Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Paläobotanik (fossile Pflanzen / fossil plants) => Sonstiges Europa / Other Europe => Thema gestartet von: Bernd G am 16 Nov 04, 19:03
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Osmunda / Osmundites : Farngewächs aus dem Miozän. Auch als Königsfarn bekann.Funde in der Braunkohle von Trimmelkam.(Oberösterreich).
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Hi Bernd!
Nett. Hab ja keine Ahnung von Fossilien , ich würds glatt für irgendwelche Korallen halten.
Hier im Saarland im karbon gibt es sehr schön erhaltene Farnblätter. Werde morgen mal versuchen ein paar Bilder zu machen!
Gruß
TK
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Psaronie : Farn aus dem Perm,Chemitz ist der bekannteste Fundort dieser Farne. Die Luftwurzeln sind meist mit Achat gefüllt.(Funde von Chemnitz ) Manebach in Thüringen und Freital in Sachsen sind auch als Fundstellen bekannt.
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Tempskya Es handelt sich um einen Scheinstamm der aus vielen Farnstämmchen zusammen gewachsen ist .Diese Gattung stammt aus der Unteren Kreide .
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Tempskya aus Ottendorf Okrilla
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Königsfarn Braunau Trimmelkam
Bild 2: Längsschnitt
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versteinerter Baumfarn (Tempskya) aus Kladno, Tschechien.
Durchmesser: 15 cm
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fossiles Rhizom eines Baumfarnes (Osmundites dowkeri)
6,5 cm breites Endstück
Miozän (Pannon - Jungtertiär, ca. 24 Mio. Jahre)
Kohlebergbau Trimmelkam - Oberösterreich
In Oberösterreich, nahe der deutschen Grenze, kommen miozäne Kohleschichten vor, die reich an versteinertem Holz sind. Zumeist sind es Sumpfzypressen aber es kommen auch Wurzelstöcke (Rhizome) der seltenen Farn-Art Osmundites dowkeri vor. Die "Augen", die so typisch für diese Farn Art sind, sind deutlich erkennbar. Oft wachsen Wurzeln von Sumpfzypressen durch die Farn-Rhizome.
Die Stücke sind beim Sammeln kohlenschwarz und werden mit Chlorwasser leicht gebleicht.
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Psaronien waren unverzweigte Baumfarnstämme die eine Höhe von 10 bis 15 Meter erreichten. Die im Inneren liegenden Leitbündel werden von einem Mantel an Adventivwurzeln umgeben.
Neben Chemnitz und Nova Paka gibt es auch in Autun einen versteinerten Wald aus dem Perm. Versteinerte Hölzer werden hier hauptsächlich als Lesesteine gefunden. Größere Funde gab es Ende der 80er, Anfang der 90er beim Bau der TGV-Trasse. Zu besichtigen gibt es die fossilen Pflanzen im Museum d´Histoire Naturelle von Autun und im Museum National d´Histoire Naturelle von Paris.
Bild: Psaronie aus Autun; 28 cm x 15 cm
Bild 2: Detailaufnahme
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Wunderbares Detailbild der Psaronie!
Muss ja unter dem Mikroskop genial aussehen ......
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Sie kommt leider nicht an die Chemnitzer Psaronien ran. Die Achate sind nur farblos. Bin aber trotzdem sehr zufrieden mit dem Stück. ;D ;D
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Kannst du auch sein, Andreas! - Wäre happy, so eine Psaronie aus Autun in der Sammlung zu haben .........
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XXL Osmundites dowkeri von Trimmelkam 13,5 cm x 10 cm als Vergleich eine 2 Euro Münze .
Wolfgang hat ja schon eine schöne Info gegeben über diese Farne in seinem Beitrag. Also verzichte ich hier mal auf weitere Ausführungen.
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Osmundites dowkeri
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Sind eigentlich recht nette Funde, diese Osmundites dowkeri aus Trimmelkam! 8)
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schon sehr gute denke ich ;),aber wenn du noch was besseres hast hebs auf zum tauschen !!
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Hatte ja - wie berichtet - im Sommer 2005 großes Glück und konnte in Trimmelkam einen ganzen Rucksack Osmundites dowkeri finden. ;D
Die Stücke warten nur aufs Schneiden / Polieren oder auch aufs Tauschen ... ;)
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Psaronie aus Nova Paka - Tschechien
11,5 x 6 cm
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psaronius aus dem muldenschotter.
