Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: franksch am 28 Mar 10, 11:04
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Hallo,
ich habe einem alten Sammler zwei Kisten mit ungedostem Material (ca. 15 kg) abgekauft, das er Ende der 90er Jahre auf der Halde der Grube Silberbrünnle im Haigerachtal (Schwarzwald) gesammelt hat. Er meinte, es würde sich lohnen... Von Silberbrünnle wusste ich nicht viel: bekannt war mir nur der hier sehr gut vorkommende Pseudomalachit. Aus dem Atlas habe ich gelesen, dass aber selbst dieser nicht mehr so oft gut ausgebildet gefunden wird. Gelesen habe ich aber auch, dass hier über 120 verschiedene Mineralien gefunden wurden.
Und was war nun in den Wunderkisten? Ich habe natürlich noch nicht alles geknackt und durchgesehen, kann jedoch schon einiges berichten: Jedenfalls reichlich Pseudomalachit in allen möglichen Ausbildungen. Agardit ist auch häufig dabei; eine Unterscheidung zum gleich aussehenden Zalesiit ist mir nicht möglich. Mineralien der Beudantit/Segnitit- Gruppe hab ich auch entdeckt. Eine 2faustgroße Stufe brachte neongelbe/-grüne Kristalle- hier würde ich in Richtung Thometzekit oder Gartrellit tendieren. Hellgrüne Partien von Bayldonit und Duftit dürften ebenso dabei sein wie die häufigeren Mineralien Malachit, Chrysokoll und Hämatit . Häufig ist bestimmt auch der Goethit in mehreren Ausbildungsformen, schön als hellbraune "Samtblende".
Schaut man sich einige Stufen genauer an, entdeckt man jedoch auch noch andere Mineralien, wo ich dann schnell mit meinem Latein am Ende bin.
So zum Beispiel diese freistehenden Kugeln. Leider recht klein (Bildbreite ca. 1,3mm). Meist nur einzeln in von Goethit ausgekleideten Hohlräumen vorkommend. Hat jemand von Euch von diesem Fundort ähnliches gefunden und es analysieren lassen?
Beste Grüße aus Berlin
franksch
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Hallo,
hat keiner so etwas gefunden ???. Schade- dann muss ich wohl doch selber etwas zur Untersuchung geben.
So- dann das nächste: vielleicht hab ich hier mehr Glück. Blaue Kugeln, kleinere werden immer heller. In der Grube Clara würde ich Calcit nicht ausschließen. In der Silberbrünnle- Liste habe ich aber keinen Calcit gefunden. Vielleicht Skorodit? Ist wieder recht klein; Bildbreite ca. 1,6mm.
Viele Grüße aus Berlin
franksch
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Hallo,
dann zwischenzeitlich mal zwei bespielhafte Agardit xx. Hier kann ich natürlich nicht visuell von Agardit und Zalesiit unterscheiden. Vermutlich nicht sonderlich selten in Silberbrünnle- aber fotogen allemal.
Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
franksch
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.... und noch ein netter Agardit
Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
franksch
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Hallo Frank!
Nun hat dich also auch der Silberbrünnle-Virus gepackt... Beim den blauen Kugeln hab ich nen Verdacht: Das könnte Rhabdophan sein. Auf dem Foto ist stellenweise in der Mitte mancher Kristallaggregate eine Art Einschnürung zu sehen. Das hatten auch einige meiner Rhabdophane. Die waren zwar meist weißlich, aber die Ausbildung könnte passen....
Das grüne Mineral auf dem ersten Foto scheint mir nichts häufiges für dort zu sein. Mein erster Gedanke war Richtung Austinit oder Adamin, ist aber seeehr vage... Vielleicht kannst du mal Kontakt mit Rainer Seyb in Dortmund aufnehmen, evtl. hat er sowas mal untersuchen lassen.
Liebe Grüße!
Carsten
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Hallo,
Ich schließe mich Carsten an. Das erste sieht sehr interessant aus. Adamin/Austinit wäre durchaus denkbar, wobei Adamin meines Wissens deutlich häufiger ist. Das 2. ist mit ziemlicher Sicherheit Rhabdophan, wobei die genaue Bestimmung der Mineralart (ob das Mineral dominant in Ce, Nd oder La ist, alle drei Glieder kommen dort vor) ist letztlich nur per Analyse zu machen, wobei La deutlich seltener ist (nur ein Fund meines Wissens).
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo,
schön, das doch noch jemand mitmacht. Zwischenzeitlich liegen mir auch noch weitere Meinungen vor:
- Bild einzelnes kugliges Aggregat: Dr. Franz Hahn (mehrer Veröffentlichungen in der Mineralien-Welt und Erzgräber über Silberbrünnle) hält Eulytin für wahrscheinlich. Dr. Uwe Kolitsch meint, das dies sein könne, hält dies aber auf Goethit für zumindest ungewöhnlich.
- Bild blaue/graue kuglige Aggregate: hier wurde auch Plumbogummit vermutet. Da aber kein Bleiglanz in der Nähe ist, würde ich dann eher auch zu Rhabdophan tendieren- welcher auch immer.
