Mineralienatlas - Fossilienatlas
Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Dies und Das / this and that => Thema gestartet von: Horne am 08 Jul 09, 21:27
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Hallo,
schön dieses Forum gefunden zu haben. Ich sammle alles mögliche, darunter auch Weinsteinkristalle. Habe bei euch einige Beiträge gefunden und möchte jetzt mal einige meiner "Funde" vorstellen, bei Interresse auch mehr. :)
Viele Grüße aus Sachsen
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Ich kann mich daran erinnern in meiner Jugend die blauen Kupfersulfatkristalle hinter den Bauernhöfen gefunden zu haben.. hast da auch schöne Beispiele? Gehört irgendwie auch zum Weinanbau...
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Ich habe mit Weinbau nichts zu tun. Bin nur "Konsument". Ich kann mich aber erinnern, in meiner Kindheit mal solche herrlichen Kristalle gezüchtet zu haben, meine Mutter war Physik-Laborantin. Ich hatte das "Salz" sicherlich von ihr. Die Kristalle oder Bilder davon habe ich leider keine. Ich sammle eigentlich auch nur natürlich vorkommende Sachen und archäologische Artefakte,welche ich dann den Archäologen überlasse (die Sammlung würde sonst auch zu groß für unsere Wohnung).
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Hallo Sven,
Weinstein ist immer wieder interessant und bildet teils wunderschöne Kristalle. Eines meiner Weinsteinbilder befindet sich im Buch von Johannes Willsberger - WEIN und wurde schon mehrfach angefragt. Scheinbar finden sich auch außerhalb der Kristallliebhaber Weinstein-Freunde.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1120545967.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1120545967.jpg)
Siehe auch
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?mineral=Weinstein
Besten Gruß
Stefan
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Hallo Sammelfreunde!
So tolle Bilder wie Stefans kriege ich leider nicht zustande. Ich zeige aber mal noch ein paar meiner Eigenfunde:
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Auch wenn ihr mich für einen Alkoholiker haltet, jetzt nochmal drei:
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Na dann prost!
muss man davon ausgehen, dass alle ausgefällten kristalle im trinkwein automatisch weinstein bzw. tartrate sind? oder sind auch andere stoffe bekannt, die auskristallisieren?
haldenschreck
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Gute Frage! Bei der Vielfalt der Kristallformen würde ich das vermuten.
Ich hoffe übrigens als begeisterter Weintrinker, daß die Winzer darauf aufmerksam werden, daß sich Leute für die Kristalle in Wein begeistern und sie aufhören, gegen diese schönen Nebenprodukte Maßnamen zu ergreifen. An Wein wird schon genug geschönt. Für mich ist eine Weinsteinbildung ein Zeichen von Qualität. Vielleicht gehört es ja in Zukunft mal zum guten Ton, wenn ein Wein so etwas zu bieten hat. Über Wein kann man ja ohnehin schön reden, da hätte man ein Thema mehr. Und vom Ansehen wird man auch nicht so betrunken. Allerdings bemerkt man die Kristalle oft erst mit dem letzten Glas aus der Flasche. Und ob man da noch so richtig reden kann?
Auf Euer Wohl!
Sven
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Frage: wie gross sind denn die Kristalle?
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Weinstein-Link:
www.weinundstein.net/index.php/kristalle-im-wein
auch Ca-Salze von Apfelsäure (Hydroxybernsteinsäure), Oxalsäure und Schleimsäure sind möglich.
Proost
Milo
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Zur Größe der Kristalle: Das geht bei winzig klein los und geht bis mehrere Millimeter. Die meisten meiner Funde sind ein bis zwei Millimeter groß. Einige sind übrigens bei meinen eigenen Versuchen, Wein in Ballons zu machen, entstanden (z.B.: italienischer Tafelwein). Da kann man zusehen, wie die Kristalle wachsen und sie ordentlich wachsen lassen. Ist aber ganz schön aufwendig, für so ein paar kleiner Kristalle.
Viele Grüße
Sven
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Habe auch ne ganze Sammlung von Weinstein Kristallen. Aus Sekt haben wir auch mal welche rausgezogen.
Bilder habe ich leider nur zwei.
Das grünliche Stück stammt aus einem Weinfaß, ist ca 8cm lang.
Soviel ich weiß, sind alle ausgefällten kristalle Tartrate.
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Hallo Elsie!
Das erste Stück ist ja toll! Ich gratuliere, ich hatte noch nie unterschiedliche Kristalle und dann noch in unterschiedlichen Farben, und der lange so schön klar!
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der lange klare sieht irgendwie nach Gips aus, weis nicht ob sowas möglich ist.
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Hallo,
meine Frau hat mal in einer Flasche (0,25 l) rotem Traubensaft einen Weinstein von der Größe 18 * 15 mm gefunden. Laut Hersteller war der Saft unsachgemäß gelagert - zwischenzeitlich mal gefroren.
Das Bild hab ich zwar schon mal gepostet, aber irgendwie gehört es jetzt eher hierhin
Gruß Kilo
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Hier noch einige Weinsteinkristalle!
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Ich trinke fast regelmäßig zum Abendbrot ein Gläschen Rotwein. Allerdings habe ich zu meinem Leidwesen in den Flaschen noch nie ein Krümmelchen Weinstein entdeckt. Eine Frage an die Weinkenner. An was mag das liegen? Kaufe ich zu billig oder zu teuer? Sven hat ja weiter oben erwähnt, daß manche Winzer chemisch etwas gegen Weinstein unternehmen. Demnach müßten ja die preiswerten Weine eher Weinstein absetzen. Liegt das also an den offensichtlich geschönten Standardweinen aus der Kaufhalle ?