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@ Wolfgang: Bist du sich, dass das ne Psaronie ist? Tw wurden Hölzer schlecht versteinert bzw waren schon modrig bevor sie versteinerten und es entstand ein punktartiges Musterung. Ich habe auch ein großes Stück, dass deinem relativ ähnlich sieht - meines ist aber sicher Holz.
lg
Andreas
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Wer weiß, was mir dieser Tscheche da wirklich "angedreht" hat ..... ::) ???
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hallo,
ich habe auch schon sloche stücke aus der lausitz gesehen, schaut aus wie luftwurzeln sind aber keine .
könnte eine doppel verkieselung sein.
hoffentlich hast du nicht so viel dafür zahlen müssen.
gruß bernd
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Hat zum Glück nur ein paar Tschechen-Kronen gekostet, weil´s kein kompletter Querschnitt war ..... :P
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Eines meiner besten Stücke aus Trimmelkam, Österreich. Im Unterschied zu vielen Stücken dieser Fundstelle ist es perfekt versteinert.
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wie sind zur zeit die fundmöglichkeiten in Trimmelkam ?
gruß bernd
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Hi Bernd,
vermutlich gibt es Trimmelkam in wenigen Jahren nicht mehr!!!!
Die Halde wird mehr und mehr zugeschüttet mit Bauschutt und Erdaushub.
Nachschub kommt keiner mehr da der Abbau eingestellt wurde.
Andersgesagt, es sieht schlecht aus. Man findet gelegentlich noch einzelne Stücke aber meist drittklassige Ware und selbst die sind schon fast selten.
LG Kili
Evtl Sumpfzypressenholz aus noch besseren Zeiten
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Osmunda aus kiesen der "Senftenberger Altelbe". Dieses exemplar zeigt an der stammoberfläche noch deutliche wedelnarben. Leider ein nicht ganz vollständiger querschnitt.
Bild 2: oberflächenansicht
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... und nochmals eine osmunda aus Trimmelkam...
Es ist - anders als viele Stücke von dort - ausgezeichnet versteinert. Eines meiner schönsten Stücke.
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An dieser stelle mal ein tempskya-farn aus der kreide. Gefunden in coswig in kiesen der altelbe. (möglicher ursprung könnte böhmen sein)
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psaronius kohren-salis
9,5cm x 5,5cm
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Um diesen Thread weiter zu vervollständigen stelle ich hier eine versteinerte Baumfarnspezies (Protopteris) aus Europa ein. Gefunden in den Lausitzer Elbekiesen ( Elbegeröll ) stammt das Stück mit hoher wahrscheinlichkeit aus der Unterkreide Böhmens. Das Stück ist vollständig erhalten mit Wedelnarben.,Luftwurzeln und den inneren Leitsträngen.
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Hallo Bernd,
Glückwunsch zu dem super Fund!
Sind Dir Funde von Protopteris aus Böhmen bekannt? Die Herkunft dieser sehr seltenen Farnspezies würde mich doch sehr interessieren.
Ich habe in Tschechien noch nichts dergleichen in Museen oder bei Sammlern gesehen.
Viele Grüße
Marian
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Danke gnoisi für die Glückwünsche. Es gibt Hinweise auf Protopteris Funde in Böhmen z.b. bei Fric und Bayer "Studien im Gebiet der Böhmischen Kreideformation" Prag 1900 oder bei Dernbach/Tidwell "Geheimnisse versteinerter Pflanzen". Gesehen hab ich diese allerdings auch nicht, wie z.b. im Nova Pakaer Achatmuseum oder in anderen Museen dieser Region.
Wie schon geschrieben hab ich das Stück in einer Kiesgrube gefunden in der ausschließlich Kiese des "Senftenberger Elbelauf" gefördert und verarbeitet werden. Es ist also naheliegend das der Ursprung in Böhmen zu suchen ist. Soviel ich weiß wurde schon ein Fragment eines Protopteris dort gefunden,allerdings fehlt bei diesem Exemplar das innere Leitbündel , die markanten Wedelnarben sind aber erhalten was eine Bestimmung erleichterte.
Gruß aus der Niederlausitz
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Hallo
Möchte 2 Tempskya-Funde vorstellen, die ich soeben von meinem Schleifer zurückgeholt habe.
Fund 1 ( kein Eigenfund ) stammt aus dem Streumer Elbelauf aus der Umgebung von Riesa und hat eine beachtliche Größe von 21 x 13 cm!
