Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Xyrx am 22 Jul 09, 18:37
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Hallo,
ich weiß nur 100%ig sicher das dieses MM aus Island stammt. Genauer Fundort ging sozusagen verloren, aber eine Geschichte hängt dran.
Basisgestein ist Blasenbasalt. Nach dem Aufklopfen wurde eine Druse geborgen, ca. 14 x 9 x 3mm. Der Stein war klatschnass, in der Druse waren rote nadelige Kristalle zu sehen, sie war damit ausgefüllt. Der Stein wurde trocken, die nadeligen Kristalle verfielen zu Staub. Weg waren sie. Was übrig blieb zeigt das Makro, Bildbreite 3mm
Was kann das sein? Chalzedonkugeln mit rotem Mineral drumrum? Die Kristalle (rot) sind nicht wasserlöslich, härter als Stahl (Ritztest). Die Kugeln ritzte die Stahlnadel auch nicht.
Danke schon mal für eure Mühe, ich mache gern noch andere Fotos.
Xyrx
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Hallo Xyrx,
ich kann in diesem Fall leider nicht zur Bestimmung beitragen, nur soviel: Mir sind diese blaßblauen, milchigen Kugeln auch aus dem Vogelsberg (Ortenberg) bekannt. Dort erreichen sie nicht mehr als 0,5-1mm.
Bin mal gespannt, was dabei rauskommt!
LG stefan
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Hallo,
Chalcedon oder Opal wäre anzunehmen. Das rote sieht wie Bolus (Tonmineralgemenge mit Eisenoxid) aus, wäre dann aber sehr weich, was deiner Beschreibung der Härte jedoch widerspräche.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo Xyrx,
habe im Königshainer Granit ähnliche Kugeln (ca. 0,5 mm), aufgewachsen auf von Hämatit "getränktem" Granit, gefunden.
Zuerst habe ich gedacht, es wären Insekteneier, eine Wurzel oder Ähnliches spielt einem ja auch manchmal
einen Streich.
Hast Du inzwischen Näheres erfahren können?
Eine der Kugeln, die ich auf ihre Härte prüfen wollte, zerfiel bei der Berührung und war innen hohl.
Gruß Frank
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Das rote Mineral zerfällt immer mehr zu Staub, fast nix ist mehr da. Mittlerweile habe ich die schillernden Bubbeln analysieren lassen. Es ist definitiv Opal. Schöner Fund.
Nach Rücksprache mit meinem Isländer kam zum Fundort folgendes heraus: Man baut zur Zeit auf der Ringstraße (es gibt ja nur die eine in Island) in der Nähe von Reykjavik den Straßenrand aus. Da liegt tonnenweise Schotter rum. Und da ist bei viel Glück der Opal drin. Die pflastern in Island mit Opalen ;D Welch Verschwendung! Bin grade dabei, den Steinbruch zu ermitteln, wo der Schotter gebrochen wird. Mangels Sprachkenntnissen mache ich mir aber kaum Hoffnung da was rauszubekommen.
Viele Grüße
Xyrx
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Hallo,
manchmal reicht eben ein Anruf. Hier im Forum fand ich Krýsuvík als Opalfundort in Island. Ich rief in Island an, mein Freund machte sich auf den Weg zu einem dortigen LKW-Kutscher und fragte ganz einfach. Und es stimmt, die buddeln die Steine rings um Krýsuvík weg, was ja ein aktives Geothermalgebiet ist. Irgendwie soll mal dort Erdwärme genutzt werden, weiß keiner genau. Und nun habe ich meinen Fundort ;D
Viele Grüße
Xyrx