Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Jens G am 15 Sep 03, 21:57
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Hallo,
Brauch wieder mal Eure Hilfe.
Aus was könnte denn dieser Einschluß bestehen - glänzt teilweise goldig (Pyrit?) und Kupferfarben.
Fundort liefere ich nach - mal sehen, ob man es so schon eingrenzen kann. Erst mal nur so viel zum Fundort - es sollen dort über 200 Mineralienarten vorkommen.
MfG
Jens G
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Das ist meiner Meinung nach ein ganz normaler Pyrit - oder aber auch Kupferkies, kann man auf dem Foto nicht so direkt unterscheiden -, der bereits in Verwitterung übergeht und daher so rötlich angelaufen ist. Unabhängig davon ist die Angabe eines Fundorte unerlässlich. Es nützt nichts, wenn an einem Fundort 200 Mineralien vorkommen. Sind das dann Erzmineralien (z.B. Grube Clara), oder eher Phosphate (Hagendorf) oder Zeolithe (Eifel). Übertriebene Geheimniskrämerei ist Gift. Alles klar? Also nix für ungut!
Servus und Glück auf
Wolfi
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Hallo Jens,
ich würde auch eher auf Kupferkies (Chalkopyrit) tippen und halte auch nichts von zuviel Geheimniskrämerei unter uns Sammlern.
Eine Reihe von Sammlern weiß daher auch, dass ich z.B. andere Sammler schon zu einigen meiner Fundstellen mitgenommen habe, wo diese auch auf ihre Kosten kamen.
Nicht jeder Sammler plündert auch andere Fundstellen gleich aus! Es gibt auch seriöse Sammler.
Glück auf ...Peter
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Hallo,
Das hat nichts mit Geheimnisgräberei zu tun. Ich denke, wenn man den Fundort kennt, urteilt man vielleicht eher voreingenommen - je nachdem, was dort bisher aufgetreten ist - ordnet das "Passende" dem gesuchten objekt zu und fragt sich vielleicht nicht ganz so, was es eventuell noch sein könnte.
Nicht das ich Euch das unterstellen möchte, aber ich würde eventuell in solch einem Fall schneller anhand der Mineralien der Fundstelle zu einem Urteil kommen.
Um Euch aber nicht zu "verärgern"- die Fundstelle war ein "planiertes" (teilweise gering ausgebaggertes) Gelände (eine beräumte Fläche) vor den Halden in Ronneburg (ca. 500 bis 1000m entfernt).
Ich hätte auch kein Problem anderen Mineralienfreunden meine Fundpunkte zu zeigen - mir ging es nur um eine "gewisse, unbewußte Voreingenommenheit" bei der Bestimmung.
Vielleicht habt Ihr ja anhand des Fundortes noch andere Hinweise.
(Hatte bisher auch an Pyrit und Kupferkies gedacht - aber kenne mich ja noch nicht so gut aus).
Kann beides so nebeneinander vorkommen oder ist es doch ein es der beiden Mineralien - es glänzt wie gesagt teilweise goldgelb (Pyrit) und kupferfarben (Kupferkies).
MfG
Jens G
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Bei Ronneburg kommen laut Lapis 98/7+8 (Themenheft) 14 Minerale der Klasse 2 (Sulfide, Selenide, ..) vor...
..darunter auch Bornit (Buntkupferkies), Chalkopyrit, Bravoit (= Nickelhaltiger Pyrit), Chalkosin, u.v.m.
D.h. - ich würde das Stück mal genauer analysieren lassen bzw. auch auf den Nickelgehalt untersuchen lassen..
.. schliesslich könnte es sich ja auch um Bravoit handeln, der dann schon etwas relativ Besonderes im Mineralreich darstellt..
...Ronneburg ist neben seinen Uranmineralien auch für seine Nickelsulfide, etc. bekannt.
Gruß Peter
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Habe mir heute noch einmal ein Buch über Mineralien ausgeliehen.