Die Gesamtgröße des Gerölls ist mir leider unbekannt.
Fund 2 von Feldern der Gröden - Ortrander Endmoräne - 8 x 5 cm.
Gruß Werner
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Hallo
Werde noch ein paar Details nachreichen. Auf beiden Fundstücken sind nur Luftwurzeln vorhanden. Auf dem großen Exemplar waren die Stelen zwar vorhanden, sind aber rausgefault und haben die sichtbaren Löcher hinterlassen.
Das 2. Exemplar besteht aus transparenten Chalcedon und nur in den Randbereichen des Gerölls sind durch sekundäre Einfärbungen die Luftwurzeln z.T. sehr toll erhalten und gut sichtbar. Kippt man aber das Stück unter einer Lichtquelle erscheinen dann auch im durchscheinenden Chalcedon die Luftwurzeln. Werner aus der Lausitz
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Ist ein guter Erhaltungszustand. Ich habe Tempskya schon länger nicht mehr gefunden. Ist das das Stück welches du bei der Knappenrodebörse dabei hattest?
Gruß Bernd
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Hallo Bernd
Ja Bernd es ist das Stück welches du in Knappenrode in der Hand hattest. Der Erhaltungszustand im Randbereich ist wirklich gut, da sind von einer Vielzahl der Luftwurzeln sogar die Leitbündel vorhanden! Meist ist ja nur das umgebende Gewebe vorhanden und der Rest fehlt, sprich sie sind innen hohl. Werner
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Werner da wir anscheinend die einzigen sind die hier schreiben möchte ich dir mal ein Stück zeigen welches ich schon vor längerer Zeit im Lautakieswerk gefunden hab. Beim stöbern auf den Paläobotanischen Seiten hier fand ich dieses interessante Thema:
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,6582.0.html
Und nun schau dir mal das oben erwähnte Fundstück an. Die Kullern haben einen an Holzzellen erinnernden Außenring und sowas wie ein Leitbündel.
Gruß Bernd
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da wir anscheinend die einzigen sind die hier schreiben
ich würde mich ja liebend gerne an dem Thema beteiligen - aber in meinem Sammelgebiet, dem nördlichen Niederösterreich, siehts leider mit verkieselten Farnen gaaaaanz schlecht aus ..... :(
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Hallo,
....so ists auch bei mir ,suche zwar nicht nur in den Weinbergen ,sondern auch in hiesigen Kiesgruben ,aber bis dato ist mir halt auch noch kein Farn unter die Finger gekommen; der Main ,auch der Rhein habens nicht so mit den Farnen. Und ,auch wenn ihr - Bernd und Werner die Einzigsten seid ,die zu diesem Thema etwas schreiben ,schon das Bwetrachten und lesen hilft ; zumindest mir .
und tschüß
der Uli
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Ein Stück möchte ich hier noch vorstellen. Fundort ist die Tongrube Hainichen in Sachsen. Bisher der einzige bekannte Fund dieser Art.
Versteinerter Baumfarn Psaronius. Kompletter Querschnitt, ca 15cm
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Werner hab dir gestern ne Mail geschickt. Guck mal in dein Email Speicher.
Gruß Bernd
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Unbestimmtes versteinertes Baumfarnstämmchen aus den Senftenberger Elbeschottern. Längsschnitt.
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unglaublich was du immer alles findest !
:D
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Hallo Bernd
Warum Unbestimmt??? Eine schöne Tempskya. Ich schätze mal aus dem oberen Bereich, da sehr viele Stelen und Wedelabgänge zu sehen sind. Du müsstest doch von mir ein kleines Stück haben, wo nur Stelen und Blattabgänge zu sehen sind, ohne Luftwurzeln! Auch solche Stücke gibt es. Sind wahrscheinlich aus dem Schopfbereich dieser Baumfarne. Werner
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Hallo Werner, wir hatten ja unlängst über die Problematik Tempskya telefoniert. Nun hab ich von den weiter oben gezeigten, unbekannten- oder Tempskya Längsschnitt eine Vergrößerung gemacht. Es sind C-förmige Abgänge erkennbar und da kam mir wieder die inzwischen als überholt geltende Bildhafte Darstellung einer Tempskya in den Sinn. Könnten doch seitlich austretende Wedel/Wedelnarben sein. Ich hab den Ausschnitt etwas bearbeitet damit die vermeintlichen Abgänge etwas schärfer hervortreten.
