Mineralienatlas - Fossilienatlas
Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Dies und Das / this and that => Thema gestartet von: giantcrystal am 21 Jun 09, 15:18
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Hallo aus Mittelfranken
Aus aktuellen Anlass :
Wieviele aktive Mineraliensammler gibt es eigentlich in Deutschland ? Als aktiv würde ich dabei jene Mineraliensammler betrachten, die sich aktiv um ihre Sammlung durch eigenes Sammeln, Kauf oder Tausch kümmern - also ohne verstaubte Sammlungen, die seit Jahren ungenutzt irgendwo in der Ecke oder auf dem Dachboden stehen
Auf eine solche Frage gebe ich nach vieljährigen Börsenbesuchen immer die Antwort "geschätzt etwa 40.000" aber vielleicht ist das ja völlig falsch ?
Was schätzt ihr ?
Oder gibt es dazu irgendwelche genaueren Untersuchungen ??
Glück Auf
Thomas
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Hallo,
die gleiche Frage hab ich mir auch schon öfter gestellt.
Aber hier noch nicht gepostet.......so wg.kommentaren wie:hatten wir schon öfter/ oder siehe hier und da.......
Spricht auch irgendwie für/gegen sich, meine Aussage.Oder? Passt auch zu ggbn.Anlaß.....gelle?
10.000-30.000 "Sammler" meine Schätzung
altes-gebirge
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Hallo,
tip auch so 40 000 in Deutschland - interessant wäre aber Europa oder?
Auch die alters Stuktur wäre interessant - glaube das ja so 70% der Sammler in sehr gehobenen Alter sind und so mit aktive Sammler sind aber nicht aktiv and Fundstellen Sammeln - oder liege ich da daneben...
Glück Auf
Flo
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Hallo zusammen,
also ich würde die Kalkulation anders anfangen:
In meinem Raum, also dem Ruhrgebiet samt Umgebung (ca. 7mio Einwohner) kenne ich namentlich ca. 300-500 Sammler. Da ich über Jahrzehnte zu den sehr aktiven gehört habe, glaube ich so inetwa dem Kreis der Sammler zu kennen, die meisten nur namentlich, viele aber persönlich.
Betrachtet man die Besucherzahlen auf Börsen muss man diese durch die Erfahrung der Händler teilen: Am Vormittag kommen die Sammler, der Rest sind Schaulustige oder Schmuckkäufer! Und der Umsatz mit Mineralien schrumpft massiv!
Daraus würde ich die max. mögliche Anzahl der Sammler schon bei ca. 500 belassen.
Hochgerechnet auf die 90mio. Einwohner Deutschlands ergäbe das ca. 5-7000 Sammler, wobei "sammlerarme" Regionen durch die "Sammlerzentren" inetwa ausgeglichen werden.
Ich halte den Unsicherheitsfaktor bei ungefähr 30%.
Die einfachste Art die Frage zu klären wäre es allerdings, wenn man wüste wieviele Lapis-Heft in D ausgeliefert werden. Ich denke auch da wird die Zahl 10.000 keinesfalls überschritten.
Also meine Schätzung ist : 7-10000.
Wichtig wäre auch die Frage, wieviele davon aktiv an der Szene teilnehmen und nicht nur durch Börsenbesuche oder Bezug vom Lapis auffallen. Da würde ich die Zahl auf weniger als 3000 einschätzen!
Glück auf
Ulrich
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Hallo Ulrich
ich bin (fast) sicher, dass Du mit Deiner Schätzung richtig liegst.
Die Auflagenhöhe von Lapis ist 12.000, davon ca. 70% Inland = verbleibt 8.400, weniger geschätzte 400 Abos von Institutionen, Händlern etc = 8.000 verbleibend.
Im Vergeich: Mineralienwelt-Auflage: 6.900 minus 80% Ausland = 5.520.
Nicht bekannt ist, wieviele Doppelbezieher es gibt, die sowohl Lapis als auch die MW abonnieren.
(Hierbei nur deutsche Zahlen; Österreich und Schweiz gelten als Ausland, wobei wiederum die Redakteur-bedingte Alpinzeitschrift "Lapis" wohl eher noch höhere Auflagen in der Schweiz und Österreich haben dürfte.
Welche Sammler aktiv an der Szene teilnehmen und welche nicht, ist nicht zu beantworten. Ich kenne persönlich recht viele sehr aktive und sehr erfahrene, bzw. fortgeschrittene Sammler, welche kein Lapis beziehen. Oder nur die MW. Oder garkeine der beiden. Und es gibt nicht-aktive Sammler, die beide Zeitschriften abonnieren. Also, ein komplexes Thema.
Um die Anzahl der Sammler herauszubekommen, sollte man erst mal definieren, was ein Sammler ist. Das ist ein absolut heikles Thema, welches ich scheue, hier auszubreiten, da ich schon wieder die Schelte spüre, die ich dafür bekommen werde.
Aktive Sammler sind nicht nur die, welche sich jedes Wochenende in die Steinbrüche stürzen und welche unbedingt dem besonders in Deutschland bekannten Phänomen der Vereinszugehörigkeit frönen. Sammler sind auch Leute, welche im Jahr 20.000 km fahren, um auf den wichtigsten oder mindestens den 40-50 wichtigsten Börsen Mineralien zu jagen und Kollektionen alter Hasen zu ergattern, ohne jemals einen Stein in der Natur gesucht zu haben.
So. Da haben wir die Naturfreunde und dann die Jäger. Die meisten Sammler dürften dabei die Naturfreunde sein, welchen die Munition zum Jagen fehlt. Zu den Jägern gehören wohl die bekanntesten Sammler in Deutschland und der Welt, von welchen nicht wenige noch nie eine Halde oder einen Steinbruch betraten haben oder in eine Grube eingefahren sind.
