.T. von immer den selben Mitgliedern) ist mir ein Rätsel.
Keine Gemeinschaft funktioniert ohne Vertrauen und schwarze Schafe gibt es immer und überall, damit muß man rechnen und leben.

STIRNER
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: uwe am 20 Jun 09, 17:35
Hallo Stirner,

neu im Forum und gleich markige Worte. Das was UlrichW geschrieben hat ist keine Frechheit sondern eben seine Meinung (die ich teile, aber das tut nichts zur Sache). Wir haben hier im Forum eben Meinungsfreiheit und legen lediglich Wert darau, daß niemand direkt persönlich angegriffen wird.

Also erst mal: Willkommen als registrierter user im Forum. Allerdings bist Du wirklich etwas zu anonym. Geschlecht und Alter dürfen getrost angegeben werden, ohne das der in Deutschland etwas paranoid gepflegte Datenschutz wesentlich verletzt wird.

Gruß
Uwe
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: endeavour-minerals am 20 Jun 09, 18:37
Nun UlrichW, dann habe ich wohl die falschen Eindruck aus deinen Posting bekommen.Für mich sah es halt so aus:Fundstelle bekannt gegeben,andere haben besser gefunden,jetzt ärgert man sich darüber die Fundstelle bekannt gegeben zu haben.

Das mit den "Ausländern" kann ich nur bestätigen,wobei es auch anständige Deutsche Sammler gibt.Das mit den 80% würde ich daher nicht unterschreiben.

@alle:
Aber auch ein möglicher Grund für fehlende Fundortberichte ist,das es im Moment sehr ruhig um die Steinbrüche geworten ist,der Wirtschaftskrise wegen.Einige haben Absatzprobleme und damit Kurzarbeit und es sind halt einige.Somit werden die Funde weniger. Dann ist es Sommer,die meisten sind drausen und haben einfach keine Lust etwas zu schreiben,so wie ich eigendlich auch. Ich kann also für meine Ecke nur eines schreiben,es gibt im Moment nichts interessantes zu Berichten,außer halt den Fund von ein paar matschigen Calciten,aber das interessiert hier im Atlas ja sowieso keinen,ist halt nicht bunt / spektakulär. Ähm die Trüffelschwein truppe hat glaub ich bei youTube einen Film über ihre letzte Tour,den kann man sich ja reinziehen.

Glück auf
Ingo
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: UlrichW am 20 Jun 09, 19:23
Moin STIRNER,

Zitat
Keine Gemeinschaft funktioniert ohne Vertrauen und schwarze Schafe gibt es immer und überall, damit muß man rechnen und leben.

Eben! Keine Gemeinschaft funktioniert ohne Vertrauen! Vertrauen kann man aber nur Menschen gegenüber haben, die einem auch bekannt sind! Und die im Internet angepriesene Anonymität ist garantiert kein Vertrauengrund!
Ich sage es mal so: Würde man sich auf dem Feld treffen und man stellt sich mit "Bubbleman" vor, was würdest Du von dem Kerl Dir gegenüber halten?

Und ja, es gibt schwarze Schafe! Das Problem ist, daß man "Schwarze Schafe" nicht beim Namen nennen kann, wie Uwe richtig geschrieben hat. Folglich ist es nur logisch, daß man mit dem Informationsaustausch recht zurückhaltend wird, da man damit rechnet und damit lebt!

Ich hätte kein Problem damit einem Ingo Löffler, Alois Lechner oder Uwe Ludwig  (und anderen namentlich Bekannten) einen Fundstellentip zu geben, aber einem ... Persönliche Angriffe lt. Forenregeln verboten - Der Admin!


Glück auf
Ulrich
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Stefan am 20 Jun 09, 20:38
Zitat
Eben! Keine Gemeinschaft funktioniert ohne Vertrauen! Vertrauen kann man aber nur Menschen gegenüber haben, die einem auch bekannt sind!

Ich halte das völlig anders, prinzipiell genießt jeder einen Vertrauensvorschuss! Woran soll ich das festmachen ob ich jemanden den ich nur ein paar mal gesehen habe trauen kann? An der Nase, an seinem lächeln? Muss ich mir den Ausweis zeigen lassen, damit ich mir sicher bin dass er er/sie den richtigen Namen nennt. Würden sich die Leute mit "als bürgerlich" akzeptierten Namen anmelden, wüsste ich auch nicht ob die Namen stimmen.

Jeder kann und soll dies so halten wie er/sie das möchte. Ich persönlich frage mich allerdings was Leute hier machen, die lieber nichts schreiben aus Angst jemand könnte Sie ausnutzen, wenn es diese Plattform nur gibt weil Leute etwas Preis geben. Hätten wir nicht das Lexikon und Leute mit Vertrauen wäre der Mineralienatlas schon lange wieder in der Versenkung verschwunden. Vielleicht sollte der Ein oder Andere mal darüber nachdenken. Fairness sieht für mich anders aus.

Da meine Meinung oft fälschlich als Gesetz ausgelegt wird, betone ich, dass dies meine persönliche Meinung ist, die niemand teilen muss.

Gruß Stefan
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: uwe am 21 Jun 09, 08:40
In einem Punkt muß ich hier Stefan widersprechen: Anonymität ist eben nicht korrekt. Ich habe als kleiner Junge gelernt, daß man sich vorstellt, wenn man mit anderen Leuten in Kontakt tritt. Im Berufsleben überreicht man Geschäftspartnern beim Zusammenteffen seine Visitenkarte. Für mich ist Anonymität einfach unhöflich. Da ist nichts daran zu deuteln.

Natürlich kann man einen falschen Namen erfinden und diesen natürlich auch auf seine Karte drucken lassen. So etwas möchte ich aber keinen Forumsmitglied unterstellen. Nein, die Anonymität ist entweder mangelndes Selbstvertrauen oder (wie oben schon erwähnt) Resultat dieses Pseudodatenschutzgewäschs einiger Übereifriger. Dabei sind persönliche Daten von jedem bereits sonstwo, denn in der Firma, beim Arzt, ja selbst bei Einkauf im Internet oder beim Versandhaus gibt man seine Daten preis. Nur in  einem Forum Gleichgesinder muß man seine Persönlichkeit schützen - tut mir leid, aber das verstehe ich nicht.