Gruß Bernd
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Könnten doch seitlich austretende Wedel/Wedelnarben sein.
hallo Lausitz,
ich hab dazu auch deinen Beitrag auf steinkern gelesen, und ja, in diese Richtung hab ich auch gedacht.
Irgendwo muss das "Grünzeug" ja rauskommen ... ;)
p.s.:
Aber an einen "kahlen Wipfel" wie in den herkömmlichen Rekos glaube ich auch nicht - denke, dass es wohl eine Kombination aus seitlichen Wedelabgängen (im oberen Stammbereich, wie von Werner angemerkt), UND einem grünen "Schopf" an der Scheinstammspitze gewesen sein wird. Denn die von den Stelen abgehenden Petiolen weisen ja offenbar zuerst mal ein Wachstum nach "oben" auf.
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Als Vergleich Selbiges oder zumindest Ähnliches außereuropäisch, von der "klassischen" Tempskya-Fundstelle Kemmerer in Wyoming/USA:
Längsschnitt eines Scheinstämmchens, darin an mehreren Stellen Verzweigungen(? ?) der Stele/n (Querschnitte sichtbar!) sowie Blattspuren/Petiolen (am deutlichsten im oberen linken Bildviertel).
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1517833803.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1517833803.jpg)
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Auch ein Tempskya-Längsschnitt. Hier hab ich genau durch eine Stele geschnitten und das Bild ist ein ganz anderes als bei den beiden weiter oben.
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Ich habe in Tschechien noch nichts dergleichen in Museen oder bei Sammlern gesehen.
Auch wenn das Thema älter ist, möchte ich eine Bemerkung zum Post Nr 30 äußern: bei meinen letzten Besuch im Achatmuseum von Nova Paka/Tschechische Republik im September dieses Jahres konnte ich dieses Bruchstück eines Protopteris bestaunen und fotografieren. Damit könnte die Herkunft des Stückes vom genannten Post erklärbar sein.
Gruß Bernd J. / Niederlausitz
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Ein Fund vom März diesen Jahres in den alten Elbegeröllen einer Lausitzer Kiesgrube. Baumfarn Protopteris Sp aus der Kreidezeit. Fundfrisch und Anschliff welcher die Mittelstele und Teil des Wurzelmantels umfasst. Querschnittsstück 10×8 cm
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ich hoffe mal ich bin hier in der richtigen Abteilung.Kann mir bitte jemand bei der Bestimmung helfen?
Gefunden im Muldeschotter.
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Hallo Axel, sieht ja recht geheimnisvoll aus. So als ersten Eindruck könnte man Psaronius sagen, fehlt aber ein Größenmaßstab und paar gute Detailbilder von den Schläuchen. In einem glaub ich ein C zu erkennen andere widerum könnten auch den typischen Zentrumsstern zeigen. Vieleicht schaut Werner noch mal vorbei, der hat sicher auch noch paar Ideen. Interessantes Stück
Gruß Bernd J.
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Das ganze Stück ist ca 13 cm an der breitesten Stelle.Das C,"Stück" ca 6mm.
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ich hoffe mal ich bin hier in der richtigen Abteilung.
denke ich doch - das ist schon ein Farn, glaube ich zumindest. Die C-förmigen Petiolenquerschnitte (Wedelabgänge) kann ich auch erkennen, mit den "Sternen" tu ich mich schwer - die würde ich mal nicht unterschreiben .....
Aber ein sehr interessantes Stück, da stimme ich Bernd völlig zu (und eine spitzenmäßige Erhaltung!)
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Hallo Axel ,
schönes und interresantes Stück !
Gratuliere
mit der bestimmung kann ich Dir leider nicht helfen aber Du kannst ja mal https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,17267.0.html (https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,17267.0.html) vergleichen.
Sammlergrüße Gerd
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Hallo Gerd,ich denke schon das eine gewisse Ähnlichkeit zu deinem Fund aus Pomßen besteht.
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Hallo Axel
Zuerst wieder wie häufig schon gesagt: Bestimmungen rein nach Fotos und auch nur visuell (ohne guten Schnitt und Bino) sind häufig mit Fehlern sprich Fehlbestimmungen und Verwechslungen behaftet.