Noch 'ne Frage. Falls ich mal Krümmelchen in der Flasche entdecke - die dürften ja nicht wasserlöslich sein, müßten sich also spülen lassen?
Gruß
Uwe
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Hallo uwe, schau mal ins Lexikon unter Weinstein -> Weinstein ist wasserlöslich -> Nicht spülen!
Weinstein kommt vorwiegend in Weissweinen vor.
Gruß Stefan
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Hallo,
bin zwar kein großer Weinkenner, aber Weinstein ist m.E. nicht wasserlöslich. Ist zwar kein Qualitätsmerkmal, aber Weinstein kommt nicht in Supermarktweinen vor. Eher in alten, hochwertigen Weinen. Am Boden, Fass, oder Korken. Meiner ist vom Edelstahl-Fass. Dauert auch paar Jahre, bis "Kleinstufen" erbeutbar sind.
Grüße
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zur löslichkeit von weinstein:
nach meinen bisherigen erfahrungen ist es kein problem den weinstein kurz im wasser zu reinigen und dann auf einem küchentuch trocknen zu lassen.
ob es nun weiß- oder rotwein ist spielt eigentlich nur eine untergeordnete rolle. bei unseren württemberger weinen scheinen allerdings die steine im rotwein größer zu sein.
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Weitere "Steine" natürlichen Ursprungs:
wie Kesselstein, Nierenstein, Gallenstein, Blasenstein....wünscht man natürlich keinem.
Aber sie sind faszinierende Gebilde der Natur und durchaus fotographier-würdig.
Wer mal die Möglichkeit hat, diese zu fotographieren, kann die ja mal hier reinstellen!
Gruß
Doc Diether
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Weinstein ist definitiv wasserlöslich -> ein Blick ins Lexikon sollte genügen. Kurzes abspielen kann zu angelösten Kristallen führen und ist nicht empfehlenswert - definitiv nicht. Wie schnell sich der Weinstein anlöst mag evtl. noch von Weinstein zu Weinstein unterschiedlich sein. Da ich selber schon eine 0,5 cm dicke Schicht von Weinstein mit Wasser aus einem Fass gelöst habe, weiß ich wovon ich rede. Es dauert etwas, aber er löst sich gut auf.
Weinstein ist nur schwer in Wasser löslich (bei 20 °C lösen sich in einem Liter Wasser 5,7 g Weinstein) und setzt sich daher am Grund der Weinflasche ab oder kristallisiert am Korken aus. Weinstein ist kein Qualitätsmakel bei Wein.
Nierenstein
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1238294707.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1238294707.jpg)
Gruß Stefan
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Unter Berücksichtigung des Hinweises von Ronny, werde ich wohl mal ein paar bessere Flaschen länger liegen lassen - hoffentlich bleibe ich standhaft genug ;)
Uwe
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Im geologischen Museum Zürich wird die Frage untersucht, was Weine auf alten Halden anders macht.. inwiefern dieser Untergrund den Wein beeinflusst. Leider war die Info nicht auf am Sonntag und so konnte ich keine Doku erwerben.
Auch wurde ein Weinsteinkristall gezeigt, der ca. 3cm lang war und 6mm hoch.
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Ich trinke fast regelmäßig zum Abendbrot ein Gläschen Rotwein. Allerdings habe ich zu meinem Leidwesen in den Flaschen noch nie ein Krümmelchen Weinstein entdeckt. Eine Frage an die Weinkenner. An was mag das liegen? Kaufe ich zu billig oder zu teuer? Sven hat ja weiter oben erwähnt, daß manche Winzer chemisch etwas gegen Weinstein unternehmen. Demnach müßten ja die preiswerten Weine eher Weinstein absetzen. Liegt das also an den offensichtlich geschönten Standardweinen aus der Kaufhalle ?
Noch 'ne Frage. Falls ich mal Krümmelchen in der Flasche entdecke - die dürften ja nicht wasserlöslich sein, müßten sich also spülen lassen?
Gruß
Uwe
Die Bildung von Weinstein wird beim Keltern oft bewußt unterbunden. Manche meinen, es könnten Glassplitter o.ä. sein. Weinstein ist aber eher ein Qualitätsmerkmal.
Die Bildung von Weinstein wird gefördert, wenn der Wein größeren Temperaturschwankungen ( nach unten) ausgesetzt ist. Bei uns wars im Winter im Keller oft recht kalt, da sind die Kristalle gewachsen.
Man kann die Kristalle schon mit wenig Wasser ausspülen. Sie dürfen nur nicht im Wasser liegen bleiben. Nach dem Ausspülen am besten gleich auf Küchenpapier trocknen lassen.
HG Else
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Hallo zusammen,
hier noch einige Aufnahmen von einem Muskateller-Weinstein. Die Bilder habe ich hier schon mal vor längerer Zeit eingestellt, aber man kann sie immer wieder anschauen.
Grüße,
Bernd
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Hallo Uwe,
Du wirst sicher die (wenig bekannten) sächsischen Weine meinen. Vielleicht machts da die besondere Trockenheit!!!
Du mußt halt mal die Sorte wechseln!
Gruß aus dem weinreichen (dieses Jahr nicht!) Bodensee-Bereich.
Doc Diether
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Hallo Diether,
ich fühle mich geschmeichelt, daß Du mich so solvent einschätzt, daß ich mir regelmäßig Sächsiche Weine leisten könnte :D. Ich bevorzuge Frankreich. Allerdings werde ich wirklich die Sorte wechseln, nämlich eher etwas teurer einkaufen.
Gruß
Uwe