Soll jeder tun wie ihm beliebt. Ich, und einige andere in diesem Forum, scheuen sich nicht zu Ihrer Person zu stehen.

Gruß
Uwe
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Haldenschreck am 21 Jun 09, 09:57
hallo.

zurück zum eigenlichen anliegen....

ich sehe das eher pragmatischer:
1. habe ich mitbekommen, dass das lexikon das "kerngeschäft" sei, das forum eher ein anhängsel. für mich heißt das, meine fundstellendetails - außer kleine situationsberichte - nur im lexikon zu veröffentlichen.
2. der mangel an fundberichten vielleicht auch ein mangel an zeit ist. (ich wühle mich derzeit durch meine clara- funde von 1994).
3. es von den ohnehin irgendwie schon bekannten fundstellen nichts neues und außergewöhnliches zu berichten gibt. wenn ich z.b. wiederholt schreibe, auf der glücksrad-halde im harz einige nette cerussite gefunden zu haben, dann wird darüber meist müde gegähnt.
4. sich mit 3. die neid-/missgunstdebatte m.e. erledigt hat.

haldenschreck
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: berthold am 21 Jun 09, 10:35
Hallo,

im Forum wird diskutiert, im Lexikon wird dokumentiert - beides ist "Kerngeschäft" oder?

Ob sich das mit Neid usw. erledigt hat - ähh, ich glaube ich nicht. Es gibt unter Mineraliensammlern halt immer mal auch "Schwarze Schafe". Das liegt nicht an unserem Hobby und das ist überall so - leider. Wie jeder mit diesem Umstand umgeht ist seine Sache nur - wer läuft ständig mit einer kugelsicheren Weste rum, weil es ja einen Amokläufer geben könnte? Übertragen bedeutet das: Mit Geheimniskrämerei schützt man keine Fundstellen auf Dauer. Ich habe das wiederholt beobachtet: Irgendwann kommt ein reißerischer Bericht mit den besten Funden der letzten hundert Jahre in der Bild-Zeitung der Szene und dann haben wir das Problem. Häufig bestehen zu diesem Zeitpunkt zwar garnicht mehr die guten Fundmöglichkeiten - aber die negativen Erscheinungen haben wir doch.

Was die Anonymität angeht gebe ich Uwe voll Recht. Wenn mich jemand anruft und sich mit "stein144" meldet würde ich dem auch keine Auskunft geben. Einen Fundbericht im Aufschluss der nicht namentlich gezeichnet ist habe ich noch nicht gesehen und wenn ich anonyme Post im Briefkasten finde - sorry, die landet ungelesen um Mülleimer. Meine Beobachtung ist, dass es sich trefflich aus dem Nebel der Anonymität schießen lässt, die Sache mit dem Datenschutz wird in diesem Zusammenhang überbewertet bzw. wird vorgeschoben.   

Gruß
Berthold
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Haldenschreck am 21 Jun 09, 11:34
im Forum wird diskutiert, im Lexikon wird dokumentiert - beides ist "Kerngeschäft" oder?
...das hat aber stefan einmal ganz anders geschrieben.

im übrigen ist mißgunst/neid nur ein aspekt unter vielen, warum hier nichts mehr los ist. man sollte die anderen gründe auch herausarbeiten und nicht nur ein randthema breitklopfen.

haldenschreck
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Florian am 21 Jun 09, 12:34
Hallo zusammen,

zurück zum Kernthema der Diskussion oder...?

Muss leider auch gestehen das ich auch ein mehr mit Leser bin und weniger der Artikelschreiber. Aber in lezter Zeit bin ich nicht mal mehr ein Mitleser - die qualität der Themen hat sich wirklich verschlechtert - so finde ich. 90 % der Foren Beiträge sind nicht lesenswert und die weitern 10 % splitten sich dann in Fragen die nie beantwortet werden oder auch können - und Fragen oder Themen die oft zu todgeredet werden und am Ende steht nichts wirklich interessantes/ neues/ Lösung hier.
Zu den Fundstellenberichten:
- Ich war diesen Frühjahr-Sommer auf einigen hier im Forum/Lexikon beschriebenen Fundstellen und musste feststellen daß das was immer oft als Vorwand gegen veröffentlichungen im Internet gesagt wird --> Fundstellen werden nach Internett oder andern Veröffentlichungen von anderen Sammlern geplündert nicht bestätigen - z.B. war ich auf der Fundstelle in Leogang Österreich Vogelhalt welche Loismin vor einen Jahren schon hier beschrieben hat - und ich glaube da waren seit meinem lezten Besuch vor 2 oder 3 Jahren nicht allzuviel Sammler - oder alle haben wenig gearbeitet. Zumindest hab ich wieder gut gefunden ... oder Steinbruch Oberndorf bei Kitzbühel - war vor 2 Wochen schnell mal dort und hab wie immer Anatas-xx und Brookit-xx gefunden. Zufällig kam der Besitzer des Steinbruchs vorbei und wir kamen ins gespräch - kein Problem mit Sammelgehmigung ect. hat auch nach Nachfrage gemeint das ausser uns ganz selten mal wer zum Sammeln in den Steinbruch kommt.
Klar ist mir auch das wenn man SUperfunde veröffentlicht die Situation anders ist - da kommen dann die "Assgeier" .... aber ich glaub jeder hat doch auch so Fundstellen im petto welche ohne Problem veröffentlicht werden können oder mal ein aktueller Fundbericht gegeben werden kann ohne das man um "seine" Fundstelle bangen muss. Oder ?