Deshalb kurz eine Anekdote: Bei einer Kieselholz - Ausstellungseröffnung lag in einer Vitrine ein unbearbeitetes Stück, welches von anwesenden Sammlern (und auch meiner Wenigkeit) und Paläobotaniker "eindeutig bestimmt wurde. Wie mir nun Bernd (Lausitz) erzählte, ist dies Stück in Chemnitz bearbeitet wurden und siehe da, wider erwarten, etwas völlig Neues (jetzt offiziell bestimmt) für die Elbeläufe. Da hatten sich mehrere "Spezialisten" täuschen lassen.
So zurück nun zu deinem Stück. Wie Bernd schon schrieb, erinnert es an Luftwurzeln von Psaronius sp. Speziell das erste Bild ähnelt LuWu aus dem äußeren Bereich. Wenn man aber das 3. Bild mal vergrößert, sieht man von dem Querschnitt mit dem "C" seitlich links (etwas nach unten) einen Querschnitt, der sich in einer Abspaltung / Teilung befindet. Darüber ein Querschnitt, der sich schon geteilt hat. Demzufolge glaube ich nicht, das es Luftwurzeln sind, sondern gut erhaltene Stelen. Wenn man genau hinsieht, sieht man zwischen den "großen" Querschnitten auch kleinere Exemplare, die ich für Luftwurzeln halte. Den "C" - Querschnitt halte ich auch für einen Petiolen - Querschnitt.
Allein auf diesem Merkmal auf eine Tempskya sp. zu schließen halte ich für gewagt, jedoch möglich.
Ich habe ein ähnliches kleineres Stück, welches ich schon Jahrelang mit vielen Fragezeichen, jedoch auch unter Tempskya sp. laufen habe.
Werde mal am WE versuchen ein paar Fotos zu machen. Werner aus der Lausitz
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Hallo noch einmal
nach dem Essen hab ich mir noch mal Bild 3 in Vergrößerung angesehen. Und ich muss Bernd beipflichten, in einigen Querschnitten glaube ich auch im Zentrum sternförmige Gebilde zu sehen. Bleibt nun die Frage: deuten wir das "Gesehene" richtig? Ist es weder Tempskya noch Psaronius und was ganz anderes, was aber dann? Ich glaube mal beim Hornsteintreffen gehört zu haben: Nicht alles im Perm mit sternförmigen Leitbündeln ist Psaronius, hier steige ich aber mangelnd weiterer Kenntnisse aus. Werner aus der Lausitz
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Ich danke euch für das beigetragene Wissen.Leider ist es mir nicht möglich Bino- Aufnahmen zu machen.
ist interessant zu lesen wie auch die Spezialisten irren können. ;)
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Hallo
Lang, lang ist es her und nach einem heutiges Telefongespräch mit Axel, wollte ich nun endlich mal ein paar Worte zu diesem Stück wieder schreiben.
Durch mein damals noch mangelndes Wissens über den Aufbau der äußeren Luftwurzeln von Psaronius und dem deutlichen C-
Merkmal in einem Bereich, habe ich mich sehr schwer getan. Im Herbst 2020 hatte ich durch meine Corona-Erkrankung etwas Zeit und habe mir etwas Literatur besorgt und auch einen meiner Psaronius- Wurzelmantel in Ruhe angeschaut. Kurz kann man sagen: die äußeren Luftwurzeln von Psaronius sind in Gegensatz zu den recht gleichmäßigen inneren LuWu größer und sehr formvariabel. Und sie können sich sehr wohl verzweigen, was sie auch häufig tun. Dies hatte ich damals auch Axel telefonisch mitgeteilt: ein äußerer Luwu-Mantel eines Psaronius-Baumfarns, evtl. mit Aufsitzer. Zwischenzeitlich gab es bei STEINKERN auch eine Diskussion mit einem Stück, wo zwei Pteridospermenwurzeln im äußeren Luwu-Mantel eingewachsen waren. Mittlerweile hatte mir Axel 2 Bilder seines Stückes zugesandt und ich hatte für das C-förmige Leitbündel den Epiphyt Tubicaulis cf. berthieri schon im Verdacht, wollte aber das Stück mal selbst in Augenschein nehmen, bevor man wieder was falsches schreibt, was aber nie geworden ist. Heute hat mir Axel mitgeteilt, das in Chemnitz dieser Epiphyt in dem Stück als eben T.cf. berthieri bestimmt wurde. Also, man sieht einen Wedel-Stiel mit C-förmigen Leitbündel und kleine Luftwurzeln (erinnern an deren von Tempskya) inmitten der Luftwurzeln des Psaronius. Ob sich die Mittelstele auch darin verbirgt, kann ich nicht erkennen. Gratuliere Axel zu diesem Stück. Werner aus der Lausitz
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Tubicaulis solenites aus den Schottern der Mulde.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1664048536.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1664048536.jpg)
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Sensationell Axel. Meinen Glückwunsch.
