Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Messgeräte, Detektoren / Measuring devices, Detectors => Thema gestartet von: Angstroem am 15 Dec 09, 14:57
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Hallo,
wer kennt das nicht: Man macht Fotos und nachher findet man diese nicht mehr. Was mir mittlerweile hilft ist Geotagging. Den Bildern werden per GPS-Empfänger die geographischen Koordinaten zum Aufnahmeort hinzugefügt.
Beispiel:
Zum rumklicken: http://de.locr.com/map-album-geologie-12461 (http://de.locr.com/map-album-geologie-12461) :D
Da ich nicht alle meine Bilder veröffentlichen möchte nutze ich das Geotagging auch lokal zuhause am PC.
Auch da kann man Bilder über eine zoombare Weltkarte wieder finden - eben auch auf der eigenen Festplatte. Der GeoFinder von CDWinder erlaubt z. B. eine Umkreissuche über die Landkarte:
Quelle: http://www.gps-camera.eu/index.php?option=com_content&view=article&id=112 (http://www.gps-camera.eu/index.php?option=com_content&view=article&id=112)
Eine gute Einführung gibt http://www.fotografr.de/category/fototechnik/geotagging/ (http://www.fotografr.de/category/fototechnik/geotagging/).
edit:
Bilder wegen copyright entfernt
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Hallo,
Ordnung bringe ich mit GPS-Daten in den Bildern nicht in meine Fotosammlung. Mal abgsehen davon, dass im Gelände nicht überall ein GPS-Empfang ist (im Wald, in Gruben, in Bergwerken ...) der GPS-Empfänger muss ja ständig eingeschaltet sein. Ich hab so ein Ding (das man auf den Blitzschuh steckt - den internen Blitz kann man dann nicht mehr hochklappen :() da sollte ich mit der Kabeltrommel ins Gelände gehen, der Akku hält keine Tagesexkursion durch. Und nur nicht auf die Idee kommen, den GPS-Empfänger nur kurz zur Aufnahme einschalten: Der braucht lange bis er die Position hat oder/und schreibt auf die Schnelle schon mal Koordinaten ins Bild - die nur als Lottozahlen taugen. :o
Man macht Fotos und nachher findet man diese nicht mehr.
Ja, kenne ich. Aber bei meine Fotosammlung gilt: Für >95% meiner Fotos kann ich den Aufnahme-Ort ohnehin sagen: zuhause. Mineralienfotos mache ich ja nur im Ausnahmefall anderswo.
Gruß
Berthold
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Mal abgsehen davon, dass im Gelände nicht überall ein GPS-Empfang ist (im Wald, in Gruben, in Bergwerken ...) der GPS-Empfänger muss ja ständig eingeschaltet sein.
Jein ;)
Bei den aktuellen GPS-Chips verliert man meiner Erfahrung nach auch im Wald kaum noch den Empfang. Da müssen schon Wald und eingeschnittenes Tal und ungünstige momentane Satellitenkonstellation zusammenkommen. Natürlich lässt die Genauigkeit mit steigenden Widrigkeiten nach ... :'(
Unter Tage gibt es natürlich keinen GPS-Empfang. Die am weitesten entwickelten Geräte haben aber zumindest eine Auto-Indoor-Funktion (Solange das GPS an ist, merkt es sich bei fehlendem GPS-Empfang die letzte Position und verwendet diese weiter.) oder sogar eine Direktstart-Funktion (Nach Ausschalten des GPS wird die letzte Position aus dem zusätzlichen Tracklogger genommen.) Genauer wirst Du da erst mit Vermessungsausrüstung ::)
Ich hab so ein Ding (das man auf den Blitzschuh steckt - den internen Blitz kann man dann nicht mehr hochklappen :()
da sollte ich mit der Kabeltrommel ins Gelände gehen, der Akku hält keine Tagesexkursion durch. Und nur nicht auf die Idee kommen, den GPS-Empfänger nur kurz zur Aufnahme einschalten: Der braucht lange bis er die Position hat oder/und schreibt auf die Schnelle schon mal Koordinaten ins Bild - die nur als Lottozahlen taugen. :o
Würde mich echt mal interessieren was Du da für eine Kamera-GPS-Kombi hast??? Hier zu meinen Erfahrungungen mit GPS-fähiger Nikon DSLR und Dawntech Pro Logger:
- Er muuss nicht auf Blitzschuh stecken. Auch wenn er dort praktisch aufgehoben ist. Wenn ich Blitzen will, dann lass ich ihn halt mal baumeln oder clippe ihn an den Kameragurt
- Er wird mit Kamerastrom betrieben. Find ich optimal, da ich nur Kameraakkus brauche und kein zweites Ladegerät nötig ist. Auserdem habe ich die "Gesamtstromlage" immer im Blick. Laufzeit bei mir 2-3 Tage á 6-7h und 200-250 Aufnahmen pro Tag mit einem Kamera-Akku (Nikon D300). Nikon D90 hat den Akku. D5000 ca. ein Drittel weniger ...