Beide Sammlertypen haben außer einem gemeinsamen Hobby nichts gemeinsam, oft trennen sie Welten. Oder einfach und in der Regel nur die pekuniären Möglichkeiten.
Und was andere Zahlen angeht: es gab mal vor Jahren eine Schätzung der Münchner Mineralientage, wer wieviel bei einem Besuch ausgibt. (Inklusive Schmuck). Soweit ich mich erinnere, waren das in etwa
*40% aller Besucher bis max 10 bis 20 €
*10 % aller Besucher zwischen 20 und 50 €
*8-9% aller Besucher zwischen 50 und 100 €
*1% mehr als 100 € (wobei nicht bekannt ist, welcher Dealer von welchem Dealer dabei gekauft hat; hier dürfte wohl auch kein Schmuck dabei gewesen sein)( 2008 waren es 45.000 Besucher)
Der große Teil von ca. 40% kauft nichts, nur Schaulustige, Kinder oder Begleiter.
Zahlen kann man drehen, mit ihnen spielen. Zu definieren, wer Sammler ist (bzw. "echter" oder "nur Käufer), wobei echte Sammler wiederum Naturfreunde und Vereinsmitglieder, aber auch die bekannten Jäger sein können - das ist wohl unmöglich. Und die Auflagenhöhe einer Zeitschrift ist genauso wenig aussagefähig über die Zahl der Sammler wie ein See mit 2 m Durchschnittstiefe, aber vielen unbekannten Löchern bis über 10 m, in welche man nach Murphys Gesetz unbedingt reinfällt.
Vielleicht noch eine andere Hypothese. Wenn man als Sammler diejenigen definiert, welche Kenntnis über Mineralien und /oder Fossilien/Gesteine udn/oder deren Vorkommen besitzen und deren Sammlungsaktivität über selbstgesammelte abgerollte Feuersteine aus dem Urlaub an der Ostsee hinausgeht, bzw. wo man auf dem heimischen Vertiko auch mal was anderes als eine geschliffene Achatscheibe oder einen Fluoritspaltoktaeder sieht, dann schätze ich die Zahl dieser Sammler - ganz ähnlich wie Du - nicht über 3.000, eher sogar weniger.
Gruß
collector (auf deutsch: Sammler)
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Hallo,
Auf eine solche Frage gebe ich nach vieljährigen Börsenbesuchen immer die Antwort "geschätzt etwa 40.000" aber vielleicht ist das ja völlig falsch ?
Eine Null wegstreichen - und Du triffst die Anzahl besser ;).
In den lezten Jahrzehnten ist die Sammlergemeinde deutlich kleiner, das Mineralien-nahe Umfeld größer geworden. Sehr gut dokumentiert sich das in den Mintgliederzahlen der VFMG und - wie bereits geschrieben - mit den Besucherzahlen und Angebot auf Börsen (Edelsteine und Eso-Kram zähle ich zum Umfeld). Die Gründe sind vielfältig, der rückläufige Bergbau und damit die schwindenden Fundaussichten dürften ursächlich sein.
Gruß
Berthold
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Hallo,
an sich eine interessante Diskussion, aber irgendwie wird das immer nur Spekulation bleiben.
Wenn ich von meiner jetzigen Heimat hier im Norden ausgehe, dann sind die wenigen Mineraliensammler fast "Einzelkämpfer"...
In meiner Ex-Heimat in Süddeutschland sieht das in den ehemaligen Bergbauregionen total anders aus.
Aber auch hier erkennt man einen Trend, dass die Anzahl der Sammler rapide zurückgeht.
Das ist nichts außergewöhnliches, da auch andere Sammlergruppen (Philatelisten, Numismatiker, u.a.)
sich ständig verkleinern.
Scheint ein Trend der Zeit zu sein...
Gruß
Psaronius
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Die Zahl von 3000 - 4000 halte ich eigentlich für zu niedrig
Was die VFMG anbelangt, so hatte diese meines Wissens zu ihrer Blütezeit - so um 1975 - etwa 7500 Mitglieder in Deutschland (korrigiert mich bitte, wenn das falsch ist) wobei dies sowohl Mineralien- als auch Fossiliensammler oder auch beides waren. Sagen wir einmal 6000 Mineraliensammler im VFMG, die man damals als aktiv bezeichnen könnte, sonst wären sie ja nicht drin gewesen im VFMG
Von diesen 6000 Mineraliensammlern im VFMG 1975 wird es heute vielleicht noch 4000 geben, viele davon freilich schon sehr alt..
Andererseits gab und gibt es sehr viele Mineraliensammler, die nie im VFMG waren (ich zum Beispiel) oder vielleicht sogar nie davon gehört haben. Das trifft zum Beispiel für viele Sammler in Mitteldeutschland zu...
Schließlich haben seit 1975 natürlich auch viele neu mit dem Hobby Mineraliensammeln begonnen, zum Beispiel sehr viele hier im Forum
Von diesem Ansatz her sollten es eigenlich bedeutend mehr sein als 4000...
Glück Auf
Thomas
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Hallo zusammen,
ein Sammelfreund und ich haben vor Jahren auch mal eine solche Hochrechnung vorgenommen und kamen auf geschätzte 10000 bis maximal 15000 Personen.Tendenz abnehmend.Wobei man davon ausgehen kann das 2/3 älter als 50 Jahre sind.Die 40000 würde ich für Europa gesammt annehmen.
Glück auf
Ingo
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Glück Auf!
Ist es den wirklich so wichtig die genaue Zahl zu wissen?
Ich denke wer richtiger Sammler ist, findet sich immer irgendwo im Verein, oder auf einer anderen Plattform.
