Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: GREENHORNMTL am 08 Oct 09, 21:04
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Guten Abend, wie der Name schon sagt, bin ich ein Greenhorn in der Mineralienbestimmung. In einer neu aufgeschlossenen Kiesgrube in Nordsachsen habe ich einige schöne Rohsteine gefunden, bei denen ich jetzt fachkundige Ratschläge zur Bestimmung und zum Aufschneiden bräuchte. Einfach ausgedrückt, suche ich jemanden, bei dem ich mit einer Kiste Sammelgut und einer Flasche Wein vorbei kommen könnte, um die "Schätze" zu zeigen und mir Rat holen möchte.
Es dürfte sich überwiegend um Jaspise und Achate handeln (logisch).
Vieleicht findet sich ja jemand.
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hallo,
könnte Dir gern bei der Bestimmung helfen.
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Hallo
Kann helfen.
Glück auf doe
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Hallo Heiko
Habe Dein Fund lange betrachtet und wage zu sagen ,das es Gangquarz ist
Vielleicht auch heller Amethyst. Kristallspitzen sind deutlich zu sehen.
Ich wünsche Dir weiterhin das Du noch viele Belegstücke unterschiedlichster Art findest
Gruß Gerhard
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Vielen Dank für die Antworten. Ich hoffe doch, daß sich etwas ergibt. Ich werde versuchen, demnächst weitere Bilder hochzuladen.
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Und hier neue Fotos.
Bild 1 : Amethyst auf Rauchquarz?
Bild 2: Achat ?
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Und noch zwei Fotos, mit denen ich nicht viel anfangen kann.
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Hallo GREENHORNMTL,
1. Beitrag
1. Bild:
Amethyst und Quarz; Rauchquarz kann ich keinen entdecken, allenfalls unten links ein schmaler Bereich?
2. Bild:
Achat und Amethyst
Bilder im 2. Beitrag: keine Meinung
BG
Fritzi
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Bild 350: Amethyst
Bild 365: Achat/Amethyst
Bild 359: ein metamorphes Gestein mit Granat ? (evtl. nordischer Herkunft)
Bild 366: Achat
mfg nwsachse
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Hallo,
Die sächsisch/anhaltinischen Kiesgrubenfunde sind schwer zu bestimmen,
da sowohl Gerölle als auch Geschiebe vorkommen.So vermutlich auch in dem Fall.Ich halte für
350 Geröll AmethystQuarz
365 Geröll Amethystquarz,Festungsachat
359 Geschiebe ?? suche fleischfarbigen Feldspat
366 Geschiebe Achatmandelkonglomerat
Gruß Günter
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Guten Abend, hier ein Ausschnitt von Bild 359.
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Und hier ein Ausschnit von Foto 350.
Rauchquarz?
Grüße Heiko
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359 geht in Richtung ignimbritischem Porphyr ;)
Kluftknacker
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Bild 359: tippe ich jetzt auch auf Ignimbrit, gibt es in Sachsen anstehend, aber auch als nordisches Geschiebe, zur genaueren Bestimmung muesste man sich das Stueck anschauen, was sind fuer Minerale enthalten usw., gib mal im Internet den Suchbegriff Ignimbrit oder Rhyolith ein
Bild 350: die Ecke koennte man schon als Rauchquarz bezeichnen, ist aber hier nicht so wichtig, der Hauptteil ist Amethyst
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Die Bilder im Netz sehen anders aus, als der Stein, den ich fotografiert habe. Bin gerne bereit, ihn jemanden vorzulegen.
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Wodurch entstehen eigentlich solche Strukturen bzw. was ist das? Eigentlich würde ich auf Kristallisierung von Fossilien tippen, aber wie gesagt, viel Ahnung habe ich noch nicht.
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Und noch ein drittes Bild. Interessant ist auch die ziemlich klare Trennung der Farben.
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Hallo,
das sind meist Pseudomorphosen nach Carbonaten (Calcit, Aragonit), Baryt oder Zeolithen.
