Mineralienatlas - Fossilienatlas

Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Dies und Das / this and that => Thema gestartet von: Stefan am 22 Jun 09, 12:38

Titel: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Stefan am 22 Jun 09, 12:38
Liebe Mitglieder,

immer wieder kommt die Diskussion hoch, dass sich Leute an der Anonymität von Mitgliedern stoßen. Daher würde ich sehr gerne heraus finden wie die meisten Mitglieder darüber denken.

Gerne darf zu dem Thema diskutiert werden. Ich bitte darum das Thema sachlich und nah an der Fragestellung zu führen. Ihr könnt im Laufe der Diskussion auch Eure Meinung ändern und ggf.- anders abstimmen.

Da es wenig Sinn macht eine Entscheidung zu fällen, wenn nur wenig Meinungen zusammen kommen, bitte ich um rege Beteiligung. Erfreulich wäre auch ein Lösung für das Problem, wie wir feststellen sollen, dass der User auch mit ehrlichen Karten spielt.

Sollten wir gegen die Anonymität entscheiden, würden wir verpflichtend den richtigen Namen und Wohnort (Gegend) in der Signaturzeile verlangen. Für Leute die dies nicht wollen würde dies evtl. zum Ausschluss führen.

Gerne können wir alternative Szenarien diskutieren. Was letztendlich umgesetzt wird, hängt sicher vom Verlauf der Diskussion und Abstimmung ab. Ich werde prüfen ob wir die Signatur nur für angemeldete Benutzer einblenden können, oder hierfür speziell ein eigenes Feld einführen können.

Besten Gruß
Euer Admin
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: minuwe am 22 Jun 09, 13:02
Hallo,

ich halte die bisherige Lösung für die Richtige. Im Internet spielt der richtige Name keine große Rolle, kennt man die Leute persönlich, wird man in der Lage sein, sich mit dem Namen anzusprechen. Außerdem gibt es PN und Email. Viele wollen nicht, dass sie von dritter Seite auf ihre Freizeitaktivitäten oder Informationsvergabe angesprochen werden und sich, wie schon geschehen, darüber rechfertigen zu sollen. Auch würden dann sensible Informationen, z. B. über gewisse Fundstellen, zurückgehen.

Auch halte ich den Namenszwang für rechtlich bedenklich, vor allem wenn er eingeführt wird, nachdem eine andere Regelung galt, unter der sich die Betroffenen eingebracht haben. Es wäre Willkür, wenn die Alternative der Ausschluss ist. Dies wäre auch nicht fair, diese Leute dann ausscheiden zu lassen.

Es wird zwar öfter diskutiert, aber für ein echtes Problem halte ich es nicht.

Gruß
Uwe
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Pit am 22 Jun 09, 13:03
Hallo zusammen,

auch wenn ich bislang nicht im Forum in Erscheinung getreten bin, anbei mein persönlicher Eindruck/meine persönliche Meinung: für mich stellt sich die Frage der Anonymität, solange Atlas und Forum keine geschützten Bereiche sind. In meiner Tätigkeit in einer Personalabteilung habe ich mit dem Thema Datenschutz oft genug zu tun und habe in der Vergangenheit auch schon in einigen Unternehmen miterlebt, daß bei interessanten oder auf der Kippe stehende Bewerbungen erstmal der Name des Bewerbers gegoogelt wurde.

Ob nun alle im Lexikon oder Forum veröffentlichenden Mitglieder möchten, daß ihre in der Vergangenheit getätigten Meinungsäußerungen jedem auch außerhalb des Atlas zugänglich sind (ich habe hier schon Beiträge gelesen, die eindeutig bei schlechter Laune verfasst wurden), stelle ich mal in den Raum. Im Netz lassen sich inzwischen ganz gut Persönlichkeitsprofile zusammenstellen. Ich möchte meine Namen jedenfalls nicht googeln können, mir wäre es daher lieber, wenn nur Stefan (anhand meiner Emailadresse) meinen Namen kennt.

Ein Vorschlag dazu: ich habe verschiedentlich gesehen, daß Bereiche vor Scanning/Bots geschützt wurden, indem man erstmal einen kurzen Text von einer Grafik ablesen und in ein spezielles Feld eintragen muss. Alternativ weiß ich, daß zum Beispiel Einträge bei Xing inzwischen nicht mehr gegoogelt werden können. Vielleicht weiß ja jemand, was es da für technische Möglichkeiten gibt.

Viele Grüße
Pit
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Stefan am 22 Jun 09, 13:24
Anmerkung:

Es ist bisher nicht gewollt, dass Forenbeiträge nicht offentlich zugänglich sind. Google und zahlreiche Suchmaschinen die sich an die robots.txt halten, wären sicher relativ leicht dazu zu bewegen, nicht zu indizieren.

Wir könnten aber ggf. die Namen NUR für Mitglieder anzeigen, so dass Google und Co. diese mangels Mitgliedschaft auch nicht erfassen würden/könnten.

Gruß Stefan
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Mineraloge am 22 Jun 09, 13:49
Hallo!

Auch ich möchte mal meine 5 Cent dazu beitragen.
Wie schon geschrieben ist es unter Umständen bedenklich wenn der richtige Name ohne weiteres zugänglich ist. Es ist mittlerweile normal das in größeren Unternehmen Personenprofile erstellt werden, vor einer Einstellung oder wenn es darum geht das Leute entlassen werden sollen. Insofern bin ich dagegen das der richtige Name für Nichtmitglieder sowohl als auch für Mitglieder angezeigt wird, wenn dass das entsprechende Mitglied nicht wünscht. Sicher kann der richtige Name bei der Anmeldung abgefragt und gespeichert werden, für den Fall das es mal Probleme gibt. Diese Information sollte jedoch nur dem Admin zugänglich sein. Wer seinen Namen öffentlich zeigen möchte kann das ja gern tun.

Gruß Mineraloge
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Xyrx am 22 Jun 09, 13:53
Hallo,

ich finde das wir das jedem selbst überlassen sollten. Wichtig für mich wäre die Einmaligkeit des Mitglieds, also eben das jemand sich mit zwei unterschiedlichen Adressen zweimal anmeldet (sozusagen einmal als Engelchen, zum Zweiten als Teufelchen). Ich habe kaum ein Problem damit, hier meinen Namen und den Wohnort zu nennen. Wobei eben die angesprochene Funktion ganz gut wäre, die Namen vor Suchmaschinen zu verbergen. Nur eingeloggten Mitgliedern sollte die Signatur sichbar sein. Einen Zwang einzuführen halte ich definitiv für falsch. Man könnte jedoch drüber reden, das die verborgenen Bereiche des Forums nur Mitgliedern mit Realnamen zugänglich sind. Wobei eben es ein Leichtes ist, sich einen Realnamen zu erfinden und den im Forum anzugeben.

Viele Grüße
Xyrx
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: CARCHARIAS am 22 Jun 09, 13:54
Moin Zusammen

Ich frag mich bei solchen Diskussionen sowiso was das soll.

Was bringt das, wenn jeder hier im Forum meinen Namen und Wohnort kennt?

Die die ihn kennen müssen kennen ihn und die die es interessiert können mich gerne fragen.

Ansonsten bin ich weitgehend der Meinung von Uwe.

Gruß Boris
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Stefan am 22 Jun 09, 13:56
Kleine Anmerkung, die Signatur wird nun nur noch für Mitglieder angezeigt!
Ich denke diese Änderung können wir unabhängig einführen und dürfte für alle wünschenswert sein.
Gruß Stefan
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: STIRNER am 22 Jun 09, 14:00
Hallo,

 "...Was bringt das, wenn jeder hier im Forum meinen Namen und Wohnort kennt?
Die die ihn kennen müssen kennen ihn und die die es interessiert können mich gerne fragen..."

dem ist nichts hinzuzufügen !

Gruß
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: smoeller am 22 Jun 09, 14:14
Hallo,

Dann ist es OK. Habe schon seit langem meinen Namen und Wohnort in der Signatur und bin auf der Mitgliederkarte vertreten. Von daher kann eh jeder nachvollziehen, was ich schreibe. Bei mindat ist es nur noch möglich, sich mit Real-Life-Namen anzumelden, und das ist auch gut so, finde ich. Gerade bei eBay empfinde ich diese ganzen Nicknames total dämlich, hier stört es mich nur gelegentlich, manchmal aber auch. Insbesondere dann, wenn Informationen über Fundorte oder andere heikle Themen gefragt sind. Da überlegt man sich dann doch ob man die jemandem weitergeben soll/darf, der einen seltsamen Nickname benutzt.

Glück Auf!
Smoeller

Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Anatas am 22 Jun 09, 14:37
Also ich weiß nicht ...

selbst wer seinen kompletten Namen (warum auch immer) hier nicht nennen will, der Vorname (zB Gerhard B.) selbst sollte keine
Datenverfolgung  durch Personalabteilungen etc... nach sich ziehen können ...

Das Alter dürfte ja auch wohl kein Problem sein und wenn es auch um ein, zwei Jahre abweicht - man weiss besser mit wem man es zu tun hat ...
(Kind, Jugendlicher, Erwachsener, Rentner etc)

Auch wer seinen genauen Wohnort nicht hier nicht posten will, die Region (zB Oberbayern) kann/sollte es zumindest sein, auch dies kann keine
Datenverfolgung nach sich ziehen ...

Wenn diese "anonymen  Member" nur diese Angaben hier gemacht hätten wäre diese Diskussion wohl überflüssig; ich jedenfalls würde
diese für ausreichend halten.

Aber als 50jähriger  Gerhard B. aus Oberbayern kann ich ja eventuell erkannt werden von einem anderen Sammler,;dies dürfte wohl kein Problem sein
wenn ich mich an die Benimm-Regeln hier im Forum halte und auch sonst keinen Dreck am Stecken habe.

Es gibt hier einige Leute die mir sehr sympathisch sind und wenn ich weiß er kommt aus meiner Gegend kann ich ja mit Ihm über PM eine Sammel-Tour
ausmachen, ihn nach gemeinsamen Bekannten befragen, ihm einen Tip geben oder um einen Tip bitten .... dass ist ja auch ein wichtiger Aspekt des Forums !

Grüße Gerhard // Anatas
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: gladhammar am 22 Jun 09, 14:54
Hallo miteinander,

auch ich bin dafür alles so zu belassen wie es ist.
Die Gründe sind ja hier ausreichend genannt worden.
Am besten hat es Brois auf den Punkt gebracht.

Glück auf
Detlef
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Hg am 22 Jun 09, 15:09
Hallo,
ich finde den Beitrag vom Gerhard sehr passend. Ein paar Angaben zum Namen und Herkunft sind sicherlich nicht so schmerzhaft, wie hier von einigen Leuten dargestellt wird. Wenn man Google & Co. von der Suche ausknipsen kann......so what.
Es gibt einige Foren bei denen eine Anmeldung nur unter Angabe des realen Namen möglich ist (mindat, oder auch bei Strahlen.org). Komischerweise funktioniert das dort ganz gut......
Ich bin mir sicher, dass hier im Atlas einige Leute nicht ganz so auf den Tisch hauen würden oder den allwissenden Oberlehrer heraushängen lassen würden, wenn sie mit ihrem richtigen Namen, statt mit einem Pseudonym, unterschreiben müssten.
Gruß,
Andreas
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: sapphire am 22 Jun 09, 15:15
Hallo Stefan,

ich selbst bin seit 1994 im WWW unterwegs und habe auch fachlich immer wieder mit dem Thema Datensicherheit (zu dem auch der Datenschutz gehört) zu tun. Von daher gebe ich vorab zu bedenken, dass eine "Nichtanonymität" in einem öffentlichen Forum unter Datenschutzaspekten problematisch sein dürfte, auch wenn es letztlich ja auf freiwilliger Basis laufen würde.

So ein Konzept würde auch nicht verhindern, dass Informationen in "falsche Hände" gelangen, sondern nur, dass deren Quelle authentischer wird. Stichpunkt Authentizität: Eigentlich müsste man auch die noch überprüfen, möchte man tatsächlich keine Fakes haben.

Irgendwie kann ich auch nicht nachvollziehen, was an "Paul Meier, Bayern" vertrauensbildender sein soll als an "Paul"? So lange die Person nicht identifizierbar ist, bleibt sie letztlich anonym. Es beruhigt lediglich ein wenig das Bauchgefühl - aber letztlich ohne Grundlage, denn es suggeriert mehr, als es ist.

Eine nur intern sichtbare Signatur wäre sicherlich ein Kompromiss, würde aber eben nicht das Problem der öffentlichen Verfügbarkeit der Informationen lösen (welches ja in der Fundstellen-Diskussion mitunter zum Ausdruck kam). Dieses liesse sich eigentlich nur durch einen geschlossenen Forenbereich lösen. Hier wären zwei Ansätze denkbar: die "schwache Lösung" mit Zugang nach (interner) Preisgabe der Personaldaten, die "starke Lösung" mit Zugang nach persönlicher Referenz. Wobei letztere mit wachsender Grösse auch immer weiter aufweichen würde.

Ich selbst halte mich z.B. im öffentlichen Internet recht konsequent anonym, weil ich Aktivitäten wie hier im Forum nachwievor als meine Privatsphäre betrachte und diese auch möglichst auf diese Weise schütze. In einem geschlossen Forum hätte ich wiederum absolut kein Problem damit.

Viele Grüsse
Andreas
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: berthold am 22 Jun 09, 15:50
Hallo,

ich bin unbedingt dafür die totale Anonymität abzuschaffen. Wir konnten und können es ja immer wieder beobachten: Überreaktionen, persönliche Angriffe und Sticheleien kommen zwar nicht immer aber eben doch sehr oft aus dem anonymen Lager. Aus dem Nebel der Anonymität lässt sich eben gut schießen. Und wenn dann der Ruf ruiniert ist (oder man rausgeworfen wurde) meldet man sich problemlos mit neuem Pseudonym an >:(. Ein "Anonymer" hat mir erst gestern per PM sogar vorgegehalten dass ich mit richtigem Namen unterwegs bin. Auf die höfliche Nachfrage welche Beweggründe er mir unterstellt kam die Frage ob ich Streit suche und "Blöd sterben wir alle, da mußt du durch ...".

Auf der anderen Seite verstehe ich natürlich die Datenschutz-Bedenken. Es gibt leider Datensammler und die damit verbundenen Probleme. Fakt ist jedoch, dass sich viele Fach-Foren (auch in unserem Themenfeld) gegen die Anonymität entschieden haben (oder entsprechend umgestellt haben) und das hatte praktisch immer die gleichen Gründe. Ich könnte mir folgende Lösung vorstellen:

1) Anonyme User können: Lesen, aber nicht posten (auch keine PM's)
2) Anonyme User und Suchroboter sehen keine  Klarnamen
3) die Klarnamen und email-Adresse stehen nur im Steckbrief und kann nur einzeln (nicht in Listenform) eingesehen werden
4) Schreiben kann nur der, der mit Klarnamen angemeldet ist (im Forum und im Atlas)

Ohne schlafende Hunde wecken zu wollen, aber es git auch noch zwei rechtlichen Aspekte: In dem Moment wo ein Mitglied einen Web-Speicher zur Verfügung gestellt bekommt (das haben wir für den Steckbrief und für den Sandkasten ja so gelöst) wird Stefan zum Provider und für die persönliche Seite kann/wird dann logischerweise die Impressumspflicht greifen. Spätestens dann hat sich das Thema Anonymität erledigt.

Der Verfasser eines Beitrags (im Forum und Atlas)  ist für diesen juristisch verantwortlich. Allerdings liegt beim Seitenbetreiber (Stefan) die publizistische und presserechtliche Verantwortung. Das bedeutet: Prinzipiell haftet er für die Inahlte mit.

Gruß
Berthold
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Stefan am 22 Jun 09, 17:08
Zitat
ich bin unbedingt dafür die totale Anonymität anzuschaffen.

@Berthold
anzuschaffen oder abzuschaffen  ;)
Gruß Stefan
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: berthold am 22 Jun 09, 19:44
Hallo,

sorry, Tippfehler berichtigt: ... totale Anonymität abzuschaffen wäre mein Anliegen.

Vielen Dank für den Hinweis.

Gruß
Berthold
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: loparit am 22 Jun 09, 20:24
Hallo,

ich möchte mich der Meinung von Berthold voll und ganz anschließen!

Gruß
Edgar Müller -loparit-
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Haldenschreck am 22 Jun 09, 20:37
hallo,
die nennung von namen und wohnort macht nur dann sinn, wenn sie authentifiziert wurden, sprich: kopie des perso's an die admins.  :-[
ansonsten kann man auch die daten seines nachbarns nennen oder als "richi von weizenacker, berlin" offiziell auftreten.

kurz: wenn nicht 100% gesicherte daten, dann sollte man es so lassen wie bisher. alles andere ist selbstbetrug und dient der sache nicht.

haldenschreck
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Amudarja am 22 Jun 09, 21:20
Was kann man denn gewinnen durch die Aufhebung der Anonymität? Nichtviel, oder?
Ich möchte nicht den Steinbruch soundso empfehlen mit meinem Namen und dann stürzt dort einer ab und ich bin über 200 Jahre in einer wayback-machine
recherchierbar.
Und nein: Es hat nichts zu tun damit, dass man gerne im Dunkeln munkeln will. Man möchte einfach nicht immer irgendwelche Probleme anziehen oder das Potenzial für Probleme schaffen, welches dann über Jahrzehnte (auch durch das Thema "wayback-machines") Bestand hat und zu jeder Minute zu vollem Umfang anschwellen kann. Wer kennt sich denn vollständig aus, wofür man "haftet", ausser den Experten?