Wobei man hier im Atlas sehr gut aufgehoben ist.
Den das Sammeln ist es nicht allein, da entstehen zuviel Fragen auf die man oft keine Antwort hatt.
Gemeinsam lässt es sich besser lösen. Auch ich stöbere gerne noch darin, auch wenn man kein Anfänger mehr ist.
Sagt uns weiter, gewinnt neue für den Atlas .
Jeder weis etwas und kann zu seiner Verbnesserung beitragen.
In diesen Sinne Bergbaumaulwurf
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Die Frage habe ich mir auch öfter gestellt. In der Region Sachsen- Erzgebirge trifft man bei den häufigen Besuchen der höffigsten Fundstellen ständig neue Gesichter, man hat den Eindruck die Reihe ist endlos, Leute aus ferneren Regionen wie Harz sind eher selten hier.
Als aktive Sammler sehe ich auch z. B. die vielen alten Bergleute, die zwar nicht mehr rumziehen, Börsen nur besuchen, kein Internet haben, keine Zeitschrift abbonieren, sich aber dennoch mit ihrer Sammlung befassen, und wenn sie sie nur umstrukturieren und gelegentlich Stücke mit Bekannten tauschen.
Schätze, es sind im Großraum Erzgebirge einige Tausend, daher könnte deutschlandweit 15000 durchaus hinkommen. 4000 in Deutschland ist mit Sicherheit zu wenig, wenn man mal bedenkt, dass man nie alle Gruppen gleichzeitig im Blick hat, es gibt z. B. auch sehr viele Fossiliensammler, die nebenbei Mineralien sammeln, als Mineraliensammler aber nicht so in Erscheinung treten. Oder Leute, die temporär sammeln (paar Jahre, dann wieder lange nicht).
Gruß
Uwe
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Glück Auf!
Zahlen sind das eine, aber man muss es auch mal von der Sammlersicht bertrachten.
Wir haben die Gruppe derer die Weltweit alles Minerale suchen und das halt mehr die Käufer sind .
Dann die die sich auf ein Mineral sich Sammelmäßig konzentriert haben und dann die Regionbezogenen und diese sind wohl der Hauptteil der wirklich Sammeln geht.
Bergbaumaulwurf
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Hallo,
also, wenn ich die Antworten hier so lese: Alle haben Recht, es liegt an der unterschiedlichen Definition "Mineraliensammler" ;)
Möglicherweise sehe ich das sehr eng. Also ich unterscheide begrifflich:
- Mineraliensucher (Strahler, Hobby-Strahler, Steinsucher)
- Fossiliensammler (Schwerpunkt des Interesses)
- Edelsteinsammler (bearbeitete Schmuck- und Edelsteine)
- Schlackesammler (Schlacken sind für mich keine Mineralien)
- Bernsteinsammler
- Gesteinssammler
- Geschiebesammler
- Sandsammler
- Meteoritensammler
- Goldsucher/Sammler
- Mineraliensammler
o.k. viele Mineraliensammler sind auch Mineraliensucher, manche Fossiliensammler sammeln auch Mineralien und manche Mineraliensammler legen sich auch geschliffene Steine in die Vitrine oder gehen mit der Waschschüssel ins Gelände. Ich bewerte den Schwerpunkt der Tätigkeit.
Nach meine Definition:
Ein Mineraliensammler ist bestrebt eine Sammlung aufzubauen, zu erweitern oder zu verbessern (eben die Tätigkeit des Sammelns). Sammlungsgegenstand sind natürliche, weitgehend unbearbeitete Mineralien.
Wer nur eine Mineraliensammlung besitzt - auch schön - aber der ist für mich kein Sammler. Ja, und da komme ich auf die geschätzten 4000 in Deutschland.
Gruß
Berthold
PS: "Von diesen 6000 Mineraliensammlern im VFMG 1975 wird es heute vielleicht noch 4000 geben, viele davon freilich schon sehr alt.." Wenn die VFMG heute so viele (4000) Mitglieder hätte - (von Mineraliensammlern mal ganz zu schweigen) wären die glücklich.
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Hallo alle,
laut repräsentativen Erhebungen gehen etwa 2 % aller Deutschen intensiv irgendeiner Sammelleidenschaft nach, da sind natürlich alle Sammelgebiete eingeschlossen, also von Briefmarken, Münzen, Trödel, Fingerhüte, Nachttöpfe, Mineralien und sonst was ;D ;D ;). Das heißt also es gibt in Deutschland etwa 1,6 Mio. aktive Sammler.
Jetzt mal eine rechnerische Spielerei, in der DDR wurde in den 1970er Jahren quasi das eigenständige Mineraliensammeln verboten, es gab aber die Möglichkeit eine Sammelgenehmigung zu erlangen wenn man Mitglied eines entsprechenden Vereins unter dem Dach des Kulturbundes war. Dies hatte des Ergebnis das sich zu dieser Zeit flächendeckend über die DDR (im Süden natürlich verstärkt) viele derartige Vereine gründeten und schon bestehende Vereine verstärkt Zuwachs bekamen. Der Staat hatte damit sein Ziel erreicht die Sammeltätigkeit stärker zu überwachen und quasi zu lenken und zu leiten. Da die meisten Sammler natürlich weiter sammeln wollten, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten, traten sie diesen Vereinen bei um die Sammelerlaubnis zu erhalten. Wenn ich richtig informiert bin waren Mitte der 1980er Jahre in der DDR ca. 4000 Sammler auf diese Weise organisiert tätig. Man kann aber getrost davon ausgen das mindestens 1000 weitere Sammler nicht in diesen Vereinen tätig waren und trotzdem weiter sammelten. Damit gab es in der DDR schätzungsweise ca. 5000 aktive Sammler. Geht man davon aus das die ehemaligen Bürgen der DDR etwa 20 % der Gesamtbevölkerung Deutschlands zum Tag der Einheit 1990 ausmachten und rechnet man die Zahl der Sammler auf Deutschland hoch kommt man auf etwa 25000 aktive Sammler in Deutschland. Da die Zahl der Mineraliensammler seit 1990 sicherlich abgenommen hat, könnte man schätzen, dass heute noch etwa 20000 Sammler in Deutschland aktiv sein könnten.