Jedenfalls danke für Eure Meinungen. Carsten: ich ruf Dich heute Abend mal an.
Grüße aus Berlin
franksch
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Hallo Frank!
Also Eulytin würd mich bei dem grünen kugeligen Mineral sehr wundern. Da passt die Matrix nicht. Bei flüchtiger Betrachtung des Bildes kann man da schon an Euly denken. Wenn du die Möglichkeut hast, mit deinem Mikroskop mal ganz nah an die Kugel heranzuzoomen, müsstest du die Kopfflächen der XX besser erkennen. Bei Eulytin sieht das recht charakteristisch aus.
Zu den blauen Kügelchen: Sehr selten am Silberbrünnle und leicht mit Rhabdophan zu verwechseln ist noch der Monazit... Da wirst du um eine Analyse nicht vorbeikommen.
Der angesprochene Plumbogummit kommt, wenn ich mich recht entsinne, sehr selten im gleichen Material wie Waylandit vor (von dem er nicht zu unterscheiden ist, letzterer ist aber viel häufiger gewesen) : Bi-Paragenese mit Eulytin, Emplektit, usw.... also bisher nicht in der Galenitparagenese, wie man als Clarasammler vielleicht denken könnte ;-)
Beste Grüße!
Carsten
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Hallo,
Eulytin war auch einer meiner ersten Gedanken für das 1. Stück, habe es aber wegen der Matrix wieder verworfen. Meine Eulytine vom Silberbrünnle kamen in der typischen Paragenese mit zerhacktem Quarz (Baryt-Pseudomorphosen), Bismutoferrit, Mixit und Bismutit/Beyerit, z.T. pseudomorph nach Emplektit, tw. auch noch mit unzersetztem Emplektit. Goethit/Limonit kann als Zersetzungsproukt von Chalkopyrit in der Paragenese zwar vorkommen, aber eher nicht in so massiver Form (oft als Kupferpecherz ps. n. Chalkopyrit oder als dünne Krusten in der Nähe desselben).
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo,
ich habe mal jetzt etwas "Gartrellit"- ähnliches Material fotografiert. Die Fotos stammen alle von einer Stufe, die ich in dieser Größe von 6 x 5 cm belasse, da sie alle von mir entdeckten Formen in einer Stufe vereint. Die Stufe führt noch mehrere Partien mit diesem Mineral.
Ich nehme mal an, dass es sich um Gartrellit oder Thometzekit handelt. Das Bild im Erzgräber Heft 2/2009, Seite 52 zeigt eine recht ähnliche Form wie mein Bild Gartrellit04.
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... und noch ein Foto
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dieses Foto zeigt verm. eine Pseudomorphose nach??? vielleicht Balydonit?
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so- nun das letzte Foto: schöner Kontrast auf schwarzem Goethit
Ich wünsche allen ein schönes Osterfest!
franksch
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Hallo Frank,
ja, sieht sehr nach Gartrellit oder Thometzekit aus.
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Hallo,
hier hab ich noch relativ große Bayldonit xx entdeckt; Bildbreite ca. 2,8mm.
Grüße aus Berlin
franksch
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Sehr hübsch. Die sind eher selten dort.
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Hallo
Das sind gute Aufnahmen und ich denke zur Bereicherung der Fundstelle sollten diese Bilder ins Lexikon.
Im Forum werden diese in der Masse der Beiträge verschwinden.
Sollte man mit der Einstellung im Lexikon noch ungeübt sein, so würde ich meine Hilfe anbieten.
Beste Grüße
Roland
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Hallo Roland,
ich werde die Bilder auch ins Lexikon einstellen (ich weiss auch, wie das geht :)). Das Problem ist aber, dass bis auf den Bayldonit die exakte Bestimmung noch aussteht. Wie Du weiter oben lesen kannst, ist ohne Analyse keine richtige Aussage zu treffen; selbst bei dem Agardit (oder Zalesiit?) nicht. Bayldonit scheint sicher zu sein- das kann ich auch einstellen.
Viele Grüße aus Berlin
franksch
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Hallo Frank
Gut das Du es selbst kannst. Spart mir Zeit.
Bayldonit scheint sicher zu sein
dem möchte ich auch zustimmen.
Klar, die anderen Sachen sollten schon sicher bestimmt sein bevor man diese ins Lexikon stellt.
Beste Grüße
Roland
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Hallo,
Ja, definitiv was aus der Tsumcoritgruppe, wohl Gartrellit/Thometzekit. Das letzte könnte auch ein Mischkristall mit Konichalcit sein.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo Frank,
das wird ja immer besser! Glückwunsch, das sind wirklich schöne Stüfchen fürs Silberbrünnle. Auf dem dritten Gartrellit / Thometzekit -Bild scheint noch Duftit dabei zu sein. Die XX Pakete auf dem 4.ten Bild sehen auch nach Pseudomorphosen, evtl.nach Bayldonit aus.
Grüßle!
