Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Achim am 07 Jan 10, 20:39
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Hallo,
anbei eine recht kleine, unscheinbare Stufe (25 * 25 * 17mm) die für mich - vom aufgeklebten Zettel abgesehen- nichts bemerkenswertes aufweist. Um den Zettel nicht weiter zu beschädigen habe ich mich nicht an eine Reinigung gewagt.
Auf der Oberseite befindet sich ein kleine grüne Stelle, die ich spontan als Malachit abgetan hätte. Unter der Lupe erkennt man, das dieser Fleck in einem kleinen Quarz?-Hohlraum sitzt. Da in der Sammlung etwa mehr als 5 duzend Malachite mit auf den ersten Blick besserer Qualität stecken stellt sich mir die Frage, ob es sich nicht doch um etwas anderes handeln könnte.
Anbei ein Bild des Labels und des Stüfchens + Detail
Über Entzifferungs- und / oder Bestimmungshilfen würde ich mich sehr freuen
Glück auf
Achim
p.s. das erste Wort scheint mit Phosphor... zu beginnen, die Letzte Zeile könnte mit Halde von K... beginnen.
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Hups,
bin selber etwas weiter gekommen, Das erste Wort dürfte Phosphorkupfer sein, eine alte Bezeichnung für Phosphorcalcit bzw. Pseudomalachit. Der Rest ist weiter offen ...
Glück auf
Achim
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Hallo,
ich versuch mich mal. Auf dem Bild lässt sich leider wenig erkennen. Die Schrift ist nicht mehr vollständig. Aber nach Phosphorkupfer könnte es "Markirch" heißen. Mehr erkenne ich nicht.
Gruß Philip
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Hallo,
Das letzte Wort beginnt mit Ka, könnte Kausen sein. Da gab es mal die Grube Käusersteimel bei Kausen im Siegerland. Da waren doch weitere ähnliche Etiketten in der Sammlung aus dem Gebiet. Die Grube Käusersteimel ist bekannt für Kupferminerale, auch Pseudomalachit gibt es dort.
Glück Auf!
Smoeller
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Das vorletzte Wort enthält -ldg-. Davor ein a oder o...
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Hallo,
an smoellers Idee mit Kausen/Käusersteimel habe ich auch erst gedacht, als ich Achims Text gelesen habe. Auf dem Foto kann ich außer "Phosphorkupfer" leider auch nicht viel erkennen. Grundsätzlich könnte es sich tatsächlich um Pseudomalachit handeln, eine alte Bezeichnung für Pseudomalachit, ist aber anhand der Fotos ebenfalls nicht mit Gewissheit zu bestimmen. Könnte auch einfach nur Malachit sein. Ob das Stück tatsächlich von Kausen stammt??? Ich habe viele Pseudomalachite (und anderes) von dort gesehen, aber irgendwie passt dieser Stein nicht. Es fehlt mir der Goethit (Glaskopf). Trotzdem möchte ich das nicht ausschließen, denn Quarz, der bei dem abgebildeten Stück die Unterlage bildet, kommt dort ebenfalls massenhaft vor. Aber vielleicht helfen die Antworten bei der Entzifferung des Etiketts.
Glück-Auf
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Hallo,
vielen Dank fürs miträtseln. Ich denke beim letzten Wort dürfte der letzte Buchstabe ein 'n' sein. Kausen wäre da noch möglich. Der Verfasser hat eine wirklich filigrane Handschrift gehabt, wenn man bedenkt daß das ganze Laben nur ca. 16 * 8 mm groß ist.
Um den kleinen Hohraum sauberer zu bekommen, habe ich dort kräftig hingepustet, das hat das mürbe Label leider teils abgelöst und zerrissen :'(
Unabhängig vom Text: handelt es sich hier um 'Wegwerfit' oder macht es sinn, so etwas aufzuheben? - viel Platz wegnehmen tut es eh nicht
Viele Grüße
Achim
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Hallo,
vorab: solche alten Stücke immer aufheben, das hat historischen Wert (ansonsten nehm ich´s dir gern ab ;D). zum Text: Phosphokupfer/Malachit/Halde in Kausen. Mehr oder weniger geraten...
Gruß
Andreas
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Ich kann dem raritätenjäger nur zustimmen: Auf jeden Fall behalten!
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Hi
also meiner bescheidenen Meinung nach ist das kein Malachit. Der hohe Glanz, den man teiweise auf dem Foto sieht, spricht eher für Chalkophyllit. Bei Markirch ("Sainte-Marie-Aux-Mines") gibt es die Halde der Kupfermine von Neuenberg, von wo herrliche Chalkophyllit-Stufen stammen, die Matrix sind hier auch mit Kupfererzen durchsetzte Quarztrümer.
Glück Auf!
GEOMAXX