"Die Minerale von Herrn Mayer sind zu teuer gewesen in München!". Ist diese Äusserung geschäftsschädigend? Eventuell nicht, oder doch? Schädigt sie Befindlichkeiten und Beziehungen? Ja! Und dies dann noch auf Ewigkeit.
Leute sind nicht rational. Es wird sehrviel persönlich genommen. Genauer gesagt, wird alles persönlich genommen.
Anonymität ermöglicht Ehrlichkeit und Deutlichkeit und sie ermöglicht Informationsweitergabe. Man "verrät" eben mal etwas, weil man gute Laune hat und kann nicht gleich ans Kreuz geschlagen werden von "gegnerischen Sammlergruppen"   :). Gleichzeitig ist  Anonymität eine Hürde, die die Emotionen aus Streitigkeiten nimmt. Man agiert merklich rationaler, wenn erst eine Hürde zu nehmen ist vor einem Streit. Im ernsten Streitfalle sind die Daten des Posters doch zu liefern bei Nachfrage durch eventuell ermittelnde Stellen.

Anonymität ist das Korrektiv zur übergroßen Öffentlichkeit, die das Web bietet. Ein Gespräch unter vier Augen ist nicht anonym, aber zigmal weniger öffentlich und vor allem nicht weiter belegbar. Deshalb sollte eine Hürde vor der andauernden Öffentlichkeit und der Konservierung der Daten des Netzes geschaltet sein. Der Spot bleibt immer an im Web. Man sieht konservierte Emotionen auf Jahrzehnte. Bitte nicht doch! Selbst wenn man seine Meinung geändert hat. Wer soll das aushalten? Und wer es möchte, der kann es bereits tun. So what?

Man kann messen, ob Anonymität beliebt ist im Web. Man schaue sich die Foren an. Sind es reale Namen oder sind es Nicks, die dort überzählig schreiben? Und? Haben alle Nicks etwa etwas zu verbergen?

Es sollte bei einer Wahlfreiheit bleiben.

Glück Auf!
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Xyrx am 22 Jun 09, 21:35
Bei ernsten Fachthemen rede ich lieber mit einem Menschen mit Namen als mit einem Pseudonym. Außerdem ist das dann persönlicher irgendwie. In den Anfangszeiten des www war es normal, sich zu outen (so 19xx bis 1991 etwa, ja ich bin seit 1989 fast täglich dabei!). Kommerziell wurde das Netz um 1992, von da an war Anonymität an der Tagesordnung. Nicht ein paar Gurus gingen ins Netz, auch Laien oder gar Spinner. Und was den Datenschutz angeht, ok, ist wichtig. Doch sollte eben jeder selbst darüber entscheiden, das muß kein Datenschützer oder der Staat jedem abnehmen. Und wer das nicht selbst kann, bleibt eben anonym. Mir ist es relativ egal, was andere über mich im Netz der Netze denken, auch wenn gewisse Personalchefs mich recherchieren sollten. Mir völlig wurscht. Alles sage ich eh nicht, und wenn ich was schreibe, dann bin ich das. In der Situation, in der persönlichen Zeit. Nix anderes.

Nur mal so als Anregung, mein Text.

Viele Grüße
ein Mensch (siehe Signum), alias Xyrx
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Stefan am 22 Jun 09, 21:49
Ich finde es nett wenn Leute sagen sie möchten lieber anonym einen Steinbruch empfehlen als damit in Verbindung gebracht zu werden. Wenn ich sehe wer Beiträge schreibt dann eigentlich fast nur Leute die ihren Namen preis geben  ::)

Gruß Stefan
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: caliastos am 22 Jun 09, 22:11
totale Anonymität abzuschaffen ---> 100% dagegen

es gibt genug schnüffler und schnüffelprogramme, die nach privaten daten suchen. da hilft die beste software nix. es reicht die unsicherheit, die man durch internetaktivität eh schon hat.

letztens kam ein bericht wo datenschützer den gedanken- und sorglosen umgang mit privaten daten im web beklagen. diesmal am beispiel schüler-vz. da braucht mich ja da nur anmelden um ein vollkommenes persönlichkeitsprofil der user sehen zu können. wer so bescheuert ist und seine daten leichtfertig preisgibt soll das tun. aber jemand dazu durch forenauflagen zu zwingen halte ich für fahrlässig und ehrlicherweise für höchst unverschämt. zwingen wir doch gleich alle zur bekanntgabe ihrer kontodaten, denn man handelt ja auch untereinander, und wenn es nur die versandkosten sind. und warum nicht gleich noch beruf, einkommen, man ein internet-langfinger wäre daran sicher interessiert.

wo kommen wir da hin wenn jemand über die preisgabe privater daten diktatorisch entscheidet.

wer sich an annonymen mitglieder stört hat an sich irgendein persönliches problem. man muss auch seine nase nicht in anderer leute angelegenheiten stecken. wenn man es genauer wissen will dann kann man fragen. und wenn ein nein die antwort ist hat man sich damit abzufinden. man muss doch nicht seine persönliche neugier so primitiv befriedigen.

sobald jemand gezwungenermaßen private daten, und seinen es noch so unscheinbare wie region und co. preisgeben muss, wenn er das nicht will ist der konflickt mit dem datenschutz vorprogrammiert. wenn ich mich wo anmelde kann ich mich entscheiden ob ich mitspiele oder nicht. nachträglich aber ist das höchst bedenklich.

sich auf geschützte bereiche zu berufenhalte ich für nicht ausreichend. der aussage glaube ich auch schlicht nicht. man landet auch manchmal ohne zu wissen wie in angeblich geschützten bereichen eines servers.

ich sag's nochmal. wenn ich von jemand z.b. anschrift und co wissen will dann frage ich und nehme gegebenenfalls die ablehnung zur kenntnis, die auch beachtet wird. solange ich mit jemand nicht privat zu tun habe will ich die daten auch einfach nicht wissen. die gehen mich nun einmal einen feuchten dreck an. selbst wenn man sich mit jemand zu einer sammeltour trifft, so muss ich nicht zwingend dessen anschrift kennen.


@ berthold

ich würde nach wie vor nichts verallgemeinern.

nur, was hast du davon die privaten daten eines anderen zu sehen? glaubst du wirklich das hält von privaten anfeindungen ab? wenn mir jemand annonymes blöd kommt, dann sage ich mir: du mich auch. es gibt genug personen, die nicht davor halt machen einen auch noch privat anzugehen. mir hat das beschimpfen per e-mail als reaktion auf ein abgegebenes posting schon vollauf gereicht. da brauche ich nicht noch entsprechende briefe oder wer weiß was im briefkasten. solange es kein profi ist kann mir der nix anhaben. und einem profi reichen auch die daten, die der rechner ungefragt preisgibt aus. internet habe ich jetzt seid bald 15 jahren und bisher hat sich bis auf hier im forum niemand an annonymität gestört. man braucht keine privaten daten zur konflicktlösung oder vermeidung. deren bekanntgabe hat genau den gegenteiligen effekt.


deine vier vorschläge führen nur dazu, dass man einen teil der user schlicht aus dem forenbetrieb ausschließt. da kannst du sie genausogut gleich rauswerfen.


man gewinnt nunmal nichts durch die aufhebung der annonymität. würde sich jeder anständig verhalten, dann bräuchte man annonymität nicht. aber es gibt genug personen, die private daten für ihre eigenen zwecke missbrauchen. man schaue allein nur in die nachrichten was da für datenaffären hin und wieder platzen. das ist nur ein winziger, winziger bruchteil des datenmissbrauchs. das genaue ausmaß will, und sollte man besser gar nicht wissen. und das ist die sauerei. jeder schnüffelt nur noch in dingen, die einen nichts angehen, versucht daraus vorteile zu ziehen und und und.

wenn man also nun den membern aufzwingen will die privaten daten preiszugeben, sei es mir partiellem ausschluss und rauswurf, dann würde ich sagen ein glatter verstoß gegen den datenschutz. selbst bei denen, die ihre daten preisgeben wollen oder sich dem fügen würde ich bezweifeln das das rechtsmäßig zulässig ist.
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Amudarja am 22 Jun 09, 22:16
Ich finde es nett wenn Leute sagen sie möchten lieber anonym einen Steinbruch empfehlen als damit in Verbindung gebracht zu werden. Wenn ich sehe wer Beiträge schreibt dann eigentlich fast nur Leute die ihren Namen preis geben  ::)

Gruß Stefan

Ist möglicherweise gesetzmässig. Man gibt seinen Namen schneller preis, wenn man viel geschrieben hat, also heimisch geworden ist. Die Folge ist, dass alle realen Namen sehr viel geschrieben haben. Nichts, was nicht zu verstehen bzw. entschuldigen wäre.

Gruß!
Joerg
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: endeavour-minerals am 22 Jun 09, 22:27
Hallo,
kann es sein das wir uns schon mal darüber ausgetauscht hatten, ist schon eine Weile her, egal.
Es ist sicherlich angenehmer wenn man Namen und Beiträge nicht ergoogeln kann. Das Forum aus dem "öffenlichen Raum" des Internet heraus zu nehmen, zumindest eine Ausweitung des Full Member Bereiches, halte ich unbedingt für sinnvoll. Es ist sicher nicht im Sinne des Erfinders aber in Anbetracht so mancher Situation (Fundstellen, radioaktive Minerale etc.) und sich änderten Zeiten ist es  manchmal das Beste. Erst dann denke ich könnte/sollte  man auch mit den Namen arbeiten, gerade für die älteren Semester ist das angenehmer. Aber wie auch immer es ist ein Forum im Internet, wir sehen uns nicht persönlich, Mimik, Gestik sind nicht vorhanden und so kann es bei Diskussionen schnell zu Missverständnissen/ Kommunikationsproblemen kommen, da helfen auch keine Smilies. Und da ist es schon besser wenn das nicht unbedingt in alle Welt herausgetragen wird. Wichtig ist nur das man zum Schluss aber trotz harter Debatte auch wieder ein Bier zusammen trinken kann und zusammen Spaß hat. Aber gerade aus diesen Gründen ist eine Erweiterung des Full Member Bereiches dringend notwendig, so sehe ich das.

Wenn man Politisch, Religiös usw. aktiv ist, ist Anonymität sicher das Sicherste. Aber aus Beiträgen von Mitgliedern einer solchen Nieschensportveranstaltung wie Mineralien sammeln , Persönlichkeitsprofile anlegen, nun ja ich weiß nicht recht. Wenn ein potentieller Arbeitgeber etwas über einen Bewerber wissen möchte, braucht er ja nur einen Kommunikationspsychologen mit im Bewerbungsgespräch beizusetzen, da kommt im Ergebnis mehr bei rum als ihn via Internet auszuspionieren. Zumal derartige Persönlichkeitsprofile heute vielleicht  zutreffen und was ist morgen, Menschen ändern sich entwickeln sich weiter haben einschneidende Erlebnisse......und dann ist es Essig mit Profil. Das mittlerweile bei Personalabteilungen etisch moralische Grenzen überschritten werden ist ja schon Alltag, deshalb sollte man aber nicht gleich paranoid werden.

Gruß Ingo
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: berthold am 22 Jun 09, 22:35
Hallo,

@Amudarja

Zitat
Wer kennt sich denn vollständig aus, wofür man "haftet", ausser den Experten?

Der Urheber -anonym oder nicht- haftet selbstverständlich für seine Aussagen (auch egal ob er die Konsequenzen kennt). Das Internet und die Foren sind kein rechtsfreier Raum. Zusätzlich haftet der Medien-Betreiber. Der Betreiber muss alles zumutbare unternehmen um Verstöße zu verhindern. Ich will Dein Beispiel aufgreifen: Sagen wir ein Händler klagt wegen Geschäftsschädigung aufgrund einer anonymen Aussage im Forum. Gegen wen wird sich die Klage richten? Richtig gegen den Seitenbetreiber und gegen den Anonymen. Nun wird der Seitenbetreiber sicher versuchen über die Anmelde-Mailadresse den Schreiber ausfindig zu machen. Kann gelingen muss aber nicht (z.B. wegen anonymer-email-Weiterleitung über einen Server in Togo) Dann gäbe es noch den Weg über die IP-Protokolle. Nur muss auch das nicht unbedingt zum Erfolg führen (z.B. Anonymisierer). Einige Foren haben deswegen schon eine recht umfangreiche und Anmeldeprozedur mit Überprüfung der Daten.

Das Argument mit der wayback-machine (z.B. archive.org) greift dann nicht wenn -wie vorgeschlagen- Suchroboter keinen Zugriff auf Klarnamen haben.  

Zitat
Gleichzeitig ist  Anonymität eine Hürde, die die Emotionen aus Streitigkeiten nimmt.

Nein, das sehe ich gegenteilig.

Zitat
Man kann messen, ob Anonymität beliebt ist im Web.

Richtig, sehr einfach sogar hier im Forum. Diejenigen 10 die die meisten Postings haben sind alle mit Klarnamen bekannt. Und von den 100 fleißigsten Schreiber sind es keine 10 denen ich keinen Klarnamen zuordnen kann.  

Gruß
Berthold
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: caliastos am 22 Jun 09, 22:51
Zitat
Der Betreiber muss alles zumutbare unternehmen um Verstöße zu verhindern.

nun was ist zumutbar? sicher nicht die leute zur datenpreisgabe mit welchen mitteln auch immer zu zwingen. denn mit dem gleichen recht könnte das jede x-beliebige einrichtung behaupten. um zu verhindern dass schädigende aussagen in foren verbleiben gibt es admins und mods. gegen aussagen die vorher getätigt wurden hilft das wenig. wer kennt nicht die besipsiele von betrunkenen, die auf die polizei schimpfen, die aber bereits im rücken zuhört? allerdings kann man meinungen nicht verbieten. wenn jemand sagt er wurde von händler xy betrogen, dann ist das nicht geschäftsschädigend. dann müsste man zur vorbeugung gleich alle kundenrezensionen untersagen.

man muss und kann nicht immer allem vorbeugen. diese überregulierung bringt im endeffekt nichts, nur umstände.


Zitat
Gleichzeitig ist  Anonymität eine Hürde, die die Emotionen aus Streitigkeiten nimmt.

ansichtssache. jemand der mich annonym als annonymer beschipft geht mir sprichwörtlich am a... vorbei. worauf ich allerdings allergisch reagiere ist persönliches anfeinden. da braucht nur ein unbeherrschter spinner kommen, der mit ner aussage nicht klar kommt und schon hat man auch evtl. noch privat ärger.
grundsätzlich ist es vollkommen einerlei ob sich annonymitäten streiten oder welche mit bekannten namen. das macht keinen unterschied. den namen zu kennen ändert da absolut gar nichts. wer's drauf anlegt pfeift da drauf.


an den postings kann man die annonymität übrigens nicht messen. das ist wie äpfel mit birnen vergleichen. vergleiche lieber mal in den web-foren wie viele sich mit ihren richtigen namen anmelden und wer nicknames benutzt. foren mit zwanghafter datenpreisgabe zählen allerdings nicht.
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: minuwe am 22 Jun 09, 22:57
@ Berthold:
Zitat
Und von den 100 fleißigsten Schreiber sind es keine 10 denen ich keinen Klarnamen zuordnen kann.
Da haben wir schon die Bescherung  :D Oder sind es über 90 von denen, die hier mit Klarname arbeiten (nur Vorname zähle ich nicht mit, die sehe ich nicht als verfänglich)?
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: wolfi am 22 Jun 09, 22:58
Servus,

Mann oh Mann, man kommt kaum zum Schreiben vor lauter neuen Beiträgen! Ich meine auch, dass die einen Insider hier die anderen Insider hier beim Namen kennen und wahrscheinlich auch den Wohnort. Insofern bin ich gegen eine völlige Abschaffung der Anonymität.
Kompromissvorschlag: Anzeige der kompletten Daten für Vollmitglieder, also ab einer bestimmten Anzahl von Beiträgen. Sichergestellt sollte sein, dass nicht ein x-beliebiger Personalchef beim Googeln auf den armen Mineralien- (oder auch Fossilien-)sammlerkanidaten stößt, der mal irgendwie über irgend etwas gemosert hat und sich damit für die nächsten 130 Jahre ins Abseits befördert hat...

