Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Hotzenblitz am 01 Feb 10, 15:47
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hallo,
angeblich soll der Mimetesit aus dem aktuellen neufund in badenweiler, in gewissen maße radioaktiv sein...? ;D ;D ;D
ich hab leider kein geigerzähler zur hand... vlt. könnte das jemand der beides hat ....mimetesit und geigerzähler mal testen.... sekundärmineralien aus badenweiler im schwarzwald zeigen mitunter manchmal durch radioaktive bestandteile eine gewisse aktivität... und deshalb wär das gar nicht so abwägig....
???also wenn das mal jemand testen könnt...?
g.A.
chris
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angeblich soll der Mimetesit aus dem aktuellen neufund in badenweiler, in gewissen maße radioaktiv sein...? ;D ;D ;D
schon gewusst, dass man dann jeden Menschen als radioaktiv bezeichnen müsste? Ein Mensch mit 75 kg tickt mit ca. 7000 Bq (K-40) ;)
Woher stammt denn dieses "angeblich" ?
Wenn der mit einem gewöhnlichen Geigerzähler schon deutlich tickt, ok. Ansonsten muss man aufpassen, dass man nicht mehr die natürliche Umgebungsstrahlung misst.
Gruß,
Andreas
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Hallo Hg,
da ich wie oben angegeben...KEIN geigerzähler habe.... daher das ANGEBLICH
mfg
Woher stammt denn dieses "angeblich" ?
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Hallo Hotzenblitz,
garade getestet: Die Radioaktivität ist ganz leicht erhöht. Aber keine Sorge: das ist nicht viel und nicht gefährlich. Ebenso wie die Halde der 371 in Hartenstein etwa doppelt so viel tickert wie die normale Grundbelastung.
Gruß
Doc Diether
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danke, doc diether........
hast du an einer stufe getestet oder hast du mehrere....?
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Hallo zusammen,
habe das gerade auch mal gemessen und tatsächlich ist die Radioaktivität der Neufunde sehr gering. Im Gegensatz dazu ist die Radioaktivität der mattgelben, sinterartigen Pyromorphit/Mimetesit-Überzüge, wie sie von denselben Personen im letzten Jahr aus dem unmittelbar benachtbarten Stollen geborgen und verkauft wurden, erheblich. Schon im Jahr 1957 hat Kirchheimer in entsprechenden Haldenstufen bis zu 0.3% U gefunden. Die Radioaktivitiät der Stücke erreichte "500 Impulse/sec" am damals verwendeten Szintillometer. Die Stufen vom letzten Jahr dürften in dieser Größenordnung liegen und sind etwa so radioaktiv wie typische Uranglimmerstufen von Wittichen oder Menzenschwand.
Viele Grüsse,
Helge
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Hallo,
Auch von der Grube Fürstenfreude bei Badenweiler und vom Gsprenggang am Schauinsland ist U-haltiger Pyromorphit bekannt. Selbständige U-Mineralien kennt man von Badenweiler allerdings nicht, nur am Ameisenbuck beim Schloss Bürgeln sind winzige Uranglimmerkristalle auf Klüften im Gestein bekannt. Pyromorphit/Mimetesit ist alleiniger Träger des Urans.
Dasselbe trifft in gewissem Ausmaße auch für den Michaelgang bei Lahr zu. Obwohl dort selbständige U-Minerale bekannt sind (Zeunerit, Heinrichit, Kasolit, Hügelit....) ist der überwiegende Teil der Radioaktivität an eingewachsenen Mimetesit gebunden (während der später gebildete frei gewachsene Mimetesit uranarm bzw. -frei ist).
Diese Mineralisationen setzen auf bzw. nahe der Schwarzwaldrandverwerfung auf, so dass hydrothermale Vorgänge während der tertiären Absenkung des Rheingrabens eine Rolle gespielt haben dürften.
Glück Auf!
Smoeller
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hallo,...
danke sebastian und helge,.... für eure mess-unterstützung.... ;D ;D
ähm helge ....sind von den stufen vom letzten jahr ( niedriger Pyromorphit, radioaktiv ) noch irgendwo welche auf dem markt....? da hät ich aktives interesse daran....?
g.A.
chris