Mineralienatlas - Fossilienatlas

Fossilien / Fossils / Fósiles => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Unbekanntes Erdzeitalter / unknown geological era => Thema gestartet von: Mechanic am 23 Jun 09, 20:34

Titel: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Mechanic am 23 Jun 09, 20:34
Hallo,

der wie ich meine Feuerstein stammt von der dänischen Nordseeküste.
Er enthält mehrere Abdrücke, einen davon zeigt das Bild.
Der Abdruck hat einen Durchmesser von ca 3mm.
Bitte erneut um Bestimmungshilfe.

freundlichst
Mechanic

Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Mechanic am 23 Jun 09, 22:21
Hallo,

Bild 1 zeigt einen weiteren Abdruck von dem Feuerstein,
die Bilder 2; 3 und 4 den unteren Rand des Abdruckes.
Der Abdruck mißt 4,2mm in der Länge.

freundlichst
Mechanic
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: triassammler am 24 Jun 09, 11:51
Hallo Mechanic,

entschuldige, aber die Bilder sind viel zu klein und undeutlich, um etwas erkennen zu können!

Gruß,
Triassammler
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Mechanic am 24 Jun 09, 18:15
Hallo,

den oberen Abdruck habe ich vergrößert und auf zwei Bilder aufgeteilt.
Das dritte Bild zeigt die Position des Abdruckes auf dem Stein.

Gruß
Mechanic
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Mark77 am 25 Jun 09, 16:38
Hallo Mechanic,

mit "Größe" war gemeint, die Bilder in ihrer tatsächlichen Größe zu vergrößern.. d.h., wenn ich sie im Forum anklicke, dass sie dann nicht die gleiche Größe behalten sondern größer werden. (oh gott, 5x das Wort groß in einem Satz *seufz*)

Grüßle,
Mark77
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Mechanic am 25 Jun 09, 18:34
Hallo Mark77,

teile mir bitte mit wie das geht.
ich zitiere:

"...
Max. Dateigröße: 100 KB, pro Beitrag: 4"

mehr geht leider nicht.

Freundlichst
Mechanic
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Krizu am 25 Jun 09, 19:22
Hallo,

du hast 13kb!!! in den Bildern.
Also 3x mehr Breit und 2x mehr Höhe geht so.
Wenn du an der Komprimierung drehst geht xmal mehr  :o :o :o :o :o

Dateigröße ist nicht Bildgröße. Ich mach Dir ein Bild 1024x768 mit 100kb

MfG

Frank
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Krizu am 25 Jun 09, 19:49
Hallo,

ich zitiere:
"teile mir bitte mit wie das geht."

Motiv
1 germanischer Cent
auf Abdruck in Tonschiefer
Fundort Emsland auf Schotterweg
Vermutlich ex Piesberg oder Ibbenbüren
Original als TIFF einige viele MB, als JPEG nur 4MB

Komprimierung auf 20% (GIMP) 100kB!
2000px x 1333 px. Dafür brauchst du etwa knapp 2 Monitore und auch in der Höhe! Dazu musst Du nur oben rechts in der Ansicht auf das Icon Vollansicht klicken. Erlaubt für ein Bild!

Fortsetzung folgt -Auch wenn es bei Dir nicht der Fall ist: 50% ist oller Schreibisch - also Beiwerk. Nur für die Leute die sich an die Achate-Queen aus US erinnern  8)
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Krizu am 25 Jun 09, 19:53
zuerst:
Ausschnitt 1:1 aus dem Bild
knapp 60% Qualität
Die Unschärfe führe ich auf die 1/60 Freihand mit Weitwinkel-Objektiv zurück.

dann:
mit 28kB Dateigröße. Hier wird JPEG auf dem Schiefer deutlichst.
Aber mit rund 900x800px. Also RTFM +qed. Sorry für die Deutlichkeit: Diese Diskussion war hier etwas zu oft.

MfG

Frank
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Mechanic am 25 Jun 09, 20:02
Hallo,

ich bin noch mit Rechenschieber und Röhrentechnik groß geworden..,
mit dem PC habe ich noch so meine Probleme, ich arbeite dran.

Grüße
Mechanic
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Krizu am 25 Jun 09, 20:05
Cool,

dann kennst du ja Nyquist uns Shannon http://de.wikipedia.org/wiki/Shannon_(Einheit) bzw. Übertragungsfunktionen.

MfG

Frank
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Mechanic am 25 Jun 09, 20:22
Hallo,

nö, auch wenn ich noch mit dem Rechenschieber rechnen kann,
aber ich mache mich mal schlau, danke.

