Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Unbekanntes Erdzeitalter / unknown geological era => Thema gestartet von: Avant09 am 06 Jul 09, 19:49
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Hallo!
Ich bin neu hier im Forum und möchte mich kurz vorstellen, wer ich bin und wieso ich mich angemeldet habe.
Ich bin Daniel, 20 Jahre alt, komme aus dem sonnigen Rödinghausen nähe Bielefeld und habe vor kurzem ein Fossil gefunden.
Da ich shcon überall im Internet recherchiert habe, und ich nirgens etwas vergleichbares gefunden habe, benötige ich Rat von Experten und habe mich deshalb hier im Forum angemeldet.
Vor kurzem habe ich dieses Fossil gefunden: siehe Anlage
Beim Ausheben eines Kellers beim Hausbau ist es mir aufgefallen. Als ich es hochnahm ist mir die besondere Form aufgefallen:
Endweder Muschelartig aufgrund der Wellen, oder so etwas wie ein Huf?! (Ja, Huf, wie "Fuß", da diese Wellen nicht ganz herumg gehen und es eine ähnliche Form hat)
Würde mich sehr interessieren, was das sein kann.
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Hallo Daniel.
Zuerstmal herzlich Willkommen hier im Forum!
Dein Fund erinnert mich an die Sonnenschwämme aus Coesfeld Coleotychium sp, oder so...
Gruß, der Kalle
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Erstmal danke für die Antwort !
Allerdings bin ich absoluter Leihe auf dem Gebiet und kann mir echt GAR nichts unter dem was du da sagst vorstellen! Bitte nochmal für Dumme ... :)
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Ok, habe mal eines der Fachwörter bei google eingegeben und siehe da:
http://www.fortunecity.com/lavender/scarface/55/locaties/Coesfeld/640x480/coesfeld%20coeloptychium%20(NH)%20pct2171a.jpg
kommt dem sehr ähnlich! Vor allem ist diese Typische "Einbuchtung" obendrauf auch bei meinem Fund wiedererkennbar.
Nur nicht ganz so tief irgendwie...
aber ist es das denn definitiv?
Was war das überhaupt?! ne Pflanze?Selten oder Oft vertreten?
Fragen über Fragen...
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Hi Daniel,
es könnte auch der "Geodendeckel" von einer Knolle, die ehemals einen größeren Ammoniten enthielt, sein... somit also ein Abdruck der Außenwindung eines Ammoniten. Ist aber nur so eine Idee von mir.
Viele Grüße aus "der Hauptstadt" (Bielefeld) ;)
Sönke
PS: Zur Illustration im Anhang noch ein Bild. Etwas Passenderes habe ich nicht auf dem Rechner gefunden, aber um wenigstens ungefähr greifbar zu markieren wie ich Dein Stück deute, habe ich auf dem Abdruck des Ammoniten im Tonstein den Bereich markiert, wo ich Deine mutmaßlichen Ammonitenrippenabdrücke einordnen würde.
Nur das Dein Stück ein paar Nummern größer ist - darf es aber auch sein, es gab ja nicht nur kleine Ammoniten.
PS 2: Frage: Hast Du noch was anderes gefunden? Evtl. auch einfach nur runde Knollen? So eine kommt selten allein, wenn man mal eine Lage hat, in der diese vorkommen... dort könnten dann potenziell weitere Ammoniten verborgen sein.
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Hi, nein, habe nicht anderes gefunden, das war das einzig... nur die dinger die du mir zeigst, sind immer so kringelförmig... emins hat überall den gleichen Durchmesser.... sehr komisch :-P
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Hallo Daniel!
Eine gemeine Idee: Was passiert, wenn man den Fund ins Wasser gibt? Den Bildern nach hast Du ihn noch nicht gewaschen, oder?
Das Material sieht für mich nach Mergel aus, der könnte sich u. U. in Wasser auflösen und zerbröckeln. Das wäre dann ein Beweis, dass es kein fossiler Schwamm ist, denn die sind mineralisiert bzw. verkalkt und damit wasserunlöslich (wie die meisten Fossilien). Wäre es Mergel, könnte Sönkes Hypothese stimmen. Dass Du auf Deinem Fund keinen komplett umlaufenden "Kringel" siehst läge dann daran, dass es nur ein Bruchstück eines "Geodendeckels" ist.
Gegen einen Sonnenschwamm spricht, dass die kleinen Wülste, die am Rand umlaufen, bei diesen Schwämmen stärker ausgeprägt sind, als es bei Deinem Fund der Fall ist. Ich tendiere zu Sönkes Interpretation.
Gruß,
Rainer
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Hallo,
ja auch mein erster Gedanke war der gleiche wie von "soenke".
Könnte durchaus ein Teil eines solchen Geodendeckels sein!
Gruß
Edgar Müller -loparit-
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Hi, okay, ich glaube jetzt zu 95 % dass es so ist, wie ihr dargestellt habt. Denn: der Außenrand, ist wie logischerweise auf den Bildern zu sehen nicht gleichmäßig durmrum... an einigen Stellen stark, an einigen stellen sehr shcmal und dünn, was für diese typische "Schneckenform" spricht..
jetzt aber:
das ding, wa sja offensichtlich der innendurchmesser ist, hat einen umfangeines kleinen Tellers...!
Sind die Dinger immer so groß?!
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Sind die Dinger immer so groß?!
Ammoniten gibt es in allen Größen - von wenigen mm bis 1,8 m (vollständig wohl 2,5 m) Durchmesser. Es gibt keine "Durchschnittsgröße" an der sich eine Mehrheit der Ammoniten orientieren würde. Natürlich ist die Größe aber artspezifisch - es gibt groß- und kleinwüchsige Arten. Auch Geschlechtsdimorphismus (Unterschiede im Gehäusebau zwischen Männchen und Weibchen) ist bekannt, bei dem die Weibchen einer Art deutlich (bis 10x !) größer sind als die Männchen. Außerdem hängt es noch von den Erhaltungs- und Fundumständen ab, wie viel von einem Ammoniten am Ende erhalten bleibt.
Gruß,
Rainer
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Hallo,
die Schwammgattung Coeloptychium kommt lediglich im Campan vor, und diese Sedimente stehen im Raum Bielefeld nicht an. Mir scheint auch, daß es sich hier bei dem vorliegenden Stück um den nur teilweise erhaltenen Abdruck einer Ammonitenwindung handelt. Coeloptychium auf keinen Fall.
Gruß Olli
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Und was waren das für Tiere?
Irgendwie Schnecken, oder Würmer?!
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Das ist eine ausgestorbene Gruppe der Koppfüßer, die sich gemeinsame Vorfahren u. a. mit den Tintenfischen teilt. Weitere Infos findest Du hier bei uns im Lexikon: http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/FossilData?fossil=Ammono%EFdea
Gruß,
Rainer