Carsten
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Hallo,
und weiter geht's mit "Neuentdeckungen" aus der Wunderkiste.
Das feinkristalline, helle Aggregat in der Mitte: ist es eine II. Generation Quarz, zufällig verästelt ausgebildet (Gegenstück ist leider beim Knacken verlustig geworden und war noch feiner verästelt) oder ein ganz anderes Mineral?
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... und hier handelt es sich nach meiner Vermutung nach um ein Manganoxid auf Goethit. Aber welches? Coronadit würde ich erstmal nicht so in Betracht ziehen.
Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
franksch
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Und noch etwas (für mich) durchaus Intessantes: zunächst hielt ich es für Chrysokoll. Beim näheren Hinsehen kann das aber eigentlich nicht sein. Paragenese ist Galenit und Chalkopyrit (beides ziemlich zersetzt) und die Pb Sekundärmineralien Cerussit/Anglesit und Linarit. Es ist das einzige Stück des gesamten Postens, das eindeutig der Bleiparagenese zugerechnet werden kann. Leider läßt sich die Beschaffenheit der Oberfläche nicht genauer definieren. Nadelig ist sie nicht, feine dünnflächige Dreieckflächen habe ich auch nicht ausmachen können.
Was kann das wohl sein?
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So- nun das letzte Unbekannte für heute: diesmal wieder etwas kleiner- Bildbreite ca. 1,7mm. Interessante grüne Kugeln. Begleiter ist Goethit (der die Hohlräume auskleidet), Agardit, Beudantit. Handelt es sich auch um Beudantit in kugligen Aggregaten?
Viele Grüße aus Berlin
franksch
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Hallo,
Zu den neuen:
1. Quarz der 3. Generation (sekundärer Quarz, überkrustet manchmal sogar Goethit)
2. könnte Mn-Oxid sein, wohl was aus der Kryptomelan-Gruppe (schwierig mit der Bestimmung)
3. Chrysokoll ps. n. Malachit (?) Eher kein Plumbogummit etc. Die Minerale der Crandallitgruppe (außer Segnitit) bilden dort meist eher feinkristalline Krusten
4. Beudantit/Segnitit (beides kommt vor) oder Duftit
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo Frank!
Beim vierten Foto würde ich auch zu Duftit tendieren. Die XX-Form müsste erkennbar sein. Am unterenBildrand meine ich kleine briefkuvertartige Formen zu erahnen. Wenns Rhomboederle sein sollten, ists eher Segnitit / Beudantit.
Das dritte Foto sieht sehr interessant aus. Erinnert mich etwas an Devillin, glaub ich aber nicht wirklich dran. Müsste man mal in natura anschauen. Vielleicht bringst du das mal mit?!
Nummer eins ist, wie schon gesagt wurde, bloß Quarz. Nummer 2 wirst du so nicht rausbekommen, da irgendein Mn-Oxid....
Grüße!
Carsten
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1: Quarz
2: oxidisches Mn-Mineral; ohne XRD/EDS nix zu machen
3: Caledonit??? Cu/Zn-Mineral??? - interessant [-> Joachim fragen wg. EDS?]
4: Beudantit/Segnitit o.ä. (sind xx/Flächen bei hoher Vergrößerung erkennbar?)
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Hallo Frank!
Der Perlmuttglanz auf Foto 3, sieht der in Wirklichkeit auch so aus? Vielleicht sind es zwei Minerale, evtl. Hydrocerussit innen mit Caledonit außen?? Erinnert an blaue Hemimorphite von Urberg, aber das ist wohl zu weit hergeholt. ;)
Überhaupt wär dies dann das erste Zn-Mineral in der Bleiparagenese.
Gruß Carsten
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Hallo Carsten,
ich bring die Stufe im Mai einfach mal mit. Unter dem Bino sieht das manchmal wieder ganz anders aus als auf einem Foto. Dieser Teil der Stufe ist von der Farbe her der kräftigste; andere Bereiche sehen etwas blasser aus. Devillin würde ich ausschließen. Chrysokoll aber (fast) auch.
Den Quarz kann ich dann beruhigt wieder entsorgen und die Dose frei machen. Die grünen Kugeln würde ich dann eher in Richtung Beudantit einordnen; für Duftit stimmt die Farbe nicht ganz. Das Mn- Oxid lasse ich als solches ohne weitere Untersuchung auch stehen.
Danke für Eure Einschätzungen!
Mit freundlichen Grüßen aus Berlin-Lichtenrade
franksch
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Hallo,
ein kalter, regnerischer Tag hat es möglich gemacht- noch ein Silberbrünnle- Nachschlag:
Ich denke, dass es sich hierbei um gut ausgebildeten Beudantit handelt. Bildbreite: ca. 2,8mm
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Ein stärkeres Objektiv musste ich hier auspacken:
- verm. Langit (Paragenese mit Chalkopyrit und Malachit) Bildbreite: ca. 0,9mm
- verm. Rhabdophan in einem Quarz-Spalt; Bildbreite: ca. 1,2mm
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schöner Goethit, ausgebildet als sogenannte "Samtblende" ist auch reichlich vorhanden.