Mechanic
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Krizu am 25 Jun 09, 20:38
Hallo,

Nyquist beschreibt, welche Grenzfrequenz man braucht um eine Information zu übertragen, quasi die Grenzfrequenz zum Rauschen (ganz salopp gesagt). Du braucht 2 Bildpixel je Richtung um eine Struktur zu übertragen.

Shannon beschreibt den Informationsgehalt einer Nachricht oder hier Bild. Hast du feine Strukturen z.B. konstrastreiche Haare hast du hohe Frequenzen mit hohen Amplituden und hast  einen hohen Speicherbedarf. Bei nackter Haut brauchst du nur einen mittleren Farbwert und dann nur noch die Änderungen in zwei Richtungen (Offset und Grundton).

Das macht jpeg. Je geringer die Qualität, desto mehr Infos werden pro Auswerte-Quadrat weggegeworfen, also die Obertöne werden sausen gelassen. Du baust quasi einen Röhrenverstärker der die Höhen nicht überträgt im Gegensatz zu einen "idealen" Verstärker. Das sieht man im letzten Bild.

btw: Das Testbild für Komprimierungen etc ist oft lena.

http://de.wikipedia.org/wiki/Lena_(Testbild)

Der Mensch erkennt Fehler im Gesicht unglaublichg schnell und effizient (z.B. der rote Pickel auf der Nase). Deshalb bietet sich ein Gesicht als Test an. Gleichzeitig hat das Bild glatte Fläche neben strukturierten Flächen, also kann alles getestet werden. Die Story dazu ist auch gut, siehe Wikipedia.

MfG

Frank
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Mechanic am 25 Jun 09, 20:46
Hallo,

gut gemeint, danke. Wie gesagt ich mache mich mal schlau
und melde mich dann wieder.

Gruß
Mechanic
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Mechanic am 26 Jun 09, 17:42
Hallo,

die Anderen kommen später.

Gruß
Mechanic
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: triassammler am 26 Jun 09, 18:43
Hallo,

sieht aus wie eine Bryozoenkolonie...

Gruß,
Rainer
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Mechanic am 27 Jun 09, 11:04
Hallo,

Erst mal Dank an Rainer.
Jetzt die nächsten Bilder.
Das dritte Bild zeigt die Position der beiden Abdrücke an dem Stein.

Gruß
Mechanic
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: triassammler am 29 Jun 09, 20:04
Hallo!

Auch das zweite dürfte eine (aufgebrochene) Bryozoenkolonie sein. Als Kern käme ein Intrageröll oder eine Molluskenschale in Frage.

Gruß,
Rainer
Titel: Abdruck in Feuerstein/3
Beitrag von: Mechanic am 30 Jun 09, 18:07
Hallo,

erst mal erneuten Dank an Rainer.

Von dem Feuerstein nun der dritte Abdruck.
Mit bloßem Auge ist dieser Abdruck leicht zu übersehen,
unter dem Mikroskop ist dieser sehr schön als Abdruck zu
erkennen.
Der Radius der Rundung des Abdruckes 3 ist mit 1,3mm gleich
der rechten Wölbung des Abdruckes 2.

Von dem Stein habe ich jede Menge Bilder. Wer Interesse hat
melde sich bitte, ich bin gerne bereit entsprechende Bilder zu zusenden.

Freundliche Grüße
Mechanic
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Mechanic am 01 Jul 09, 21:07
Hallo,

wer widerspricht mir, wenn ich sage, die drei Abdrücke sehen aus,
als seien diese zu einem Zeitpunkt entstanden, als sich das Material des
Steines  im  modelierbarem Zustand befand.

wer nicht im Mineralienatlas angemeldet ist, kann eine
Nachricht schicken an

Anfrage-zum-Stein@web.de

Freundliche Grüße
Mechanic
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Mechanic am 05 Jul 09, 11:32
Hallo,

dieses Bild zeigt die drei Abdrücke und die Hohlform.
Ich lasse es vorerst unkommentiert.

Freundliche Grüße
Mechanic
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Krizu am 05 Jul 09, 11:41
wer widerspricht mir, wenn ich sage, die drei Abdrücke sehen aus,
als seien diese zu einem Zeitpunkt entstanden, als sich das Material des
Steines  im  modelierbarem Zustand befand.

Hallo,

was hältst Du davon, dass das der Feuerstein durch die chemische Veränderung beim Verwesen der Tiere gefällt wurde?

MfG

Frank
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Mechanic am 05 Jul 09, 12:52
Hallo,

hiermit Dank an Frank.
Mein Problem ist folgendes. Ich mache oft an Nord.- und Ostsee Urlaub.
Auf meinen ausgedehnten Strandwanderungen finde ich mehr interessante
Dinge als Andere Muscheln,übertrieben ausgedrückt.
Ich besitze mittlerweile ein bescheidenes angelesenes Wissen, aber so
richtig Ahnung habe ich keine.Ich kann nur meine Sichtweise vorbringen.
Ich hatte auf eine Diskusion der Experten gehofft, die zur einer Abklärung
geführt hätte.