Sicher ist das eine Milchmädchenrechnung und man könnte jetzt wieder anfangen verschiedene Gegenargumente ins Feld zu führen, aber ich denke der Ansatz ist nicht der falscheste.
Gruß Jürgen ;)
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Hallo Jürgen,
ich denke, der Ansatz ist der Falscheste! Ich kann mir kaum vorstellen, daß jemand aus MekPom Mineralien gesammelt hat, und das mit einem Trabbi der in 5 Jahrenm geliefert wird und Benzin auf Gutschein! Noch dazu, da das ehem. Wismut-gebiet nicht so ohne weiteres zu bereisen war, schließlich stand hier die Sicherheit der Nation auf dem Spiel...blablabla...Mit Fossiliensammlern mag das etwas anderes gewesen sein, aber überall da, wo der Staat Devisen erwirtschaftet hat (Bergbau war da ganz vorne) oder stategische Metalle gwonnen wurden (Erzgebirge, Ronneburg, usw) waren Sammler sicher nicht gerne gesehen. Von der Zahl 4000 kann man also getrost 2/3 abziehen, denn wie ich mal gehört habe, hat Fossilien sammeln in der DDR einen weit höheren Stellenwert gehabt! Von einen Wessi klingt das jetzt ketzerisch, aber bitte nicht allzu ernst nehmen, denn es geht nur um Tendenzen.
In der BRD dagegen war das Freizeitangebot weitaus größer, was auch zu einer Verteilung der Aktivitäten geführt hat. Zur Blütezeit des Sammlens von Mineralien, also als noch alle Halden taufrisch waren und Funde immer und überall gemacht werden konnten galt bei uns das fliegende Wort: "Wir gehen Samstag Mineralien holen"....von suchen war gar nicht die Rede. Damals gab es auch kaum eine Halde, wo man Samstags nicht mind. 5 Leute getroffen hat. Damals mag die Zahl von 30-40.000 Sammlern im Westen durchaus gestimmt haben. Aber schon Anfang der 90er Jahre waren von denen nur noch eine Handvoll zu sehen, auf alle Halden Deutschlands verteilt.
Also ich halte die Zahl 3-4000 aktive Sammler für eine noch ganz ordentliche Zahl, vielleicht mögen es 5000 sein. Als aktiven Sammler betrachte ich genau die Sammler, die wie sie Berthold beschrieben hat. Ein alter Bergmann mit seinen Vitrinen, der aber weder etwas dazu kauft, noch etwas tauscht, kann ich nicht als aktiv bezeichnen, höchtens als Mineralienbesitzer. Und wer drei Steine im Urlaub aufklaubt, darf wohl auch nicht wirklich als aktiver Sammler bewertet werden, vielleicht als "angehender Sammler"? Dann kommen noch einige tausend Sammlungen, die sagen wir im Wartezustand verweilen. Entweder warten die darauf daß sich die Eigner eher himmlischen Zielen zuwenden, oder diese bestehen wie beim alten Bergmann weiter aus Erinnerungsgründen bis eben der Herrgot seinen Tribut fordert!
Ich kenne auch noch einige Sammlungen, die existieren zwar, incl. der Mitgliedschaft in Vereinen wie Lapis oder VfMG, aber das letzte mal daß die ihre Schätze angesehen haben oder sich mal mit anderen darüber ausgetauscht haben ist sicher ein paar Jahre her...die Sammlung wurde behalten aus sentimentalen Gründen!
Zum aktiven Sammeln gehört für mich neben der Erweiterung der Sammlung auch die Erweiterung der Kenntnisse, das sich damit beschäftigen, Neuigkeiten erfahren wollen und neue Ziele angehen. das betrifft sowohl aktives Feldsammeln (soweit möglich) als auch aktives "Börsensammeln".
Also ich denke weiterhin, daß es in Deutschland ca. 4000 aktive Sammler und ca. 4-6000 eher passive Sammler geben könnte. Und die Sammler von Naturprodukten, wie wir nicht als Kristalle und Mineralien bezeichnen, sind für mich keine Mineraliensammler.
Trotzdem hilft uns das nun auch nicht wirklich weiter!
Glück auf
Ulrich
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Gut, jetzt haben wir hier ein paar Meinungen...danke !
Ich denke, es gibt keinen Grund, jetzt wieder mit Streitereien angefangen
In diesem Sinne ein freundliches Glück Auf
Thomas
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ich denke, der Ansatz ist der Falscheste! Ich kann mir kaum vorstellen, daß jemand aus MekPom Mineralien gesammelt hat, und das mit einem Trabbi der in 5 Jahrenm geliefert wird und Benzin auf Gutschein! Noch dazu, da das ehem. Wismut-gebiet nicht so ohne weiteres zu bereisen war, schließlich stand hier die Sicherheit der Nation auf dem Spiel...blablabla...Mit Fossiliensammlern mag das etwas anderes gewesen sein, aber überall da, wo der Staat Devisen erwirtschaftet hat (Bergbau war da ganz vorne) oder stategische Metalle gwonnen wurden (Erzgebirge, Ronneburg, usw) waren Sammler sicher nicht gerne gesehen. Von der Zahl 4000 kann man also getrost 2/3 abziehen, denn wie ich mal gehört habe, hat Fossilien sammeln in der DDR einen weit höheren Stellenwert gehabt!