- Gesamtansicht des Hohlraumes, Bildbreite ca. 12mm
- Ausschnitt davon, Bildbreite ca. 2,9mm
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und zun Schluss heute wieder etwas Unbekanntes: schmutzigrosa Aggregate (keine xx). Die Stufe führt an einigen Stellen auch Pyrit, sodass ich annehme, dass es sich um spätere Bildungen aus der Zersetzung von Pyrit handelt.
Sorry- das Bild ist leider nicht so dolle...
Mit freundlichen Grüßen aus Berlin-Lichtenrade
franksch
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Beudantit X: ja (oder Segnitit u.ä.)
Langit: ja, sehr wahrscheinlich (Wroewolfeit kann aber auch sehr ähnlich sein)
UMO09.jpg: Rhabdophan wahrscheinlich
Goethit: ja
Rosa Mineral: Evtl. Fe-Sulfat? - interessant
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Hallo,
Schließe mich Uwe Kolitsch an. Wobei ich bei der letzten Stufe etwas skeptisch bin, Pyrit ist am Silberbrünnle in der Form eher selten, könnte auch Material von einer anderen Fundstelle (Artenberg, Adlersbach etc.) sein. Fe-Sulfate sind in der Form vom Silberbrünnle nicht bekannt, höchstens Haigerachit als Fe-Phosphat. Möglich ist auch, dass es sich um ein Silikat (Sericit oder Kaolinit) handelt, die sind am Silberbrünnle verbreiteter. Von der Ausbildung würde ich sonst auch auf ein Fe-Sulfat kommen, aber blaßrosa gefärbte sind im ganzen Schwarzwald selten, kenne solche eigentlich nur von der Clara (und als große Seltenheiten vom Südschwarzwald), könnte Richtung Römerit, Coquimbit oder Kornelit gehen (ohne Analyse nicht bestimmbar), oder was Mn- oder Co-haltiges.
Annabergit/Erythrin-Mischkristalle sind auch vom Silberbrünnle und von Schapbach beschrieben. Könnte auch passen.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo zusammen!
Da spricht Sebastian ein recht kitzeliges Thema an: Fremdablagerungen am Silberbrünnle...
Gerade Sammler, die noch nicht so oft an dieser Fundstelle waren, laufen leicht Gefahr an solche " Enten " zu geraten. Aber auch als Lokalsammler mit mehr Ortskenntnis sollte man immer kritisch bleiben, wenn man auf gänzlich neues oder ungewöhnliches stößt. So sind mir in den vielen Jahren am Silberbrünnle die unterschiedlichsten Fundorte untergekommen, z.B. von der Clara, Wittichen, Ohlsbach und Baberast....von letzteren Fundort u.a. eingewachsener Pyrargyrit, neben anderen Sulfiden. Trotzdem wurde Pyrargyrit als Neufund von dort beschrieben. Es ist natürlich nicht ganz auszuschließen, dass dieser trotzdem am Silberbrünnle vorkommt...
Pyrit ist, wie Sebastian schon schreibt, dort recht selten, kommt bloß als vereinzelte eingewachsene winzige xx vor. Damit sich Fe-Sulfate bilden können, müssten meiner Meinung nach schon größere Mengen dieses Minerals auftreten. Zumal die Erzmatrix dort meist Hornstein darstellt. So hat es mich schon gewundert, als am Silberbrünnle neben Gips auch die Fe-Sulfate Jarosit und Diadochit ( neben zwei weltweit neuen Fe-Phosphaten ) von Prof. Walenta beschrieben wurden. Alle 5 Minerale kamen in nur einer Probe vor.
Das ist jetzt zwar Spekulation- aber legt mal ein mit viel Pyrit vererztes Stück über Jahre in eine Halde, in der phosphathaltige Wässer zirkulieren. Man wird erstaunt sein, was da alles entstehen kann... :-X
Viele Grüße!
Carsten
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Hallo,
das mit den Fremdablagerungen auf Halden ist ein heikles Thema. Ich hoffe, das Carsten an den Stufen, die ich ihm im Mai mal vorlegen werde, wenigstens erkennen kann, ob sie wirklich vom Silberbrünnle sind. Pyrit ist recht selten? Für mich generell nicht unbedingt. Im bereits entsorgten Teil der 15kg habe ich darum nochmals nachgeschaut und noch vereinzelt in zersetzten Chalkopyrit/Covellin Material eingewachsene xx gefunden. Und hoffe natürlich, das dies wirklich vom Silberbrünnle ist.
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so- dann nähern wir uns mal ganz langsam dem reichlich vorhandenen Malachit und Pseudomalachit- Material. Da ist die Unterscheidung manchmal gar nicht so einfach. Die halbierten Kugeln zeigen eine recht fotogene Struktur. Pseudomalachit oder Malachit?
Viele Grüße aus Berlin-Lichtenrade
franksch
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Hallo Frank,
gute Aufnahme - jetzt wo sie fertig ist!