Mich wundert das Themen wie diese immer so ein großes Intersse wecken und auch Reaktionen aber bei anderen Themen wo ich mir sicher bin das einige viel mehr sagen könnten kaum oder keine Aufmerksamkeit bekommen - also sollten wir nicht einfach leiber anstatt zu diskutieren einfach mal ein paar interessante Projekte/ Themen/ Bestimmungen/ Fundstellen ect. anlegen und mal wieder mit "normalen" Themen unserer Freizeit beschäftigen?

Gruß und Glück Auf

Florian
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Anatas am 21 Jun 09, 12:46
war letzten Sonntag mit Thomas/McBrook auch in Oberndorf und wir haben noch genügend (hauptsächlich Brookit) gefunden ...  

Danke an dieser Stelle nochmals an Florian welcher mich voriges Jahr auf diese Fundstelle aufmerksam machte  


Hallo zusammen,


... oder Steinbruch Oberndorf bei Kitzbühel - war vor 2 Wochen schnell mal dort und hab wie immer Anatas-xx und Brookit-xx gefunden. Zufällig kam der Besitzer des Steinbruchs vorbei und wir kamen ins gespräch - kein Problem mit Sammelgehmigung ect. hat auch nach Nachfrage gemeint das ausser uns ganz selten mal wer zum Sammeln in den Steinbruch kommt.

Florian

Schade Florian, da haben wir uns wohl mit unserer kombinierten Vogelhalt/Oberndorf-Tour um eine Woche verfehlt ; aber diese Mineralien-Touren sind halt,
zumindest bei, uns immer ziemlich spontan und ungeplant (Anruf am Donnerstag von Thomas: Du mein Kleinster will unbedingt  mit uns Sammeln gehen)
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: giantcrystal am 21 Jun 09, 14:49
Eines wundert mich beim Durchlesen der Beiträge doch etwas :

- entweder sind wir die "Letzten unserer Art" als Mineraliensammler, (was ich eigentlich nicht glaube*)...dann müssten wir ja eigentlich nur noch sehr wenige sein = es wäre kein Problem, Fundstelleninfos mitzuteilen, da wenige Sammler ja gar nicht so viele interessante Fundstellen bearbeiten können...

- oder aber wir sind doch gar nicht so wenige, dann wiederum sollten auch viel mehr Fundstelleninfos von verschiedenen Seiten zusammenkommen.

Also wie denn nun...?...oder liegt es vielleicht eher an einer grassierenden Schreibunlust vieler ?

Glück Auf

Thomas

P.S. : Hierzu noch ein Gedanke : Mineralien finden Ihren Käufer, auch heute noch ! Und das zu mitunter völlig überzogenen Preisen. Folglich kann es gar nicht so wenige Sammler geben
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Goldi85 am 21 Jun 09, 15:27
Hallo,

wenn man sich mal umschaut wird man schnell feststellen, dass nicht nur hier im MA wenige Fundberichte beschrieben werden. Ich nehme mal mindat zum Vergleich, dort wird zwar auf den ersten Blick mehr geschrieben, aber wenn man bedenkt wieviele Sammler aus aller Welt (!!) dort teilnehmen, ist es im Schnitt auch nicht mehr.
Keine Ahnung also, warum sich nur wenige bemühen. In der Zeit des Web 2.0, in der jede Kleinigkeit in Blogs niedergeschrieben wird, stellt das so ziemlich die entgegengesetzte Entwicklung da. Geheimniskrämerei? Nein, würde ich nicht generell als Grund sehen, mal von den empfindlichen Fundstellen abgesehen, was mich eher wundert ist, dass nicht mal von den klassischen Fundstellen (Juchem, Gr. Clara, die Alpen mal als Beispiel- alles "empfindliche" Fundstellen?) berichtet wird. An Zeitmangel wirds auch kaum liegen, ein kurzer Bericht ist schnell geschrieben und dank Digitalkamera ist das Hochladen von Fotos auch eine Sache von Sekunden. Mittlerweile glaube ich, es liegt wirklich an der Schreibunlust  ;)

Was die Anonymität betrifft, nur so viel: man kann es sich nunmal aussuchen und ich störe mich daran nicht weiter. Wichtiger ist die Netiquette und wenns da hapert, dann kommt halt auch mal was zurück. Von ein paar Spitzfindigkeiten mal ganz zu schweigen, Fehler müssen korrigiert werden, aber wenn sich eine Diskussion schon an unwichtigen Kleinigkeiten aufhängt, wäre eine gesunde Portion GMV doch mal angebracht.

Gruß  Daniel
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: UlrichW am 21 Jun 09, 16:53
Hallo zusammen,

Zuerst eine Nachricht an STIRNER: I
Ich bitte Dich vielmals um Entschuldigung für die saublöde Formulierung. Was ich gemeint hatte war, warum ich etwas jemandem veraten sollte, der mir nur als Synonym bekannt ist. Als ich die Formulierung "... , aber einem STIRNER" schrieb, meinte ich damit nicht dich persönlich, sondern habe deinen Nicknamen stellvertretend für alle Anonymen verwendet. Ich bitte dich dafür nochmals um Entschuldigung, zumal es zeigt, wie sehr man auf seine Formulierungen aufpassen muss um nicht missverstanden zu werden....was in dem Fall schlicht kaum zu vermeiden war! Ein Angriff auf deine Person war es auf keinen Fall, auch wenn die Formulierung der Antwort deines Postings das so hat erscheinen lassen.

Es muss sich auch niemand für seine Einstellung zu Dingen wie Fundortweitergaben, Anonymität im Netz usw. entschuldigen. Wie Uwe schon richtig schrieb, sind das Meinungen die zu gelten haben, ob es mir oder irgend jemanden passt oder nicht!

So, nun aber zurück zum Thema: Zwei wesentliche Aussagen sind mir aufgelaffen:
Zitat

- entweder sind wir die "Letzten unserer Art" als Mineraliensammler, (was ich eigentlich nicht glaube*)...dann müssten wir ja eigentlich nur noch sehr wenige sein = es wäre kein Problem, Fundstelleninfos mitzuteilen, da wenige Sammler ja gar nicht so viele interessante Fundstellen bearbeiten können...