Freundliche Grüße
Mechanic
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Krizu am 05 Jul 09, 16:28
Hallo,

leider bin ich ein Laie bei den toten Tieren.

Sorry

Frank
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: triassammler am 07 Jul 09, 15:33
Hallo Mechanic,

Ich hatte auf eine Diskusion der Experten gehofft, die zur einer Abklärung
geführt hätte.

Wenn Du eine Diskussion führen willst, solltest Du die Indizien aufführen, die Dich zur Aussage

Zitat
wer widerspricht mir, wenn ich sage, die drei Abdrücke sehen aus,
als seien diese zu einem Zeitpunkt entstanden, als sich das Material des
Steines  im  modelierbarem Zustand befand.

führen. Sonst gibt es da keine Grundlage. Widersprechen kann ich allein auf Grund des Aussehens nicht, bestätigen aber auch nicht. Grundsätzlich lässt sich folgende Aussage treffen: Der Feuerstein hat sich um die vorhandenen Organismenreste herum gebildet.

Gruß,
Rainer
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Mechanic am 07 Jul 09, 17:25
Hallo,

für eine fachliche Argumentation fehlt mir leider das Fachwissen.
Ich stelle lediglich meine Meinung zur Diskusion, um daraus zu lernen.
Es geht mir nicht nur darum die Dinge bestimmt zu bekommen, ich möchte,
wie gesagt, im Forum lernen, weil mich die Geologie sehr interessiert.

Freundliche Grüße
Wolfgang
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Mechanic am 14 Jul 09, 21:42
Hallo,

zu Form und Oberfläche des Feuersteins interessiert mich folgendes.
Mir geht es darum, den Entstehungsprozeß  zu verstehen.
Sämtliche den Feuerstein umgebenden Flächen sind Bruchflächen,
die relativ gleichmäßig mit Opal bedeckt sind. An der linken kleinen
Fläche des Steines (Bild 1) sind drei kleine Ecken weggeplatzt.
Diese kleinen Bruchflächen sind (ich übernehme den Ausdruck)
makroskopisch glatte Flächen. Auf  Bild 2 ist dies ganz gut zu sehen.
Meiner Ansicht nach entstanden die drei kleinen Abbrüche  zu einem Zeitpunkt,
da der Feuerstein seine endgültige Härte erreicht hatte. Seine äußere Form
entstand durch Bruch des Materials als dieses noch Kalkstein war.

Mich würde Eure Meinung interessieren.

Grüße
Wolfgang
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Mechanic am 15 Jul 09, 20:19
Hallo,

von dem zweiten Abdruck habe ich noch mal Bilder gemacht.
Man sieht auch mal die umgebende Fläche im Vergleich zur Innenfläche
sowie derer nach oben geneigten Wölbung.
Die ovalangeordneten viereckigen Segmente sehen für mich aus wie
in das Material eingedrückt.

Grüße
Wolfgang
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Mechanic am 16 Jul 09, 21:35
nun noch der dritte Abdruck.
Bild 2 zeigt die Grundfläche Bild 3 die gewölbte Wandung jeweils in Draufsicht.
Das dritte Bild (1) zeigt den  Abdruck, links die gewölbte Wandung rechts die Grundfläche.

Grüße
Wolfgang
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: triassammler am 18 Jul 09, 16:47
zu Form und Oberfläche des Feuersteins interessiert mich folgendes.
Mir geht es darum, den Entstehungsprozeß  zu verstehen.
[...]
Meiner Ansicht nach entstanden die drei kleinen Abbrüche  zu einem Zeitpunkt,
da der Feuerstein seine endgültige Härte erreicht hatte. Seine äußere Form
entstand durch Bruch des Materials als dieses noch Kalkstein war.