- Ich lasse den Geotagger in der Regel durchlaufen da ich keine Lust auf Initialisierungszeiten habe. Unter freiem Himmel liegt die meist um 45s. Und wenn ich am Ort bleibe hilft mir teils die oben erwähnte Direktstart-Funktion
Ja, kenne ich. Aber bei meine Fotosammlung gilt: Für >95% meiner Fotos kann ich den Aufnahme-Ort ohnehin sagen: zuhause. Mineralienfotos mache ich ja nur im Ausnahmefall anderswo.
Für die Tabletop-Fotografie zu hause würde ich mir überlegen, ob ich den Aufnahmen nicht per Hand den Fundort zuweisen würde (z.B. mit Geosetter). Für Fundorte und Exkursionen gibt es aus meiner Sicht nichts besseres als Geotagging.
Egal ob per einfachem Logger und Synchronisiserung per Geotagging-Software oder auf "fortgeschrittene Art" per direkt Foto-GPS. GPS Fähige Kameras sind eh noch recht rar bzw. im oberen Segment angesiedelt ...
Gruß
Seb
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Hallo,
Bei den aktuellen GPS-Chips verliert man meiner Erfahrung nach auch im Wald kaum noch den Empfang.
Im Wald geht in der Regel nichts. Verschiedene andere GPS-Geräte (Garmin u.a.) sind da nicht viel besser. (nebenbei, ich habe einen Sack voll Geräte getestet weil ich für eine geologische Kartierung eine Unzahl Punkte erfassen musste - auf freier Flur super, aber im Wald *würg*)
Würde mich echt mal interessieren was Du da für eine Kamera-GPS-Kombi hast?
Nikon D200 und Solmeta Geotagger N1 (sorry, das Foto im Anhang hab ich nur mal schnell mit dem Handy gemacht)
Wenn ich Blitzen will, dann lass ich ihn halt mal baumeln oder clippe ihn an den Kameragurt
Ja, habe ich auch gemacht. Allerdings nicht lange denn das Kabel am Stecker zum Geotragger hat sich dadurch zerlegt. :'(
Laufzeit bei mir 2-3 Tage á 6-7h und 200-250 Aufnahmen pro Tag
Laut Herstellerangabe bis zu 8 Stunden, in der Praxis deutlich weniger. Und richtig, dann saugt mir das Ding auch noch den Kamera-Akku leer >:(
Ärgerlich finde ich, dass ich den Empfang bzw. ob das Ding mir die richtigen Werte liefert nur über eine LED rausgefunkt bekomme. Keine Chance z.B. die Genauigkeit der Angabe zu erkennen oder gar die Koordinaten ablesen zu können (hat ja keine Anzeige).
Für Fundorte und Exkursionen gibt es aus meiner Sicht nichts besseres als Geotagging.
Nach meiner Erfahrung möchte ich das Gegenteil behaupten. Das Geld ist besser in einem vernünftigen GPS-Handgerät angelegt.
Gruß
Berthold
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Das Geld ist besser in einem vernünftigen GPS-Handgerät angelegt.