Gruß Bernd J./Niederlausitz
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Danke Bernd,war mir nach deiner ersten Einschätzung noch garnicht bewußt was ich da für eine Rarität entdeckt habe.
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Zum Tubicaulis Fund von alexis buhridorakes sollte man sich dieses Stück aus dem Naturkundemuseum Chemnitz, hauptsächlich das Etikett ansehen. Es erklärt das sensationelle an diesen Neufund!
Bernd J. / Niederlausitz
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ich bin immer noch völlig sprachlos - einfach unglaublich ......... (daher auch erst heute ein Kommentar dazu)
@ Axel: Glückwunsch sowieso, aber das ist in diesem Fall ja absolutes understatement - weiß immer noch nicht, was ich dazu sagen soll - das ist ja wahrscheinlich ein Lebens-Bestfund ! (der mir in dieser Form wohl nie vergönnt sein wird)
lg + ga
oliver
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Ich danke euch erst mal allen für die Glückwünsche.Ein Stück der Tubicaulis ist beim Prof.Dr. Rößler im Museum für Naturkunde in Chemnitz.
Sobald die Vorbereitung der Veröffentlichung abgeschlossen sind kann ich evtl.weitere Informationen geben.
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hallo Axel,
fein! Bin schon gespannt auf die Publikation.
Könntest du eventuell ein Foto von dem Spitzenfund auch fürs Lexikon hochladen?
lg + ga
oliver
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Ich würde gern ein Bild ins Lexikon hochladen ,muss aber passen ,das bekomme ich nicht hin.
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ahoj,
wo liegt das Problem?
ich helf gerne ....
lg
oli
edit:
hat geklappt
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Gratuliere ; ein Traumstück der Tubicaulis solenites aus den Schottern der Mulde.
Sammlergrüße Gerd
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hallo axel,
heute war ich beim vortrag von prof. rößler in trebsen, wo auch dein fund vorgestellt wurde … das bild kam mir gleich bekannt vor :). wirklich ein phantastisches stück und sehr schön, die begeisterung in den forscheraugen zu sehen, als er von der ganzen geschichte erzählt hat! danke, daß du den fund zugänglich gemacht hast!
viele grüße!
jörn
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Liebe Sammler ich habe heute die Ersten Befunde vom Prof. Dr. Rößler erhalten und will sie euch nicht verenthalten.
Bei dem Neufund handelt es sich nicht um die Flöhaer T. solenites,das Stück sollte zunächst als Tubicaulis sp. benannt werden.
Eine Fundmitteilung ist in Arbeit,ich halte euch auf dem Laufenden.
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Tubicaulis Sp. ist auch ohne Zugehörigkeit zum Flöhaer Typus sensationell und wird sicher für lange Zeit ein Einzelfund bleiben.
Ist das nunmehr Chemnitzer Stück in der Museumsausstellung zu bewundern? Weißt du darüber schon etwas Axel?
Gruß aus der Niederlausitz/Bernd J.
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Vielen Dank Axel für deine Aktualisierungen hier! Ich freue mich auch weiterhin über Nachrichten über den anderen Kanal oder ein Treffchen bei unserem Schleifer des Vertrauens! :-)
Herrliches Stück und die Einstufung als Tubicaulis sp. ist, wie schon von Bernd erwähnt, nicht als Abwertung zu verstehen oder einzuschätzen. Ein herausragender Fund, wozu man nur gratulieren kann.
Viele Grüße aus Weinböhla, Chris
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Hallo
Im neuen Chemnitzer Heft 45 (Jan.23) eine erste wissenschaftliche Fundmitteilung: R.Rößler, A.Burig und F.Löcse: Sensationsfund eines neuen Tubicaulis - Farnstammes. Dank nochmals an Axel, der seinen Fund der Wissenschaft zugänglich gemacht hat. Werner aus der Lausitz
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Und hier der Link zur Fundmitteilung zum Herunterladen!
https://www.researchgate.net/profile/Ronny-Roessler/publication/366289815_Fundmitteilung_Sensationsfund_eines_neuen_Tubicaulis-Farnstammes_aus_Sachsen/links/639ad481484e65005b0f4e7c/Fundmitteilung-Sensationsfund-eines-neuen-Tubicaulis-Farnstammes-aus-Sachsen.pdf
Viele Grüße, Jörn.