Servus + Glück auf
Wolfi
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Fritzi am 22 Jun 09, 23:25
Hallo,

ich bin dagegen, die Anonymität ganz abzuschaffen. Es gibt gute Gründe für den Erhalt der Anonymität. Darüber ist schon geschrieben worden, daher möchte ich das jetzt nicht auch noch tun.
Ich persönlich oute mich nur, wenn ich eine PM schicke.
Ansonsten könnte ich mich nur mit einem Mittelweg anfreunden, weniger Anonymität und den Personenkreis einschränken, der die Daten einsehen kann.
Dabei sollte aber nicht nur die Quantität der Beiträge ausschlaggebend sein, sondern auch die Qualität der Beiträge - nur, wer soll das angemessen beurteilen?

Viele Grüße, Fritzi
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: berthold am 22 Jun 09, 23:37
Hallo,

damit wir nicht aneinander vorbei reden möchte ich zu meinem Vorschlag erklären:

Nur wer mit Klarnamen angemeldet ist sollte auf die Profile der anderen Mitglieder zugreifen können - und nur da stehen die Klarnamen. Das bedeutet dann dass z.B. Google, Suchmaschinen und wayback-machinen eben keinen Zugriff auf Klarnamen haben, auf Inhalte im Atlas und Forum aber schon. Sprich, jeder behält seinen Nick, der steht unter dem Beitrag und nur ein mit Klarnamen angemeldeter User kann nachsehen wer das ist. 

Mir ist schon klar dass man damit nicht alle Ausruscher verhindern kann - leider. Aber fragt mal, warum mindat oder strahlen.org von der Anonymität Abstand genommen haben.

Gruß
Berthold
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Stefan am 22 Jun 09, 23:49
Ich habe bereits dafür gesorgt, dass Klarnamen nur von Mitgliedern gelesen werden können. Klarnamen sollen oder können in der Signatur stehen und die ist nur für Mitglieder einsehbar. Mit welchem Pseudonym sich jemand anmeldet ist egal. Der Klarname sollte in der Signatur stehen. Ich denke damit ist das Kriterium bereits erfüllt. Google und Konsorten werden die Daten nicht mehr in Ihren Index aufnehmen.

Wir werden auch keine Unterscheidung zwischen angemeldeten Usern vornehmen Angemeldet = Klarname alles andere ist Gast.

Weitere Konstrukte sind hinfällig, da wir keinen Administrationswust erzeugen werden.
Gruß Stefan
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Embarak am 23 Jun 09, 00:04
Hi,alle zusammen!

Reden wir hier allgemein über Datenschutz im web oder über die Gestaltung eines Fachforums?
Für mich steht im Vordergrund,das fachliche Niveau und auch die Umgangsformen möglichst lange hoch zu halten.
Je mehr anonyme user dazukommen,desto höher das Risiko,daß solch ein Forum zur Laber-Ecke verkommt.
Habe diese Erfahrung über mehrere Jahre in Taucher-Foren machen müssen;heute lese ich dort nicht mal mehr.)

Googlen des Arbeitgebers bei Bewerbungen : heute leider schon fast normal.Wo könnte mein beruflicher Nachteil sein,
wenn mein Interesse an Geowissenschaften offenkundig wird?
Wem das Posten im Forum aus Datenschutzgründen zu riskant erscheint,muß es ja nicht tun.Dann sollte Lesen
im Interesse der Anonymität genügen.
Ich bin für Abschaffung der Anonymität.

Noch eine Frage zur Umfrage:
Bei Veränderungen in newsgroups läuft für einen definierten Zeitraum eine Diskussion (RfD=request for discussion),
dann - ebenfalls zeitlich festgelegt - die Abstimmung (CfV=call for votes),alles moderiert.
Das Ergebnis wird publiziert und ist verbindlich.

Wie ist hier das procedere bei Umfragen,welche Verbindlichkeiten ergeben sich daraus und wer entscheidet das?
Gruß aus Berlin
Embarak
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Frank de Wit am 23 Jun 09, 00:31
Jeder der mir nicht seine echte Name sagen will, will ich nicht kennen lernen.
Meine Freunde haben alle eine echte Name. Keiner in meinem grossen Freundenkreis heisst "Blodekuh246".
Einfach oder? So, ich lasse die Wahl an dir, die andere. Willste mich kennen, sag deine Name.
Wenn nicht, bekommste keine Info uber Fundstellen, aktuelle Funde. Einfach nichts...
Ich heiss Frank de Wit, ich bin stolz auf meine Name und habe hier nichts  zu verbergen uber meine Hobby.
Und wenn ich etwas zu verbergen habe (und ich habe einiges), dann schreibe ich es hier nicht.
Auch einfach oder? Das Leben ist einfach und muss man nicht schwieriger machen als es ist
Jetzt gehe ich schlafen und morgen nach Sainte Marie aux Mines. Spass machen, Bierchen trinken. Sonne. Mineralien. Und wenn ich dann unbekannte Leute treffe, sage ich: Hi, ich bin Frank de Wit, Mineraliensammler, aus Holland. Maastricht Ja, im Suden. Die schoenste Stadt in Holland. Und du, woher kommst du? Aha Munchen. Zuper.
Schoen dich hier zu sehen. Bierchen trinken und ein bischen plaudern uber Mineralien und das Leben?
Liebe Grusse, schlaf wohl, Frank
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: uwe am 23 Jun 09, 11:42
Grundsätzlich ärgert es mich, wenn ich im Forum mit einer "blackbox" diskutieren muß bzw. soll. Dabei interessiert mich der Name lt. Personalausweis oder die genaue Anschrift eines Gesprächspartners nicht. Ich sollte aber über Geschlecht und etwaiges Alter Bescheid wissen. Auch die grobe Lokalität ist gerade in einem Forum, wie dem unseren, schon interessant. Dabei genügt als Angabe zur Lokalität das Bundesland oder das Heimatgebirge völlig aus.

Sehr viele, vermutlich auch ein großer Teil der hier unbedingt anonym auftretenden, haben sich schon mal etwas im Internet bestellt. Dort hat man bedenkenlos Name, Adresse, Telefonnummer und eventuell auch noch die Kontonummer bekannt gegeben. Aber hier in einem Fachforum hat man dan angeblich Datenschutzbedenken. Das ist doch blanker Unsinn.

Für mich ist Anonymität eine Portion Feigheit. Wenn man etwas wie hier im Prinzip weltweit äußert, sollte man sich dazu bekennen oder den Mund halten (das war zwar von mir etwas emotionell - ich lasse es aber trotzdem stehen).

Für mich wäre es ideal, wenn Alter (ohne Geburtstag), Geschlecht und Heimatgegend Pflichtangaben würden. Stefan empfehle ich, den Namen und Wohnanschrift für jeden. der hier etwas veröffentlicht anzufordern. Ich kenne mich da rechtlich nicht so aus, aber wenn man in einer Fachzeitschrift etwas veröffentlicht, muß man ja auch seinen Namen und Adresse angeben.

Außerdem ist Anonymität für mich eine gehörige Portion Unhöflichkeit. (Einer der fundamentale "Anonymiker" hat mir per PM angeboten: Höflichkeit wäre das Gegenteil von Ehrlichkeit. Solche Einstellung spricht für sich.

Gruß
Uwe
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: berthold am 23 Jun 09, 12:09
Hallo,

Zitat
Höflichkeit wäre das Gegenteil von Ehrlichkeit.

 :o ??? Manche Dinge muss man nicht nachvollziehen können.

@Uwe: In vielen Teilen stimme ich Dir zu nur "Feigheit" würde ich nicht sagen. Caliastos hat irgendwo auch schon Recht, wenn er vor zu sorglosen Umgang mit Daten warnt. Deswegen begrüße ich die aktuelle Änderung vom Stefan (ist möglicherweise jetzt etwas untergegangen) dass die Signatur nicht mehr öffentlich angezeigt (und damit nicht mehr von Suchmaschinen erfasst) wird. 

Gruß
Berthold
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Amudarja am 23 Jun 09, 13:14

Außerdem ist Anonymität für mich eine gehörige Portion Unhöflichkeit. (Einer der fundamentale "Anonymiker" hat mir per PM angeboten: Höflichkeit wäre das Gegenteil von Ehrlichkeit. Solche Einstellung spricht für sich.

Gruß
Uwe


Hallo Uwe,

ein guter Grund für Anonymität! Eine PM ist eine "private message", also eine nur für Dich bestimmte Nachricht. Warum postest Du diese und verletzt das Vertrauen desjenigen, der Dich "was auch immer" wissen lies? Nun, ich war es nicht, aber der Verdacht fällt damit auf alle "Anonymiker" wie Du sie bezeichnest. Dies als zweite Nebenwirkung Deines Versehens.
Die Gründe für Anonymität sind dargelegt worden und ich wiederhole gerne, dass im Falle absoluter Kenntnis aller Klarnamen die echte Streitereien zunehmen, statt abnehmen. Das Mühsal der Recherche des Klarnamens kühlt so manches Mütchen, wohingegen sonst gleich in der ersten Emotion scharf geschossen wird. Nach meiner Kenntnis sind viele "Klarnamenplattformen" Schauplatz und auch Quelle echter Streitigkeiten - so, wie im richtigen Leben eben. Nur mit dem nicht besonders feinen Unterschied, dass im richtigen Leben das Gespräch von gestern verklingen wird. Im Web bleibt es "Wort-für-Wort" auf Jahrzehnte recherchierbar und heizt Beteiligte möglicherweise immer wieder an.

Ich begrüße aber die umsichtige Entscheidung von Stefan, möchte aber anmerken, dass ein Abschalten der Signatur ausserhalb des Mitgiederbereiches nicht davor schützt, dass die Namen in den Postings auftauchen. Man spricht sich ja schliesslich an, bevor man schreibt. Ja, und schon ist man auf dem Weg in die Zukunft in der way-backmachine usw..

Bitte bedenkt, dass es nicht um einen Zwang zur Anonymität geht, sondern die Wahlfreiheit zur Debatte steht. Es kann also noch jeder handhaben, wie er möchte. Bitte respektiert den Wunsch vieler, anonym zu bleiben.

Glück Auf!
Jörg
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: berthold am 23 Jun 09, 13:52
Hallo,

Zitat
Eine PM ist eine "private message", also eine nur für Dich bestimmte Nachricht. Warum postest Du diese und verletzt das Vertrauen desjenigen, der Dich "was auch immer" wissen lies?

Da möchte ich Uwe in Schutz nehmen: Aus einer anonymen PM Anschauungen zu Umgangsformen zu zietieren ist ganz gewiss kein Vertrauensbruch.  :o

Sorry Jörg, das ist eine ganz seltsame Ansicht.

Gruß
Berthold
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Stänlsucher am 23 Jun 09, 14:33
Glück Auf,
wir gehen hier einen "Hobby" nach.Ich glaube aber in diesem Forum treffen sich gleichgesinnte und innerhalb des Forums sollte es keine Anonymität geben,man (Frau) brauch ja keinen "Offenbarungseid" abgeben.Wir regen uns auf wenn unser geschriebenes Wissen,Bilder ohne fragen anderweitig genutzt wird,kommt ja vor,aber wem soll man fragen,wenn DER keinen Namen hat!?

Glück Auf
Lutz aus Schneeberg/Erzg.  ;)
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Stefan am 23 Jun 09, 15:41
Noch eine Frage zur Umfrage:

Zitat
Bei Veränderungen in newsgroups läuft für einen definierten Zeitraum eine Diskussion (RfD=request for discussion),
dann - ebenfalls zeitlich festgelegt - die Abstimmung (CfV=call for votes),alles moderiert.
Das Ergebnis wird publiziert und ist verbindlich.

Wie ist hier das procedere bei Umfragen,welche Verbindlichkeiten ergeben sich daraus und wer entscheidet das?

Die Umfrage ist derzeit nicht zeitlich begrenzt. Sicher wäre es seriöser im Vorfeld darüber zu informieren was die Konsequenzen daraus sind. Leider bin auch ich mir nicht sicher was dabei rauskommen wird. Persönlich war ich immer ein verfechter der Wahlfreiheit. Leider zeigt sich mit zunehmeder Größe, dass die wenigen Querulanten die das Zugeständnis der Anonymität ausnutzen für überproportional Ärger sorgen. Es wird sicher keine ganz demokratische Entscheidung geben zumal ich der jenige bin, der primär mit den Konsequenzen leben muss. Daher muss ich abwägen welche Maßnahmen wir mit technischen Mittel umsetzen können, wie ich möglichst viele der Bedenken technisch ausräumen kann und auf dieser Grundlage wird es dann eine Entscheidung geben.

Was wir nicht einführen werden, ist eine 2 Klassengesellschaft in der Form wer seinen Namen Preis gibt darf mehr Dinge sehen oder machen. Dies würde an der Problematik an sich nichts ändern. Neue Mitgleider müssen sich seit heute zur Preisgabe des Namens in der Signatur verpflichten. Die Bedingungen für die Registrierung sind bereits diesbezüglich angepasst. Auch wenn wir das bis zu einer endgültigen Entscheidung nicht erzwingen, ist es damit bereits im Vorfeld eingeräumt.

Natürlich könnten sich Leute weiterhin mit falschem Namen anmelden und Blödsinn machen. Die Leute wären dann aber schnell entlarvt und ohne weiteres gezedere zu entfernen. Leute die seriös an einem Meinungsaustausch interessiert sind wären gut beraten gleich den richtigen Namen zu verwenden, da spätestens wenn Sie Kontakte geknüpft haben, eine Namensänderung extrem schwierig wird. Da primär die Leute daran interessiert sind, wenn Sie schon die Hürde der Anmeldung nehmen, sich auch seriös auszutauchen, wird es wenig Leute geben die mit falschem Namen agieren. Auch unsere anonymen Querulanten haben sich erst später die Blöße gegeben und waren dann sicher froh nicht erkannt zu sein. Dies wäre bei realen Namen eine zusätzliche Hürde die so manchen vielleicht ins Grübeln fallen lässt bevor die verbalen Kotzattacken beginnen.

Im Gegenzug wäre es denkbar das Zeitschloss für nachträgliche Änderungen in Beiträgen erst später zuschappen zu lassen um den Leuten die Möglichkeit zugeben, missverständliche Formulierungen auch später noch zu entschärfen. Wir verhindern das Löschen und Ändern von Beiträgen u.a. wegen der übermäßigen Emotionalität einzelner User, die so nicht einfach Ihre Entgleisungen entfernen können und sich daher vermehrt vorher überlegen was Sie schreiben. Ich denke hier können wir Vertrauen gegen Vertrauen aufwiegen und diese Rahmenbedingungen wieder aufweichen.

Gruß Stefan





Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: berthold am 23 Jun 09, 16:34
Hallo Stefan,

derzeit ist die Liste http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/SammlerSteckbriefe (Zuordnung von Klarnamen zu Nicknamen) und die darin verlinkten Steckbriefe für unangemeldete User und Suchmaschinen lesbar. Ist das so gewollt?

Gruß
Berthold
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Embarak am 23 Jun 09, 16:58
...derzeit ist die Liste http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/SammlerSteckbriefe (Zuordnung von Klarnamen zu Nicknamen) und die darin verlinkten Steckbriefe für unangemeldete User und Suchmaschinen lesbar. Ist das so gewollt? ...

Ist mir heute auch aufgefallen.Hatte mich wieder mal aus Neugierde selbst gegoogelt
und fand zu meiner Überraschung meinen Steckbrief mit beiden Namen.
Habe eigentlich nix zu verbergen,aber muß es gleich ein globaler Steckbrief sein? ;)

Gibt es eine Möglichkeit,die Privatsphäre selbst zu definieren,wie zum Bsp.bei Facebook?
Embarak

Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: uwe am 23 Jun 09, 17:50
Hallo noch mal,

es soll mich doch bitte mal jemand, welcher Bedenken hat seinen Namen hier im Forum zu veröffentlichen, belehren, welche Nachteile einem aus der Nennung seines Namens, seines Alters und seines Heimatbundeslandes erwachsen können. Ich wäre wirklich froh, das zu wissen. In meinem Berufsleben habe ich sicherlich über 1000 Visitenkarten in zahlreichen Ländern meinen Partnern überreicht. Bis heute ist mir daraus noch kein Nacheil erwachsen.

Außerdem wäre es interessant zu wissen, ob all diejenigen, welche gern anonym bleiben möchten, niemals etwas in einem Versandhaus oder im Internet bestellt haben.  Selbstverständlich soll man mit seinen sensibleren Daten sorgfältig umgehen. Das ist gar keine Frage. Aber mal ehrlich, die von mir oben in der ersten Zeile genannten wünschenswerten Grunddaten sind doch nicht sensibel. Es verlangt ja niemand, daß er seine Kinderkrankheiten und Bankverbindung bekannt gibt. Aber jeder sollte wissen, daß von jeden auch diese Daten irgendwo elektronisch gespeichert sind und keiner den Fluß dieser, seiner Daten irgendwie beeinflusssen kann.

Also Ihr lieben anonymen User: Ihr seit für offizielle Stellen genau so gläserne Bürger wie ich, der Namen und Heimatort hier im Forum bekannt gegeben hat. Denkt mal darüber nach.