An diesem Zitat ist ja nun überhaupt nichts wahres, um Streiterein aus dem Weg zu gehen möchte ich mehr dazu nicht sagen :-\ ;)
Ich würde mich trotzdem freuen wenn die Diskussion zum Thema weiter gehen würde, weil interessant wäre es schon mal zu wissen wieviele aktive Mineraliensammler es in Deutschland gibt.
Gruß Jürgen
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Hallo Jürgen,
ich bitte vielmals um Entschuldigung, falls ich Dir mit irgendeiner Behauptung auf den Schlips getreten bin. Ich wollte dich nicht beleidigen!
In einer Diskussion muss man auch mal was völlig falsches sagen können, ohne daß es gleich auf die Goldwaage gelegt wird. Das tut der Achtung, die man dem Diskussionpartner entgegenbringt keinen Abbruch.
Ich danke Dir dafür, daß Du mir deutlich gezeigt hast, welche Streitkultur hier im Atlas angebracht ist. Da es meien nicht ist, werde ich mich wohl erst einmal ein wenig zurückhalten!
Glück auf
Ulrich.
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hallo!
sagen wir mal so ich denke es werden so an die 8000 in germany sein, kenn nun etliche die früher mal aus dummdiedelei gasammelt haben ( weil die steine schön bunt waren) und nun sehr aktiv sammeln und eine sammlung aufbauen! und ihre kinder mit einbeziehen - das finde ich auch wieder sehr toll , da gibt es wenigstens nachwuchs!! :)
mfg heiko
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Hallo Ulrich W.,
eigentlich will ich hier auch keine neue Streitmunition liefern, ich bin immer nur schockiert, wenn irgendjemand aus den alten Bundesländern genau weiß, wie man im Osten gelebt hat. Und wenn das dann absolut nichts mit der Realität zu tun hat, ist es noch schockierender !
Woher hast Du die Weisheit "mit Benzin auf Bezugsschein", außerdem gibt es auch heute noch, - auch im Westen, Sammler, die über keinen Pkw verfügen. Kenne selbst einige solcher Sammlerfreunde.
Ich bin übrigens ein typisches Beispiel dafür, dass man auch in MeckPom schon zu DDR-Zeiten Mineralien gesammelt hat.
Ich selbst sammle mittlerweile über vierzig Jahre und kenne etliche Sammlerfreunde hier in der Region, die sich auch schon ewig diesem Hobby widmen.
INatürlich gebe ich zu, dass in den südlichen Regionen die Sammlerfamilie größer ist, was aber nicht unbedingt etwas mit der DDR-Geschichte zu tun hat...
So, das mußte ich einfach loswerden.
Trotzdem Grüße,
Psaronius
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Hallo,
um auch mal kurz auf die guten alten DDR-Zeiten sprechen zu kommen.
Ich denke viele Sammler aus den alten Bundesländern wissen gar nicht wieviel Sammler es im Osten Deutschlands gab, und was die alles aus dem Berg geholt haben. Da gab´s viele aktive Sammler, welche selbst im Bergbau gearbeitet/geschuftet haben, so zusagen direkt an der Quelle sitzend. Oder was meint Ihr wie Freiberg, Ehrenfriedersdorf, Pöhla, Hartenstein, Zobes, Schönbrunn, Brunndöbra und co. jetzt auf die Börsentische gelangen?
Kenne selbst einige alte Sammler im Raum Vogtland/Erzgebirge die haben wirklich sehr beachtliche Sachen in Ihren Vitrinen stehn.
Do froch iech miech ner, wo´s des her ham? Bstimmt bin mausen hinnerherschossen griecht ;D Scherz beiseite!
P.S. Denke auch das es reichlich (einige Tausend) Sammler gibt. Einige mehr oder weniger aktiv. Aktive Mineraliensammler sind aber meines Wissens auch nicht vom Kauf oder Tasch verschont. Ich selbst sammle zu 90-95 % selbst und den Rest fülle ich dann der Vollständigkeit nach auf, durch Tausch/Kauf. Denke deshalb schon, das ich als aktiver Sammler durchgehe.
Beste Grüße und ein Glück Auf
Ronny alias STRAHLER
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Hallo an alle die alten Hasen
wie viele Sammler es also sind ist schwer auszumachen.. dass die meisten zur Generation 50+ gehören ist auch inzwischen klar aber interessant wäre wenn man die Diuskussion dahin führt, was man unternehmen müsste dass es wieder mehr werden.
Bei den Bienenzüchtern ist es das selbe Problem....Durchschnittsalter 61..und die machen gute Prifite.
Mit welchen Strategien ist es vielleicht möglich wieder die jüngeren Naturfreunde die es ja gibt dazu zu bewegen wieder Mineralien zu sammeln oder zu kaufen..
Jede Branche oder jedes Hobby hat einen dem Zeitgeist unterworfenen Zyklus, ob das Münzen sind oder Briefmarken...
Entscheidend wäre es zu erfahren was der Verband unternimmt um neue Mitglieder zu finden, wie die alten Collectoren die jüngeren unterstützen das Hobby zu aktivieren (zBsp. wie der Collector mir ständig in den A....tritt) oder was die Börsenveranstalter hier besser machen sollten. Oder liegt es an den Händlern die keine neuen Ideen im Marketing finden..
Mit der Hoffnung auf positive Antworten..