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hallo,
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1706956337.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1706956337.jpg)
wahnsinn wahnsinn wahnsinn - ist das der lange erwartete zweite mutmaßliche/mögliche Osmundacaulisfund (nach dem von "Lausitz") aus einer deutschen Schottergrube ?
Ich packs nicht - sensationell!!!!!!!!
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… ja, ziemlich spektakulär! Vor allem schlummerte das gute Stück schon seit den 80ern in einer privaten Sammlung … ich bin sehr gespannt, was letztendlich heraus kommt. Das Stück wandert wohl am Dienstag zum Ronny Rößler … ;).
Der Vollständigkeit halber hier auch gleich nochmal dieses Stück:
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1706956199.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1706956199.jpg)
Kommt vermutlich aus der selben Sammlung.
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Das Stück wandert wohl am Dienstag zum Ronny Rößler
Ich habe heute auch schon B.B. darauf hingewiesen, der ja damals gerne die erste im Atlas gezeigte Osmundacea bearbeitet hätte. Wer auch immer - Hauptsache es wird wissenschaftlich bearbeitet.
Cycadodendron galtieri: jup, ist auch mehr als erfreulich - hab heute Gattung und Art angelegt und das Foto zugewiesen (und die Fundortzuweisung - hoffentlich in deinem Sinne - korrigiert bzw. ergänzt, da ja die in der Publikation angegebenen Koordinaten mit der im Lexikon angelegten Kiesgrube übereinstimmen). Auch wenns kein Farn ist, kanns nix schaden, das Foto auch hier zu zeigen ....
ga
oliver
p.s.: hast zum Cycadodendron auch noch eine Maßangabe?
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Danke fürs Zuweisen! Ich hatte das eigentlich getan, hats wohl nicht richtig übernommen. Maße ergänze ich gleich noch.
LG Jörn
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Hallo
Wie mir gestern mitgeteilt wurde (mdl. Mt. Dr.R.Rößler) liegt bei der Osmundaceae eine Fundortverwechselung vor. Dieses Stück stammt nicht aus Muldeschottern, sondern aus Australien. Werner
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Hallo,
oh nein … schade! Ich werde es gleich ändern. Es war aber eigentlich auch zu erstaunlich in der Erhaltung, oder?
Grüße
Jörn
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Ich habe erstmal nur Queensland zugeordnet. Kann jemand sagen, ob Lune River richtig wäre?
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Hallo Jörn
mir kam das Stück schon beim Einstellen zu "australienlastig" vor. Es ist immer ein Risiko bei alten Sammlungen, das mitunter Fundorte verwechselt werden. Aus eigener Erfahrung kann ich ein Lied davon singen, dass bei vielen "Heimatsammlern" oft solche Gefahr besteht. Da wird schnell mal ein gekaufter St. Egidien-Achat und andere Urlaubsmitbringsel einer Lausitzer Kiesgrube zugeordnet usw. Erst gestern am Rande einer kleinen Mineralienbörse: die Erbin beharrte fest an ihrer Überzeugung, das das Stück Karbonschiefer aus einem Lausitzer Braunkohletagebau stammt, da ihr Vater dort Bergmann war und gesammelt hat. Ich konnte sie nicht überzeugen. Da mir das oben gezeigte Foto nicht aus dem Kopf ging und ich gestern noch auf Dr. Rößler traf, habe ich mal nachgefragt. Wenn man hier vorher dieses Stück in Frage gestellt hätte, wären die Diskussionen wieder ausgeartet. Werner aus der Lausitz
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Ich habe erstmal nur Queensland zugeordnet. Kann jemand sagen, ob Lune River richtig wäre?
Nein, Lune River passt nicht. Wenn es aus Australien stammt, dann wohl Queensland. Lune River liegt in Tasmanien und die dortigen Farne sehen anders aus.
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Zum Tubicaulis Fund von alexis buhridorakes sollte man sich dieses Stück aus dem Naturkundemuseum Chemnitz, hauptsächlich das Etikett ansehen. Es erklärt das sensationelle an diesen Neufund!
Bernd J. / Niederlausitz
hallo Bernd,
könntest du das Bild vielleicht auch im Lexikon hochladen? Wär super! :)
lg
oli
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Ich bin morgen in Chemnitz, wenn ich zeitlich, einen Abstecher ins Tietz hinbekomme mach ich paar neue, gegebenenfalls bessere Fotos vom fraglichen Stück.
