Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Erik am 30 Nov 04, 09:44
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Hallo zusammen,
schon wieder etwas womit ich nicht viel anfangen kann...
Das fragliche Mineral ist zusammen mit Emplektit im Baryt eingewachsen, Größe ca 1mm.
Herkunft ist die Grube Elisabeth bei Hain im Spessart.
Dachte schon an Tennantit oder Chalkopyrit, aber die kenne ich nur aufgewachsen bzw als Zwickelfüllung von dort, außerdem stört mich die Kristallform und die Farbe...so ein bläulich-schwarz.. ???
Ideen?
Danke & Gruß, Erik
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Hi Erik,
also ich kenn edie Paragenese der Grube Elisabeth bei Hain im Spessart nicht, aber ich würde auf Zinnstein tippen.
Jürgen
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Zinkblende??
Schwierig ...
Gx Waidler
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.... den Bildern nach zu urteilen, könnte es sich auch um
Bornonit handeln.....
Glückauf
Klaus
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Ich meinte natürlich Bournonit....
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Hallo,
ja das ist ein Problem mit den unbekannten kleinen Gruben hier ::)
Leider gibt es kaum Literatur darüber, wird soweit ich weiß nur kurz in den Erläuterungen zur geologischen Karte behandelt.
Die Schwerspatgänge im Spessart sind in der regel relativ mineralarm - bis auf einige Außnahmen - hier tritt neben Chalkopyrit etwas Tennantit und Emplektit an Sulfiden auf. Und das war es eigentlich dann auch schon.
Entweder das ist eines der genannten - wobei mich da eben die Kristallform wundert, oder etwas was dort wirklich nur selten zu finden ist..
Gruß, Erik
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Bournonit glaub ich eher nicht.Da passt der Emplektit nicht hinein.eher Zinnstein der wurde schon öfters
mit Emplektit gesichtet(Erzgebirge).
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Die Kristallform paßt aber eher zu Bournonit und kaum zu Kassiterit. Außerdem kommt Zinnstein eher in Gruppen vor bzw. der Quarz ist dichter mit Kassiteritkristallen besetzt.
Glück Auf
Uwe
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Hi Erik!
Wie wärs mit Wittichenit??
Ist auch ein Bi-Mineral und anhand des Schwarzwaldes ein charakteristischer Begleiter von Emplektit , kenne Wittichenit aber außerhalb des Schwarzwaldes bislang nur aus dem Siegerland...
Gruß
TK
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Hallo,
Bournonit und Kassiterit...ich glaube nicht daß die im Spessart überhaupt schonmal aufgetaucht sind...ebenso aber auch Wittichenit - würde der von der Kristallform her passen? Dachte der wäre mehr langprismatisch?
Es gibt einen Artikel im Aufschluß über Bi-Erze in Schwerspatgängen...leider kann ich das Heft nicht finden.
rätselnde Grüße, Erik
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Morgen Erik,
Streifung, Form und Farbe könnte auf das weltweit häufig auftretende MIneral Spalerit (Zinkblende) hindeuten.
Wie hoch ist der Glanz? Zinnstein (Kassiterit) zeigt im allgemeinen einen noch kräftigeren Glanz als Sphalerit.
Gruß Peter
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Wetten ... Zinkblende *fg*
;D
Waidler
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Hallo Peter,
der Glanz ist nicht so stark...denke auf dem Foto ist das schon sehr real!
Gruß, Erik
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... mal in eine ganz andere Richtung gefragt: Wie siehts mit dem Magnetismus aus? ???
Waidler
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... wenn magnetisch, dann kann es auch Magnetit sein, stimmt.
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Hallo,
also Magnetismus konnte ich nicht feststellen, ist allerdings auch nicht so ganz einfach bei so nem Krümel! ::)
Außerdem, Magnetit im Baryt? Gibts das?
@TK, um nochmal auf den Wittichenit zurückzukommen...habe gelesen der wurde in der Clara in schwarz-grauen Würfeln gefunden...würde so ja passen...
Ich fürchte aber es wird hier nicht möglich sein das rauszubekommen :-\
Gruß, Erik
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Hi Erik,
wenn Du den Magnetismus von solch kleinen Teil im Stein bestimmen willst, dann nehme einen "leichten" Magneten keinen schweren.
Mit einen leichten Mag. merkst Du besser ob der Magnet an das zu untersuchende Teil "dran will", ein schwerer Mag. fällt durch Eigengewicht und verfälscht - letztlich denkst Du das Material ist nicht magnetisch.
Ich denke da an die Magnetit-Oktaeder von der Rohrmühle in Erbendorf: Mit kleinen Magneten wunderbare Magnetwirkung spürbar ---- mit großem Magneten absolut nichts. Soweit meine Erfahrungssenf.
Gruß Moni
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Hi Moni,
Ja, bei solchen kleinen Mineralien benutze ich eine Stecknadel die mit einem Ende an einem Magneten hängt...funktioniert eigentlich problemlos - nur hier zeigte sich keine Reaktion!
Danke für den Tip!
Gruß, Erik
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Hallo Erik,
dann bleibe ich jedenfalls bei meinem Tipp: SPHALERIT... :)
Magnetit mit Baryt wäre zwar aufgrund der meist recht unterschiedlichen Vorkommen und Bildungsbedingungen etwas ungewöhnlich; zählt aber meines Wissens nicht zu den ganz unmöglichen Paragenesen.
Unmögliche Paragenese wäre z.B.: ein Foid zusammen mit Quarz (Bsp. Leucit + Quarz).. sowas gibt's nicht im Mineralreich!
Si-reiche (saure) Mineralien zusammen mit Si-armen (d.h. basischen Mineralien wie den Foiden)..wie sollte das auch funktionieren? :)
Gruß Peter