Gruss aus Midelt
Don Ronaldo
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Hallo,
@DonMineral: Ich glaube, das Problem liegt in D auch daran, dass es kaum mehr Stellen gibt, an denen man mit dem Nachwuchs noch problemlos sammeln könnte. An den meisten Fundstellen wird es schon als Erwachsener schwierig, mit Kindern ist es nahezu unmöglich. Es gibt noch einige wenige Orte (Holzmaden, Eichstätt, Rügen, Ostseestrand, Grube Clara), wo das Sammeln mit Kindern möglich ist, aber wer kann und will heute schon hunderte km weit fahren. Da nützt einem ein Verein auch nicht so viel. Dazu kommt bei Jugendlichen der hohe Gruppenzwang und Druck in der Schule. Sammeln von Mineralien gilt heute einfach nicht als "cool" und wer sich zu sehr damit befasst, wird zum Außenseiter. Die Medien tun ein übriges: Solange das Sammeln von Mineralien und Fossilien allenfalls auf Spartenkanälen wie Arte oder 3Sat vorkommt, wird es kaum die jüngeren ansprechen. Und wenn mal was auf anderen Sendern mit jüngerem Publikum kommt, dann nur irgendwelche Edelsteine oder Goldnuggets, die eh kein normaler Mensch bezahlen kann.
Was man bräuchte: Spezielle Touren für Schüler und Jugendgruppen, die Spiel und Spaß mit Sammelerlebnis verbinden. Problem: Chronischer Lehrermangel, wenig Interesse der Jugend an Vereinen/geeigneten Jugendgruppen, unterbesetzte und unterfinanzierte Jugendarbeit, oft wissen die Lehrer selber kaum was über Mineralien.
Bevor jemand regelmäßig Mineralien kauft, muss er erst einmal das Interesse haben, eine Sammlung aufzubauen. Und: Junge Leute sind meist nicht die typischen Vereinsmeier.
@all: Ich denke auch, das die genaue Anzahl von Mineraliensammlern schwer auszumachen ist. Zu unterschiedlich ist die Klientel. Da gibt es die x Mitglieder von regionalen Vereinen und der VFMG (von denen immer auch einige (Anzahl a) nur noch Mitglieder sind, aber keine aktiven Sammler mehr, dann y Börsengänger , von denen die Anzahl b nur Zuschauer sind, Anzahl c auf mehrere Börsen gehen, Anzahl d nur Schmuck/Esotherikware/Muscheln kaufen, und eine Anzahl z an Sammlern die weder in Vereinen organisiert sind, noch auf Börsen gehen und n Sammler, die nur gelegentlich/besondere Stücke für Forschung oder Vitrine sammeln oder Studenten/Dozenten, die nur auf Exkursionen/für Lehrzwecke sammeln.
Dann habt ihr die Anzahl Sammler K als K = (x - a) + (y - b - c - d) + z + n. In jeder der Variablen gibt es erhebliche Unsicherheiten. Achtung! Keine mathematisch ausformulierte Gleichung, nur ein kleiner Ansatz, zu zeigen, wie unsicher die Schätzung ist.
Glück Auf!
Smoeller
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Ist doch schon mal ein Ansatz...vielleicht mal hier 4 Wochen Zeltlager im Berberzelt in Ahouli , Brot selbst backen, am Brunnen waschen Taijine selber bruzzelt, Schafe hüten und nachmittags in die Minen gehen zum Mineralien klopfen..
vielleicht kommt der collector oder der giantchristal dann dazu als Couch um dem Nachwuchs was zu erzählen..das wär doch mal was.
Lasst uns das doch mal weiter durchdenken.
Oder man macht einen grossen Truck als Ausstellungsstand fertig und fährt damit nach Deutschland zu den Sammler, aber nicht auf die teuren Börsen die schon 300 € Nebenkosten abzwacken sondern macht eine Tour an der Autobahn entlang ( sell on the High Way) und hält jeden Nachmittag an einem anderen Rastplatz und bringt die Show zu den Sammlern, und sitzt dann abends bei Bratwurst und Kartoffelsalet und einem Bier bei den Jungs .
Grüsse Don Ronaldo
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Glück Auf,
mich hat diese Diskussion, die auf Grund einer einfachen Frage entstanden ist, doch sehr erfreut.
Die Antort auf die Frage ist doch ganz gut auf eine Anzahl von 4000 bis 8000 beantwortet worden.
Es ergeben sich mit den Antworten zwei wichtige neu Fragen:
1. Wie ist die Alterstruktur
2. Wie kann man erreichen, dass der Nachwuchs ein größeres Interesse an der Mineliensammelei findet.
Zu 1. Ein erlebnis auf der Grube Clara, wo die große Halde noch zugänglich war:
Alle über 60zig möchten bitte die Halde verlassen, wieviel Personen sind dann noch da?
Zu 2. Mit Schulkindern der Grundschule habe ich kleine Exkursionen in den Harz (Glücksradhalde) gemacht. Die Kinder waren begeistert, was aber mit den Eltern? Die hatten keine Zeit, es mussten die Großeltern mitkommen!
Viele Kinder hatten Turnschue und kein festes Schuhwerk, Plastiktüte statt Rucksack oder Stoffbeutel, etwas anständiges zu Essen und Trinken, stattdessen Geld!
Fazit, die Kinder sind zu begeistern!!! Nur die Eltern.......