Dachte anhand des Namens Kupferkies, daß dieser auch etwas kupferfarben aussieht. Lt. diesem Buch Kosmos-Atlas Gesteine, Mineralien und Fosillien sieht der vorhandene Einschluß dunker aus als das abgebildete Chalkopyrit. Der Einschluß sieht eher mehrheitlich kupferfarben aus (kann dies durch Verwitterung entstehen). Das Bornit kommt vom Bild her eher in Frage. Die Strichprobe ist sehr schwer durchzuführen. Die Einschlüsse sind relativ klein (der Kleine ca. 3*4mm, der Größere 10*6 mm) und sitzen etwas vertieft. Da weiß man immer nicht was man gerade erwischt hat. Jetzt ist es auch schon etwas dunkel - meiner Meinung nach sieht der Strich eher schwarz (oder schwarz-grau als schwarz-grün vom Chalkopyrit).
Wie und wo kann man das genauer analysieren lassen (da der Mineraleinschluß nicht besonderes groß ist)?
Lade noch mal 2 andere Bilder hoch - vielleicht erkennt man es ja da besser.
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noch ein weiteres - jedes wirkt ja irgendwie anders.
Scheinbar sind bei den Bildern ein paar Papiefaser"sche"n auf dem Einschluß - ich hatte es in ein Papiertaschentuch eingewickelt.
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Vielleicht noch einen ganz kleinen Ausschnitt
MfG
Jens G
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Das sieht mir stark nach verwittertem Pyrit aus. So ähnliche Stücke (aber teilweise mit Kristallen ) habe ich auch von Ronneburg.
Der Conny
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Ich gebe dem Conny recht. Es wird sich wohl um angelaufenen Pyrit handeln - "rostige" Randpartien. Bei Chalkopyrit müßte dort etwas grünes sein.
Außerdem, nach einigen Zögern für alle die es noch nicht kennen ein sicherer Kupfernachweis. Mein Zögern deshalb, weil man dabei mit aggresiven Chemikalien arbeiten muß. Also bitte sehr vorsichtig !!
Eine Probe in einem Reagenzglas mit etwas konzentrierter Salpetersäure übergießen und einen Tag stehen lassen. Dabei löst sich genug von dem Mineral. Dann einen Überschuß an Ammoniumhydroxyd (Ammoniak) zugeben. Falls Kupfer zugegen ist bildet sich eine kräftig tintenblau gefärbte Lösung. Und bitte beim Arbeiten die Mündung des Reagenzglases vom Gesicht weghalten.
Glück Auf
Uwe
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Hallo Peter,
Zitat "sieht der vorhandene Einschluß dunker aus als das abgebildete Chalkopyrit. Der Einschluß sieht eher mehrheitlich kupferfarben aus (kann dies durch Verwitterung entstehen). Das Bornit kommt vom Bild her eher in Frage. Die Strichprobe ist sehr schwer durchzuführen. Die Einschlüsse sind relativ klein (der Kleine ca. 3*4mm, der Größere 10*6 mm) und sitzen etwas vertieft. Da weiß man immer nicht was man gerade erwischt hat. Jetzt ist es auch schon etwas dunkel - meiner Meinung nach sieht der Strich eher schwarz (oder schwarz-grau als schwarz-grün vom Chalkopyrit).
Wie und wo kann man das genauer analysieren lassen (da der Mineraleinschluß nicht besonderes groß ist)?"
War zwar nicht direkt an Dich gerichtet bezog sich jedoch im Großen und Ganzen auf Deinen Hinweis.
Nochmals vielen Dank.
[edit] Übrigens bin ich Sachse - in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) geboren und seitdem immer in Sachsen gewohnt - die Landesgrenze nach Thüringen ist aber nur ca 5 km entfernt.
[/edit]
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An Alle,
Der Test "mit etwas konzentrierter Salpetersäure" weist doch so wie ich es gelesen habe nur auf Kupfer hin - somit kann man nur dieses Element feststellen bzw. ausschliesen - am Ende kommen aber doch noch mehrere Mineralien in Frage.
Habe mir heute bei Tageslicht die Strichprobe von gestern noch einmal angeschaut - ich erkenne da nur einen schwarzen Strich - war relativ vorsichtig beim Test - bin der Meinung das gesuchte Material beim Strichtest getroffen zu haben - werde es morgen aber noch einmal testen.