Gruß Daniel
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Hallo,
In der Regel Quarz-Pseudomorphosen nach Baryt. Manchmal wird auch Anhydrit diskutiert. In manchen Gängen ist der Baryt z.T. noch erhalten, nur die Enden der Gänge sind verquarzt. Ist natürlich bei einer Länge von vielen (hundert) Metern am Stück nicht zu sehen. Baryt ist in Gängen der Eisen-Mangan-Formation (z.B. im Freiberger Gebiet) verbreitet, auch die Achat-Amethyst-Gänge (z.B. Schlottwitz) führen ihn.
Glück Auf!
Smoeller
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Nach langer Zeit mal wieder neue Einträge. Wer kann helfen. Was ist das?
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Und jetzt was zum anschauen. Vermutlich Achat.
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Habe doch glatt vergessen, die Bilder anzuhängen.
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Und zum zweiten.
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Vermutlich Achat.
nicht nur vermutlich, sondern ganz sicher achate. Hübsche stücken.
Das stück auf dem bild darüber würde ich als konglomerat bezeichnen.
Gruß
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Und hier noch mal die Frage: Was ist das? Quarz, aber mit so vielen Farben?
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Bild 2,3,9 hat etwas "brekkzienhaftes". Spötter könnten darin allerdings ein abgerolltes Stück "Terrazzo" sehen.
Das andere ist m.E. ein Quarzit.
LG
Kluftknacker
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Hallo ... also die vermutlichen achate sind wie schon gesagt schöne stücke.. intressant wäre die größe.. dann könnte man überlegen wie man sie bearbeitet.. also sägen oder anschleifen.......
die anderen könnte man tatsächlich al terazzo bezeichnen. sind aber wohl abgerollte Gangstücke , solche habe ich auch reichlich gefunden.
die etwas vorher gezeigten Pseudomorphosen habe ich in Sermuth auch gefunden teils recht groß , diese lohnen meinermeinung ein schneiden..
wo hast du denn die stücke gefunden..??
bei Kiesgruben braucht man kein Geheimniss machen da kommt ständig neues je nach abbau..
Gruß Mario
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Hallo Heiko
Bild Nr. 78 ist ein Jaspis mit etwas eingelagerter Achatbändreung (könnte auch nach dem Sägen sich als Trümmerachat herausstellen (?)
Bild Nr. 79 ist aller Wahrscheinlichkeit nach nur ein Jaspis und evtl. etwas Eisenkiesel
Beste Grüße
Roland
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Bild 78 und 79 sind vom gleichen Stein. Bild 2,3 und 9 ebenfalls. Das dieser gerollter Terazzo ist, glaube ich eigentlich nicht, denn der Stein lag in der Halde und vor einigen Millionen Jahren gab es so was noch nicht. Eine Brekkzie ist laut Definition viel poröser (siehe Bild im Anhang, habe ich auch aus der Grube). Der Stein ist richtig schön rundgenuddelt, wie wir Sachsen sagen, da löst sich nichts. So richtig überzeugt bin ich nicht.
Im übrigen stammen alle Stücke aus der neu aufgeschlossenen Kiesgrube in Sprotta bei Eilenburg.
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Es hieß ja auch das es so aussieht wie ein Stück terazzo. nicht das es eins ist.
wird sich sicher um einen Konglomerat handeln
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Auf ein neues. Bin mir nicht sicher, ob ich die Bilder im Mineralienforum oder im Gesteinsforum einstellen soll. Beide Bilder vom gleichen Stein.
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Gibt es denn niemanden, der was zu sagen hat?javascript:void(0);
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sieht nach bandjaspis aus. Es gibt aber hier noch paar experten die sicher mehr dazu sagen können.
Gruß
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Eher "ausgeblichener" Achat / Chalcedon. Ich meine auch, trümmerachataehnliche Strukturen zu erkennen.
Evtl. mal eine Härtepruefung machen.
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Bild 2,3,9,74: verkieselter Sand / Kies, sog. Tertiärquarzit, Braunkohlenquarzit [Tertiär]
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Hallo
Meiner Meinung nach hat das Stück weder etwas mit Achat noch mit Jaspis was gemeinsam.