Gruß
Uwe
Uwe
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: caliastos am 23 Jun 09, 19:10
visitenkarten sind wohl ja was ganz anderes. die kannst du nämlich nicht ergooglen. zudem wandern die mit der zeit mit sicherheit in den müll oder die evrgessenheit. im web nicht.

der hauptgrund der gegen unnötige datenpreisgabe anzuführen ist, ist der unabsehbare un unkontrolierbare datenmissbrauch. die adresse reicht z.b. schon um unerwünschte werbung zu erhalten. was per mail geht, geht auch per brief.

die bestellung in einem evrsandhaus ist übrigens auch was anderes. seriöse häuser erlauben die datenpreisgabe nur über ssl und andere verschlüsselungen. versendete mails sind auch nicht jedem zugänglich. aber selbst da kannst du den datenmisbrauch nicht ausschließen. doch was in foren steht kann man immer auslesen; und wenn man sich auch nur wegen der schnüffelei anmeldet.

es mag zwar genug stellen geben an denen man private daten einsehen. die krankenkassen schieben sich teilweise patientendaten zu, banken kundendaten. die schufa schaut wie man mit dem geld umgeht, der staat und die geheimdienste schnüfffeln wer weiß wo herum.
aber man muss ja deswegen nicht gleich jedem, ich sag jetzt einfach mal dorfdeppen, die startcodes für sämtliche atomwaffen in die handgeben. alle die zugriff auf private daten haben, ob wissentlich oder unwissentlich sind schon problematisch genug, da muss man es nicht auch noch dem rest einfach machen.



ich stell mal eine gegenfrage: was bringt einem die kenntnis von wohnregion, alter, name und co?

alter: jemand mit 60 kann sich wie ein kleinkind benehmen und ein knirps von 10 wie jemand mit 30. kommt beides oft genug vor.
wohnort: was bringt mir die info? die person wohnt, wo sie wohnt.
name: wo ist der unterschied ob jemand hans oder haudrauf genannt wird? ist doch egal, wie man sich nennt oder genannt wird. den namen der bei mir im pass steht höre ich so gut wie nie.alle verwenden oder erfinden irgendwelche spitznamen. wenn es hoch kommt höre und lese ich meinen namen weniger als 50x im jahr. und spielt es eine rolle. nein.


man google ruhig mal nach dem eigenen namen und frage sich ob das alles so sein muss, was man da findet. die möglichkeiten damit was irgendeinen mist anzustellen sind nicht abschätzbar. wie soll man da nachteile aufzählen? man kommt ja nicht mal drauf was alles machbar ist. der unfug, der bisher getrieben wird reicht vollkommen. aber man kann ruhig noch nen kanister bezin gemütlich ins feuer gießen.
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: endeavour-minerals am 23 Jun 09, 19:13
Hallo Uwe,
Vielleicht kann ich dir da etwas weiter helfen.
Die Auswahl der Wörter, der Schreibstil uvm. ,geben Auskunft über den Charakter einer Person. Ist er zielstrebig, schludrig, jehzornig usw. Ein Wort hat 4 Seiten / Ebenen, eine Emotionale, eine Sachebene, eine Befehlsebene und noch eine, aber die weiß ich nicht mehr, ist halt schon lange her. Und je nach dem auf welcher Seite / Ebene derjenige anspringt lassen sich Charakterzüge ermitteln. Aber auch die Art wie jemand eine Diskussion führt gibt Aufschluss.  Ja der Mensch kann für geschulte Leute ein offenes Buch sein. Das nennt man Kommunikationspsychologie, hab ich oben schon mal erwähnt. Auf Grund von derartigen Charakterzügen werden Profile erstellt und könnten dann entscheiden ob Bewerber  zu einen Unternehmen passen oder halt nicht. Gerade in Berufen mit Aufstiegsmöglichkeit oder in Führungsebenen oder mit einen gewissen Sicherheitszwang ist daher eine weise Weste von Vorteil.

Aber ich habe derartige Praktiken oben schon angezweifelt, weil man eigentlich auch einen solchen Psychologen einen Bewerbungsgespräch mit beisetzen könnte und durch entsprechende Befragungen und den schriftlichen Unterlagen genauso viel wenn nicht sogar mehr heraus bekommen kann. Aber nicht des so trotz es wird gemacht.

Ich hoffe dir etwas weiter geholfen zu haben.

Ingo
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Kerloc am 23 Jun 09, 19:24
Hi,

ob jemand lieber anonym bleiben will oder mir seinen richtigen Namen sagt ist mir sowas von egal.
Wenn man mit "Kerloc" redet oder mit "Martin Stolzenberg" , es spielt für mich keine Rolle weil ich weiß, dass auf der anderen Seite ein Mensch sitzt.

Wenn man am Gemüsestand zufällig mit jemanden über etwas plaudert weiß man seinen Namen auch net immer. Ich finde es auch nicht gut, dass man jetzt seinen Namen in die Signatur schreiben soll(muss).

Die User die Ärger machen werden gebannt oder mit einer Sperre belegt. Fertig!

Grüßle
Martin
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: CARCHARIAS am 23 Jun 09, 19:49
Moin Zusammen

Ich frag mich bei solchen Diskussionen sowiso was das soll.

Was bringt das, wenn jeder hier im Forum meinen Namen und Wohnort kennt?

Die die ihn kennen müssen kennen ihn und die die es interessiert können mich gerne fragen.

Ansonsten bin ich weitgehend der Meinung von Uwe.

Gruß Boris


Sorry müsste eigendlich bei mir heißen wen der name interssiert kann im Lexikon nachsehen und meinen Wohnort findet man in der Mitgliederkarte.

Aber egal ich bleib bei meine vorherigen Aussage und das obwohl ich die Anonymität aufgegeben habe.

Wenn es einigen darum geht Fundstellen nur an Leute weiter zu geben die mer kennt, kann ich dazu auch was sagen.

Da mer den Meisten generell nicht wirklich vertrauen kann außer einigen wenigen ist das eh wurscht ob mer se unter Azurit33 oder beim echten Namen kennt.

Davon mal ganz abgesehen das auch die Leute die man beim Namen kennt eine Fundstelle heimlich verwüsten können ohne das mer se je dabei erwischt oder was dagegen tun kann und wer jede Fundstelle am besten noch mit Anfahtsbescheibung oder massenweise Bilder von super Funden aus mehr oder weniger bekannten Steinbrüchen oder Halden ins Netz stellt brauch sich nich zu wundern wenn alles umgegraben wird.

Gruß Boris

Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Stefan am 23 Jun 09, 22:14
derzeit ist die Liste http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/SammlerSteckbriefe (Zuordnung von Klarnamen zu Nicknamen) und die darin verlinkten Steckbriefe für unangemeldete User und Suchmaschinen lesbar. Ist das so gewollt?

Bei Bildern ist das so gewollt. Hier geht es um klare Copyrightangaben mit denen wir wieder an die Grenze der Anonymität stoßen. Aber ich sehe wir werden noch an ein paar Punkten feilen müssen, bevor wir etwas ändern können/sollten. Danke für den Hinweis.

SammlerSteckbriefe sind gewollte Aushängeschilde, die es anderen Sammler ermöglichen etwas über den Menschen zu erfahren. Ich frage mich ob es Sinn macht dies anonym zu gestalten bzw. nicht auffindbar zu machen, dies widerspricht der quasi persönlichen Homepage.

Besten Gruß
Stefan
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: caliastos am 23 Jun 09, 23:49
na den steckbrief kann man ja selber gestalten. wer das was wie einträgt bleibt jedem selbst überlassen.

grundsätzlich sollte man alle privaten daten nach möglichkeit schützen. soweit ich weiß muss das sogar von den betreibern garantiert werden können

wenn jemand seine daten anderweitig preisgeben will, so soll der es ruhig machen. dennoch rechtfertig das nicht andere dazu ebenfalls zu zwingen
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: cmd.powell am 24 Jun 09, 02:18
Hi

Nu will ich auch noch meinen Senf dazu geben: Im Prinzip wäre es mir egal, ob hier jeder meinen richtigen Namen kennt oder nicht. Ich betone aber gleich hier und damit meine ich die Mitglieder. Gäste und Suchmaschinen sollten nicht an persönliche Daten von mir kommen können. Ich werde schon genug zugespammt und wer weiß, was da draußen im Netz noch für kranke Geister rumhacken. Ok, wer es wirklich drauf anlegt, kann meinen Namen und letztlich auch meinen Wohnort hier aus meinem Profil zusammenpuzzeln, aber es sind dafür schon ein paar mehr Mausklicke nötig.
Allgemein sollte man extrem vorsichtig sein, was und wieviel man von sich im Netz Preis gibt. Es gibt einen Haufen Kriminelle da draußen die nur auf solche Infos warten. Argumente wie evtl. Anfeindungen aus der Anonymität heraus sind schwach, für solche Fälle gibt es schließlich Moderatoren ! Datenschutz sollte auf jeden Fall im Vordergrund stehen. Und welchen Grund nun jemand hat, mehr oder weniger anonym zu bleiben, ist seine Sache.

Grüße

cmd.powell
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: endeavour-minerals am 24 Jun 09, 08:39
Hier mal noch ein interessanter Link,der sich am Rande auch mit "Anonymität" befasst --> http://tech.de.msn.com/ratgeber_praxis/sicherheit_artikel.aspx?cp-documentid=148134857&imageindex=1

Ingo
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Stefan am 24 Jun 09, 09:42
Zitat
für solche Fälle gibt es schließlich Moderatoren !

Moderatoren decken auch solche Fälle notgedrungen ab, sind aber keineswegs auch nur annähernd dafür da!
Gruß Stefan

Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: berthold am 24 Jun 09, 09:49
Hallo,

@ caliastos,

Zitat
na den steckbrief kann man ja selber gestalten.


vollkommen richtig. Es geht mir aber um die angegebene Liste die eine tabellarische Liste Nickname<>Klarname darstellt. Die sollte meiner Ansicht nach nicht öffentlich sein.

Meine persönliche Einstellung zur Anonymität und zu Datenschutz im Internet: Gibt es nicht -selbst wenn man sich nirgendwo anmeldet, Firewall hat und übervorsichtig ist. Ein Beispiel: Wer schon mal eine Druckerkonfiguration bei einem Netzwerkdrucker gemacht hat dem könnte aufgefallen sein, dass hier i.d.R. ein Gateway einzutragen ist. Warum? Ich habe bei einem großen Hersteller nachgefragt (sei für Erleichterung im Service) und dann selbst analysiert: Neben mir steht ein Drucker der -wenn man nur den Deckel aufmacht- einen verschlüsselten "Statusreport" an einen Server schickt (schicken will). Den Inhalt des abgehenden Datenpakets konnte ich nicht entschlüsseln - aber da steht mehr als Geräte-Seriennummer, Tintenstand usw. drinnen. Zudem bringen einige Drucker unsichtbare Codierungen (vergleichbar mit einem Fingerabdruck) auf jedem Ausdruck an. Die Spekulation -was da alles nur mit einem Drucker möglich ist- will ich nicht weiter ausführen, nur den Bezug zur Anonymität: Der Hersteller hat nach dem Kauf meine persönlichen Daten (und die Drucker-Seriennummer) mit der Produktregistrierung (wegen Gewährleistung- Garantieverlängerung-Updateservice) erhalten und kann somit mir die von meinem Drucker verschickten Datenpakete zuordnen.   

In einem Zeitalter in dem es Projekte mit dem Ziel gibt über alle  Menschen alles zu erfahren (http://en.wikipedia.org/wiki/Spock_(website)), wo eine e-Mail problemlos und unbemerkt gleich von einer handvoll "Administratoren" diverser Server mitgelesen werden kann, wo Spähsoftware für alle Bereiche (Internet, WLAN, SMS, Handy) frei zugänglich ist - da landet jeder irgendwo in einer irgendwie einsehbaren Datenbank. Egal ob er übervorsichtig ist, einen Computer hat oder nicht.   

Gruß
Berthold
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: uwe am 24 Jun 09, 11:13
Ich bin der Meinung wir können diese Diskussion eigentlich abbrechen. Wer sich einbildet, mit dem Verschweigen einiger Grunddaten im Internet sicherer zu sein als beispielsweise ich, welcher seinen Namen und Wohnort genannt hat, der wird sich auch durch zwingende Argumente (wie sie z.B. berthold gemacht hat) nicht umstimmen lassen. Jeder kann ja seine persönliche Konsequenzen daraus ziehen.

Es gibt allerdings auch eine ganze Reihe user, die schon sehr lange im Forum nur unter Pseudonym auftreten, ohne das dies bisher in irgend einer Weise störend zu empfindend war. Leider tritt einer der Übereifrigen immer mal wieder eine solche Lawine los, weil er meint seine angeblichen Bürgerrechte durch giftige Kommentare vertreten zu müssen. Wer weis was er zu verbergen hat. Ich könnte mir schon vorstellen, daß einer unserer Spitzenpolitiker sich für Minerale interessiert. Da hätte ich für ein Pseudonym sogar Verständnis.

Damit müssen wir halt leben. Ich habe übrigens mit "beibehalten der bisherigen Situation" gestimmt, obwohl mir wie weiter oben geschrieben einige wenige Angaben zur Person lieber wären.

Gruß
Uwe
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: loismin am 24 Jun 09, 11:19
Hallo.

Von mir nur ein Satz dazu.

Schaut euch mal das Abstimmungsergebnis an, 70 Stimmen bei ........ wie viele Mitglieder haben wir hier.
Das ist ja fast wie bei Bundestagswahlen !
Ich muß ganz ehrlich sagen abstimmen kann doch eigentlich hier jeder auch wenn er seine Meinung im Forum nicht diskutieren will.
So ist das Ergebnis völlig absurd, da ja die eifrigen Gegner sicher alle abgestimmt haben.


Loismin
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Hg am 24 Jun 09, 11:27
Irgendwo muss ich Uwe schon Recht geben.
Datenschutz hin oder her. Wenn man die Beiträge gewisser anonymer User hier immer wieder liest, kann man durchaus verstehen, warum gewisse Leute nicht damit als reale Person in Verbindung gebracht werden wollen  ;)
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: giantcrystal am 24 Jun 09, 12:34
Donnerwetter !

Zwei Tage im Gelände unterwegs und schon ist hier richtig was los...

Ich bin klar dafür, die Anonymität abzuschaffen ! Ich heiße Thomas Krassmann, bin Geologe, wohne in Bad Windsheim und sammle Mineralien. Und mir ist eigentlich nicht klar, warum solche Angaben nicht von jedem, (jedem !!) hier gemacht werden können (Das man mich in Bad Windsheim nicht im Telefonbuch findet, ist ein andere Sache...)

Wie mehrfach richtig dargelegt wurde, gibt es praktisch keinen Datenschutz im Netz.

Was aber noch nicht angesprochen wurde, ist folgendes : Sicherlich googeln die Personalchefs munter im Netz und finden da auch einiges über die sich bewerbende Person. Das kann etwas negatives sein, was häufig angenommen wird....es kann genausogut aber auch durchaus etwas positives sein !

Und warum sollte man sich nicht hier oder anderswo durch fachlich qualifizierte Beiträge profilieren, die dann ein Personalchef beim googeln erfreut und wohlwollend zur Kenntnis nimmt und einen daraufhin einem Mitbewerber vorzieht ?

Also Leute, keine Anonymität kann auch eine gute Chance darstellen !

Glück Auf

Thomas

Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: caliastos am 24 Jun 09, 16:01
ich denke mal nicht, dass hier irgendjemand mal online-games mit grundgebühren gespielt hat. aber dort mahnen die lizenvereinbarungen seinen account-namen, der als nickname funktioniert anderweitig in foren zu verwenden oder in irgendeiner weise in verbindung mit privaten daten zu bringen. der name soll nur einem selbst bekannt sein. der sinn ist die vermeidung von datenmissbrauch und accountklau.

hier gilt immer die grundregel: bringe deinen nick nie mit deinem namen oder anderen daten in verbindung.

wer seine daten peisgeben will so das ruhig machen. aber er hat definitiv kein recht zu fordern, dass andere dem entgegen ihrem willen nachkommen. wer's will soll's tun, wer nicht, der nicht.

vielleicht ist es noch keinem aufgefallen, aber hier werden denen, die einfach nicht alles preisgeben wollen, von den web-fkklern in einer schublade billigster art geschoben. "was zu verbergen, gegenseitige absprache in der abstimmung". geht's noch?

ich lese hier zwischen den zeilen immer: "ICH will wissen mit wem ich rede". das ist vollkommen egal. mich interessiert das z.b. nicht die bohne. auch sage ich mir: solange man mir das nicht freiwillig mitteilt geht mich das überhaupt nichts an. aber da so eine meinung scheinbar konträr zu den ansichten läuft gilt sowas scheinbar nicht.
ich nehme mal an viele, die hier annonym unterwegs sind haben keine probleme damit, wenn die einen annonym bleiben wollen, die anderen aber nicht. warum also kann die andere seite das nicht auch akzeptieren und will dem rest die eigene ansicht aufoktruieren?
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Erik am 24 Jun 09, 16:05
vollkommen richtig. Es geht mir aber um die angegebene Liste die eine tabellarische Liste Nickname<>Klarname darstellt. Die sollte meiner Ansicht nach nicht öffentlich sein.
Das ist aber bis jetzt eine mehr oder weniger freiwillige Sache. Wer seinen Klarnamen nicht angeben möchte, wird, genau so wie in den Bildunterschriften, nur mit seinem Nicknamen aufgeführt. Und wer seinen Namen freiwillig angibt, sollte wissen, dass er dann auch durch Google etc gefunden werden kann...