Bis dahin.
MfG
JensG
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Hatte noch ein paar Fotos von anderen Stücken gemacht
Quarz auf dunklem (schwarzem) Material???
Was denkt ihr - habe ich auch von der selben Fundstelle (Ronneburg)?
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Hier noch ein anderes Stück (hatte ich fürs Foto etwas im Wasser gesäubert)
MfG
Jens G
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Das Schwarze ist der dort vorkommende Schiefer (Silur).
Der Conny
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Hallo an Alle,
Bin mal wieder auf der Suche nach einem Mineral.
Habe heute wieder einmal einige Stücke durchgesehen.
Normalerweise befand sich das Gestein in einem Eimer mit Elzing-Material.
Nach genauerem Betrachten sollte es aber eher von meinem Ausflug an die Ronneburger Halden stammen (schwarze Oberfläche auf 2 Seiten sowie wieder so "mehrfarbig" glänzendes Mineral).
Da in unserem Haus 3 Generationen leben und ich schon ab und zu mal einen einzelnen "Stein" zum Betrachten an eine sonnige Stelle lege, kann es doch einmal passieren, daß etwas "weggeräumt wird".
Die Kristalle sind max. 2 mm
Farbe rot
Strich: farblos
(sieht aus wie rot eingefärbter Quarz)
Habe mal mein Mineralienbuch durchgeschaut (nach rotem Mineral mit farblosen Strich und mit der Mineralienliste von Ronneburg verglichen)
Bin aber noch zu keinem Ergebnis gekommen.
Doch Bilder sprechen eine bessere Sprache:
(Kristalle sind in real etwas dunkler)
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hier eine andere Stelle:
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eine weitere Stelle
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und noch eines:
Einige der Ronneburger Mineralien sind in meinem Buch leider nicht aufgeführt. Die roten Mineralien aus meinem Buch (mit farblosen Strich)
kommen laut MinMax in Ronneburg nicht vor.
Was denkt Ihr? Was könnte es sein - ihr habt doch schon die verschiedensten Mineralien gesehen.
Ronneburgit ist zwar rot - aber doch relativ selten
http://www.mindat.org/picshow.php?id=8433
Coccinite auch rot und heller als Ronneburgit
http://www.mindat.org/picshow.php?id=9433
MfG
Jens G
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Hallo Jens G.
das ist ganz normaler Quarz, durch Eisen rot gefäbt, im letzten bild teils mit Dolomit überzogen. Mach mal einen Härtetest, daß sollte meine Vermutung bestätigen.
MfG Jürgen
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Wenn das Stück aus einem Eimer mit Elzing Material stammt, wird es wohl auch vom Elzing stammen. Im aktuellen Schuß auf der unteren Sohle gab es viel Dolomit, der rot gefärbten Quarz überzogen hat. Solche Stücke sind für den Pegmatit dieses Aufschlusses typisch.
Glück Auf
Uwe
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Hallo,
Hallo geomüller, hallo Uwe,
rot eingefärbter Quarz - ja daran habe ich auch gedacht - habe halt noch nicht die Erfahrung wie Ihr sie habt.
Mich störte das nahe Nebeneinanderer von weissem und unterschiedlich rot eingefärbtem Quarz (heller bis relativ dunkel) wie bei folgendem Bild.
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Zum Fundort - bin mir eigentlich ziemlich sicher , daß es doch von Ronneburg ist.
Zum einen war ich im Elzing bisher nur auf der obersten Sohle - zum anderen ist das dunkle Außenmaterial wie bei anderen Ronneburger "Stücken".
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Desweiteren enthält es auch wieder dieses in verschieden Anlauffarben glänzende Material (Chalkopyrit???).
Solches hier:
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oder so:
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Auf diesem Stück befinden sich dann auch solche 2 undefinierbaren "Dinger" - was kann das nun wieder sein - ist sehr klein und mit 10 fach-Lupe und 3fach-optischem Zoom - habe leider keine Profiausstattung (Mikroskop) wie Ihr.