Es zeigt sog. Faltungsstrukturen und ist aller Wahrscheinlichkeit nach kein Mineral sondern ein Gestein,
denn nicht alles was irgendwie gebändert ist ist auch ein Achat.
Es geht auch eher in die Richtung Kieselschiefer o.ä.
Beste Grüße
Roland
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Hallo,
ich unterstütze Roland,ein sehr schöner stark verfalteter und stellenweise gebrochener Kieselschiefer.verkieselter Sand muß Körnung zeigen,die ich nicht erkennen kann.Jaspis,Chalzedon und Achat sehen anders aus.Was soll eine Härteprüfung zwischen verschiedenen Quarzvarietäten aussagen?
Dann lieber das Gefüge mit 20 X Vergrößerung ansehen und eventuell hier zeigen.
Glück auf Günter
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Habe mal unter Kieselschiefer gesucht. Rein theoretisch könnte ja der Stein von Bild 78/79 auch ein solcher sein.
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Habe noch einen weiteren Stein, der unter die Kategorie Kieselschiefer fallen könnte. Der Ausschnitt ähnelt sehr dem Stein von Bild 78/79.
Grüße Heiko
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Wie entstehen solche exakt abgegrenzten Bereiche? Ich vermute der Stein ist ein Jaspis. Allerdings habe ich noch nicht so fast "rechteckige" Einlagerungen gesehen.
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Nachdem auf meine letzte Anfrage keine Antwort kam, nun heute eine neue. Nennt man das Jaspis, Achat oder ganz anders?
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Ich will auch mal was dazu sagen...
Dein letztes foto - solche stücke finden sich recht oft in den Flußgeröllen- viele lassen die liegen - weil sie mehr auf achate aus sind die in ihrer Form auch abgerollt erkennbar sind.
ich denke das stück auf dem Bild ist ein abgerolltes gangstück mit achat und jaspis aber auch viel quarz ... solche stücke können z.B. vom schlottwitzer Gang stammen oder von anderen je nachdem wo gefunden..
im nassen zustand sehen die recht hübsch aus. meistens lohnt aber ein schneiden und schleifen nicht
In solchen Gangstücken kommt oft achat ,jaspis und Quarz zusammen vor ,auch andere materialien sind vorhanden..
Guck mal die seiten an vom Threat- Kiesgrubenachate-
also ich denke abgeroltes Gangstück
Gruß fassi
Ps.- Ich hab früher auch viel solches Material mitgenommen - aber mit der Zeit erkennt man was wirklich lohnt
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Hallo in die Runde, gibt es Pseudomorphosen von Quarz in rot? Bild anbei. Eventuell nach Baryt?
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Glück Auf!
Bild 359: Es könnte sich dabei um einen Ignimbrit, einen Porphyr allgemein oder einen etwas ungewöhnlichen Roten-Ostsee-Quarzporphyr handeln. Metamorphite oder Migmatite sind eher unwahrscheinlich. Eine geringe metamorphe Überprägung ist aber nicht auszuschließen. Um über das Stück mehr zu erfahren, müsste man es am besten Aufsägen und Anschleifen. Unter dem Mikroskop lassen sich dann die Feinstrukturen besser erkennen (eventuelle deformierte Gefüge, Form der Einsprenglinge, Fremdgesteine,...). Auf dem Bild359 und dem Ausschnitt kann man andeutungsweise eutaxitische Strukturen erkennen, was für einen ignimbrit sprechen würde.
Bild 366: Was man erkennen kann, deutet sehr auf eine Gangbrekkzie hin mit reichlich Quarzbänderung. Das Innere der rechten oberen Quarzbänderung könnte man als Reste von Granit oder Gneis deuten. Solche Stücke sind im Erzgebirge weit verbreitet.
Bild 5,6,7: typische Perimorphosen von Quarz nach Irgendwas (meist Baryt, aber wie weiter oben geschrieben auch anderen Mineralien). Die Hohlräume wurden später mit Quarz gefüllt. Solche Stücke sind im Raum Marienberg, Annaberg-Buchholz häufig anzutreffen. Stellenweise sind die Hohlräume mit Amethyst gefüllt.
