Mineralienatlas - Fossilienatlas
Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición => Schlacken, Gläser, Verhüttungsprodukte / slags, glasses, smelting products => Bestimmungsanfragen zu Schlacken/Gläsern/Kunstprodukten => Thema gestartet von: Harzfossil am 15 Jan 10, 21:51
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So hier Gesteine die ich schon länger habe.
Das Blaue könnte evtl ein Abfallprodukt bei der Mineraliengewinngung sein. (?)
Das Löchrige dunkle evtl. Schlacke. (Von was?)
Und das Weiße evtl Gips?
LG
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hallo,
kann leider nicht viel dazu sagen, das grüne ist auf alle Fälle Moos.
Glück Auf
Ralf
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Das Blaue könnte evtl ein Abfallprodukt bei der Mineraliengewinngung sein. (?)
Das Löchrige dunkle evtl. Schlacke. (Von was?)
Hallo.
Oder? Ich denke, Du meinst Oker, oder ??
Beide Stücke sind Schlacke aus der Erzmetallverhüttung. So wie die Stücke aussehen, tippe ich auf Südwestharz (Sieber, Bad Andreasberg). Aber auch im Bereich der nördlichen Stauseen gibt es einige Schlackeplätze, von denen die Stücke stammen könnten.
hallo,
kann leider nicht viel dazu sagen, das grüne ist auf alle Fälle Moos.
Nein, bestimmt nicht ::)
LG
Kluftknacker
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Bild 1 ist ein sog. Bode-Achat. Eine Eisenschlacke.
Bild 3 ist auch eine Schlacke.
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Nein, die Oder ist das. ;)
Die Ecke Südwestharz stimmt! Kannst du mir erklären wie du das erkannt hast? Du schriebst ja "so wie sie aussehen".
Doch der Bode-Achat. Ggg. Bode/Oder - Achat ...ggg ;D
Wieso heist das eigentlich Bode-Achat??? ::)
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Hi,
das Zeug heißt Bodeachat weil es in der Bode z.B. bei Treseburg gefunden wird.Es ist abgerollte historische Kupferschlacke ,hauptsächlich blau gefärbt und zeigt Fluidstrukturen aus dem Schmelzprozess,die an Achat erinnern,daher der volkstümliche Regionalnamen.
(Material ist im Harz weit verbreitet)
Gruß Günter
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Es ist abgerollte historische Kupferschlacke ,hauptsächlich blau gefärbt
Eisenschlacke...
ich gebs auf
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Hallo Troglophiler,
warum aufgeben man kann das doch mal hinterfragen ! Bei Bild 3 sehe ich auch Eisenschlacke,aber die blauen landläufig Bodeachat (Bild 1 ) ge-
nannten Steine sollten historische Kupferschlacken sein,oder kannst Du mir erklären,wie man mit Eisen blaue Gläser/Schlacken hinkriegt ??im Vorgriff auf smoeller,wo kriegst du im mittelalterlichen Fe oder Cu Hüttenprozess derartige Mengen Cyan her ?
Glück auf Günter
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Hallo,
Ja, definitiv Schlacke.
Eisen kann durchaus blau/grün färben. Besonders bei Komplexen, die Eisen in beiden Wertigkeiten (2+ und 3+) enthalten. Da werden dann CT-Übergänge wirksam, die ansonsten verbotene Übergänge ermöglichen, was zu einer starken Farbe führt. Unter anderem wäre da sog. Berliner Blau (Eisenhexacyanoferrat) zu nennen. Etwas ähnliches könnte auch Schlacken färben.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo,
Bodeachat ist mir neu, so etwas kenn ich unter Sieberachat.
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,12930.0.html (http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,12930.0.html)
Vielleicht wird jegliche Schlacke nach dem Fluß benannt wo sie gefunden wird.
Gruß
Zippy
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Hallo Zippy,wie schon geschrieben ist der Begriff "Bodeachat "eine
volkstümliche Bezeichnung für diese ,in der Bode um Thale /Treseburg gefundene Schlacke.Die Information "historische Kupferschlacke" stammt
aus dem Naturkunde/Bergbaumuseum Wernigerode. Da sind Stücke,auch hübsche Anschliffe ausgestellt.Sieberachat ist mir nun wieder kein Begriff.Vermutlich haben die Schlacken,die ja logischerweise überall sehr häufig vorkommen viele regionale Namen.
Von der optischen Erscheinung her sind Sieber und Bodeachat idertisch
Glück auf Günter
Ps habe nachgeschaut :Sieberachat nach Naturschutzgebiet "Siebertal",
Schlacke von der"Glockenhütte" 16. Jahrh.verhüttete Erz von
Rammelsberg/Goslar
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Die Schlacken aus dem Siebertal/Harz stammen von der ehemaligen Steinrenner Hütte, die die Eisenerze vom Eisensteinberg verhüttet hat. Die Bezeichnung Sieberachat ist irreführend und hat mit Achat nichts zu tun.
Es gibt im Siebertal eine Menge kleinerer Schlackenstellen ( Durchmesser unter 1/2 Meter) an denen Kupfererze verhüttet worden sind, sie sind allerdings älter als die Steinrenner Hütte.
Glückauf!
Schlacke
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Vielen Dank für die Antworten!!!
Was lies nun genau darauf schliesen das die Schlackestücke aus dem Westharz sind?
Hat auch jemand eine Idee zu dem weißen?
LG
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Nochmals zur Glockenhütte, die bereits 1487 schriftlich erwähnt ist. Sie lag an der Grane, ca. 1 km unterhalb der Ochsenhütte (am Granestausee).
Interessant ist, dass auf der GH zwar Rammelsberger Erze verhüttet worden sind, aber in den Schlacken überwiegend sek. Blei-Oxide (rot und gelb) gefunden wurden.
Nachprüfenswert ist ein Artikel in der Wernigeröder Zeitung, Bd. 5 (1994), Nr. 21, S. 22 mit folgendem Titel: Blaue Steine in der Bode, Zeugen einstigen Kupferbergbaus bei Treseburg.
Bei der Kupferverhüttung fallen Schlacken mit höherem Eisen- und niedrigerem Kupferanteil an. Ohne Analyse der Schlacken- bestansteile, lässt sich keine befriedigende Zuordnung treffen. Hilfreich sind dabei gelegentlich die sek. Mineralbildungen bzw. kleine kugelige Einschlüsse von Kupfer.
Weisse blasige Schlacken können auch aus dem Schmiedeprozess stammen.
Glückauf!
Schlacke
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Halo Tanja,
das gruene ist - wie hier schon oft geschrieben - ein sog. Bodeachat, also letztlich Schlacke. Ich habe mal eine ganze Tuete davon am Buehberg bei Lauterberg aufgelesen, als ich dort bei Verwandschaft zu Besuch war.
Siehe dazu http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,16585.0.html
Viele Gruesse,
Thomas.
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Das ganze kann natürlich auch ein "Sieberachat" sein - ebenfalls eine blaue Eisenschlacke, die ihren Ursprung im Eisenerzrevier "Eisenstenberg" im oberen Siebertal haben.
Glück Auf
Thomas
P.S. ich finde es übrigens recht interessant, das Eisenschlacken so "kobaltblaue" Farben zeigen...