Die Kügelchen sehen so aus, als ob ich gerade durch's Mikro schaue ;)
Herzliche Grüße
Moni
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Hallo Frank!
Bild zwei ist ganz klar ein Pseudo. Wenn du dir mal nicht so sicher bist, mach einfach die Säureprobe! Cornwallit ist sehr selten am Silberbrünnle. Falls beim ersten Foto / Material Markasit dabei ist, kannst du es vergessen. Markasit ist meines Wissens bisher nur als unscheinbarer Einzelfund von Karlheins Gottschalk, Kassel bekannt geworden.
Glück Auf!
Carsten
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Hallo,
Der Pyrit sieht mir nicht nach Silberbrünnle aus, eher Clara. Pyrit gibt es am Silberbrünnle tatsächlich, aber eher als einzelne Kristalle mit Chalkopyrit. Bzgl. Markasit ist mir auch nichts anderes als das von Carsten besagte bekannt. Ich habe nur 2-3 Stücke mit Pyrit-xx dort gefunden, dazu noch einige wenige, bei denen Limonit-Pseudomorphosen vorliegen. Bei diesen besteht wegen der Struktur des Quarzes kaum ein Zweifel an der Herkunft der Stücke.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo,
zunächst: Sebastian- es wird sich sicher feststellen lassen, ob das Pyrit-Material aus der Clara oder doch vom Silberbrünnle stammt. Ich werd es mal Carsten zeigen.
Und dann geht es weiter (mit hoffentlich eindeutigem Silberbrünnle-Material):
schmutzigrosa, gebogene xx; kann auch ein Überzug auf ?? sein. Nebenbei im Vordergrund wieder dies kuglige Material, vielleicht Rhabdophan. Aber dieses gebogene Material in dieser Farbe hab ich nur einmal entdeckt. Bildbreite: ca. 2,6mm.
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Dann, nehme ich zumindestens stark an, habe ich Duftit in der mir typisch bekannten Farbe (Grube Clara) entdeckt. Bildbreite: ca. 2,7mm.
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Und zum guten Schluß wieder etwas für mich Unbekanntes. Ich denke nicht, das es sich um Duftit handelt. Die kräftige Farbe geht schon fast ins neonfarbenen. Erkenne ich an einigen Stellen Dreiecksflächen an den xx? Bildbreite ca. 2,6mm.
Danke schon jetzt für Eure Einschätzungen!
Viele Grüße aus Berlin
franksch
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Hallo Frank!
1: Sieht aus wie Emplektit mit Bi-Carbonat drüber, wahrscheinlich Bismutit
2: Wohl Duftit
3: Bayldonit, habe solche xx schon untersuchen lassen, da ich an Libethenit dachte damals...
Grüßle!
Carsten
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Hallo Carsten,
vielen Dank für Deine schnelle Einschätzung.
Empliktit mit Bismutit wäre sicher eine Option, beim Duftit waren wir uns ja eh einig. Die Farbe von dem fast neongrünen xx würde m.E. eher nicht für Libethenit sprechen. Für Bayldonit vielleicht möglich? Jedenfalls spricht die Kristallform eher auch nicht für Libethenit, da die Dreiecksflächen nur vereinzelt sichtbar sind. Habe mehrere Stufen davon- scheint doch nicht so selten dort zu sein.
Übrigens: von den ursprünglichen 15kg sind jetzt nur noch 7kg übrig- davon bestimmt 5kg allein Pseudomalachit, der hier nicht wirklich selten ist.
Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
franksch
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Hi Frank, hi alle
UMO12 vielleicht Adamin, obwohl es hierfür schon extrem knallige, ins gelbgrünliche tendierende Farbtöne sind? gibts Hinweise aus der Paragenese (wohl eher nicht, sonst hättest Dus ja beschrieben)?
Glück Auf!
GEOMAXX
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UMO12 könnte auch pseudo-oktaedrischer Duftit sein (ähnliche grasgrüne xx hatte ich schon mal PXRD-analytisch als Duftit bestimmt). Bayldonit zeigt üblicherweise pseudo-rhomboedrische, leicht gekrümmte und eher schlecht ausgebildete xx.
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Hallo,
Die letzten 3:
1. Bismutit/Beyerit ps. n. Emplektit (beide Minerale kommen so vor, eine Bestimmung ist nur analytisch möglich)
2. Duftit oder Segnitit/Beudantit (kann sehr gut Duftit sein)
4. Bayldonit oder Duftit. Duftit bildet bipyramidale xx mit rechteckigem Querschnitt (im Prinzip sehen die meist aus wie in die Länge gezogenew Oktaeder, dafür sprächen die Dreiecksflächen)
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo,
so- jetzt endlich einmal etwas Eindeutiges:
schön auskristallisierter Pseudomalachit. Bei einem Großteil meines Materials hält sich auf der Oberfläche und in Hohlräumen eine recht hartnäckige Dreckschicht, wahrscheinlich auch Fe- haltig. Frische xx Aggregate hab ich gar nicht so häufig gesehen. Erst recht nicht bei Handstufen.
Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
franksch
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Hallo Frank!
Pseudomalachite kannst du mit nem Kärcher sehr gut reinigen. Die Agardite sind dann halt futsch... ;D
Grüßle
Carsten
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Hallo,
Mit der Zahnbürste und mit etwas Seifenwasser geht es auch, bei Mikros zumindest. Mache ich immer so.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo,
vielen Dank für die Reinigungstipps. So richtig bin ich mit Wasser und Zahnbürste nicht weitergekommen. Aber wir schauen noch mal weiter.
Was ich noch gefunden habe (eBay):
http://cgi.ebay.de/silberbrunnle-15kg-/140404140012?cmd=ViewItem&pt=Mineralien_Fossilien&hash=item20b0bd27ec
Was es nicht alles gibt! Ich möchte aber auch ausdrücklich darauf hinweisen, das es sich nicht um mein Material handelt.
Viele Grüße
franksch
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Sorry, daß ich hier in diesen Thread reinplatze. Ich komme aus der Achatecke und habe vor Jahren mal irgendwo einen Artikel gelesen der hieß glaube ich "Silberbrünnele, Fundort für Bescheidene"
So hat es mich dann doch erstaunt, was Franksch und die Community sich für Mühe gegeben haben mit der Mineralbestimmung und dies doch mit großem Erfolg.War bisher interessant und ich hoffe es geht noch noch weiter. :)
Jedoch (auch dieses ohne schon dawesene Diskussionen neu zu entfachen wollen) könnt ihr darauf warten bis wirkliche Sammler vor Stacheldraht und Verbotsschildern stehen wenn irgendwelche Zeitgenossen an dieser bisher frei zugänglichen Fundstelle Material entnehmen und dann bei Ebay versuchen zu "verticken".
Hoffentlich bleiben die auf ihrem Material sitzen!
Grüße aus dem Norschwarzwald
Bruno
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Hallo Bruno,
Du brauchst Dich doch hier nicht zu entschuldigen, wenn Du etwas dazu sagst. Die Kiste aus Silberbrünnle sollte nicht als Anregung dienen, jetzt die Halde noch einmal auf den Kopf zu stellen. Die Funde der Kiste wurden in den 90er Jahren gemacht. Es sollte vielmehr von mir ein Fingerzeig sein, dass es durchaus interessant sein kann, altes oder älteres Material noch einmal genau oder genauer anzusehen! Ich kann nicht sagen, ob Silberbrünnle ein Fundort für Bescheidene war oder ist. Ich kenne nur diese 15kg und war selbst noch nie dort. Ich habe erst im nachherein erfahren, dass dort über 120 verschiedene Mineralien gefunden wurden. Ist doch interessant.
Ich weiß auch nicht, ob Material von dort wirklich der Renner bei eBay ist. Bei Pseudomalachit mit Sicherheit nicht, seltenere Mineralien vielleicht. Ohne irgendjemanden das Geschäft vermiesen zu wollen- aber Abfall habe ich auch mehrere kg und werde daher wieder Erwarten bei eBay auf die 15kg doch nicht mitbieten! Ich könnte auch bestimmt 5 - 6 kg pseudomalachithaltiges Gestein anbieten- aber was will man damit?
Grüße aus Berlin
franksch
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"Silberbrünnle Fundort für Bescheidene" hat mich etwas schmunzeln lassen.
Finde, daß dem nicht so ist, es gibt halt nur Micromounts, aber dafür sehr schöne und eine Vielzahl an nicht geade häufigen Mineralien.
Habe selbst eine große FO Sammlung von dort. Das Problem an den Stufen war nur immer der rote Dreck, der aufsaß und schwer weg zu bekommen ist. Bin teils sogar mit dem Dampfstrahler hin, wenn nicht gerade Agardite drauf saßen.
Und ich würde nichts davon weggeben. Alles nochmal knacken, da kam noch manch schönes Stüfchen dabei raus.
Gruß Else
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Hallo Elsie,
Habe den Artikel rausgekramt.
War Mineralienmagazin 4/1980 und hieß richtig: Silberbrünnele und Schottenhöfen Zwei Fundorte für Bescheidene.
Grüße
Bruno
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Möglicherweise bezieht sich der Bericht auf die Tatsache,das Silberbrünnle bekannt ist für Micromounts und Kleinstufen.
Ansonsten wäre es Murks,weil Silberbrünnle eine vielfältige Auswahl an dort vorkommenden Mineralienarten bietet.
Allerdings ist für mich "schleierhaft"wieso MM Sammler bescheiden sein sollten? ???
Gruß
Udo
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Hallo!
Die Grube mag ja für reichliche MM-Funde bekannt sein. Aber davon auszugehen, dass diese keine Mineralien in Normalgröße geliefert hat ist falsch. Die Grube hat vor allem Pseudomalachite und Gartrellite in sagenhafter Qualität als Handstufen und größer produziert!
Es ist so wie überall: Wenn man bloß mit dem Geologenhämmerchen über die Halden stolpert findet man meist nur Micros in Belegqualität. ;D
Glück Auf!