Muß die Tage (bei dem kühlen und nassen Wetter noch mal den Rest durchschauen" - vielleicht findet sich ja noch etwas.
MfG
Jens G
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Hallo Jens,
also das Nebeneinander von rotem und weißem Quarz läßt sich dadurch erklären daß der Quarz teilweise als derber Gangquarz auftrat und man jetzt nur die Bruchflächen sieht.
Die Eisenoxide die die rötliche Färbung verursachen konnten sich dann nur dort ablagern, wo der Quarz Hohlräume zurückgelassen hat bzw nur kleine Kristalle bildete... ;)
Der Chalkopyrit könnte auch Pyrit sein...gibt es da irgendwo grüne Sekundärmineralien daneben?
Die zwei undefinierbaren Dinger - ich denke du meinst das schwarze - könnten Pseudomorphosen von Fe-Oxiden nach zum Beispiel Chalkopyrit oder Pyrit sein..
Gruß, Erik
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grüne Sekundärmineralien (???) habe ich eigentlich nicht gesehen. Nur leicht grün schimmerndes "pyrit"?.
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Hallo Jens,
bei der Verwitterung von Chalkopyrit bilden sich meistens typisch grüne, sekundäre Kupfermineralien wie Malachit etc...
Wenn davon nichts zu sehen ist würde ich sagen es handelt sich um Pyrit!
Gruß, Erik
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..würde mich dem anschließen.. ;D 8)
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Malachit o. ä. ist nicht zu sehen - dachte bei Pyrit bisher nur an messinggelb (aber in meinem Schumann steht dann doch - oft bunt anlaufend). Bei dem einen Bild sieht man ja eigentlich auch das "messinggelbe" (mich störte halt das bunt angelaufene) - aber das hat sich ja nun geklärt - wieder mal etwas dazugelernt (dank Euch).
Zur "Pseudomorphose von Fe-Oxiden nach zum Beispiel Chalkopyrit oder Pyrit" - wo findet man dazu Informationen.
Vielen Dank
MfG
Jens G
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Hallo Jens.. ;)
ja, nicht alles ist auch Bornit (Buntkupferkies)..auch Pyrit, Hämatit, Chalkopyrit können bunt anlaufen..feinste Oxidationshäutchen in Verbindung mit dem Lichteinfall führen dazu..grob gesagt..
Gruß Peter
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Hallo Jens,
Zur "Pseudomorphose von Fe-Oxiden...
Pseudomorphose heißt, daß ein Mineral ein anderes unter Beibehaltung der Kristallgestalt ersetzt - in diesem Fall wurde vermutlich das Mineral Pyrit durch Verwitterung in ein Fe-Oxid umgewandelt
siehe auch dort:
http://www.mineralienatlas.de/phpwiki/index.php/Pseudomorphose (http://www.mineralienatlas.de/phpwiki/index.php/Pseudomorphose)
Gruß, Erik
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Hallo Erik,
danke, dass Du meine Beschreibung und die Kupferpseudomorphose (Bild) als Beispiel ausgewählt hast.. ;)..aber..
..was ist dann ein durch 'normale' Verwitterungseinflüsse umgewandeltes Mineral? Nicht alles ist per Definition eine Pseudomorphose..und im vorliegenden Fall sehe ich nur eines der benannten Sulfide bei Jens.. ;)
..ein durch Verwitterung aus Malachit oder aus einem primären Kupfermineral entstanden..würde ich sagen..welche Gestalt des ursprünglichen Minerals soll denn hier auch erkennbar sein?.. :D..obwohl man natürlich nicht jede Pseudomorphose als solche erkennen muss..hier liegt aber keine vor. Da bin ich mir ziemlich sicher..
Möglich wäre auch eine 'ganz normale' hydrothermale Entstehung des Kupferkieses, falls es solcher ist..
Gruß Peter
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Hallo Peter,
ich meinte dieses Bild:
http://www.mineralienatlas.de/yabbse/attachments/2dinger.jpg (http://www.mineralienatlas.de/yabbse/attachments/2dinger.jpg)
Möglicherweise war Pseudomorphose zuviel gesagt :-[ ;)
...aber sicher ein Oxid!