- oder aber wir sind doch gar nicht so wenige, dann wiederum sollten auch viel mehr Fundstelleninfos von verschiedenen Seiten zusammenkommen.


Ja, sammelt tun noch viele, aber tun sie es noch mit der nötigen Konsequenz und mit dem nötigen Einsatz? Können sie es überhaupt noch?
Bei abnehmenden bzw. kaum noch vorhandenen Fundmöglichkeiten, nördl. der Weisswurstgrenze, bleibt für viele nur noch das gelegentliche Sammeln im Urlaub, andernfalls sind die Kosten einfach für viele untragbar. Also den Trend, daß eigentlich keiner mehr rausgeht zum Sammeln kann ich zumindest in unserer Region deutlichst beobachten. Das Hauptziel Eifel ist mehr oder weniger zum Lottospiel geworden, mit einer ähnlichen Trefferquote. Da fahren nur noch die ganz Harten hin. Hinzu kommt für viele, daß es nicht jedermanns Sache ist sich heimlich in Brüchen zu bewegen.

Zum zweiten Teil des Zitats gäbe es auch verschiedene Ansichten. Eine will ich hier mal erwähnen. Wenn jemand im Ausland sammelt, bekommt er in der Regel die Tips von Einheimischen. Diese sind dann nicht sehr amüsiert, wenn sie erfahren, daß man nichts eiligeres zu tun hatte, als die Info in Deutschland ins Internet zu stellen. Darauf Rücksicht zu nehmen heist eben weniger Posten.

Zitat
Mittlerweile glaube ich, es liegt wirklich an der Schreibunlust

Das bedingt, daß jemals eine Schreiblust vorhanden war. Diese war und ist nur wenigen gegeben. Und von denen haben viele "dicht gemacht". Aber warum haben sie dicht gemacht? Ich glaube kaum, daß es die Fundstellenraudies waren, sondern in der breiten Masse die fehlende Bereitschaft sich selbst in die Gemeinschaft einzubringen, sei es im Verein durch teilen und mitteilen, oder einfach nur aktivem Teilnehmen. Wer von den ehem. "Schreibern" hatte nicht das Gefühl sich einer Gemeinschaft von "ich lass mich mal bedienen"-Sammlern gegenüber zu stehen.
Und mit Schreibern meine ich nun nicht nur die hier im Forum vertretenen, sondern auch die die in Clubs das Wort führen oder sonstwie aktiv der Sammlergemeinde gegenüber stehen.

Ein anderer Aspekt kommt auch noch zum Tragen: Das Internet in der heutigen Form ist bei den Sammlern noch gar nicht angekommen. Mit angekommen meine ich jetzt nicht daß sie kein Internet haben, sondern daß sie noch nicht begriffen haben, daß das Internet die neue Form des "Vereinslebens" ist. Das geht aber auch nur, wenn man Foren so gestaltet, daß sie dem entsprechen. Also meine Favoriten wären da eindeutig:
a) Nennung des Namens und Wohnortes

b) Nennung der Hauptsammelgebiete in der Fussnote

c) Nutzung der PN ausschließlich für wirklich höchst vertrauliche Sachen. Je mehr Offenheit und Öffentlichkeit vorhanden ist, desto eher wird man als Vertrauenswürdig akzeptiert...mit all seinen Macken und Ecken! Auch herbe Kritik muss man sich öffentlich anhören müssen, wenn man öffentlich Mist gebaut hat!

d) Ein Forum darf kein imaginärer Platz bleiben, Treffen der Forumsmitglieder müssen stattfinden. Daß dies nicht immer von jedem besucht werden kann, ist klar, aber es steigert das Kennenlernen automatisch. Finden solche Treffen erst einmal statt, und hier versammelt sich ja so wie ich es sehe und weis (wer mitliest) durchaus die Spitze deutscher Sammlerschaft. Diese Treffen und der vorher und nachher stattfindende Austausch im Forum ist gleichzeitig Werbung, sich der "neuen Gemeinschaft" anzuschließen. Ich denke, mit der Zeit fallen dann viele Barrieren.

Diese Treffen kann man tadellos als Tauschtreffen organisieren, zumal uns hier im Forum die Möglichkeit zur Verfügung steht, vorher alles Mögliche zu klären. Z.B. könnten über das Forum "Vorbestellungen" ausgetauscht werden, so nach dem Motte: "Sag mal, Du sammelst doch Imsbach, kannst Du davon mal was mitgringen?"
(Imsbach war rein imaginär, könnte auch....heissen). Zudem könnte man sich vorher genauer darüber unterhalten, was man sammelt, wie und was man siucht und zu bieten hat. Schon wäre richtig leben in der Bude, denn eines ist klöar: Wenn es darum geht neues Material zu bekommen, dann kommen alle aus dem Loch.
Für Neueinsteiger böte sich die Möglcihkeit von dem Tisch der gaben reichlich abzubekommen...es sei denn ein Sammler mit 2 jahren "Berufserfahrung" sicht nur die Seltenheiten der seltensten Fundorte.

Ein Nebeneffekt wäre auch der, daß die Leute, die eine Halde reichlich besammelt haben, so ihre "Überschüsse" wieder in den Kreislauf der Sammlerschaft zuführen könnten. Damit wäre auch dem "leerfinden" von Fundstellen die Brisanz geraubt, denn es ist dann kein "Leerfinden" sondern "bergen" von Fundstellen...klassische Sinnverdrehung ;D Ausserdem zeigt sich binne Jahren, wer wirklich an der Gemeinschft teilhaben will und wer nicht. Damit wäre dann die Frage wieviele "echte" Sammler es gibt erledigt.

Noch ein Nebeneffekt: Vom Erlos z.B. durch Platzmiete oder Kuchenverkauf könnte sich der Atlas prima finanzieren.