Hallo.
Das sehe ich genauso. Mit "vernünftigen", modernen GPS-Handgeräten klappt es auch im tiefsten Wald - u.U. auch mit der Nachbarin ::)
Kluftknacker
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Hallo,
ich muss gestehen, dass ich von besonderen Punkten, Fundstellen, Aussichtspunkten etc, einfach ein Foto des Hand-GPS mit den Koordinaten mache.
;D
Mfg
Frank
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Hallo,
modernen GPS-Handgeräten klappt es auch im tiefsten Wald
nicht immer. Selbst mit SIRF III oder IV -Geräten geht da nichts oder nicht viel wenn z.B. nach einem Regen Wasser in den Bäumen hängt...
Gruß
Berthold
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Hi Bertold,
Im Wald geht in der Regel nichts. Verschiedene andere GPS-Geräte (Garmin u.a.) sind da nicht viel besser. (nebenbei, ich habe einen Sack voll Geräte getestet weil ich für eine geologische Kartierung eine Unzahl Punkte erfassen musste - auf freier Flur super, aber im Wald *würg*)
Kann ich so auch nicht bestätigen. Für den Dawntech Pro Logger gibt es aber eine interessante Demo (Bahnfahrt mit vielen Tunnels und anschließende Wanderung durch Schluchtwald http://www.gps-camera.eu/index.php?option=com_content&view=article&id=116 (http://www.gps-camera.eu/index.php?option=com_content&view=article&id=116)). Wie sehr sich der Dawntech Pro Logger und der Solmeta Geotagger N1 hier in der Empfangsgüte unterscheiden kann ich nicht sagen ...
Nikon D200 und Solmeta Geotagger N1 (sorry, das Foto im Anhang hab ich nur mal schnell mit dem Handy gemacht)
...
Laut Herstellerangabe bis zu 8 Stunden, in der Praxis deutlich weniger. Und richtig, dann saugt mir das Ding auch noch den Kamera-Akku leer >:(
Aha, da haben wir den Übeltäter!!!
Die D200 und die verwandte Fuji 5s Pro haben keinen Menü-Punkt namens "GPS-Ruhezustand aktivieren". Ab der D300 oder auch bei der D5000/D90 gibt es diese Funktion. Ohne den GPS-Ruhezustand läuft der Auto-Belichtungsmesser der Kamera lustig durch solange GPS-Informationen an die Kamera gesendet werden. Zu gut deutsch: Dein GPS-Empfänger mag zwar mit seinem internen Akku 8h laufen. Gleichzeitig nuckelt aber schon der Belichtungsmesser der Kamera den Kamera-Akku leer. Das ist wie gesagt ein Problem der D200. Da hilft nur GPS-Empfänger zwischendurch ausmachen. Und das nervt wegen der Startzeiten ::)
In einigen Situationen könnte da die Direktstart-Funktion von Dawntech helfen ...
Mit den anderen Kameras kommst Du darum wirklich auf ...
Laufzeit bei mir 2-3 Tage á 6-7h und 200-250 Aufnahmen pro Tag
Das geht mit der D200 wohl nicht ....
Ja, habe ich auch gemacht. Allerdings nicht lange denn das Kabel am Stecker zum Geotragger hat sich dadurch zerlegt. :'(
Auch da ist der Dawntech mit fester Verkabelung besser. Für Solmeta gibt es darum neuerdings einen Halter, der das GPS an zur Seite verlegt und den internen Blitz freigängig macht.. Passt bei Dawntech leider nicht.
Wegen des kaputten Steckers würde ich mal den Händler nach Kulanz fragen.
Ärgerlich finde ich, dass ich den Empfang bzw. ob das Ding mir die richtigen Werte liefert nur über eine LED rausgefunkt bekomme. Keine Chance z.B. die Genauigkeit der Angabe zu erkennen oder gar die Koordinaten ablesen zu können (hat ja keine Anzeige).