...'normale' Verwitterungseinflüsse umgewandeltes Mineral? Nicht alles ist per Definition eine Pseudomorphose...
...versteh ich nicht ???...was ist dann beispielsweise ein PyritX der durch Verwitterung in Limonit umgewandelt wurde ;)
Gruß, Erik
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Hallo Erik,
wenn der Limonit auch wirklich chemisch Limonit (Gemenge aus Eisenhydroxiden) ist aber die GESTALT des Pyrits beibehalten wurde - NUR dann läge eine Pseudomorphose von LIMONIT NACH PYRIT vor...das Wörtchen NACH ist auch im Sinne von 'NACH dem PYRIT gebildet' zu verstehen.... ;)..so etwas habe ich übrigens schon selbst gefunden - nur war das pseudomorphisierte Mineral hier nicht Pyrit sondern Calcit..kann ich Dir gerne mal zeigen..
Verwittert der Pyrit einfach nur zu Limonit ohne dass die Gestalt des Pyrits beibehalten wurde, liegt nur ein Verwitterungsprodukt mit dem Namen LIMONIT vor aber keine Pseudomorphose..jetzt verstanden?.. ;) ;D
..es gibt auch die abenteurlichsten Pseudomorphosen im Mineralreich..ich besitze auch einige/mehrere davon.. 8)
Gruß Peter
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Hallo Peter,
Ja ok, da hab ich Dich nicht verstanden ;)
Aber das Sulfid vom Jens liegt ja auch nicht - oder jedenfalls nicht erkennbar - in Eigengestalt vor, deshalb der Ausdruck...
Gruß, Erik
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Hallo Erik,
ja - aber das ist die gleiche Geschichte wie mit den 'Bilderbuch-Kristallen' oder nicht so perfekten Kristallen, letzteres ist ja wohl verbreiteter....so gibt es auch 'Bilderbuch-Pseudomorphosen' oder in der Masse eben keine....
..aber wer sagt denn auch, dass die Eigengestalt hier unbedingt Pyrit zeigen muss und nicht ein ganz anderes Mineral.. ??? ;D
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Hallo Erik, hallo PeterM, hallo alle anderen
Habe das Teil noch mal "genauer" untersucht.
Mir scheint es, als ob sich Quarz "verändert" hat. Habe mal ein Foto gemacht - es ist relativ unscharf - aber man kann "angegriffenes" Quarz und "pyritisiertes Mineral" erkennen.
Seht Ihr das auch so? Vielleicht erklärt dieses Foto von der gleichen Stufe auch etwas über die "2 Dinger".
Kann sich eigentlich Quarz in Pyrit umwandeln?
MfG
Jens G
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Hi Jens ..
.. also ich erkenne da leider nicht allzuviel auf dem Bild.. :-[
..und ad hoc ist mir jetzt auch kein Fall bekannt, wo sich Quarz in Pyrit umwandeln könnte/sollte..besteht ja auch gar 'kein chemischer Zusammenhang'.. :-\ ;)
Gruß Peter
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Naja hatte mir auch die Bestandteile angeschaut und zweifele.
Quarz --> Si O2
Pyrit --> Fe S2
Aber auf dem Bild (wenn auch sehr unscharf - werde morgen noch mal versuchenes etwas schärfer hinzubekommen) sieht man doch Quarz und Pyrit - oder sehe ich das falsch?
Das Pyrit? - direkt am Quarz und am Quarz "auslaufend" - sieht so aus als ob der Pyrit zumindestens den Quarz "zersetzt" und seine "Stelle" angenommen hat.
MfG
Jens G
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Hi Jens
Neh, das kannste so vergessen. Ist chemisch einfach nicht möglich.
Gruß der Sauerländer
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Hallo Jens,
Du musst auch bedenken, dass Quarz ja auch nur von HF (Flusssäure) angegriffen werden kann und nicht von schwefliger oder irgendeiner anderen Säure..also wie soll dann der Pyrit den Quarz angreifen.. ???.. ;D
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Hallo,
Davon habe ich keine AHnung - wollte nur sagen, wie es aussieht.
Kann noch etwas anderes im Spiel sein?