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super, das wäre ganz fein!
beste Grüße
oli
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Konnte heute ein etwas besseres Foto des Tubicaulis solenites machen, soweit das mit einem Stück, welches hinter Glas liegt überhaupt möglich ist.
Ich weiß allerdings nicht wie ich das Foto mit meinem Handy ins Lexikon bringe und unter welcher Rubrik. Deshalb häng ich es hier mal an.
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hallo Bernd,
gutes Foto, danke!
Ich weiß allerdings nicht wie ich das Foto mit meinem Handy ins Lexikon bringe und unter welcher Rubrik
ganz einfach unter "bildertransfer" hochladen und die Pflichtfelder ausfüllen - den Rest kann dann ich übernehmen.
Das Bild vom Forums-Anhang ins Lexikon zu übernehmen ist subotimal, da für das Forum die Bildanhänge automatisch heruntergerechnet werden (und dabei natürlich an Qualität verlieren) - falls es garnicht anders gehen sollte, nehm ich aber notfalls auch das :)
beste Grüße
oliver
edit:
perfekt, danke! :-)
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Von Asterochlaena laxa hab ich ein Foto gemacht, aber nichts fürs Lexikon. Diese Spezies sind hinter dicken Glas, ist nicht einfach, bessere Fotos zu machen
Gruß Bernd J/ Niederlausitz
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Diese Spezies sind hinter dicken Glas, ist nicht einfach, bessere Fotos zu machen
Dafür ist das Foto ja eh ganz gut geworden - wäre auf jeden Fall auch was fürs Lexikon!
lg
oli
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Hallo, ich bin neu hier, lese aber schon einige Zeit mit. Seit Jahrzehnten interessiere ich mich für Geologie, Mineralien und Fossilien, habe auch mal in der Branche gearbeitet, ist lange her. Bin aus der Leipziger Gegend und bin beim Sammeln von Quarzmineralien in den hiesigen Kiesgruben zwangsläufig auf Kieselhölzer gestossen. Bis vor einigen Jahren war das kein Problem, leider gibt immer mehr Reglementierungen, so dass es fast keinen Sinn mehr macht wenn man nicht mit dem Gesetz in Konflikt geraten will.
Nach dieser kurzen Vorstellung zum eigentlichen Thema.
Obwohl ich seit ca. 20 Jahren auf der Jagd bin, ist mir nur 4 x ein vermuteter Psaronius untergekommen, der letzte vor einer Woche am Rande der Kiesgrube Hirschfeld bei Leipzig. Jedenfalls vermute ich das, bin da absoluter Laie. könnt Ihr meine Bestimmung bestätigen?
Anbei 3 Fotos inkl. Detailaufnahmen.
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hallo und herzlich willkommen!
Nachdem in einigen Luftwurzel-Zentren die typischen sternförmig angeordneten Leitbündel zu erkennen sind, würde auch ich das schon für Psaronius halten. Ist allerdings schon eine Weile her, dass ich mich ein wenig intensiver mit den Farnen beschäftigt habe ....
beste Grüße
oliver
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Danke, zwei andere die ich habe sind eindeutiger, da ist auch etwas Innenleben erhalten, bei dem hier ist es wohl nur der äußere Bereich, interessant, dass die Sterne tw. wie Wagenräder aussehen.
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Ich gehe mal meine Bilder der letzten Jahre durch, ich denke, ich habe ein besseres Bild, und lade das dann ins Lexikon!
Edit: bezieht sich auf Tubicaulus.
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Hallo Benjamin,
spannender Fund aus Hirschfeld! Und auf jeden Fall ein (eher) äußerer Teil des Luftwurzelmantels eines Psaronius. Gratuliere zu dem Fund! Ich bin auch aus L und sammle auch immer mal wieder da.
Viele Grüße, Jörn.
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Hallo Jörn, hast Du meine Nachricht erhalten. So richtig verstehe ich das noch nicht. Es gab zwar eine Mitteilung "Nachricht gesendet", aber ich finde keinen Ausgangs oder "Gesendet" Ordner.
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Hallo Jörn, hast Du meine Nachricht erhalten. So richtig verstehe ich das noch nicht. Es gab zwar eine Mitteilung "Nachricht gesendet", aber ich finde keinen Ausgangs oder "Gesendet" Ordner.
Jetzt hab ich es gefunden, war etwas versteckt, hat also funktioniert.