Carsten
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Hallo,
Das war ein Artikel von 1980. MM oder Micromount kommt darin nicht vor.
Möglicherweise gabs damals anderswo noch genügend Handstufen und MM war noch nicht "in"
Grüße
Bruno
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Ist schon klar das es dort nicht nur Microstufen gibt,es gibt meines Wissens nach keine Grube oder Mine mit nur Microfunden.
Natürlich ist das Spektrum von MM bis MS vorhanden,je nach Suchintensität.
Ich habe nur versucht den Bericht zu verstehen,wo Silberbrünnle als "bescheiden"tituliert wurde.
Aber das bleibt wohl ein Rätsel.
Gruß
Udo
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Hallo,...
Vorsicht Carsten Vorsicht.......Du hast Dir hier im Forum schon mal fast das Maul verbrannt.... >:D >:D >:D
Die Grube mag ja für reichliche MM-Funde bekannt sein. Aber davon auszugehen, dass diese keine Mineralien in Normalgröße geliefert hat ist falsch. Die Grube hat vor allem Pseudomalachite und Gartrellite in sagenhafter Qualität als Handstufen und größer produziert!
Es ist so wie überall: Wenn man bloß mit dem Geologenhämmerchen über die Halden stolpert findet man meist nur Micros in Belegqualität.
Aber mal davon abgesehen, war da nicht mal letztens nen bekannter Tübinger Professor zu Forschungszwecken mit nem Bagger unterwegs, da müssten doch auch handstufen rausgekommen sein....?
so genau weis ich das leider nicht mehr, hab das nur so am Rande registriert?.... ist wohl schon zwei drei Jahre her...?
g.A. chris
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Tja,leider verfüge ich (,wie auch wahrscheinlich viele andere)nicht über schweres Gerät.
Das endecken und abbauen von Fundstellen überlasse ich den Profis und kaufe aus aller Welt die Stufen die ich benötige,oder glaube zu benötigen für meine Kunden.
Der Weg ist das Ziel und nicht möglichst viele hochwertige Stufen abzubauen in kurzer Zeit mit schweren Gerät.
Ich muß mich auch kurz mal über diese Kollegen aufregen;weil ich Idiot Steuern zahle und die schwachsinnige Entsorgunglizenz jährlich berappen muß,so wieder gut.
Aber ich möchte hier nicht den moralischen Zeigefinger schwingen,meiner Ansicht nach ist es wichtig,das es Spass macht,auch wenn man "nur"Micromounts findet-ja und?
Dieser Beitrag richtet sich NICHT gegen Carsten,sondern im allgemeinen.
In diesem Sinne,bis dann
Udo
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Aber liebe Leute,
versteht Ihr denn die Botschaft von Carsten nicht? Nur in großen Steinen können große Kristalle sein! Und die bekommt ihr doch nicht mit einem kleinen Geologenhammer klein- schon gar nicht beim Silberbrünnle. Folglich könnt ihr die Handstufen mit größeren xx doch gar nicht einsammeln, wenn ihr vorher nicht in der Lage wart, größere Brocken zu zerlegen. Da ist bestimmt auch kein Bagger gemeint, sondern der ganz normale 5kg Hammer. Damit bekommt man schon fast alles klein Wer das nicht kann, dem bleiben eben nur die Micro's in kleinen Hohlräumen. Wobei ich diese Größe aber auch bevorzuge. Wozu brauch ich noch größere Brocken als Faustgröße mit Pseudomalachit? Aber den 5kg Hammer würde ich zu so einer Fundstelle mit Sicherheit immer beihaben wollen.
Viele Grüße
franksch
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Hallo Frank!
Es ist schon so wie du sagst: Ein dicker Hammer kann am Silberbrünnle bestimmt auch nicht schaden ;)
Aber mal Spaß beiseite: Muss man denn immer gleich alles so auf die Goldwaage legen- das Leben ist doch schon ernst genug...?!
Da ich selber begeisterter Micromounter bin, liegt es mir fern, mich über andere lustig zu machen. Wollte damit eher sagen: Ohne Fleisch kein Preisch....
...und Chris: Warum fragst du den tübinger Baggerfahrer nicht selbst, oder hast du etwa Angst dir den Mund zu verbrennen, du Armer !? 8)
Liebe Grüße!
Carsten
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hallo carsten.....
naja eben.... ich weis das nicht mehr so genau.... und ausserdem,.. mit silberbrünnle hab ich wenig am hut, mir ist es sogar recht das ihr da bei euch im norden oben genug baggerspielplätze habt, da hab ich im süden schon meine ruhe... 8) 8) 8)
g.A. chris
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Hallo Carsten
Ich hatte deinen Beitrag zuerst mißverstanden und habe es berichtigt.
Ich bin momentan etwas genervt über diese schwachsinnige Entsorgungslizenz die von meinem Anbieter wieder erhöht wurde.
Deswegen bin ich im allgemeinen nicht gut auf Leute zu sprechen,die meinen, privat nicht geringe Mengen an Ware veräußern zu müssen.