W. Hajek
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Steine importieren und sammeln
eine der Rudolph Steiner Schule hat ein Lernprojekt das seit Jahren erfolgreich läuft. Da spielen die Schüler Mineralienhändler und importieren die Steine aus Madagaskar und vertrteiben sie an die Sammler und stellen auch auf Börsen (München aus) Der Erlös der ehrenamtlichen Tätogkeit geht nach Madagaskar in ein Strassenkinderprojekt..
ich finde das eine tolle Sache die jungen Menschen die Welt der Mineralien als Händler näherbringt und seiner Arbeit einen Sinn gibt..Ich muss den Artikel mal raussuchen und gebe dann mehr Info
Grüsse aus Midelt..35 Grad alle Tage
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Hallo,
ich bin immer noch der Meinung das 4000 bis 8000 Mineraliensammler in D deutlich zu wenige sind, 4000 ist auf jeden Fall viel zu gering. Ich schätze mal aus eigener Erfahrung das es allein in Sachsen mindestens 500 bis 800 aktive Sammler gibt, wobei die wenigsten davon heute noch organisiert sind sondern als Einzelkämpfer ;D auftreten.
Ein weiteres Rechenbeispiel: Versuchen wir mal von den Besuchern der Münchner Börse auf die Anzahl der aktiven deutschen Sammler zu schließen. 2008 waren auf der Münchner Börse 45000 Besucher, 50 % der Besucher kann mal getrost als Begleiter, Schaulustige, ausländische Besucher und so weiter abziehen, bleiben konservativ betrachtet 20000 übrig, davon ziehen wir nochmals 50% Eso's und Schmuckliebhaber ab, bleiben 10000 Sammler übrig von denen sagen wir mal 50 % aktiv sammeln, bleiben unterm Strich etwa 5000 deutsche aktive Sammler übrig die allein auf der Münchner Börse waren. Bleibt die Frage wie viele waren nicht auf der Börse (?) weil kein Interesse am Trubel, nicht an Kauf interessiert, zu teuer, zu weite Anfahrt, gerade keine Zeit usw. Selbst wenn man es wieder konservativ betrachtet und annimmt das die Hälfte gewesen wäre, kommt man auf eine Zahl von 10000 aktiven Sammlern.
Gruß Jürgen
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Hallo
ich melde mich auch mal zu Wort.
Für mich ist die Frage wer überhaupt -aktiver Mineraliensammler- ist?
a) jeder der mal interessante Steine aufhebt weil sie Ihm gefallen?
b) jeder der sich für Steine/Mineralien interessiert, auf Börsen etc geht und dort seine Sammlung aufbaut und erweitert?
c) jemand der auch mal was von seiner Sammlung verkauft? ...
d) oder.....???
Also ehrlich gesagt ist mir das ziemlich egal!!!!
Ich finde es vielmehr spannend und manchmal sehr überraschend wer in meiner Umgebung an Mineralien und schönen Steinen interessiert ist.
Diese Personen sind dann oft sehr erstaunt, dass es auch in Deutschland, z.T. gar nicht weit weg, Interessantes zu finden gibt.
Mir macht es dann Spass mit Ihnen dann z.B. mal zur Halde der Clara zu fahren, evtl mit Besuch des Oberwolfacher Mineralienmuseums.
Für mich ist das Sammeln, Anschauen der Steine (auch durch das Mikroskop!) und das ab und zu Schleifen von Achaten ein Abschalten vom Alltagsstress! Also alles mal mehr mal weniger und vor allem ohne System ;D
Viele Grüße und weiterhin viel Spass am Sammeln
Stephan
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Das sind ja mal nette Rechenbeispiele.
Lapis hat eine Auflage von ca. 10000, sagen wir die Hälfte sind aus Deutschland. Jeder max. 4 Sammler abonnieren Lapis, dann kommen wir schon auf 20.000.
Es gibt aber sicher noch ein paar Beispiele um es für 100.000 schön zu rechnen oder nur für 2000.
Mit anderen realen Zahlen gerechnet hatten wir hier 3400 User. 2500 waren real angemeldet und hatten was geschrieben. Im Verein und auf den Börsen kennen nur sehr wenige Leute den Mineralienatlas oder Mindat ... Vielleicht sind es von 20 einer. Wenn wir nun 2500 mal 20 nehmen kommen wir auf 50.000.
Wenn ich noch ein wenig überlege werden es schon noch die 100.000 ;) ;)
Gruß Stefan
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Um es auf den Punkt zu bringen, wir werden es nie rausbekommen ;D ;D
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Also bei den vielen Uranmineralien die ich so rumstehen habe, bin ich wohl auch aktiv!
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Ich kann das ja mal mit zwei Wörtern beantworten: zu viele !!! Mindestens auf die Kaoten, die durch rücksichtsloses Verhalten die Steinbruchbesitzer vergraulen und letztlich mir die Fundgründe entziehen, kann ich verzichten.
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das gibt es doch in keiner Branche, dass man nicht weiss wieviel Interessenten es gibt.
Macht doch mal eine Datenbankauf, hier im Atlas oder extra, in die sich jeder Sammler eintragen kann.
Bittet jaspis, und die Mineralienwelt, hier ihre Aboadressen einzutragen und abzugleichen, damit wir alle mal Bescheidwissen.
das wäredoch nicht so schwierig..und Sinnvoll
Gruss aus Midelt
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Jetzt mal eine rechnerische Spielerei, in der DDR wurde in den 1970er Jahren quasi das eigenständige Mineraliensammeln verboten, es gab aber die Möglichkeit eine Sammelgenehmigung zu erlangen wenn man Mitglied eines entsprechenden Vereins unter dem Dach des Kulturbundes war. Dies hatte des Ergebnis das sich zu dieser Zeit flächendeckend über die DDR (im Süden natürlich verstärkt) viele derartige Vereine gründeten und schon bestehende Vereine verstärkt Zuwachs bekamen. Der Staat hatte damit sein Ziel erreicht die Sammeltätigkeit stärker zu überwachen und quasi zu lenken und zu leiten. Da die meisten Sammler natürlich weiter sammeln wollten, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten, traten sie diesen Vereinen bei um die Sammelerlaubnis zu erhalten.