So, nun möchte ich noch ein wenig zum Thema "Kerngeschäft" "stänkern". Es gibt einige Teile im Kerngeschäft Lexikon, die ich einfach nur genial finde: Da wären zum einen die Mineralmonografien. Diese im Nirvana des Servers verschwinden zu lassen halte ich ehrlich gesagt für sehr unklug. Diese gehören gesammelt in einer Liste in einem deutlichen Button auf die Hauptseite. Auch Fundortmonografiene wie z.B. die über Spanien (fällt mir gerade so ein) sollte dort erreichbar sein. Dann würde es auch für "Schreibwillige" mehr Sinn machen, denn ihre Erzeugnisse wären schnell erreichbar und auch von denen zu lesen, die nicht gerade nach Infos über ein spezielles Mineral oder Gebiet recherchieren.

Ansonsten ist das Lexikon für mich eher nebensächlich, denn wenn es um neue Mineralien geht schaue ich ins MinDat oder in die RRUFF-database. Fundortebeschreibungen erwarte ich in Mindat nicht, aber wenn ich sehe wieviele Fundortphotos da gesammelt werden, was brauche ich mehr: Ein Fundortfoto, eine Mineralliste dazu und eine Landkarte (Google Earth), schon weis ich ob es sich lohnt da mal hin zu fahren.
Das soll jetzt das Lexikon nicht schmälern, es ist neben Mindat das Zweitwichtigste weltweit. Daran kann und muss man weiter arbeiten. Aber wenn der Überbau wegfällt, und das sind die aktiven Sammler, wird es schwer das Lexikon zu halten.

Also ich halte das Forum für einen extrem wichtigen Ort, dem bei Mindat der Photoupload entspricht. Warum hat es soetwas nicht auch hier?

So genug gesabbelt, die Finger glühen!

Glück auf
Ulrich






Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: triassammler am 21 Jun 09, 19:55
Hallo!

Keine Ahnung also, warum sich nur wenige bemühen. In der Zeit des Web 2.0, in der jede Kleinigkeit in Blogs niedergeschrieben wird, stellt das so ziemlich die entgegengesetzte Entwicklung da. Geheimniskrämerei? Nein, würde ich nicht generell als Grund sehen, mal von den empfindlichen Fundstellen abgesehen, was mich eher wundert ist, dass nicht mal von den klassischen Fundstellen (Juchem, Gr. Clara, die Alpen mal als Beispiel- alles "empfindliche" Fundstellen?) berichtet wird. An Zeitmangel wirds auch kaum liegen, ein kurzer Bericht ist schnell geschrieben und dank Digitalkamera ist das Hochladen von Fotos auch eine Sache von Sekunden. Mittlerweile glaube ich, es liegt wirklich an der Schreibunlust  ;)

Schreibunlust (die auch bei mir gelegentlich vorhanden ist) sollte man aber differenziert betrachten: In Blogs wird meist jeder Käse geschrieben, der dem Autor gerade durch die graue Masse oder das Vakuum (je nach Veranlagung) zwischen den Ohren hindurchschießt, das ist mit dem Aufwand für einen Lexikonartikel nicht zu vergleichen. Oft ist es ja nicht damit getan, schnell in 5 Minuten einen Text hinzuwerfen, sondern man möchte schon etwas an Informationen bieten und verwendet entsprechend Zeit darauf - je nach Freizeit kann oder möchte man das nicht jede Woche leisten. Weiters gibt es bestimmt einige, die es sich nicht zutrauen, einen Fundstellenbericht zu verfassen, weil sie ihr eigenes Wissen als zu gering erachten. Aus dem schulischen und universitären Leben bekannt ist auch das Phänomen des "wie fange ich überhaupt an?", was oft dazu führt, dass diese Frage zum zentralen Problem eines geplanten Texts wird. Mancher mag auch Ansprüche an sein Projekt stellen, die er selbst nicht oder nicht schnell genug erfüllen kann, und gibt deswegen schon vorzeitig auf. Hier sollte man sich einfach trauen und beginnen... Die Tatsache, dass noch kein anderer über die jeweilige Fundstelle geschrieben hat, sollte doch zeigen, dass man selbst möglicherweise der beste Kenner der Lokalität ist. Korrekturen und Hinzufügungen durch andere sind ja jederzeit möglich. Das setzt voraus, dass man dies nicht als destruktive Kritik, sondern als Verbesserungsvorschlag auffasst.
Und natürlich gibt es die Einzelfälle, bei denen es einem schon genügt, auch ohne Fundstellenbericht bei jedem Besuch bereits 10 andere Sammler und ein weitgehend in Claims unterteiltes Gelände vorzufinden. Persönlich muss leider auch ich beobachten, dass Fundstellen mit besonders begehrten Funden gelegentlich geradezu heimgesucht werden, und das dazu noch ggf. mit falschem Werkzeug und ohne Kenntnis der Materie. Da landen dann an sich schöne und interessante Funde im Schutt, weil ohne Geduld und mit der falschen Zielsetzung gearbeitet wird. Sicher tut dies nur eine verschwindend geringe Minderheit der Sammlergemeinde (soweit es sich nicht sowieso um kommerziell agierende Personen handelt, auf die der Begriff "Sammler" gar nicht zutrifft), dieser geringe Anteil ist es aber, der die augenfälligsten Spuren im Aufschluss hinterlässt.

Aus all diesen Gründen kann ich es nachvollziehen, wenn nicht jeder einen Fundstellenbericht verfasst. Persönliche Treffen der MA-Mitglieder auf Börsen und im Gelände helfen hier sicher entscheidend, einen Gemeinschaftsgeist herzustellen und die anderen Mitglieder nicht nur als mehr oder weniger anonyme Web-Bürger zu sehen. Auch wird es so leichter, die Minderheit, die Informationen zum Zweck der Fundstellenausbeutung nur konsumiert, abzugrenzen. Letztlich verfasse ich einen Bericht lieber, wenn ich Teile der Leserschaft persönlich kenne und weiss, dass ich ihnen damit eine Freude bereite.