Der neue Solmeta Pro soll die Satellitenzahl im Display anzeigen ... Aber auch so liegt man doch meist im <10er Bereich bei Abweichung. Frage ist natürlich was man erwartet. Unter schlechten Bedingungen, wie Wald wird jeder GPS-Empfänger seine höhere Ungenauigkeit. Das ist einfach systembedingt. Aber braucht man wirklich immer <1m Genauigkeit?? Dann hilft nur terrestrische Vermessung. Auch ein DGPS für 50.000 EUR mit SAPOS-Korrektur kann dir bei schlechtem GPS-Empfang keine Genauigkeiten garantieren ... Sind eben Satelliten die ständig Ihre Position verändern, .....
Für Fundorte und Exkursionen gibt es aus meiner Sicht nichts besseres als Geotagging.
Ich bleib dabei ;D
Aber hätte ich die D200 würde ich Deinen Frust sicher teilweise teilen ... Dass Nikon da noch die Firmware nachbessert glaube ich jedoch kaum :(
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Hallo Amgstroem,
was die Empfangsleistung im Wald betrifft: Betrachte das Demo auf gps-camera.eu bitte unter dem Aspekt, dass die verkaufen wollen >:D und selbstverständlich ihre Produkte positiv "testen". Meine Erfahrungen mit GPS-Technik (1997 hatte ich mir mit dem Magellan GPS 2000 eines der ersten Handgeräte gekauft, gleichzeitig das Carin von Philips fürs Auto, seither im 1-3 Jahresrhythmus jeweils neue Geräte) beruhen auf Arbeit im Gelände - bei jedem Wetter - und nicht auf Werbeaussagen.
Zur D200: Ja, das Problem ist mir (inzwischen) bekannt. Das Zusammenspiel mit externen Geräten ist immer Glücksspiel, deswegen werde ich mir aber weder eine D300 anschaffen - noch für meine neue Canon 5D Mark II so ein Kästchen.
Wegen des kaputten Steckers würde ich mal den Händler nach Kulanz fragen.
Das Kabel war nach drei Monaten kaputt. Abgesehen von den 35 Euro :o die aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen so ein lausiges Kabelchen kostet: Warum sollte ich? In meinem Test hat ja die ganze Kunstruktion nicht bestanden...
Der neue Solmeta Pro soll die Satellitenzahl im Display anzeigen ..
toll, schön. :D Nur konnten das meine Geräte von 1997 auch schon. Ich weis nicht, wie Du das machst. Aber wenn ich Exkursion mache hänge ich mir nicht die eingeschaltete Kamera um, die liegt gut geschützt in der Fototasche - und die Tasche erstmal im Auto. Natürlich ausgeschaltet und Sat-Empfang ist im Kofferraum nicht.. Wenn ich Fotos mache kommt die raus, wird eingeschaltet und klick-klick. Da möchte ich nicht auf Sat-Erfassung, Initialisierung oder sontstwas warten müssen. Das GPS-Navi steckt -eingeschaltet- in der Hemdentasche oder in der Außentasche vom Rucksack und da brauche ich nicht warten.
Selbst mit einem Handy (iphone) habe ich da bessere Papiere als mit dem Solmeta: Ein Blick auf das Dissplay zeigt mir die Google-Luftbildkarte mit meinem Standort und (Dank eingebautem Kompass) diese Ansicht sogar in Blickrichtung ausgerichtet. Mit ganz wenig Aufwand kann ich meine Position markieren (auch Kommentare dazuschreiben und mit dem gleichen Handy aufgenommene Fotos dazusetzen), die Koordinaten anzeigen oder (auch mir) eine email mit meiner aktuellen Position schicken. GPS-Tracker (mit Export in KML oder CSV) ist auch noch drinnen. Nur die eingebaute Kamera kommt natürlich nicht an eine SLR-Kamera ran.
Aber hätte ich die D200 würde ich Deinen Frust ...
nee, kein Frust. Über das rausgeworfene Geld für Solmeta Geotagger bin ich längst weg - und da andere Technik meine Anforderungen bestens erfüllt - warum sollte ich mich ärgern?
Gruß
Berthold