Bild 2,3, 9: Wenn die Stücke nicht auf Salzsäure reagieren, dann sind es typische Tertiär-Quarzite. Kiesablagerungen wurden während des Tertiärs verkieselt und bildeten so ziehmlich widerstandsfähige Gerölle. Da die Quarzgehalte dieser verkieselten Massen sehr hoch sind, werden sie häufig als Quarzite bezeichnet. Die Bezeichnung Konglomerat wäre aber passender, da damit auch die geologische Herkunft eindeutig ist. Der Begriff Quarzit suggeriert in dem Zusammenhang eine falsche Herkunft, bzw Enstehung. Die Bezeichnung Zementquarzit wäre akzeptabel.
Bild 90, 93: Es sind Hornsteine mit Achatbildungen. Solche Bildungen sind in hydrothermalen Gangsystemen anzutreffen und im Erzgebirge weit verbreitet. Die Hornstein-Fazies ist recht weiträumig und dementsprechend auch recht vielgestaltig.
Bild 78, 79 typische Lydite (Radiolarite). Diese Gesteine können sehr vielfältig sein, weisen nahezu alle Farben auf und können sehr stark gebänderte Texturen aufweisen. Besonders fiese Exemplare sind leicht mit verkieselten Hölzern, Achaten oder Jaspisen zu verwechseln.
Bild 74: siehe Ausführungen zu Bild 2,3 und 9
Bild 66, 69: Hier würde ich, wie weiter oben schon geschrieben auch sagen, dass es Lydite sind. Die zerrüttete Struktur spricht auf jeden Fall dafür.
Bild 63,63 ganz typische Lydite
Bild 40, 41 viel ist nicht zu erkennen. Das kann aber auch an der homogenen Struktur der Stücke selbst liegen. Ich würde anhand der Bilder die Stücke zu den Hornsteinen stellen. Die sehr gerade abgegrenzten Bereiche sind wieder Perimorphosen in deren Hohlräumen sich dann Quarz niedergelassen hat. Die obere linke Ecke könnte ein Stück Jaspis beherbergen. Solche Stücke sind, wie weiter oben schon ausgeführt, häufig zu finden. Sie enthalten in unterschiedlichen Anteilen Perimorphosen, Jaspis, Quarzbänderungen und seltener auch Achat. Meist sind sie weiß, grau oder rötlich, gelblich gefärbt. Grünliche und bläuliche Farben sind eher selten.
Bild 31 So wie es aussieht ist es auch erst einmal ein Hornstein. Die Brekkzienstrukturen aus zwei Bildungsphasen sind deutlich zu erkennen. In der ersten Brekkzienbildungsphase wurden die Bruchstücke mit einem roten, jaspisartigen Bindemittel verkittet. Bei der zweiten Brekkzienbildung wurden die Bruchstücke mit Quarz verkittet. Bei der recht guten Färbung könnte sich eine Bearbeitung lohnen.
Bild Pseudo1, Psedo2: Hierbei wird es sich auch wieder um Hornsteine handeln.
Bild365 sehr schöner Achat.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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Anmerkung zu Bild 359: Hornfels wäre auch noch denkbar.
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Erstmal vielen Dank für die letzten Einträge. Das wollte ich schon lange mal schreiben.
Allerdings überzeugen mich die Erläuterungen zu Bild 359 noch nicht wirklich. Werde es demnächst mal aufsägen.
Grüße Heiko
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Hallo Heiko
Ich möchte noch eine Anmerkung machen.
Beim Bild 031 würde ich mal in Richtung Karneol gehen und bei den Bildern 040 und 041
könnte es sich tatsächlich auch um Trümmerachatbildungen handeln. Die achatisierten Bruchstücke sind
relativ gut erkennbar.
Bei den Bildern Pseudo 1 und 2 kann man keine Prognose geben und die Vermutung weder bestätigen noch dementieren.
Erkenntnisse in dieser Sache bringt erst ein Sägen und ein guter Schliff (betrifft alle Stücke). Ich denke das man da gute Erkenntnisse bekommt
und eine definitive Aussage treffen kann.
Beste Grüße
Roland