Gruß, Erik
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Stefan am 24 Jun 09, 16:34
Ich plädiere nach der Diskussion ganz eindeutig gegen die Anonymität, da es doch sehr hohes Gewicht hat wer einen Beitrag schreibt.

Einen Lokalsammler der Fundstellen in seiner Nähe schlecht macht mag andere Beweggründe haben als einen Sammler aus einer anderer Gegend der die selben Fundstellen beschreibt. Ein Schaubergwerksbetreiber der über die Sammler schimpft mag andere Hintergründe haben als ein anderer Sammler...

Leider ist es nicht nicht so leicht möglich, die Aktivität im Forum und Lexikon als Gewichtung für die Stimmwertung zu nutzen. Ich schätze dann wäre das Verhältnis 80 zu 20 für die Aufhebung der Anonymität.

Gruß Stefan
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: minuwe am 24 Jun 09, 18:48
Auf die Mitgliedschaft der paar Leute, die anonym sind, scheint es also nicht anzukommen, oder besser auf deren Potential, sich einzubringen. Es wäre besser gewesen, man hätte das vor der Registrierung gewusst und sich dann u. U. anders entschieden.

Eigentlich ist die "Abstimmung" damit schon klar, dass die Einen anonym hier sind und die Anderen halt nicht. Die wenigsten Mitglieder werden anonym sein und dann für die Abschaffung stimmen und umgekehrt. Man braucht also nur nachzählen, wie viel Prozent der Mitglieder nicht anonym sind, schon hat man die Mehrheitsmeinung.

Es wird auch nicht richtiger, wenn die nichtanonymen Mitglieder durch Wiederholung und Bekräftigung ihrer Position mehr Gewicht verleihen wollen, meist sind diese ohnehin auf eigenen Webseiten öffentlich einsehbare Personen.

Es gibt gute Gründe gegen die Anonymität, diejenigen, welche dafür sprechen, überwiegen meiner Meinung nach erheblich. Ein weiteres Beispiel ist, dass sich viele nicht mit mangelhafter Rechtschreibung und Grammatik oder schlechter Beitragsgestaltung outen wollen. Die Reihe lässt sich lange fortsetzen.

Gruß
Uwe 
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Andreas- am 24 Jun 09, 19:56
Nur als Denkanstoß: Vom Namen (allenfalls samt Region/Stadt) ist es nicht mehr weit bis zur genauen Adresse (läßt sich ev nicht schwer ermitteln). Und wenn dann noch Mitglieder hier ihre (wertvolle) Sammlung präsentieren, darf man sich auch nicht wundern, wenn man einmal nachhause kommt und sie ist weg.

Jeder wie er will......
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: dentalius am 24 Jun 09, 20:01
ich verstehe diese diskussion nicht.

ich möchte im netz so anonym wie möglich sein. ich störe mich nicht daran, dass andere teilnehmer im netz das möglicherweise auch möchten. ich respektiere den wunsch meines gegenübers. auch wenn er mit vollem namen hier postet (dessen wahrheitsgehalt ich übrigens nicht überprüfen kann!!! und ebensowenig will). aber das ist seine entscheidung, nicht meine. genauso möchte ich auch behandelt werden.

ich schreibe jemandem, er/sie schreibt mir. es geht, wenn überhaupt, um einen fachlichen austausch. der richtige name ist thema, wenn man sich besser kennt oder eine gemeinsame exkursion macht. aber das ist eine direkte, von mir (und der anderen person) persönlich getroffene entscheidung.

argumente, wie: wer nichts zu verbergen hat... sind, und zwar egal zu welchem thema, meiner meinung nach absolut nicht angebracht. das hat schon einmal nicht ganz so funktioniert... und ich wünsche mir, dass hier einmal kurz von jedem, der solche argumente bringt, reflektiert wird, wohin das geführt hat.

die entscheidung liegt bei jedem selbst, das sollte respektiert werden.

der atlas ist für mich kein stammtisch, kein club, keine vereinsaktivität. hier werden immer, egal, ob man sich anmelden muss, oder nicht, menschen mitlesen, zu denen ich keinen weitergehenden kontakt möchte. menschen, die möglicherweise andere interessen verfolgen als ich (neben den personalern könnten das durchaus auch menschen mit kriminellen interessen jedweder art sein).

ich nehme hier freiwillig teil, so wie ich es möchte. das sollte auch so bleiben. denn das macht mir spass.

wenn das nicht akzeptiert werden kann, okay, dann fehlt hier meiner meinung nach die achtung vor meinen wünschen und es scheint eher darum zu gehen, dass ich den atlas so nutzen muss, wie es mir andere vorschreiben (möchten). sorry, das kann es nicht sein, oder? und das wird, zumindest für mich, das ende meiner mehr oder weniger aktiven teilnahme sein.

ich wünsche mir, dass jeder, der explizit fordert, dass die anonymität aufgegeben werden muss, doch bitte mal seine gefühle
überprüft, warum er denn ein problem damit hat, dass ihm jemand gegenübertritt, der nicht (gleich) seinen vollen namen nennt.  
(das wäre ja mal eine spannende diskussion, was dabei wohl herauskäme :-)

ein anonymer gruß
dentalius
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: kugel-frank am 24 Jun 09, 20:48
Guten Abend !

Ich wollte nur mal sagen; das was mein Namensvetter Frank de Wit (und offensichtlich auch Bruder im Geist) da so uns Deutsch-Mutterprachlern ins Stammbuch geschrieben hat spricht mir aus dem Herzen.

Congratulations  ;)

Frank

PS.: weitere persönliche Angaben sind übrigens- bis auf meine (beiden) Telefonnummern- im Detail auf meiner home page einzusehen...
Soweit also meine Meinung zur Anonymität...
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Erik am 24 Jun 09, 21:17
Eigentlich wollte ich mich hier enthalten, weil ich diese Sache eigentlich für sinnlos halte und auch keine Lust habe viel zu schreiben, aber nun muss ich doch einmal als Nicht-Anonymer für die Anonymen Partei ergreifen. Ich würde es zwar begrüßen wenn es weniger anonyme Mitglieder geben würde, aber es stört mich auch überhaupt nicht, wenn jemand seine Daten nicht veröffentlichen möchte - ich finde das sollte unbedingt eine freiwillige Sache bleiben. Nehmt ihr denn nur Kontakt zu Leuten auf, deren Namen und Wohnort ihr schon vorher kennt? Und wenn ja, warum? Wisst ihr auf Börsen oder bei zufälligen Treffen beim Sammeln schon vorher den Namen eures unbekannten Gegenübers? Nein, aber vielleicht unterhaltet ihr euch trotzdem - nicht anders ist es hier. Von den geschätzten 40 Personen aus dem Forum (eher mehr), die ich inzwischen persönlich kennengelernt habe, waren (und sind teilweise immer noch) sicher die Hälfte anonyme Nutzer und mit vielen bin ich jetzt befreundet oder zumindest gut bekannt . Wo ist das Problem? Versteh ich einfach nicht. Interessensgebiete werden meist aus der Beteiligung im Forum ersichtlich. Und Namen habe ich bisher immer durch private Kommunikation bekommen, ohne nachfragen zu müssen.

Und das Argument, dass Anonyme mehr "Ärger machen" als User mit Realnamen zieht meiner Meinung nach nicht. Es gab in der Vergangenheit ne ganze Reihe nicht anonymer Mitglieder die hier ständig auf die Pauke gedroschen haben und denen es völlig egal war ob man sie kennt oder nicht (nicht alle aber viele werden sich an ein paar dieser Mitglieder - oder auch Ex-Mitglieder - erinnern). Und das waren von ein paar Ausnahmen abgesehen sogar die "schlimmsten".

Auch wenn ich persönlich nichts von dieser Datenmißbrauchshysterie (nein, ich will dazu nichts hören, gibt schon genug hier) halte, respektiere ich es trotzdem, wenn jemand seine Daten nicht veröffentlich habe möchte. Ist doch ganz einfach?!
Mir ist es relativ egal, was andere über mich im Netz der Netze denken, auch wenn gewisse Personalchefs mich recherchieren sollten. Mir völlig wurscht. Alles sage ich eh nicht, und wenn ich was schreibe, dann bin ich das. In der Situation, in der persönlichen Zeit. Nix anderes.
Danke, sowas traut man sich ja schon fast nicht mehr öffentlich zu sagen  ;) Für Personalchefs, die eine Einstellung davon abhängig machen, was sie über mich im Internet finden - ob das jetzt einigermaßen sinnvolle Sachen sind oder mein Profil bei facebook oder irgendwelche Saufbilder  (ja auch die gibt es) - möchte ich erst gar nicht arbeiten. Also liebe potentielle Arbeitgeber: solltet ihr bei Recherchen über mich über diesen Text stolpern, bitte lehnt mich gleich ab  ;)

Was mich übrigens gerade echt aufregt (und es ist wirklich schwer mich dazu zu bringen, mich aufzuregen): da wird über sinkendes Niveau, mangelnde Beteiligung und sachfremde Themen gemeckert (was ich verstehe), gleichzeitig ist hier und bei schwachsinnigen Diskussionen über Mineralienpreise, Neid unter Sammlern und weiß-der-Geier die Hölle los (was ich nicht verstehe). Leute, konzentriert euch doch einfach darauf, wofür diese Seite da ist! ;)

So, das wars von mir dazu.
Erik




Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: MINERALI am 24 Jun 09, 22:00
hallo!
eigentlich ist es egal ob jemand anonym hier ist oder nicht!  ich zum beispiel habe nix zu verbergen wer mich kennt oder kennenlernen will ist doch ok ! habe hier schon supernette sammler kennengelernt ( sammlertreffen in chemnitz - alles super leute!!)und das freut mich  :) eigentlich ist das forum da um erfahrungen auszutauschen und sich kennenzulernen und nicht um sich zu streiten!! >:( was in letzter zeit ja wieder oft vorkommt! da die frage ist es neid oder anderer ärger? versteht mich ne falsch sage nur meine meinung!! im dem sinne grüße aus chemnitz
mfg heiko
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: caliastos am 25 Jun 09, 09:28
@dentalius

dem ist wohl echt nichts mehr hinzuzufügen



was mir an hand der letzten themen noch einfällt:

nehmen wir ein beispiel: ein sammler mit, der hier offen seine daten preisgibt berichtet von seinen aktuellen eigenfunden in region xy, die ordnungsgemäß mit anmeldung und erlaubnis getätigt wurden. den bericht kann z.b. jeder lesen und weiß von wem der verfasst wurde. das liest nun vielleicht auch ein sammler von der sorte, die in steinbrüchen bagger kurzschließt um in eine wand, die laut plan nicht mehr abgebaut werden darf wegen stufen einzureißen. oder sammler, die müllhalden und riesen löcher hinterlassen. manch ein betreiebr sucht im web dann nach fundstellenberichten und regt sich dann vielleicht auf, dass nirgends auf das einholen einer genehmigung verwiesen wurde oder stellt fest, dass jemand gesammelt und berichtet hat, der keine genehemigung hatte. damit ist ärger auch schon wieder vorprogrammiert und trifft dann evtl. auch noch den falschen.
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: BlackDiamond am 25 Jun 09, 10:40
Hallo Stefan,

Es gibt noch die Möglichkeit, daß die Daten bei der Anmeldung angegeben werden, aber nicht öffentlich einzusehen sind, das sollte den Druck auf die Schmierfinken erhöhen, ohn daß sich jeder hier komplett ins Netz stellen muß.

Chao, Stefan
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Krizu am 25 Jun 09, 10:54
Hallo,

gehen wir einen Schritt weiter:
Das wird mir jetzt beim dem Gästebruch Troll klar:
Einsicht ins Forum nur per Mitgliedschaft. Dar Troll war doch nur ein Abzocker an Infos.

MfG

Frank
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Klinoklas am 25 Jun 09, 11:34
Hallo Stefan,

warum kann eigentlich per Name der Steckbrief ergoogelt werden?
Diese Steckbriefseite wurde für hier registrierte Mitglieder gemacht die gerne mehr über mich erfahren möchten und nicht für die Welt außerhalb des Mineralienatlas. Ich habe unter Copyright bei Bildern meinen kompletten Namen angegeben, daher wird dieser Name sehr oft ergoogelt im Zusammenhang mit der Stufe. Wäre es hier nicht besser öffentlich nur einen Copyrighthinweis eventuell mit einem Pseudonym anzuzeigen und die persönlichen Daten nur registrierten Mitgliedern zur Verfügung zustellen.

Wer über die Google Bildersuche nach Magnetit sucht soll ja Magnetitbilder angezeigt bekommen, das ist ja Sinn und Zweck der Bildersuche, allerdings wer meinen Namem eingibt findet ebenfalls alle Bilder die ich jemals eingestellt habe. Desweiteren noch Bilder die auf Seiten vorkommen auf denen irgendwo mein Name steht und sei es ganz unten.

Um das klar zustellen, ich habe nichts gegen einen nichtanonymisierten Atlas, aber ich würde mir wünschen das die privaten Infos und Daten nicht nach außen bekannt werden sondern nur intern für Mitglieder einsehbar sind. Keine Geheimniskrämerei gegenüber gleichgesinnten also, sondern Ausgrenzung von Verrückten, Dieben, Stalkern, Datensammlern und Schnüfflern.

Gruß
René
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Stefan am 25 Jun 09, 12:46
Zitat
warum kann eigentlich per Name der Steckbrief ergoogelt werden?

Der SammlerSteckbrief ist u.a eine persönliche Homepage. Eine Homepage dient dazu die Sammlung auch anderen bekannt zu machen. Daher war dies bisher auch öffentlich.

Ich habe die Seiten nun nur noch für Mitglieder zugänflich gemacht und werde eine Möglichkeit suchen, dies wahlfrei zu gestalten.

Besten Gruß
Stefan
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Klinoklas am 25 Jun 09, 13:23
Hallo Stefan,

finde die Lösung sehr gut und elegant.

Vielen Dank

Gruß
René
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Stefan am 25 Jun 09, 15:41
Ich arbeite gerade daran, die Anonymität aufzuheben. Allerdings auch daran die Anonymität zu wahren. Dies heißt, dass öffentlich die Anonymität gewahrt ist und wir nach Möglichkeit einen Weg finden dennoch zu Wissen mit wem wir es zu tun haben. Wenn, dann wird es nur Mitgliedern möglich sein zu sehen wer hinter dem Pseudonym steckt. Ich werde versuchen dies auch für Bilder etc. umzusetzen.

Soweit möglich werden wir dann auch die Möglichkeit einräumen, dass außenstehe User, so der User dies zulässt, über das Pseudonym an Mitglieder heran treten können ohne dessen Email Adresse und Namen zu kennen (Bilderanfragen etc.). Auf diese Weise wird Verantwortung von dem Moderatorenteam genommen und jeder kann selbst entscheiden, ob er Anfragen von Agenturen, interessierten Besuchern etc. entgegen nehmen möchte.

Inwieweit wir es offen stellen, dass Mitglieder auch anderen Mitgliedern gegenüber Ihre Identität verbergen können ist noch nicht raus. Wenn wir das machen, dann wird es auch die individuelle Möglichkeit geben anonyme Mitglieder (global) zu blocken. Sobald ich mir über die technischen Möglichkeiten klar bin werde ich die Lösung im Detail beschreiben.

Ich gehe davon aus, dass so ein Kompromiss möglich wird, der allen Seiten zumindest teilweise gerecht wird und wir uns wieder dem eigentlichen Sinn dieser WEB Seiten widmen können. Wer dann mit dem Kompriss nicht leben kann, muss leider in den sauren Apfel beißen und für sich selbst abwägen welche Konsequenzen er/sie daraus zieht.

Besten Gruß
Stefan
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Stefan am 25 Jun 09, 19:32
Ich würde mir das zukünftig wie folgt vorstellen:

Jeder User -
- kann ein Pseudonym weitest gehend frei wählen (wie jetzt auch)
- muss seinen realen vollen Namen angeben
- kann entscheiden ob der Name in voller Form oder in verkürzter Form (Vorname N.) angezeigt wird. Dies wird nur für Mitglieder sichtbar!
- muss eine gültige Email Adresse angeben (wie jetzt auch)
- muss seine ungefähre Wohngend bekannt geben, nur für Mitglieder sichtbar!
- muss seine Adresse bekannt geben, diese wird nirgends öffentlich angezeigt. Der User kann ggf. selbst andere User für die Anzeige Freischalten (Adressbuch Funktion).
- kann entscheiden ob sein Copyright unter Bildern mit vollem Namen oder mit Pseudonym angezeigt wird.
- Kann entscheiden ob sein SammlerSteckbrief öffentlich oder nur für Mitglieder sichtbar sein wird.
- kann entscheiden ob er über ein Formular angeschrieben werden kann. Dabei werden keine Daten nach außen gegeben, aber Nachrichten an den User zugestellt.
- gibt der User die Daten nicht an, wird er für Schreibzugriffe und Datenzugriffe auf andere User gesperrt
- Wird festgestellt, dass mit falschen Karten gespielt wird, wird der User unverzüglich gesperrt bis er sich über eine Kopie des Ausweises legitimiert hat.