Gruß,
Triassammler
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Goldi85 am 21 Jun 09, 20:06
Hallo,

ja, damit hast du natürlich Recht, man muss differenzieren. Was die MA-Treffen angeht, das wäre natürlich auch mal wieder was. War bisher zweimal auf gemeinsamen Exkursionenvon Mitgliedern, man hat interessante Leute getroffen und es hat Prima geklappt. Sollte man auch mal wieder ins Auge fassen, sobald es die Zeit wieder zulässt.

Gruß  Daniel
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Collector am 21 Jun 09, 20:28


Zitiert von oben : " Vom Erlös z.B. durch Platzmiete oder Kuchenverkauf könnte sich der Atlas prima finanzieren."


Hallo Stefan (Admin)

das wär doch echt mal was Neues, um Investitionskapital für Software, Speicher und Portraits zu schaffen.

Gruß
collector
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Bergbaumaulwurf am 21 Jun 09, 21:17
Glück Auf!
Wo waren den die ganzen Vogtlandsammler!!!!!!!!!!!!
Da hatt nicht einer darüber berichtet das in Tannbergstal die Halde der Erzwäsche abgefahren wird.
Funde vom feinsten, alles was das Herz begehrt, bis hin zu schöner Pechblende!!!
Da waren manche Leute jeden Tag dort.
Bergbaumaulwurf
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: limestone am 21 Jun 09, 21:48
Hallo Bergbaumaulwurf,
als Vogtländer fühle ich mich bei Deinem Kommentar natürlich angesprochen. Klar Uranmineralien sind für einige Leute interessant, ich gehöre allerdings nicht dazu. Warum hätte ich z.B. vor 3 Wochen in die Welt hinaus rufen sollen: Hallo Welt, Wismuthalden am Schneckenstein werden abgefahren! Wäre gegen meine Überzeugung gewesen, also Finger weg von der Tastatur.
Glück Auf
Ralf
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: loismin am 21 Jun 09, 22:20
Hallo.

Was kann man an einer Fundstelle wo das Material abgefahren und zugedeckt, deamit vernichtet wird falsch machen wenn man möglichst viele Leute darauf aufmerksam
macht.
Man kann ja eine Warnung wegen dem Uran dranhängen, dann kann jeder selbst bestimmen ob er das Risiko eingeht oder nicht.
Für mich sind solche Fundstellen die dann unwiederbringlich verloren sind genau das  wo solche Fundstellenberichte einen noch größeren Sinn machen um
die Mineralien für viele Sammler zugänglich zu machen.
Und es ist doch völlig egal wer da was findet, wenn er genug davon findet kann ich doch immerhin noch mit ihm tauschen, oder ?
Vielleicht erkennen ja jetzt mal einige, daß diese Geheimhaltung nicht immer gut ist und letztendlich nur uns allen schadet !
Nehmen wir mal an, daß jemand einen guten Fund an der Carahalde meldet , ein anderer geht am nächsten Tag hin und kann noch einige gute Stufen bergen,
dann ist erstens das Marterial nicht verloren, 2. könnte man ja dann den 2. Finder anschreiben und eventuell noch ein besseres Stück von ihm im Tausch bekommen.
Das würde ich als  fruchtbare Teamarbeit sehen, wie sie hier sein sollte.
Zugegeben sehr idealisiert und meist natürlich leider so nicht gegeben , aber man sollte dran arbeiten daß das so wird.
In unserem kleinen Kreis von Vereinen ( Traunstein, Rosenheim und Salzburg ) geht das z. T. schon so, und das mit gutem Erfolg !
Und schwarze Schafe werden ausgegliedert und geschnitten, dann erledigt sich manches ganz von selber.
Allerdings muß man da bei neuen Sammlern natürlich das Risiko eingehen und diese mit einbeziehen.
Das geht manchmal schief, aber dann nur einmal und die meisten erkennen sehr schnell den Vorteil von dieser Zusammenarbeit !


Gruß
Loismin
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Stefan am 21 Jun 09, 23:19
@UllrichW entschuldige dass ich jetzt primär auf Deinen Beitrag eingehe, aber Du hattest sehr viel zusammen gefasst, was es einfacher macht darauf einzugehen.

Ich muss ein wenig schmunzeln - Schreibunlust kann ich hier nicht wirklich feststellen  :D

Würstchen verkaufen ist mal eine ausgefallene Idee - vielleicht sollten wir gleich eine kleine Messe organisieren.  ;)

Zitat
Da wären zum einen die Mineralmonografien. Diese im Nirvana des Servers verschwinden zu lassen halte ich ehrlich gesagt für sehr unklug. Diese gehören gesammelt in einer Liste in einem deutlichen Button auf die Hauptseite.


Da stimme ich Dir zu, deswegen gibt es auch den Link Portraits wo Du genau das findest. Leider ist der Platz auf der Startseite begrenzt und wir müssen irgendwo Abstriche machen

Zitat
Ansonsten ist das Lexikon für mich eher nebensächlich, denn wenn es um neue Mineralien geht schaue ich ins MinDat oder in die RRUFF-database.

Schade eigentlich, wir sind ähnlich aktuell, bei neuen Mineralien derzeit sogar aktueller. Wir haben leider noch nicht so viele Bilder aber der Rest ist nicht weniger gut dokumentiert.

Zitat
Fundortebeschreibungen erwarte ich in Mindat nicht, aber wenn ich sehe wieviele Fundortphotos da gesammelt werden, was brauche ich mehr: Ein Fundortfoto, eine Mineralliste dazu und eine Landkarte (Google Earth), schon weis ich ob es sich lohnt da mal hin zu fahren.

Ja das ist schön, das haben wir aber auch alles. Bei einheimischen Fundstellen und z.B. Spanien, sind wir oft besser aufgestellt und ausführlicher dokumentiert. Aber das ist auch nicht wirklich wichtig. Wir wollen umfassend informieren und beschränken uns nicht auf Mineralien. Bei uns steht Geologie im Vordergrund. Und es gibt keine andere WEB Seite die uns bisher Konkurrenz macht. Natürlich gibt es viele WEB Seiten die noch einzelne Gebiete besser abdecken.