Jedoch liegt es mir fern,hier Mineralienleibhaber anzugreifen.
Insbersondere hatte es mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun und ich bitte mir es nachzusehen,wir wollen ja sachlich bleiben.
Also steinige Grüße aus dem tiefen Norden.
Udo
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Hallo an alle (hoffentlich jetzt wieder friedlich- mit oder ohne Bagger),
kommen wir doch wieder auf die ursprüngliche Materie zurück. Ich hatte ja auch schon beklagt, dass viele sicherlich schöne Stufen (in der Hauptsache mit Pseudomalachit) von einer recht hartnäckigen rötlichen Schicht bedeckt sind. Meine Aktivitäten in Sachen chemischer Reinigung wollte ich nur als letzte Option wählen- ich bin da immer sehr zurückhaltend. Der Tipp von smöller mit Einlegen und Reinigung mit Zahnbürste hat mich nicht richtig weitergebracht. Carsten schlug eine Kärcher-Reinigung vor. Nun ja, bei bereits formatierten Material in kleinerer Größe hätte ich die Stufe u.U. noch einmal suchen können- auf meinem Rasen. Von Elsie kam der Tipp mit dem Dampfstrahler. So etwas steht bei uns auch (herum). Also nutzte ich den verregneten Tag, an dem meine Frau zum Geburtstag einer Freundin weg ist und habe das probiert. Und ich muss sagen: das Ergebnis ist überwältigend!!! Ohne Vorreinigung oder tagelanges Einlegen lassen sich diese Stufen wirklich super reinigen! Und vor allen Dingen kann man das Ergebnis ja gleich sehen. Ggf. muss nach kurzem Abtrocknen der Stufe nochmal nachgearbeitet werden, wenn manche Ecken doch nicht ganz sauber sind. Und das Beste: es gibt keinerlei Beschädigungen, so dass ich mich auch mal an Agardit-Stufen rantraue (hab ich auch genug von). Elsie- ich danke Dir!!!
Ich weiß allerdings nicht, ob meine Frau, wenn sie nach Hause kommt, diesen Dank teilt- ich muss erst einmal die Küche wieder aufwischen. Von der Dampfentwicklung schlug sogar der Rauchmelder an. Also Lüften- Türe auf, dann geht der auch von allein wieder aus. Meine Nachbarn, die die offene Haustüre sahen und das durchdringliche Piepen hörten, vermuteten Einbrecher und wollten grad die Polizei benachrichtigen- ich kam grad noch rechtzeitig um sie zu überzeugen, das alles i.O. wäre.
Eine solche Reinigung öffnet sicher die Perspektiven für weitere schöne Bilder -jetzt mit sauberen Stufen!
Viele Grüße
franksch
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Hallo Silberbrünnle- Interessierte,
der Dampfreiniger hat wirklich gute Arbeit geleistet. U.a. hat er den Hämatit richtig schön sauber geblasen. Ein Mineral, hinter dem ich mal kein Fragezeichen stellen brauch. Weitere Stufen mit Hämatit sind schon sehr viel weiter korrodiert. Bildbreite ist ca. 3,7mm.
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Schön sauber sind jetzt auch die Pseudomalachit- Stufen.
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Die größte Pseudomalachit-Stufe hat eine Breite von knapp über 60mm. Leider hängen Manganoxide teilweise auf dem Pseudomalachit- die bekommt der Dampfreiniger weniger gut weg.
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Und natürlich hab ich auch wieder etwas Unbekanntes. Hat auch eine vorsichtige Reinigung mit dem Dampfstrahl unbeschadet überstanden. Begleitet von Chalkopyrit und zersetzem Galenit. Mir würde hier Cerussit einfallen. Was meinen die Experten? Bildbreite ca. 3,8mm.
Grüße aus Berlin
franksch
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Anglesit? Carbonat-Test würde weiterhelfen.
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Hallo,
Das letzte dürfte Cerussit sein. Anglesit könnte auch sein, der sitzt aber meist eher direkt auf zersetztem Galenit.
Glück Auf!
Smoeller
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Freut mich Frank, daß der Reinigungstipp geholfen hat. Nur die Begleiterscheinungen Deiner Reinigung haben mich sehr schmunzeln lassen..... ;)
Vielleicht findest Du unter der roten Kruste noch so manche Überraschung ?!?
Gruß Else
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Hallo nochmal,
meine Aufarbeitung neigt sich dem Ende zu. Unter der rotbraunen Verkrustung konnte der Dampfreiniger noch schöne Baryt xx freilegen. Auch folgende Stufe, ich denke es handelt sich auch um Pseudomalachit, konnte jetzt fein gesäubert den Weg in ein Döschen finden. Bildbreite ca 2,7mm.
Ansonsten haben einige Kilo mit Pseudomalachit- Material den Weg auf meine Halde im Garten gefunden; sie werden als Drainage für eine notwendig gewordene Hangsanierung noch Verwendung finden.
Viele Grüße
franksch