Im Gegenzug verpflichtet sich der Betreiber die Daten in keiner Form für irgendwelche Werbezwecke etc. zu nutzen. Auch auf Anfrage dritter werden keine Daten heraus gegeben es sei denn es liegt ein rechtlicher Beschluss vor, dem auch ich mich beugen müsste. Ansonsten werden die Daten so vertraulich wie irgend möglich behandelt!

Wo ich mir noch nicht im klaren bin ist wie wir das mit dem Copyright handhaben wenn ein User austritt. Sollte ein User Bilder oder Beiträge im Lexikon oder Forum eingebracht haben, wird das Löschen von Pseudonym, Vorname und Nachname nicht mehr möglich sein, da diese Angaben dem Copyright entsprechen. Adresse etc. kann aus meiner Sicht bei Austritt entfernt werden. Pseudonym und Name werden wir weiterhin stehen lassen müssen (Name nicht öffentlich, auch nicht für Mitglieder).

So in der Art würde ich mir den Kompromiss vorstellen.
Besten Gruß
Stefan
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Kupperdroll am 25 Jun 09, 19:55
Hallo,Stefan!

Wenn Du das so hinbekommst,kann ich damit leben.Und ein Großteil der anderen Mitglieder sicher auch.Alle wirst Du/Ihr/Wir eh nicht unter einen Hut bekommen.Das hat die Diskussion ja gezeigt.
Obwohl es auch nie eine 100%ige Sicherheit geben wird,muß aber die Datensicherheit gewährleistet sein,zumindest so sicher wie es nur geht.
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Mineralroli am 25 Jun 09, 19:56
Hallo Stefan
Das ist eine salomonische Entscheidung mit der sicherlich der Befürworter wie auch der Gegner von Anonymitäten leben kann.
Wie sagt ein altes Sprichwort: Jedem Menschen Recht getan ist eine Kunst die Niemand kann.
Bei einem Austritt sollten alle Bilder und Texte im Lexikon erhalten bleiben .
Beste Grüße
Roland
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: berthold am 25 Jun 09, 19:57
Hallo Stefan,

ich halte das für eine gute und durchdachte Lösung. Ich habe eben in einem anderen Forum den Extremfall -jedes Mitglied kann alle Realnamen und email-Adresse als Liste (!) einsehen- gesehen, das geht meiner Meinung nach zu weit.  

Gruß
Berthold
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Klinoklas am 25 Jun 09, 20:04
Wow Stefan, da hast du ja in ein paar Stunden schon das ganze Konzept ausgearbeitet.
Ich finde es auch gut wenn es sich technisch denn so umsetzen läßt.
So dürfte es doch für die meisten User zufriedenstellend sein.

Gruß
René
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Doc Diether am 25 Jun 09, 20:46
Hallo Stefan,
wenn Du meine Rückmeldung hören willst:
ich denke auch, daß man einen für möglichst viele tragbaren Kompromiß, wie Du ihn angedeutet hast, machen muß, der auch rechtlich sauber ist.
Gruß
Doc Diether
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: limestone am 25 Jun 09, 20:51
Hallo Stefan,
finde Deinen Vorschlag auch sehr gut.
Glück Auf
Ralf
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: triassammler am 25 Jun 09, 22:42
Hallo Stefan,

ich finde den vorgeschlagenen Maßnahmenkatalog auch ausgezeichnet und bin der Meinung, dass Öffentlichkeit und Privatsphäre darin in einem ausgewogenen und für alle akzeptablen Verhältnis zueinander stehen.

Gruß,
Rainer
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: dentalius am 25 Jun 09, 22:42
schade.

warum denn noch ein pseudonym, wenn ich meinen vornamen und nachnamen (ob nun den ersten buchstaben, oder den vollen namen) allen nutzern zugänglich machen muss? genauso wie die region, in der ich wohne?

ich möchte das nur, wenn ich es freiwillig tun kann.

und ich kann auch nicht sehen, dass das zu einer verbesserung führt. überprüft bitte mal eure gefühle, warum ihr (damit meine ich explizit nicht den seitenbetreiber!) hier forderungen nach diesen angaben erhebt.
 
dem seitenbetreiber kann ich weitergehende dinge mitteilen, wenn er sie zum betrieb dieser seite unbedingt wissen muss.
er ist der einzige, der aufgrund rechtlicher themen möglicherweise ein anrecht daruf hat, mehr als ein pseudonym zu erfahren.

niemand sonst.

ich erwarte dann aber vom seitenbetreiber, dass diese liste mit adressen nicht auf diesem server gespeichert wird, sodass die daten bei einem möglichen hacking dieses servers nicht in andere hände fallen können. wenn er das nicht gewährleisten kann, sorry.

worum geht es hier eigentlich wirklich??? ich habe den eindruck, das ergebnis stand schon vorher fest. schade.

es gibt viele viele andere foren, die kommen sehr gut mit freiwilligen angaben zurecht. ich kann nicht sehen, was den mineralienatlas von anderen so sehr unterscheidet.

ich möchte an dieser stelle an den ersten post zu diesem thema erinnern:  es ging darum, dass sich einige mitglieder angegriffen fühlen, wenn andere anonym bleiben möchten. ("daran stossen").

ich habe gelernt, dass einige von u.a. anonymen teilnehmern beleidigt (=verletzt :-) wurden. dazu gehören zwei parteien.  

wenn rechtliche themen hier im vordergrund stehen sollten, hätte das thema anders angefangen werden müssen. dann wäre die absicht klarer gewesen.

soll das konzept mineralienatlas verkauft werden und das ist der grund für den wunsch nach (rechnungs-)adressen und klarnamen, okay, dann möge das der seitenbetreiber bitte hier und jetzt klarstellen.

wenn der einzige grund aber nur darin besteht, neugierde anderer menschen zu befriedigen... menschen, die sich angreifen lassen...
dann hat das nichts mit rechtlichen themen zu tun.

da bleibt dann nur noch: schade nochmals. und: macht mal.

dieses schreiben wurde automatisch erstellt und ist ohne unterschrift gültig :-)
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: caliastos am 26 Jun 09, 02:28
also wenn ich mir den letzten post von dentalius durchlese, so finde ich muss man nahezu in jedem einzelnen punkt zustimmen.

die vorschläge sind zwar ein entgegenkommen, aber dennoch noch immer viel zu zwanghaft. jeder der sich im web was bestellt macht dies freiwillig. die daten werden über verschlüsselungen übertragen und sind nicht einfach so zugänglich. genauso muss man nicht entscheiden wie weit man den zugriff gestattet.

der vorteil der nicknames ist der schild, den diese darstellen. es ist ein unterschied ob jemand einen nickname beschimpft oder die reale person. mir ist es überwiegend einerlei, wenn jemand auf den nickname losgeht. sobald sich das dann aber auf pms, e-mail und anderes privates ausweitet reagiere ich da sehr allergisch drauf.
gleichzeitig erlaubt der nickname freier zu sprechen und zu sagen was man denkt. und das auch mal in worten, die der stimmung entsprechen.

wie dentalius sehe ich in der namens- und regionsbekanntgabe für mich jetzt überhaupt keinen vorteil. auch für mich sieht das nur aus wie die befriedigung der neugier von 30% der mitglieder. wenn das so viel besser sein soll, warum interessiert es mich nicht? warum ist es mir gleich wie jemand heißt, wo er wohnt, welches alter er hat und und und?

im moment sehe ich nur, dass dieses vorgehen sicher einige member vergraulen wird.

und ehrlicherweise fühle ich mich bei den neuen vorgaben trotz kompromissen auch nicht wohl und in gewisser weise bedroht und eingeschränkt. ich zähle mich zu denen die gerne unauffällig sind. die durch menschenmengen gehen können ohne aufzufallen, die es nicht mögen wenn andere was über einen wissen, dass man ihnen nicht selbst erzählt hat. nicht um was zu verbergen, sondern um selbst seine ruhe zu haben.


manch einer sollte mal vielleicht selbst erst mal erleben wie es ist, wenn andere zu viel privates von einem wissen und dieses wissen für die eigenen, oft niederen ziele einsetzen. dann würden zumindestens mehr verstehen, warum einige die anonymität bevorzugen.


ich schau mir jetzt einfach mal an was sich hier in der sache weiter ergibt.

aber ich werde hier auf keinen fall mehr daten von mir in irgendeiner form bekanntgeben, als bisher bekannt sind. weder bei meinen bildern, noch anderswo. da werde ich mich auch nicht dazu zwingen lassen. denn ich allein entscheide wem ich soweit traue um ihm private daten oder informationen zu geben. niemand sonst. gegen illegale und heimliche schnüffelei kann ich vielleicht nichts machen, aber da, wo ich das selbst in der hand habe lasse ich mir dieses recht nicht nehmen.


und sollte diese einstellung hier folglich keinen platz mehr haben. keine sorge, dann werde ich schon von allein diesen account schließen und hoffen damit dann auch nicht der einzige zu sein.

ich seh' in letzter zeit zahlreiche themen in denen sich immer wieder die gleichen mitglieder über das verhalten anderer aufregen. da wird toleranz mit solcher intoleranz gefordert, dass einem schlecht wird, meinungen nicht akzeptiert, kompromisse  verweigert und fast immer mit zweierlei maß gemessen. vielleicht sollten sich auch gerade mal die aktivisten kritiker fragen warum es immer wieder so hochkocht. die schuld liegt zu 100% nicht allein bei denen, deren post vielleicht auslöser der diskussion war. oft sind die selbsternannten moralaposteln und sittenwächter zu einem großteil mitverantwortlich.
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Stefan am 26 Jun 09, 07:46
So oder so werden wir keinen wirklichen Nenner finden. Seit Jahren höre ich mir die, sicher auch Intolleranz, der Gegener und die gleiche Intolleranz der Befürworter an. Die einen haben Angst erkannt zu werden, die anderen wollen mit Personen reden.

Den gemeinsamen alles umfassenden Nenner wird es nicht geben. Mehr als einen Kompromiss anbieten kann ich nicht. Den Kompromiss versüße ich mit dann weitere Möglichkeiten und Funktionen (Länger Beiträge editieren können etc.). Wem das alles immer noch nicht genügt muss schon einen sehr guten Grund haben um mich vom Gegenteil zu überzeugen. Gerne kann er das auch per PM machen. Es kann ja Gründe geben die in der Öffentlichkeit nichts zu suchen haben.

Vorname N. darf sogar öffentlich und ohne Zustimmung in Zeitungen abgedruckt werden. Die Wohngegend auch. Ich denke damit ist den Ängsten normalerweise genüge getan.

Warum können Leute nicht mit Pseudonymen umgehen? Zum einen wird es als höflich empfunden sich vorzustellen. Man kann eine Vorstellung mit dem Gegenüber verbinden. Man hat das Gefühl einen Menschen zu begegnen und denkt den Gegenüber besser einschätzen zu können. Ob das logisch ist oder nicht spielt keine Rolle.  Zum anderen nehmen Namen die als persönlich empfunden werden die Angst vor etwas. Gebe Deiner Spinne im Haus einen Namen und sprech sie an, das Tier ist nur noch halb so gruselig. Meine Spinnen heißen meist Luigi. Das alles ist nicht logisch, aber es ist menschlich und mit denen haben wir es hier zu tun.

Zudem wie ich gerade selber lesen darf, redet man freier wenn der Name nicht bekannt ist. Das sehen weniger besonnene Leute leider auch so und reden dann etwas zu frei weil Sie Ihren Schutzschild haben. Bei der "totalen Anonymität" ist man sich teilweise nicht mal sicher eine Diskussion mehrmals mit ein und der selben Person unter verschiedensten Pseudonymen zu führen. Am Schreibstil haben wir schon einige Doppelgänger erkannt und die Leute verwarnt. Es gibt auch einige gute Gründe gegen die Anonymität und ich denke der Kompromiss lässt genug Spielraum dennoch unbehelligt zu bleiben. Ob jeder dies im Einzelnen Nachvollziehen kann spielt keine Rolle, da es nicht immer nach der eigenen Nase geht, nicht mal meiner als Seitenbetreiber.

Rechtliche Themen spielen bei der Diskussion keine ausschlaggebende Rolle!

Besten Gruß
Stefan
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: skibbo am 26 Jun 09, 16:48
Hallo Alle,

ich finde die Maßnahmen, die Stefan vorschlägt vollkommen in Ordnung und ich finde er hat durchaus sehr viele Freiräume für persönliche Entscheidungen geschaffen, darunter auch viele, die bis heute nicht möglich waren.

Der einzige Punkt, den ich nicht zu 100% vertreten kann, ist, den Wohnort/-gegend als Pflichtangabe einzuführen. Das könnte meiner Meinung nach auch freiwillig geschehen, da es sich lediglich um eine nebensächliche Zusatzinformation handelt. Aber das soll seine Leistung, einen soliden Kompromiss zu finden nicht schmälern. Ich finds gut und werde mich daran beteiligen.

Lg stefan
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: CARCHARIAS am 26 Jun 09, 23:07
Passt schon.

Macht für mich im Umgang mit anderen im Forum aber keinen großen Unterschied.

Gruß Boris  ;)
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: uwe am 27 Jun 09, 08:46
Einige der Beiträge, welche die "Ritter der Anonymität" hier posten, entbehren nicht einen gewissen Witz: Caliastos schreibt: ... daß er gern unerkannt durch eine Menschenmenge geht ohne erkannt zu werden. Geht mir auch so. Nun alledings, seit ich  meinen richtigen Namen in diesem Forum bekannt gegeben habe, bleiben die Leute auf der Straße stehen, stecken die Köpfe zusammen und tuscheln: "Das ist der Uwe Luwig, welcher Mitglied im Forum Mineralienatlas ist."

Auch die Personalchefs freuen sich wie toll über Realnamen. Ich bin zwar Rentner, aber mal angenommen ich wäre noch arbeitsssuchend: Wenn man den Namen "Uwe Ludwig" bei Google eingibt erscheinen 1.690.000 Einträge. Um die alle ausswerten zu wollen müsste ein extra Mitarbeiter über Jahre damit beschäftigt werden.

Also bitte weitere Argumente für die Anonymität. Ich lache gern.

Gruß
Uwe Ludwig
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: uwe am 27 Jun 09, 08:56
Ich muß noch mal etwas hinterher schieben, damit mir caliastos nicht allzu böse ist. Also caliastos, seh's mal bitte nicht so verbissen. Ob Dein Name nun Hans Meier oder caliastos lautet ist für mich egal. Ich weiß, aus Deinen Beiträgen, daß Du eng mit Spanien verbunden bist. Aus dem Stil schließe ich, daß Du keine Frau bist. Wenn wir (oder ich) nun noch Dein etwaiges Alter wüßten wären für mich alle Angaben für eine fachliche Diskussion auf zivilisierter Basis vorhanden.

Gruß
Uwe
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: dentalius am 27 Jun 09, 10:21
...schade! 

jetzt passiert genau das, was zu befürchten war.

uwe's postings sind das schlusswort, das thema kann m.e. geschlossen werden.

eine ernsthafte diskussion scheint hier dank solcher postings nicht mehr möglich.

soll das der weg sein, wie hier zukünftig gehandelt werden soll?? (mit vollem namen oder ohne:
"ritter der anonymität" und "weitere argumente, ich lache gern" sind gerade für dieses thema echt hervorragend geeignet)

schade.

der erste stein wurde gerade geworfen. wenn ich solche beiträge lese, dann fehlt mir hier genau das, was mit vehemenz eingefordert wird: gegenseitiger respekt, ernsthaftigkeit und achtung.

vielen dank für diese aufklärung.

und ich habe ernsthaft erwartet, dass man ein so wichtiges thema kontrovers diskutieren kann, ohne
argumente und wünsche von anderen teilnehmern an den pranger der lächerlichkeit zu
stellen.

aber das rundet nur mein bild von einigen teilnehmern ab. 
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Haldenschreck am 27 Jun 09, 10:59
hallo dentalius,

auch mit deinem dritten posting triffst du den nagel absolut exakt auf den kopf - leider, muss man hinzufügen.

dein hinweis, das ergebnis stünde schon vorher fest, ist nicht von der hand zu weisen. es wäre nicht das erste mal, dass pseudoabstimmungen gestartet werden, deren eindeutiges ergebnis glatt ignoriert werden. auch viele der interessanten diskussionen werden auch meist "par ordre de mufti" abgewürgt oder sinnentstellt verwurstet. beispiele hierfür gibt es genug.

auch caliastos schlussfolgerungen sind konsequent und richtig - leider, muss ich schon wieder hinzufügen.

haldenschreck


Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Stefan am 27 Jun 09, 12:39
Es soll Leute geben die mit keinem Kompromiss leben können und erst Ruhe geben wenn Sie Ihren Willen 100% durchgesetzt haben. Ich denke der Kompromiss ist ein Spagat in beide Richtungen und die Anschuldigungen der Entschluss stand schon vorher fest und Aufrufe das Forum zu verlassen wenn es dann so kommt, könnt Ihr Euch sparen.