Aber das lenkt wieder alles vom Thema ab. Wir brauchen nicht zwingend Geld, können auch so ganz gut überleben, brauchen aber Leute die mitmachen. Meinen Beitrag sehe ich in der Programmierung und wenn ich auf Exkursion war in einem Bericht +++ Meine Januar Amerikafunde habe ich bereits komplett an die Münchener Micromounter für Ihre Lithothek vermacht. Grandviewit war auch dabei  ;)

Vielleicht sollte sich mal jeder an die Nase fassen wo der eigene Beitrag für die Gemeinschaft liegt.
Gruß Stefan
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: STIRNER am 21 Jun 09, 23:24
Hallo,
und was ist nun bei den vermuteten Cuprit xx rausgekommen  ? (oder hab ich da was verpaßt ?)

Gruß

zitat: "...Meine Januar Amerikafunde habe ich bereits komplett an die Münchener Micromounter für Ihre Lithothek vermacht. Grandviewit war auch dabei..."

edit: Danke !
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Stefan am 21 Jun 09, 23:32
Soll Cuprit sein ..Gruß Stefan
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: minuwe am 21 Jun 09, 23:53
Zitat
Glück Auf!
Wo waren den die ganzen Vogtlandsammler!!!!!!!!!!!!
Da hatt nicht einer darüber berichtet das in Tannbergstal die Halde der Erzwäsche abgefahren wird.
Ja, das frage ich mich jetzt auch, es waren mit Sicherheit hier angemeldete Leute dort, und viele haben nicht die Zeit weit zu fahren und zu schauen, wenn es da losgeht! Das kann ich mir nur so erklären: Je weniger Leute viel finden, desto besser können sie es auf den Börsen verkaufen. Hauptsache einige können ihre Stücke anbieten, der Rest soll dann lieber unter der Haldenabdeckung verschwinden, das erhöht die Preise. Und wir wissen, es gibt da nicht nur U- Mineralien.

Das hat Loismin völlig Recht:
Zitat
Was kann man an einer Fundstelle wo das Material abgefahren und zugedeckt, deamit vernichtet wird falsch machen wenn man möglichst viele Leute darauf aufmerksam
macht.

Fairerweise muss gesagt sein, viele Sammler, die auf diese Halde gewartet haben, haben nicht mal Internet, einige aber schon!  :-\ >:(

Gruß
Uwe
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Mineralroli am 22 Jun 09, 15:12
Fundstellenberichte gibt es im Lexikon viele, hier mal ein Beispiel
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Sachsen/Erzgebirge/Revier%20Freiberg/Pretzschendorf
Ich meine, auch hier gehören sie hin, auch mal sehr detailliert wie in diesem Beispiel.
Wenn man nun Infos zur Fundstelle braucht gibt man in Suchfenster die gewünscht Fundstelle ein.
Jeder kann somit durch seine Erfahrungen diese Seiten mit zwei Mausklicks komplettieren (vorausgesetzt man willes).
Im Forum gehen solche Erklärungen irgendwann unter.
Beste Grüße
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Bergbaumaulwurf am 22 Jun 09, 20:41
Glück Auf!
Na Hallo es wird beklagt das der Mineralienatls nicht mehr so aktuelle ist. und es nicht viel neues dazukommt!!!
Aber das liegt doch an uns selbst!!!
Wenn keiner reinschreibt das auch für kurze Zeit in Tannbergstal die Wismuthalde abgefahren wird, können wir nur einen weiteren Verlust beklagen.
Ob ich dann dahinfahre und Uranminerale suche sollte mit ja dann selbst überlassen sein, aber lasst es doch erst mal alle wissen!!!
Aber wir sollten uns da mehr öffnen.
Bergbaumaulwurf
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Frank de Wit am 23 Jun 09, 00:54
Wir machen das auf strahlen.org sehr einfach.
Der nichts schreibt  (geben, fragen, helfen), bekommt auch nichts.
Der wenig schreibt, bekommt wenig.
Der viel schreibt, bekommt viel. Und nur blahblah zahlt nicht...
Es ist geben, und nehmen. Nicht nur nehmen im Leben. Bilanz... Mehr hier... (http://www.strahlen.org/philosophy/philosophyde.htm).

Personlich: Ich teile noch immer alles, aber nicht alles mit jeder. Nicht mehr...
Vertrauen kommt zu Fuss, und geht meistens auf Pferd (schwierig aus Hollandisch zu ubersetzen).

Wir haben auf Strahlen.org Ringen, vier... im aussersten Ring kann jeder mitlesen.
Im zweiten Ring nur Mitglieder des Forums, die nicht anonim sind (sehe hier... (http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,22061.msg178264.html#msg178264)
Im dritten Ring nur Mitglieder des Forums, der sehr aktiv Information teilen und mitbauen.
Und dann noch der vierte Ring... Da werden nur von alle, neue hinein gewahlt. Jeder kennt jeder, jeder vertraut jeder. Jeder der nicht drin ist, hasst jeder der drin  ist ;-)

Das wir damit nicht jeder zu Freund machen ist schade aber egal. Mann kann im Leben nicht jeder zu Freund haben. Und, echte Freunde hat man normalerweise nur wenig. Eins bis vier? Lieber hundert aktive Mitglieder im Forum, als dreitausend der nicht aktiv sind. Wenn nur 10 geben, und 100 nehmen, ist die Bilanz weg, das Vertrauen auch schnell weg, und dann ist das Forum tod...