Wie gesagt - das Stück stammt von einer "Art Deponie" in der Nähhe der Ronneburger Halden. Diese "Deponie" muß einige Wochen zuvor gebrannt haben - es roch noch und überall waren Brandreste zu sehen.
Habe versucht noch ein schärferes Foto zu machen - viel war da nicht möglich.
MfG
Jens G
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Habe auf einer Ronneburger Stufe ein braunes Kristall entdeckt .
Ist das braunes Quarz oder doch etwas anderes?
Strichprobe ist leider nicht möglich - Kristall sitzt in einer Vertiefung - Härte kann ich auch nicht bestimmen, da es sehr klein ist (vielleicht 1 bis 2 mm).
Könnt Ihr so helfen - ist es normaler Quarz (ehe ich wieder die Ronneburger Mineralienliste nachprüfe)?
MfG
Jens G
[gelöscht durch Administrator]
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Hallo Jens,
nein, das ist ganz sicher kein brauner Quarz sondern entweder ZINKBLENDE (Sphalerit) - nehme ich jetzt mal primär an - oder es handelt sich um einen schönen Polybasit oder Pearceit / Antimonpearceit ..ich müsste mich aber nochmal mit der Ronneburger Paragenese näher beschäftigen..muss mal das Lapis-Themenheft dazu herauskramen.. ;)..kommen von dort überhaupt Antimon-Mineralien vor?..
...ich melde mich hierzu gerne nochmal bei Dir... :)
Nachtrag zum vorherigen Beitrag: ja, es sind von dort, meines Wissens schon brennende Abraumhalden beschrieben worden..es gibt auch dazu spezielle Mineralien dieser Entstehung..auch dazu müsste man nochmal in das Lapis-Themenheft zu Ronneburg reinschauen..
Gruß Peter
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Hallo PeterM,
Kein braunes Quarz - na daß klingt schon mal interessant, da kann ich doch auch mal etwas weitersuchen.
Ich würde mich freuen, wenn Du irgendwann Zeit findest und zufällig das Lapis-Heft in die Hand bekommst, vielleicht noch ein paar weitere Hinweise zu bekommen - das wäre einfach Spitze.
MfG
Jens G
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Hallo Jens,
am besten wäre es, Du würdest Dir die Lapis-Ausgabe 98/7+8 (Themenheft Ronneburg) - über 80 Seiten!! - besorgen. Dort findest Du viele Fotos, Beschreibungen, etc.
Thomas Witzke ist übrigens der Experte für Ronneburg, etc..
..also es ist schon ziemlich mühsam, jetzt jede Seite nochmal durchzuschauen, wenn man selbst kein Ronneburg-Sammler ist..
..habt Ihr denn keine Mineralienbörsen bei Euch? Da gibt es doch immer mindestens einen Tisch wo alle Lapis-Ausgaben herumliegen.. ;)..
..sorry..bleibe bei Zinkblende, kann Dir aber zur Zeit nicht mehr dazu sagen.
Gruß Peter
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Sulfide von Ronneburg:
Argentit, Chalkosin, Digenit, Djurleit, Bornit, Sphalerit, Rambergit, Cinnabarit, Chalkopyrit, Cubanit, Nickelin, Pyrrhotin-4M, Galenit, Oldhamit, Covellin, Klockmannit, Antimonit, Linneit, Violarit, Pyrit, Bravoit, Vaesit, Hauerit, Gersdorffit, Cobaltit, Markasit, Arsenopyrit, Safflorit, Rammelsbergit, Molybdänit, Berndtit, Skutterudit, Nickel-Skutterudit, Tetraedrit, Tennantit, Proustit, Bournonit, Realgar, pararealgar, Alacranit, Jeromit, Bazhenovit, Valleriit, ..etc. etc..
nun such Dir eins aus.. :P :D
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Danke für Deine Hilfe - werde mich mal bei ebay nach dem Lapis-Heft umschauen.
Und die Mineralienliste werde ich mal in Ruhe durchgehen - wenn ich eine nähere Vermutung habe - kann ich mich ja noch einmal melden.
MfG
Jens G