Trotzige Kinder bekommen hier auch dann keine Kekse.

Gruß
Stefan
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: triassammler am 27 Jun 09, 13:43
Hallo!

Ich möchte in Stefans soeben gepostete Kerbe hauen, auch wenn das, was ich zu dentalius' Beitrag schreiben wollte, unabhängig davor schon für mich feststand:

der erste stein wurde gerade geworfen. wenn ich solche beiträge lese, dann fehlt mir hier genau das, was mit vehemenz eingefordert wird: gegenseitiger respekt, ernsthaftigkeit und achtung.

Wie Stefan sagt: Es ist einfach nicht möglich, es allen recht zu machen. Weder hier, noch im Staat oder generell sonstwo, wo Menschen mit verschiedenen Hintergründen und Motivationen zusammenkommen, um einem gemeinsamen Interesse nachzugehen.
Ein Kompromiss bedeutet nicht, eine perfekte Regelung zu finden, die es allen recht macht, sondern eine, mit der die Mehrheit leben kann. Jubelrufe werden ja gar nicht erwartet. Wehklagen, dass die eigenen Vorstellungen nicht zu 100% berücksichtigt wurden, sind aber auch fehl am Platze. Auffällig ist, dass sich einige vehement hierzu äußern, fachlich aber im Forum eher weniger in Erscheinung treten.

Und, caliastos:
Zitat
gleichzeitig erlaubt der nickname freier zu sprechen und zu sagen was man denkt. und das auch mal in worten, die der stimmung entsprechen.
Das ist ja wohl nur eine Umschreibung dafür, anderen im Schutz der Anonymität die eigenen Launen um die Ohren hauen zu wollen, weil man unlustig ist, sich ein wenig zu zügeln und überlegt zu handeln. Für so eine Aussage habe ich keinerlei Verständnis und halte sie für in höchstem Maße unqualifiziert.
Ganz persönlich gesagt drängt sich mir manchmal der Eindruck auf, dass das Forum von einigen wenigen gelegentlich dazu benutzt wird, um emotionale Zustände, die nichts mit dem MA zu tun haben, anonym zu kanalisieren, weil sie sie im richtigen Leben aus Furcht vor den Konsequenzen nicht an die eigentlichen Adressaten richten können.

Vielleicht sollten wir uns einfach mal auf die "Kernkompetenz" des MA fokussieren, bei der es ganz sicher nicht um die persönlichen und privaten Empfindlichkeiten von uns allen geht. Wer sich durch Stefans vorgeschlagene Regelung unerwünscht "geoutet" fühlt, kann ja seine Beteiligung in eine Richtung lenken, die auch für Außenstehende, die seine Beiträge zufälligerweise ergoogeln, ein positives Licht auf ihn wirft. Wer am anderen Ende des Spektrums nicht mit völlig anonymen Mitgliedern kommunizieren möchte, ist dazu ebenfalls nicht gezwungen. Auf wessen Posting man antwortet, oder wem man eine PM schickt, ist schließlich jedem selbst überlassen.

Es scheint ein überwiegend deutsches Phänomen zu sein, dass zwar nach verbindlichen Regelungen "von oben" geschrien wird, wenn diese aber nicht wie vom Individuum gewünscht ausfallen, wird gegen die "Diktatur von oben" gewettert. Schlussendlich ist aber jeder selbst angehalten, sich so zu verhalten, wie er es von anderen auch wünscht, und hat im Gegenzug hinzunehmen, dass sich andere anders verhalten, und sich seine Kontakte entsprechend auszusuchen. Man nennt dies Freiheit der Persönlichkeit.

Ich habe mir in der Vergangenheit nie große Gedanken gemacht, ob jemand ein voll ausgefülltes Profil besitzt oder nur unter Pseudonym auftritt, wenn es darum ging, seine Fragen zu beantworten oder meine Meinung beizusteuern. Die Persönlichkeit und rudimentäre Informationen zur Person gehen auch so oft genug aus den Postings hervor. Kommen aber fragen nach "Fundstellen in meiner Region?" oder "Fossilbestimmung - Fundort: bei meinem Heimatort") und ich habe mangels konkreter Angaben im Posting oder Profil keinerlei Ahnung, um welche Region es sich überhaupt handelt, nehme ich mir die Freiheit, den Fragesteller zu ignorieren.
Sollte die Frage nach persönlichen Angaben aber zum zentralen Politikum des MA werden und nur noch vor allem an Hand des Profils entschieden werden, wessen Posting Resonanz findet, habe ich auch kein Problem, mich beim Engagement zurückzuhalten. Ich vermisse bei einigen der Diskutanten leider eklatant die Fähigkeit, auf die Standpunkte anderer einzugehen oder einen Kompromiss zu akzeptieren, ohne lauthals und gebetsmühlenartig das eigene Missfallen kundzutun und wie kleine Kinder pseudo-unterschwellig Konsequenzen für die eigene Beteiligung anzudrohen.

Gruß,
Rainer
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: caliastos am 27 Jun 09, 15:11
sry, aber der nick hat nix mit spanien (war dort nur 1x 5 tage) oder irgendeinem land zu tun. es ist ein ca. 10 jahre altes kunstwort, als ich ab und an zeit hatte um fantasy-kurzgeschichten zu basteln.

ich seh die sache auch nicht verbissen, sondern so wie sie ist. jeder der will kann sich anmelden und dann die daten sehen. und wenn er halt 50 sinnfreie fragen stellt um ein post-limit zu erreichen.

ich sag es mir so: ich brauche von meinem gegenüber weder name, wohnort, noch alter um sinnvolle diskussionen führen zu können. ohne geht es sogar besser. warum ist ganz einfach:

- es gibt genug "wissenschaftler" und co., die sofort jede diskussion verweigern, wenn sie einen bestimmten namen sehen.
- andere ignorieren die aussagen derer, die nicht aus ihrer gegend kommen. denn da sie nicht von hier sind haben die keine ahnung vom thema.
- stichwort alter: die alten hasen ignorieren gerne die jüngeren kollegen. die machen fehler, haben noch keine ahnung, wissen und können nix. und wehe man weist einen von denen auf einen fehler hin. viel vergnügen. nur wenige gehen damit richtig um ohne ihre autorität in frage gestellt zu sehen.

alles schon mitbekommen. nen vorteil sehe ich daher in den daren keinen. nur nachteile. abgesehen davon ist die seite halt nicht verschlüsselt. d.h. jeder der will kann die daten ohne meine erlaubnis zu einem gewissen grade aufwandslos sehen. der rest hat genug skills um die daten anderweitig zu beschaffen. auch gibt es genug freie software mit der schnüffeln auch für dummies möglich ist.


ich habe mir mal den spaß gemacht und die letzten tage einfach mal freunde, bekannte, kollegen und familie gefragt, ob sie in einem forum ihren vollen namen, wohnort und alter hinterlegen wollen, wobei jedes mitglied zumindestens auf einen teil davon zugreifen kann. keine der befragten personen würde das tun wollen. viele sehen das als eingriff in die privatsphäre an. nahezu jeder sieht das sehr kritisch, da man nicht weiß wer die daten angesehen hat und was er damit vorhat.
auffällig ist nur, dass es tendentiell so ist, das die jüngeren den datenmissbrauch stärker sehen als die älteren. an sich entsprechend der üblichen umfragen. gerade die älteren (50-60+) und die jüngeren (<14) gehen mit ihrn daten schlicht zu sorglos um. das sieht man fast in jeder sendung zum thema datenschutz im internet. nahezu jeder datenschützer rät im internet nach möglichkeit seine privaten daten nicht anzugeben.


ich habe das so weit möglich immer vermieden und werde auch jetzt nicht damit anfangen. ich springe nauch nicht kopfüber in einen see ohne zu wissen wie tief die stelle da gerade ist oder ob da ne wurzel liegt. kann man ein risiko nicht abschätzen so bleibt man leiber zu vorsichtig.


die ganze diskussion bringt an sich eh nix. die abstimmung steht nur der zierde halber da. nach wie vor sind ca. 55% dagegen die anonymität abzuschaffen, nur 22% wollen sie völlig weg und 23% würden eine einschränkung mit voraussetzungen akzptieren. dennoch wird die "mehrheitsentscheidung" der minderheit umgesetzt. wenn ich jetzt nicht ein völlig falsches bild von mehrheitsentscheidung habe würde ich sagen hier stimmt was nicht.

@ triassammler

ich zitiere mal kurz:
Zitat
mit der die Mehrheit leben kann
jetzt sag mir wo die mehrheitsentscheidung in der abstimmung berücksichtigt wurde? weil anscheinend bin ich nicht in der lage richtig zu rechnen.
und was bitte hat fachliches auftreten mit dem für und wieder in nem forum zu tun? ob jemand fachliche themen postet, anderen versucht prozesse leicht verständlich zu erklären, über fundorte und stufen diskutiert oder einfach wissen möchte was er hier für nen stein hat zählt jetzt also nicht um bei so ner entscheidung mitzudiskutieren? darf nur noch die elitäre fachgarde, die bei weitem nicht so elitär ist, wie sie sich überall auf der welt drastellt, mitdiskutieren?
ich sehe hier zunehmend weniger toleranz und akzeptanz gerade von denen, die diese ach so vehement fordern. warum soll man gerade dieser gruppe einsicht in die eigenen daten gewähren?

außerdem sollte man richtig zitieren und nicht immer wieder eigene interpretationen anderen in den mund legen. der nick ist ein schutz. du sagst er ist ne rechtfertigung die launen anderen um die ohren zu hauen, so als würden dies nur die anonymen machen. doch die andere seite steht dem bei weitem in nichts nach. im gegenteil. die größten anfeindungen kommen gerade aus dem lager derer, die offen in erscheinung treten.

du argumentierst mit freiheit der persönlichkeit. das verhalten an den tag zu legen was man von anderen fordert. komisch nur, dass das so einseitig ausfällt. wer sagt er möchte seine daten nicht preisgeben und verlangt das auch von keinem wird angegriffen und jedes argument in der luft zerrisen und ohne stichhaltige argumente für nichtig erklärt, während die andere agrumente ebenso fadenscheinig als der ultimative beweis dastehen?



es ist mehr als nur erschreckend
- wie hier toleranz gefordert wird und gleichzeitig die intoleranz als goldenes kalb zelebriert wird.
- wie man sagt jeder soll frei seine meinung sagen, sich nicht anders verhalten als er es erwartet, während mal gleich jedem querdenken mit einer keule eins über die rübe zieht.
- wie hier mehrheitsentscheidungen gepriesen werden, sich auf eine minderheit von 20% berufen.
- wie man sich auf die fahnen schreibt ein fachforum für jedermann zu sein und gleichzeitig auf alle, die keine fachthemen posten (egal ob wollen oder können) verächtlich herabgeblickt wird.

von monat zu monat sehe ich hier zunehmend mehr eliarismus und eitelkeit und ein zunehmendes maß an ignoranz und intolleranz gegenüber all denen, die nicht die gleiche meinung vertreten.

wenn argumente lächerlich gemacht werden, heist das sie werden nicht akzepiert.
mit ausnahme der gefährung der datensicherheit kann mal alle argumente für oder wieder die abschaffung der anonymität getrost in die tonne treten. denn es sind persönliche vorstellungen und wünsche ohne jeglichen argumentatorischen wert. ein stichhaltiges, aus fakten bestehendes argument für die abschaffung habe ich noch keines gesehen. nur weil mir was nicht passt und ich etwas so oder so will, ist das noch lange kein argument. wirkliche vorteile gibt es auch nicht.

also weiß ich was ich die woche wohl zu tun habe und fange auch umgehend damit an.

es ist schon eine schande wie ein forum, dass sich selbst so sehr rühmt so dekandent werden konnte.
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Stefan am 27 Jun 09, 17:25
Diesen Beitrag muss ich nicht mehr kommentieren, ich hätte ihn in der Form auch nur anonym ins Netz gestellt.

So langsam ist aus meiner Sicht, nichts neues mehr zu dem Thema zu erwarten und bevor die Diskussion zu einem sinnlosen unterfangen wird, würde ich das Thema erst mal abschließen. Sollte noch jemand kreative Vorschläge haben, kann dieser weiterhin angehängt werden.

Auch wenn einzelne Leute das anders sehen, hoffe ich mit dem Kompromiss in etwa die prozentuale Verteilung umgesetzt zu haben. Niemand muss seinen vollen Namen oder seinen Wohnort öffentlich an irgend jemanden weiter geben. Vorname N., Wohngegend  (z.B. Helmut K., Ruhrgebiet) ist für Mitglieder immer sichtbar. Für Suchmaschinen und Gäste sind nur Daten sichtbar die Ihr selbst freigebt (Pseudonym immer). Im Gegensatz zur bisherigen Lösung verstärken wir den Datenschutz, da User zukünftig selbst wählen können wie Ihr Copyright angegeben und wem Ihr Sammlersteckbrief angezeigt wird.

Die Umsetzung wird etwas Zeit in Anspruch nehmen, ich informiere über etwaige Änderungen.

Danke für die rege Beteiligung
Gruß Stefan
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: cmd.powell am 30 Jun 09, 04:16
Ok, ist ein in meinen Augen etwas zweifelhafter Kompromiss, der da angestrebt wird. Vorname N., damit könnte ich ja noch leben, aber Wohnort als Zwangsangabe ? Wozu braucht den denn einer ? Und wer überprüft, ob ich wirklich dort wohne ? Ist in meinen Augen am Ziel vorbei. Und ebenfalls am Ziel vorbei ist auch die Entscheidung, die Anonymität aufzuheben: Mal abgesehen von den Meinungen der einzelnen Mitglieder dafür und dagen, spricht doch die Abstimmung eindeutig gegen eine Abschaffung der Anonymität. Ok, ist Dein Forum, kannst Du letztlich mit machen, was Du willst, aber nachträglich die Spielregel ändern - das sollte schon von der Mehrheit unterstützt werden !
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Stefan am 30 Jun 09, 08:16
So manches mal muss ich ein wenig verzweifeln  ;) - Wohnort??? Wo steht Wohnort???
Wohngegend!
Ich hoffe der Unterschied ist bekannt!
Wohnort = Vaterstetten (bei mir)
Wohngegend = Oberbayern = nur eine ungefähre Eingrenzung wo einer her kommt.
Für gemeinsame Touren kann das interessant sein.


Und um auf die Abstimmung zurück zu kommen. Ich glaube da wird von Einzelnen einiges falsch interpretiert. Da steht nicht "Anonymität" und "nicht Anonymität". Da steht alles beim alten belassen oder die Anonymität aufheben. In der alten Version haben wir weniger Anonymität als wir es in Zukunft haben werden. Zu einem Großteil der Leute lässt sich der Name bisher ohne jegliches Problem ermitteln. Dies ist in Zukunft so nicht mehr möglich. Es ist also eine deutliche Verbesserung in Richtung Anonymität!

Zudem ist das Abstimmungsergebnis mit 46% zu 54 % nicht so eindeutig wie es von einzelnen dargestellt wird.

In der Summe kommen die Leute die mehr Anonymität wollen deutlich besser weg. Schlechter kommen einzelne Anonymitätsfanatiker weg, die niemandem etwas preis geben wollen. Dies sind aber dann wieder nur Einzelne. Deutlich schlechter kommen die weg, die für die totale Aufhebung der Anonymität sind.

Schon bemerkt? Eine extreme Einstellung ist in einer Gemeinschaft schwer zu vertreten.

Gruß Stefan
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: cmd.powell am 01 Jul 09, 02:27
Ah, ok, Wohngegend hab ich in der Tat mit Wohnort verwechselt, mit dem so geschlossenen Kompromiss kann ich dann auch Leben. Allerdings bei der Abstimmung stimme ich Dir nicht überein: 46 zu 54 ? Werden hier jetzt auch Koalisationen geschlossen ? Es gibt drei Punkte und zwei davon sind vielleicht ähnlich, aber nicht identisch. Ich denke mal, die jenigen, die entsprechend Abgestimmt haben, werden diesen Punkt durchaus differenziert haben. So wie ich das sehe, ist die klare Mehrheit gegen Veränderungen, aber egal, ich will das hier auch nicht Tod diskutieren. Wie schon gesagt, kann ich mit dem Kompromiss leben. Was mir aber sauer aufstößt ist dieser Satz: "Schon bemerkt? Eine extreme Einstellung ist in einer Gemeinschaft schwer zu vertreten." Ist eine andere Meinung zu Vertreten gleich eine extreme Einstellung ? Sorry, aber das sind in meinen Augen diktatorische Züge, die hier durchblitzen. Ich habe in meinem Leben immer versucht, beide Seiten gleichermaßen zu hören und zu bewerten um eben niemanden zu benachteiligen, und in meinen Augen kommt diesem Anspruch, den Mitgliedern hier die Wahlfreiheit zu lassen und sie nicht oder möglichst wenig in irgendwelche Zwänge zu verpacken, die Anonymität nunmal am nähesten. Ich will nicht viel rumjammern, aber ich fühle mich durch Deinen hier zitirten Satz persönlich angegriffen.
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: giantcrystal am 01 Jul 09, 11:18
Hallo aus Mittelfranken

Stefan versucht seit langer Zeit, es hier möglichst vielen Leuten recht zu machen und dies in einer Weise, die der Sache - dem Austauch und dem Archivieren geologisch - paläontologisch - mineralogischer Informationen - zugute kommt..