Ich fahre morgen nach SteMarie, dann England, und kann nicht mehr reagieren bis mitte August so ungefar. Herrlich ;-) Liebe Gruesse, schlaf wohl, Frank
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Mineralroli am 23 Jun 09, 07:15
Bei Fundstellen die sozusagen vor der Haustür liegen und die man regelmäßig besucht  da habe ich für eine
gewisse Geheimniskrämerei noch Verständnis aber für Fundstellen die man ohnehin nur sehr selten besuchen
kann macht das keinen Sinn. Ich sag mir da immer wenn ich da schon nicht sammeln kann dann sollen es andere
tun. Somit werden gute Stufen vor der Zerstörung durch dem Brecher gerettet und ich habe die Möglichkeit durch
Tausch oder auch Kauf weitere Minerale von der Fundstelle zu bekommen zu der ich auch einen Bezug habe und
das ist mir lieber als werden Stücke für immer zerstört.
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: endeavour-minerals am 23 Jun 09, 07:20
Hallo Frank,
4 Ringe ehm wusste ich nicht, hab ich aber kein Problem mit.Und wieso sollte man den hassen der im inneren Ring ist? ??? Ich denke das ich aufjedenfall einen kenne  ;D der zum inneren Kreis gehört, nein und den kann man einfach nicht hassen.Dafür haben wir zu viel Spaß wenn wir es mal schaffen eine gemeinsame Tour zu machen.Also Hass, bei mir nicht.
Eine aktive Teilnahme an einem Forum braucht viel Zeit,die ich selber aber nicht im nötigen Umfang habe.Und viele Fundberichte,bedarf ebend auch vieler Touren und auch Zeit. Und wer in einem großen Forum will Calcit Tour die 100ste schon lesen,das ist doch recht langweilig. Außerdem habe ich ja auch noch meine Internet Seite und die kostet ja Geld, also parke ich logischer weise Fundortberichte,gerade zu Calcit,dort.
Freune/Sammler die ich auch persönlich kenne,wo halt einfach die "Chemie" stimmt, bekommen jeder Zeit alle notwendigen Informationen zu mir bekannten Fundorten von mir.Egal ob ich dann dabei bin oder nicht.

Viel Spaß in Markirch

Glück auf
Ingo
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Bergmannus am 24 Jun 09, 13:55
Bestes Beispiel für Fundberichte ist ja seit kurzem Ramsbeck! Der ganze Berg wurde vom Eigner des Bodens zu gemacht. Warum? Nachdem Mineraliengeier jahrelang die Grube geplündert und auch noch vermüllt haben. Irgendwelche obskure "Befahrer" sich da drinnen mit Graffiti ausgetobt und ein paar ehrenwerte Damen und Herren noch das dortige Besucherbergwerk randalierend besuchten.
Leider gibt es neben den paar ehrlichen Sammlern hunderte Haie die ohne Rücksicht vor den Hinterlassenschaften vorangegangener Generationen weder Achtung noch Respekt zollen. Biotope und Geotope, also  Orte die für zukünftige Generationen unter Schutz stehen, sind, wenn es dort interessante Funde gibt, von Plünderung und Zerstörung bedroht falls die Lokalität öffentlich gemacht wird! Beispiele gibt es ja neben Ramsbeck schon genügend. Man denke nur an das Grubenrevier Wolkenstein im Erzgebirge, geplündert und vermüllt. Die "Gelbe Birke" zu Schwarzenberg, geplündert und vermüllt...........
Mineraliensammeln hat leider den Beigeschmack der rücksichtslosen Geschäftemacherei und das ist auch ein Ergebnis, zumindest in Deutschland, ihrer Praktiken. Wenn selbst Bodendenkmale wie Pingen und Halden keine Ruhe vor solchen Leuten haben. Man muß nur mal sehr aufmerksam über die so genannten "Börsen" wandern und mal nach den genauen Fundorten fragen.
Von meiner Seite wird es hier keine Fundorte geben und da sich die ganze Lobby sowieso nicht ändern kann, wird es dabei auch bleiben. Ein Mineralienregister ebenso ein Stollen - oder Höhlenregister wie in Frankreich, ist in der BRD undenkbar, schon wegen der Geschäftemacherei und der Zerstörung der Fundstellen!

Glück auf!           Bergmannus
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: berthold am 24 Jun 09, 14:34
Hallo Bergmannus,

da hast Du vollkommen Recht wenn Du solche Vorgänge anprangerst. Allein, ich könnte Dir aus der "vor-www-Zeit" aus meiner näheren Umgebung (Tanzfleck, Pfaffenreuth, Krandorf ...) viele Fälle schildern die ähnlich oder ebenso verlaufen sind - leider.

Ich folgere daraus, dass Fundberichte hier keinen -oder zumindest keinen so großen- Einfluss haben. Weiterhin denke ich dass es ein "paar Haie" und viele ehrliche und gewissenhafte Sammler gibt.

Gruß
Berthold
Titel: Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
Beitrag von: Schluchti am 24 Jun 09, 14:49
Mineraliensammeln hat leider den Beigeschmack der rücksichtslosen Geschäftemacherei und das ist auch ein Ergebnis, zumindest in Deutschland, ihrer Praktiken.

So verallgemeinernd Mineraliensammler über einen Kamm zu scheren halte ich für unpassend. Es mag zahlreiche prominente und weniger prominente Fälle geben, in denen ohne Rücksicht auf Denkmäler und Zeitzeugen vergangener Bergbauepochen von sog "Mineraliengeiern" agiert wurde. Das ist nicht gutzuheißen! Nur ob dafür stets die Veröffentlichung von Fundstellen ursächlich ist, kann, wie Berthold schon andeutete, bezweifelt werden. Die einschlägigen Beteiligten, egal ob es sich um in bestimmen Kreisen so bezeichnete "Mineraliengeier",  um pseudoelitäre Wichtigtuer, die keine anderen Leute, als einen Kreis "Auserwählter" in "ihren" heiligen Hallen dulden oder um seriöse (Alt)bergbauinteressierte-/forscher handelt: sie alle werden sicher nicht das Internet bemühen, um an detaillierte Risszeichnungen und Informationen über Zugangsmöglichkeiten zu gelangen. Man sollte durchaus eine gewisse differenzierte Sichtweise an den Tag legen und nicht durch eine schwarz-weiss Brille den Blick für die vielen bunten Farben dazwischen verlieren.

Übrigens ist die Sperrung von Lokalitäten kein spezifisch deutsches Phänomen. Ich erinnere da nur exemplarisch an die Grube Sainte Lucie in Frankreich.