Viele der DDR Bürger waren Bergleute und haben sehr wahrscheinlich paar Stufen unter der Hand mitgehen lassen. Schulen wurden komischerweise immer mal wieder beliefert (das weiß ich durch meine Oma, wo der Vater später Schichtleiter im Bergbau war) und da wird auch so manches Uraninit oder Autunit dabei gewesen sein. Das ist mir danach in den Sinn gekommen, als meine Oma sagte, dass immer mal wieder schöne grüne Jadesteine dabei gewesen seien. Soviel ich weiß, ist das Vorkommen von Jade nur in Vulkannähe begrenzt und kommt im sächsischen und erzgebirgischen Raum nicht vor.
ich denke, der Ansatz ist der Falscheste! Ich kann mir kaum vorstellen, daß jemand aus MekPom Mineralien gesammelt hat, und das mit einem Trabbi der in 5 Jahrenm geliefert wird und Benzin auf Gutschein! Noch dazu, da das ehem. Wismut-gebiet nicht so ohne weiteres zu bereisen war, schließlich stand hier die Sicherheit der Nation auf dem Spiel...blablabla...Mit Fossiliensammlern mag das etwas anderes gewesen sein, aber überall da, wo der Staat Devisen erwirtschaftet hat (Bergbau war da ganz vorne) oder stategische Metalle gwonnen wurden (Erzgebirge, Ronneburg, usw) waren Sammler sicher nicht gerne gesehen. Von der Zahl 4000 kann man also getrost 2/3 abziehen, denn wie ich mal gehört habe, hat Fossilien sammeln in der DDR einen weit höheren Stellenwert gehabt!
An diesem Zitat ist ja nun überhaupt nichts wahres, um Streiterein aus dem Weg zu gehen möchte ich mehr dazu nicht sagen :-\ ;)
Gruß Jürgen
Doch,doch. Hier gibts nähere Infos dazu.
http://www.unbekannter-bergbau.de/inhalte/spot_11_2015_wismut_Uran_liste.htm
Das allgemeine sammeln von Mineralien und Fossilien war auch mit Sammelerlaubnis überall dort untersagt, wo strategisch was abgebaut und gewonnen wurde. Wurde man dort erwischt, war der Lappen weg. Und ohne diese Sammelerlaubnis der roten Socken sowieso überall.
Es war tatsächlich weniger die Angst um die Mineralsammler, denn um das Bekanntwerden der Fundpunkte, Vorkommen und Lagerstätten, dass die DDR in der ab den 1980er Jahren für das Aufsuchen von Mineralien und Fossilien über die Kulturbund-Fachgruppen ausgestellten "Sammelerlaubnis" das Suchen und den Besitz radioaktiver Minerale ausdrücklich ausschloß (vgl. Anordnung über das Sammeln von Mineralen, Fossilien und Gesteinen vom 1. Oktober 1982. Dort steht kurz und bündig im §2 (3): "Das Sammeln von radioaktiven Mineralen und Gesteinen ist nicht gestattet."
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Für mich, der noch ein paar Jahre in der DDR sammeln durfte ist dieses geballte Halb- und Viertelwissen über die damaligen Gegebenheiten einfach nur peinlich.
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Achso? Dann steht wohl auch Müll auf der Seite, dass nicht ohne Erlaubnis gesammelt werden durfte?
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Für mich, der noch ein paar Jahre in der DDR sammeln durfte ist dieses geballte Halb- und Viertelwissen über die damaligen Gegebenheiten einfach nur peinlich.
Dem kann ich nur zustimmen!
In der DDR war vieles verboten - und es wurde trotzdem gemacht. Man musste nur wissen, wie weit man gehen durfte, und das wussten die meisten DDR-Bürger sehr genau.
Natürlich war das Betreten von Betriebsgelände ohne Genehmigung verboten, aber wenn man es trotzdem tat, hat es kaum jemanden interesssiert. "Mach, dass du hier weg kommst - ich hab dich nicht gesehen" war die übliche Reaktion, wenn man doch mal erwischt wurde. Und oftmals der Beginn eines lebhaften Tauschhandels - abhängig davon, was man selbst an begehrter Mangelware für bergfrische Stufen zu bieten hatte.
Ich sammele aktiv seit nunmehr 55 Jahren, war nie im Besitz einer Sammelerlaubnis und bin auch nie danach gefragt worden - von wem auch.
Achso? Dann steht wohl auch Müll auf der Seite, dass nicht ohne Erlaubnis gesammelt werden durfte?
Nein. Kein Müll. Es bestand nur ein riesiger Unterschied zwischen geschriebenen Vorschriften und praktischer Handhabung. Also letztlich doch Müll.
Verglichen mit heutigen Bedingungen waren das paradiesische Zustände.
Thomas
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Mein Mann war bei der Wismut und er hat viele Sammler gekannt. Die würden sich heute alle im Grabe herumdrehen, wenn sie sähen, welchen - mit Verlaub - hanebüchenen Unfug man hier lesen muss. Die Jadesteine lassen wir mal außen vor, das ist ja noch ganz amüsant... Wobei der Bezug zu Uranglimmern schon gewagt ist. Und natürlich dürfte auf den Wismutbetrieben nicht gesammelt werden, das sieht heute doch auf den meisten aktiven Gruben und Steinbrüchen nicht anders aus. Letztendlich hat sich an den Gegebenheiten nicht viel geändert. Selbstverständlich sollten in der DDR einige Fundstellen nicht bekannt werden. Sie brachten via Antikhandel etc. gutes Geld ein. Heute nimmt die Funktion des gierigen Geheimniskrämers Otto Privatsammler ein...
Glückauf!
Elisabeth