Für diese anspruchsvolle Aufgabe gibt es wenig Lob, dafür aber häufig Angriffe von allen möglichen Seiten. Das macht die Arbeit gewiß nicht einfacher  !  Dies sollte man sich einfach einmal überlegen, bevor man ein Posting schreibt.

Von diktatorischen Zügen habe ich hier noch nichts bemerkt, das könnte man bestimmt viel einfacher haben, ohne Umfragen und ohne die hier stattfindende Diskussion...

In diesem Sinne ein großes Lob an Stefan für seine hier seit vielen Jahren unentgeltlich geleistete und viel seiner Freizeit kostenden Arbeit. Stefan, Du hast es häufig auch nicht leicht...

Glück Auf

Thomas
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: stollentroll am 01 Jul 09, 11:21
In der Liste der Dinge, die eventuell eingeführt werden sollen, steht:
Zitat:
"Jeder User -
   ......
- muss seine Adresse bekannt geben, diese wird nirgends öffentlich angezeigt. Der User kann ggf. selbst andere User für die Anzeige Freischalten (Adressbuch Funktion)."

Und damit habe ich ein Problem. Wozu wird die benötigt ? Ich sehe da keinen Grund.
Entweder sie wird benötigt, und dann fragt man sich wozu, oder sie wird nicht benötigt, und dann gibt es auch keinen Grund, sie anzugeben. Dass der eine oder andere User mal seine Adresse für jemand freischalten will, darf kein Grund sein, dass alle ihre Adresse angeben müssen.

Die Forderung, seine Adresse anzugeben, wird dazu führen, dass sich weniger Leute anmelden. Gerade Leute, die z.B. im Urlaub etwas gefunden haben und wissen wollen, was das ist, werden sich dann dreimal überlegen, ob sie sich anmelden und ihre Frage stellen. Nun mag man der Meinung sein, dass sei kein Verlust, aber jemand, der hier eine kompetente Antwort bekommt, wird vielleicht anfangen, sich für das Hobby zu interessieren.

Und es wird auch dazu führen, dass viele eine erfundene Adresse angeben, womit die Adressensammlung sowieso sinnlos wird.

Glück Auf
der Stollentroll
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Stefan am 01 Jul 09, 11:50
Die Adresse ist ein Identifikationsmerkmal und eine weitere Hürde für Leute die Ihr Ego gerne ausleben. Da wir die Adresse nur zur Identifikation einsetzen und sonst in keiner Weise verwerten oder von uns aus anzeigen, kann sich jeder selbst überlegen inwieweit er mir repektive unserem Team traut.

Da wir uns bei Datenmissbrauch strafbar machen, sehe ich wenig Risiko für den User. Ich habe ein deutlich höheres Risiko zu tragen, da ich meine Daten ohnehin völlig offen legen muss und zudem eine Mitverantwortung für zahllose "anonyme" Leute trage. Erwarte also bitte nicht zu viel Verständnis von meiner Seite.

Gruß Stefan
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: minuwe am 01 Jul 09, 12:52
Hallo,

persönliche Daten gegen Vertrauen- für mich ein schlechter Tausch, jedenfalls im Internet. Die meisten User werden euch, wie ich auch, vertrauen. Aber für mich ist z. B. nicht sichergestellt, dass es bei einem Wechsel der Datenbesitzer genau so sicher für alle Zeiten  weitergeht. Die Daten verschwinden schließlich nicht von selbst aus dem Netz, im Gegenteil, oft verbreiten sie sich eher. Für mich sind Daten nach Eintippen und Senden sogleich "verloren", auch wenn der Empfänger glaubwürdige Beteuerungen vorträgt.

Es gehört zum Wesen des Internets, dass man seine Daten leider nicht zurückholen kann, niemals und nirgends, deshalb ist es ein Stück Verantwortung, Daten nicht herzugeben, wenn es nicht sein muss.

Aber es würde genügend User geben, denen das alles egal ist, somit wird der Mineralienatlas in jedem Fall  weitergehen, vielleicht ist das der Kompromiß, den man einfach schließen müsste: auf die Mitgliedschaft einiger User zu verzichten.

Den meisten hier ist das Anliegen klar, aber trotzdem frage ich mich ob es nicht genügt, wenn man solche verbalen Angriffe, vor denen Hürden aufgebaut werden sollen, im  Forum wie bisher gleich löscht und in privaten Mails fortan den Schreiber ignoriert. Wenn man dies frühzeitig klar ankündigt, bedeutet das auch eine Hürde.

Gruß
Uwe
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Stefan am 01 Jul 09, 14:04
Zitat
Wenn man dies frühzeitig klar ankündigt, bedeutet das auch eine Hürde.

Wir praktizieren das schon lange so und was hilfts?

Nein, das Thema ist durch und an dem Kompromiss, auch wenn es einige nicht so empfinden, ist nichts zu rütteln. Wer meint seine nicht öffentliche Adresse sei ein so schützenswertes gut, der muss mit den Konsequenzen leben, so wie wir bereit sind mit den Verlusten zu leben.

Gruß Stefan
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: berthold am 01 Jul 09, 15:09
Hallo Uwe,

Zitat
Für mich sind Daten nach Eintippen und Senden sogleich "verloren", auch wenn der Empfänger glaubwürdige Beteuerungen vorträgt.

Irgendwie hast Du schon Recht, nur ohne Pflichtangaben geht im Internet heute nicht mehr viel. Gestern wollte ich nur mal schnell auf der Zeiss-Homepage nachsehen was ein neues Stemi 2000c kostet. Was muss ich machen? Richtig: Anmelden mit jeder Menge Daten. Im Mindat-Forum ist jedermann mit vollem Klarnamen auch von nichtangemeldeten usern zu sehen. Und bei Strahlen.org hast Du eine Liste Klarnamen mit email-Adresse. Nun ist die Frage, warum wird überall immer mehr an Pflichtangaben verlangt?

Leider zeigt die Internet-Kiminalität ständig zunehmende Tendenz. Genau deswegen müssen sich die Betreiber von Foren (eigentlich von allen Internet-Seiten wo sich der user in irgendeiner Form einbringen kann) absichern. Die althergebrachte Form der Absicherung ist die Freischalt-mail an eine angegebene Mailadresse - sonst nichts. Nur ist es praktisch unmöglich im Problemfall eine (möglicherweise nicht mehr bestehende) email-Adresse zurückzuverfolgen. Jedermann kann sich heute ohne irgendwelche Probleme oder Kosten einen Sack voll mail-Adressen zulegen, mit Weiterleitung auf andere Postfächer über sechs Ecken so verstecken dass selbst gute Internet-Fahnder keine Chance haben. Das alles hat dazu geführt dass heute in praktische keinem ernstzunehmenden Forum eine Anmeldung alleine mit der mail-Adresse möglich ist. Wir haben auch hier im Forum mehrfach-Anmeldungen der gleichen Person erlebt - und das ist nur das geringste Problem. Kürzlich hatte ich Ärger weil ich ein Foto meiner privaten Homepage in einem fremden Forum fand. Laut Rückantwort des Seitenbetreibers war das Bild von einem anonymen user eingestellt worden und der Seitenbetreiber hat zwischen den Zeilen durchblicken lassen dass das auch ich selbst gewesen sein könnte. Mein Anwalt meinte, das sei egal, ich kann auf jeden Fall gegen den Seitenbetreiber vorgehen (gut, habe ich dann nicht gemacht nachdem das Bild entfernt wurde).

@Thomas
Die automatische Plausibilitäts-Überprüfung der Pflichtangabe "Adresse" ist in einigen Seiten Realität, führt also nicht  zwangsläufig zu Datenschrott. Wer sich mit unwahren Angaben anmeldet darf sich nicht wundern wenn er sang- und klanglos rausfliegt.

Gruß
Berthold
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Andreas- am 01 Jul 09, 20:56
Leider zeigt die Internet-Kiminalität ständig zunehmende Tendenz.


Eben! Internet-Kriminalität ist wohl auch für viele ein - guter - Grund mit ihren Daten vorsichtig umzugehen.

Stefan wird die Daten  nicht mißbräuchlich verwenden - das vermutet sicher auch niemand. Aber wo sind die  Daten letztlich wirklich sicher gespeichert (vor Hackern,...)??
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: triassammler am 02 Jul 09, 01:00
Aber wo sind die  Daten letztlich wirklich sicher gespeichert (vor Hackern,...)??

Die haben zweifellos was besseres zu tun, als ausgerechnet den MA-Server zu hacken. Da gibt es lukrativere Ziele. Die interessieren sich auch nicht für eine Adresse, die sowieso im Telefonbuch steht, sondern eher für Deine Visa-Kartennummer. Und mit Verlaub: Die Art des Forums macht seine Mitglieder auch für identity theft nicht gerade attraktiv.
Nach Deiner Argumentation solltest Du Deinem Einwohnermeldeamt und Deiner Bank keinen Meter über den Weg trauen...

Gruß,
Rainer
Titel: Re: Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Bergmannus am 02 Jul 09, 23:29
Hallo!

Ich verstehe die ganze Aufregung und anschließende sinnlose Diskussion nicht. Die meisten von Euch gehen eh mit einem "Windoof - Rechner" ins Netz. Das erste was "Windoof" vom User verlangt ist das man sich bei "Microsoft - Deutschland" zu erkennen gibt und beweißt ein "originales und gekauftes Windoof - System" zu benutzen". Die nachfolgenden so genannten Sicherheits - Updates dienen nur der Rechnerkontrolle und der Rollifahrende Innenminister freut sich über diese Dienstleistung von Microsoft!

Viren und Trojaner die es für Microsoft zu zigtausenden gibt sind auch zum ausspionieren der Rechner da, nicht nur um sie zu schädigen. Der Staatsschutz usw benutzen ebenfalls Viren und Trojaner und diese kann kein Antivirenprogramm von den üblichen Störenfrieden unterscheiden. Damit liegen sowieso sämtlich auf der Festplatte vorhandene Daten zur weiteren Verwendung offen.

Also es ist vollkommen sinnlos hier eine solche Diskussion über Anonymität  zu führen, da niemand von Euch überhaupt anonym im Netz ist!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!   Wenn jemand hier "anonym", also unter falschen Namen auftreten will, dann hat er sicher einen Grund, der aber keinen positiven Hintergrund besitzt!
Das trifft auch für mich persönlich zu.

Ich kann nur hoffen das die Admins in Zukunft auf die Anmeldung unter richtigen Namen drängen oder besser dies auch als Bedingung für die Mitgliedschaft im Forum machen. Ich hätte damit überhaupt kein Problem und würde mich wie bei der "GAG" mit meinem wahren "Ich" anmelden. Der "Bergmannus" wäre damit Geschichte und das könnte auch für andere hier so funktionieren. Eine Verbindung zwischen dem "Bergmannus" und meinem "Ich" wäre nicht nachvollziehbar.

Wer also großen Wert auf sichere Computer legt, wechselt zu Linux da muß man sich nicht anmelden und es gibt auch keine Sicherheits - Updates mit integrierten Trojaner für die "Rückmeldung" der Daten. Bei einem DSL - Anschluß fällt einem solch eine "Rückmeldung" auf Grund der Übertragungsgeschwindigkeit überhaupt nicht auf!

Glück auf!             Bergmannus
Titel: Antw:Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Mineralroli am 30 Jan 10, 13:21
Hallo
Es ist zwar schon ein altes Thema aber dennoch immer wieder interessant.
Die Anonymität ist die eine Sache und dazu denke ich das man ein wenig über sich preisgeben kann (z.B. Vorname Nachname?. oder anders Roland N.) und die Gegend. Damit hat man sich nicht komplett geoutet. Man gibt nicht alles doch etwas. Aber jeder muß wissen was er von sich geben will.
Was mich mehr interessiert ist warum sich Mitglieder als versteckt ausgeben ???
Dabei ist es ganz einfach heraus zu bekommen wer sich hier versteckt.
Wenn ich sehe wer gerade einen Beitrag geschrieben hat aber unter den Online-Benutzer nicht zu sehen ist dann derjenige eigentlich erkannt . Oder?
Meine Frage zielt darauf ab warum es diese Einrichtung überhaupt gibt und welche Ziele damit verfolgt werden sollen bzw. welchen Sinn das hat.
Ich weiß jetzt nicht genau ob darüber schon einmal diskutiert wurde, wenn nicht wäre das hier vielleicht ein Anlaß.
Beste Grüße
Roland
Titel: Antw:Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Stefan am 30 Jan 10, 18:55
Jetzt würde mich schon interessieren was jemand anonym erhaschen soll, was er nicht ohnehin ohne Anmeldung erfahren könnte.

Wie wäre es wenn jemand einfach nicht als aktiv angezeigt werden möchte nur weil er mal kurz was nachgeschlagen hat. Ein Arbeitgeber könnte z.B. falsche Schlüsse daraus ziehen. Sicher gibt es noch viele Gründe. Aber ob Grund oder nicht, es ist doch einfach nur völlig egal und nicht alles dreht sich um eigene Belange.

Besten Gruß
Stefan
Titel: Antw:Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Mineralroli am 30 Jan 10, 20:32
Hallo Stefan
Zitat
Der Vergleich ist schon arg daneben
Da gebe ich Dir Recht. Ich habe da wohl etwas überzogen und die Zeile gelöscht. Tut mir Leid
Ich verstehe dessen Bedeutung nicht.
Was mich interessiert ist: Warum gibt es das und wozu soll das gut sein.
Ich gehe mal davon aus wenn das jeder täte? Dann brauchten wir auch den Online-Anzeiger nicht das kann man auch aus der Mitgliederliste erfahren.
Welchen Grund hat man wohl sich zu verstecken? Ich persönlich halte das für kindisch und wie ich sehe sind ES wohl nur 3.
Beste Grüße
Roland
Titel: Antw:Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Stefan am 30 Jan 10, 21:08
Ich denke es darf und soll jeder für sich entscheiden ob er anzeigen möchte, in den letzten 15 Minuten hier angemeldet gewesen zu sein, mehr sagt der Status nicht aus. Warum sollen Mitglieder weniger Recht auf Anonymität beim Lesen haben als Besucher?

Besten Gruß
Stefan
Titel: Antw:Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: strahler1975 am 30 Jan 10, 23:14
Ich glaub auch ich hab da eine weisse Maus gesehen! - oder mehrere Mäuse - alle wollen mich ausspionieren! hilfe!
aber stop mal....... ich hab mir nix vorzuwerfen, also soll jeder spionieren wie er will.

Grüsse Frank!
Titel: Antw:Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Mineralroli am 31 Jan 10, 09:35
Ok. Ich glaube das ist ein unbequemes Thema und denke wir lassen das da es zu nichts führen wird.
Ich persönlich finde es nur blöd wenn nur wenige Mitglieder der Meinung sind sich hier verstecken zu müssen, in einem Forum wo jeder mit jedem kommuniziert .
Es ist die Art; ich bin da, keiner sieht mich, ich sehe alles, wer weiß ??? Daher auch die anfängliche (gelöschte) Bemerkung.
Beste Grüße
Roland
Titel: Antw:Anonymität von Mitgliedern
Beitrag von: Baryt-X am 07 Feb 10, 17:19
Hallo zusammen.

Habe den Threat eben erst bewusst registriert - aber sogleich abgestimmt!

> Für "Alles so lassen, wie es ist"!  ;)

Natürlich ist in Zeiten des www der Mensch eher zur Marketing-Ware degradiert.
Aber ich denke, mit der neuen Regelung für eine Registrierung im Atlas ist meines Erachtens seitens der Verantwortlichen eigentlich alles getan, was zu einem seriösen Umgang mit Mitgliederdaten gehört.
Man sollte die Thematik auch nicht überstrapazieren - diesbezügliche Dauer-Diskussionen führen in der Regel auch zu nichts.
Von daher: Alles wird gut!
Der Atlas ist und bleibt eine tolle Plattform für uns "mineralolgisch und / oder paläontologisch Interesierte jeglicher Wissensstufe".
Und das ist auch gut so.....  ;D

In diesem Sine ciao einstweilen und Grüße aus dem Siegerland

Andreas J. (Baryt-X)