Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => erledigte Bestimmungen / completed determinations => Thema gestartet von: FRAPO am 04 Aug 09, 19:36
-
Hallo,
könnte das Churchit-(Y) sein ? Beim durchsehen einiger Stufen fielen mir diese weißen, radialstrahligen Kugeln auf.
FO Stbr. Krobnitz, Königshainer Granit. Bildausschnitt 3 mm. Oder was könnte es sonst sein ?
Churchit-(Y) ist m.W. nach von dem FO nicht bekannt.
Vielen Dank im Voraus.
Gruß Frank
-
Könnte durchaus Churchit-(Y) sein. (Mir fällt sonst nur noch Rhabdophan ein.) Sollte durch Analyse bestätigt werden.
-
Hallo Uwe,
habe mir eben mal die Bilder von Rhabdophan angesehen, eine gewisse Ähnlichkeit besteht da schon.
Jedoch kann ich als blutiger Laie schlecht einschätzen, ob überhaupt die Möglichkeit der Bildung
dieses Minerals im Königshainer Granit besteht.
Mir wurde angeboten, das Material bestimmen zu lassen. Wenn die Analyse fertig ist, melde ich mich dazu
noch mal.
Bis dahin beste Grüße
Frank
-
Hallo,
Rhabdophan, Churchit oder Allanit wäre möglich. Hellbeiger bzw. hellbräunlichgrüner, z.T. fast weißer nadeliger Allanit ist mir von Klüften in granitischen Gneisen im Schwarzwald bekannt, könnte so auch in der Lausitz durchaus auftreten. Aber auch ein Be-Mineral wie Bavenit (ist in nadelig-faseriger Ausbildung von Striegau bekannt) erscheint möglich. Solche Bildungen sind meist nur analytisch einwandfrei zu bestimmen, zumal es ein Neufund für das Gebiet sein könnte.
Glück Auf!
Smoeller
-
Wenn die Analyse fertig ist, melde ich mich dazu noch mal.
gabs damals ein Ergebnis dazu ? ;)
-
Hallo Uwe, smoeller und Oliver,
hier meine Antwort, besser spät als nie! :P
Dr. Witzke (stollentroll) hat damals eins der zwei existierenden Stücke von mir erhalten und analysiert.
Ergebnis: Churchit-(Y)! Ich war stolz wie Oskar nur mit Hilfe des Mikroskopes, des Buches "Minerale der Oberlausitz"
und natürlich dieser hervorragenden Plattform (doch doch, das muß auch mal gesagt werden :D) im Ausschlußverfahren
und unwissenschaftlicher Intuition 8) einen Treffer gelandet und zumindest für diesen Teil des Königshainer Granitgebietes
einen Neufund getätigt zu haben. In der sogenannten "Tunnelparagenese" beim Bau des A4-Tunnels kam wohl auch schon mal
Churchit-(Y) vor, wenn ich mich recht erinnere.
Dr. Witzke und Herr Gießler publizieren die Ergebnisse ihrer Arbeit zur Mineralisation im Königshainer Granit seit Jahren
regelmäßig in einer der Fachzeitschriften, wofür ihnen mein Dank und Anerkennung gebührt.
Beste Grüße
Frank