Der allgemein verbreiteten Theorie zufolge entstand Flint in der nordeuropäischen Kreide durch Verhärtung einer kolloidalen Gelphase in Hohlräumen. Für andere Flintvorkommen muss dies nicht unbedingt gelten; es gibt auch das Phänomen der Ausfällung in den Porenräumen von Sediment, wobei der Flint dann von Sedimentpartikeln durchsetzt ist und man je nach Grad der Verunreinigung dann auch von einem verkieselten Sedimentgestein sprechen kann. Auch schichtige Flintarten (dann meist Hornstein genannt) sind bekannt (nicht zu verwechseln mit Kieselschiefern!), diese gehen wahrscheinlich auf flächendeckende Ausfällungen von Kieselgel zurück, sind aber nicht in einen Topf mit den Flinten aus der Kreide zu werfen.
Untergeordnet erfolgt das Wachstum von Kieselknollen auch noch durch Anlagerung von Kieselsäure um einen Keim herum. Eine bestehende Flintknolle oder ein Organismenrest können so ein Keim sein.
Die Form von Flintknollen hängt primär von der Form des Hohlraums ab, in dem sie sich gebildet haben. Dies kann ein Krebsgang bzw. allgemein ein Grabgang sein, oder der Hohlraum eines aufgelösten Schwamms, uvm., wobei diaganetische Prozesse dafür sorgen, dass die Hohlform meist nicht exakt 1:1 nachgeformt wird, sondern nur mehr oder weniger "verwaschen" bzw. umgeformt erhalten bleibt. Die weitere Formgebung übernehmen dann Verwitterung und Transportvorgänge nach der Exhumierung des Flints.

Gruß,
Rainer
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: Mechanic am 19 Jul 09, 11:24
Hallo Rainer,

ich danke Dir für die für mich sehr lehrreiche Erläuterung. Mein geologisches Wissen beziehe ich aus allgemeingehaltener
populärwissenschaftlicher Literatur.  Bis ich diesen Stein gefunden habe, kannte ich Flinte nur als Flintknollen. Ich habe davon einige
interessante Exemplare. Und deshalb hatte bzw habe ich mit diesem Flint mein Problem. Nach Deiner Erläuterung kann ich davon
ausgehen, daß dieser Stein ein Flint aus Kreide ist. Grundsätzlich interessiere ich mich als  Techniker für  Abläufe. Bei diesem Stein die
physikalischen Abläufe, die zur endgültigen Form dieses Steines geführt haben. Die äußeren Flächen des Steines sind Bruchflächen,
darin sind wir uns wohl einig. Betrachten wir uns zum Beispiel  mal den dritten Abdruck. So klein und unbedeutend dieser ist, schließe ich daraus, daß das Material des Flintes nach Bildung der äußeren Form noch verformbar (im Sinne von modellierbar) war.
Speziell was die beiden Hohlformen betrifft meine Überlegung. Die Flächen in denen sich diese Hohlformen befinden stehen in
einem Winkel von ca 110° zueinander. Die Grundflächen beider Hohlformen liegen sehr genau dreidimensional parallel zur Oberfläche.
Als Techniker bin ich es gewöhnt rational zu denken. Die rechnerische Wahrscheinlichkeit, daß zu erst die Einlagerungen im Flint da
waren und sich danach die Flächen durch Bruch auch noch bei beiden Hohlformen genau parallel zu deren Grundfläche bildeten
geht eher gegen Null. Das sind so meine Überlegungen.

Grüße
Wolfgang
Titel: Re: Abdruck in Feuerstein
Beitrag von: triassammler am 19 Jul 09, 16:38
Hallo Wolfgang,

Zitat
Nach Deiner Erläuterung kann ich davon ausgehen, daß dieser Stein ein Flint aus Kreide ist.
...aus der Kreidezeit!

Zitat
Betrachten wir uns zum Beispiel  mal den dritten Abdruck. So klein und unbedeutend dieser ist, schließe ich daraus, daß das Material des Flintes nach Bildung der äußeren Form noch verformbar (im Sinne von modellierbar) war.
Bisher ist leider noch niemand danebengesessen und hat beobachtet, wie lange es dauert, bis aus einem Kieselgelklumpen eine Flintknolle aushärtet. Allgemein kann jedoch davon ausgegangen werden, dass dies frühdiagenetisch, also noch vor nennenswerter Deformation des Nebengesteins, geschieht. Bei der Vielzahl der Bilder ist mir jetzt nicht mehr klar, welche Stelle mit dem "dritten Abdruck" gemeint war. Wie gesagt musst Du es Dir prinzipiell so vorstellen, dass das Kieselgel einen vorhandenen Hohlraum ausfüllt und dabei Unebenheiten seiner Wandung abformt, und später darin zu einer Flintknolle aushärtet. Es gibt keine Prozesse, die in der duktilen Phase zusätzlich Abdrücke in den Flint pressen könnten.

Was nun Deine Überlegungen zu den Winkeln angeht, kann ich Dir leider gar nicht folgen. Auf welche Hohlformen beziehst Du Dich da?
Auch hier kann ich aber prinzipiell sagen, dass bei zig Milliarden Flintknollen selbst rechnerisch unwahrscheinliche Phänomene durchaus einmal auftreten können  ;)

Gruß,
Rainer