Mineralienatlas - Fossilienatlas

Gesteine / Rocks / Rocas => Geschiebe / Glacial erratic => Thema gestartet von: Psaronius am 20 Jun 09, 21:26

Titel: Unakit- Geschiebe
Beitrag von: Psaronius am 20 Jun 09, 21:26
Hallo,
wollte mal ein neues Thema ins Gespräch bringen: Unakit.
Dieses Gestein erfreut sich in jüngster Zeit immer größerer Beliebtheit, - sowohl als Schmuckstein wie
auch bei den Esoterik-Fans.
Meist kommen die hier komerziell angebotenen Steine von ausländischen Fundstellen.
Bei meinem letzten Bornholmaufenthalt, aber auch bei Sammeltouren in Vorpommern, fand ich Unakit-Geschiebe aber auch hier desöfteren.
Etliche von ihnen dabei in hervorragender Qualität, d.h. mit schönen grünen Epidotgängen und recht kräftig roten Feldspatkristallen. Hervorragendes Material zum Schleifen oder Trommeln.
Dem ausländischen Material mindestens ebenbürtig !
Haben andere Sammler ähnliche Erfahrungen gemacht ?
Gruß
Psaronius
Titel: Re: Unakit- Geschiebe
Beitrag von: Haldenschreck am 20 Jun 09, 22:32
Haben andere Sammler ähnliche Erfahrungen gemacht ?
nö, ich war weder auf bornholm noch in vorpommern  ;D .

im ernst: auch heimische norddeutsche kiesgruben halten ähnliches, jedoch kleinformatiges bereit. ob das 100%ig unakit ist, vermag ich nicht zu sagen, man könnte heimische funde vielleicht als epidotisierte magmatite ansprechen. makroskopisch sind sie aber von unakit kaum zu unterscheiden.
bislang habe ich noch keine zeit gefunden, die steinchen zu schneiden/polieren, kann also zur qualität nichts sagen.
als schmuckstein sicherlich sehr attraktiv - meine holdeste bevorzugt jedoch mehr die teure kohlenstoff-modifikation ab vvsi aufwärts  ;)

haldenschreck
Titel: Re: Unakit- Geschiebe
Beitrag von: minuwe am 21 Jun 09, 00:04
Würde auch einschätzen: Unakit ist in Nordischen Geschieben recht häufig und die Qualität (Festigkeit?) gut. Aber wie groß können die Brocken sein?

Gruß
Uwe
Titel: Re: Unakit- Geschiebe
Beitrag von: Psaronius am 21 Jun 09, 06:45
Meine Unakit-Funde erreichten maximal Faustgröße.
Die Festigkeit ist an sich kein Problem, wichtig ist eigentlich eine schöne kräftige Färbung des Epidots und des Feldspates, weil diese erst die Attraktivität der Steine nach dem Anschleifen ausmacht.
Zur Häufigkeit: In der Literatur wird meist davon gesprochen, dass solche Geschiebe relativ selten sein sollen, aber wahrscheinlich ist das wirklich alles "relativ"...
Titel: Re: Unakit- Geschiebe
Beitrag von: Haldenschreck am 21 Jun 09, 09:47
hallo,

bei mir lag die größe der stücke bislang zwischen hühnerei und tennisball.
im gegensatz zum sonstigen spektrum meiner lieblings-kiesgruben sind die stücke doch recht selten: 60% feuerstein, 15% "granit", 20% porphyre, 5% rest (darunter meist diabase, helleflint, sedimentite usw.). vielleicht bei jeder 5. exkursion finde ich mal ein stückchen. das "relativ selten" passt m.e. ganz gut.

haldenschreck
Titel: Re: Unakit- Geschiebe
Beitrag von: smoeller am 21 Jun 09, 10:37
Hallo,

Habe letztens auch ein ca. faustgroßes Stück mit rotem Feldspat und grünem Epidot an der Eckernförder Bucht gefunden. Die Kombination ist dort nicht selten, viele Orthogneise dort führen zumindest Epidotadern bis 5 mm Breite, häufig auch mehr.

Glück Auf!
smoeller
Titel: Re: Unakit- Geschiebe
Beitrag von: Psaronius am 21 Jun 09, 13:12
Hallo Smoeller,
danke für die Info
Konnte bei eigenen Exkursionen auch feststellen, dass die Häufigkeit solcher Geschiebe je nach Lokalität stark schwankt...
So gibt es an der Südküste Bornholms einige, nur wenige hundert meterlange Uferbereiche wo Unakit relativ häufig vorkommt, an anderen Bereichen ist er kaum zu finden...
Gruß
H.
Titel: Re: Unakit- Geschiebe
Beitrag von: raritätenjäger am 22 Jun 09, 11:53
Hallo,

ja, das Material findet sich in der Tat häufiger. Die Größen meiner Funde balaufen sich auf 1-7 cm. Fundorte waren u.a.:

Brodtener Ufer/Lübeck
Berlin (Müggelsee, Kiesgrube Arkenberge, Seddinberg)
Kiesgrube Gusow, Seelow, Oderbruch
Kiesgrube Althüttendorf bei Joachimsthal, Brandenburg
nähe Bad Muskau. Lausitz

Gruß
Andreas